Dienstag, 12. Mai 2020

Simtipp: Kintsugi - Spirited Beyond

Heute gibt es wieder ein Simtipp-Spezial, denn "Kintsugi - Spirited Beyond" trifft genau meine Vorliebe für japanische Kultur und Dekoration. Zudem gibt es einige Szenen, an denen ich mich gar nicht satt sehen konnte. Ich fand es nicht leicht, aus meinen knapp 100 Fotos diejenigen herauszusuchen, die ich hier im Beitrag zeigen will. Deshalb gibt es heute auch ein paar Fotos mehr als sonst.


Eröffnet wurde Kintsugi heute, am 12. Mai. Darauf gestoßen bin ich über dieses Foto von Zalindah Resident, die in Second Life den Displaynamen Valarie trägt und die Ownerin der Region ist. Sie hat zusammen mit Bambi (norahbrent) ein Team gebildet und gemeinsam haben die beiden dieses Projekt umgesetzt. Bambi ist selbst Ownerin von Missing Melody und Hidden Melody - Secret Garden. Über ihre Landschaften habe ich hier im Blog schon oft berichtet.



Kintsugi ist eine Homestead-Region mit moderater Einstufung. Der Landepunkt ist auf einem kleinen Holzpodest im Wasser. Von dort kommt man über eine kleine Brücke auf die erste von mehreren Inseln. Nach links führt eine kurze Treppe runter ins Wasser. Unter japanischen Ahornbäumen gelangt man den Steinen folgend, zur größten Insel auf der Region. Ich empfehle jedoch, zuerst den Steinen auf dem Wasser in die südwestliche Ecke zu folgen, unter den vielen roten Torii hindurch.


Die gesamte Installation auf Kintsugi hat auch ein Thema, das bei der Ankunft im lokalen Chat ausgegeben wird. Es lautet wie folgt:
Es gibt eine unerzählte Geschichte, von deren Existenz nicht einmal Legenden berichten können. Während ihr diese Geschichte erforscht, lernt ihr die neun Geister kennen, die Kintsugi bewachen. Es ist bekannt, dass das Kennenlernen aller neun Kintsugi-Geister Glück und weitere gute Erinnerungen mit sich bringt. Werdet ihr in der Lage sein, alle neun Geister zu finden?
Sobald man nach dem Verlassen des Landepunkts zu einem neuen Bereich kommt, wird im Chat der Name des Bereichs mit einem Teil der Geschichte ausgegeben, die sich um die neun Geister dreht. Die Bereiche haben Namen wie zum Beispiel Churippu Shrine, Lantern Island, The Wise Garden oder Kitsune Forest.



Bereits auf der ersten Insel steht ein kleines Haus, das innen nur Gartendekoration enthält. Schon dort bin ich mehrere Minuten hängen geblieben, um mit der Kamera alles zu untersuchen (siehe beide Fotos oben). Die gesamte Atmosphäre auf der Region wirkte auf mich fast magisch. Ich kann es nicht erklären warum. Ich habe dieses kleine Kunstwerk regelrecht eingeatmet.


Das größere Haus im Südwesten ist dann ein Dekorationstraum. Ich habe dort bestimmt eine halbe Stunde verbracht. Da alle Häuser auf der Region öffentlich sind, wollte ich auch hineingehen. Doch die Tür ging nicht auf. Das sagte ich Valarie, die daraufhin Bambi hinzu holte, die dann die Tür reparierte. Dadurch bin ich mit Valarie im Chat auch ein wenig ins Gespräch gekommen, was sich während meinem gesamten Besuch fortsetzte.



Als die Tür dann funktionierte, bin ich trotzdem nicht in das Haus gegangen. Ich hatte inzwischen mit der Cam drinnen einiges angesehen und war völlig baff von dieser Deko. Mein Avatar wäre da ein unansehnlicher Fremdkörper im Haus gewesen. Also habe ich von der Insel mit dem großen Kirschbaum weiter von außen gezoomt. Die Fotos dazu sind jeweils die zwei über und unter diesem Abschnitt hier.



Zwischendurch mal was zum Windlight. Es ist hell, fotofreundlich und sieht ein wenig wie das von Whimberly aus. Es ist aber etwas heller mit diffuseren Wolken. Etwas Besonderes ist die Wasseroberfläche. Denn dort sieht man die typischen Kreise, die man sonst auf dem Sand eines Zen-Gartens sieht. Dieses Wellenmuster ist ein Unikat, das ich bisher noch nie in Second Life gesehen habe. Es ist beruhigend und sieht gut aus. Einfach mal das Foto hier unten anklicken zum Vergrößern.


Nach dem Haus bin ich dann unter den Ahornbäumen hindurch zur großen Insel gelaufen. Auch dort setzt sich die wunderschöne Gestaltung fort. Viele japanische Objekte und Pflanzen. Fliegende Laternen und kleine Zen-Gärten, Pandabären und Kraniche, rote Brücken und Torii. Ich bin da fast wie im Trance herumgelaufen.



Nach den beiden Kranichen geht es dann links einen Berg hoch zu den beiden größten Bereichen der neun Geister. Ein dunkler, nebliger Wald und eine japanische Straßenzeile mit Wochenmarkt. Der Nebel im Wald ist auch sehr gelungen, denn wenn man drin ist, ändert sich das Ambiente komplett. Vom hellen Windlight und der bunten Landschaft sieht man dann nichts mehr.


Kintsugi ist übrigens kein ausgedachtes Wort. Wikipedia sagt, dass Kintsugi (jap. 金継ぎ, dt. "Goldverbindung, -flicken") oder seltener Kintsukuroi (金繕い, "Goldreparatur") eine traditionelle japanische Reparaturmethode für Keramik ist. Keramik- oder Porzellanbruchstücke werden mit Urushi-Lack geklebt, fehlende Scherben werden mit einer in mehreren Schichten aufgetragenen Urushi-Kittmasse ergänzt, in die feinstes Pulvergold oder andere Metalle wie Silber und Platin eingestreut wird. In Anlehnung an Streubilder (maki-e) entstehen die für Kintsugi charakteristischen Dekorationseffekte.


Zum Schluss noch der Hinweis, dass es zur Eröffnung einen Fotowettbewerb gibt. Vom 12. Mai bis zum 10. Juni kann man seine Fotos in der Flickr-Gruppe zu Kintsugi einreichen. Es gibt keine Begrenzung der Anzahl. Das Foto muss auf der Region aufgenommen sein, es sollte mehr Landschaft als Avatar zu sehen sein und man soll einen kleinen Text hinzufügen, welchen Bereich man am besten findet. Zu gewinnen gibt es 6.000 L$, 4.000 L$ und 2.000 L$ für die ersten drei Plätze, die wohl von Zalindah und Bambi ausgesucht werden.


"Kintsugi - Spirited Beyond" ist für mich persönlich eine ganz besondere Region, die ich nicht nur besichtigt habe, sondern die bei mir auch Emotionen geweckt hat. Das Team Valarie und Bambi scheint gut zusammenzupassen, wenn es um die Umsetzung einer Idee geht. Und für eine Homestead wurden hier sehr viele Ideen umgesetzt. Wer japanische Dekoration liebt, sollte dort unbedingt mal vorbeischauen.

>> Teleport zu Kintsugi - Spirited Beyond

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