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Sonntag, 28. Februar 2021

Lab Gab #44: Oz und Grumpity Linden - Abschied von Oz

Second Life's Lab Gab - Oz & Grumpity Linden
Quelle: SecondLife Official / Flickr

Am Freitag, den 26. Februar 2021, gab es in der Lab Gab Folge 44 ein Interview mit Oz und Grumpity Linden. Es ging zum einen um den Stand der Cloud-Migration von Second Life, zum anderen wurden eingereichte Fragen von SL-Nutzern beantwortet (oder zumindest wurde zur Frage irgendwas gesagt, auch wenn es nicht direkt eine Antwort war).

Und schließlich war diese Lab Gab Episode auch der letzte Auftritt von Oz Linden als Mitarbeiter von Linden Lab. Nun ist er bereits im Ruhestand. Aus diesem Grund hat eine große Anzahl von Lindens eine letzte Zusammenkunft organisiert, die man im letzten Viertel der einstündigen Show ansehen kann. Taschentücher nicht vergessen, denn das Ganze war eine sehr emotionale Angelegenheit.

Unter den vorgelesenen Fragen waren auch alle drei, die ich eingereicht hatte. Konkrete Antworten darauf gab es allerdings nicht. Und auch sonst wurde vieles gesagt, was eigentlich allgemein schon bekannt ist. Aus Zeitgründen fasse ich das deshalb stark verkürzt zusammen. Das wirkliche Highlight der Show war der Abschied von Oz ab Minute 46:22 im Video, das am Ende meines Beitrags auch eingebettet ist. Das kann man aber nicht zusammenfassen, sondern nur ansehen. Selten hat man vorher ein so familiäres Linden Lab gesehen.

Im ersten Abschnitt der Show sollen die beiden Gäste ein Update zum Stand der Cloud-Migration von Second life geben. Hier ein paar Aussagen von Oz und Grumpity:

Stand zur Cloud Migration

  • Die offizielle Aussage lautet: Die Migration ist abgeschlossen. Das alte Serverzentrum von LL wurde abgeschaltet.
  • Alle Dienste von Second Life laufen jetzt auf den Cloud-Servern von Amazon Web Services (AWS).
  • Es gibt immer noch Arbeiten, die getan werden müssen. Eine davon ist die Reparatur des Land Stores, der seit 22. Dezember 2020 nicht genutzt werden konnte. Am 25. Februar wurde das Problem behoben, sodass der Land Store wieder online ist. Jedoch gibt es schon wieder ein Problem damit. Es dauert nun bis zu 24 Stunden, bis eine Region im Grid auftaucht, die jemand über den Store gekauft hat.
  • Der nächste Fehler, der behoben werden soll, ist die Generierung der Kacheln für die SL‑Weltkarte, die seit 18. November 2020 defekt ist.
  • Allgemein will man in Zukunft die Infrastruktur von SL in der Cloud verbessern und neue Funktionen hinzufügen. Der Schwerpunkt soll auf Optimierung der Performance und Senken der Betriebskosten liegen.
  • Einige Entwickler untersuchen mit Programmen, wie sich die Second Life Dienste in der Cloud verhalten, um zu verstehen, wo man Einstellungen für Verbesserungen vornehmen kann.

Von links nach rechts: Strawberry, Oz und Grumpity

Ab hier folgen nun die eingereichten Fragen von SL-Nutzern:

Gibt es Pläne, die Kosten von Regionen zu senken, nachdem nun SL in der Cloud läuft?

Oz: Die Leute denken, dass SL in der Cloud dramatisch günstiger für uns ist. Das stimmt nicht. In unserem Servercenter hatten wir Server, die zum größten Teil vor 10 bis 12 Jahren gekauft wurden. Also haben sie seitdem nur die Wartung gekostet. Nun müssen wir für die aktuelle Hardware, die wir in der Cloud nutzen, direkt sofort bezahlen. Deshalb kostet uns Second Life zur Zeit mehr als vorher.

Aber wir haben nun bessere Möglichkeiten, Second Life zu verbessern und die Kosten zu senken. Das dauert aber einige Zeit. Und der Hauptfokus liegt darauf, SL zu verbessern und performanter zu machen.

Wann können wir damit rechnen, dass die SL-Karte wieder funktioniert? Und ist es möglich, dass dann auch Mesh-Strukturen auf der Karte richtig angezeigt werden?
Die Generierung der Karte ist vor langer Zeit erstellt worden, als es noch kein Mesh gab. Die aktuellen Bemühungen liegen darauf, den vorherigen Zustand der Karte wieder herzustellen, ohne zusätzliche Funktionen hinzuzufügen. Inzwischen funktioniert die Generierung einzelner Kacheln wieder. Es muss aber noch daran gearbeitet werden, bei größeren Landflächen (z.B. Mainland) die Kacheln zu einer Gesamtkarte zusammenzufügen. Wie lange das noch dauert, wurde nicht gesagt.

Es ist in Zukunft ein Projekt in Planung, mit dem die SL-Karte verbessert werden soll, indem man die Vorteile der Cloud nutzt.

Warum sind in den letzten 4 bis 6 Monaten so viele Dienste fehlerhaft gelaufen?
Hier wird etwas um den heißen Brei geantwortet. Zusammengefasst sagt Oz, dass die meisten Dinge bei der Migration gut gelaufen sind, aber einige eben nicht. Und alles war die Schuld von Oz (der ja nun nicht mehr bei Linden Lab ist ;)). Wichtig ist, dass SL-Nutzer in der JIRA einen Fehler melden, wenn sie einen finden.

Wird der 360 Snapshot Viewer, der seit 2016 unter den Project Viewern gelistet ist, jemals beendet?
Grumpity: Die Migration in die Cloud hat gezeigt, dass wir fest gesteckte Ziele erreichen können. Ich will in Zukunft offene Projekte bewerten und festlegen, was notwendig ist, sie zu beenden. Darauf basierend entscheiden wir, wie es weiter geht. (Anm.: Grumpity hätte Politikerin werden sollen...)

Was ist der aktuelle Status der mobilen SL-App?
Oz: Das hat länger gedauert als wir ursprünglich dachten. Der erste Grund dafür ist, dass wir zwar zunächst nur einen einfachen Textclient veröffentlichen, aber bereits eine umfangreiche Entwicklung in die App gesteckt haben, damit sie später einmal mehr Funktionen aufnehmen kann. Der zweite Grund ist der Freigabeprozess bei Apple, der Linden Lab dazu gezwungen hat, die Übertragung von Chat in der App zu ändern. (Anm.: Vermutlich geht es dabei um die Sicherheit der Privatsphäre.) Die Änderungen am Chat werden wahrscheinlich irgendwann auch in den normalen Viewer übernommen. Auch hier gibt es keine Angabe, wann die App letztendlich mal fertig wird.

Was haltet ihr von den neuen Besitzern von Linden Lab? (mehr Infos gibt es hier)
Oz: Ich habe die Herren bereits getroffen, speziell den Vorsitzenden des Boards (Brad Oberwager). Die neuen Owner sind begeistert von Second Life und bringen neue Energie in das Management. Sie äußern Ideen und der Vorsitz hat bereits mehrfach zu uns gesagt: "Macht das, was das Richtige für die SL-Bewohner ist".

Grumpity: Ich bin auch sehr begeistert von den neuen Ownern. Sie bringen neue Energie und Möglichkeiten. Es macht Spaß, mit ihnen zu arbeiten und die Möglichkeiten zu diskutieren, was man in SL alles besser machen kann.

Große Linden Abschiedsparty für Oz

So ab Minute 24:15 geht Strawberry dann dazu über, eigene Fragen an Oz zu stellen, die seine Zeit bei Linden Lab betreffen. Es ist eine etwas ausführlichere Version dessen, was er schon in seinem Abschiedsbeitrag im SL‑Forum geschrieben hat. Und das hatte ich hier übersetzt. Deshalb verweise ich nur darauf. Wobei eine Sache fand ich noch ganz witzig: Bei Linden Lab wird immer noch das Motivationstool Love Machine verwendet, dass Cory Ondrejka in grauer Vorzeit mal entwickelt hat. Mit diesem Tool schicken sich Lab Mitarbeiter täglich kleine Meldungen mit Lob.

Oz (links) und Ebbe (rechts)

Weitere Fragen, die während der Show im YouTube Chat eingegeben wurden, will Grumpity erst in einer weiteren Lab Gab Show beantworten. Wie eingangs schon erwähnt, teleportieren dann die drei Show-Teilnehmer ab Minute 46:22 auf eine Linden Lab Region, wo sich eine große Anzahl von Lindens versammelt hatten. Einige von ihnen verabschieden sich dann über Voice und fast jeder mit gebrochener Stimme oder gar unter Tränen. Das geht schon etwas unter die Haut. Es ist auch sehr interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Avatare der Lindens sind. Ich finde es einfach nett, dass dieses Gathering in einem Video so festgehalten wurde. Hier ist es:

Second Life's Lab Gab - Oz & Grumpity Linden



Relevante Links:

Sonntag, 31. Januar 2021

Wann wird endlich die Second Life Map repariert?

Mir fällt es zunehmend schwerer, aktuelle Meldungen aus Second Life zu finden, um darüber zu bloggen. Ich habe Linden Lab noch nie so inaktiv erlebt wie in diesem Januar 2021. Im Grunde haben sie außer der Meldung am 5. Januar 2021, dass die Migration von Second Life in die Cloud abgeschlossen ist, keine weiteren Meldungen von Interesse veröffentlicht. Und die Migration von Second Life in die Cloud ist ja augenscheinlich noch nicht abgeschlossen, wenn so viele Dienste wie der Destination Guide, der Land Store oder eben die SL-Map immer noch nicht funktionieren.

Die World Map Anzeige im offiziellen Viewer
Da ich nun schon von mehreren Lesern meines Blogs inworld angeschrieben wurde, ob ich wüsste, wann die Map wieder funktioniert, fasse ich hier kurz den aktuellen Stand zusammen. Wobei der leider nicht so aktuell ist. Aber wie gesagt, Linden Lab scheint sich wohl gerade unter den neuen Besitzern neu aufzustellen. Ich hoffe, dass nicht noch mehr Mitarbeiter abgebaut werden, denn dann könnten sie die Entwicklungsabteilung auch gleich ganz schließen.

Die Second Life Map (oder auch "Weltkarte") ist seit etwa Anfang November 2020 kaputt. Man sieht die Texturen von Regionen nur noch in den zwei höchsten Zoomstufen. Also wenn man die Karte ganz nah heranzoomt. In allen anderen Zoomstufen sieht es dann so aus, wie in meinem Screenshot hier oben. Das gilt sowohl für den Viewer als auch für die Webkarte im Browser (da funktioniert sogar nur die höchste Zoomstufe).

Erst nachdem das Problem mehrere Wochen bestand, wurde dazu am 18. November 2020 eine Grid Status Meldung geschrieben. Die wurde zuletzt am 21. Januar 2021 mit der folgenden Anmerkung aktualisiert:
Nachdem die Migration nun abgeschlossen ist, arbeiten wir daran, die Funktionalität der Kartenkacheln wiederherzustellen. Wir können noch nicht sagen, wann wir damit fertig sind. Aber folgt diesem Blog für Updates und vielen Dank für eure Geduld!

Typisches Linden Blablah. Eigentlich ist das Problem mit der Map durch die Migration erst entstanden. Wenn man nun den ersten Satz der Aussage oben liest, könnte man meinen, dass Linden Lab seine Nutzer für dumm verkaufen will. Solange SL durch migrationsbedingte Fehler nicht richtig funktioniert, ist die Migration nicht abgeschlossen!

In den Foren gibt es inzwischen viele unterschiedliche Threads zu diesem Thema. Hier sind nur mal ein paar, die ich bei einer kurzen Suche angezeigt bekommen habe:


Die JIRA-Reports, die dieses Problem als Fehler gemeldet haben, wurden mit der Begründung "erwartetes Verhalten" wieder geschlossen. Deshalb gibt es aus Linden Sicht auch kein wirklich aktuelles Problem mit der SL-Map. Eigentlich ein weiteres Unding von LL seinen Kunden gegenüber.

Quelle: Oz Linden / SL Forum

Der einzige brauchbare Kommentar von offizieller Seite stammt von Oz Linden in einem der Threads, die ich oben verlinkt habe. Allerdings ist der auch schon wieder über zwei Wochen alt.

Am 13.1.2021 um 15:01 Uhr schrieb Qie Niangao:
Ich glaube, ich muss bekennen, dass ich Oz Linden gestern in der Benutzergruppe gefragt habe - eigentlich zweimal - aber er war wohl anderweitig beschäftigt. (Oder vielleicht hat er mich auf stumm geschaltet?)

Am 13.1.2021 um 22:13 Uhr antwortete Oz Linden:
Ich habe die Frage verpasst (ich hatte außerhalb des Meetings eine Menge zu tun und war mit Multitasking beschäftigt, sorry).

Ich gebe mein Bestes, um keine Termine vorherzusagen, weil es nichts bringt, wenn ich richtig liege, und viel Schaden anrichtet, wenn ich falsch liege.

Wir haben einen unserer fähigsten Entwickler, der sich der Aufgabe widmet, die Generierung von Kartenkacheln wieder zum Laufen zu bringen - dies ist eines der Dinge, die schon lange nicht mehr angefasst wurden und mehr Arbeit benötigten, als wir erwartet hatten.

Damit spricht Oz auch ein Problem an, das bei Linden Lab recht häufig vorkommt. Vieles, was in früheren Jahren für Second Life entwickelt wurde, hat Linden Lab nicht dokumentiert. Der Entwickler, der aktuell an dem Problem sitzt, muss wahrscheinlich den Code Stück für Stück auseinander nehmen, um erst mal zu verstehen, wie das bisher funktioniert hat.

Und so lange wie er nun schon braucht, hat er wohl Probleme damit. Denn die Karte ist ja nicht völlig kaputt. Es geht ja nur darum, herauszufinden, wie man ab der dritten Zoomstufe die Texturen genauso anzeigen kann, wie es jetzt schon in der ersten und zweiten Stufe funktioniert. Mal sehen, wie viele Monate der hochdekorierte Entwickler von LL dafür noch braucht...

Links:


Samstag, 23. Januar 2021

[SL Blog] - Destination Guide kann wieder geändert werden

Quelle: SecondLife Official / Flickr
Letzte Woche hatte ich hier eine Meldung von Strawberry Linden zusammengefasst. Darin hatte sie erklärt, dass der Second Life Destination Guide seit dem 22. Dezember 2020 nicht mehr aktualisiert werden konnte, weil es durch die Migration einige Fehler gibt und die Software zum Veröffentlichen von neuen Einträgen nicht funktioniert.

Heute hat Strawberry dazu ein Update geschrieben. Da sie das zusammen mit einigen Destination Guide Empfehlungen gemischt hat, gibt es von mir wieder nur eine Zusammenfassung statt einer kompletten Beitragsübersetzung.

Strawberry schreibt:
Letzte Woche sagte ich, ich würde jeden Freitag ein Update über den Migrationsprozess des Destination Guide anbieten. Seit ungefähr fünf Minuten ist der Vorgang abgeschlossen und wir haben endlich Zugriff! Wir werden die Einträge jetzt langsam aktualisieren. Da wir seit fast einem Monat keinen Zugriff darauf hatten, haben wir einen ziemlichen Rückstand und es wird einige Zeit dauern, bis wir das aufgearbeitet haben. Hoffentlich habe ich bis nächsten Freitag eine lange Liste neuer Ziele, die ihr erkunden könnt.

Am Ende ihres Blogposts schreibt Strawberry noch dies hier:

Behaltet in der kommenden Woche die neuen Einträge im Destination Guide im Auge, insbesondere die Kategorie "Editors’ Picks"!

Bitte beachtet, dass das Einreichungsformular für den Destination Guide immer noch Fehler hat. Bitte sendet eure Beiträge und Updates, solange wir das Problem beheben, weiterhin an editor@lindenlab.com, damit wir sie manuell für euch eingeben können. Vielen Dank!

Also ist doch noch nicht alles behoben. Aber immerhin können wieder neue Einträge im DG angelegt werden, sofern sie per E-Mail eingereicht wurden.

Quelle: An Update on the Second Life Destination Guide...

Samstag, 16. Januar 2021

[SL Blog] - SL Destination Guide weiterhin ohne Funktion

Quelle: SecondLife Official / Flickr
Das ist heute mal keine Blog-Übersetzung von mir, sondern eine kurze Zusammenfassung der Information, die Strawberry Linden heute im SL Blog geschrieben hat.

Am 22. Dezember 2020 hatte Linden Lab hier gemeldet, dass man den Second Life Destination Guide bis Anfang Januar in die Cloud migrieren würde und dass in dieser Zeit keine Aktualisierungen im Guide gemacht werden können. Also Aufnehmen von neuen Reisezielen nicht möglich ist.

Schon letzten Freitag hatte Strawberry gemeldet, dass sich das Ganze verzögert, weil es Probleme mit dem Editor zum Erzeugen neuer Einträge gibt. Heute hat sie weitere Informationen in den "Highlights aus dem SL Destination Guide" gepostet, die sonst immer Freitags erschienen sind. Da es aktuell keine neuen Einträge im Guide gibt, gibt es auch keine Highlights. Deshalb werden unter Strawberrys Erklärung eine paar ältere Einträge vorgestellt.

Hier die Erklärung von Strawberry:

Am 22. Dezember gab ich bekannt, dass der Second Life Destination Guide in die Cloud migriert wird. Dieser Prozess ist noch im Gange, jedoch haben wir auch einige Fehler festgestellt. Aus diesem Grund ist das Web-Publishing-Tool, mit dem wir den Destination Guide aktualisieren können, immer noch nicht verfügbar und wird auf absehbare Zeit auch nicht verfügbar sein, bis diese Fehler behoben werden können. Ich hoffe, dass dies nicht länger als ein oder zwei Wochen dauert. Ich werde euch weiterhin jeden Freitag über den Status auf dem Laufenden halten.

Das Einreichungsformular für den Destination Guide hat aus diesem Grund ebenfalls einen Fehler. Bitte sendet eure Einreichungen weiterhin per E-Mail an editor@lindenlab.com. Wir werden sie hinzufügen, sobald wir wieder Zugriff haben.
 

Soweit die aktuelle Information zum Destination Guide. Ebenfalls immer noch defekt wegen der Migration sind der Verkauf von Estate Regionen, das Bearbeiten von Artikeln auf dem Marketplace, die Darstellung der SL Map und einige Probleme mit fehlenden Daten in SL-Profilen.

Quelle: Second Life Destination Guide Is Still Under Maintenance

Mittwoch, 6. Januar 2021

[SL Blog] - 2021 Update: Leben in der Cloud

Quelle: SecondLife Official / Flickr

Linden Lab am 05.01.2020
um 1:00 PM PST (22:00 Uhr MEZ)
- Blogübersetzung -

Zu Beginn des neuen Jahres haben wir einige aufregende Neuigkeiten zu berichten. Die Migration von Second Life in die Cloud ist nun abgeschlossen!

Alle miteinander verbundenen Dienste und Datenbanken, die euch gemeinsam Second Life zur Verfügung stellen, wurden auf die Cloud-Server von Amazon migriert. Der "Uplift" in die Cloud trägt zu einer besseren Simulatorleistung bei und verbessert auch unsere Fähigkeit, Probleme zu diagnostizieren und unsere Systeme für zukünftiges Wachstum und Verbesserungen zu skalieren.

Hier ist ein Blick auf den ehemaligen Käfig in unserer Datencenter-Einrichtung, in der seit 2009 unsere Server untergebracht waren und die jetzt gereinigt und vollständig ausgeräumt ist.

Viele haben uns gefragt, was mit der "alten" Hardware passiert ist, auf der Second Life so viele Jahre lang kontinuierlich gelaufen ist. Das meiste davon war zu alt, um irgendeinen Wert zu haben, und wurde verschrottet. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass im Rahmen unserer Standard-Sicherheitsprotokolle alle Laufwerke zerkleinert und zerstört wurden. Danke für all die Erinnerungen, ihr alten Freunde!

Obwohl der physische Umzug abgeschlossen ist, gibt es noch einige Optimierungen, die wir in den kommenden Wochen vornehmen werden, um die Leistung weiter zu verbessern. Und natürlich gibt es auch immer noch einige Fehler zu beheben. Wir sind wirklich dankbar für eure Geduld, insbesondere in den letzten Wochen des Jahres 2020, als wir heftig daran gearbeitet haben, die letzten Teile dieser Migration abzuschließen.

Andere Unternehmensmeldungen

Eine weitere nennenswerte Entwicklung für das neue Jahr ist, dass Linden Lab neue Besitzer hat! Wie Mitte 2020 angekündigt, unterzeichnete eine von Randy Waterfield und Brad Oberwager geleitete Investmentgruppe eine Vereinbarung zum Erwerb des Unternehmens, vorbehaltlich der Genehmigung durch die Finanzaufsichtsbehörden in den USA in Bezug auf den Status von Tilia Inc. als lizenzierter Geldtransmitter, sowie anderer üblicher Abschlussbedingungen. Wir freuen uns, euch mitteilen zu können, dass die behördliche Überprüfung abgeschlossen wurde und Linden Lab nun in neuem Besitz ist.

Obwohl die Eigentümer neu sind, laufen die Dinge in Second Life wie gewohnt weiter. Im vergangenen Jahr verzeichnete unsere virtuelle Welt ein starkes Wachstum. Und aufgrund dieser Übernahme erwarten wir, dass im Jahr 2021 noch mehr Ressourcen zur Verfügung stehen, um Second Life in Zukunft weiter zu verbessern und wachsen zu lassen.

Frohes neues Jahr!

Quelle: 2021 Update: Life in the Cloud
.....................................................................................

Anm.:
Ich hatte in meinem eigenen Jahresrückblick geschrieben, dass Linden Lab uns wegen dieser Übernahme ganz schön im Dunkeln stehen lässt. Dass der Verkauf nun doch schon stattgefunden haben soll, wundert mich etwas. Vor allem, weil auf der Homepage von Linden Lab als Board immer noch die alte Führungsriege aufgeführt wird. Ich weiß nicht, wie das in den USA geregelt ist. Wenn in meiner Firma auch nur eine Person im Vorstand ausgewechselt wird, muss dass sofort in allen Kommunikationsformen angepasst werden. Zum Beispiel in der Signatur meiner E-Mails.

Trotz der obigen Erklärung von Linden Lab finde ich die Übernahme irgendwie dubios. Hoffentlich stellt sich einer der beiden neuen Hauptbesitzer bald mal in einem Interview vor. Zum Beispiel in Lab Gab bei Strawberry. Am besten noch mit Fragen, die von SL-Nutzern eingereicht werden können.


Donnerstag, 31. Dezember 2020

Mein kurzer und unvollständiger Jahresrückblick 2020

Aktuell bin ich ziemlich träge und faul, wenn es ums Bloggen geht. Aber ich will auch nicht immer nur Simtipps schreiben. Und da es zur Zeit von Linden Lab & Co keine Meldungen gibt, habe ich nun doch mal schnell meine Blogposts des Jahres durchgeschaut und die Highlights in Bezug auf Second Life, Sansar und Linden Lab kurz zusammengefasst. Im Vergleich zu meinem Rückblick von vor einem Jahr, ist dieser hier allerdings nur ein Quickie.

Linden Lab Employees
Einige Lindens im März 2020 / Quelle: SecondLife Official / Flickr
Januar

Am 3. Januar startet Linden Lab mit dem "Comets"-Programm ein letzten verzweifelten Versuch, die Nutzerzahlen von Sansar zu steigern, um diese Plattform irgendwie in die Gewinnzone zu bringen. Wie sich im Laufe des Jahres dann zeigt, war der Versuch vergebens.

Gleich die ersten Server-Updates des Jahres am 7. Januar wurden falsch angekündigt und gingen anschließend voll in die Hose. Ich führe das hier im Jahresrückblick nur beispielhaft auf, für die vielen Server-Updates, die Linden Lab in diesem Jahr vergeigt hat. Ganz unabhängig von der Migration in die Cloud. Zum Beispiel hat LL schon zwei Wochen später seine zahlenden Kunden überhaupt nicht mehr über die Updates informiert.

Harry und Meghan / Quelle: gettyimages
Ebenfalls am 7. Januar haben Prinz Harry und Meghan Markle (Herzog und Herzogin von Sussex) eine Ausstellung zum Thema Second Life besucht. Das ist zwar nur eine Boulevardmeldung, aber Wagner James Au meldete gestern, dass dieses Thema in seinem Blog New World Notes die meisten Seitenaufrufe im Jahr 2020 hatte.

In der Nacht zum 15. Januar wurde das Schiff SS Galaxy von der Blake Sea vor die Küste von Bellisseria verschoben.

Die SS Galaxy vor Bellisseria
Februar

Am 2. Februar wird in Tyche Shepherds Grid Statistik mit 24.162 Regionen der niedrigste Stand für das Jahr 2020 gemeldet. Der Grund war die Entfernung von ca. 600 SSP-Testregionen, die als Vorlage für den Linden Homes Kontinent Bellisseria genutzt wurden. Am letzten Montag hatten wir dagegen den Höchststand des Jahres mit 25.614 Regionen. Vergleicht man nur die beiden Werte, hat Second Life in den letzten 11 Monaten 1.452 Regionen hinzugewonnen.

Am 12. Februar berichte ich hier über eine noch unbestätigte Meldungen, dass Linden Lab weitere 40 Mitarbeiter entlässt, nachdem im November 2019 bereits 20 Mitarbeiter entlassen wurden. Linden Lab nennt die Entlassungen einen Tag später in einem Blogpost "operative und personelle Änderungen".

Von links nach rechts: Keira, Ebbe, Strawberry und Grumpity Linden.
Am 21. Februar führt Strawberry Linden mit Ebbe und Grumpity Linden ein Interview in der Lab Gab Show. Dort sagt Ebbe zum ersten Mal öffentlich, dass die Entwicklung von Sansar eingestellt wird und es einen "Plan B" für dessen Zukunft gibt. Die ebenfalls dort angekündigte SL-App für Smartphones ist eines der Ziele, die Linden Lab in 2020 nicht erreicht hat. Ebenso fehlt auch immer noch die Zwei-Faktor-Authentifizierung für die SL-Anmeldung.

Am 28. Februar wurde auf der Home & Garden Expo 2020 das neue Linden Homes Thema "Blockhäuser" vorgestellt.

Eines der Linden Homes Blockhäuser
März

Am 4. März erklärt das Marketing Team von Linden Lab in einem sehr langen Blogpost, wie man aktuell Werbung für Second Life macht.

Am 13. März senkt Linden Lab die Preise für Regionen von Bildungseinrichtungen auf 99 US‑Dollar für eine Full-Region.

Am 18. März schreibt Ebbe Altberg in einer Nachricht an die SL-Community, dass der Second Life Betrieb trotz aufkommender weltweiter Pandemie weiterlaufen wird. Seitdem hat SL von der Pandemie sogar profitiert, weil viele Leute sowohl geschäftlich als auch privat die sichere Methode von virtuellen Zusammenkünften nutzen.

Nach vielen kleineren Erweiterungen im Januar und Februar, erscheinen am 20. März die ersten Linden Homes Regionen für das Blockhaus-Thema. Zwei Tage später ist der gesamte Kontinent zu sehen.

Der neue Blockhaus-Kontinent auf der rechten Seite (mit der roten Umrandung)
Am 21. März wird von mehreren SL- und Sansar-Nutzern der Verkauf von Sansar an Wookey Technologies gemeldet. Am 24. März gibt dann auch Linden Lab den Verkauf in einer Pressemeldung bekannt.

April


Am 1. April startet die Vergabe der Linden Homes Blockhäuser.

V.l.n.r.: Oz, Strawberry und April Linden
Am 4. April erklären Oz und April Linden in der Lab Gab Folge 20 zum ersten Mal ausführlich den Stand zur Migration von Second Life in die Amazon Cloud.

Am 13. April führt Linden Lab nach acht Jahren Pause wieder auswählbare Avatar-Nachnamen ein. Nachteil: Jede Namensänderung kostet 39,99 US‑Dollar (plus MwSt.) und man muss Premium-Abonnent sein, um seinen Namen ändern zu können.

Das einjährige Bestehen von Bellisseria wurde am 15. April gefeiert.

Mein Hausboot
Am 20. April verkündet Linden Lab offiziell die Einführung von EEP. Zeitgleich erscheint der passende Second Life Viewer. Leider haben die neuen Windlight-Funktionen noch viele Fehler, die zum Teil bis heute nicht behoben sind.


Mai

Am 15. Mai meldete Linden Lab, dass nur noch begrenzt Second Life Regionen verfügbar sind. Der Grund: Eigentlich wollte man die Migration in die Cloud schon längst abgeschlossen haben. Deshalb wurden keine neuen Server für die alten Rechenzentren mehr gekauft. Wegen der Pandemie wurden aber viele Regionen angefragt. Linden Lab hatte also schlicht keine Hardware mehr, auf der neue Regionen hätten laufen können.

Am 21. Mai meldet Linden Lab, dass ab dem 26. Mai alle US‑Dollar-Transaktionen in Second Life über die neue Geldtransmitter Plattform Tilia Pay laufen.

Neues SL-Banner / Quelle: SecondLife Official / Flickr
Am 22. Mai gibt Linden Lab eine farbliche Anpassung des Second Life Banners bekannt.

Ebenfalls am 22. Mai erscheint ein Artikel im VICE Magazine, in dem Ebbe Altberg sagt, dass Second Life aktuell 900.000 aktive Nutzer hätte. Anfang 2018 waren es dagegen nur 600.000 aktive Nutzer.

Juni
Maddy im Relay Weekend Outfit

Der Juni war ziemlich ereignislos, was Meldungen betrifft.

Am 6. und 7. Juni fand zum sechzehnten Mal das Relay Wochenende in Second Life statt. Für mich persönlich eines der Event-Highlights des Jahres, was ich wieder mit einem langen Bericht zum Ausdruck gebracht habe.

Am 19. Juni startet der SL17B, die Geburtstagsfeier für Second Life.

Am 22. Juni führt Ebbe Altberg auf dem SL17B ein langes Interview mit Saffia Widdershins. Neben einigen Aussagen zum Verkauf von Sansar, zur Pandemie und zur Cloud Migration, stellte Ebbe für 2021 auch die Möglichkeit einer weiteren Kostensenkung für SL-Landpreise in Aussicht.

Am 23. Juni wird von Patch Linden auf dem SL17B das nächste Linden Homes Thema vorgestellt. Es sind die Pfahlbauhäuser.

Pfahlbauhaus - Ausführung "Lauderdale"
Während dem SL17B wird für viele Linden Mitarbeiter ein SL-Profilfoto erstellt. Die hatte ich alle hier zusammengefasst.

Juli

Quelle: Blocksworld / YouTube
Schon im Juni 2020 hat Linden Lab die Server seines unter Rod Humble entwickelten und auch sehr erfolgreichen Spiels "Blocksworld" abgeschaltet. Am 2. Juli wurde dann auch das Spiel auf Steam stillgelegt. Warum Linden Lab den Stecker gezogen hat, haben sie nie erklärt. Eigentlich schade, denn Blocksworld hatte gut tausend Mal so viele Anwender wie Sansar.

Am 9. Juli gibt Linden Lab in einer Pressemitteilung bekannt, dass die unter Linden Research, Inc. laufende Betreiberfirma von Second Life an eine Investorengruppe verkauft werden soll. Ziemlich merkwürdig finde ich, dass man seitdem nichts mehr von diesem Deal gehört hat. Langwierige Verhandlungen gibt es bei Übernahmen eigentlich nur mit großen Konzernen. Bei einer kleinen 180-Mitarbeiter-Firma wie Linden Lab, sollten alle Details eigentlich schnell geregelt sein. Es kann höchsten sein, dass die US-Aufsichtsbehörde sich so lange Zeit lässt, weil das zu Linden Lab gehörende Tilia ein Geldwechseldienst ist.

STÖMOL: A new poster (and a few more movie details)
Quelle: Huckleberry Hax / Flickr
Am 14. Juli erwähnt Linden Lab bei einem Server-Meeting, dass im Beta Grid bereits erste Regionen in der Amazon Cloud laufen. Mein Bericht dazu ist hier. Eine Woche später wurde auch die komplette Blake Sea im Beta Grid in die Cloud migriert.

Am 23./24. Juli wurde das Second Life Video "STÖMOL" von Huckleberry Hax veröffentlicht. Dazu hat Linden Lab sogar einen Inworld-Screening Event organisiert. Die Produktion des 77 Minuten langen Videos dauerte 15 Monate. Damit zählt es wahrscheinlich zu den aufwendigsten Machinimas, die in SL bisher erstellt wurden.

August

Am 5. August wird erstmals auf einigen Regionen im SL Main Grid ein Server-Code verwendet, der sich aus der Cloud-Migration ableitet und der den Regionswechsel mit Vehikeln deutlich verbessert. Inzwischen ist dieser Code auf allen Regionen ausgerollt. Obwohl es auch einige negative Erfahrungen damit gibt, melden doch die meisten Leute, dass damit die Regionswechsel mit Vehikeln im Main Grid wesentlich besser funktionieren.

Lab Gab - Episode 32 - Second Life Founder Philip Rosedale!
Strawberry und Philip / Quelle: SecondLife Official / Flickr
Am 7. August ist Philip Rosedale als Gast in der Lab Gab Show. Obwohl es keine neuen Erkenntnisse über Second Life gibt, ist dies dennoch eines der interessantesten Interviews in dieser Show im Jahr 2020.

Am 18. August musste ich vorübergehend die Kommentarfunktion hier im Blog abschalten. Grund war eine Welle von Spamkommentaren mit sexuellem Inhalt, die fast jeder Google Blog mit aktivierter Kommentarfunktion erhalten hat. Ich hatte im August etwa 1.000 solcher Spamkommentare.

Quelle: SL Blog
Am 26. August ändert Linden Lab seine Richtlinien in Bezug auf Werbefarmen und vernetzte Werbung und verbietet politische Werbefarmen, die im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen in den USA in SL überall aufgetaucht sind. Ich hatte darüber allerdings erst am 7. September berichtet, weil Linden Lab das nicht in den öffentlichen Kanälen kommuniziert hatte.

Am 30. August gab es eine der längsten Downtimes von Second Life im Jahr 2020. Wie Linden Lab einen Tag später erklärte, lag das an einem Ausfall von CenturyLink/Level(3), einem der größten Internet Dienstleister in den USA.

September

GENUS Logo 2018
Quelle: Anna Ivanovna / Flickr
Am 3. September kann das Genus Project wieder seine Produkte in Second Life verkaufen, nachdem das Label zuvor zwei Mal in Folge durch einen DMCA alle geschäftlichen Aktivitäten einstellen musste. Insgesamt war Genus damit vom 12. April bis zum 3. September 2020 stillgelegt. Durch diesen merkwürdigen Vorfall wurde dem Rest der Welt auch gut vor Augen geführt, was für ein schwachsinniges Gesetz die USA mit dem DMCA eingeführt hat.

Am 11. September stellt Linden Lab im SL-Blog das neue Projekt SL Endowment for the Arts (SLEA) vor. Ein Jahr nach dem Ende der LEA (altes Projekt mit gleicher Agenda) will Linden Lab wieder Regionen für Künstler kostenlos zur Verfügung stellen.
Quelle: Second Life Blog

Am 12. September veranstaltet Titmouse zusammen mit Linden Lab eine Smash Party in Second Life. Diese Zusammenarbeit eines Veranstalters mit Linden Lab steht hier nur exemplarisch für mehrere dieser Art, die LL in der Zeit seit Beginn der Pandemie eingegangen ist. (Weitere waren z.B. Museweb, Gen Con, IndieCade oder die Dutch Design Week.)

Am 23. September erstellt Keira Linden im SL-Forum eine neue Kategorie mit dem Namen "Mobile". Eigentlich sollten dort Beiträge gepostet werden, die zur neuen mobilen SL-App für Smartphones anfallen. Doch die App ist bis heute nicht erschienen. Laut einer Meldung von Daniel Voyager hat Apple die Einreichung der iOS App zurückgewiesen. Sie würde nicht den Anforderungen entsprechen.

Am 25. September startet Linden Lab einen offiziellen Second Life RL-Shop. Ich habe mir dort auch zwei Tassen bestellt und trinke seitdem jeden Morgen meinen Kaffee aus einer SL-Tasse.

Oktober

Ein sehr ruhiger Monat. Die erste Meldung, die ich gefunden habe, kommt vom 16. Oktober. Da hat Oz Linden einen Statusbericht zur Cloud-Migration von Second Life veröffentlicht.

Am 21. Oktober veröffentlicht dann auch April Linden einen Bericht zum Stand der Migration. Anlass war das Erreichen von 1.000 Regionen, die inzwischen im Main Grid in der Cloud liefen. Mehr Meldungen habe ich für den Oktober nicht gefunden.

Grafik aus einer Präsentation von Linden Lab in 2017 / Quelle: Linden Lab / YouTube

November

Am 3. November meldet Linden Lab, dass nun wieder private Regionen gekauft werden können. Zu diesem Zeitpunkt liefen bereits über 3.000 Main Grid Regionen in der Cloud. Das war Linden Lab wohl sicher genug, dann auch neue verkaufte Regionen dort zu starten.

Am 3. November erzählt Patch Linden im Linden Homes Forum, dass insgesamt 11 verschiedene Linden Homes Themen geplant sind. Die im Dezember veröffentlichten Pfahlbauhäuser waren Thema Nummer 6.

Am 6. November erscheinen die Regionen für die Pfahlbauhäuser östlich von Bellisseria. Erst am 14. November sind dann alle Regionen zu sehen.
Quelle: Tilia Pay

Am 13. November führt Ebbe Altberg ein Interview mit E-Crypto News. Thema ist der Geldwechseldienst Tilia Pay.

Am 19. November stellt Linden Lab den neuen öffentlichen SL Kalender vor.

Am 19. November schließt Linden Lab die Migration der SL-Regionen in die Cloud ab. Komischerweise informieren sie darüber nicht im SL-Blog, sondern einzelne Lindens schreiben nur Kommentare im Forum und auf Twitter. Ich habe die Reaktionen hier zusammengefasst.

Dezember


Am 4. Dezember wird auf der Christmas Expo das siebte Linden Homes Thema vorgestellt. Linden Lab nennt es "Chalet", womit "Almhütte" gemeint ist. Ich würde den Stil aber eher als Fachwerkhaus bezeichnen.

Chalet "Alpenrose"
Das Freebie des Jahres gab es wohl vom 8. bis 26. Dezember. Denn da konnte man sich zwei Mesh-Köpfe von LeLutka holen, die inzwischen in Summe 8.000 L$ kosten würden. Gefühlt haben etwa 50% aller SL-Nutzer diese Köpfe abgeholt.

Wasserregion mit Pfahlbauhäusern
Am 21. Dezember startet die Vergabe der Linden Homes Pfahlbauhäuser. Allerdings gibt es einige Anlaufschwierigkeiten, über die ich hier und hier berichtet habe. Es wurden nicht alle Regionen gleichzeitig in den Vergabepool geworfen, sondern eine nach der anderen. Wie der aktuelle Stand gerade ist, weiß ich nicht.

Am 22. Dezember veröffentlicht das SL-Marketing Team einen Jahresrückblick. Das bei weitem Interessanteste ist ein "Behind the Scenes" Video von einem Second Life Werbespot, der 2021 in den Medien gezeigt werden soll. Hier ist er:



Am 23. Dezember hat Linden Lab dann auch noch einen allgemeinen Jahresrückblick veröffentlicht. Leider war das nur eine Selbstbeweihräucherung. LL stellt sich so dar als hätten sie alles hinbekommen und keine Fehler gemacht. Damit verlieren sie bei jedem Nutzer, der nur ein wenig technischen Sachverstand hat, weiter an Vertrauen.

Damit mein Rückblick nicht so negativ endet, schreibe ich noch, dass mich trotz aller Kritik Second Life auch nach knapp 14 Jahren immer noch fasziniert. Und ich bin unterm Strich auch froh, dass Linden Lab sein misslungenes Sansar-Experiment abgestoßen hat. Das war die beste Entscheidung dieses Jahres von LL (obwohl sie etwas zu spät getroffen wurde).

Nun habe ich doch wieder viel mehr geschrieben als ich wollte. Meinen Simtipp, für den ich schon die Fotos habe, gibt es dann eben morgen.

Dienstag, 22. Dezember 2020

[SL Blog] - SL Destination Guide wird in die Cloud migriert!

Quelle: SecondLife Official / Flickr
Strawberry Linden am 22.12.2020
um 1:22 PM PST (22:22 Uhr MEZ)
- Blogübersetzung -

Einer meiner liebsten Abschnitte aus meiner Stellenbeschreibung ist die Aktualisierung des Second Life Destination Guide. Ich entdecke dabei wunderschöne neue Orte zum Erkunden, die alle von euch, den Bewohnern, erstellt wurden! Wir wissen, wie beliebt er auch bei unseren Bewohnern ist. Deshalb wollten wir euch wissen lassen, dass in den nächsten Tagen und möglicherweise bis Anfang Januar das Hinzufügen von neuen Ergänzungen im Destination Guide vorübergehend eingefroren wird.

Im Bild: Luane's World
Warum? Im Rahmen unserer allgemeinen Migration in die Cloud sind einige unserer Web-Publishing-Tools (einschließlich der Tools, die wir intern zum Aktualisieren des Destination Guide verwenden) möglicherweise für unser internes Redaktionsteam nicht verfügbar.

Die gute Nachricht ist, dass die Webversion des Destination Guide weiterhin für alle zugänglich ist, ebenso wie das Fenster "Ziele", das ihr in der Symbolleiste eures Second Life Viewers findet.


Wir können während des Migrationsvorgangs keine Einträge hinzufügen, aktualisieren oder löschen. Wenn ihr einen Eintrag einreichen oder aktualisieren möchtet, sendet die Informationen bitte per E-Mail an editor@lindenlab.com. Wir werden dies erledigen, sobald wir wieder Zugriff auf das Tool haben.

Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten. Entdeckt in der Zwischenzeit die Schönheit der Saison, indem ihr die Winterkategorie erkundet, in der jetzt über 100 verschneite Ziele zu entdecken sind!

Verbindet euch mit Second Life in den sozialen Medien:
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Quelle: Second Life Destination Guide is being Uplifted to the Cloud!

Samstag, 21. November 2020

Reaktionen einiger Lindens zur Cloud Migration

Quellen: Linden Lab, Amazon, CleanPNG

Am gestrigen Donnerstag, den 19. November, hat Linden Lab die Migration der Second Life Regionen aus dem Main Grid (Agni) in die Amazon Cloud (AWS) vollendet.

Eine offizielle Meldung von Linden Lab gab es dazu nicht, aber auf Twitter und im SL-Forum äußerte sich der eine oder andere Linden zu diesem Meilenstein.

Wie lange das Projekt zum Umzug von Second Life in die Cloud insgesamt gedauert hat, ist schwer zu sagen. Erstmals in der Öffentlichkeit hatte Linden Lab darüber auf der AWS re:Invent am 27. November 2017 gesprochen. 

Da hieß es aber schon, dass man "Bemühungen unternommen hat, Second Life neben Sansar auch in die Cloud zu bringen". Ich vermute, dass dieses Projekt so um die vier Jahre bis heute gelaufen ist.

Und es ist auch noch nicht beendet. Gestern wurde ja nur die Migration der Regionen abgeschlossen. Wie man an den unten aufgeführten Reaktionen sehen kann, geht das Projekt aber noch ein bisschen weiter.

April Linden, die mit ihrem Team einen großen Teil der Migration durchgeführt hat, schrieb den folgenden Tweet nach dem Ende der gestrigen Rolling Restarts, bei denen der Umzug der letzten Hauptkanal-Regionen in die Cloud vorgenommen wurde:


April Linden:
Das Team hat gerade alle Regionen in die Cloud verschoben! Wir haben es hinbekommen vor unserem Zieltermin an Thanksgiving!!! Die Migration ist noch nicht fertig, wir müssen immer noch einiges Umziehen, aber die Regionen abzuschließen, fühlt sich so gut an!

Soft Linden äußerte sich auch auf Twitter. Er schrieb dies hier:

Soft Linden:
Es gibt noch weitere Dinge zu tun und andere Aspekte von Second Life werden noch für eine Zeit lang holprig laufen. Aber probiert noch heute Regionswechsel und Teleports aus.

Verbesserungen der durchschnittlichen Teleportzeiten und erfolgreich abgeschlossene Teleports gehören zu unseren sichtbareren Cloud-Verbesserungen.


Ebbe Altberg schrieb gestern auf Aprils Tweet nur kurz das hier: "Fantastische Arbeit von einem erstaunlichen Team."

Heute hat Ebbe dann auf Twitter gefragt, wie sich Second Life aktuell anfühlt. Von denen, die die Frage verstanden haben, kamen relativ positive Rückmeldungen. Leider hat die Mehrheit die Frage aber nicht verstanden und so bekommt Ebbe von den meisten zu hören, wie schlecht Second Life in den letzten Tagen und Wochen gelaufen ist. Aber es gibt auch einige Rückmeldungen, die sich tatsächlich auf den heutigen Tag beziehen und negativ ausfallen.

Ebbe Altberg:
Sehr geehrte SL-Bewohner,
Wie fühlt es sich jetzt an, nachdem die Regionen in der Cloud liegen? Bemerkt ihr einen Unterschied? Ich bin neugierig auf eure Eindrücke. Danke!

Quelle: SL Forum
Zum Schluss habe ich noch etwas von Oz Linden aus dem Deploy Thread für die Server-Updates dieser Woche. Nachdem sich auch dort jemand beschwert hat, dass Second Life in dieser Woche schlecht gelaufen ist, schrieb Oz:
Wir sind der festen Überzeugung, dass sich Leistung und Stabilität nach den Updates dieser Woche deutlich verbessern werden. Zum Beispiel hat sich nach unseren Beobachtungen die Teleport-Erfolgsrate wieder normalisiert.
Und kurz darauf fügte Oz noch diesen Kommentar hinzu:
Es gibt definitiv noch einiges zu tun... Die Tatsache, dass wir aktuell alle Simulatoren migriert haben, ist ein sehr wichtiger Meilenstein, aber noch nicht das Ende des Weges. Wir werden bis Ende des Jahres weitere Änderungen vornehmen, um weitere Webseiten und Backend-Systeme zu migrieren. Langfristig sind wir zuversichtlich, dass dies zu einer verbesserten Leistung und Zuverlässigkeit führen wird. Es könnte vorübergehende Störungen geben und es ist möglich, dass einige Dienste länger ausfallen werden, als wir es normalerweise zulassen würden (z.B. ist der Kachelgenerator für die SL-Karte im Augenblick ausgefallen).

Soweit ein paar Aussagen von den Lindens. Nächste Woche wird in den USA nur drei Tage gearbeitet. Da wird nicht so viel in SL passieren. Danach gibt es dann bis Weihnachten noch drei Arbeitswochen, in denen Linden Lab wohl versuchen wird, die Restarbeiten aus dem Migrationsprojekt abzuschließen.

Samstag, 7. November 2020

Lab Gab Folge 41: Oz und Mazidox Linden - Cloud-Migration

Von links nach rechts: Mazidox, Oz und Strawberry Linden
Quelle: Second Life / YouTube

Am Freitag, den 6. November 2020, gab es in der Lab Gab Folge 41 ein Interview mit Oz und Mazidox Linden zum Thema "Migration von Second Life in die Cloud". Von Linden Lab stenografisch "Uplift" genannt.

Nach einer kurzen Einführung wurden im wesentlichen Fragen beantwortet, die zuvor von SL-Nutzern über ein Webformular eingereicht werden konnten. Zu meiner Freude wurden auch meine beiden Fragen gestellt. Geführt wurde das Interview wie immer von Strawberry Linden.

Ich fasse die etwas mehr als eine Stunde dauernde Show nur knapp zusammen. Vieles von dem was gesagt wurde, wurde auch schon an anderer Stelle gesagt. Die wichtigste Aussage gleich mal vorweg. Wenn alles nach Plan läuft, wird am nächsten Mittwoch (11. November 2020) bereits die Hälfte aller Second Life Regionen in die Cloud verschoben sein. Das Video vom Interview ist wie immer am Ende dieses Beitrags eingebettet.

Über Oz Linden:
Oz ist der technische Leiter der Entwicklung von Second Life und seit 2010 bei Linden Lab beschäftigt. Angefangen hat er mit der Leitung für den Open Source Viewer Bereich. Im Laufe der Jahre hat er dann immer mehr Verantwortung für andere Bereiche bekommen, so dass er nun eben die Entwicklung von Second Life steuert.

Über Mazidox Linden:
Mazidox ist der leitende Ingenieur der QS-Abteilung (Qualitätssicherung) und hauptsächlich für den Bereich Serverwartung und Backend-Dienste verantwortlich. Er kam erst 2017 zu Linden Lab, war zuvor aber schon seit 2005 in Second Life unterwegs. Aktuell ist er hauptsächlich mit der Migration in die Cloud beschäftigt. Und nicht wundern, Mazidox' Avatar ist eine pinkfarbene Spraydose.

Oz Linden
Mazidox Linden
Oz Linden / Quelle: SecondLife Official

Mazidox Linden / Quelle: SecondLife Official

Allgemeines zur Migration in die Cloud

  • Mit Migration in die Cloud ist gemeint, dass alle Prozesse, Programme und Dienste von Second Life, die heute auf internen Servern von Linden Lab laufen, auf die Server der Amazon Cloud ausgelagert werden. Der offizielle Name für diese Cloud lautet Amazon Web Services (AWS).

  • Der aktuelle Plan lautet immer noch, dass alle Arbeiten für die Migration bis Ende 2020 abgeschlossen sind. Das bedeutet, dass dann keine einzige Region mehr auf einem Server im Linden Datencenter läuft und alle Änderungen an den SL-Diensten beendet sind.

  • Einer der großen Vorteile von Cloud-Servern ist, dass man wesentlich schneller auf eine neuere Hardware umsteigen kann. Oz sagte, dass man für die letzten gekauften Linden Server (Class 8 Server) anderthalb Jahre benötigt hat, bis alle notwendigen Software-Anpassungen für Second Life abgeschlossen waren. In der Cloud kann man beliebig auf andere vorhandene Server umstellen und wenn es Probleme gibt, springt man wieder zurück.

  • Zusätzlich kann Linden Lab einen Teil der veralteten Infrastruktur-Dienste aus alten Tagen durch moderne Dienste ersetzen, die in der Cloud von Amazon angeboten werden.

  • Mazidox sagte, dass er auch für das Sammeln von Auswertungen verantwortlich ist. Eine seiner Auswertungen zeigt, dass man auf Cloud-Simulatoren in der gleichen Laufzeit mehr Skripte und mehr Skript-Events ausführen kann als auf den alten Linden Servern. Das sei ein Gewinn für alle. Weniger Server-Lag und bessere Physik.

  • Linden Lab kann sich von Amazon jetzt zu jeder Region die Protokollierungsdateien anzeigen lassen. Auf den alten Servern mussten diese mühselig für jede Region einzeln erzeugt werden.

Quelle: Second Life / YouTube

Fragen von Second Life Nutzern zur Migration

  • Werden meine Daten von Amazon für Werbezwecke genutzt?
    • Nein, Linden Lab gibt keine Daten der SL-Nutzer weiter. Die gespeicherten Daten für Asset und Simulatoren können von Amazon nicht ausgelesen werden.
  • Wie kompliziert ist der Umzug in die Cloud?
    • Oz: Im Wesentlichen mussten wir herausfinden, wie man Stück für Stück die Dienste von Second Life in die Cloud verschiebt, ohne den laufenden Betrieb von SL zu stören. Wir haben nach jeder Änderung beobachtet, ob es irgendwo Probleme gibt, aber es gab keine. Die Komplexität bestand darin, den richtigen Weg zu finden, wie man die Dienste verschiebt, damit es so reibungslos verlief, wie wir es erlebt haben.
  • Sind Cloud-Server von den Betriebskosten günstiger oder teurer für Linden Lab?
    (Anm.: Das war meine Frage.)
    • In Theorie sollten die Kosten in der Cloud niedriger sein. In der näheren Praxis ist aber erst einmal kein Unterschied vorhanden. Bis heute mussten wir ja den Cloud-Dienst bezahlen, ohne dass dort Regionen von SL-Nutzern gelaufen sind. Parallel haben wir auch die Kosten für das alten Datencenter gehabt. Also hatten wir erst einmal zusätzliche Kosten.

      Ob die Kosten dann im nächsten Jahr schon günstiger werden, können wir noch nicht sagen. Aber langfristig sollten die Betriebskosten für die Cloud günstiger sein. Ob wir das dann für günstigere Landpreise oder für bessere Dienstleitungen zum gleichen Preis nutzen werden, muss von anderen Leuten entschieden werden (Anm.: Damit meinte Oz sicherlich Ebbe Altberg). Der Fokus für die Migration lag weder auf Kosten einsparen noch auf Performance-Verbesserungen. Das Hauptthema lautete, alles in die Cloud zu migrieren ohne das etwas dabei kaputt geht.

      Irgendwann nächstes Jahr, wenn einmal alles sauber läuft, werden wir dann beginnen, darüber nachzudenken, wie wir Dinge verbessern oder sie günstiger machen können. 

Strawberry Linden
Quelle: Second Life / YouTube
    • Was passiert mit den alten Servern?
      • Das meiste unsers Equipments ist so alt, dass es keinen Wert mehr hat. Das lässt sich nicht mehr verkaufen. Wir haben eine Firma beauftragt, alles einzusammeln und zu entsorgen. (lol) Die Festplatten werden vorher alle durch den Schredder gejagt, so dass die Daten darauf nicht mehr lesbar sind.
    • Gab es irgendwelche Probleme bei einem Dienst, der bereits migriert wurde?
      • Ja, in Bezug auf den Backend-Server für das Inventar, der ziemlich am Anfang migriert wurde. Das wusste bei Linden Lab kaum jemand. Und als es bei AWS einen landesweiten Ausfall des Dienstes gab, waren wir zunächst ratlos, warum der Backend-Server ausgefallen ist.
    • Was habt ihr beim Migrationsprozess gelernt?
      • Als wir das Problem hatten, dass beim Wechsel zwischen Regionen auf alten Servern und Cloud-Servern die Attachments und Vehikel von Avataren verschwanden, mussten wir uns alten Code ansehen, den seit acht bis zehn Jahren keiner angefasst hat. Wir fanden den Fehler und haben durch seine Behebung zusätzlich das Verhalten von Vehikeln auf alten Server-Regionen verbessert.
    • Welche Vorteile haben SL-Nutzer außerhalb von Nordamerika?
      • Zunächst keine. Langfristig können wird wahrscheinlich Simulatoren auf Cloud-Servern in die Länder verschieben, in denen die Besitzer einer SL-Region wohnen. Damit werden die Ping- und die Latenzzeiten kürzer.
    • Wie wird ausgewählt, in welcher Reihenfolge die Regionen in die Cloud migriert werden?
      • Jeder Owner einer Estate Region kann darum bitten, dass seine Region migriert wird. Eine IM an Mazidox reicht dazu aus. Infohubs werden nicht bewusst ausgewählt. Die Blake Sea dagegen schon, weil man mit diesen Regionen das Verhalten beim Regionswechsel mit Vehikeln untersucht hat.

        Wie anfangs schon erwähnt, werden am nächsten Dienstag mehr als die Hälfte der Regionen aus Second Life in die Cloud migriert. 

    Oz Linden
    Quelle: Second Life / YouTube
      • Soll man in der Cloud eine andere Bandbreite als die empfohlenen 1.500 kbit/s im Viewer einstellen?
        • Oz: Das wissen wir nicht. Wir wissen auch nicht, welchen Effekt dieser Schieber überhaupt heute noch hat. Der Schieber für die Bandbreite wurde in sehr frühen Jahren in den Viewer eingebaut, um den Datentransfer für UDP-Daten zu steuern. Zu dieser Zeit hatte ein Modem noch eine 56k-Verbindung. Heute sind Modems so schnell, dass das kaum noch eine Rolle spielt. Zudem haben wir die meisten UDP-Daten auf HTTP umgestellt.
      • Werden eingesparte Kosten in der Cloud an die SL-Bewohner in Form von günstigeren Landpreisen weitergegeben?
        • Oz: Das ist nicht meine Abteilung, das müssen andere entscheiden.
      • Werden neue Regionen, die seit kurzem wieder erhältlich sind, gleich in der Cloud oder noch auf den alten Servern angelegt?
        (Anm.: Das war meine zweite Frage.)
        • Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie gleich in der Cloud angelegt werden. Sollte es gerade keine freien Cloud-Regionen geben, werden diese aber sehr, sehr schnell verfügbar sein.
      • Wenn die Cloud-Migration einmal abgeschlossen ist, wird Linden Lab dann auch Tiny-Regionen anbieten können, die kleiner sind als heutige Regionen?
        • Es gibt einige neue Möglichkeiten, die man in der Cloud machen kann. Neue Regionstypen hat Linden Lab intern bereits diskutiert. Deshalb lautete die Antwort von Oz: "Vielleicht, wir werden sehen".
      • Wird die Cloud auch Voice in SL verbessern?
        • Nein, das hat nichts damit zu tun. 

      Mazidox Linden
      Quelle: Second Life / YouTube
        • Ist es in der Cloud einfacher, Regionen im Grid zu verschieben?
          • Nein, keine Änderung. Aber das Neustarten einer Region geht bis zu 45 Sekunden schneller.
        • Wenn die Migration abgeschlossen ist, wird SL dann leichter zu hacken und griefen sein?
          • Nein, es wird schwerer sein. Das Paket, das Linden Lab bei Amazon gebucht hat, enthält sehr gute Sicherheitssoftware mit Schutzmaßnahmen.
        • Wie sieht es mit Backups aus, wenn es in der Cloud einen Fehler gibt?
          • Es gibt eine hohe Redundanz in der Amazon Cloud. Das bedeutet, wenn an einer Stelle Daten verlorengehen, werden sie irgendwo auf einem anderen Cloud-Server immer noch vorhanden sein. Die AWS-Cloud von Amazon ist eine der sichersten Webanwendungen der Welt.
        • Wird das Avatar-Limit auf einer Region in der Cloud weiterhin bestehen bleiben?
          • Ja, aber vielleicht wird das Limit später einmal geändert.
        • Wird die Einführung von Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) in der Cloud erleichtert?
          • Oz: Nein, aber ich hatte schon angekündigt, dass dieses Thema nach dem Ende der Migration angegangen wird. Es steht definitiv ganz oben auf unserer Liste. Das ist ein wichtiges Thema.

        Allgemeine Fragen

        • Wann werden neue Linden Homes Regionen erscheinen?
          • Oz: Der Fortschritt bei der Migration ist nicht mehr länger ein Faktor bei der Veröffentlichung von neuen Linden Homes. (Anm.: Zu diesem Zeitpunkt waren bereits die neuen Regionen im Grid sichtbar, über die ich hier berichtet habe.)
        • Warum können keine leerstehenden Linden Homes Regionen direkt von einem Nutzer belegt werden?
          • Weil wir das nicht so vorgesehen haben als wir Linden Homes entwickelt haben. Das ist aber eine interessante Funktion. Einfach eine Anfrage in der JIRA einreichen.
        • Was ist das nächste Thema bei Linden Lab nach dem Ende der Cloud-Migration?
          • Es gibt eine lange Liste von Vorschlägen, was man alles an Second Life verbessern kann. Wir werden einige davon heraussuchen und umsetzen.
        • Wird der Linden Dollar zu einer Kryptowährung?
          • Nein.


        Second Life's Lab Gab Episode 41 - Uplift Update!


         

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