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Mittwoch, 27. Januar 2016

SL Bots an Studie zur AI-Entwicklung beteiligt

MD Character Bust - Nylon Pinkney
Quelle: VOIDAR // Ashley Carter
In einem Blogpost auf New World Notes hat Wagner James Au auf einen Artikel im Wired vom 25. Januar aufmerksam gemacht, in dem es zwar nur am Rande um Second Life geht, den ich aber recht interessant finde.

Der Artikel im Wired dreht sich um Künstliche Intelligenz (englisch: Artificial Intelligence, oder kurz nur AI). Durch das Wachstum von sozialen Netzwerken und den zugehörigen Smartphone Apps, ist auch der Bedarf an sogenannten Chat Bots gestiegen. Vor zwei Jahren hat zum Beispiel Microsoft in China die Chat Bot App XiaoIce veröffentlicht und die ist dort zu einem echten Renner geworden. Man kann dieser AI Software eigentlich nur Fragen stellen und mit ihr ganz einfache Konversation betreiben. Dennoch wird die App von 40 Millionen Leuten genutzt, die zum Teil ziemlich lange Gespräche mit dem Bot führen.

Was nun die Entwickler aus XiaoIce gelernt haben ist, dass Bots nicht unbedingt großes Wissen und komplizierte Ausdrucksweisen beherrschen müssen, um erfolgreich zu sein, sondern einfach nur den sogenannten Chitchat. Das lässt sich am ehesten mit belangloses Gerede, Tratsch oder dem englischen Begriff "Small Talk" gleichsetzen. Eben Gespräche, in denen viel geredet aber nichts gesagt wird.

Und hier kommt dann Second Life ins Spiel. Doron Friedman, der Leiter des Advanced Reality Lab im Interdisciplinary Center in Herzliya (Israel), hat mit Bots in Second Life in einer Studie untersucht, auf welche Art von Chat sich reale Personen am ehesten einlassen. Und da steht, nach dem Thema Fakten, das kontaktknüpfende und -erhaltende Gespräch an zweiter Stelle. Ebenso werden Bots mit "Persönlichkeit" einem monoton antwortenden Programm vorgezogen.

Als ich das mit der Studie in Second Life gelesen habe, erinnerte ich mich an eine Phase, in der in SL extrem viele dieser Small Talk Chat Bots unterwegs waren. Auf Live-Konzerten, in Shopping Malls und auf Welcome Islands, ist man denen so um die 2010/2011 sehr oft begegnet. Könnte sein, dass die zu dieser Studie gehörten. Es wurde damals auch viel darüber in den Foren diskutiert, ab welchem Punkt man dann gemerkt hatte, dass es sich um einen Bot handelt.

Am Ende des Artikels wird noch kurz auf das Problem eingegangen, dass zu menschliche Bots dazu führen könnten, dass man sich auf eine Beziehung mit einer Fake-Persönlichkeit einlässt. Als Gegenargument werden dann Computerspieler angeführt, die gelernt haben, intuitiv mit den Spielmechaniken umzugehen. Genauso werde man später die Bots dazu nutzen, etwas über die Grundlagen einer Konversation zu lernen. Nach dem Motto: "Unsere Bots, unser Selbst."

Quelle: [Wired] - To Make AI More Human, Teach It to Chitchat

Kommentare:

  1. diese Art zu chatten gibt es demnächst(noch nicht eröffnet) auf LEA 10 eine Gelegenheit
    Asmita Duranyaja baut z.Zt. an CyberPolis,auf dem Sim kann man sich über einige Umwege einen Code erarbeiten und gelangt damit zum Oracel,ich durfte es vorab testen,sehr interessant

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  2. berichtigung: Asmita Duranjaya

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  3. Da werde ich hier natürlich darüber berichten, wenn das geöffnet wird. Ich kann mich erinnern, dass Asmita schon mal ein CyberPolis auf einer LEA-Region hatte. Das war vor knapp einem Jahr. Hier mein Bericht dazu.

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