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Donnerstag, 26. Februar 2015

High Fidelity: Kapitalaufstockung von 11 Mio. US-Dollar

Quelle: High Fidelity

Letzte Nacht wurde im High Fidelity Blog bekanntgegeben, dass die Entwicklerfirma von SL-Erfinder Philip Rosedale weitere 11 Millionen US-Dollar an Kapital von Geldgebern erhalten hat. Hauptinvestor dieser erneuten Finanzaufstockung ist Vulcan Capital, unterstützt von weiteren Investoren, die sowohl aus der Gruppe der bestehenden Geldgeber kommen als auch neu dazugestoßen sind.

Im HiFi-Blog schreibt Philip Rosedale, dass man mit dem neuen Investment nun in der Lage sei, das Team der Mitarbeiter erheblich aufzustocken, um die VR-Software weiter voranzubringen und zu veröffentlichen. Freie Stellen gibt es zur Zeit bei High Fidelity für die Entwicklung, Planung & Gestaltung und für Ersteller von 3D-Inhalten. Die damit verbundenen Themen reichen von Physiksimulationen, Netzwerkübertragung und Charakter-Animationen, über Grafik- und Lichtberechnung, bis zu dezentralisierter Rechnernutzung.

Der nächste große Meilenstein des HiFi-Teams wird der Start der offenen Alpha sein. Dann kann sich jeder einen Avatar erstellen und in vorhandene Welten einloggen, oder aber selbst eine eigene Welt betreiben. Ab diesem Zeitpunkt wird es auch endlich aussagekräftige Fotos und Berichte geben, die aufzeigen, was in HiFi bisher schon so alles geht. Denn bei einer offenen Alpha gibt es keine Geheimhaltungsvereinbarung mehr, die jetzt noch in der geschlossenen Alpha eingehalten werden muss.

Jeder, der später einen eigenen HiFi-Server betreibt, kann seine Welt mit allen anderen Welten verbinden, sofern deren Betreiber das freigegeben haben. Genau wie in OpenSim ist es aber auch möglich, eine HiFi-Welt als geschlossenes Grid zu betreiben und nur Leute mit Zugangserlaubnis rein zu lassen.

Das unten eingebettete Video gibt schon einen kleinen Eindruck zu den Möglichkeiten, die bisher in HiFi zur Verfügung stehen. Die Avatare sind zwar immer noch im Karikatur-Look, aber die Einrichtung in dem Zimmer sieht um einiges besser aus, als die Optik vor ein paar Monaten. Man könnte die Avatare zwar auch schon hochwertig aussehen lassen, aber das HiFi-Team findet das zu "Uncanny Valley" und bevorzugt den Comicstil. Zur Steuerung der Avatare werden, neben der klassischen Tastatur, auch VR-Brillen, Hand-Controller, 3D-Kameras und weitere VR-Hardware unterstützt.

Funding & hiring announcement



Am Ende des eigenen Blogpost verweist Philip Rosedale noch auf einen Artikel von TechCrunch, der etwas ausführlicher auf das Umfeld der Investoren eingeht. Außerdem gibt es ein paar Infos zum aktuellen Einstieg in die Plattform. Man kann nach dem Start der Zugangssoftware ein Template für die 3D-Umgebung auswählen, dann einen Namen für den Avatar vergeben und schon hat man seine eigene Heimregion, die sofort für den Zugang anderer Avatare zur Verfügung steht. Eines der Templates dürfte so aussehen, wie auf dem Foto weiter unten.

Ebenso beschreibt der TechCrunch-Artikel, dass die bisherigen Teilnehmer an der geschlossenen Alpha ein Programm zum Generieren von Städten geschrieben und Tiere mit künstlicher Intelligenz entwickelt haben, die realistisch durch die Gegend laufen.

Quelle: TechCrunch
Zum Schluss geht TechCrunch auf das Geschäftsmodell von High Fidelity ein. Da die Software zum Betrieb einer HiFi-Welt Open Source ist, kann erstmal jeder einen virtuellen Raum kostenlos betreiben. Jedoch steht auf diesem Weg für den Zugang anderer Nutzer nur eine temporäre Zugangsadesse zur Verfügung. Will man eine feste Adresse und einen eindeutigen Namen im Metaverse der HiFi-Welten haben, kann man das gegen eine Gebühr von der Firma High Fidelity bekommen. Das ist in etwa vergleichbar mit der Reservierung einer Webseiten-Domain oder einer aussagekräftigen URL für einen Internetdienst wie etwa Twitter.

Als zweite Einnahmequelle will High Fidelity einen Marktplatz für Modelle und Programme starten, der ähnlich dem Unity’s Asset Store aufgebaut ist. Wie beim SL-Marketplace, können Ersteller dort ihre Waren auch kostenlos hergeben, aber bei allen Verkäufen will die Betreiberfirma dann eine kleine Provision einbehalten. Ich finde, das sind erträgliche Belastungen für die Nutzer. Verzichtet man auf eine feste Adresse und stellt seine Objekte selbst her, kann man völlig kostenlos einen eigenen virtuellen Raum in High Fidelity betreiben (bis auf die Stromkosten des eigenen PCs oder Servers).

Quelle: “This one goes to eleven”

Eine Kurzmeldung dazu gibt es auch in Deutsch auf Newsslash:

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