Registerkarten

SimtippViewerServerKunstLL-BlogVideosVehikelAnleitungARC
Posts mit dem Label LEA werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label LEA werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 16. September 2020

[Video] - Designing Worlds: Start der SLEA

Quelle: Second Life Blog
Am 11. September hatte Brett Linden im Second Life Blog angekündigt, dass ab 1. Januar 2021 ein Nachfolger des LEA-Programms mit dem Namen "Second Life Endowment for the Arts" (SLEA) gestartet wird. Dazu gab es am 14. September eine Diskussionsrunde im Studio von Designing Worlds.

Teilgenommen haben Patch und Brett Linden, sowie die beiden zukünftigen Betreuer der SLEA, Tansee und Hannington Xeltentat. Moderiert wurde die Show wie immer von Saffia Widdershins und Elrik Merlin.

Das Video dauert 1 Stunde und 20 Minuten, allerdings mit einem sehr langen Rückblick auf die alten LEA-Installationen, die in unzähligen Designing Worlds Shows präsentiert wurden. Das Ganze noch einmal unterteilt in Videoaufnahmen und Fotos von Wildstar Beaumont. Der Videorückblick läuft von Minute 0:15:40 bis 0:49:48 und der Fotorückblick von Minute 0:50:18 bis 1:01:55. Als regelmäßiger LEA-Besucher waren da für mich schon einige schöne Erinnerungen mit dabei.

Ich fasse diese lange Diskussion nicht komplett zusammen. Ich habe seit heute ein größeres Problem mit Blogger (siehe meinen Rant unter dem Beitrag) und ich habe den halben Abend versucht, damit klarzukommen.

Im Bild: Eine Karte der SLEA-Erfahrung mit sieben Regionen, einschließlich des zentralen Hubs und verbundener Kunstregionen sowie der Sandbox. (Mit freundlicher Genehmigung von Tansee und Hannington).

Hier nur ein paar Informationen aus dem Video:

  • Brett und Patch Linden sind mit Tansee und Hannington als zukünftige Betreuer des SLEA-Programms sehr zufrieden. Sie loben die gute Zusammenarbeit mit den beiden.
  • Das neue Programm der SLEA soll in etwa die gleiche Mischung aus 3D- und 2D-Kunst, Machinima, simweiten Themeninstallationen und Live-Performance enthalten, wie es bei der früheren LEA der Fall war. Es sollen aber auch ein paar neue Ideen umgesetzt werden, die es so im LEA-Programm nicht gab. Genaueres wollte Tansee dazu noch nicht erzählen.
  • Man will auch Lernkurse im Rahmen der SLEA anbieten und vor allem neuen SL-Nutzern zeigen, welche Möglichkeiten zur Erstellung von Kunst zur Verfügung stehen und wie man diese Werkzeuge anwendet.
  • Tansee und Hannington wollen keine Konkurrenz für bestehende Kunst-Kuratoren in SL sein, sondern sie dazu animieren, mit der SLEA gemeinsam Projekte zu starten, die dann auch auf den zur Verfügung gestellten Regionen zu sehen sind. Tansee nennt es "Cross-Collaborations".
  • Vieles, was jetzt im SLEA-Programm umgesetzt wird, wurde im letzten Jahr von einer Gruppe von Künstlern im Rahmen der LEA 2.0 Initiative vorgeschlagen. Unter anderem, dass es nicht gut ist, vier zusammenhängende Regionen zu nutzen, weil die Installation der einen Region die Installation auf einer Nachbarregion optisch stört. Deshalb sind nun alle Regionen einzeln im Grid platziert.
  • Es wird einen Laufweg von der zentralen Landeregion SLEA7 zur Sandbox auf SLEA5 und der in vier Bereiche aufgeteilten Region SLEA4 geben (siehe Bild oben). Die Wege, die über Wasserregionen verlaufen, dienen gleichzeitig als Galerie mit 2D-Kunst auf beiden Seiten.
  • Die zentrale Landeregion wird einen "Artist-Club" enthalten, in dem sich Künstler treffen und austauschen können.
  • Die Gebäude und die Einrichtung auf der zentralen Region sollen von Künstlern gebaut und dekoriert werden. Die Moles sind hier nicht involviert.
  • Die Sandbox wird wohl eine Mesh-Platte auf dem Wasser sein, so dass man auch unter dieser Platte unter Wasser bauen kann.
  • Die Bewerbungen für eine Landzuteilung im SLEA-Programm sollen im Oktober 2020 starten. Bekanntgabe der ausgewählten Künstler ist dann Mitte November. Und bauen kann man auf dem zugeteilten Land ab Dezember. Eröffnet wird die SLEA am 1. Januar 2021.
  • Für die Auswahl der Künstler soll ein transparentes Jury-Punktesystem verwendet werden, das bereits im RL bei großen Auswahlverfahren genutzt wird.
  • Es wird sowohl eine Webseite als auch die üblichen Social-Media-Kanäle für die SLEA geben. Dort werden Ankündigungen und Informationen geteilt.

 

DW423 - Launch of the SLEA

DW423 - Launch of the SLEA from Richard Elen on Vimeo.

Links:

..........................................................................................................................  

Off-Topic:

Irgendwann im Mai hat Google für Blogger eine neue Verwaltungsseite und einen neuen Blog-Editor eingeführt. Es gab aber die Option, die alte Oberfläche weiter zu nutzen. Das habe ich und wahrscheinlich fast alle anderen Blogger-Nutzer auch gemacht, denn vor allem der neue Editor ist im Grunde nicht nutzbar. Ich habe noch nie einen so schlechten Beitragseditor gesehen.

Heute hat nun Google auf die neue Oberfläche zwangsumgestellt. Ich habe zwar noch den Link, um auf die alte Oberfläche zu wechseln, aber der wird seit heute auf die neue Verwaltungsseite umgeleitet. Ich habe an diesem Beitrag hier jetzt etwa drei Stunden gesessen, damit er einigermaßen sauber aussieht.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich machen soll. Mit diesem Editor blogge ich jedenfalls nicht wie bisher weiter. Es gibt im Google Forum auch schon viele Beschwerden zu dieser Nötigung, aber wie schon beim Spam-Problem, schert sich Google einen Scheiß um den kleinen Retail-Nutzer. Eigentlich wollte ich heute auch noch eine sehr schöne Region vorstellen, aber da würde ich wahrscheinlich bis 6 Uhr morgens dran sitzen.

Aktuell bin ich so schlecht gelaunt, dass ich mit dem Gedanken spiele, das Bloggen einzustellen. Ein Umzug auf Wordpress geht auch nicht, weil die Beitragsexportfunktion von Blogger schon seit Monaten nicht mehr funktioniert. Ich würde knapp 7.000 Beiträge verlieren und auf Wordpress wieder bei Null anfangen. Nein danke.

Mich wundert es immer wieder, wie dämlich die Entwickler bei Google wohl sein müssen. Ich hatte schon 1990 auf dem Amiga einen besseren Webeditor als der, den Google jetzt hier jedem aufzwingt. Dabei war der alte Editor wunderbar. Es gab nichts, was ich damit nicht umsetzen konnte. Die Begründung von Google für die neue Verwaltung und den Editor ist, dass man damit viel besser auf mobilen Geräten arbeiten kann. Klar, ich schreibe meine Blogposts ja auch mit Vorliebe auf einem Smartphone, während ich morgens mit dem Auto an einer Ampel warten muss...

Gute Dinge schlechter zu machen, scheint aber gerade bei vielen Firmen voll hip zu sein. Ich erlebe ähnliche "Verbesserungen" in letzter Zeit häufiger. Ich weiß jetzt noch nicht, wie es weiter geht hier im Blog. Vielleicht erbarmt sich Google doch noch und schaltet die alte Oberfläche wieder frei. Oder sie geben uns einen Editor, mit dem man auch editieren kann. Aber der aktuelle Zustand ist unmöglich.

 

Samstag, 12. September 2020

[SL Blog] - Vorstellung der SL Endowment for the Arts

Quelle: Second Life Blog
Brett Linden am 11.09.2020
um 10:00 AM PDT (19:00 Uhr MESZ)
- Blogübersetzung -

Linden Lab ist erfreut, die Second Life Endowment for the Arts (SLEA) vorzustellen, eine neue Community-Kunstinitiative, die in Zusammenarbeit mit Tansee und Hannington Xeltentat entwickelt wurde.

Was ist die SLEA?

Die SLEA ist der spirituelle Nachfolger der ehemaligen Linden Endowment for the Arts (LEA), einer zehn Jahre dauernden Partnerschaft mit der Künstlergemeinschaft, die darauf abzielte, neuen Künstlern zu helfen, Kunst in SL zu unterstützen und Innovation, Zusammenarbeit und Bildung zu fördern. Die neue SLEA soll ab Januar 2021 für die Öffentlichkeit zugänglich sein und es wird ein mehrere Regionen umfassendes Erlebnis, das Möglichkeiten bieten soll, das Interesse für etablierte und aufstrebende Künstler in Second Life weiter zu steigern und ihre Arbeit hervorzuheben.

Man hofft, dass die in SLEA vorgestellten Kreationen und Kunstwerke dazu beitragen werden, die Aufmerksamkeit auf die gesamte Kunstgemeinschaft in Second Life zu lenken, einschließlich der Steigerung der Besucherzahlen und des Bewusstseins für viele der etablierten Künstler und Ausstellungen, die in Second Life zu finden sind. Darüber hinaus möchte SLEA neue Bewohner von SL erreichen und ihnen helfen, die Künste in SL und alle angebotenen kreativen Werkzeuge zu entdecken, damit sich eine neue Generation von Kreativität entfalten kann.

Im Bild: Eine Karte der SLEA-Erfahrung mit sieben Regionen, einschließlich des zentralen Hubs und verbundener Kunstregionen sowie der Sandbox. (Mit freundlicher Genehmigung von Tansee und Hannington).
Seit dem Ende der LEA im August 2019 haben viele Mitglieder der Community Interesse bekundet, die Idee wiederzubeleben und ein weiteres offizielles Schaufenster für die Künste in Second Life einzurichten. Insbesondere haben sowohl Tansee als auch Hannington den Grundstein für die Wiederbelebung der LEA gelegt, was Ende 2019 zur Gründung der Hannington Endowment for the Arts führte. Diese Initiative, die das Interesse, den Respekt und die Beteiligung vieler Künstler an SL geweckt hat, bestätigte das Konzept und die Nachfrage der Kunstszene in Second Life. SLEA verspricht der Second Life Community noch mehr Zugang zu interessanten Veranstaltungen, Ausstellungen und künstlerischen Erlebnissen. Es wird erwartet, dass die HEA als eigenständige Einheit für diejenigen fortbesteht, die an dessen Aktivitäten teilnehmen möchten.

Im Zentrum der SLEA-Präsenz in Second Life steht ein neues zentrales Lande- und Informationszentrum mit einer Teleportstation, mit der Besucher aktuelle Ausstellungen auf einfache Weise entdecken können, sowie ein öffentlicher Park, eine "Art Challenge Corner", ein Kunst- und Kulturzentrum und ein SLEA‑Theater.

Hier ein Blick auf das in Arbeit befindliche Layout:

Bild mit freundlicher Genehmigung von Tansee und Hannington.
 Wie können Künstler und Ersteller teilnehmen?

Konkrete Einzelheiten darüber, wie sich die Community an der SLEA beteiligen kann, werden in naher Zukunft bekannt gegeben. Haltet Ausschau nach der Anmeldemöglichkeit, mit der sich Künstler und Ersteller bei der SLEA für die Nutzung vollständiger oder unterteilter Regionen bewerben können. Es gibt auch eine neue SLEA-Gruppe inworld, der sich Interessenten anschließen können. Um noch mehr über die SLEA zu erfahren, schaut euch nächste Woche eine spezielle Folge von "Designing Worlds" an, um ein aufschlussreiches Interview mit Tansee, Hannington und den leitenden Führungskräften von Linden Lab, Patch und Brett Linden, zu sehen.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Tansee und Hannington.
Hinweis: Linden Lab und die SLEA möchte allen in der Community, die Künste in Second Life im Laufe der Jahre unterstützt und gefördert haben, unseren tiefen Dank aussprechen. Insbesondere möchten wir uns bei den vielen Freiwilligen bedanken, die während der fast zehnjährigen Laufzeit von 2010 bis 2019 etwas zur ursprünglichen Linden Endowment for the Arts beigetragen haben. Wir sind dankbar für eure anhaltende Leidenschaft und Unterstützung - und wir können es kaum erwarten zu sehen, was das neue Jahr mit SLEA 2021 bringen wird.

Quelle: Introducing the Second Life Endowment for the Arts
.................................................................................................

Anm.:
Nun also doch. Eigentlich wollte man nach ersten Gesprächen im August 2019 das LEA-Programm Anfang 2020 schon wieder aufnehmen. Aber es gab da wohl ein paar Streitpunkte, die man nicht sofort klären konnte. Die Gespräche im vergangenen Jahr wurden auch noch von Tansee und Riannah Avora Baron mit LL geführt. Riannah wurde nun durch Hannington Xeltentat abgelöst. Und der hat ja bereits mit der HEA gezeigt, dass er ein Projekt im Sinne der SLEA betreuen kann.

Anhand der letzten Grafik hier oben im Blogpost ist auch zu erkennen, dass von den fünf Regionen, die an Künstler vergeben werden, die folgenden Zuteilungen geplant sind:
  • Region 1: Vergabe für 1 Monat
  • Region 2: Vergabe für 2 Monate
  • Region 3: Vergabe für 3 Monate
  • Region 4: Vergabe von je einer Viertelregion für 3 Monate
  • Region 5: Das ist eine Sandbox, auf der jeder etwas erschaffen kann.
  • Region 6: Vergabe für 6 Monate

Jetzt sind erst einmal noch dreieinhalb Monate Pause, bis die SLEA startet. Ich werde das Programm hier im Blog dann wieder verfolgen, so wie ich das schon acht Jahre lang bei der LEA gemacht habe.

Siehe auch:

Samstag, 31. August 2019

Der letzte Tag der alten LEA-Regionen

Zum Thema "Ende des bisherigen LEA-Programms" hatte ich hier im Blog schon drei Beiträge geschrieben. Die Links dazu habe ich ganz unten eingefügt. In Kurzform: Von 2011 bis 2019 stellte Linden Lab kostenlos 29 Regionen zur Verfügung, die von einem Komitee verwaltet und an Künstler für Projekte vergeben wurden, mit denen sie sich beworben hatten.

Rechts unten das LEA-Theater. Über den Regionen schwebte am 30. August 2019 eine riesige Kugel
Nach acht Jahren hat sich dann beim Komitee so etwas wie ein Burnout-Syndrom eingestellt. Zuerst wurden am 1. Januar 2019 die 20 AiR‑Regionen geschlossen und heute ist der letzte Tag der verbleibenden 9 Core‑Regionen. Das Ganze wurde am 18. Juli auch noch einmal in einer Meldung im LEA-Blog erklärt.

Zwei Installationen auf LEA 3 (aufgenommen am 30. August 2019)
Ich war sowohl gestern als auch heute noch einmal auf den verbliebenen LEA-Regionen. Gestern war noch relativ viel aufgebaut. Und über fünf Regionen schwebte eine aus Streben geformte Kugel mit einem Durchmesser von gut einem Kilometer. Ich hatte den Eindruck, dass jeder auf den Regionen zum Abschluss einfach Free-Rezzing veranstaltete.

Installation auf LEA 7 (aufgenommen am 30. August 2019)
Installation auf LEA 1 (aufgenommen am 30. August 2019)
Heute waren dann vier Regionen schon komplett leer geräumt. Und wirklich sehr symbolisch hat jemand das LEA-Theater explodieren lassen (nächstes Foto unten). Die Region LEA 3, die als Informationscenter für alle anderen Regionen diente, war unter Wasser gesetzt und viele Objekte waren ebenfalls schon entfernt.

Das explodierte LEA-Theater (aufgenommen am 31. August 2019)
In einer abschließenden Notecard des alten LEA-Komitees, die von Daniel Voyager in einem Blogpost veröffentlicht wurde, heißt es, dass Linden Lab die restlichen Regionen am Sonntag, den 1. September offline nehmen wird. Daniel schreibt dazu, dass zwischen Linden Lab und dem Komitee keine Einigung zum Erhalt der Regionen erzielt wurde. Und dass er hofft, dass es bald wieder ein neues Programm geben würde.

Installation auf LEA 6 und die riesige Kugel darüber (aufgenommen am 30. August 2019)
Eine Einigung des alten Komitees mit Linden Lab ist es allerdings nie ein Thema gewesen. Das Komitee hat ja von sich aus das Programm bei Linden Lab aufgekündigt. Und die Leute, die hinter dem LEA 2.0 Rettungsversuch stehen, gehören nicht zum alten Komitee.

Die Planungen zu LEA 2.0 mit Linden Lab waren Anfang August schon ziemlich weit fortgeschritten. Da man für LEA 2.0 auch die Anordnung der Regionen neu organisieren will, ist es sehr wahrscheinlich gewollt, dass die alten Regionen erst einmal aus dem Grid verschwinden. Bis zum Neustart der LEA wird es sicher noch ein paar Wochen dauern. Ich tippe auf Anfang Oktober oder November.

Ein letzter Blick auf alle neun Regionen der LEA 1.0 (aufgenommen am 30. August 2019)
Dennoch sage ich jetzt erst einmal Goodbye LEA 1.0. Und sobald es etwas Neues zu LEA 2.0 gibt, werde ich wieder darüber berichten.

Links:

Siehe auch:

Mittwoch, 7. August 2019

Kurzes Update zur Fortsetzung des LEA-Programms

Grafische Vorlage: Prim Perfect Blog
Am 18. Juli hatte ich hier berichtet, dass das LEA‑Programm in Second Life Ende August 2019 beendet wird. Schon vier Tage später wurde von einigen Aktiven aus dem LEA-Programm und einigen weiteren Second Life Nutzern die Initiative LEA 2.0 The New Future~ SAVE LEA gestartet. Organisiert wird die Initiative von Tansee und Riannah Avora Baron.

Seitdem wurden Vorschläge von interessierten Second Life Bewohnern gesammelt, wie man das Programm mit neuen Ideen wieder frisch an den Start bringen könnte. Denn nachdem das alte LEA‑Komitee am 18. Juli ihre Begründung für das Ende des bisherigen Programms im LEA-Blog veröffentlicht hatte, war klar, dass nicht Linden Lab das Programm einstellen wollte, sondern das Komitee.

Im SL Newser gab es heute ein Update zu den LEA 2.0 Bemühungen. Marcel Mosswood hat sich mit Riannah und Tansee unterhalten, um den aktuellen Stand ihrer Initiative zu erfragen.

LEA 13 - "White World" von Cica Ghost
(2012)
Die beiden haben in den letzten zwei Wochen die Vorschläge aus der Community für ein neues LEA‑Programm und dessen Komitee gesammelt und zusammengefasst. Das wurde inzwischen von Tansee in einer E‑Mail an Linden Lab geschickt.

Das Komitee soll sich im zukünftigen Programm aus fünf Mitgliedern zusammensetzen. Jeder darf aber maximal nur zwei Jahre im Komitee bleiben. Die Auswahl der Mitglieder soll über ein Wahlverfahren durchgeführt werden, an dem sich jeder der möchte, beteiligen kann.

Parallel zum Komitee soll eine Kontrollgruppe (Watchdog) die Entscheidungen des Komitees prüfen und gegebenenfalls Einspruch erheben, wenn etwas nicht richtig erscheint. Nur wenn auch die Kontrollgruppe einer Komitee-Entscheidung zustimmt, wird die Information veröffentlicht. Das klingt zwar alles sehr bürokratisch, aber man will damit Vorfälle vermeiden, die zum Ende des alten LEA-Programms geführt haben. Nämlich die Nichteinhaltung der LEA-Verhaltensregeln. In Zukunft soll jeder Schritt des Komitees für alle transparent sein.

LEA 29: "An Ascension To The 10th Dimension" von Tansee
(2016)
Auch die Anordnung der 29 Regionen soll bei LEA 2.0 nicht mehr in der bisherigen Form beibehalten werden. Tansee hat eine neue Anordnung entsprechend der Mehrheit der eingegangenen Vorschläge vorgenommen.

Am Anfang des Blogpost auf SL-Newser steht, dass Linden Lab bereits auf die E‑Mail geantwortet hat und dass die Rückkehr des LEA-Programms eine gute Entwicklung genommen hätte. Leider wird aber nicht konkret gesagt, was Linden Lab geantwortet hat. Aufgrund des Interviews mit den beiden Organisatorinnen, gehe ich aber davon aus, dass Linden Lab der Fortsetzung des Programms zugestimmt hat.

Quelle: [SL Newser] - Update on LEA 2.0

Links:

Siehe auch:

Montag, 22. Juli 2019

Second Life Gruppe möchte LEA-Programm retten

Quelle: Prim Perfect Blog
Letzten Donnerstag hatte ich hier darüber berichtet, dass das Kunstförderprogramm "Linden Endowment for the Arts" (LEA) Ende August beendet werden soll. Im Blog von Prim Perfect habe ich heute gelesen, dass sich in Second Life eine Gruppe gebildet hat, die nach Wegen sucht, das LEA-Programm in geänderter Form weiterzuführen.

Der Prim Perfect Blog verwendet dazu das Wort "retten", aber eigentlich ist es keine Rettung, denn so wie bisher, soll das Programm nicht fortgesetzt werden. Die Gruppe setzt sich sowohl aus Leuten zusammen, die in der Vergangenheit eine LEA-Region gestalten durften als auch aus einigen Gründungsmitgliedern aus dem ursprünglichen Komitee, das 2010 das Programm startete.

"Speculum" von Giovanna Cerise
Die Gruppe hat sich zuerst nur in Facebook ausgetauscht, was aber in Zusammenhang mit Second Life die denkbar schlechteste Social Media Plattform ist.

Die beiden LEA-Aktivisten Tansee Resident und Riannah Avora haben deshalb die Inworld-Gruppe LEA 2.0 The New Future~ SAVE LEA ! gestartet. Die Mitglieder dieser Gruppe wollen die drei Hauptsegmente "Artists-in-Residence" (AIR), Core-Regionen und LEA-Sandbox wieder etablieren.

Dazu sammelt man zuerst Vorschläge der Gruppenmitglieder, wie das LEA-Programm in Zukunft aussehen sollte, damit es wieder frisch und innovativ wirkt. Man sollte bei seinen Ideen aber realistisch bleiben. Es sollte umsetzbar sein und nicht mehr Aufwand erzeugen als das alte Programm.

"Danger In Evolution" von Kicca Igaly und Nessuno Myoo
Wer Vorschläge hat, soll diese in einer Notecard an Tansee oder Riannah Avora Baron schicken. In zwei Wochen will man dann die Vorschläge bündeln und an Linden Lab weiterleiten. Danach hofft man, mit Vertretern von Linden Lab ein großes Treffen im LEA‑Theatre zu organisieren, bei dem mögliche weitere Schritte diskutiert werden.

Wer daran interessiert ist, die Bemühungen für ein neues LEA-Programm zu unterstützen, sollte der erwähnten Gruppe beitreten und Vorschläge einreichen. Aber auch wer nur informiert werden will, ob es mit einer LEA 2.0 weitergeht, ist in der Gruppe gut aufgehoben. Oder man teleportiert zur LEA 2.0 Parzelle in der LEA-Sandbox. Dort wurde ein Bereich mit Informationen zu dieser Initiative eingerichtet.

Hier noch einmal die Links zur Inworld-Gruppe:

Ich werde natürlich auch hier ein Update schreiben, wenn sich durch diese Aktion etwas ergibt.

Links:

Donnerstag, 18. Juli 2019

Das LEA-Programm von Linden Lab wird beendet

"Untitled" von Storm Septimus
Heute habe ich im Prim Perfect Blog gelesen, dass das Linden Endowment for the Arts (LEA) Programm Ende August 2019 beendet wird. Das LEA-Komitee hat dazu eine längere Notecard in der Inworld-Gruppe verschickt. Diese Notecard übersetze ich hier nicht komplett, sondern fasse sie nur grob zusammen.

Vorab noch die zusätzliche Information, dass das LEA-Komitee (vermutlich auf Druck von Linden Lab) bereits am 29. November 2018 angekündigt hatte, die 20 Regionen des Artists-in-Residence-Programms (AIR) am 1. Januar 2019 zu schließen. Das wurde dann auch so umgesetzt. Ich hatte darüber hier im Blog keinen Bericht geschrieben, weil ich zu dieser Zeit in einer dreimonatigen Pause war. Damals war das LEA-Komitee noch der Auffassung, dass es nur eine vorübergehende Auszeit wäre, bis man sich neu strukturiert hätte. Währenddessen liefen die 9 Core-Regionen der LEA bis heute weiter.

Hier nun die Zusammenfassung der aktuellen Komitee-Mitteilung:
.........................................................................................

Das LEA-Komitee bedauert, die Bewohner von Second Life darüber zu informieren, dass die LEA‑Regionen Ende August 2019 geschlossen werden.

"KÖMA" von JadeYu Fhang
Im November 2018 entschied der Ausschuss, dass es am besten wäre, wenn die Komitee-Mitglieder zurücktreten würden, um so Linden Lab die Möglichkeit zu geben, das Programm neu zu gestalten und zu organisieren.

Damals wurde der halbjährliche Landzuschuss für die AIR-Regionen eingestellt. Ein kleiner Teil des Komitees blieb bestehen, um bei der Verwaltung der Core-Regionen zu helfen, bis die bereits zugesagten Zuteilungen von Regionen abgelaufen sind. Dies ist nun der Fall und deshalb wird die LEA Ende August 2019 geschlossen.

Lightshow von Mario Helstein
Die LEA wurde 2010 gegründet, um ein Zentrum für Kunstaktivitäten in Second Life zu schaffen. Die ersten Installationen gab es dann 2011 zu sehen. In den letzten acht Jahren lief das LEA-Programm dann als Zusammenarbeit zwischen Linden Lab und der Kunstszene.

Unter der Leitung eines Gremiums renommierter Second Life Künstler, und später auch von Menschen mit starkem Interesse an der Förderung der Künste in Second Life, hatte sich die LEA verpflichtet, der Second Life Community Zugang zu spannenden Kunsterfahrungen zu verschaffen. In den letzten acht Jahren hat die LEA durch ihre Ausstellungen, Programme und Veranstaltungen das Bewusstsein für die Beiträge von Künstlern in Second Life gestärkt und damit andere ermutigt und inspiriert.

"Sapiens" von Gem Preiz
Das Programm war in zwei Teile gegliedert: Die Core-Regionen und die AIR-Regionen. Alle Regionen wurden von Linden Lab kostenlos zur Verfügung gestellt. Die AIR-Regionen immer für sechs Monate pro Bewerber, die Core-Regionen für drei Monate, was aber nicht fix, sondern variabel war.

Außerdem gehörten zu den Core-Regionen auch eine Welcome Area, ein Vier-Regionen-Theater, eine Sandbox für Künstler und gelegentlich hatte man auf einzelnen Regionen auch mehrere Projekte gleichzeitig untergebracht, wenn diese entsprechend klein waren.

"EVRE" von Tahiti Rae
Dieses Core-Programm wird nun Ende August ebenfalls beendet, da dann alle Regionen auf Wunsch des Komitees von Linden Lab abgeschaltet werden.

Zum Schluss bringt das Komitee seinen Dank und seinen tiefen Respekt für die Künstler von Second Life zum Ausdruck, deren Arbeit sie in den letzten acht Jahren unterstützt haben.

Sie hoffen, dass Linden Lab bald in der Lage sein wird, ein neues Programm zu entwickeln, das die Unterstützung der Künste in Second Life fortsetzen wird.

Alle Fragen in Bezug zur LEA, soll man an PatriciaAnne Daviau oder JMB Balogh richten.

Update 19.07.2019:
Jetzt wurde die Notecard auch im LEA-Blog veröffentlicht, so dass jeder sie lesen kann.
.........................................................................................

Alegria Studio - "The Sea Of Cubic Dreams"
Okay, das waren die Ausführungen aus der LEA-Notecard. So ganz verstehe ich die Zusammenhänge allerdings nicht. Es scheint so, dass das Ende der LEA die alleinige Entscheidung des Komitees war. Doch Linden Lab hat dieses Programm ins Leben gerufen und bezahlt. Wieso gibt es von denen keine Aussage dazu?

Würde Linden Lab das Programm fortführen wollen, bräuchten sie ja nur ein neues Komitee mit anderen Mitgliedern zu benennen. Denn zum aktuellen Komitee gab es schon lange vor dem absehbaren Ende des Programms Kritik in Bezug auf Vetternwirtschaft und Machtmissbrauch. Einige Komitee-Mitglieder mussten aus diesem Grund auch früher gehen als sie wollten.

Ich finde es jedenfalls schade, denn ich habe seit 2011 insgesamt 342 Beiträge zu den LEA-Regionen geschrieben. Meine Fotos hier im Beitrag, sind nur aus den letzten vier Jahren herausgesucht.

Links:

Donnerstag, 20. Juni 2019

LEA 4: "Prims in Music" von Aloisio Congrejo & Moki Yuitza

Am 17. Juni wurde auf LEA 4 die Installation "Prims in Music" von Aloisio Congrejo und Moki Yuitza eröffnet. Das ist nichts Großes, aber ich fand es interessant und lustig.


Der Landepunkt ist auf einer Platte auf dem Simboden. Dort befindet sich ein Teleport auf die eigentliche Plattform mit der Installation. Der Teleport ist etwas knifflig. Ich habe ihn solange bearbeitet, bis ein Menü aufgegangen ist. Dort wählt man dann "PrimsInMusic" und setzt sich anschließend auf die äußere Kugel des Teleports.


Die Installation folgt der Theorie von Wassily Kandinsky, dass Farben, Formen und Musik in einer Verbindung stehen. Das Ganze nennt sich dann Synästhesie, also das Verschmelzen verschiedener Sinneseindrücke. Und so versucht die Installation auf LEA 4 das Hören von Farben und das Sehen von Klängen erlebbar zu machen.


Mal unabhängig von der Kandinsky-Theorie, ist die Installation schon bunt und beim Durchlaufen der etwas wirr angeordneten Objekte entstehen schöne Farbkombinationen. Betrachtet man die gesamte Installation senkrecht von oben, ergeben alle Objekte ein abstraktes Bild, das den Bildern von Kandinsky sehr ähnlich sieht. Hier ist mein Foto von LEA 4:


Damit man die Installation korrekt angezeigt bekommt, sollte man das erweiterte Beleuchtungsmodell mit Projektoren aktivieren und als Windlight "Bryn Oh's BOX MetaLES" auswählen. Leider haben die beiden Künstler hier mal wieder übersehen, dass dieses Windlight nur im Firestorm Viewer enthalten ist. Ich musste es mir deshalb erst mal im Web besorgen.


In der Installation sollte man den inworld Sound auf volle Lautstärke drehen und durch die bunten Prims der Installation laufen. Dabei werden Töne erzeugt. Eventuell dauert es etwas, bis verschiedene Sounds in den Cache geladen wurden. Nach einer Weile herumlaufen, hört man dann aber verschiedene Synthesizer Klänge.

Zusammenfassung:

Prims in Music
  • Eröffnung: Donnerstag, 17. Juni 2019
  • Laufzeit: vermutlich bis 31. Juli 2019
  • Künstler: Aloisio Congrejo und Moki Yuitza
  • Region: LEA 4
  • Teleport zu "Prims in Music"

Quelle: LEA4 - Prims in Music - Aloisio Congrejo

Montag, 3. Juni 2019

LEA 8: Astral Dreams Project - Celebrating Leonardo

Am Sonntag, den 2. Juni 2019, wurde auf LEA 8 das "Astral Dreams Project" eröffnet. Thema dieser Ausstellung ist ein Steampunk-Tribut zum 500. Todestag von Leonardo da Vinci. Genau war dieser Tag am 2. Mai 1519.

Um die LEA ist es zwar seit dem Ende des 20 Regionen umfassenden Artists-in-Residence-Programms ziemlich ruhig geworden. Aber auf den 9 Regionen des Core-Programms sind aktuell noch einige Installationen am laufen.


Von der Installation auf LEA 8 habe ich nicht durch den LEA-Blog erfahren, sondern über den Virtuality Blog von Oema, die beim Aufbau der Ausstellung mitgeholfen hat. Außerdem hat Oema zusätzlich auch noch eine eigene Bildergalerie auf LEA 1 mit dem Namen "Heaven" errichtet. Die wurde am 1. Juni eröffnet, hat aber eigentlich nichts mit meinem Bericht hier zu tun.


Mein Interesse galt der Da Vinci Ausstellung. Sie ist in einer fast simgroßen Skybox untergebracht, die mit ihren Wolkenhimmel-Texturen und der Kastenform etwas klotzig wirkt. Auch sollte man nicht groß versuchen, die gesamte Ausstellung als Ganzes zu betrachten, denn die Anordnung und Optik ist etwas durcheinander.


Was mir aber durchaus Spaß gemacht hat, ist jede der Teilinstallationen im Einzelnen zu besichtigen. Denn es gibt dort viel Steampunk zu sehen. Leonardo gilt ja als einer der vielseitigsten Universalgelehrten aller Zeiten. Unter anderem deckte er mit seinen Untersuchungen auch die Bereiche Architektur, Anatomie, Mechanik und das Ingenieurwesen ab. Und in diesen Bereichen hat er viele Ideen und Studien entwickelt.


Natürlich stammen die meisten der ausgestellten Objekte und Vehikel auf LEA 8 nicht aus der Hand von Leonardo, sondern sind einfach nur irgendwelche Steampunk Dekorationen. Aber zu einem Gedenktag für Da Vinci passt es eben irgendwie schon. Und die Bilder, Skizzen und Gemälde, die in vielen Gebäuden ausgestellt sind, kommen dann schon vom Meister persönlich.


Insgesamt gibt es in der Skybox Teilinstallationen von sieben verschiedenen Künstlern. Jeder Bereich ist auch gut mit dem Namen des jeweiligen Künstlers gekennzeichnet. Zu finden sind Ausstellungen und Szenen von:
  • Nabrey Aabye
  • Caly Applewhite
  • Sergio Delacruz
  • Desy Magic
  • Lara Tommaso
  • Ciottolina Xue
  • Aqua Aria


Am Landepunkt und in jeder Teilinstallation gibt es ein Teleportsystem zu den jeweils anderen Bereichen. Zusätzlich gibt es innerhalb eines Bereichs auch noch andere Teleporter, die auf verschiedene Ebenen oder Stockwerke führen. Optisch unterscheiden sich die beiden Systeme, so dass man nicht allzu durcheinander kommt.


Das Astral Dreams Project ist eine Initiative der beiden italienischen SL-Bewohner Jack Davies and Mina Arcana. Sie haben unter diesem Namen schon einige Ausstellungen durchgeführt, um vornehmlich SL-Künstler aus Italien in Second Life zu kuratieren. Ein paar ihrer Aktionen kann man im Astral Dreams Blog ansehen (und lesen, wenn man Italienisch versteht).


Wie gesagt, nicht von der wilden Gesamtperspektive dieser Steampunk-Ausstellung abschrecken lassen. Wenn man die einzelnen Bereiche genauer untersucht, findet man viele Objekte und Szenen, die einen Steampunk Fan durchaus begeistern können.


Zusammenfassung:

Astral Dreams Project - Celebrating Leonardo
  • Eröffnung: Sonntag, 2. Juni 2019
  • Laufzeit: vermutlich bis 31. August 2019
  • Künstler: Nabrey Aabye, Caly Applewhite, Sergio Delacruz, Desy Magic, Lara Tommaso, Ciottolina Xue, Aqua Aria, Oema
  • Region: LEA 8
  • Teleport zum Astral Dreams Project

Links:

Quelle: [Virtuality] - Astral Dreams Project @LEA8 Opening

Sonntag, 17. Februar 2019

LEA 9: "A Short History of Sex Work" von MoldyLocks

Ich war letzte Nacht mal wieder eine der LEA Core-Regionen besuchen, weil ich den zugehörigen Blogpost interessant fand. MoldyLocks Resident hat dort die Geschichte des ältesten Gewerbes der Welt als begehbaren Lehrpfad aufgebaut. Sie zeigt Prostitution im Wandel der Zeit und der Kulturen.

Die Telefonzelle am Landepunkt ist der Teleporter zur ersten Station
Es gibt neben dem Landepunkt zwar nur fünf unterschiedliche Stationen, aber die sind alle recht sehenswert gestaltet. Wobei sich der Umfang der Bauten mit jeder Ebene erhöht. Man erhält sowohl am Landepunkt als auch auf jeder Ebene reichlich Informationen in Form von Notecards. Entsprechend viel könnte ich hier jetzt auch schreiben, aber darauf habe ich keine Lust.

Eine sumerische Dirne
Am Landepunkt gibt es nur einen großen Platz mit einem römischen Pavillon. Dort befindet sich auch eine Säule mit mehreren Schildern. Sie übergeben die Notecards mit Tipps für die Tour und verschiedenen Erklärungen zu den Themen "Was ist Prostitution?", "Ab wann prostituiert man sich?" und "Wer sind die Kunden?".

Ein Puff vor 4.400 Jahren
Was man sich an der Säule auch unbedingt mitnehmen sollte, ist ein Musik-HUD. Den legt man am besten gleich an. Allerdings wird am Landepunkt noch nichts gespielt. Auf allen anderen Ebenen wird dann wirklich gute und passende Musik zu den einzelnen Epochen/Ländern geladen, die man gerade besichtigt. Und schließlich gibt es am Landepunkt und auf allen Ebenen auch jeweils ein Freebie. Was das ist, habe ich mir nicht angesehen.

Horizontales Gewerbe im alten Edo Japan
Wenn man die Tour beginnen will, geht man in die Telefonzelle (siehe erstes Foto hier oben) und klickt das runde Objekt auf dem Boden an. Es öffnet sich ein Menü, in dem man das Ziel auswählen kann. Ich empfehle die Reihenfolge von 1 bis 5 einzuhalten, da man sich dann von der Vergangenheit bis in die Gegenwart bewegt.

Lude oder Kunde? Szene aus der Edo Epoche
Die erste Station führt in das alte Sumer (Mesopotamien). Dort wurde bezahlter Sex schon 2.400 v. Chr. praktiziert. Auf der relativ kleinen Plattform steht ein Haus, in dem eine der Liebesdamen nackt in einem Wasserbecken tanzt (ist auch auf einem der Fotos oben zu sehen). Bei mehreren Charakteren auf den Ebenen wurden animierte Animeshes genutzt. So auch bei der dunkelhäutigen Sumererin. Die sind von richtigen Avataren kaum zu unterscheiden.

Die Edo Epoche wurde mit schönen Kirschbäumen dekoriert
Die nächste Epoche ist das alte Japan aus der Edo Zeit. Diese Station hat mir besonders gefallen, nicht nur wegen der vielen blühenden Zierkirschbäume (in einem Monat gehts wieder los), sondern auch wegen der Dekoration und der Musik aus dem HUD.

Wer der männliche Charakter im Edo-Bordell auf der LEA-Region ist, habe ich in der Notecard nicht herauslesen können. Das könnte sowohl ein Zuhälter als auch ein Kunde sein. Jedenfalls sieht die Avatar Skulptur ziemlich cool aus.

Ein Bordell in New Orleans Anfang der 1900er Jahre
Die nächste Epoche ist New Orleans Anfang 1900. Hier wurde ein komplettes Stadtviertel aufgebaut, in dem das Bordell nur ein einzelnes Haus ist. Fast alle anderen Häuser sind aber auch eingerichtet. Es gibt Cafés, Bars, ein Obst und Gemüse Geschäft, eine Apotheke und noch einiges mehr. Das Bordell ist innen ziemlich nobel ausgestattet, wie man im Foto oben sehen kann. Und auch die Musik aus New Orleans ist richtig gut.

Stripclub der Neuzeit
Die vorletzte Station ist dann ein Rotlichtviertel aus der Gegenwart. Welche Stadt das ist, weiß ich jetzt gar nicht (hab' auch nicht alle Notecards gelesen). Aber von den Fotos würde ich auf die USA tippen. In der aufgebauten Straße gibt es, neben mehreren Bordellhäusern, auch eine Peepshow und einen Stripclub. Die Peepshow ist geskriptet und mit Animationsmenü für den Besucher ausgestattet.

Auch die Peepshow gehört zur gegenwärtigen Kultur
Die letzte Station ist dann nur noch ein kleiner Zusatz zum Rotlichtviertel der Gegenwart. Laut einer Studie von 2010 ist der typische Kunde eines Escort-Service ein männlicher Weißer, zwischen 40 und 50 Jahre alt, berufstätig, mit Hochschulabschluss und verheiratet. Die letzte Station zeigt das Apartment eines solchen Kunden. Allerdings ohne die Escort-Dame.

Ausweiskontrolle...
Auf keiner der Stationen wird irgendwelcher Sex gezeigt. Deshalb ist die Region auch nur unter Mature eingestuft.

Beim Aufbau hatte MoldyLocks Hilfe von den folgenden SL-Bewohnern: Hattie Panachek, Fontaine Seetan, Estrella Seminario, Mako Ijiin, Juju Amara Visco, Setsuna Murakami und ShuggerBabyee Luv.

So sehen Apartments von Leuten aus, die gerne Escort-Dienste in Anspruch nehmen.
Obwohl ich nicht alle Notecards gelesen habe, war ich doch weit über eine Stunde auf der Region. Allein das Stadtviertel von New Orleans zu besichtigen, braucht schon etwas Zeit. Insgesamt eine gute Idee für eine LEA-Region, die zudem auch noch gut umgesetzt wurde.

Zusammenfassung:

A Short History of Sex Work

Quelle: [LEA Blog] - LEA9 - A Short History - MoldyLocks