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Samstag, 30. April 2016

Zwei deutschsprachige Artikel zu Sansar und Second Life

Ich habe in den letzten Tagen diese beiden Artikel schon auf Google+ geteilt (hier und hier). Aber im Grunde kann ich sie auch mal hier vorstellen. Außerdem habe ich nicht so wahnsinnig viel an neuen Themen zum Bloggen. Da kommt mir so Quickie ganz gelegen.

Quelle: Linden Lab
Den Bericht über Sansar gab es schon am letzten Mittwoch im VR-Magazin VRODO. Der Artikel erschien kurz nach der Pressemitteilung von Linden Lab zum Start der Anmeldungen für einen frühen Zugang zur neuen virtuellen Welt von LL.

Während auf der News & Media Seite von Linden Lab 15 englischsprachige Artikel zu Sansar aus den letzten drei Tagen aufgeführt sind (runter scrollen bis "Linden Lab in the news"), habe ich dazu im deutschsprachigen Raum nur den Artikel auf VRODO gefunden. Der ist aber gut und frei von journalistischen Vorurteilsvermutungen.

Allein schon der erste Absatz zeigt, dass es auch Online-Journalisten in Deutschland gibt, die Durchblick beweisen.
"Aus einem unerfindlichen Grund gilt Second Life häufig als Flop. Dabei war die Plattform ein großer Erfolg und die Entwickler von Linden Lab arbeiten schon an einem Nachfolger für Virtual Reality."
Den Rest gebe ich hier nicht wieder, da es sich zum größten Teil um Abschnitte aus der Pressemitteilung von LL handelt, die ich ja bereits übersetzt hatte. Ich habe aber auch ein paar andere Artikel auf VRODO gelesen und das ist durchaus eine interessante Seite für alles, was mit der neuen VR-Technologie zu tun hat.

Zum Artikel:

Sanders im virtuellen Weißen Haus
Der zweite Artikel, der erst heute auf ZEIT ONLINE erschienen ist, dreht sich ausschließlich um Second Life. Es geht darin um das Thema US-Wahlkampf in SL. In den vergangenen Wochen haben politische Anhänger aus den beiden Lagern von Donald Trump und Bernie Sanders, je eine Werbeparzelle in SL mit entsprechendem Material ausgestattet. Darüber gab es bereits auf New World Notes und auf SLNewser einige Berichte.

Nun ist das Ganze wohl etwas eskaliert und der Trump Anhänger hat die Parzelle vom Sanders Anhänger mit Propaganda-Material zugemauert. Der Sanders Anhänger wiederum hat die Gegenseite einfach auf der eigenen Parzelle gebannt und mit einer Mauer auch die Plakate verdeckt, die sich außerhalb befinden

Sanders Infoparzelle (mit Mauern)
Über diesen Polit-Streit berichtet nun der Artikel auf ZEIT ONLINE. Und zum eigentlichen Thema ist der Bericht auch ganz gut geschrieben, mit mehreren Quellen zu bekannten Second Life Blogs. Deshalb ist es für mich ziemlich unverständlich, warum Autor Eike Kühl nicht auch bei seinen generellen Aussagen zu Second Life etwas recherchiert hat. An welchen Aussagen ich mich speziell gestört habe, kann man hier auf G+ nachlesen.

Unten links die Sanders Infoparzelle (ohne Mauern). Rundherum das Material vom Trump-Anhänger.
Da im Artikel von ZEIT ONLINE ziemlich viele © Zeichen enthalten sind und dieses konservative Blatt sicher auch Wert auf das Leistungsschutzrecht legt, übernehme ich hier im Blog nichts daraus. Für die Fotos war ich selbst schnell auf der Sanders-Parzelle, die ich von der Gestaltung her tatsächlich ein wenig informativ finde. Was dagegen der Trump-Anhänger rundherum veranstaltet, passt sehr gut zu den Auftritten von Crazy Donald im RL.

Für das letzte Foto mit der Gesamtansicht, habe ich die Mauern der Sanders-Parzelle mit "Derender" ausgeblendet.

Zum Artikel:

Edit 1. Mai 2016:
Jetzt hat auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung das Thema aufgegriffen. Und auch dort scheinen noch die Journalisten aus dem letzten Jahrtausend die Artikel zu schreiben.

Bester Satz aus der inhaltlichen Kopie von ZEIT ONLINE:
"Während in der realen Welt noch über den Einfluss von digitalen Plattformen wie Facebook auf den amerikanischen Wahlkampf debattiert wird, finden in den Nicht-Orten der totgeglaubten digitalen Ruine „Second Life“ politische Affronts gegen den Präsidentschaftskandidaten der Demokraten, Bernie Sanders, statt."
Zum Glück hat diese tatsächliche Ruine von Tageszeitung seit 1998 einen Rückgang ihrer Leser von fast 40% zu verzeichnen. Mit etwas Glück ist sie in ein paar Jahren ganz verschwunden. :-)

Zum Artikel:

Kommentare:

  1. ... thx. War auch kurz dort, habe einen lila Sessel mitgenommen - und eine Spende da gelassen.
    Einige Fotos hier auf G+ :

    https://plus.google.com/u/0/+BukTomBloch/posts/GNFu5AdGJ1S?pid=6279385031892225586&oid=110576215098366563279

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  2. politische Themen in Zusammenhang mit SL,soll sagen,aktive Gruppen diesbezüglich sind ein heikles Thema und sollten es auch bleiben
    als Mubarak in Ägypten gestürzt wurde,war ich auf einer Demo auf einer Egypt Sim,diese verschwand seltsamerweise kurz danach,ob es mit der damaligen Demo zusammenhing konnte ich nicht in Erfahrung bringen,vermutlich aber,es war schade weil es auf diesem Sim sehr relaxed war
    der Vergleich zu dieser amerikanischen Geschichte hinkt ein wenig, lässt aber denn Schluss zu,dass Politik in SL eher ein Randthema bleiben sollte
    Gesellschaftlich gesehen soll SL einen Ideologiefreien Weg gehen
    von mir aus als Antwort auf das festgefahrene Wertesystem der realen Welt

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    1. Genau das ist es aber, was die Politiker im RL nervös macht. Die Anarchie in SL enzieht sich der Kontrolle derer, die gerne alles kontrollieren. Deswegen kam ja vor etwa zwei Jahren über Wikileaks auch heraus, dass die NSA Second Life überwacht. Im Grunde können wir fast froh sein, dass wir heute immer noch unsere allgemeine Anonymität und etwas Anarchie in SL haben. :)

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