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Sonntag, 11. Oktober 2020

[Star Citizen] - Letter from the Chairman

Chris Roberts / Quelle: Roberts Space Industrie Press Kit

Ich weiß, schon wieder Star Citizen. Aber im Vergleich zu Second Life hält sich die Anzahl meiner Beiträge zu dieser Plattform insgesamt noch stark in Grenzen.

Heute war halt der SC8B, also der achte Geburtstag von Star Citizen. Und da hat CEO Chris Roberts einen "Letter from the Chairman" genannten Beitrag zum Stand der Entwicklung veröffentlicht. Den fasse ich jetzt relativ kurz zusammen, da ich weiterhin mein Abhängwochenende habe.

Im ersten Abschnitt schreibt Roberts über das bisherige Jahr 2020. In den vergangenen neun Monaten wurde die Schwelle von 300 Millionen US‑Dollar an Einnahmen (Crowdfunding und Verkauf von Star Citizen Assets) überschritten. Seit Beginn des Jahres haben sich 250.000 neue Nutzer angemeldet. Insgesamt bezeichnet Roberts 2020 als das bisher beste Jahr seit dem Start von SC.

Auf der anderen Seite betont er aber auch, wie schwierig die aktuellen Monate sind, denn eigentlich hätte in dieser Woche die CitizenCon in Los Angeles stattfinden sollen. Stattdessen schreibt er diesen "Brief vom CEO" von zu Hause aus. Auch die fünf Studios, die weltweit an Star Citizen entwickeln, erledigen ihre Arbeit seit März in Heimarbeit.

Im zweiten Abschnitt gratuliert Roberts dann seiner Plattform und allen Nutzern zum achtjährigen Bestehen. Ursprünglich sollte Star Citizen nicht so komplex werden, doch im Laufe der Zeit haben sich die Entwickler dazu entschieden, ein virtuelles Universum zu erschaffen, das in allen Bereichen Maßstäbe setzt und von dem viele geglaubt haben, dass so etwas gar nicht möglich wäre.

Quelle: Roberts Space Industries
Roberts betont, dass in SC alles möglich ist. Man kann alles tun und überall hingehen, ohne eine Unterbrechung im Spielablauf. Und alle bisherigen Nutzer hätten sich zu einer weltumfassenden Community zusammengefunden, bei der geographische Grenzen und Sprachbarrieren nicht mehr vorhanden sind. Als Beweis seiner Aussage verlinkt er auf ein heute veröffentlichtes Video, in dem SC‑Nutzer aus der ganzen Welt zu Wort kommen (zwei davon auch in deutscher Sprache).

Dann zählt Roberts einige Dinge auf, die man bisher schon erreicht hat:
  • Mathematische Präzision mit 64bit.
  • Sowohl millimetergenaue Details als auch einen Maßstab von Milliarden von Kilometern.
  • Einzigartige Planetentechnologie mit Simulation ganzer Planeten und Monde bis hinunter zum kleinsten Felsen oder zur kleinsten Blume.
  • Physics Grid-Technologie mit nahtlosem Wechsel zwischen verschiedenen physikalischen Simulationen wie zum Beispiel zwischen lokaler Schwerkraft im Raumschiff über Null-G Schwerkraft des Weltraums bis hin zur Schwerkraft eines um seine Achse rotierenden Planeten.
  • Item-Port-System mit diskreten Komponenten wie Kraftwerke, Schildgeneratoren, Lebenserhaltung, Türen, Sitze, Triebwerke, Geschütztürme, Geschütze und vielem mehr. Damit lassen sich diese Komponenten überall wiederverwenden.
  • Vereinheitlichte Charakter-Skelette ermöglichen es, die gleichen Animationen und Details in der ersten und dritten Person-Ansicht zu haben.
  • Object Container Streaming ermöglicht einen gezielten Stream des Universums um den Spieler herum entweder im Client oder auf dem Server, so dass nur die Teile des Universums angezeigt und simuliert werden, die der Spieler sehen muss.
  • DNA-Gesichtstechnik ermöglicht verschiedene gescannte menschliche Merkmale realistisch miteinander zu vermischen, um glaubwürdige menschliche Köpfe für den In-Game-Charakter zu erstellen.
  • Face-over-IP-Technologie ermöglicht es, die Gesichtsbewegungen des In-Game-Charakters über Mimik und Stimme des Nutzers zu steuern.


Am Ende dieses Abschnitts erwähnt Roberts noch, dass das Unternehmen inzwischen mehr als 640 Mitarbeitern hat, die sich auf fünf Studios in vier Zeitzonen verteilen.

Quelle: Roberts Space Industries
Der nächste, recht lange Abschnitt, ist die Aussicht nach vorn. Auch hier nur eine Listenaufzählung von mir:
  • iCache wird es ermöglichen, den Zustand jedes beliebigen dynamischen Gegenstandes im Universum aufzuzeichnen, so dass man z.B. auf einem Planeten landen kann, eine Kaffeetasse in einem abgelegenen Wald fallen lässt und einen Monat später zurückkommt und die Kaffeetasse immer noch dort ist. Damit wird dann also echte Persistenz in SC eingeführt. Durch iCache wird es dann auch nicht mehr notwendig sein, Gegenstände in Taschen oder Containern mit sich zu führen. Man legt den Gegenstand einfach im Schiff oder seinem Schlafraum ab und holt ihn sich wieder, wenn man ihn braucht.
  • Server-Meshing. Diese Technologie ist von iCache abhängig. Daran wird bereits seit mehreren Jahren gearbeitet und man hofft, die erste Iteration bis zum nächsten Jahr zu veröffentlichen. Damit wird es möglich, die Anzahl gleichzeitiger Spieler von aktuell 50 auf Tausende in derselben Instanz zu erhöhen. Diese Technik schaltet einfach zusätzliche Server mit zunehmender Spieleranzahl hinzu.
  • Background-Universe-Simulation heißt die dritte kommende Technologie. Sie soll Backend-Dienste einführen, welche die Kommunikation zwischen den einzelnen Spielservern und der gesamten Universum-Simulation ermöglichen. Dies schafft Ursache und Wirkung in den Rohstoffpreisen, den erstellten Missionen und den KI-Zielen, weil alles auf den Handlungen der Spieler basieren wird.

Diese drei Schlüsseltechnologien sollen die wichtigsten technischen Säulen vervollständigen und es ermöglichen, ein dynamisches und nahtloses Universum mit hoher Detailgenauigkeit und Größe zu liefern. Alle sind bereits in der Entwicklung und die Frage ist nicht mehr "ob", sondern "wann" sie kommen werden. Sobald das geschehen ist, soll sich der Ausbau von Star Citizen stark beschleunigen.

Am Ende dieses Abschnitts betont Roberts, dass man sich so viel Zeit mit der Entwicklung lässt, damit Star Citizen noch einzigartiger wird. Sich wiederholende Spielabläufe, wie in anderen MMOs, will man in SC vermeiden. Jede Aktion, Mission und Handlung soll eine einzigartige Erfahrung sein.

Quelle: Roberts Space Industries
Die Intergalactic Aerospace Expo 2020 in Star Citizen soll diesmal in New Babbage auf dem Planeten microTech stattfinden. Roberts erwähnt hier ein paar "störende Übertragungen von Pyro...". Pyro soll das nächste Sonnensystem in SC werden, das dann über ein Jump-Point Tor mit dem vorhandenen Sonnensystem Stanton verbunden wird. Vielleicht wird dieser Jump-Point mit der Expo in SC eingeführt.

Als nächstes geht Roberts kurz auf die Roadmap, also den Fahrplan für die künftige Entwicklung ein. Eigentlich sollte bereits ein neues Layout für die Roadmap eingeführt werden, das im August hier vorgestellt wurde. Doch das verzögert sich, weil man sich wohl mit dem Aufwand der Umstellung etwas verschätzt hat. Nun soll das bis zum Ende des Jahres fertiggestellt werden. Die neue Roadmap stellt die Entwicklungsschritte in Form von Sprints dar. Das ist eine Methode, die auch in anderen Arbeitsbereichen innerhalb von agilen Projekten immer mehr Einzug hält. Meine RL-Projekte werden exakt so dargestellt, wie es die Star Citizen Entwickler in Zukunft auch machen wollen.

Beispiel aus der zukünftigen Roadmap / Quelle: Roberts Space Industries
Jetzt folgt ein längerer Abschnitt zu Squadron 42. Das ist ein geplantes Einzelspieler Game auf Basis der Star Citzen Mechanik. Ich gehe darauf nicht ein, da es eben nicht direkt etwas mit Star Citizen zu tun hat. Wer sich dafür interessiert, sollte sich die beiden Videos ansehen, die am 10. Oktober erschienen sind. Das wären SQ42 Update & The Briefing Room Introduction und Squadron 42: The Briefing Room - Episode 1.

Im letzten Abschnitt geht dann Roberts noch einmal auf die Community ein und bedankt sich bei allen, die Star Citizen nutzen und vor allem bei denen, die auch im PTU testen und Rückmeldungen zu den Fehlern von neuen Funktionen geben. Es wird auch in Zukunft alle drei Monate ein großes Update geben und das Wachstum des spielbaren Universums soll sich zunehmend beschleunigen.

Er schreibt, dass Eve Online und World of Warcraft schon über eine Dekade erfolgreich sind. Mit Star Citizen hat Roberts aber noch einen wesentlich längeren Zeitraum im Sinn. Er sagt, solange es Leute gibt, die sich in diesem Universum verlieren wollen, um mit ihren Freunden zu spielen und neue Freunde zu finden, solange die Menschen Science-Fiction und die Fantasie von Reisen zu den Sternen lieben, solange soll auch Star Citizen existieren, um den Menschen genau das zu ermöglichen.

Quelle: [Chris Roberts] - Letter from the Chairman

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