Freitag, 14. September 2012

Rod Humble zur Änderung der JIRA

Quelle: rodvik humble (Twitter)
Rod Humble hat sich mal wieder im SLUniverse Forum zu Vorgängen in seiner Firma geäußert und nicht etwa im Blog oder Forum von Linden Lab. Das kommt sicher nicht nur mir etwas merkwürdig vor. Diesmal hat er auf Spekulationen reagiert, die in einem der vielen Threads zum Thema "JIRA-Änderungen" gepostet wurden.

Die Threadstarterin stellt die These auf, dass nach der Einschränkung der JIRA-Sichtbarkeit auf Entwickler und Supportmitarbeiter, als nächstes das Skripten in SL auf eine kleine Gruppe von Leuten begrenzt würde. Im weiteren Verlauf wird dann noch darüber spekuliert, dass Gabe Newell, der Gründer und Geschäftsführer von Valve, den Kauf von Linden Lab plane, um Second Life zu einem Teil der Steam-Plattform zu machen.

Jedenfalls äußerte sich Rod Humble in diesem Thread dann als "rodvik" zum Thema der JIRA-Änderung. Warum er immer nur in irgendwelchen Threads auftaucht, anstatt mal einen beruhigenden Text im LL-Blog zu verfassen, ist mir ein Rätsel.

Er schrieb folgendes:
"Nur zu eurer Information. Der Grund liegt (ehrlich gesagt) darin, es für uns leichter zu machen, Fehler schneller zu beheben angesichts der Probleme mit der Vorgehensweise, wie es bisher war. Wie Oz & andere angemerkt haben, werden wir uns ansehen, wie sich die Änderungen auswirken und werden weitere Änderungen vornehmen, wenn es nötig ist.

Wir (ich) würden es nie wollen, Skripting einzuschränken oder abzuschalten. Wir wollen mehr Werkzeuge und noch mehr Möglichkeiten für euch bereitsstellen, mit denen ihr euren Content kontrollieren und erstellen könnt, nicht weniger.

Wir haben vielleicht Fehler gemacht, vielleicht sogar dumme Fehler, aber wir glauben wirklich an die Stärkung unserer Kunden durch mehr und mehr Möglichkeiten, kreativ zu sein und (hoffentlich) an das Monetarisieren ihre Kreationen. Nicht weniger.

Bis dann!
Rod
Rodviks Profilbild auf SLU
Quelle: Rod Humbles erster Kommentar


Auf diesen Kommentar folgten einige Äußerungen, dass es für die Community sehr wichtig sei, wenigstens den Verlauf der JIRA-Meldungen lesend verfolgen zu können. Dies wäre ja ein Vorgang, der die Bearbeitung eines Fehlerreports nicht stören würde. Rod antwortete dann noch einmal auf einen der Postings, der ein Zitat von Hanlon's razor in Richtung Linden Lab enthielt:

"Ich mag das Zitat, sehr zutreffend.

Schaut mal, letzten Endes haben wir einige Änderungen an einer Fehlerdatenbank vorgenommen, um die Dinge für uns einfacher zu machen, Fehler zu beheben. Vielleicht wird es nicht funktionieren, aber das war die Absicht. Wenn es nicht besser klappt, dann werden wir erneut Änderungen vornehmen, aber wir wollen sehen, ob es auf diese Weise unserer Produktivität hilft."
Quelle: Rod Humbles zweiter Kommentar


Für mich klingen die Aussagen von Rod erstmal nachvollziehbar. Dass er aber nicht konkret auf die Wünsche eingeht, die JIRA wenigstens für alle lesbar einzustellen, vermittelt bei mir den Eindruck, dass er dies nicht diskutieren will. Und das hinterlässt wiederum das Gefühl, dass er entweder die Wichtigkeit von Fehlermeldungen für die Community nicht verstanden hat, oder aber dass es bei der Änderung der JIRA nicht nur um das Verhindern von unsachgemäßen Kommentaren geht. Denn in ihrem jetzigen Zustand dürfte die JIRA natürlich der Produktivität von Linden Lab helfen, denn es werden ja weniger Inhalte eingestellt, die abgearbeitet werden müssen. Nur der Produktivität der Community hilft es eben nicht.

1 Kommentar:

  1. Ich erinnere mich an die Anfänge der neuen Ära Rod Humble.
    Seinerzeit wollte er die Sprachregelung "Resident" wandeln in "Costumers". Da klang es wie eine Respektäußerung den zahlenden Kunden gegenüber. Jetzt liest es sich eher so: "Zahlen - nicht meckern!".

    Das erklärt vielleicht auch, warum er sich lieber in unabhängigen Foren wie SL Universe äußert statt im eigenen LL-Blog. Denn dort wird er eher zu den eigenen Äußerungen in Haftung genommen.

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