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Dienstag, 19. Mai 2020

Second Life und OpenSim in Leipziger Internet Zeitung

Quelle: Wizardoz Chrome / YouTube
Heute gibt es wieder ein Kurzprogramm bei mir im Blog. Da passt diese kleine Meldung ganz gut, die ich heute in meinem RSS-Reader gesehen habe.

In der Leipziger Internet Zeitung, die nach eigenen Angaben "erste, rein internet-basierte tagesaktuelle Regionalzeitung für Leipzig und Sachsen", ist am 18. Mai ein Artikel über Kunstausstellungen in Zeiten von Corona erschienen. Eigentlich hätte im September 2020 in Leipzig die 1. Interbiennale stattfinden sollen, aber die wurde wegen Corona auf Frühjahr 2021 verschoben. Inhaltlich ist das eine Werkschau für immersive Konzeptkunst.

Über den Autor William Gibson und seinem zweiten Roman der Neuromancer-Trilogie "Count Zero", wird dann der Bogen zur Verschmelzung von virtuellen und realen Welten gezogen. Dazu gibt es ein Video aus dem letzten Jahr, das von Wizardoz Chrome (aka Alba Rocca in RL) im Opensim Craft Grid aufgenommen wurde. Es sind Aufnahmen aus der Biennale "THE WRONG 2019" und das Projekt hieß wohl "THE FAKED".

Erstaunlich waren die Teilnehmer bei diesem Projekt. Etwa die Hälfte waren bekannte Second Life Künstler, die andere Hälfte ehemalige Second Life Nutzer, die ihren Schwerpunkt aber nun in OpenSim haben. Unter anderem haben aus SL mitgewirkt: Art Blue (Deutschland), Ayuki (Japan), Bryn Oh (Kanada), Cherry Manga (Frankreich) und Venus Adored (Niederlande).

THE FAKED in THE WRONG - A Living Door



Ebenfalls erwähnt wird die Virtual World Best Practice in Education (VWBPE 2020) Konferenz, auf der es eine kombinierte Schau der Immersionswelt "THE FAKED VR" sowohl für Android als auch für iPhone in Verbindung mit Google Cardboard und Oculus Go gegeben hat. Die App verwendete Szenen aus Second Life und OpenSim.

Sobald die Corona Beschränkungen wieder gelockert werden, soll es im LURU in der Spinnerei Leipzig eine Aufführung des Videos "Zima Blue: The Life of a Virus" geben, das ebenfalls von Wizardoz Chrome aufgenommen wurde. Eine verkürzte Version davon gibt es hier auf YouTube. Auch bei diesem Projekt haben wieder einige bekannte Namen aus SL und OpenSim mitgewirkt.

Es ist wirklich nett, mal einen deutschsprachigen Artikel über Second Life zu lesen, der nicht mit den Worten "Wer erinnert sich noch an..." beginnt. :)

Quelle: [L-IZ] - Auch virtuelle Kunst muss auf Corona-Einschränkungen reagieren

Donnerstag, 19. September 2019

Firestorm Viewer mit geänderter Regelung für OpenSim

Quelle: Firestorm Viewer
Am 18. September gab es im Firestorm Viewer Blog einen langen Beitrag zu kommenden Änderungen bezüglich der Unterstützung von OpenSim. Mein erster Gedanke war, den Text einfach zu übersetzen, aber der ist so lang, dass ich keine Lust darauf habe. Zumal wohl auch die Anzahl von OpenSim Nutzern, die meinen Blog lesen, im einstelligen Bereich liegen dürfte. Also fasse ich das epische Essay von Firestorm Cheffin Jessica Lyon nur grob zusammen.

Mit Veröffentlichung der Firestorm Version 6.2.4.57588 wurde im Juli 2019 eine Trennung zwischen der Second Life- und der OpenSim-Version eingeführt. Wer seitdem in beiden Grids einloggen wollte, musste sich zwei Firestorm Varianten parallel installieren (oder die ältere Version weiter nutzen, die noch beide Grids im selben Viewer unterstützt).

Dieses Vorgehen löste eine Diskussion zwischen OpenSim Betreibern und Nutzern mit dem Firestorm Team aus. Wichtigstes Argument war, dass man in OpenSim nur Funktionen aus Second Life einführen könne, wenn diese auch im OpenSim Viewer unterstützt werden (z.B. EEP oder Bakes On Mesh). Diese Diskussion brachte nun das Firestorm Team dazu, wieder zurück zum vorherigen Modell zu gehen. Also SL- und OpenSim-Unterstützung im gleichen Viewer.

Firestorm Login-Fenster
Das bald erscheinende Firestorm-Update mit der Bakes On Mesh Unterstützung wird somit wieder gemeinsam für SL und OpenSim angeboten. Allerdings hat das Firestorm-Team keine Zeit, die OpenSim Variante zu testen. Der Viewer wird so erscheinen, wie es sich nach Übernahme aller SL-Änderungen eben ergibt.

Nachdem Jessica Lyon betont, dass ihr die OpenSim Grids auch wichtig sind, rückt sie mit einigen statistischen Zahlen heraus, die aus meiner Sicht ganz interessant sind. Demnach wurde der Firestorm Viewer in den letzten 30 Tagen von 542.967 unterschiedlichen Accounts benutzt. Diese loggten sich insgesamt 9,9 Millionen mal in den 30 Tagen ein und verbrachten zusammen 17,7 Millionen Stunden in Second Life. Wohlgemerkt, nur mit dem Firestorm Viewer. Diese Zahlen wurden von Linden Lab ermittelt und dem Firestorm Team zur Verfügung gestellt.

Für die Anzahl von Firestorm-Nutzern in OpenSim hat Jessica keine statistischen Zahlen. Sie schätzt aber die Zahl auf etwa 2.000 Anwender. Gleich darauf schreibt sie, dass dieser große Unterschied nicht der Grund dafür sei, dass man der Entwicklung des Second Life Viewers die höchste Priorität einräumt, sondern weil man keine engagierten OpenSim Viewer-Entwickler finden würde. Und weil es eben sehr viele verschiedene OpenSim-Grids mit vielen unterschiedlichen Serverversionen und internen Funktionen gibt, die man gar nicht alle mit einem einzigen Viewer abdecken könnte.

Aktuell sind Firestorm für Second Life
und OpenSim noch getrennt.
Im nächsten Absatz zählt Jessica die Probleme auf, die sich bei der Entwicklung eines OpenSim Viewers ergeben. Das lasse ich hier weg. Wichtigste Aussage ist, dass man keinen Referenz-Viewer hätte, der mit allen OpenSim Grids problemlos zusammenarbeiten würde.

Dennoch will das Firestorm-Team sein Bestes geben, um die Kompatibilität mit OpenSim auch in Zukunft so gut es geht zu gewährleisten. Allerdings nur für eine der OpenSim-Serverversionen. (Welche das ist, sagt Jessica nicht. Aber ich tippe auf die Version aus dem OSGrid, da es eines der größten Grids ist). Der Hauptfokus bleibt aber immer auf der aktuellen Entwicklung von Linden Lab für Second Life.

Dann zählt Jessica einige Beispiele aus der Viewer-Entwicklung auf, bei denen bald Probleme mit OpenSim entstehen könnten. Dazu gehört an erster Stelle das Environmental Enhancement Project (EEP). Das wird von OpenSim noch nicht unterstützt und nach dessen Einführung werden Regionen in OS mit dem Firestorm wohl ziemlich komisch aussehen. Weitere Funktionen, die Probleme verursachen können, sind das Estate Access Management (EAM) und die fortlaufenden Love Me Render Updates, die an der Darstellung von Avataren, Texturen und Meshes Änderungen vornehmen.

Im letzten Absatz sucht Jessica dann nach OpenSim Entwicklern, die gern für das Firestorm Team arbeiten würden. Die können sich unter der E-Mail-Adresse admin@phoenixviewer.com bewerben.

Quelle: Opensim. The good, the bad and the ugly

Links:

Montag, 28. Januar 2019

InWorldz-Nachfolger Islandz schließt in Kürze

Quelle: Islandz
Letztes Jahr im Sommer hatte ich hier, hier und hier über das Ende des OpenSim Grids "InWorldz" und dem geplanten Neuanfang unter dem Namen "Islandz" berichtet.

Der Grund für das Ende von InWorldz war ein katastrophales Finanzmanagement, das laufende Kosten nicht durch die Einnahmen deckte, sondern durch Kredite. Betreiberin Beth Reischl gab der kreditgebenden Bank die Schuld, die aber im Grunde nur nach ihren Geschäftsbedingungen handelte.

Jedenfalls wollte Beth mit Islandz neu beginnen und alles besser machen. Die ersten Regionen waren seit Mitte November 2018 erhältlich. Im Dezember gab es dann eine neue Preisliste, die für ein OpenSim Grid allerdings ziemlich hochpreisig war (siehe Übersicht rechts unten).

Gestern wurde nun auf Hypergrid Business gemeldet, dass Islandz nach nur zwei Monaten offiziellem Betrieb geschlossen wird. Abschaltdatum ist um den 7. Februar 2019 herum. Eigentlich ist das Auftauchen und Verschwinden von OpenSim Grids nichts Ungewöhnliches und so was passiert fortwährend. Doch InWorldz war früher einmal das Grid mit den meisten aktiven Nutzern und deshalb gibt es ein höheres Medieninteresse.

Übersicht der Regionspakete und Preise für Islandz
(Anklicken für größere Ansicht) / Quelle: Islandz
Als Grund für das erneute Ende führte Beth Reischl diesmal mehrere Gründe an. Im Wesentlichen gibt sie auf, weil auch das neue Grid nicht kostendeckend zu betreiben ist. Aber sie schreibt auch, dass ein großer Teil der InWorlds Nutzer nicht in Islandz weitermachen will und sich dort auch gar nicht erst angemeldet hat. Und schließlich schreibt sie, dass sie enormen Stress mit dem Betrieb des Grids hätte und sie keine Lust mehr hat, ohne einen Verdienst noch einen einzigen Monat diese Arbeit weiterzuführen.

Dass auch diese Meldung wieder in die Rubrik "Drama" fällt, liegt an der Aussage von Beth Reischl, dass sie jedem Islandz Nutzer nun einfach alle Objekte aus ihrem Inventar und von ihren Regionen als OAR-Backup zuschicken will. Auf Copyright oder Lizenzen will sie dabei keine Rücksicht nehmen. Das ist natürlich ein Aufreger für alle Ersteller, die im Islandz Grid ihre Produkte mit eingeschränkten Rechten angeboten haben. Denn durch ein OAR können diese Objekte in jedem anderen Grid dann Full Perm genutzt werden.

Soweit die Zusammenfassung vom Artikel auf Hypergrid Business. Keine Ahnung, ob das nun das tatsächliche Ende von Islandz ist, oder ob sich Entscheidungen über Nacht wieder ändern. Ein anderes OpenSim Grid namens "AviWorlds" wurde ungefähr zehn mal geschlossen und wiedereröffnet.^^

Links:

Samstag, 25. August 2018

Nachfolger von InWorldz soll Islandz heißen

Modifiziertes Logo / Grundlage: InWorldz
Vor einem Monat hatte ich hier und hier über das Ende des größten kommerziellen OpenSim Grids berichtet. Am 27. Juli wurde InWorldz abgeschaltet. Seitdem habe ich nicht mehr viel von den Betreibern gehört. Nach der Schließung zogen noch ein paar weitere Unterstützer ihre Zahlung aus der GoFundMe Kampagne zurück. Aber aktuell sind immer noch 15.881 US-Dollar vorhanden.

Am 21. August meldete New World Notes, dass die ehemaligen Betreiber von InWorldz aktuell daran arbeiten, einen Nachfolger mit dem Namen "Islandz" an den Start zu bringen. Dazu wurde auch schon eine Homepage reserviert. Die enthält aktuell aber noch keine Informationen oder ein Logo. Nur Werbung vom Domain Provider..

Beth Reischl, die Gründerin von InWorldz, hat dann Wagner James Au auf ein paar Fragen geantwortet. Islandz ist kein neues InWorldz, sondern ein komplett neues Geschäftsmodell und ein neues Grid, das auf Basis des Halcyon Code betrieben wird. Die gesicherten Daten von InWorlds können jedoch übernommen werden. Beth sagte zu Wagner, dass man die sogenannten OAR Dateien, die das Inventar der einzelnen InWorldz Nutzer enthalten, so filtern will, dass nur Objekte nach Islandz übernommen werden, die der Besitzer auch selbst erstellt hat.

Ende der kommenden Woche (ca. 31. August) sollen erste Tests im neuen Grid möglich sein. Erst danach wird man sich um die Homepage kümmern. Die Finanzierung für den Start von Islandz, wird über den Restbetrag der GoFundMe Kampagne getätigt. Angeblich in Übereinstimmung mit den meisten der Unterstützer.

Die finanztechnischen Probleme, die zum Ende von InWorldz geführt haben, soll es mit Islandz nicht geben. Während man für das alte Grid monatlich die immer gleichen Fixkosten für die Server zahlen musste, sollen es bei Islandz nur die Serverkosten sein, die man tatsächlich zum Betrieb des Grids benötigt. Und diese Kosten will man durch Verbesserungen dann im Laufe der Zeit noch reduzieren.

Soweit die Ausführungen im Artikel von Wagner. In den Kommentaren scheint jedoch schon wieder das Drama im Vordergrund zu stehen. Einige glauben nicht, dass die OAR-Dateien mit dem InWorldz Content, lizenzgerecht gefiltert in das neue Grid übernommen werden. Einige möchten nicht, dass ihr Content aus InWorldz in das neue Grid importiert wird. Darunter zum Beispiel auch Chic Aeon. Sie kritisiert vor allem, dass es keine Informationen von den Gridbetreibern gibt, welche OARs übernommen werden, wie der Content darin gefiltert wird und was zum Beispiel mit Fullperm Objekten passiert, denen eine Lizenz zur ausschließlichen Nutzung für InWorldz beigelegen hat.

Ich werde das Thema weiterhin am Rand verfolgen und wenn das Drama sich zuspitzt, gibt es wieder eine Meldung bei mir. :)

Links:

Quelle: [NWN] - Community Members of Defunct Inworldz Rally to Crowdfund New World

Donnerstag, 26. Juli 2018

Kleines Update zur InWorldz Krise

Quelle: InWorldz
So langsam geht mir das warme Wetter auf den Keks. Meine Wohnung erreicht jetzt eine Temperatur, bei der Bloggen kein Spaß mehr macht. Am besten funktioniert bei mir aktuell das Hirn einfach treiben zu lassen, ohne jegliche Anstrengung. :)

Deshalb jetzt nur ein kurzes Update, ohne dieses Sommerdrama tiefer zu recherchieren. Gestern hatte ich hier berichtet, dass das bekannte OpenSim Grid InWorldz in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist, kurz vor der Schließung stand und durch eine GoFundMe Kampagne schon fast so gut wie gerettet erschien.

Im Laufe der letzten Nacht wurde dann das anvisierte GoFundMe Ziel erreicht. Gleichzeitig startete aber auf Discord und im InWorldz Forum eine Diskussion, dass das Geld aus der Kampagne so spät ausgezahlt wird, dass man nicht rechtzeitig den Server-Anbieter bezahlen kann. Und dass man in einem Monat wahrscheinlich wieder vor dem gleichen Problem stehen werde.

Daraufhin gab es immer mehr Stimmen, dass man anstatt das alte Grid zu retten, lieber mit dem Geld von GoFundMe ein neues Grid starten sollte. Doch mit dieser Diskussion spalteten sich die Unterstützer der "Rettet InWorldz Idee" in zwei Lager. Ein Teil zog sein Geld von GoFundMe wieder ab. Kurz darauf wurde die Kampagne dort vorzeitig beendet und das Geld ist jetzt bei einem Stand von 16.211 US‑Dollar eingefroren. Gleichzeitig meldeten sich auch einige Content Ersteller, die auf keinen Fall ihren Content in einem neuen Grid sehen wollen.

Aktuell gibt es jetzt eine Menge Drama Diskussion mit völlig offenem Ende. Jeder will etwas anderes, einer der Mitgründer von InWorldz hat nur noch wenig Hoffnung für die Zukunft des Grids und niemand kann aktuell genau sagen, wie es weitergeht. Ziemlich klar scheint aber zu sein, dass nun InWorldz am Freitag doch abgeschaltet wird.

Was ich bei der Geschichte ziemlich übel finde, ist die GoFundMe Kampagne. Sie hatte als Ziel, das bestehende InWorldz Grid zu retten und nun entscheiden die Grid Betreiber einfach so, dass man das Geld für ein neues Grid verwenden will. Oder vielleicht auch für noch was ganz anderes? Hätte ich da auch nur 10 Dollar beigesteuert, würde ich mir so richtig verarscht vorkommen. Sommerloch, was willst du mehr...?

Links:

Dienstag, 24. Juli 2018

InWorldz in Schwierigkeiten - Rettung naht

Quelle: InWorldz
Gestern machte die Meldung die Runde, dass InWorldz, das größte, geschlossene Grid im OpenSim Bereich, in so großen finanziellen Schwierigkeiten ist, dass es bereits am Freitag, den 27. Juli abgeschaltet werden soll.

Beth Reischl (Avatarname Elenia Llewellyn), eine der Gründerinnen von InWorldz, hat am 23. Juli in einem langen Statement erklärt, wie es dazu kam. Das möchte ich jetzt nicht alles zusammenfassen. Nur so viel: Anscheinend sind auch nach zehn Jahren Betrieb dieser Plattform die Betreiber immer noch auf Darlehen angewiesen, um die monatlichen Serverkosten für das Grid zu bezahlen. Das letzte Darlehen wurde aufgrund von Änderungen beim Dienstleister (eine Unterfirma von PayPal) und verschiedenen Versäumnissen auf Seiten von Beth Reischl nicht mehr ausbezahlt. Es war meiner Ansicht nach eine Verkettung von unglücklichen Ereignissen und Dummheit.

Jedenfalls ist die nächste Zahlung der InWorldz Server am 27. Juli fällig und das Geld ist nicht vorhanden. In ihrem Statement schrieb Beth zunächst, dass deshalb das Grid an diesem Tag abgeschaltet wird. Rückzahlungen von bestehendem Inworld-Geld sollte es nicht geben. Sicherheitskopien der Regionen (OARs) und des Inventars sollte aber jeder bekommen.

Irgendwann in der letzten Nacht, wurde dann eine GoFundMe Kampagne von Beth Reischl gestartet. Damit soll die Zahlung der Server für einen weiteren Monat gesammelt werden. Und nach nur 17 Stunden sieht es stark danach aus, dass dies auch funktioniert. Von den benötigten 17.000 US-Dollar sind aktuell schon 13.800 USD zusammengekommen. Ich schätze, dass bis morgen das Ziel erreicht wird. In diesem Fall will dann Beth das Grid weiterführen und die finanzielle Abwicklung einem neuen Dienstleister überlassen.

Also eigentlich scheint das nur eine weitere Sommerlochgeschichte zu sein. Aber wie schon einige auf SLUniverse geschrieben haben, es ist sehr merkwürdig, dass ein kommerzielles Grid mit den höchsten Preisen für Regionen im OpenSim Bereich, auf monatliche Darlehen angewiesen ist, um die Server zu bezahlen. Da scheint etwas grundsätzlich nicht mit der Geschäftsführung zu stimmen.

Links:

Mittwoch, 23. November 2016

Austin Tate importiert OpenSim Regionen in Space

Quelle: Sine Wave Space
Ich habe seit meinem letzten Bericht zu Space von Sine Wave, immer mal wieder kurz in dieser neuen virtuellen Welt eingeloggt, aber sie steht eben noch ziemlich am Anfang. Im Wesentlichen ist es noch die Zeit der Pioniere und Ersteller, die aktiv an der Gestaltung einer neuen Plattform teilhaben wollen. Für reine Konsumenten gibt es noch nicht besonders viel.

Jedoch sieht man auch, dass inzwischen einige bekanntere Entwickler und Ersteller sich für Space interessieren. Aus Second Life ist das Maxwell Graf (vom Label Rustica), der schon immer Interesse an neuen virtuellen Welten hatte. Er hatte bereits in Cloud Party und High Fidelity kleinere Projekte umgesetzt. Jetzt will er wohl eine Rennsimulation auf einer sehr großen Region in Space als Projekt starten. Vor ein paar Tagen hat er dazu ein erstes Video auf YouTube hochgeladen. Die Vehikel-Physik sieht schon mal gut aus.

OpenSim Entwickler Austin Tate von der University of Edinburgh, testet dagegen seit Wochen, wie man lizenzfreien Content aus OpenSim mit einem Konvertierungsprogramm zuerst in Unity importieren und dann in Space hochladen kann. Darüber berichtet er ausführlich in seinem Blog.

Sein erster Versuch war mit einer bekannten Starter-Region für OpenSim Neulinge. Solche Regionen liegen im OAR-Format vor (OAR = OpenSim Archiv). Mit diesem Test hat Austin dann auch gleich eine Anleitung geschrieben, wie man ganze Regionen aus OpenSim in Space importieren kann. Die erwähnte OpenVCE Region, kann man inzwischen auch in Space besichtigen unter der Adresse http://sine.space/locations/openvce (für den Viewer), bzw. unter http://go.sine.space/openvce (für den Browser).

OpenVCE Region / Quelle: Austin Tate's Blog
Vor einigen Tagen hat Austin dann vier verschiedene Installationen aus OpenSim getestet und zu jedem Test einen Blogpost geschrieben. So wie es aussieht, lässt sich so gut wie alles importieren. Theoretisch müsste das auch mit Second Life Regionen gehen, allerdings kann man dort leider keine OAR-Dateien erzeugen. Außerdem ist es mit dem SL-Berechtigungssystem auch ungleich schwerer, überhaupt etwas zu exportieren.

Von den Projekten, die Austin getestet hat, finde ich vor allem Space City und die ISS Region interessant. Beides kann man aber zur Zeit noch nicht in Space besuchen. Hier mal zwei Bilder aus Austins Blog. Sie zeigen die Ansicht im Space Viewer.

Space City / Quelle: Austin Tate's Blog
ISS Region / Quelle: Austin Tate's Blog
Zu jeder Region, die Austin in Space importiert hat, schreibt er die Upload- und Downloadgrößen für die Daten mit dazu. Die ISS hat zum Beispiel 123 MB für den Upload und 148 MB für den Download im Windows Viewer, bzw. 82 MB Download im WebGL Browser. Das bedeutet, diese Raumstation würde noch gerade so auf eine kostenlose Region passen, die man als Ersteller in Space zur Verfügung gestellt bekommt.

Da mir die Zeit gerade ausgeht, hier nur noch die Links zu den Beiträgen mit den einzelnen Space Imports aus OpenSim. Die Ölbohrstation ist auch ziemlich nett.

Falls die ISS als Region öffentlich zugänglich gemacht wird, werde ich noch einmal darüber bloggen. Denn solche virtuellen Installationen finde ich ausgesprochen interessant.

Allgemeine Links:

Montag, 27. Juni 2016

Bryn Oh gestaltet OpenSim Regionen für AVESS-Projekt

Brücke zur Sandbox / Quelle: Bryn Oh
Am Sonntag hat Bryn Oh in ihrem Blog einen langen Artikel geschrieben, in dem es um ihre Beteiligung am AVESS-Projekt (Advanced Virtual Environment Support Space) geht. Bei diesem Projekt wird in einem OpenSim Grid eine therapeutische Umgebung für PTSD-, TBI- und Herzinfarkt-Patienten geschaffen. PTSD ist die Abkürzung für Posttraumatic Stress Disorder (Posttraumatische Belastungsstörung) und TBI bedeutet Traumatic Brain Injury (Schädel-Hirn-Trauma).

Das AVESS-Projekt wurde vor einigen Jahren vom Congressionally Directed Medical Research Program gestartet, das wiederum vom US-Milität finanziert wird. Die Leitung des Projekts wurde an Virtual Ability, Inc. übertragen, die auch in Second Life einen bekannten Namen als Hilfsorganisation für geistig und körperlich behinderte Menschen hat.

Vor zwei Jahren wurde Bryn Oh von Virtual Ability angesprochen, ob sie nicht vier Regionen im Rahmen des AVESS-Projekts gestalten könnte. Sie sollen dazu beitragen, dass Angehörige des US Militärs mit PTSD wieder mit bestimmten Dingen zurechtkommen und ihnen der Weg zurück in die Gesellschaft erleichtert wird. Dabei wurden Bryn keinerlei Vorgaben gemacht. Sie durfte einfach das gestalten, was ihr persönlich zu dieser Aufgabe in den Sinn kam.

Der Orientierungsbereich auf Bryns Regionen / Quelle: Bryn Oh
Bryn beschreibt in ihrem Posting dann, welche Gedanken sie hatte bezüglich den späteren Nutzern ihrer zu gestaltenden Regionen. Sie scheint in einem Soldaten mehr ein Instrument der Machthabenden für die Umsetzung ihrer Ideologien zu sehen, als einen freidenkenden Menschen, der aus patriotischen Gründen für sein Land kämpft. Sehe ich in etwa auch so. Bryn schreibt auch, dass die große Mehrheit aller Lebewesen auf der Erde, nicht bis zum Tod gegeneinander kämpft. Auch der Mensch hätte im Normalfall eine instinktive Schranke, die sich dagegen sträubt, jemand anderen zu töten.

Bryn schreibt zu diesem Thema noch wesentlich mehr, aber sie schweift dabei auch etwas ab. Jedenfalls merkt man, dass sie sich mit den Gründen für die Ursache von PTSD Gedanken gemacht hat. Und das ganz speziell für die Soldaten der US-amerikanischen Armee, die ja nicht immer in politisch korrekte Kämpfe geschickt werden.

Damit Bryn ein paar Anhaltspunkte für ihre Gestaltung der Regionen hatte, hat sie sich mit mehreren Trauma-Soldaten unterhalten und sie gefragt, welche Dinge sie mögen. Als Beispiel beschreibt sie auch einen Fall, der ziemlich eindrücklich klar macht, für welche Leute dieses OpenSim Projekt gedacht ist.

OpenSim Avatare von Bryn (links) und Cica (rechts)
Quelle: Bryn Oh
Ein junger Soldat aus einem kleinen Ort mit 3000 Einwohnern in Idaho, hat durch eine Straßenmine beide Beine verloren. Er überlebt das gerade mal so, verbringt aber ein komplettes Jahr im Krankenhaus. Er wird von Psychologen betreut und kann bald nach Hause zu seinen Eltern gehen. Seine Schulfreunde kommen ihn zwar besuchen, aber das wird immer weniger, weil beide Seiten mit der Situation Schwierigkeiten haben. Und niemand im Umfeld des Soldaten kann vollständig verstehen, was in ihm vorgeht. Seine geistige Konditionierung aus der Armee löst sich nach und nach auf, was zusätzliche Probleme erzeugt.

Bryn hat sich bei ihrer Gestaltung darauf konzentriert, den traumatisierten Menschen etwas zu geben, was für uns alltäglich und banal erscheint, aber für PTSD Patienten eben nicht mehr so einfach ist. Zum Beispiel Camping machen und die notwendigen Sachen dazu in verschiedenen Shops kaufen. Ebenso hat Bryn eine Orientierungsregion in ihr Gesamtkonzept eingebaut, damit die Teilnehmer erst einmal die grundlegenden Funktionen von Viewer und Interaktionen kennenlernen. Und es gibt auch eine Sandbox, in der Bryn schon einige Grundelemente bereitgestellt hat, damit man diese zu größeren Objekten zusammmenbauen kann.

Bryn hat sich zur Unterstützung auch Cica Ghost und Caer Balogh mit in das Projekt geholt. Caer war behilflich, die in OpenSim etwas problematischeren Skripte zu schreiben, während Cica einige ihrer Ideen und Kreationen in die Gestaltung mit einbrachte. Insgesamt wurde an diesem Projekt nun zwei Jahre gebaut. Auf Seiten von Virtual Ability hat Eme Capalini und Gentle Heron das Projekt begleitet. Gentle war eine der Hauptdarstellerinnen in der SL-/WoW-Doku Login 2 Life.

Das Video, das Bryn von ihren Regionen gedreht hat, ist auf YouTube in Deutschland leider mal wieder wegen der GEMA gesperrt. Aber es gibt zum Glück andere Seiten, die sich der Musikmafia nicht beugen. Und deshalb bette ich das Video hier ein.

PTSD virtual environment


PTSD virtual environment

Links:

Quelle: [Bryn Oh] - PTSD for United States Military - AVESS

Montag, 25. Januar 2016

Firestorm Leiterin empfiehlt Alchemy Viewer für OpenSim


Quellen:
Firestorm / Alchemy
Eigentlich habe ich schon vor Jahren aufgehört, die Seite von Hypergrid Business zu lesen, denn die regelmäßigen Weltrekord-Meldungen von Frau Korolov fand ich einfach zu lächerlich. Aber hin und wieder werde ich durch Tweets oder Links dann doch auf eine Meldung dieser Seite aufmerksam. Und diese hier gebe ich einfach mal weiter, da sie eigentlich aus einer anderen Quelle stammt. Außerdem geht es um ein generelles SL-/OpenSim-Thema und es werden ein paar interessante Informationen erwähnt.

Jessica Lyon, die Projektmanagerin des Firestorm Viewers, war am 10. Januar zu Gast in der wöchentlichen Talkshow "InWorld Review" von Mal Burns, die im Canadian Grid stattgefunden hat. Auf Mal Burns Lobeshymne, dass der Firestorm der meistgenutzte Viewer beider virtueller Welten sei, hat Jessica dann das Folgende gesagt:
"Der Alchemy ist im Augenblick wohl der kompatibelste Viewer für OpenSim. Dank den Bemühungen von Entwicklerin Cinder Roxley.

Cinder ist in vielen Bereichen stark in OpenSim involviert. Während das Firestorm Team sich immer mehr auf die Unterstützung von Second Life konzentriert. Wir haben in unserem Team keinen Entwickler mehr, der etwas für OpenSim macht.

Wir haben aktuell 400.000 unterschiedliche Nutzer, die sich jeden Monat mit dem Firestorm in Second Life einloggen. Bei OpenSim sind es vielleicht 1.000, vielleicht auch 10.000 im Monat. Deshalb konzentrieren wir uns auf den Bereich, in dem wir am meisten erreichen können.

Inzwischen erweitert sowohl Linden Lab als auch das OpenSim Team ihre Plattformen mit neuen Funktionen und passen sie an. Aber es gibt zu wenige Informationen, die von den OpenSim Entwicklern herausgegeben werden. Und das macht es schwierig, die Kompatibilität aufrecht zu erhalten.

OpenSim benötigt die Entwicklung eines eigenen Viewers. Darauf wird es letzten Endes hinauslaufen. Unsere älteren Versionen vom Firestorm haben eine bessere Kompatibilität zu OpenSim als unsere neueren. Und diese Lücke wird in Zukunft noch größer werden, da wir weiterhin mit Second Life kompatibel bleiben wollen."

Nach den Aussagen von Jessica Lyon erklärt Maria Korolov in ihrem Blogpost, wie man den Alchemy Viewer zur Nutzung in OpenSim installieren kann. Der Unterschied im Vergleich zu einer SL-Installation, ist die Auswahl des OpenSim Grids per LoginURI in der "Grid"-Registerkarte in den Einstellungen. Ebenso sollte man dort auch die Option aktivieren, die Grid-Auswahl auf dem Loginbildschirm anzuzeigen.

Mal Burns (links) und Jessica Lyon (rechts) - Inworld Review, 16. Januar 2016
Zum Schluss kommt noch Cinder Roxley zu Wort, die auf Fragen von Maria Korolov antwortet.
Cinder äußert sich wie folgt:
"Der Firestorm orientiert sich mehr an der Entwicklung neuer Funktionen. Er ist sowas, wie ein Sammelbecken aller Viewer und hat alles eingebaut. Der Fokus des Alchemy war bisher die Erhöhung der Performance und ein intuitives Design. Die meisten Leute, die den Alchemy ausprobierten, haben sofort bemerkt, dass er von der Optik einem offiziellen Second Life Viewer entspricht. Aber der größte Teil der Arbeit die wir machen, befindet sich unter der Oberfläche, wo wir sehr unterschiedlich zum SL Viewer sind.
Dennoch arbeiten wir eng mit Linden Lab zusammen, um unsere verborgenen Änderungen rückwirkend in deren Code zu bringen, was es für uns einfacher macht, wiederum ihre Änderungen zu übernehmen, während wir unseren eigenen Code bewahren. Unsere Funktionen sind nicht immer sofort für die Nutzer erkennbar."

Zusätzlich sagt Cinder noch, dass sie entschieden hat, eine saubere Lösung zu erstellen und die Kompatibilität für OpenSim komplett neu zu entwickeln. Dabei soll der OpenSim Basiscode wesentlich aufgeräumter werden und den grundlegenden Unterschieden Rechnung tragen, die es noch nicht gab, als OpenSim in andere Viewer eingebunden wurde. Denn Dinge wie Var-Regionen, Hypergrid und Export-Kontrollen waren 2010 noch nicht vorhanden.

Abschließend wird noch erwähnt, dass im Alchemy für Hypergrid-Sprünge keine hop:// Links verwendet werden, sondern dort heißen sie x-grid-location-info://

Hier ist das Video zum Inworld Review. Da das länger als zwei Stunden dauert, habe ich das so eingebettet, dass es bei Jessica Lyons Aussagen startet.

Inworld Review - 10th January 16



Der Alchemy hat seit Oktober 2015 kein Update mehr erhalten. Der Grund könnte das von Cinder erwähnte völlige Neuschreiben des OpenSim Code sein, denn ich war kürzlich in der Alchemy JIRA und dort ist schon noch Aktivität zu sehen. Also wird wohl bald mit einem Update zu rechnen sein.

Links:

Quelle: Firestorm lead recommends Alchemy viewer for OpenSim

Samstag, 11. April 2015

Kann Amazon AppStream zum Ersatz für SL Go werden?

Quelle: Amazon AppStream
Sowohl New World Notes als auch Modemworld haben in den letzten Tagen in einem Blogpost darüber spekuliert, ob Linden Lab das Ende April funktionsuntüchtige SL Go durch einen anderen Dienst ersetzen könnte. Seit der Meldung, dass Sony die Rechte an OnLive gekauft hat und alle Dienste dieser Firma in drei Wochen einstellen wird, gab es doch ziemlich viele Diskussionen in der SL-Community, ob man SL Go durch andere Betreiber fortführen könnte, oder ob es irgendeine Möglichkeit für einen gleichwertigen Dienst gäbe. Allein im Firestorm-Blog (der ja als Viewer für das mobile SL Go zum Einsatz kam), wurden auf die Meldung vom Ende des Dienstes bisher 136 Kommentare geschrieben.

Inzwischen ist es aber klar, dass SL Go als Dienst wie er bei OnLive gelaufen ist, so nicht weitergeführt werden kann. Dazu fehlen nun die Urheberrechte für die Streamübertragung, die ja Sony gekauft hat. Dennis Harper, der Produktmanager von SL Go, hat das auch gestern in der Drax Radio Hour so in etwa wiedergegeben. Allerdings hofft er ebenfalls, dass irgendjemand wieder einen Streaming-Dienst für SL starten wird und dass er dann vielleicht auch wieder bei der Entwicklung helfen kann, denn er wird am 30. April wohl arbeitslos.

Doch zurück zu den eingangs erwähnten Artikeln. Inara Pey auf Modemworld war schon am Mittwoch der Ansicht, dass der Amazon AppStream geeignet sei, um etwas Ähnliches wie SL Go einzurichten. Wagner James Au griff dann gestern Inaras Artikel auf und erweiterte die möglichen Kandidaten noch um LiquidSky und Leap Computing.

Introduction to Amazon AppStream 



Gleich der erste Kommentar zum Artikel auf New World Notes kam dann von Diva Canto, eine der Hauptentwicklerinnen der OpenSimulator Software. Sie berichtet darüber, dass sie zusammen mit Nebadon Izumi (OSGrid Admin) eine modifizierte Version des Singularity Viewers über den Amazon AppStream so einrichten konnte, dass man sich damit in einem OpenSim Grid auf einem Tablet einloggen konnte. Das Einrichten soll sogar extrem einfach gewesen sein. Dazu gab es gleich noch ein Video, in dem der gestreamte Viewer im OSGrid zu sehen ist.

AWS Appstream Onlook Osgrid (Windows) 



Etwa zeitgleich mit dem Kommentar von Diva auf NWN, meldete sich Nebadon im Artikel auf Modemworld, wo er ebenfalls das Video postete. Und heute erschien nun ein Blogpost von Bill Glover, dem es gelungen ist, einen Firestorm Viewer über Amazon AppStream in Second Life zu nutzen. Und das sowohl auf einem Chromebook als auch auf einem Android Smartphone. Das läuft zwar noch alles andere als rund, aber es funktioniert.

Die Frage ist nun, ob es Möglichkeiten gibt, mit Amazon einen Rahmenvertrag für einen massiv genutzten SL-Stream auszuhandeln, auf dem ein professioneller Dienst ähnlich SL Go aufgesetzt werden kann. Ziel müsste es sein, den Dienst dann wieder einer breiten Nutzerschaft zu einem ähnlichen Preis anzubieten, wie bei SL Go. Und ein weiterer Schritt wäre dann natürlich auch wieder einen Viewer zu entwickeln, der über Touchscreen auf einem Tablet bedient werden kann. Denn ein normaler SL Viewer auf einem Tablet ist nicht sehr funktionell.

Vielleicht springt ja doch, wie einige hoffen, Linden Lab in die Bresche und richtet selbst so einen Dienst ein. Das wäre sicher auch für etwaige Verhandlungen von Vorteil, denn Amazon-Gründer Jeff Bezos war einer der ursprünglichen Investoren von Linden Lab. Und sollte ein Streamen über Amazon AppStream möglich gemacht werden, dann hätten wir es sogar in Deutschland zur Verfügung, da hier die gesetzlichen Auflagen, die OnLive ein Streamen untersagt hatten, nicht gelten. Sollte LL nicht tätig werden, gäbe es noch die Möglichkeit einer Drittfirma. Das wäre meines Erachtens aber mit einigen Risiken verbunden.

Links:

Sonntag, 15. März 2015

Dies und Das - KW 11/2014

Heute gibt es mal wieder ein Dies und Das mit verschiedenen Kurzmeldungen rund um Second Life. Ich habe während der Woche einfach genug Themen gelesen, für die sich kein eigener Blogbericht lohnt, die ich aber gerne unter die Leute bringen würde. Also, hier ein paar kurze Infos aus der abgelaufenen Woche:


Linden Lab untersagt L$ Nutzung in Avination

Durch einen Artikel auf Hypergrid Business wurde nun bekannt, dass Linden Lab die Betreiber der OpenSim Plattform Avination aufgefordert hat, keine Linden Dollar mehr in dieses Grid zu transferieren. Bisher war es möglich, Regionen in Avination auch in Linden Dollar zu bezahlen, oder über sogenannte ATM-Stationen Linden Dollar in C$ umzutauschen.

Die Anwälte von LL begründen das mit den aktuellen Nutzungsbedingungen für die virtuelle Währung von SL, die jegliche Nutzung außerhalb von Second Life untersagt. Das hat in erster Linie etwas mit den gesetzlichen Vorgaben der US-Finanzbehörde zu tun, wegen denen Linden Lab Mitte 2013 auch die eigene ToS für SL-Nutzer und SL-Tauschbörsen geändert hat.

Die eigentliche Meldung aus dem Hypergid Business Artikel stammt aus dem Avination Blog, weswegen mein Quellenlink auch dorthin verweist.

Quelle: Linden Labs cut transfer of Linden Dollars to other virtual worlds


Quelle: Firestorm Viewer
Soll "Letzte Position wiederherstellen" erhalten bleiben?

Am 14. März fragte Jessica Lyon im Firestorm Blog die Nutzer dieses Viewers, welche einleuchtenden Gründe es gäbe, die Funktion "Letzte Position wiederherstellen" (englisch: "Restore to last Position") für den Viewer zu erhalten. Linden Lab hatte im letzten TPV-Entwicklertreffen erwähnt, dass sie diese Funktion demnächst serverseitig blockieren wollen. In erster Linie, weil bei falscher Anwendung in Verbindung mit "No Copy" Objekten, diese im Nirwana verschwinden und für den Nutzer verloren sind.

Offenbar will sich LL das aber noch einmal überlegen, wenn von den Nutzern genug Gründe genannt werden, die ein Verbleib der Funktion rechtfertigen. Aktuell gibt es schon 42 Kommentare zu diesem Blogpost innerhalb von 24 Stunden.

Ich selbst nutze den Firestorm nicht, aber soweit ich in Foren gelesen habe, wird diese Funktion oft benutzt, wenn man von einer Parzelle zu einer anderen umzieht und die auf dem Land gerezzten Objekte exakt wieder so positioniert haben will, wie auf dem alten Grundstück.

In einer Woche will das Firestorm Team aus allen Kommentaren die wichtigsten Punkte in einer E-Mail zusammenfassen und an Linden Lab schicken. Mal sehen, was daraus wird.

Quelle: ‘Restore to last Position’ needs you!


Quelle: [Facebook] - Virtualize It
Termine für Spiegel TV Reportage "Virtualize It"

Das ist nur eine ganz kurze Meldung. In den letzten Monaten habe ich gelegentlich in meinen Postings erwähnt, dass im April 2015 eine Spiegel TV Reportage erscheint, die sich um Second Life, Linden Lab, OpenSim und Minecraft drehen wird. In erster Linie geht es aber um Second Life und Linden Lab. Daran gearbeitet wird mindestens schon seit Juli 2014.

Zu dieser Doku gibt es auch eine eigene Seite auf Facebook. Jedoch wurde dort bisher noch kein Ausstrahlungstermin genannt. Jetzt habe ich einfach mal auf der Spiegel TV Wissen-Seite nach der Doku gesucht und dort findet man diese Info. Die Reportage besteht aus drei Teilen und diese werden am 22./23./24. April 2015 ausgestrahlt. Allerdings ist dieser Sender ein Pay TV Kanal, den sicher die Wenigsten empfangen können. Deshalb hoffe ich, dass die Doku auch irgendwo im freien TV oder als Stream im Web zu sehen sein wird.

Hier der Link zur Seite mit dem Suchergebnis:
>> Spiegel TV Wissen: Virtualize It


Die WilderMills H-120
Wilder Skies ist wieder zurück

Ältere SL-Piloten kennen sicher noch Wilder Skies, den Anbieter von Flugvehikeln, der bis ca. 2011 auch drei eigene Regionen mit Shop, Flugzeugträger und Wettflugkurs im SL Grid hatte. Dann gaben Niki Wilder and MeganAnn Mills ihr Business in SL auf und verschwanden aus der aktiven Aviation-Szene.

Nun habe ich gesehen, dass Niki Wilder wieder zurück ist. Mir einem neuen Flugzeug auf dem Marketplace und einem holprigen Flughafen auf dem Satori-Kontinent. Dort kann man, neben dem neuen WilderMills H-120 Jet, auch einige der älteren Wilder Skies Flugzeuge ansehen und kaufen.

Ich habe mir gestern das neue Flugzeug mal angesehen. Niki ist nun auch auf Mesh-Erstellung umgestiegen. Außen ist der Jet zwar etwas unsauber verarbeitet, aber im Inneren sieht er sehr gut aus. Deshalb hier noch zwei Fotos mit Innenansichten: Foto 1, Foto 2. Das besondere an diesem Jet ist ein neuartiges GPS-System, das die Position des Flugzeugs auf der Gridkarte anzeigt und die gesamte Flugroute aufzeichnet.

Auf jeden Fall ist es gut, Niki wieder unter den Flugzeugbastlern zu sehen.

>> Teleport zum inworld Store
>> WilderMills H-120 auf dem Marketplace


Quelle: [YouTube] - Chakat Northspring
TPV-Meeting vom 13. März 2015

Am Freitag, den 13. März, gab es wieder ein Inworld-Treffen der TPV-Entwickler. Obwohl es diesmal knapp eine Stunde dauerte, gibt es dennoch nur wenig Neues. Deshalb hier nur eine ganz grobe Zusammenfassung:

Server
Am Dienstag gab es keine Aufspielungen auf die Hauptkanal-Regionen im SL Grid. Am Mittwoch wurde auf alle drei RC-Kanäle ein Paket aufgespielt, das interne Verbesserungen für Premium-Nutzer einführen soll. Um welche Verbesserungen es sich dabei handelt, hat Linden Lab nicht erklärt.

Viewer
Am 10. März ist der Avatar HoverHeight Projekt Viewer in den Status eines Release Candidate überführt worden. Am gleichen Tag wurde auch die zugehörige SL Wikiseite aktualisiert.

In der kommenden Woche soll von den vier Release Candidates der ToolsUpdate Viewer in den offiziellen SL Viewer überführt werden. Wenn das passiert, werden alle zukünftigen Viewer auf den neuen Kompilierungsumgebungen aufsetzen. Und das bedeutet wiederum, dass der offizielle Viewer dann nicht mehr auf Windows XP Systemen laufen wird. Als Minimum wird Windows Vista mit Service Pack 2 genannt. TPVs und ältere SL Viewer werden jedoch noch so lange für XP funktionieren, bis sie für einen Login in SL geblockt werden.

Alle weiteren RC- und Projekt-Viewer benötigen noch Updates, um erkannte Probleme zu beheben. Deshalb wird sich ihr Status auch in der kommenden Woche nicht ändern.

Mehr System-Layer pro Layertyp
Aktuell gibt es zwölf verschiedene System-Layer, die der Avatar tragen kann. Jeder Layer (Hose, Shirt, Strümpfe, usw.) kann fünf verschiedene Elemente gleichzeitig aufnehmen. Was die gesamte Anzahl an gleichzeitig getragenen Layern auf 60 bringt. Dieses Limit von 60 gesamten Layern wird auch in Zukunft bleiben, jedoch wird LL eine Änderung einführen, die die fünf Layer pro Position aufhebt. Man kann also auch 60 Hosen übereinander tragen, wenn man will. Das ist vor allem für Mesh-Bodies und -Attachments von Interesse, denn dort werden immer Alpha-Layer benötigt. Auch von denen kann man nach der Änderung dann theoretisch 60 Stück gleichzeitig nutzen.

Gruppenchat
Die Endlosgeschichte des Gruppenchat geht in eine weitere Runde. Oz Linden sagte auf dem TPV-Meeting, dass man noch einmal die Hardware, die an den Gruppenchat-Funktionen beteiligt ist, verbessern will. Vorher wird das Thema nicht als beendet erklärt.

Inventarprobleme
Im Februar hat Linden Lab eine Umfrage durchgeführt, in der die Nutzer zu Inventarverlusten befragt wurden. Daraus haben sich für LL neue Erkentnisse abgeleitet, die man nun mit einigen Updates in den Griff bekommen möchte. Ein Problem war unter anderem der Verlust von "No Copy" Elementen durch die Funktion "Letzte Position wiederherstellen". Darüber habe ich ja weiter oben zum Firestorm schon etwas geschrieben.

Chromium Embedded Framework
Das Projekt für den Ersatz des veralteten Webkit (Inworld-Videos, Media on a Prim) ist in Arbeit. Verwendet werden soll in Zukunft das Chromium Embedded Framework. Einen Termin für den ersten Viewer mit diesem Framework gibt es noch nicht, aber LL empfiehlt den Entwicklern von SL-Videoplayern, in Zukunft auf HTML5 Lösungen zu setzen.

Quelle: Second Life: Third Party Viewer meeting (13 March 2015)


Quelle: Linden Endowment for the Arts
Aquaglo & StarFall Group auf LEA 8

Heute Abend, am 15. März, wird eine der frei vergebbaren LEA-Regionen eröffnet, die nicht zum Artists-in-Residence Programm gehören . Die Aquaglo & StarFall Group hat auf LEA 8 eine informative Installation aufgebaut, in der es um verschiedene Themen geht. Genannt werden im Blogpost die Unterstützung positiver Änderungen für unseren Planeten und die Solidarität mit den ermordeten Mitarbeitern von Charlie Hebdo. Das Motto lautet: "In jedem Moment - jeder Stunde - jedem Tag, bestimmen die Entscheidungen die wir treffen unsere Zukunft."

Die Eröffnung startet heute um 1pm SLT (21 Uhr MEZ) auf der StarFire-Partikelplattform. Nach einer kurzen Ansprache gibt es Partikel Shows und Live-Musik. Das Ganze geht mindestens bis 3pm SLT (23 Uhr MEZ).

Auf dem Simboden gibt es Ausstellungen zu den oben genannten Themen. Für viele Präsentationen ist eine aktivierte Medienwiedergabe im Viewer notwendig. Als Windlight wird Mitternacht empfohlen.

>> Teleport zur Sky Fire Plattform - (Eröffnung)
>> Teleport zur Ausstellung auf dem Sim

Quelle: LEA8 - Aquaglo & StarFall Group


[Video] - "Two AM" von Chantal Harvey

Am letzten Donnerstag hat Jo Yardley über das Thema Musikvideos aus Second Life in einem Blogpost geschrieben. Sie wünscht sich mehr davon, denn die Kombination aus Musik und sehenswerten Orten aus Second Life, wären gute Werbung für die Plattform. In den Kommentaren wurden dann auch einige Empfehlungen dazu gepostet.

Gestern hat nun Chantal Harvey ein weiteres Beispiel für ein solches Musikvideo auf Vimeo hochgeladen. Der Song "Two AM" wird von SL Live-Musikerin Grace McDunnough gesungen und dazu sind Aufnahmen von Bryn Ohs letzter großer Installation "Retrospektive" zu sehen, die ja aus all ihren anderen Installationen zusammengestellt war. Sehens- und hörenswert.


Two AM - virtual music video by Chantal Harvey from Chantal Harvey on Vimeo.

Mittwoch, 5. November 2014

Latif Khalifa beendet seine Open Source Projekte für SL und OpenSim

Quelle: Radegast Metaverse Client
Heute hat Latif Khalifa in einem Blogpost die Beendigung aller seiner Entwicklungsarbeiten bekanntgegeben. Dazu gehören mehrere Open Source Projekte, von denen der Radegast Client sicher das bekannteste ist. Aber auch Latifs Mitarbeit bem libopenmetaverse-Projekt und am Repository-Code für die OpenSimulator Software, waren wichtige Beiträge.

In seiner kurzen Mitteilung schreibt Latif, dass sein immer schlechter werdender Gesundheitszustand der Grund für seinen Rückzug ist. Er sei nun an einen Punkt gelangt, an dem er nur noch ein paar Minuten pro Tag überhaupt seinen Computer nutzen kann.

Latif betont aber, dass der Radegast Client, der von vielen in Second Life und OpenSim als Textviewer genutzt wird, ein Open Source Projekt ist und jeder den Code weiterentwickeln und verwenden bzw. veröffentlichen kann. Zum Schluss erwähnt Latif noch, dass es für ihn ein großes Vergnügen war, mit dem Radegast und den Communities im größeren Umfeld von Second Life zu arbeiten.

Quelle: Road’s End

Link:
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Anm.:
Mit Latif verliert Second Life und OpenSim einen großen Entwickler. Neben den oben aufgezählten Projekten hat er auch immer wieder Erweiterungen, Fixes und Patches für andere TPVs zur Verfügung gestellt. Ebenso hat er noch bis vor wenigen Wochen an den inworld Meetings der TPV-Entwickler teilgenommen und oft seine fundierten Ansichten zu Problemen geäußert.

Es ist natürlich richtig von Latif aufzuhören, wenn es seine Gesundheit erfordert. Und ich wünsche ihm alles Gute für die Zukunft und dass er sich von seiner Krankheit erholt.

Donnerstag, 19. Juni 2014

RezDays 2014: Community-Treffen vom 20. bis 22. Juni in Berlin

Quelle: RezDays Homepage
Sponsoren
Von Freitag bis Sonntag (20. bis 22. Juni 2014) finden wieder die RezDays im realen Berlin statt. Seit 2007 gibt es dieses Treffen von Nutzern virtueller Welten, das in den ersten drei Jahren noch "Second Life Community Meeting" (SLCM) genannt wurde. Soweit ich weiß, wurde der neue Name gewählt, weil Linden Lab die Verwendung von "Second Life" bei nicht offiziellen Veranstaltungen untersagt hatte. Aus heutiger Sicht passt RezDays aber allgemein besser, weil in den letzten Jahren auch zunehmend OpenSim Nutzer bei diesem Community Event teilnehmen.

Die RezDays werden komplett von einem Team aus langjährigen Residents rein ehrenamtlich organisiert. Die Teilnahme kostet keinen Eintritt und die Ideen für das Programm stammen aus der Community. Im Vorfeld gab es bereits in Second Life und im Metropolis Grid eine Clubtour, bei der jede Woche in einem anderen Club unterschiedliche DJs aufgelegt haben.

Das Programm wird dieses Mal am Freitag um 18 Uhr in der Bowling Lounge Berlin gestartet, wo man sich auch körperlich ein wenig betätigen kann (aber nicht muss). An den anderen beiden Tagen geht es dann weiter im Schweinske Berlin Charlottenburg, wobei das Hauptprogramm für den Samstag vorgesehen ist. Alle Infos dazu gibt es hier.

Einer der Programmpunkte sieht auch nach einem Mixed Reality Event aus. Von 18.00-18.30 Uhr wird am Samstag Acer Amaterasu etwas präsentieren, das sich ”Bots vs. Man – Komplexe kybernetische Systeme im virtuellen Diskurs” nennt. Auf dem zugehörigen Plakat ist auch die SL Region newBerlin aufgeführt.

Vielleicht hat ja jemand noch spontan Lust, bei diesem Treffen vorbeizuschauen. Es soll ja in Berlin eine ganze Menge SLer und OSler geben. Im deutschsprachigen Raum ist dies sicher das größte Community-Treffen. Ich selbst habe auch schon einmal die RezDays besucht (Brauhaus Südstern). Allerdings hatte das damals gut gepasst, weil ich zur gleichen Zeit in Berlin gerade eine Schulungswoche durchgeführt habe. Aktuell habe ich aber so viel in RL um die Ohren, dass ich mich nicht aufraffen konnte (auch wegen der knapp 600 km Anreise).

Links:

Samstag, 14. Juni 2014

Rosedale stellt High Fidelity im Moses OpenSim Grid vor

Quelle: YouTube Video
Am 12. Juni hat Philip Rosedale im Moses OpenSim Grid, einer virtuellen Welt des US-amerikanischen Militärs, seine eigene virtuelle Welt High Fidelity vorgestellt. Im Wesentlichen hat er den Aufbau der System-Architektur erklärt, die vor einiger Zeit im HF-Blog veröffentlicht wurde und die ich hier bei mir im Blog auch übersetzt hatte. Deshalb werde ich zu dieser Grafik jetzt nicht mehr viel schreiben.

Philips Besuch im Moses Grid wurde von Mal Burns aufgezeichnet und auf YouTube hochgeladen. Die gesamte Aufzeichnung dauert knapp 55 Minuten und die meisten neuen Aussagen kamen dann in der zweiten Hälfte, in der die anwesenden Besucher Fragen gestellt haben. Hier gab es vor allem Interesse an der Serversoftware, die bei High Fidelity Open Source sein wird und von jeder Privatperson, oder eben auch von Institutionen wie einem Militärgrid, in Eigenregie betrieben werden kann.

Auch die Zugangssoftware zu High Fidelity wird Open Source sein (Viewer, Webbrowser, Smartphone-App, usw.). Also scheiden für die 'Firma' High Fidelity die Geschäftsmodelle von Linden Lab und anderen Betreibern von Online-Welten aus. Philip spricht davon, dass seine Firma versuchen wird, über die drei Standbeine Registrierung von Domänennamen, Handel mit virtueller Währung und einem Marketplace seine Gewinne zu erzielen. Ein Webviewer für einfache Nutzung von HF-Welten wird von Philips Firma selbst entwickelt. Dieser wird HTML5 und WebGL verwenden. Damit wird man dann aber nur besichtigen und chatten können. Für Bauen und interaktive Aktionen wird man weiterhin einen klassischen Viewer benötigen.

Bei der angedachten Währung soll es sich um eine Kryptowährung ähnlich Bitcoin handeln, allerdings will man hier den spekulativen Charakter von Bitcoin verhindern und die Menge des im Umlauf befindlichen Geldes über Angebot und Nachfrage regulieren, so dass wie beim Linden Dollar der Kurs relativ stabil bleibt.

Als schwierige Aufgabe bezeichnet Philip die technischen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Avatare, Objekte und Account-Identitäten zwischen allen High Fidelity Grids hin und herwechseln können. Zum Beispiel sollte vermieden werden, dass es zwei verschiedene Avatare mit exakt dem gleichen Namen geben kann.

An Hardware unterstützt HF bereits jetzt alle möglichen VR-Controller, wie zum Beispiel Oculus Rift, Leap Motion, PrioVR oder Razer Hydra. Noch mehr Unterstützung für Hardware ist in Arbeit, wie für das STEM System von Sixense oder die Control VR Handschuhe.

Für inworld Content kann man extern erstellte Mesh-Objekte hochladen, ähnlich wie in Second Life. Diese Polygonobjekte werden inworld ab einer gewissen Entfernung zum Betrachter dann über Voxel nachgebildet. Damit erreicht man, dass alle Objekte in jeder beliebigen Entfernung stets immer für den Nutzer sichtbar sind. Ob diese Voxel auch zum inworld Bauen genutzt werden können, hat Philip nicht erwähnt. Bei früheren Präsentationen wurde dies aber schon gezeigt.

Ich weiß nicht, ob Philip in das Moses Grid eingeladen wurde oder ob er sich selbst für diese Präsentation angeboten hat. Aber sollte das Militär Interesse an High Fidelity haben und zum Start schon mit einsteigen, dürfte das der Entwicklung dieser neuen Plattform sicher nicht schaden. Immerhin haben wir das Internet auch dem US-Verteidigungsminesterium zu verdanken.

So, hier noch das Video:

12th June 14: Philip Rosedale Talk on Moses Grid




Links: