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Samstag, 27. Januar 2018

Ausstellungsregion MetaLES wurde geschlossen

Im Blog Ninetynine Faces habe ich diese Woche gelesen, dass die Region MetaLES am 15. Januar 2018 geschlossen wurde. Das hat mich dann schon etwas berührt, denn von den neun Jahren, die es diese Region in Second Life gab, habe ich sieben Jahre hier im Blog darüber berichtet. In gut 30 Blogposts habe ich von der kleinen Ausstellung bis zu Sim-weiten Installationen über fast alles geschrieben, was auf MetaLES zu sehen war..

"Papermakis" von Romy Nayar (2011)
Geführt wurde MetaLES von Ux Hax und Romy Nayar. Die Region gehörte im Bereich virtueller Kunstinstallationen zu den besten Locations in Second Life und sie galt auch als Beispiel dafür, dass es neben dem LEA-Programm auch noch privat geführte Regionen gibt, die ein stetig wechselndes Programm unterschiedlicher Kunstrichtungen bieten konnte.

"Conformational Change" von Selavy Oh (2012)
Im oben erwähnten Blog ist ein Interview, das von Bloggerin Yoon Resident mit den beiden Betreiberinnen von MetaLES geführt wurde. Sie sagen, dass sie die Region aufgegeben haben, weil sie aufgrund eines gemeinsamen RL-Projekts keine Zeit mehr für Second Life hätten. Als erinnerungswürdigste Installation nennen die beiden Romys erste große Arbeit mit dem Namen Papermakis von 2011. Das war auch die erste Installation auf MetaLES, die ich nach dem Start meines Blogs vorgestellt hatte.

Sleepy Snail - 08
"Sleepy Snail" von Rebeca Bashly (2013)
Weiter wird gesagt, dass die zwei MetaLES Blogs, die Flickr-Gruppe und die Facebook Seite weiter im Web verbleiben werden. Und auf die Frage, ob es irgendwann wieder ein MetaLES in Second Life geben könnte, sagten Ux und Romy "Sag niemals nie".

"Sparkys" von Romy Nayar (2015)
Mir persönlich sind drei Installationen auf MetaLES besonders in Erinnerung geblieben, weil sie bei mir Emotionen ausgelöst haben. Da wäre einmal "Conformational Change" von Selavy Oh (2012), dann "Sleepy Snail" von Rebeca Bashly (2013) und schließlich "Sparkys" von Romy Nayar (2015). Zu allen drei Installationen habe ich Fotos hier im Beitrag eingefügt.

"Queen's Gambit Declined" von Rebeca Bashly (2016)
Wie gesagt, hier wurde eine erinnerungswürdige Region für Ausstellungen mit virtueller Kunst geschlossen. Deshalb auch dieser kleine Nachruf hier bei mir im Blog, inklusive einiger Fotos von großartigen Installationen.

Links:

"Shattered by unobtainable Love" von Theda Thammas (2017)
Letzte Installation auf MetaLES

Sonntag, 26. November 2017

MetaLES: "Shattered by unobtainable Love" & "Melancholy"

Ich habe schon lange keinen Blogpost mehr zu einer Installation auf MetaLES geschrieben. Das liegt vor allem daran, weil es dort nicht mehr so viele Installationen gibt. Und wenn, dann sind sie vom Umfang relativ überschaubar. So ist das auch mit "Shattered by unobtainable Love" von Theda Thammas. Da ich aber heute lauter Kurzberichte schreibe, passt es ganz gut rein.


Die Eröffnung von "Shattered by unobtainable Love" war am 19. November 2017. Es handelt sich dabei um lediglich drei Skulpturen, zwei kleinere und eine große, die im Wasser auf dem Simboden platziert sind. Diese Skulpturen sind ziemlich fragmentiert, oder eben zerstreut, was die Übersetzung von "Scattered" ist. Im Ganzen heißt die Installation also "Zerstreut durch unerreichbare Liebe".


Am Landepunkt gibt es eine Notecard mit einem Gedicht von Sylvia Plath. Auf die Schnelle habe ich keine Übersetzung dieses Gedichts gefunden und ich denke, das wäre auch uncool, denn der Reim wäre damit zerstört. Also füge ich es hier einfach im Original ein (nach dem nächsten Foto).


Mad Girl's Love Song

"I shut my eyes and all the world drops dead;
I lift my lids and all is born again.
(I think I made you up inside my head.)

The stars go waltzing out in blue and red,
And arbitrary blackness gallops in:
I shut my eyes and all the world drops dead.

I dreamed that you bewitched me into bed
And sung me moon-struck, kissed me quite insane.
(I think I made you up inside my head.)

God topples from the sky, hell's fires fade:
Exit seraphim and Satan's men:
I shut my eyes and all the world drops dead.

I fancied you'd return the way you said,
But I grow old and I forget your name.
(I think I made you up inside my head.)

I should have loved a thunderbird instead;
At least when spring comes they roar back again.
I shut my eyes and all the world drops dead.
(I think I made you up inside my head.)"

Sylvia Plath


Neben dieser Installation, befindet sich aktuell auch noch eine zweite Installation auf MetaLES. Die ist jedoch schon seit dem 25. März dort. Es ist eine Bildergalerie mit dem Namen "Melancholy" von Ini In Inaka. Da ich dieses Jahr noch gar nichts von MetaLES gebloggt habe, gibt es auch noch zwei Fotos aus der Galerie.


Letztes Jahr ist der Blog von MetaLES von Blogger auf Wordpress umgezogen, aber es wurde dort seit März nichts mehr veröffentlicht. Das ist für mich auch ein Hinweis, dass die Betreiber Ux Hax und Romy Nayar weitgehend ihre Kurator-Aktivitäten in Second Life eingestellt haben.


Ich gebe zwei Teleports an. Der erste führt direkt zu Shattered by unobtainable Love auf dem Simboden, der zweite führt in die bekannte Skybox, in der man zu beiden Installationen ein Plakat mit Teleport findet.

SLurls:

Links:

Samstag, 10. Dezember 2016

MetaLES: "OpeRaAnxiEty" von JadeYu Fhang

Am 9. Dezember 2016 wurde auf MetaLES die Installation "OpeRaAnxiEty" von JadeYu Fhang eröffnet. Damit wurde Tumor von Igor Ballyhoo abgelöst. Die zweite Installation von Tutsy Navarathna mit dem Namen Tout est Allumé kann weiterhin auf MetaLES besichtigt werden. Landepunkt ist wieder in einer Skybox zwischen den beiden Installationen. Zu "OpeRaAnxiEty" kommt man durch Klick auf das entsprechende Schild in dieser Skybox.


Um was es sich bei der Installation von JadeYu Fhang genau handelt, kann ich hier gar nicht sagen. Eine Notecard oder irgendwelche anderen textbasierten Informationen, gibt es über den Info-Button am Landepunkt nicht. Es wird lediglich ein Poster mit dem Namen der Ausstellung und eine Landmarke übergeben. Im Blog von Ziki Questi habe ich gelesen, dass JadeYu Fhang keine Notecards mag, sondern die Besucher sollen die Szenen nach ihren eigenen Eindrücken interpretieren.


Die ausgestellten Szenen von JadeYu lassen sich nur schwer fotografieren. Das liegt nicht nur daran, weil sie physisch kaum klare Abgrenzungen haben, sondern auch, weil es viele halbtransparente Platten auf der Region gibt, die ein Zoomen mit der Kamera fast unmöglichen machen. Die Platten sind aber ein wesentlicher Bestandteil der gesamten Arbeit von JadeYu, denn sie geben den Szenen ein schemenhaftes und abstraktes Ambiente.


Auf jeden Fall hat die Installation aber etwas mit Spinnen zu tun, denn die sind in gut der Hälfte aller Themenbereiche ein Bestandteil der Szenen. Manchmal Gläsern, manchmal komplett in Schwarz und in allen Fällen nur mit vier Beinen. Im Allgemeinen haben Spinnen aber acht Beine.


In dem gläsernen Arachnee Tempel, der direkt über dem Ankunftspunkt des Avatars auf dem Simboden schwebt, befindet sich laut Ziki die Königin der Spinnen, umringt von weiblichen Menschen, die von der Königin Eier überreicht bekommen. Und die Texturen, die auf den Wänden des Tempels aufgebracht sind, sollen wohl die DNS eines genetischen Codes darstellen. So schreibt es jedenfalls Ziki.


Auch das Zitat von JadeYu, über die Bedeutung der Spinnen in ihrer Installation, habe ich aus dem Blog von Ziki entnommen, da es eben ansonsten keine weiteren Informationen dazu gibt.

Sie sagt:
"Die Spinne ist eine Metapher. Wir sind alle die Gestalter unserer Gesellschaft. Nur wenigen Menschen ist aber wirklich klar, was sie tun und sie lassen sich zu Gefangenen (der Gesellschaft) machen. Ja, es gibt böse Leute, die Medien und all diese Dinge. Aber wir sind ein Teil davon und wir weben unser eigenes Netz, in dem wir eingeschlossen sind."


Wer sich die Installation ansehen möchte, sollte auf der Region den Sound der Umgebung auf laut stellen, denn es gibt viele Geräusche in den Szenen. Geöffnet bleibt die Installation bis zum 30. Januar 2017. Wer noch mehr von JadeYu sehen möchte, kann auch ihren eigenen Sim DaRk TeArS besuchen.

>> Teleport zum MetaLES Landepunkt

Links:

Quelle: [Ziki Questi] - OpeRaAnxiEty

Montag, 7. November 2016

MetaLES: "Tout est Allumé" von Tutsy Navarathna

Am 5. November 2016 wurde auf MetaLES eine weitere Installation eröffnet. Sie heißt "Tout est Allumé" und wurde von Tutsy Navarathna errichtet. Damit sind zur Zeit zwei große, simweite Installationen auf MetaLES, denn erst vor zwei Wochen wurde "Tumor" von Igor Ballyhoo gestartet. Während "Tumor" sich über dem Simboden und einige Meter darüber erstreckt, befindet sich "Tout est Allumé" auf einer riesigen, mehrstöckigen Plattform weit über der Region.


Der Landepunkt auf MetaLES ist seit Oktober fest eingestellt und man kommt in einer Skybox an, die neben einer großen MetaLES Grafik, auch die beiden Schilder für die aktuellen Installationen enthält. Klickt man sie an, kommt man zur gewünschten Ausstellung.


Tutsys "Tout est Allumé" ist in erster Linie eine Retrospektive aller seiner Machinimas und anderen Videos, die er im Laufe der Jahre erstellt hat. Und das sind wirklich sehr viele. Wollte man sich alle Filme ansehen, die in der Ausstellung über die entsprechenden Screenshot-Medienwände abrufbar sind, müsste man wohl mehr als einen kompletten Tag einplanen.


Tutsy hat aber nicht einfach nur die Medienwände zu seinen Videos aufgestellt, sondern es gibt auch viele kleine 3D-Szenen oder einfach nur Objekte, die auf den unterschiedlichen Ebenen der Installation verteilt sind. Das Ganze wird dann noch von einem angenehmen, bläulichen Licht eingehüllt. Obwohl ich nur ein Machinima angesehen habe, fand ich den langen Weg durch die riesige Galerie dennoch abwechslungsreich. Nicht zuletzt, weil Tutsy zu jedem seiner Videos eine sehenswerte Screenshot-Grafik für die Medienleinwand erstellt hat.


Obwohl Tutsy früher Seriensieger bei den Machinima-Wettbewerben der UWA gewesen ist, trafen viele seiner Filme nicht so meinen Geschmack. Sie waren mir oft zu extravagant und disharmonisch. Oder kurz ausgedrückt: zu viel Kunst - zu wenig Film. Aber er hat durchaus auch einige Machinimas erstellt, die mir gefallen haben. Und eines sogar sehr, deshalb bette ich es einfach noch einmal hier ein (in der neu überarbeiteten Version von 2015), auch wenn es schon ein alter Hut ist. Aber in Sachen Second Life Video, ist das immer noch eines der besten für mich.

The Residents (revised 2015)



Es gibt zwischen den Videoleinwänden auch öfter einige Posebälle mit Animationen, die zum Teil in den Filmen verwendet wurden. Oder zum Beispiel steht neben der Leinwand zu "The Residents" das Cockpit des Raumschiffs, mit dem die beiden Außerirdischen zu Erde geflogen sind.


Hier ein paar Worte von Tutsy zu seiner Installation:
Tout est allumé

Ein Freund von mir, Etienne Armand Amato, sagte einmal:
"Das kommt daher, weil wir nur ein Leben haben, aber wir bräuchten eigentlich...mehrere."

Virtuelle Realität, erweiterte Realität, virtuelles Leben, immersive Welten... Diese neuen Begriffe beschreiben einen Teil unserer Zukunft. Meine Filme in Second Life versuchen zu zeigen, wie die Virtualität ein Teil unserer Realität geworden ist. Den Einfluss, den sie auf unsere Gedanken, unsere künstlerischen Schöpfungen, unsere freundlichen oder romantischen Beziehungen hat.

Ein Phänomen, das noch sehr jung ist, aber virtuelles Leben wird eine strahlende Zukunft haben und wie bei allen großen Revolutionen lohnt es sich, näher hinzusehen, zu versuchen es zu verstehen, sogar zu nah an die Sonne zu fliegen und sich die Flügel zu verbrennen...

Ich hoffe, Ihr genießt es,
Tutsy Navarathna


Am Landepunkt findet man noch den Hinweis, im Viewer die Medienwiedergabe zu aktivieren, damit man die Videos sehen kann. Man soll jedoch das automatische Abspielen deaktivieren, weil sonst an die 50 Videos gleichzeitig starten. Außerdem steht am Landepunkt auch, dass man sich QuickTime installieren soll, um die Videos zu sehen. Das ist allerdings Quatsch, denn die Medienwände verwenden Media on a Prim (MOAP). Jeder Viewer, der das Chromium Embedded Framework (CEF) eingebaut hat, kann die Videos einfach durch Anklicken wiedergeben. Ich glaube, es gibt aktuell keinen Third Party Viewer mehr, der dies nicht könnte. Also bloß nicht das verseuchte und von Linden Lab verbannte QuickTime wieder installieren. :)

Das meinte Tutsy wohl mit "zu nah an die Sonne fliegen und sich die Flügel verbrennen"^^
Zum Schluss hier noch das Teaser Video von Tutsy, das einen lustigen Querschnitt einiger seiner Machinimas zeigt.

Tout est allumé "teaser"



>> Teleport zum MetaLES Landepunkt

Links:

Quelle: Tout est allumé by Tutsy Navarathna

Dienstag, 25. Oktober 2016

MetaLES: "Tumor" von Igor Ballyhoo

Am 22. Oktober wurde auf MetaLES die neue Installation "Tumor" von Igor Ballyhoo eröffnet. Ebenfalls neu auf MetaLES, ist ein fester Landepunkt in einer Skybox in 1200 Metern Höhe. Dort befinden sich zwei große Schilder. Eines ist ein Teleport runter auf den Simboden, wo die neue Installation aufgebaut ist. Das andere Schild führt in eine weitere Skybox, in der sich die Fotoausstellung "5Y Smoking" von Lanjran Choche befindet.


Unten auf dem Sim angekommen, sieht Tumor erst einmal wie eine futuristische Industrieanlage aus. Doch je mehr man die einzelnen Objekte untersucht, desto mehr wird das Ganze zu einer surrealen Struktur, die man kaum klar abgrenzen kann. Ich habe zwar auch schon Fotos gesehen, die wesentlich deutlicher die Objekte der Struktur zeigen, aber im Black Dragon Viewer unter Grafikeinstellung "Ultra", kommt diese Installation eben surreal.


Das fängt mit den Texturen an, die aus größerer Entfernung bei mir alle schwarz aussehen. Erst, nachdem ich mit der Kamera ziemlich dicht an die Oberflächen gezoomt habe, wurden Farben und Muster erkennbar. Am stärksten war dieser Effekt bei den kastenförmigen Blöcken zu sehen, die zentral über der Region schweben. Deren Oberseite sieht bei mir so aus:


Auch die Hauptebene am Boden ist schwer zu beschreiben. Sie wurde mit fast transparenten, aber verzerrenden Quadern bedeckt. Platziert man die Kamera auf Höhe der eigenen Avatar-Füße und blickt dann nach schräg oben, wirkt alles verschwommen, was aber für sich gesehen auch wieder wie gewollte Kunst aussieht. Hier ein Beispiel dazu:


Das Windlight hat mir mit seinem sehr starken Blauanteil gut gefallen. Ich habe für meine Fotos diesmal absolut nichts an den Einstellungen verändert. Dennoch weiß ich, dass der Black Dragon generell alles etwas anders darstellt als mit dem Standard-Rendering aus dem SL Viewer. Wie das vermutlich im offiziellen Viewer aussieht, ist in dem kurzen Video von Guadalupe Vázquez zu sehen, das ich hier am Ende eingebettet habe.


In der Notecard zur Installation, gibt es ein kurzes Statement von Igor zu seinem Werk. Hier die Übersetzung:
"Diese Arbeit ist meine Abrechnung mit der menschlichen Gier nach materiellen Dingen aller Art, die so mächtig ist, dass sie uns unsere eigene Existenz kostet. Dies ist kein Versuch, es zu bekämpfen und ich habe es auch nicht erstellt, in der geringen Hoffnung, etwas zu ändern, sondern es ist nur eine Aufzeichnung meiner Beobachtung der menschlichen Gesellschaft in unserer heutigen Zeit.

Ich widme diese Arbeit der Person, durch die sie unwissentlich inspiriert wurde. Einer der reichsten lebenden Menschen. Eine Frau, die ihr Vermögen mit dem Abbau von Kohle gemacht hat. Gina Rinehart."

Igor Ballyhoo


Ich sehe in Igors Installation jetzt keine Abrechnung mit der Gier der Menschen. Aber in Bezug auf das Wort "Tumor" ist mir der Gedanke gekommen, dass unsere Technologie sich tumorartig bis in die kleinsten Bereiche unseres Lebens ausgebreitet hat. Wer heute an der Bushaltestelle kein Smartphone in der Hand hat, wird ja schon fast als sozial gestörter Mensch betrachtet. Ob nun die Technisierung unseres Lebens ein Fluch oder ein Segen ist, möchte ich für mich selbst nicht festlegen. Ich denke aber, dass ein bewusster Umgang mit dem Fortschritt durchaus positive Aspekte haben kann. Genauso kann ein rücksichtsloser Umgang zu einem Desaster führen.


Wie oben schon angekündigt, gibt es jetzt noch ein kurzes Video von Guadalupe Vázquez, das ein paar Szenen von Tumor zeigt. Bei ihm sehen die Texturen irgendwie anders aus als bei mir im Viewer. Vielleicht hatte er das erweiterte Beleuchtungsmodell nicht aktiviert.

TUMOR by Igor Ballyhoo




>> Teleport zum MetaLES Landepunkt

Links:

Quelle: TUMOR by Igor Ballyhoo

Donnerstag, 14. Juli 2016

MetaLES: "bury your fears - bury your dreams" - Selavy Oh

Am 13. Juli wurde eine neue, simweite Installation auf MetaLES eröffnet und sie wird bis zum 8. August 2016 aufgebaut bleiben. Diesmal haben Ux Hax und Romy Nayar die SL-Künstlerin Selavy Oh auf ihre Region eingeladen. In den letzten Jahren war Selavy in Second Life nicht mehr ganz so aktiv. Umso mehr freut es mich, wieder etwas von ihr zu sehen, denn mir gefällt ihre Verbindung einfacher, geomnetrischer Elemente, die auf Aktionen des Avatars reagieren, mit den meist auf Schwarz und Weiß reduzierten Farben. Und auch ihre stets atmosphärischen Windlights, die ein geheimnisvolles Ambiente erzeugen, finde ich gut.


Im Juni 2012 war Selavy zum letzten Mal auf MetaLES. Damals mit ihrer Installation "Conformational Change", die ich noch gut in Erinnerung habe. Meinen Bericht dazu findet man hier. Und auch auf den LEA-Regionen war Selavy schon ein paar Mal. Gleich im ersten Jahr des Linden Programms mit Der Schauer und 2014 in Zusammenarbeit mit Mimesis Monday mit der Installation Transit't - Taciturnly.


Die aktuelle Installation auf MetaLES, mit dem etwas langen Namen "bury your fears - bury your dreams" (begrabe deine Ängste - begrabe deine Träume), ist der Abschluss einer RL-Arbeit, die unter dem Namen "The Tombstone Project" von 2014 bis 2016 durchgeführt wurde. Selavy hat in dieser Zeit verschiedene Friedhöfe in Deutschland besucht, Fotos gemacht und nachträglich ihren weißen, namenlosen Prim-Grabstein darin platziert. Selavy nennt das "Interventions" (Eingriffe). Das Ganze wurde dann in einem Buch veröffentlicht und mit einzelnen Versen versehen (über "Preview" kann man ein paar Seiten kostenlos ansehen).



Der weiße Grabstein aus dem Tombstone Projekt, steht auch auf MetaLES im Mittelpunkt von Selavys Installation. Es gibt zwar in einer Ecke der Region eine Notecard von Selavy, aber über die Bedeutung der Installation in Second Life, erfährt man darin nichts. Und so bleibt es jedem Besucher selbst überlassen, was er in die vielen Tumbstone Prims hineininterpretiert.


Die weißen Steine durchlaufen per Skript einen Zyklus, der etwa fünf Minuten dauert. Es beginnt mit den in geraden Reihen rezzenden Steinen. Nach kurzer Zeit beginnen diese sich vom Boden zu lösen und langsam wegzudriften. Aber nicht alle, sondern nur ein paar. Wenn man will, kann man auch mit dem Avatar gegen die Steine laufen. Die verhalten sich physisch und werden weggestoßen. Treffen sie auf andere Steine, werden auch die in Bewegung gesetzt. Irgendwann beginnen dann alle Steine einen zügigen Aufstieg in den Himmel, wo sie sich in etwa dreihundert Metern Höhe auflösen. Dann beginnt der Zyklus von vorn.



Umgeben ist die Region von halbtransparenten, grauen Kugeln in verschiedenen Größen. Sie fallen entgegen den weißen Steinen, langsam nach unten und tauchen in den Boden ein. Interessant ist ein Blick mit der Kamera aus so einer Kugel heraus auf die Tumbstone-Szene, denn die Umwelt wird durch das Grau getönt, so wie auf dem nächsten Foto.


Obwohl der Aufbau der Installation so einfach gestrickt ist, hat es mir dennoch Spaß gemacht, eine Weile diesem Zyklus zuzuschauen. Mal bin ich mit den Steinen nach oben mitgeflogen, mal habe ich mich an den Rand gestellt und die Kugeln durch mich durchgehen lassen. Oder ich habe versucht, möglichst viele Steine aus ihrer ursprünglichen Position zu stoßen, bevor sie abheben und verschwinden.


Insgesamt eine typische Selavy Oh Installation mit einem tollen Windlight. Gerade die Einfachheit der Objekte und das fast völlige Fehlen von Farbe ist das, was mir daran gefällt. Ich finde das beruhigend.

>> Teleport zu "bury your fears - bury your dreams"

Links:

Samstag, 9. April 2016

MetaLES: "Queen's Gambit Declined" von Rebeca Bashly

Heute wurde auf MetaLES die Installation "Queen's Gambit Declined" von Rebeca Bashly eröffnet. Dazu gab es auch eine Party mit Rebeca und Musik von Ux Hax. Da ich aber nicht so der Party Löwe bin, habe ich dann relativ zügig die Installation angesehen.


Eine Notecard oder eine Beschreibung in der Land-Info zur Installation, habe ich nicht entdeckt. Es gibt zwar ein Infoschild, aber das übergibt nur eine Notecard mit der superlangen Liste von Kunstwerken, die Rebeca im Laufe ihres SL-Lebens schon geschaffen hat. Erst vor ein paar Wochen habe ich ja zum Beispiel etwas über Rebecas Chronophobia geschrieben, das man zur Zeit immer noch auf Split Screen ansehen kann.


Das Freebie am Landepunkt (links)
Die neueste Installation auf MetaLES ist auf den ersten Blick ziemlich schnell erfasst. Ein rundes und einfaches Labyrinth, befindet sich zwischen zwei Steinsäulen. Darüber schwebt ein riesiges Herz, gehalten von starken Seilen, die an den Steinsäulen befestigt sind. Das Herz hat dabei nicht die Form eines Lebkuchens auf der Kirmes, sondern ist ein anatomisch fast korrektes Herz, inklusive der oberen Hauptarterien und -venen. Fast korrekt, weil meines Wissens die Rosendornen an den Gefäßen beim realen Herz nicht vorhanden sind.


Im Labyrinth gibt es im äußeren Kreis verschiedene Büsten mit halbtransparentem Kopf und jeweils einem anderen Objekt darin. Im mittleren Kreis befinden sich einige Glaskolben mit Kirschblüten im Inneren, oder aber auch einige freistehende Pflanzen mit Lippen statt Rosen. Im Zentrum des Labyrinths ist dann eine kniende Skulptur, aus deren Rücken eine Bohnenranke wächst.



Das eigentliche Kunstwerk befindet sich aber im Inneren des Herzens. Dort sind vier Glastropfen mit metallischen Verzierungen. Dazu haben die Wände der Herzkammer eine nette Textur. Zu sehen sind diese sehr anmutigen Objekte auf den letzten vier Fotos hier im Beitrag.


Wie man in das Herz reinkommt, verate ich nicht. Es ist jedenfalls gar nicht so leicht zu finden. :)

Am Landepunkt gibt es übrigens auch ein Attachment in Form eines Glastropfens, in dem sich Rosenranken befinden (siehe Foto weiter oben). Das kann man sich als Freebie mitnehmen.


Da ich keine Notecard gefunden habe, schätze ich jetzt mal, dass diese Installation bis Ende Mai auf MetaLES bleiben wird. Ich nehme auch an, dass Ux Hax am Wochenende im MetaLES Blog noch eine Info dazu schreiben wird (Link siehe weiter unten).

>> Teleport zu "Queen's Gambit Declined" - (MetaLES)

Links:

Sonntag, 20. Dezember 2015

MetaLES: Escenas 4 - "La Muerte" von Ux Hax und Romy Nayar

Am 18. November wurde der vierte und letzte Teil der Installationsreihe "Escenas" von Ux Hax und Romy Nayar auf MetaLES eröffnet. Wer meinen Blog in den letzten sechs Wochen verfolgt hat, wird sich vielleicht an die anderen Teilinstallationen erinnern, über die ich im 2-Wochen-Rhythmus berichtet hatte. Die Links dazu, habe ich hier am Ende noch einmal aufgeführt.


Auch beim vierten Teil, wurde für die Region wieder ein neues, eigenständiges Windlight eingerichtet. Mir persönlich hat es am besten von allen vier Szenen gefallen. Da die vier Teilabschnitte nicht in ihrer chronologisch korrekten Reihenfolge aufgebaut wurden, lag es an der Interpretation der Besucher, die Geschichte hinter den Szenen sinnvoll zusammenzusetzen.



Als Hilfe gibt es nun zur letzten Szene eine Notecard mit einigen Erklärungen. Die bekommt man über ein Schild in einer Ecke der Installation. Die Szenen basieren auf einer zeitgenössischen, theatralischen Betrachtungsweise. Grundlage ist die Symbolik der Tarot-Karten, die sprachenübergreifend auch ohne Worte eine Emotion oder eine Aktion zum Ausdruck bringen können. Auf dem Tisch der vierten Szene, der auch gleichzeitig Landepunkt ist, liegen einige dieser Tarot-Karten und wenn man sich die Bilder darauf ansieht, wird man ein paar der Objekte aus den vier Szenen zuordnen können.


Ux Hax und Romy Nayar schreiben in ihrer Notecard, dass die Kenner des Tarot-Kartenlegens ihre Szenen sicher schnell deuten konnten. Diejenigen, die sich damit nicht auskennen (wie ich zum Beispiel), konnten zumindest aus den Figuren und Objekten ein Ereignis deuten. Und das war es auch, was die beiden beabsichtigt hatten. Jeder Besucher sollte seine eigene, individuelle Sichtweise zu den Szenen und deren Bedeutung erhalten.



Der letzte Teil bleibt jetzt bis zum 31. Dezember aufgebaut. Die Szene hat den Namen "La Muerte" (spanisch), bzw. "The Death" (englisch), oder "Der Tod" (deutsch). Und auch diesmal gibt es wieder ein Zitat zum aktuellen Aufbau.

Im Original:
"El futuro amanece, la soledad sera dificil para nosotros."
und übersetzt:
"Die Zukunft bricht an, die Einsamkeit wird schwer für uns sein."


Welche Reihenfolge bei den Szenen nun die richtige gewesen ist und was die Geschichte genau erzählen soll, veraten die beiden Künstler nicht. Nur noch soviel, dass in den Szenen 1 bis 3 die blonde Frau immer allein war. Was nun in Teil 4 nicht mehr der Fall ist, denn sie hält Händchen mit dem Tod, während Engel und Teufel mit am Tisch sitzen.


So oder so, auch die letzte Szene ist in ihrer riesigen Dimension wieder sehenswert, selbst wenn man keinen Schimmer hat, was sie zum Ausdruck bringen soll.

>> Teleport zu Escenas 4

Links: