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Sonntag, 19. Mai 2013

Oculus Rift läuft bereits mit SL

Quelle: Jo Yardley's Second Life
Gestern hat Jo Yardley, die Betreiberin der SL-Region 1920s Berlin, einen Artikel gepostet, in dem einige Informationen zur Anpassung der Oculus Rift 3D-Brille für Second Life enthalten sind. Diese Infos stammen direkt von Rod Humble, von dem man ja in letzter Zeit nicht gerade viel hört und liest. Seine Aussagen beziehen sich auf die kürzliche Ankündigung von Linden Lab, eine Second Life Schnittstelle für die Oculus Brille zu entwickeln.

Bevor Jo Yardley zum eigentlichen Punkt kommt, erklärt sie nochmal grob die Vorteile der Oculus Rift. Zwei einzelne kleine Monitore zeigen ein zueinander leicht versetztes Bild der virtuellen Umgebung, was den bekannten stereoskopischen Effekt erzeugt. Gleichzeitig werden alle Kopfbewegungen des Nutzers direkt auf die Bewegung der Kamera innerhalb der virtuellen Umgebung übertragen, so dass die Illusion entsteht, als würde man sich tatsächlich in einer dreidimsionalen Welt umblicken.

Der große Pluspunkt der Oculus Rift gegenüber anderen VR-Headsets ist nun, dass sie ein wesentlich größeres Gesichtsfeld hat und das Gehäuse der Brille kaum oder gar nicht wahrgenommen wird. Dies wird durch die Grafik verdeutlicht, die hier oben links zu sehen ist. Während bisherige Modelle meist nur den Anzeigebereich abdecken, der als dunkelgraues Rechteck dargestellt ist, schafft die Oculus eine Darstellung des gesamten blauen Kreisbogens.

Quelle: Oculus Rift Blog
Im Folgenden schildert Yardley noch ihre eigenen Ideen zum Einsatz der Brille in SL, wenn sie denn mal zu haben ist. Was dabei klar wird ist, dass man SL mit der Oculus auf eine völlig andere Weise wahrnehmen wird, als das heute der Fall ist. Anstatt von hinten auf seinen Avatar zu blicken und durch Laufen oder Drehen der Kamera den sichtbaren Bereich auf dem Monitor zu ändern, ist man mit der Brille selbst der Avatar. Das heißt, man muss wohl für einen sinnvollen Einsatz der Oculus ausschließlich den Mauslook (die Egoperspektive) verwenden, damit das Teil seinen Effekt entfaltet. Das wird meines Erachtens für viele langjährige SLer nicht unbedingt ein Pluspunkt sein, einfach aufgrund der Gewohnheit der bisherigen Nutzung.

Jo Yardley schreibt nun, dass sie sowohl mit Palmer Luckey, dem Gründer des Oculus Projektes, als auch mit Rod Humble (CEO von Linden Lab) Kontakt aufnehmen konnte und die Beiden scheinbar in einem Chat miteinander bekannt machte. Kurz darauf folgte dann die oben erwähnte Ankündigung von Linden Lab, die Brille unterstützen zu wollen. Jo war es auch, die daraufhin die Oculus Rift and Second Life-Seite auf Facebook startete, um über die Fortschritte der Oculus Integration bezüglich SL zu informieren. Parallel dazu hält Jo den Kontakt zu Luckey und Humble aufrecht und letzten Donnerstag äußerte sich dann Humble auf Yardleys Frage nach dem aktuellen Stand wie folgt:
"Die Ingenieure arbeiten daran. Neuigkeiten? Sicher! Sie funktioniert und läuft jetzt bereits mit SL, aber wir wollen das noch perfektionieren. Die neuen Aufgaben drehen sich um die Integration der Maus, des Cursors und der UI-Unterstützung innerhalb der Rift. Das ist wichtig, weil echte VR ein Umdenken erfordert, wie man mit der Welt und dem UI interagieren kann, um die Vorteile des Head Tracking (Abfrage der Kopfbewegung) zu nutzen. Wir hoffen in ein paar Wochen einige Videos vorstellen zu können und danach mit den Tests zu beginnen. Ich möchte das jetzt nicht zu sehr anpreisen, aber SL mit Oculus Rift ist wie ein Abendessen mit Stefan Zweig und Peter Altenberg."
Na, da bin ich mal gespannt auf die Videos. :)

Quelle: Rod Humble: Oculus Rift already in Second Life, want to make it excellent

Yardleys Artikel schaffte es inzwischen sogar in das Online Magazin "PCGamesN":
>> Second Life scores Oculus Rift support, developer working to make it "excellent"

Meine bisherigen Artikel zur Oculus Rift:
>> Second Life als Killer-App für Oculus Rift?
>> Linden Lab bestätigt Unterstützung von Oculus Rift

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