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Samstag, 23. Januar 2021

[Video] - Yota Tasaki Personal work 2020

Quelle: Yota Tasaki / YouTube
Heute habe ich mal kein Video aus Second Life, aber dennoch eines, das echt virtuell ist. Bei der ersten Szene dachte ich zwar kurz, es wäre aus SL, aber schon nach einigen Sekunden erkennt man, dass die Grafik eine Liga höher angesiedelt ist. Dennoch könnte so Second Life in zehn Jahren mal aussehen, falls es dann noch existiert.

Geteilt wurde dieses Video auf Twitter von akimotonon, die Gestalterin von Tonarino. Auch deswegen dachte ich zuerst an ein SL-Video. Erstellt wurde das aber von Yota Tasaki mit Blender und Cinema 4D. Auf Twitter schreibt Yota, dass er Blender eigentlich nur für Lernzwecke genutzt hätte. Aber inzwischen sei es zu seinem Lieblingsprogramm geworden.

Ich finde die erste Hälfte des Videos fantastisch. Rein technisch gesehen dürfte man solche 3D‑Umgebungen auch in SL hinbekommen, aber nicht in dieser Tiefe, es sei denn, man nutzt mehrere Regionen als Cluster. In der zweiten Hälfte zeigt Yota, wie einige Szenen in Blender aufgebaut sind. Man sieht die Rohversion ohne Texturen und Licht. Und dann wird die texturierte Version darüber gelegt.

Yota Tasaki Personal work 2020



Die Szene "Abandand Akihabara" hat mich an den Shady Shopping District in SL erinnert. Und "Future City of Dusk" an Insilico und Hangars Liquides.

Links:

Dienstag, 19. Januar 2021

Lesenswerter Tweet von Philip Rosedale

Heute habe ich einfach mal einen Diskussionsverlauf von Twitter als Thema. Dort hat Philip Rosedale am 17. Januar den folgenden Tweet abgesetzt:



Übersetzung:
Second Life ist die einzige virtuelle Welt, in der Menschen interessante Dinge bauen und gleichzeitig an einem Ort zusammen sein können. Obwohl sie 17 Jahre alt ist, hat noch kein anderes Spiel oder keine andere Welt dieses Ziel vollständig erreicht. Stimmt ihr mir zu? Sagt mir, was ihr denkt.

Daraus hat sich ein langer Thread entwickelt, in dem viele Leute Philip zustimmen aber auch weitere Beispiele anderer Plattformen aufzählen. Draxtor Depres schreibt zum Beispiel:
Ich stimme immer zu 100% zu, aber seit du diese prägnante Aussage getwittert hast, stimme ich jetzt zu 110% zu. 
Und darf ich so verwegen sein, meine Serie zu verlinken, die zeigt, was die Leute tatsächlich in SL machen? Hier ist sie: The Drax Files: World Makers. Es ist einfach unglaublich, wie umfassend SL ist... 
Darf ich auch Strawberry Singh einen Gruß aussprechen, die im Laufe der Jahre so maßgeblich dazu beigetragen hat, die Kluft zwischen In-World-Communities zu überbrücken, und die unglaublich hart daran arbeitet, die in einigen Kreisen [immer noch] vorherrschende verzerrte öffentliche Wahrnehmung zu ändern.

Will Burns, Berater der IEEE-Gruppe zur Definition von Standards für virtuelle Welten, schrieb das hier:
Ich glaube zwar, dass Second Life wahrscheinlich das derzeit beste Beispiel ist, in der Annahme, dass wir Dinge wie Dual Universe ausschließen. Aber wir dürfen den Vorgänger Active Worlds nicht vergessen. Ich denke, es hängt davon ab, was "dieses Ziel vollständig erreicht" für dich bedeutet.

Darauf antwortete Philip:
Ich stimme 100% zu, dass Active Worlds das Wichtigste vor Second Life war (es hat mich sehr beeinflusst). Dual Universe ist keine 3D-Umgebung, in der man live Bauen kann, oder? Hat sich daran etwas geändert?

Interessant ist auch der kurze Austausch zwischen VR Game-Entwickler Ryan Engle und Philip. Ryan schreibt:
Super Argument. Und herzlichen Glückwunsch zum Erfolg! Aber warum wächst es nicht schneller und warum ist es keine Killer-App für VR? (Das soll keine Kritik sein, ich bin wirklich nur neugierig).

Darauf Philip:
Second Life hat keine VR-Unterstützung, also kann es zur Zeit noch nicht versuchen, eine Killer-App für VR zu sein. Aber meiner Meinung nach...das tiefere Problem ist, dass VR‑Brillen noch keine ausreichend große Anzahl von Leuten und Geschlechtern ansprechen, um dieses Rennen zu starten. Wahrscheinlich aber in 5 Jahren.

Philip Rosedalt / Quelle: Twitter
Diese Ansicht von Philip hat ja vor einem Jahr dafür gesorgt, dass die 3D-Welt von High Fidelity geschlossen wurde.

Es gibt auch eine Reihe von Vertretern anderer Plattformen, die darauf hinweisen, dass dort ebenfalls gemeinsames inworld Bauen in 3D möglich sein soll. Da ich heute mal wieder in Zeitnot bin, übersetze ich das nicht mehr. Es werden Plattformen wie Rec Room, NeosVR, JanusXR und Dual Universe genannt.

Ich wollte eigentlich nur auf diese interessante Diskussion aufmerksam machen, die für mich fast danach aussieht, als würde Philip mal wieder nach einer Inspiration suchen, selbst eine neue 3D-Plattform zu entwickeln. Das hat er ja in Aussicht gestellt, als er High Fidelity geschlossen hatte.

Auch dass Philip erwähnt, dass er immer noch mit vielen Lindens in Kontakt steht und er denkt, dass sie einen tollen Job gemacht haben, sieht für mich danach aus, dass es ihn wieder juckt, etwas in 3D zu starten.

Wer etwas Englisch versteht, sollte sich einfach mal die gesamte Diskussion durchlesen. Klappt man auch noch die "Show replies"-Links auf, ist das inzwischen ein ziemlich langer Thread geworden.

Donnerstag, 2. Juli 2020

Tivoli Cloud VR: Early Access Zugang ist offiziell gestartet

Logo / Quelle: Tivoli Cloud VR
Ich hatte letzte Woche schon den Early Access Zugang von Tivoli Cloud VR vorgestellt. Heute sind dazu auch zwei Beiträge im Tivoli Cloud Blog erschienen.

Wobei einer der Beiträge bereits am 27. März geschrieben wurde. Vielleicht hat man vergessen, ihn abzuschicken.^^ (Update 03.07.2020: Nun wurde das Datum auf den 2. Juli geändert. Hm...)

In dem älteren Beitrag stellt sich Chief Marketing Officer (CMO) und Event Managerin Christina Kinne (inworld XaosPrincess) vor, die ja nachträglich zum Führungsduo Caitlyn Meeks und Maki Deprez dazugestoßen ist.

Unter anderem erzählt sie, dass sie an der Filmhochschule in München über zehn Filme produziert hat, darunter Miss Lucifer! (2006) und Delusion 3D (2008). Und dass sie eine leidenschaftliche Gamerin ist und von Doom über Vampire the Masquerade bis Elite Dangerous schon alles durchgespielt hat.

Christina Kinne (XaosPrincess) / Quelle: Tivoli Cloud Blog
Ihr Traum war es aber immer, im Cyberspace zu leben und zu arbeiten, seit sie den Roman "Neuromancer" von William Gibson gelesen hatte. Und mit Erscheinen der VR-Brillen und ihren Erfahrungen, die sie in High Fidelity von Philip Rosedale gesammelt hat, ist sie nun zum Team von Tivoli Cloud dazugestoßen.

Denn dort will man genau die beiden Themen angehen, die in HiFi ihrer Ansicht nach nicht genug in den Mittelpunkt gerückt wurden. Organisieren von Großveranstaltungen und natürliches 3D-Audio zum besseren Unterscheiden, wer wo etwas in einer virtuellen Welt sagt.

Und schließlich will sie mit dem Führungstrio aus drei Frauen die virtuelle Welt in Tivoli frei von Diskriminierung und sozialer Ungerechtigkeit gestalten.

Für noch mehr Informationen geht es hier zum original Blogpost:


Die Cheffinnen von Tivoli Cloud VR. Von links nach rechts: Xaos, Maki und Caitlyn. / Quelle: Tivoli Cloud Blog
Im zweiten Beitrag, der heute erschienen ist, wird im Wesentlichen das erklärt, was ich vor einer Woche bereits geschrieben hatte. Die Bekanntgabe zum Start des öffentlichen Early Access Zugangs.

In diesem Beitrag wird hervorgehoben, dass andere virtuelle Welten auf Unity oder Unreal Engine Basis bisher nur 30 bis 50 Avatare pro Instanz verkraften. Kommen mehr Nutzer, werden mehrere Instanzen benötigt. In Tivoli Cloud, das ja auf dem Basiscode von High Fidelity aufbaut, ist es bereits jetzt möglich, 500 Avatare gleichzeitig in einer Instanz aufzunehmen. Ein wichtiger Punkt, wenn man Großveranstaltungen als eines der Hauptziele der Plattform anvisiert.

Dann wird noch erklärt, dass Maki Deprez eine neue Metaverse-API implementiert, die es für jeden einfacher macht, sich mit Freunden und ihren Regionen in Tivoli zu verbinden. Und es gibt ein neues Cloud-Speichersystem, das es ermöglicht, einen eigenen Server in der Cloud zu hosten anstatt ihn direkt zu betreiben. Darüber hinaus wurde auch die Performance der Tivoli Engine verbessert, so dass auch schwächere Computer zum Einloggen genutzt werden können. Und schließlich wurden die inworld Bauwerkzeuge verbessert, es wird an einer Integration von Blender 2.8 gearbeitet und es gibt eine umfassende Javascript-API zur Unterstützung von Skripten.

Party am 11. Juli im Club von Xaos Princess
Quelle: Tivoli Cloud Blog
Eigentlich wollte man mit einer Vollversion von Tivoli Cloud erst Ende des dritten Quartals 2020 starten, doch aufgrund von COVID-19 wurde nun entschieden, die Plattform früher mit einer Early Access Version zu öffnen, da sehr viele Leute durch die Einschränkungen im RL nach Beschäftigungen im Web suchen. Offiziell startet der Early Access heute am 2. Juli 2020.

Am 11. Juli 2020 um 2 PM PDT (23 Uhr MESZ) wird es in Tivoli Cloud eine Early Access Party geben. Das Ganze findet wohl in dem Club statt, den ich in meinem Beitrag vor einer Woche vorgestellt hatte.

Auch hier gibt es noch mehr Informationen im folgenden Blogpost:

Links:

Montag, 25. Mai 2020

[VICE] - Second Life hat aktuell 900.000 aktive Nutzer

Quelle: VICE Magazin / Linden Lab
Im Blog von Ryan Schultz habe ich gestern in einem seiner Beiträge gelesen, dass Ebbe Altberg bei einem Interview mit dem VICE Magazin am 22. Mai 2020 gesagt hat, es gäbe jetzt 900.000 aktive Nutzer in Second Life.

Das kommt überraschend, denn vor zweieinhalb Jahren wurde in einem Artikel im Atlantic Magazin noch die Zahl von etwa 600.000 aktiven Nutzern genannt. (Siehe dazu auch meine Zusammenfassung). Das würde bedeuten, dass in den letzten zweieinhalb Jahren die Anzahl aktiver Nutzer um 50% zugenommen hat. Und ich vermute sogar, dass dies erst in den letzten drei Monaten passiert ist.

Hier ein Auszug aus dem aktuellen Artikel im VICE Magazin:
"Die Second Life Community, die jetzt monatlich etwa 900.000 aktive Nutzer hat, veranstaltet täglich Hunderte von Events", erklärt Ebbe Altberg, der CEO von Linden Lab, den Erstellern von Second Life, gegenüber VICE. Altberg verrät, dass zu den am häufigsten besuchten virtuellen Veranstaltungen Live-Musik-Darbietungen, Einkaufsmessen, Fan-Fiction-Conventions, Buch- und Dichterlesungen, akademische Vorträge, Modeschauen und Kunstausstellungen gehören.

"Veranstaltungen in Second Life können spontan oder mit sorgfältiger Planung stattfinden", sagt Altberg. "Wir haben einen Veranstaltungskalender und einen Reiseführer, die beide der Community dabei helfen, herauszufinden, was zu einem bestimmten Zeitpunkt geschieht. Innerhalb des Second Life Viewers bilden viele Communities auch Chatgruppen, die es Gleichgesinnten ermöglichen, sich über die neuesten Events auf dem Laufenden zu halten."

Quelle: VICE Magazin / Linden Lab
Insgesamt befasst sich der Artikel im VICE mit verschiedenen Plattformen, die den Menschen während den Beschränkungen durch COVID-19 unterschiedliche Alternativen für gesellschaftliche Unterhaltung anbieten. Das macht das VICE Magazin nun schon den ganzen Mai hindurch, mit einer Serie von Artikeln.

Zum Beispiel hatte ich am 7. Mai hier einen Artikel über Cyber-Rave Plattformen zusammengefasst, der auch im VICE erschienen ist. Der neue Artikel heißt nun übersetzt "Virtuelle Realität wird die Kultur der Live-Events für immer verändern". Das ist mir fast schon zu euphorisch, denn ich glaube an eine Zeit nach COVID-19. Wenn wir da wieder hinkommen, wird meines Erachtens das Interesse an virtuellen Events auch wieder nachlassen.

Aber insgesamt freue ich mich natürlich über das neue Interesse an virtuellen Welten und SL. Und obwohl der VICE Artikel mehrere unterschiedliche Plattformen betrachtet, gibt es die meisten Fotos ganz klar aus Second Life.

Links:

Donnerstag, 7. Mai 2020

[Vice Magazin] - Second Life als Cyber-Rave Plattform

Quelle: VICE UK
Linden Lab hat heute in seinem Twitterkanal auf einen Artikel im Vice Magazin aufmerksam gemacht. Darin geht es um "Ravespotting", einer neuen Serie, in der man während den Corona-Beschränkungen darüber berichtet, wie man von zu Hause aus an Rave-Partys teilnehmen kann.

Autorin des Artikels und Moderatorin des zugehörigen Videos ist Grant Armour. Sie zeigt alle möglichen Methoden zur Teilnahme an solchen Rave-Events, von der Video-Party über komische Smartphone Apps bis eben zu virtuellen Welten und speziellen Party-VR-Plattformen im Web.

Mit dabei ist auch Second Life und zwar als längster Beitrag im Video. Der Bericht startet bei Minute 10:26 und geht bis Minute 13:05. Grant Armour besucht den SL Club "Limp Pumpo" als totaler Noob mit Glatze und null Plan, wie man tanzt. Der Club selbst ist auch ziemlich schräg, weswegen Grant scheinbar auch nicht groß auffällt. Sie geht dann mit einigen DJs in einen Nebenraum und führt mit ihnen ein kurzes Interview (in süßem britischen Akzent).

How People Are Partying Online During Lockdown



Im zugehörigen Artikel ist das Folgende über Second Life zu lesen:
Second Life gibt es seit 2003 und es hat seitdem verständlicherweise Höhen und Tiefen in der Popularität erlebt - aber dank der globalen Sperre hat eine große Anzahl von Benutzern das Spiel erneut heruntergeladen und sich wieder eingeloggt, in einigen Fällen, um an virtuellen Raves teilzunehmen. Bei einem SL-Quarantäne-Rave, den wir unter dem Namen "Limp Pumpo" gefunden haben, gab es ein langes Line-Up mit Künstlern wie DJ Loser, Mutant Joe und dem in LA ansässigen Rapper Kreayshawn, die über 24 Stunden lang Sets aufführten, bei denen man stellvertretend durch seinen Avatar tanzen konnte.

Anstelle von Discokugeln schwebten animierte Coronavirus-Sporen über der Tanzfläche, während die Teilnehmer mit ihren Avatarkörpern tanzten und glitschten. An der Bar gab es virtuelle Coronavirus-Tests für 5 Linden Dollar, die Währung von Second Life. Die Musik war höllisch, die Optik war höllisch - das einzige Problem war, dass wir nicht wirklich herausfinden konnten, wie man tanzt, außer eine Klopapierrolle über den Boden zu kicken.

Irgendwann verkündete Cheesus Christ - der Gestalter der SL-Region, in der der Rave stattfand - "Wenn jemand Drogen hat, dann ist jetzt die Zeit gekommen, sie zu nehmen". Ein Avatar, der aussah wie die vokaloide Anthropomorphin Hatsune Miku, mit Hanf-Flügeln und einem sehr großen Joint in der Hand, erwiderte: "Die einzige Droge, die ich in diesem Spiel habe, ist Viagra.

Später wurde Tir von einem Elvis-Avatar ein Industrial-Techno-Dance gezeigt und Kreayshawn tanzte durch ihr Interview, während sie eine Coronavirus-Spore in der Hand hielt - später demonstrierte sie, wie virtuelles Viagra funktioniert, indem sie einen erigierten Penis wachsen ließ und ihn in Richtung Tirs Avatar-Gesicht stieß.

Für einige ist Second Life nur ein Ort, an dem man während der Beschränkungen feiern kann, aber andere haben schon vor der Pandemie einen Großteil ihrer Zeit dort verbracht. Einige sagten, sie wünschten sich, sie könnten sich vor ihrem Tod in das Spiel hochladen, damit sie die Ewigkeit damit verbringen können, im digitalen Jenseits zu raven.

Okay, das unvermeidliche Penis-Thema wurde auch hier wieder erwähnt. Ohne das ist ein SL-Artikel scheinbar auch heute noch nicht vollständig. Aber da Linden Lab diesen Artikel in seinem Kanal geteilt hat, scheinen sie das nicht so negativ zu sehen. Im Video sagte Grant allerdings am Ende noch, dass es sich in SL ohne eine VR-Brille nicht wirklich nach tanzen angefühlt hat. Ihr scheint da etwas die Immersion zu fehlen, um sich gedanklich in ihren Avatar hineinzuversetzen. Denn wenn das gelingt, tanzt man im Kopfkino durchaus auch in SL mit.

Quelle: [VICE] - My Journey Through the Internet's Cyber Raves Ended in VR Euphoria

Sonntag, 23. Februar 2020

[MIXED.de] - Deutschsprachiger Artikel zur Sansar-Krise

Quelle: MIXED.de
Im Online-Magazin MIXED.de ist am 22. Februar ein deutschsprachiger Artikel erschienen, der sich dem aktuellen Krisenthema um Sansar widmet.

Das MIXED Magazin gehört zu den wenigen Medien in Deutschland, die überhaupt noch etwas über Linden Lab und seine Produkte berichten. Schon im November 2019 gab es dort einen Artikel zu den Entlassungen von Sansar Mitarbeitern. Zu diesem Zeitpunkt hatte Linden Lab noch angenommen, mit einer Schwerpunktverlagerung auf Events seiner Plattform mehr Leben einhauchen zu können.

Der aktuelle Artikel bezieht sich auf das Video zur Lab Gab Folge 14 und auf einen Blogpost von Wagner James Au. In den Kommentaren zum Blogpost auf New World Notes fordern einige sogar die Entlassung von Ebbe Altberg, da er wohl einen Großteil der Second Life Einnahmen aus den letzten vier Jahren für seine Vision von Sansar verbrannt hat.

Auf MIXED werden zu Sansar auch Parallelen zu den Pleiten von High Fidelity und AltspaceVR gezogen. Dazu wird Philip Rosedale zitiert, der eine VR-Brille einen Mäuse-Sarg nennt, der auf dem Gesicht klebt.

Leider ist die Seite von MIXED inzwischen ziemlich fies mit Werbung zugemüllt, sodass es schwer fällt, den Artikel störungfrei zu lesen.

Hier noch einmal der Link zum Artikel:

Siehe auch:

Mittwoch, 12. Februar 2020

Linden Lab entlässt weitere Sansar Mitarbeiter

Quelle: Sansar
Am 11. Februar hat Ryan Schultz erneut über weitere Entlassungen bei Linden Lab berichtet. Genauer gesagt, bei den Mitarbeitern vom Sansar Team. Bereits Anfang November 2019 wurden mehr als 20 Mitarbeiter von Linden Lab entlassen.

In seiner aktuellen Meldung schreibt Ryan, dass es nun noch einmal 40 Lindens getroffen hätte, die das Lab verlassen müssen. Zusätzlich sollen einige weitere Lindens vom Sansar Team ins Second Life Team wechseln. Verbunden damit sei die Weiterentwicklung von Sansar eingestellt worden, da ja niemand mehr da ist, der etwas entwickeln kann.

Weitere Informationen, die nicht mehr ganz so glaubwürdig sind, besagen, dass Linden Lab die Server von Sansar noch so lange weiterlaufen lässt, bis die aktuellen Events aus dem Sansar Kalender stattgefunden hätten. Der letzte Event läuft am 27. März 2020. Ryan schreibt dann nur noch "...was danach passiert, kann sich jeder ausmalen".

Diese Informationen hat Ryan, wie schon im November, erneut von einer nicht genannten Quelle mit Insider‑Wissen erhalten. Ryan vertraut dieser Quelle und zumindest die Informationen im November haben ja auch soweit gestimmt.

Ebbe Altberg hatte sich dazu letzte Nacht noch auf dem Sansar Discord‑Kanal geäußert. Darin bestätigt er zumindest die Entlassungen. Zu Ryans Blogpost schreibt er:
Wie du sehen kannst, ist Sansar in Betrieb und läuft weiter. Sag also bitte nicht, dass es abgeschaltet wurde. Vielen Dank.
Hier hat Ebbe wohl zu schnell gelesen, denn Ryan hat nur geschrieben, dass die Entwicklung eingestellt wurde.

Der zweite Kommentar richtet sich dann an alle Sansar Nutzer:
Ich werde heute Abend nur noch dieses hier sagen, da es schon spät ist. Wir können das Gespräch dazu in den nächsten Tagen aufnehmen. Ja, heute gab es Entlassungen. Eine wirklich wundervolle Gruppe von Menschen. Aber wie ihr seht, ist Sansar in Betrieb und läuft weiter. Wir diskutieren noch über die nächsten Schritte. Einschließlich mit der wunderbaren Gruppe von Menschen. Da kommt noch mehr. Gebt noch nicht auf. Macht mit und habt Spaß. Es macht nicht viel Sinn zu spekulieren, bis wir euch mehr sagen können.

Screenshot aus dem heutigen Discord-Kanal. Namen und Profilbilder von Nicht-Lindens unkenntlich gemacht.

Für mich hört sich Ebbe bei seinem Kommentar irgendwie nicht sehr positiv an. Dazu passt auch meine Beobachtung, dass sowohl Ebbe als auch Linden Lab seit Oktober 2019 im Grunde nicht mehr in den sozialen Netzwerken aktiv waren (vor allem nicht auf Twitter). Da scheint es intern schon länger bei Linden Lab zu knirschen. Und vor dem Hintergrund der Meldungen in den letzten Monaten, dürfte es dabei um Sansar gehen.

Der Discord‑Kanal von Sansar ist seit heute Morgen ziemlich gut besucht und Beiträge kommen im Minutentakt herein (im Chat "#sansar"). Allerdings wird da aktuell auch nur spekuliert. Immerhin ist Monty Linden auch dabei und reißt einen Witz (er ist wohl nicht von den Entlassungen betroffen).

Nachdem aber nun schon so viel über dieses Thema diskutiert wird, kommt Linden Lab an einer offiziellen Stellungnahme nicht vorbei. Ansonsten würden sie alle Sansar‑Nutzer und ‑Geschäftspartner verunsichern. Ich werde natürlich auch wieder darüber berichten, wenn es etwas Neues zu diesem Thema gibt.

Links:

Mittwoch, 15. Januar 2020

Xiola Linden arbeitet jetzt für Ubiquity6

Quelle: Homepage Ubiquity6
Kurz vor Weihnachten hatte ich hier berichtet, dass Xiola Linden Anfang Januar 2020 Linden Lab verlassen wird. Bis zu dieser Zeit war sie die Community Managerin von Second Life. Xiola wollte nach acht Jahren Linden Lab mit etwas Neuem beginnen.

Gestern hat nun Wagner James Au auf New World Notes ein paar Informationen zu Xiolas neuem Arbeitgeber veröffentlicht. Demnach arbeitet sie jetzt für die Firma Ubiquity6. Und die entwickeln gerade eine Mixed Reality App mit dem Namen Display.land für Smartphones und Tablets. Ein Kurzes Video zu dieser App ist hier unten eingebettet.

Das Büro von Ubiquity6 ist wie das von Linden Lab in San Francisco. So musste Xiola für ihren neuen Job nicht umziehen. Interessant finde ich, dass der Mitgründer von Ubiquity6 Bing Gordon heißt. Er sitzt auch im Aufsichtsrat von Linden Lab. Sehr wahrscheinlich hat er Xiola persönlich angesprochen, ob sie nicht bei diesem Startup mitarbeiten möchte.

Wagner James Au gegenüber sagte Xiola das Folgende:
"Bei meinen Erlebnissen mit Communities, mit denen ich zusammenarbeiten durfte, habe ich mit vielen Erstellern gesprochen, die mir die Schmerzpunkte der alten Fotogrammetrie erklärt haben. Zu sehen, wie die Displayland-App mithilfe eines Smartphones eine 3D‑Darstellung physischer Räume und Objekte erstellen kann, ist für mich sehr aufregend.
 

Quelle: Display.land Homepage
Ich denke über die Möglichkeiten für soziale Erlebnisse in diesen Räumen nach und dabei wird mir etwas schwindlig. Als ich die Demo sah, war ich beeindruckt von der Idee, dass Künstler und Profis ihre Arbeitsabläufe mit dieser App neu beleben können.

Nachdem ich mit der App gespielt hatte, überlegte ich, was dies für die Kreativ- und Gestalter-Community bedeuten könnte: Sie können ihre Fotoaufnahmen bereits aus Display.land als 3D-Modell exportieren und in kompatibler 3D-Software verwenden, was für Ersteller sehr aufregend ist.

Jetzt bin ich besessen von der Idee, Vignetten meines Lebens festzuhalten und wie unglaublich es sein wird, diese Erinnerungen dreidimensional zu erleben... Ich habe bereits einige Leute aus der Second Life Community gesehen, die das ausprobiert haben - was eine große Freude für mich. Ich freue mich sehr auf das was noch kommt!"

Diese Display.land-App ist also ein Objektscanner, der aus den eingescannten Objekten ein 3D‑Modell errechnet. Das kann man dann in 3D‑Programmen wie Blender importieren.

Hier noch das Demovideo zur Display.land App:

Welcome to Display.land



Links:

Donnerstag, 7. November 2019

[MIXED.de] - Weiterer Artikel zu den Sansar-Entlassungen

Quelle: MIXED.de
Hier noch ein kleiner Nachbrenner zu meiner Meldung über die Entlassungen bei Linden Lab.

Im Online-Magazin MIXED.de ist am 5. November ein deutschsprachiger Artikel erschienen, der sich auf die gleichen Quellen bezieht wie ich bei meinem Beitrag.

In diesem Artikel hält man sich aber enger an den Wortlaut aus den beiden Blogs von Ryan Schultz und Wagner James Au. Deshalb kann man im MIXED Beitrag noch die eine oder andere Information lesen, die ich nicht aufgeführt hatte.

Das MIXED Magazin ist übrigens der Nachfolger von VRODO. Diese Umbenennung fand im März 2019 statt. Damit wollte man besser dem Themenschwerpunkt gerecht werden, der sich vom Virtual Reality Markt hin zum Mixed Reality Markt entwickelt hat. Das beinhaltet dann auch Informationen zu Augmented Reality (AR) und Künstlicher Intelligenz (KI).

Hier noch einmal der Link zum Artikel:

Siehe auch:

Montag, 4. November 2019

Linden Lab entlässt mehr als 20 Sansar Mitarbeiter

Quelle: Sansar
Sowohl auf New World Notes als auch im Blog von Ryan Schultz wurde heute gemeldet, dass Linden Lab etwa 20 Mitarbeiter aus dem Sansar Team entlassen hat.

Angedeutet hat sich das bereits am Freitag, als ein zuvor abgesagtes Inworld-Treffen mit Sansar Nutzern dann kurzfristig doch durchgeführt wurde. Dieses Treffen kann man sich hier auf Twitch ansehen. Allerdings wurden während dem Treffen nur Andeutungen gemacht, ohne konkrete Aussagen.

Wagner James Au schreibt, er könne die Aussagen von Ryan Schultz bestätigen, dass Linden Lab mehr als 20 Mitarbeiter entlassen hat, die für Sansar gearbeitet haben. Darunter einige Langzeit-Lindens, die ihren Job bei Linden Lab mit Second Life begonnen haben, lange bevor Sansar erschienen ist. Sie hatten eben das Pech, in das Sansar‑Team versetzt zu werden.

Wagner fragte auch einen Pressesprecher von Linden Lab, was es mit den Entlassungen auf sich hat. Dieser antwortete nur ganz knapp:
"Derzeit geben wir noch keinen Kommentar, aber wir entwickeln Second Life und Sansar weiter und freuen uns über die vielen neuen Partnerschaften und Features, die 2020 auf den Markt kommen!"

Wagner schreibt weiter, dass diese Aktion von Linden Lab abzusehen war. Bereits im Februar 2018 wurden 12 Mitarbeiter entlassen und seitdem konnte Sansar, trotz Marketingkampagnen, seine Nutzerzahlen kaum steigern. Sie liegen immer noch im niedrigen dreistelligen Bereich (also so etwa 100 bis 200 Nutzer).

Wagner ist der Ansicht, dass Sansar trotz der Reduzierung von Ressourcen nicht abgeschaltet werden soll. Die verbleibende Rumpfmannschaft wird sich auf die Ausrichtung von Events konzentrieren und eventuell wird Sansar in ein Spin-off-Unternehmen ausgegliedert und unabhängig von Linden Lab geführt.

Quelle: Sansar Product Meetup vom 01.11.2019 / Twitch
Im zweiten Teil seines Artikels schreibt Wagner, was seiner Ansicht nach die Gründe für das Scheitern von Sansar sind. Das wiederhole ich hier nicht detailliert, denn es sind genau die Gründe, die fast jeder aufzählt, der die Entwicklung von Sansar kritisch beobachtet hat.

Zu der wiederholten Neuausrichtung des Schwerpunkts von Sansar, jetzt eben auf Live-Events, zitiert Wagner den Sansar Ersteller Gindipple:
"Sie haben jetzt so oft die Richtung gewechselt. Sie improvisieren und hoffen, dass es funktioniert. Ich habe die Hoffnung vor einer Weile aufgegeben, also ist es mir jetzt egal. Sie haben eine Menge guter Leute bei diesen Entlassungen verloren, einige sind zu SL zurückgegangen, aber viele sind einfach weg. Und das Schlimme ist, wenn ein Unternehmen so etwas tut, kommen die verbleibenden Leute jetzt bestimmt hoch motiviert zur Arbeit."

Soweit die Ausführungen auf New World Notes. Wie Wagner schreibt: Sansar ist (noch) nicht ganz den Bach runter gegangen. Vielleicht klappt die Idee mit der Fokussierung auf Events ja doch noch. Aber alle, die bisher viel Herzblut in Sansar gelegt haben, fühlen sich sicher vor den Kopf gestoßen. Und damit meine ich die Ersteller von Experiences und Content, die einmal angenommen hatten, Sansar würde sich zum Nachfolger von Second Life entwickeln.

Mal sehen, wo die Reise hingeht. Und ob Linden Lab auch eine öffentliche Stellungnahme zu diesen "Anpassungen" herausgibt. Wenn sie das machen, werde ich das hier im Blog natürlich weitergeben.

Links:

Dienstag, 29. Oktober 2019

[Video] - Sansar Creator Profile: Eunicorn

Quelle: Sansar / YouTube
Am 29. Oktober wurde im Sansar-Kanal auf YouTube wieder ein Creator Profil von Draxtor Despres veröffentlicht.

Da ich selbst kaum noch etwas aus Sansar hier blogge, setze ich zumindest die Creator‑Reihe fort. Wobei Draxtor wohl bald alle Ersteller aus Sansar vorgestellt hat, denn die Anzahl ist relativ übersichtlich.

Wie schon in den letzten Monaten, gab es auch diesmal zum Video nur vier Zeilen als Information. Diesmal lauten sie wie folgt:
"Hallo Welt, triff Eunicorn"
In unserem neuesten Sansar Creator Profil lernen wir Eunicorn kennen - eine Multimedia-Kunststudentin, die Sansar nutzt, um an ihren 3D-Modellierungsfertigkeiten zu arbeiten.

Seht euch an, was Eunicorn gebaut hat!

Ladet Sansar herunter: sansar.com/download

Und weil ich heute einen Quick & Dirty Tag habe, gibt es jetzt nur noch das Video.

Sansar Creator Profile: Eunicorn



Links:

Vorherige Creator Previews und Profiles:

Sonntag, 6. Oktober 2019

[Video] - Sansar Creator Profile: Vassay

Quelle: Sansar / YouTube
Am 5. Oktober wurde im Sansar-Kanal auf YouTube wieder ein Creator Profil von Draxtor Despres veröffentlicht. Da ich bisher alle Profile in meinem Blog vorgestellt habe, zeige ich auch dieses Video.

Leider wird in der YouTube-Beschreibung kaum noch etwas zum Video erklärt. Man sieht im Profil auch wenig davon, was Vassay für Sansar so alles erstellt. Einmal ein Avatar-Outfit zur Comic-Figur "Rorschach" und einmal die Sansar Experience "Moon Glider". Diese Installation hatte ich letztes Jahr auch mal besucht. Eine der wenigen coolen Sansar-Regionen.

Hier noch der kurze Text aus der YouTube-Beschreibung:
Vassay ist einer der produktivsten und talentiertesten Ersteller aus der Sansar-Community. Seht euch an, wenn er darüber spricht, wie er komplette Welten, individuelle Avatare und virtuelle Outfits erstellt.

Sansar Creator Profile: Vassay



Links:

Vorherige Creator Previews und Profiles:

Donnerstag, 26. September 2019

Facebook kündigt Social-VR Plattform "Horizon" an

Facebook Horizon / Quelle: Oculus Blog
Am 25. September hat Facebook auf der Oculus Connect 6 (OC6) eine neue Social-VR Plattform mit dem Namen "Facebook Horizon" angekündigt. Die geschlossene Beta soll Anfang 2020 starten.

Genutzt werden kann diese virtuelle Welt nur mit einer VR-Brille. Neben der Oculus Rift wird auch die Oculus Quest unterstützt, die eine kabellose Bildübertragung ermöglicht (sieht man auch im eingebetteten Video hier unten).

Anders als bei den meisten VR-Plattformen, soll man in Horizon die 3D-Welt direkt inworld gestalten und verändern können. Dazu steht auch so etwas wie ein Baukasten mit grundlegenden Geometriebausteinen zur Verfügung. Diese lassen sich skalieren und miteinander verlinken. Also ähnlich dem Prim-System in Second Life. Ebenso soll man seinen Avatar vielfältig anpassen können.

Zum Thema Avatare war ich allerdings ziemlich perplex, nachdem ich das Promo-Video angesehen habe. Wie kann man nur menschliche Avatare ohne Hüften und Beine für eine virtuelle Welt zum Standard machen? Das sieht für mich so aus als wäre der Sensenmann dort unterwegs gewesen. Wie viel Spaß wird man wohl haben, wenn man in Horizon mit Freunden in einem Club tanzen will? Oder wenn man eine Runde mit einem Fahrrad durch die Landschaft dreht? (Flugzeuge gibt es ja bereits, wie das Video zeigt.)

Ich bin mal gespannt, ob dieser Versuch von Facebook von der Masse angenommen wird, oder ob das genauso als Rohrkrepierer endet, wie die 2017 gestartete Facebook Plattform "Spaces". Wobei, wenn ich die Bilder von damals mit denen von Horizon vergleiche, dann wurde Spaces einfach nur etwas aufgemöbelt und wiederverwertet. Hier das offizielle Promo-Video:

Welcome to Facebook Horizon



Es gibt von UploadVR auch ein Video von der Vorstellung der Horizon-Plattform auf der OC6. Und hier unten in den Links habe ich noch drei deutschsprachige Artikel zu diesem Thema aufgelistet. Denn zu einer Plattform von Facebook bin ich selbst nur wenig motiviert, mehr zu schreiben als ich gerade getan habe. :)

Links:

Dienstag, 24. September 2019

[Pressemitteilung] - Deine Welt wartet: Die Macher von Second Life haben Sansar als immersives Reiseziel für Gaming, Commerce & Live Events neu konzipiert

Quelle: Linden Lab
Am 24. September 2019 hat Linden Lab in einer Pressemitteilung sein neues Konzept für Sansar vorgestellt. Wer meine vorherigen Berichte zu den Änderungen in Sansar verfolgt hat, wird das meiste schon kennen. Deshalb übersetze ich die lange Pressemitteilung nicht komplett, sondern nur in Auszügen. Ergänzt mit einem Promo-Video von Linden Lab und einem Screenshot der neuen Homepage.

Als Untertitel heißt es in der Pressemitteilung "Virtueller Ausdruck erreicht neue Höhen, während Sansar neue Geschichten, Gestaltung und Partnerschaften enthüllt".

Im ersten Abschnitt erzählt Linden Lab, dass man bereits Partnerschaften mit Sanrio, Levi's und Spinnin’ Records eingegangen ist. Ebenso wird das kürzlich eingeführte Quest- und XP-System, sowie die überarbeiteten Avatare erwähnt.

Den eigentlichen Kern der Pressemitteilung, gibt es dann im zweiten Abschnitt. Deshalb hier die Übersetzung:
Um dieses neue Kapitel zu hervorzuheben, arbeitet Sansar in dieser Woche bei mehreren Festzelt Live-Events mit visionären Marken zusammen. Dazu gehören BUNKR LIVE: STEVE VOID & JAY PRYOR, am 25. September um 10:00 AM PT (19:00 Uhr MESZ), eine globale Feier der Fnatic E‑Sport Marke und ein gemeinsamer Einsatz mit Virgin EMI, die E‑Sport und Unterhaltung vermischen, mit neuen Sets von DJs Steve Void und Jay Pryor.
Ein neues Meet-and-Greet mit NITRO FUN, am 25. September um 12:30 PM PT (21:30 Uhr MESZ), bei dem der Monstercat-Künstler vor der wöchentlichen "Call of the Wild-Radioshow" nach Sansar zurückkehrt. Und LIVE AT THE NEXUS: BLASTERJAXX, in Partnerschaft mit Spinnin' Records, am 26. September um 4:00 PM PT (1:00 Uhr nachts MESZ) - die erste Show einer laufenden Serie mit einer Headline-Performance des DJ‑Duos Blasterjaxx.

Okay, nachdem ich den Abschnitt nun übersetzt habe, muss ich sagen, dass so was eigentlich nicht in eine Pressemitteilung gehört. Das ist einfach nur eine Event-Information.

Hier ein Screenshot von der überarbeiteten Sansar-Homepage. Wie man sieht, wurde dem Logo eine neue Farbe gegeben. Statt rot ist es nun türkis.

Die neue Homepage von Sansar mit einer neuen Logo-Farbe
In den folgenden Abschnitten der Pressemitteilung wird dann zuerst darauf hingewiesen, dass Spinnin’ Record stolz darauf ist, mit Linden Lab bei den bevorstehenden Events zusammenzuarbeiten.

Danach wird auf die neue Experience Sansar-Welt Sanrio World aufmerksam gemacht, die sich um die Produkte von Hello Kitty! dreht. Dies ist sicher aus einer Initiative von Linden Lab heraus entstanden, nachdem Sanrio im Frühjahr 2019 zunächst eine Nutzungslizenz für Second Life vergeben hatte. In der Sansar-Welt von Sanrio gibt es einige Spiele und es werden Links zu Sonderaktionen rund um den 45. Geburtstag von Hello Kitty angeboten.

Im nächsten Abschnitt wird dann kurz erwähnt, dass Linden Lab in Kürze weitere Partnerschaften im Bereich von Musik ankündigen will. In den darauf folgenden zwei Abschnitten wird dann noch einmal der Text aus dem August-Blogpost "Willkommen im Nexus" wiederholt.

Zum Schluss gibt es dann einen Kommentar von Ebbe Altberg zu den aktuellen Neuerungen. Hier der übersetzte Abschnitt:
"Von Anfang an war es uns wichtig, dass sich unsere Nutzer dazu in der Lage fühlen, etwas nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten und zu erforschen. Mit dieser fokussierten Vision stärken wir unsere Grundlage für benutzergenerierte Inhalte und wir geben den Menschen mehr Werkzeuge, mit denen sie etwas gestalten, einem klareren Weg folgen und mehr Impulse setzen können", sagt Ebbe Altberg, CEO von Linden Lab. "Es fühlt sich unglaublich an, diese neue Seite aufzuschlagen und das Vermächtnis des Lab als Pionier in virtuellen Welten fortzusetzen. Wir sind einen Schritt näher dran, den Traum vom Metaversum für alle zu verwirklichen."

Keine Ahnung, wo Ebbe diesen Optimismus hernimmt. Wenn man mal ganz nüchtern die Entwicklung von Sansar (und vor allem die aktuellen Nutzerzahlen) betrachtet, dann klingt Ebbe hier wie ein schlecht synchronisierter Teleshopping Verkäufer. In anderen Worten - er übertreibt maßlos.

Hier das neue Promo-Video, das parallel zur Pressemitteilung veröffentlicht wurde:

Your World is Waiting: Meet the All-New Sansar



Argh, ich habe gerade gesehen, dass Linden Lab nun auch im SL-Blog einen umfassenden Beitrag veröffentlicht hat. Inklusive einiger Informationen zu Second Life. Das werde ich dann erst morgen hier bloggen.

Links:

Freitag, 13. September 2019

[Video] - Sansar Creator Profile: Bluebell, GranddadGot Mojo, Mavenn, Alfy

Quelle: Sansar / YouTube
Heute ist mal wieder Quickie-Tag hier im Blog. Ich muss am Sonntag arbeiten und hole mir meine Zeit eben mit kürzeren Blogposts zurück.^^

Draxtor Despres hat ein neues Sansar Creator-Profil erstellt, das am 12. September auf YouTube veröffentlicht wurde. Im Gegensatz zu den zehn vorherigen Profilen stellt er diesmal gleich vier aktive Nutzer aus Sansar vor.

Ob man jetzt einen DJ, der Musik auflegt, als "Creator" bezeichnen sollte, sei mal dahingestellt. Aber insgesamt ist der Mix aus Leuten, die in Sansar auf die eine oder andere Weise Musikveranstaltungen ermöglichen, recht gut geworden.

Hier noch der kurze Text aus der YouTube-Beschreibung:
Wie kommen virtuelle Konzerte zustande? In diesem Creator-Profil trefft ihr die Menschen, die die Musik auf der technischen Seite, der Talentseite und der Event-Promotion-Seite ermöglichen. Man braucht ein Dorf, um eine Party zu schmeißen. Seht euch an, wie diese Creator in Sansar zusammenarbeiten, um Konzerte zum Leben zu erwecken.

Sansar Creator Profile: Bluebell, GranddadGotMojo, Mavenn, Alfy



Links:

Vorherige Creator Previews und Profiles:

Mittwoch, 21. August 2019

6D.AI - Virtuelle Welt aus Smartphone Scans

Simultane Modellerstellung über Scans / Quelle 6D.AI
Am 20. August hat Wagner James Au auf New World Notes eine relativ neue Plattform vorgestellt, die technisch gesehen ziemlich interessant ist. Auch wenn das Ergebnis im Video hier unten noch sehr plump aussieht. Aber vielleicht könnte man damit in Zukunft tatsächlich eine virtuelle Welt erstellen, die unserer realen Welt entspricht. Ich fasse den Beitrag von Wagner einfach mal kurz zusammen.

Die Plattform nennt sich 6D.AI. Die Betreiber haben eine Smartphone App entwickelt, welche die eingebauten Kameras in Smartphones als Scanner benutzt. Alles, was man mit dieser App einscannt, wird in einer Cloud-Datenbank zu einem SLAM Modell umgewandelt. Das bedeutet, alle Scans von einem bestimmten Objekt werden für das Modell berücksichtigt. Demnach wird das Modell immer detaillierter, je mehr Leute das gleiche Objekt gescannt haben.

Im Video unten haben vier Leute in drei Minuten ein Apartment mit 464 Quadratmeter eingescannt. Wie gesagt, das Ergebnis sieht plump aus, aber die Technik steckt noch in der Beta Phase. Im Blog von 6D.AI werden schon bessere Modelle gezeigt, die wohl unter Idealbedingungen entstanden sind.

Die Scans müssen nicht alle zeitgleich erfolgen und es reicht auch, nur einen Teilbereich eines Objekts zu scannen. Wird an einem anderen Tag ein anderer Teilbereich gescannt, setzt die Software dies genauso zusammen, wie beim simultanen Vorgehen im Video.

Wagner schreibt, dass sich damit grenzenlose Möglichkeiten ergeben. Man könnte ein komplettes Stadtviertel einscannen und es in eine bestehende virtuelle Welt hochladen. Und würde diese App von ein paar Millionen Anwendern genutzt, die überall Scans durchführen, könnte man irgendwann ein Spiegelbild der Erde als Modell erhalten.

Crowdsourcing a 3D space in under 10 mins



Der Tipp zu dieser neuen Plattform kam von Philip Rosedale auf Twitter. Er schreibt: "Dies ist das Schlüsselelement, das fehlt, um Augmented Reality nutzbar zu machen. Eine genaue Positionierung in Innenräumen durch Vergleich volumetrischer Scans mit einer gespeicherten Datenbank."

Links:

Quelle: Watch: Real World Location Virtually Recreated To Scale In Minutes 

Mittwoch, 14. August 2019

Firestorm Viewer mit Oculus Rift nutzen

Quelle: Peter Kappler / YouTube
Heute ist mal wieder ein typischer Sommerlochtag. Ich habe meinen RSS-Reader hoch und runter gescrollt, aber keine wirklich interessante Meldung gefunden. Also gibt es eine Zusammenfassung eines anderen Blogposts.

Und zwar geht es um den angepassten Firestorm VR-Viewer von Peter Kappler. Über den habe ich Anfang des Jahres schon zwei Mal berichtet, nämlich hier und hier.

Dieser Viewer ist in Verbindung mit der SteamVR-Software über Oculus Rift, HTC Vive und Windows Mixed Reality VR-Brillen in Second Life nutzbar. In einem Blogpost auf New World Notes hat Wagner gestern darüber geschrieben, dass Austin Tate den Firestorm VR mit einer Oculus getestet und vor zwei Tagen dazu einen Bericht geschrieben hat.

Im Grunde hat Austin nur zusammengefasst, was es an Informationen und Material zum Firestorm VR im Web gibt. Dazu schreibt er auch, dass der ebenfalls VR-fähige CtrlAltStudio Viewer von David Rowe seit Juli nicht mehr korrekt funktioniert, da der Nvidia Grafikfehler beim Verlassen des Viewers im CtrlAltStudio nicht behoben wurde.

Hier die Schritte zur Installation des Firestorm VR:
  • Die Datei "Phoenix601VR-V0.3.rar" herunterladen und entpacken.
  • Den enthaltenen Phoenix-Firestorm Viewer installieren.
  • Die Datei "openvr_api.dll" in den Installationsordner kopieren.
  • SteamVR installieren und starten.
  • Den Firestorm mit VR-Unterstützung starten.

Wenn man eingeloggt ist:
  • Im Firestorm unter "Preferences > Move & View" das "Field of View" auf 1.80 einstellen.
  • Im Firestorm unter "Preferences > Graphics > SteamVR" die Option "Enable Steam VR" aktivieren.
  • Mit der TAB-Taste kann man die VR-Ausgabe aktivieren und auch wieder deaktivieren.

Die Steam VR Registerkarte im Firestorm VR Viewer
Quelle: Austin Tate's Blog
Für eine Oculus Rift sollten die folgenden Einstellungen angepasst werden:
  • Im Firestorm unter "Preferences > Graphics > SteamVR > Texture Shift" den Wert auf 0 stellen für eine Oculus Rift DK2. Oder auf den Wert 200 stellen für eine Oculus Rift CV1. Hat man dennoch eine doppelte Anzeige bei aufgesetzter Brille, soll man den Wert so lange ändern, bis beide Bilder synchron erscheinen.
  • Im Firestorm unter "Preferences > Graphics > SteamVR > Camera distance from center" die Kameradistanz auf den eigenen Augenabstand (Interpupillardistanz) einstellen. Das ist wichtig für einen guten 3D-Effekt.

Die Einstellungen für einen Xbox One Controller
Quelle: Austin Tate's Blog
Wenn man in Verbindung mit der VR-Brille einen Xbox One Controller zur Steuerung des Avatars nutzen möchte, sollte man unter "Preferences > Move & View > Movement > Joystick Configuration" die Checkbox "Enable Joystick" aktivieren und dann die Einstellungen entsprechend dem Screenshot hier rechts vornehmen (anklicken für größere Darstellung).

Hier ein paar Tipps zur Steuerung des Viewers mit aufgesetzter VR-Brille:
  • Das Kamerafenster hat zwei neue Buttons mit << und >> Symbol. Damit lässt sich der Kamerawinkel ändern, so dass sie nicht auf den Avatar schaut, sondern auf einen anderen Punkt.
  • Bewegt man die Maus auf eine der vier Ecken des Bildschirms, wird diese Ecke vergrößert in VR angezeigt, was die Bedienung von Menüs und HUDs erleichtert.
  • Man sollte sich mit dem VR-Viewer Regionen aussuchen, die leer sind und mit einer hohen Framerate in einem normalen Viewer laufen. 30 FPS sind das Minimum für VR in SL. 50 FPS empfiehlt Austin als Richtwert.
  • Für drei der Einstellungen, die oben aufgeführt sind, gibt es auch Debug Setting Einträge. Sie heißen "EnableSteamVR", "TextureShift" und "EyeDistance".
  • Es gibt einen JIRA Report unter FIRE-24047, in dem als Funktionswunsch die Aufnahme der VR-Funktion in den regulären Firestorm angefragt wird.
  • Austin hat zwei XML-Settings Dateien vorbereitet, die man in die Ordner "/app_settings" und "/skins/default/xui/en" kopieren kann. Damit werden alle oben beschriebenen Einstellungen schon gesetzt. >> Download der Dateien

Zum Schluss noch ein Vergleich von FPS-Werten auf derselben Region bei 256 Meter Sichtweite und Grafikeinstellung "Hoch".
  • Linden Lab 6.2.4 >> 96 - 106 FPS
  • Firestorm 6.0.2 >> 176 - 188 FPS
  • Firestorm VR 6.0.1 >> 2D Modus 136 - 144 FPS
  • Firestorm VR 6.0.1 >> VR Modus 82 - 84 FPS

Quelle: [Austin Tate] - Firestorm VR – Resources

Links:
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Anm.:
Als Linden Lab einen offiziellen SL VR-Viewer in Entwicklung hatte, war ich kurz davor, mir eine VR-Brille zu kaufen. Nachdem sie den Viewer dann eingestampft haben, verlor auch ich das Interesse. Denn Sansar oder High Fidelity nutze ich zu wenig für so eine Investition.

Sollte der reguläre Firestorm diese VR-Funktion bekommen, könnte ich doch noch einmal schwach werden. Denn jeder, der Second Life einmal mit einer VR-Brille ausprobiert hat, war überwiegend begeistert vom 3D-Effekt. Es wirkt dann wirklich so als wäre man sein eigener Avatar.