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Sonntag, 28. Februar 2021

Philip Rosedale im Chat mit Reddit Nutzern

Quelle: Philip Rosedale/Twitter

Am Dienstag, den 23. Februar von 11 bis 14 Uhr PST hat Philip Rosedale, der Gründer von Linden Lab und Second Life, eine "Ask Me Anything"-Session auf Reddit durchgeführt. Ask Me Anything bedeutet nichts anderes als "fragt mich was ihr wollt".

Schwerpunktmäßig sollten sich die Fragen aber um immersives räumliches Audio, VR, virtuelle Welten, 3D-Räume und Avatare drehen.

Es wurden insgesamt 308 Kommentare geschrieben, die Hälfte davon sind Antworten von Philip. Das fasse das natürlich nicht alles zusammen, sondern picke nur ein paar Themen heraus, die ich aus Sicht eines Second Life Nutzers interessant finde. Lustig ist das Foto von Philip hier links. Auch in den USA haben die Friseure schon länger wegen dem Lockdown geschlossen.

Philip startet mit:

Hallo Reddit! Ich bin der Gründer der virtuellen Zivilisation Second Life, die von einer Million aktiver Nutzer bevölkert wird. Und jetzt bin CEO und Mitbegründer von High Fidelity - wo wir gerade eine räumliche Echtzeit-Audio-API für Apps, Spiele und Websites veröffentlicht haben. Wenn ihr es ausprobieren wollt, würde ich gerne eure Meinung hören: highfidelity.com/api.

 F: Hast du noch Träume/Pläne für ein weiteres Metaverse?

A: Ich liebe virtuelle Welten und habe vor, in der einen oder anderen Form weiter an ihnen zu arbeiten, bis ich sterbe!

F: Was wird der nächste große Schritt für VR sein?
A: Das Tippen in normaler Geschwindigkeit (wahrscheinlich mit Hilfe einer HMD-Kamera, die eine echte Tastatur zeigt) wäre die größte Veränderung, die VR-Geräte für das allgemeine Computing nutzbar machen würde. Das nächste wäre ein geringeres Gewicht und mehr Komfort für längere Sitzungen. Der 'große Schritt' ist einfach, zu etwas zu kommen, das jeder bequem benutzen kann.

F: Wenn du heute eine virtuelle Welt neu aufbauen würdest, würdest du da Kryptowährungen mit einbeziehen? Was denkst du, wie lange dauert es, bis virtuelle Welten so realistisch sind, dass die Leute sie nicht mehr von der Realität unterscheiden können?
A: Ja, ich würde Kryptowährungen verwenden, aber NICHT mit Ausführungsnachweis als Konsensmechanismus, da dies die Umwelt gefährdet. Der Konsensmechanismus kann nicht Einheiten der Währung gegen elektrische Energie tauschen - das ist ein Rezept für eine globale Katastrophe. Glücklicherweise gibt es viele andere Möglichkeiten, ein verteiltes Aufzeichnungssystem aufrechtzuerhalten.

F: Ich liebe virtuelle Welten und bin schon seit den ersten Jahren in Second Life unterwegs. [...] Ich habe HMDs benutzt, ich finde sie cool, aber ich kann mir keinen Inhalt vorstellen, für den ich wirklich ein HMD benutzen möchte.[...] Warum sollte ich den Sprung von der Erstellung von Inhalten in Second Life machen, um für HMD-Plattformen zu entwickeln?
A: Du solltest warten, bis es eine große Anzahl von Leuten gibt, die HMDs benutzen. Das ist aber noch nicht der Fall. HMDs müssen für jeden zugänglich und komfortabel sein, unabhängig von Alter, Geschlecht und Rasse. Das sind sie noch nicht.

F: Du hattest früher das Ziel, Avatare so zu gestalten, dass die Leute damit von Site zu Site springen können. Kommst du mit deiner Arbeit diesem Ziel näher?
A: Die schwierige Frage lautet, warum wir zwischen Welten springen oder eine größere Welt teilen wollen. Die meisten Spiele sind absichtlich ganzheitlich - es macht nicht wirklich Sinn, zwischen ihnen zu springen. Man will ja auch nicht mit einem Auto aus GTA in Among Us fahren. Die große Frage nach dem "was ist das Metaverse" ist also, welche Art von Räumen wir teilen wollen, und warum? Ich glaube nicht, dass irgendjemand sehr gute Antworten darauf hat, mich selbst eingeschlossen!

F: Was sind deine momentanen Gedanken über die DApp-Ökonomie? Siehst du aus deiner Erfahrung in Second Life zukünftig eine Welt, in der Menschen ihren Unterhalt bestreiten, indem sie ihr Einkommen mit Vollzeitarbeit in einer virtuellen Welt erzielen?
A: Ja: Ein paar tausend Menschen verdienen heute ihren Lebensunterhalt in Second Life. Und das ist ein Ort, an dem normalerweise etwa 50.000 Menschen online sind. Es werden sich also durchaus im Laufe der Zeit immer mehr Menschen von der Arbeit in virtuellen Welten ernähren können.

F: Glaubst du, dass VR irgendwann AR ersetzen wird oder eher, dass sie harmonisch koexistieren können? Bist du der Ansicht, dass VR essentiell für virtuelle Welten ist? Und wie weit sind wir in Bezug auf Technologien entfernt, um eine vollständig gerenderte, realitätsnahe Stadt zu entwickeln, in die Spieler eintreten können?
A: Ich denke, AR und VR sind sehr unterschiedliche Dinge. AR erfordert Ansätze, die Informationen mit der realen Welt vermischen und die Aufmerksamkeit ausbalancieren. VR ist das Gegenteil - totale Immersion. Sowohl die Hardware, die Software als auch die wirtschaftlichen/sozialen/moderativen Implikationen sind für beide sehr unterschiedlich.

Ich glaube nicht, dass VR (wenn du damit HMDs meinst) essentiell für virtuelle Welten ist. Wir interagieren in virtuellen Welten mit welchen Interfaces auch immer wir wollen. Wir werden wahrscheinlich nie "Eingeborene" dieser Welten durch unsere Interfaces sein, egal wie gut sie sind.

Philip Rosedalt / Quelle: Twitter
F: Warum hast du High Fidelity (die 3D-Plattform) aufgegeben? Wann können wir mit einer neuen Plattform rechnen, in der Menschen über Avatare mit virtuelle Menschen zusammenkommen und regelmäßig interagieren?
A: Es gibt derzeit mehr als 100 Apps/Plattformen, die versuchen, soziale Räume der einen oder anderen Art zu schaffen, mit einer Menge hochspezifischer Funktionen für verschiedene Branchen, wie z. B. individuell gestaltbare Objekte oder gemeinsame Whiteboards oder Avatar-Picker. Das sind eine Menge Leute, die an neuen Welten arbeiten - schwer, mit ihnen allen zu konkurrieren. Aber keiner von ihnen hat Audio, das auch nur annähernd das kann, was wir mit Spatial Audio machen. Es scheint also der richtige Schritt zu sein, sie alle zu befähigen, schneller voranzukommen (mit unserer API), wenn wir mehr 3D-Räume da draußen sehen wollen.

Was virtuelle Menschen (angetrieben durch KI) angeht - ich denke, dass sich KI als der wichtigste und potentiell gefährlichste Bereich des menschlichen Fortschritts herauskristallisiert. Wir haben an virtuellen Menschen gearbeitet und es gibt noch eine Menge großer Probleme - es ist noch in einem frühen Stadium. Visuelle Repräsentationen können noch sehr unheimlich sein. Ein weiteres großes Problem sind Vorurteile, Rassismus und Polarisierung, die sich in ihrem Verhalten und ihrer Kommunikation zeigen. Sowohl bei der KI als auch bei uns selbst ist das etwas, das wir angehen müssen, bevor wir uns weiterentwickeln. Ich glaube also nicht, dass wir uns mit unseren digitalen Kindern zusammentun werden.

F: Bist du neugierig, welche anderen Sinne in Zukunft zu virtuellen Welten hinzugefügt werden könnten, um ein umfassenderes Erlebnis zu schaffen? Oft wünsche ich mir, ich könnte eine Kerze riechen, oder ein Lagerfeuer oder Regen auf dem Bürgersteig. Glaubst du, dass wir eines Tages in der Lage sein werden, Dinge zu riechen?
A: Ich liebe die Idee, aber ich denke, dass die Physik der Simulation von Geruch vielleicht nie möglich sein wird. Aber ein noch größeres Problem ist der Tastsinn: Wir können den größten Sinn unseres Körpers in virtuellen Welten nicht nutzen. Wir können unseren Körper dort nicht "fühlen". Unser Körper ist im Grunde ein Teil unseres Gehirns - ziemlich untrennbar - wenn es darum geht, Dinge zu fühlen und sich zu bewegen. Ich denke, es gibt noch einige Ideen, die man ausprobieren kann (wir haben eine gebaut, die sich 'das Rig' nennt und eigentlich das erste Projekt bei Linden Lab war, noch vor Second Life), aber das ist es, was wir wirklich brauchen, damit es funktioniert - Berührung.

F: Was hat dich daran überrascht, wie sich die Menschen in Second Life verhalten haben?
A: Vieles! Aber es hat mich tief bewegt, wie die Menschen sich über ihre Avatare kennengelernt haben, obwohl sie sich nicht hören oder sehen konnten. Ich habe Second Life mit Fokus auf den Lego-Baukasten/Minecraft-Traum aufgebaut, eine simulierte Welt zu bauen und zu sehen, was die Leute daraus machen würden. Aber inzwischen betrachte ich die Verbindungen zwischen Menschen als das Wichtigste in Second Life.

F: Ich bin Unternehmer seit ich 18 Jahre alt war (jetzt bin ich 33), und die meisten meiner erfolgreichen Unternehmungen sind in Second Life angesiedelt (Fennux, Fawns, Kreatures). Hast du manchmal eine Vision für etwas, das niemand sonst wirklich zu begreifen scheint? Wenn ja, wie gehst du damit um? Was ist dein Geheimnis, um diejenigen zu finden, die deine Vision teilen?
A: Lass dich davon nicht unterkriegen. Manchmal sieht man etwas, das andere nicht sehen können. Als ich jünger war, habe ich mir die Schuld dafür gegeben, dass ich es nicht kommunizieren konnte, oder ich wurde wütend auf die Leute, weil sie mich nicht hörten oder mich nicht finanzierten, oder was auch immer. Jetzt entspanne ich mich und erkenne, dass wir alle Gaben zu bieten haben, wir sind alle unterschiedlich, meine Gabe ist es (manchmal), diese seltsamen Ideen zu haben, und es ist OK, wenn diese Gaben nicht immer akzeptiert werden.

F: Was denkst du über das Potenzial für den Einsatz von VR-Räumen in der Bildung, insbesondere zur Unterstützung von Schülern mit außergewöhnlichen Bedürfnissen (z.B. nonverbal, Schüler mit Autismus)? Hast du einen Einblick, wer dies bereits gut macht oder wohin sich die Technologie in Bezug auf die Unterstützung von Schülern mit besonderen Bedürfnissen entwickeln wird?
A: Es gab bemerkenswerte Studien, die in Second Life bei Erwachsenen mit Autismus durchgeführt wurden, die du vielleicht nachschlagen möchtest. Ein Typ namens John Lester, auch bekannt als Pathfinder Linden, hat einige der frühen Arbeiten durchgeführt, aber du wirst zahlreiche akademische Arbeiten zu diesem Thema finden.

F: Was sind drei Kernfunktionen/-fähigkeiten, die du gerne in Second Life in den nächsten Jahren ausgebaut sehen würdest, und warum?
A: Ich betreibe Second Life nicht mehr, also habe ich da keine spezifischen Antworten. Einige gute Änderungen der letzten Zeit haben es auf der Simulator-Ebene schneller gemacht (Dinge wie schnelleres Überqueren von Regionen) - ich weiß, dass das etwas ist, das die Leute schätzen und das ich es selbst auch gerne sehen würde, wenn Second Life immer schneller wird.

F: Glaubst du, dass jemals eine neue virtuelle Welt auf den Markt kommen wird, in der der Fokus auf dem Erstellen liegt, so wie es bei Second Life der Fall ist? Warum ist noch nichts aufgetaucht, das SL in dieser Hinsicht überholt?
A: Programmierbare Objekte zu erstellen, die man live in einer großen Welt bearbeiten kann, in der sich Dinge sowohl bewegen als auch nach Belieben teleportieren können, ist eine wirklich schwierige Aufgabe. Wir haben viel mehr Code dafür geschrieben, als die Leute denken - und wie dir SL-Nutzer sagen werden, gibt es immer noch eine Menge Bugs und Grenzfälle. Ich denke, das ist der Grund, warum wir nicht mehr solche Dinge gesehen haben - wir waren unserer Zeit wirklich voraus. Ich wette, wir werden bald einige erstaunliche neue Projekte sehen (aber ich schätze, ich habe das schon mal gesagt und lag falsch).

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Okay, das war eine gekürzte Zusammenfassung dessen, was im SL Newser veröffentlicht wurde. Es ist aber nicht mal ein Viertel von dem, was insgesamt auf Reddit aufgelistet ist. Ich finde halt die Aussagen von Philip immer interessant. Und ich denke, dass er nach dieser Spatial Audio API, die ja inzwischen fast fertig ist, vielleicht wieder etwas Größeres entwickeln wird.

Links:

Sonntag, 31. Januar 2021

High Fidelity entwickelt 3D-Audio API für alle Plattformen

Quelle: High Fidelity

In den letzten Wochen gibt es wieder vermehrt Meldungen zu High Fidelity. Und Philip Rosedale ist auch ziemlich aktiv auf Twitter. Die HiFi Audio-Plattform für Events und Meetings, die in einem Webbrowser läuft, ist seit einiger Zeit in der offenen Beta und findet in Zeiten einer weltweiten Pandemie scheinbar auch genügend Anwender.

Vor zwei Wochen kam dann die Technik von HiFi auch bei einem Livekonzert auf der CES 2021 zum Einsatz. Vor allem wurde damit gezeigt, dass HiFi mit weiteren Diensten kombinierbar ist und in Verbindung mit diesen genutzt werden kann (siehe SpatialWeb im Abschnitt "3D Spatial Sound").

Gestern, am 29. Januar, hat Philip im HiFi-Blog dann eine für mich überraschende Ankündigung gemacht. Nachdem er zu Beginn noch einmal erklärte, was Spatial Audio ist und wie es funktioniert, schrieb er ganz am Ende seines Beitrags das hier:

Spatial Audio API demnächst verfügbar

Viele Apps und Spiele würden aus den genannten Gründen von Spatial Audio profitieren, nicht nur Videokonferenzlösungen, sondern auch Social Voice Chat Apps, Spiele, Live-Streaming-Events, Virtual Reality und mehr. Wir arbeiten aktiv an einer API, mit der ihr High Fidelitys Live-Spatial-Audio in Web-Apps und Spiele integrieren könnt.

Meldet euch unten an, um benachrichtigt zu werden, wenn wir sie veröffentlichen. Oder meldet euch für unser Alpha-Programm an.

Quelle: What is Spatial Audio?


Da Philip Rosedale sich oft mit Ebbe Altberg unterhält und er auch immer noch an der Entwicklung von Second Life interessiert ist, könnte ich mir vorstellen, dass es vielleicht auch Pläne gibt, diese API in Second Life zu integrieren. Sie könnte das fehleranfällige Voice-Paket von Vivox ersetzen, das in all den Jahren seit seiner Einführung nie so richtig gut funktioniert hat. Selbst die Lindens, die in den Inworld-Nutzertreffen moderieren, haben permanent Voice-Aussetzer.

Ich weiß nicht, ob die API von Rosedale auch für den SL-Viewer nutzbar sein wird. Aber wenn das so ist, würde ich mich freuen, wenn HiFi übernommen wird. Denn ob nun Linden Lab ein paar Dollar im Monat an Vivox oder an HiFi für die Lizenz bezahlt, dürfte ziemlich egal sein. Die Demos dagegen, die ich bisher von HiFi ausprobiert habe, waren alle akustisch ziemlich überzeugend und wesentlich besser als das Geknackse von Vivox.

Links:


Sonntag, 17. Januar 2021

High Fidelity wurde für eine Show auf der CES 2021 genutzt

Quelle: High Fidelity

Bis vor etwa einem Jahr habe ich regelmäßig etwas zur virtuellen 3D-Welt von High Fidelity geschrieben. Doch am 15. Januar 2020 (also vor fast exakt einem Jahr), wurden alle Dienste von High Fidelity abgeschaltet.

Die Plattform besteht zwar immer noch, aber mehr als ein paar private Server und Regionen gibt es dort nicht mehr. Außerdem findet auch keine Weiterentwicklung mehr statt. Der Gründer von High Fidelity ist Philip Rosedale, der auch Second Life erfunden hat.

Nach einer Pause im stillen Kämmerlein kam dann Philip im Mai 2020 mit einer neuen Plattform zurück, die auch wieder High Fidelity heißt. Es ist eine 2D-Chatanwendung mit räumlichem 3D-Sound. Das Fachwort heißt "Spatial Audio" und ist mehr als nur Stereo. Man kann anhand von Geräuschen die genaue Richtung und in etwa die Entfernung der Quelle abschätzen. Philip nennt sein neues HiFi erneut eine virtuelle Welt, was sie aber laut allgemeiner Definition nicht ist.

Dennoch sind die Audioeigenschaften von HiFi beeindruckend. Philip hat am 7. Januar auf YouTube eine Demo veröffentlicht, die man sich mal mit einem guten Kopfhörer anhören sollte. Ich bette das Video auch hier ein. Erstaunlich, wie räumlich das Ganze klingt:

Jazz Trio Spatial Audio Demo



In dieser Woche fand vom 11. bis 14. Januar die CES 2021 statt, die größte Consumer Electronic Show der Welt. Diesmal nur online wegen Covid-19. Anders als in den vergangenen Jahren war Linden Lab nicht mit dabei. Aber Rosedale durfte mit seiner Plattform den Audioteil einer Show auf der CES übertragen. Unter anderem ein Live-Konzert von Billie Eilish.

Auf Twitter schrieb Rosedale: "Gerade wurde eine riesige CES-Party mit einem Live-Auftritt von Billie Eilish durchgeführt, bei der High Fidelity den dreidimensionalen Audiodienst bereitstellte!"

Das sah dann in der HiFi-Applikation, die im Browser oder auf einem Smartphone läuft, so aus:

Online Konzert von Billie Eilish / Quelle: Philip Rosedale / Twitter

Rosedale arbeitete beim Support der CES mit der Firma SpatialWeb zusammen, die alles andere außer dem 3D-Sound für die Übertragung beisteuerte. Auf der Homepage von SpatialWeb wird aber darauf hingewiesen, dass die Technik für den 3D Spatial Sound von High Fidelity ist.

Zu Wagner James Au sagte Philip, dass es "eine Reihe weiterer noch nicht angekündigter Entwicklerprojekte gibt, in denen wir den dreidimensionalen Audiodienst bereitstellen werden". Wagner meint, das könnte ein Durchbruch für die HiFi-Software sein. Und wer weiß, ob Philip nicht wieder eine 3D-Welt entwickelt, wenn sein jetziges Projekt finanziell erfolgreich wird.

Links:


Freitag, 26. Juni 2020

Tivoli Cloud VR: Early Access Zugang wurde gestartet

Logo / Quelle: Tivoli Cloud VR
Anfang März 2020 hatte ich hier darüber berichtet, dass zwei ehemalige Mitarbeiter von High Fidelity, nach dem Ende der gleichnamigen virtuellen Welt von Philip Rosedale, die Entwicklung eines potentiellen Nachfolgers gestartet haben.

Diese Plattform nennt sich Tivoli Cloud VR und verwendet den gleichen Open Source Kerncode wie einst High Fidelity.

Seit etwa Anfang des Jahres arbeiteten Caitlyn Meeks und Maki Deprez an dieser neuen virtuellen Welt auf Basis von HiFi. Im Blog von Ryan Schultz habe ich gestern gelesen, dass Tivoli Cloud VR am 24. Juni mit einem early access Zugang gestartet wurde. Das ist im Grunde nichts anderes als eine Alpha oder Beta. Gleichzeitig wurde auch die aktualisierte Webseite von Tivoli vorgestellt (das "Cloud VR" lasse ich ab jetzt mal weg).

Tivoli Maddy (links) und das Riesenküken.
Maki Deprez hat zum Start das Folgende auf Discord gemeldet:
Tivoli ist jetzt für einen frühen Zugang verfügbar! Besucht unsere aktualisierte Webseite, um es jetzt auszuprobieren!

Denkt daran, dass dies nicht das fertige Produkt ist und noch viele Änderungen anstehen. Ihr könnt euch darauf einstellen, dass neue Dinge kommen und alte Dinge gehen. Wir haben so viel an der HiFi-Codebasis gearbeitet, ein Reverse Engineering durchgeführt und die Metaverse-API neu gestaltet, all den Mist herausgerissen, den wir für Reibungspunkte bei der VR-Nutzung halten, und die für Geschwindigkeit und Effizienz optimierten Kernteile des Programms neu gestaltet. Wir möchten wirklich eine großartige soziale VR-Plattform schaffen, die Spaß macht, aufregend ist und sich einfach bedienen lässt. Wir wollen die Technologie verstecken und den Menschen nur das geben, was sie wollen.

Denkt daran, dass unser früher Zugang hauptsächlich auf Künstler und Entwickler ausgerichtet ist, aber jeder ist willkommen. Wir möchten euer Feedback so weit wie möglich und sind hier, um euch auf unserem Discord-Kanal zu helfen.

Ihr könnt Funktionen anfragen oder Fehler auf unserer Roadmap-Seite melden. Überprüft auch eure Tivoli-Dateien. Und hier ist unsere Codebasis, wenn ihr sie sehen möchtet.

Danke, dass ihr so geduldig seid!

Kurze Anleitung zur Steuerung des Avatars
Neben Caitlyn und Maki wurde seit meinem ersten Bericht noch Christina Kinne ("Xaos Princess" inworld) als CMO eingestellt. Diese virtuelle Welt wird also von einem Frauentrio entwickelt, was ich persönlich sehr interessant finde. Zudem kommt Christina aus München, soweit ich mich erinnern kann.

Da ich bis zum Ende von High Fidelity dort regelmäßig eingeloggt habe, um die Entwicklung zu verfolgen, habe ich heute meinen alten HiFi-Viewer gelöscht und den von Tivoli installiert. Einen neuen Account anlegen ging bei mir sehr einfach, denn ich konnte dazu meinen Google Account von Blogger/YouTube verwenden. Und auch der Avatarname "Maddy" (ohne Nachnamen) war noch zu haben. Den Viewer gibt es für Windows, macOS und Linux. Nutzen kann man Tivoli sowohl im klassischem Desktop Modus als auch mit einer VR-Brille.

Der Tivoli Viewer wird für alle drei Betriebssysteme angeboten.
Nach dem Login hat man einen Standard-Avatar, den man aber sofort über den "Avatar" Button in der Funktionsleiste ändern kann. Ich habe mir wieder diesen kleinen Roboter geholt, den ich schon in HiFi hatte, diesmal allerdings in Orange. Startregion ist ein kleiner Bereich in einem dichten Wald, in dem viele gelbe Küken herumlaufen. Dazu läuft im Hintergrund relativ ruhige Musik. Viel Auswahl an Regionen gibt es aktuell noch nicht. Ich glaube es waren 16. Aber diese Welt ist ja auch erst zwei Tage alt.

Hier kann man sich weitere Avatare besorgen.
Was mir als erstes aufgefallen ist, war die wesentlich geschmeidigere Animation des Avatars. Und auch die Grafik finde ich einen Tick hochwertiger als in HiFi. Ich habe dann erst mal zwei externe Skripte dem Viewer hinzugefügt, mit dem einmal der Kamerazoom ähnlich wie in Second Life geändert wird (mit Alt+Maus) und zum anderen Namensschilder über den Avataren erzeugt werden. Ich war zwar allein, aber ich mag es nicht, wenn ich auf einen Avatar treffe, ohne dessen Namen zu sehen.

Der Club von Xaos Princess
Ich habe dann nur noch eine zweite Region besucht, nämlich den Club von Xaos Princess. Dort gibt es im Vorraum auch noch einmal viele Freebie Avatare, die man sich schnappen kann. Allerdings mit Schwerpunkt auf weibliche Modelle. Der Club ist dann schlicht aber zweckmäßig. Sollte in den nächsten Wochen ein größerer Event in Tivoli stattfinden, schaue ich mir das mal an, wenn mehr Avatare dort sind. Denn das gesamte Look & Feel dieser neuen Welt ist in meinen Augen besser geworden als es in HiFi je gewesen ist.

Links:

Samstag, 23. Mai 2020

[High Fidelity] - Neue Plattform jetzt in der offenen Beta

Quelle: High Fidelity
Das wird jetzt nur ein relativ kurzer Beitrag. Am 13. Mai hatte ich hier gemeldet, dass Philip Rosedale mit seiner Firma High Fidelity eine geschlossene Alpha für eine neue Plattform gestartet hat. Seit dem 21. Mai ist diese Plattform nun schon in der offenen Beta. Das hat Philip persönlich in einem Blogpost verkündet.

Im Vorbericht hieß es, das Ganze sei eine "2D-Welt mit 3D‑Audio Eigenschaften". Und im gestrigen Blogpost schreibt Philip, dass aktuell 150 Leute auf demselben Server einloggen können. Später soll es mal für Tausende möglich sein. Er hofft, dass die Menschen seine Plattform aus einer Vielzahl von Gründen nutzen, um sich miteinander zu verbinden, zum Live-Musik hören, für Familienfeiern, Partys, Festivals, Lernen in Klassenzimmern, oder auch nur aus Spaß.

Das neue High Fidelity ist Cloud-basiert und man kann sich mit einem Webbrowser über PC oder ein Smartphone einloggen. Ein Download ist nicht erforderlich. Wer einen Server gestartet hat, kann anderen den Link zukommen lassen und die können sich dann auf dem gleichen Server einloggen. Was Philip als 2D‑Welt bezeichnet hat, ist allerdings ein einfaches Standfoto, auf dem das Profilbild des eingeloggten Nutzers pulsiert.

Hier ein Screenshot von Philip Rosedale. Man sieht ein Foto von der Draufsicht eines Pools. Sein Profilbild ist darauf nur sehr klein zu sehen. Der rote Schein außen herum ist scheinbar das Pulsieren.

Feste Ansicht auf Philip Rosedales High Fidelity Server / Quelle: Philip Rosedale auf Twitter
Wie der Pool von Philip dann für andere aussieht, kann man sich in einem Screenshot auf New World Notes ansehen, denn Wagner James Au wurde von Philip wohl auf einen Besuch eingeladen.

Ryan Schultz hat das ebenfalls bereits ausprobiert und ist mega enttäuscht. Er sieht nach dem Login permanent ein kleines Stück verschwommene Straße. Man kann diesen fixen Hintergrund in den Einstellungen zwar beliebig ändern (ein anderes Bild laden), aber es bleibt eben ein unbewegliches Foto, das mit einer "Welt" nicht wirklich etwas zu tun hat.

Doch damit noch nicht genug. Wenn man nun Stimme oder Musik auf seinen Server streamen möchte, geht das nicht über den Browser, mit dem man sich eingeloggt hat, sondern man benötigt das separate Programm Voicemeeter Banana. Die Benutzeroberfläche dieses Programms sieht so aus:

Voicemeeter Banana / Quelle: VB-Audio Software
Laut Ryan ist die gesamte Plattform eigentlich nichts anderes als ein Server, auf dem man 3D-Audio mit bis zu 150 Leuten gemeinsam nutzen kann. Deshalb probiere ich es auch gar nicht erst aus.

Keine Ahnung was die Firma High Fidelity da eigentlich entwickeln musste. Für mich sieht das wie ein Abfallprodukt der alten Plattform aus, die im Januar 2020 aufgegeben wurde. Aus meiner Sicht hat das auch nichts mehr mit einer virtuellen Welt zu tun. Deshalb ist das hier fürs Erste mein letzter Blogpost zum aktuellen Produkt von High Fidelity.

Links zum Thema:

Allgemeine Links:

Mittwoch, 13. Mai 2020

[High Fidelity] - Geschlossene Alpha für neue Plattform

Quelle: High Fidelity
Im Dezember 2019 gab Philip Rosedale, der Gründer von Second Life und High Fidelity, das Ende der Entwicklung von HiFi als VR-Plattform bekannt. Seit dem 15. Januar 2020 wird die virtuelle VR-Welt nicht mehr von der gleichnamigen Firma betrieben. Damals hieß es, dass das Team von High Fidelity an etwas völlig Neuem arbeiten würde, über dessen Inhalt man noch nichts sagen möchte.

Am 12. Mai berichtete Wagner James Au auf New World Notes darüber, dass Philip nun eine geschlossene Alpha mit limitiertem Zugang für die neue Plattform gestartet hat. Es handelt sich dabei um eine 3D-Audio Version der vorherigen Plattform, mit einer 2D-Grafik und ohne VR-Unterstützung. 2D-Grafik kann aber durchaus bedeuten, dass es eine virtuelle Welt im Stil von Second Life ist. Denn Entwickler bezeichnen mit 2D oder 3D das Format des Ausgabemediums. Also Monitor = 2D und VR‑Brille = 3D.

Philip schreibt dazu das Folgende:
Wir haben jetzt die Möglichkeit, Menschen mithilfe von 3D-Audio zusammenzubringen. Es ist viel einfacher es auszuprobieren als es zu erklären, aber die Grundidee ist, dass ihr mit einem Klick auf jedem Computer oder Smartphone darauf zugreifen könnt, ohne einen Download. Ihr könnt euch in einer großen Umgebung bewegen, in der das gesamte Audio in High Fidelity (haha, ist aber so) und in 3D wiedergegeben wird. So können alle zur gleichen Zeit miteinander sprechen und ihr versteht sie dennoch alle. Oder ihr könnt an Diskussionsgruppen teilnehmen oder verschiedene Bereiche für unterschiedliche Zwecke nutzen.

Diese Arbeit ist Teil eines größeren Projekts zum Aufbau einer neuen, riesigen virtuellen Welt, auf die von jedem Gerät aus zugegriffen werden kann. COVID hat uns jedoch dazu veranlasst, das zu veröffentlichen, was wir bisher haben. Ihr könnt es für Dinge verwenden wie Live-DJ, Live-Musik, Events, Familientreffen, Betriebsversammlungen oder was auch immer ihr euch vorstellen könnt. Die Erfahrung ist sehr angenehm und miteinander verbindend - und ganz anders als bei Videokonferenzen.

Quelle: High Fidelity
Also wird es doch wieder eine virtuelle Welt von Philip geben, so wie es aussieht. Zwar ohne VR aber mit Spezialisierung auf 3D‑Audio. Philip nennt es selbst "Audio mit 2D-Welt". Im Audiobereich hat man ja bereits in der Welt von HiFi erstaunliche Resultate erzielen können. Wer möchte, kann sich über diesen Link für einen Zugang zur geschlossenen Alpha bewerben. Da man allerdings eher Gruppen sucht (es wird nach der Anzahl der Nutzer gefragt), habe ich mich nicht angemeldet.

Unter anderem hat bereits der Musiker Rob Garza die Plattform getestet und er soll sehr angetan von den Möglichkeiten gewesen sein. Und Philip sagt, dass es bereits eine Reihe von Underground-Musik-Partys gegeben hätte, die ziemlich Spaß gemacht haben. In Kürze sollen weitere Partys folgen. Aktuell werden bis zu 100 Teilnehmer pro Instanz unterstützt. Sehr bald sollen aber mehrere tausend Teilnehmer möglich sein. Vermutlich strebt Philip so etwas an, wie die neue Party Royale Umgebung in Fortnite.

Quelle: [NWN] - Philip Rosedale Launches Limited Early-Access to 3D Audio/2D World Experience...

Links:

Montag, 9. März 2020

Tivoli Cloud VR: Neue Welt basierend auf High Fidelity

Logo / Quelle: Tivoli Cloud VR
Schon am 15. November 2019, etwa einen Monat bevor Philip Rosedale das faktische Ende von High Fidelity ankündigte, stellte Caitlyn Meeks auf einer Webseite mit dem Namen "Tivoli Cloud VR" eine Plattform vor, die auf dem Open Source Code von High Fidelity aufbaut.

Caitlyn war zuvor knapp vier Jahre lang Leiterin für Content bei High Fidelity. In Second Life ist sie seit 2009 unter dem Account "Lemondrop Serendipity" unterwegs.

Caitlyn hat zusammen mit ihrer Partnerin Maki Deprez diese neue Plattform gegründet, nachdem abzusehen war, dass HiFi seinem Ende entgegengeht. Ihre Firma befindet sich im sonnigen Teneriffa, eine der Kanarischen Inseln, die durch einen Vulkan gebildet wurde. Deshalb lautet ihr Motto "Wir bauen ein räumliches Metaverse auf einer Vulkaninsel".

Im Eröffnungsbeitrag schreibt sie das Folgende:
"Gemeinsam bauen wir ein räumliches Metaverse auf den architektonischen Grundlagen auf, die zuerst von der Open-Source-Virtual-Reality-Firma High Fidelity gelegt wurden. Wir glauben, dass diese Architektur und ihre zukünftigen Nachkommen die Grundlage für das räumliche Metaverse-Netzwerk werden, auf das wir alle gewartet haben."

Objekt-Manipulation in Tivoli Cloud
Ich werde jetzt nicht die ganzen Details zusammenfassen, wie Tivoli Cloud einmal werden soll. Aktuell ist die Plattform noch in der Entwicklung und man kann sie noch nicht ausprobieren.

Seit dem Start des Projekts wurden auch insgesamt erst drei Blogposts mit Vorberichten geschrieben. Caitlyn und Maki wollen den "VR Winter", der aktuell bei fast allen VR‑Plattformen vorherrscht, praktisch mit der Entwicklung ihrer neuen Plattform überdauern.

Ende Februar gab es im neuesten Blogpost dann erste Screenshots und zwei Videos. Die Videos zeigen zwei Features, auf die man sich bisher konzentriert hat. Das erste Video widmet sich der Stimmenerkennung im Stil von Alexa. Man kann der virtuellen Welt quasi Befehle per Sprache geben.

Das zweite Video, das ich hier unten eingebettet habe, zeigt ein sehr genaues Augen-Tracking über die VR-Brille. Die Augen des Avatars blicken in die gleiche Richtung wie der Träger der Brille.

Tivoli has eye tracking!



Grafisch sieht Tivoli Cloud bis jetzt nicht besser aus als High Fidelity. Da es auf demselben Code beruht, ist das aber auch relativ verständlich. Statt dem Anime Avatar von Caitlyn, hätte man auch einen fotorealistischen Menschen verwenden können. Die Plattform soll wohl noch in diesem Jahr mit einer zugänglichen Beta starten. Ich werde mir das wahrscheinlich dann auch mal ansehen und wieder darüber berichten.

Links:

Dienstag, 31. Dezember 2019

Mein kurzer und unvollständiger Jahresrückblick 2019

Seit ich 2011 diesen Blog gestartet habe, gab es hin und wieder auch mal einen Jahresrückblick zu den von mit gebloggten Themen. Der war aber immer sehr lang und hat mich elend viel Zeit gekostet. In diesem Jahr wollte ich es eigentlich besser machen und nur die aus meiner Sicht wirklich wichtigen Punkte heraussuchen. Doch leider ist das Ganze wieder recht lang und zeitintensiv geworden. Na ja, schnell raus damit:

Januar

In der zweiten Januarwoche kursierte im Web die inoffizielle Meldung, dass Linden Lab mit der Entwicklung eines mobilen Textclient für Second Life begonnen hat. Das Ganze soll zunächst auf iOS von Apple erscheinen. Brad Linden, der für die Entwicklung verantwortlich ist, hat allerdings Ende Oktober die letzte Änderung an diesem Projekt vorgenommen. Für mich sieht es nicht danach aus, dass Linden Lab diesem Thema eine hohe Priorität gegeben hat.

Anzahl aller Mainland Regionen (rot = Linden Homes)
Quelle: Tyche Shepherd / VirtualVerse Forum
Am 16. Januar veröffentlicht Tyche Shepherd ihren jährlichen Mainland Census. Zu diesem Zeitpunkt gab es 6.801 Linden‑Regionen, aufgeteilt in 5.637 Mainland Regionen und 1.165 Linden Homes Regionen. Von den Linden Homes waren 35.609 durch SL-Nutzer belegt. Mal sehen, ob Tyche in drei Wochen wieder einen Zensus veröffentlicht und wie sich dann die Zahlen geändert haben.

Am 30. Januar veröffentlicht Linden Lab eine neue Gruppe von Start-Avataren für Second Life. Obwohl die Avatare klassische Shapes nutzen (keine Mesh Bodies), bewirbt Linden Lab sie mit "Bento kompatibel". Wie ich später erfahren habe, nutzen einige Kleidungsstücke die zusätzlichen Bentoknochen. Inworld habe ich in 2019 aber kaum jemanden mit diesen Avas herumlaufen sehen.

Februar

Am 11. Februar startet Linden Lab die Videoreihe "Love Made in SL". Mit Hilfe von Draxtor Despres werden Videos von RL-Paaren erstellt, die sich durch Second Life kennengelernt haben. Diese Serie wurde dann später ausgeweitet mit dem allgemeinen Format "Made in Second Life".

Love Made in Second Life - Episode 1: Meet Teal + Wolf



Am 25. Februar erschien im Twitterkanal von Linden Lab eine Stellenausschreibung für einen Second Life Marketing Spezialist. Wie sich später herausstellte, hat sich Strawberry Singh darauf beworben und wurde dann im April 2019 von Linden Lab eingestellt.

Am 27. Februar ist der erste Release Kandidat für den EEP-Viewer erschienen. Viele dachten damals, dass die Einführung des erweiterten Windlights kurze Zeit später erfolgen würde. Ursprünglich war die Einführung ja für Ende 2018 vorgesehen. Wie sich bis heute aber zeigte, ist das EEP‑Projekt eine von mehreren Entwicklungen, bei denen Linden Lab technisch einfach nicht mehr vorankommt.

März

Am 6. März startet Linden Lab die Videoreihe Second Life Destinations. Auch sie läuft aktuell immer noch. Aus meiner Sicht war das eine Bereicherung für den SL‑Blog im vergangenen Jahr. Das erste Video zeigte "The Pen", ein Café mit Livebühne in der Mainland‑Stadt Bay City.

Second Life Destinations: The Pen



Am 8. März kündigt Linden Lab an, mit den nächsten Server‑Updates das Animieren von Gruppentiteln über dem Kopf eines Avatars zu unterbinden. Das haben sie dann auch eine Woche später umgesetzt.

Erste öffentliche Linden Homes auf der Home & Graden Expo
Am 15. März werden die ersten neuen Linden Homes auf der Home und Garden Expo 2019 vorgestellt.

Am 26. März startet Linden Lab die Möglichkeit von privaten Mainland-Auktionen zwischen SL-Bewohnern. Das Ganze funktionierte allerdings nicht wie erhofft, sodass diese Möglichkeit am 11. Oktober wieder zurückgenommen wurde.

Ende März wird im SL-Grid der veraltete UDP-Asset-Abruf deaktiviert. Da fast alle Viewer schon lange vorher umgestellt wurden, gab es zu dieser Änderung kaum Probleme unter den SL‑Nutzern.

April

Am 1. April habe ich über das Update 3.5 für das virtuelle Universum von Star Citizen gebloggt. Diese Plattform ist seit Oktober 2018 mein zweites Hobby neben Second Life. Mit Version 3.5 wurde ArcCorp City eingeführt. Für mich ist diese Stadt eine der faszinierendsten virtuellen Umgebungen, die bisher auf irgendeiner Online-Plattform im Konsumerbereich erschaffen wurde.

ArcCorp City
Am 2. April wurde die Social Media Plattform Google+ abgeschaltet. Für mich war das die einzige Plattform, die ich zu diesem Zeitpunkt neben meinem Blog noch nutzte. Schon vor der Abschaltung hatte ich mir allerdings auf MeWe einen Account angelegt, wo ich bis heute die Links zu meinen Blogposts teile.

Vom 4. bis 6. April läuft in Second Life wieder die Virtual Worlds Best Practices in Education Konferenz (VWBPE). Eine der wenigen jährlichen Veranstaltungen, die auch außerhalb des Dunstkreises der SL Community noch Aufmerksamkeit in den Medien erzeugt. Während dieser Konferenz fanden verschiedene Interviews statt, von denen ich das von Patch und Grumpity Linden, sowie das von Ebbe Linden zusammengefasst hatte.

Foto von der Fantasy Faire im April 2019
Am 11. April wird ein Unterforum für die neuen Linden Homes gestartet. Dieses Unterforum ist seitdem eines der höchst frequentierten im gesamten SL‑Forum.

Offizielles Foto von Linden Lab / Quelle: SL Blog
Am 15. April werden mit einem Blogpost von Linden Lab die neuen Linden Homes in Second Life eingeführt. Einen Tag später habe ich bereits mein Hausboot, das ich auch bis heute behalten habe.

In der zweiten Aprilhälfte versucht Linden Lab ein Teleportproblem zu lösen, was ihnen aber nicht so richtig gelingt. Selbst heute kommt der Fehler, der im April massiv aufgetreten ist, immer noch gelegentlich beim Teleport vor.

Mai

Am 7. Mai kündigt Philip Rosedale im High Fidelity Blog grundlegende Änderungen für seine virtuelle Welt an. Darunter auch die Entlassung von 25% der Mitarbeiter. Dies sollte für 2019 aber nicht die letzte negative Meldung zu HiFi gewesen sein.

Die "Squishy Pickle" Insel mit 709 Hausbooten
Am 15. Mai wurden zusammen mit der "Squishy Pickle" Insel 709 neue Hausboote freigegeben. Diese waren nach 35 Minuten bereits alle vergeben.

Seit dem 16. Mai werden die Release Notes für die Viewer‑Entwicklung bei Linden Lab auf einer neuen Seite gelistet. Außer Linden Lab sieht ansonsten niemand eine Verbesserung darin. Die Server Release Notes ziehen einen Monat später nach, was noch weniger Begeisterung bei den SL-Nutzern weckte.

Am 27. Mai startet die Bellisseria Zeitung The Bellisserian. Nach nur sechs Ausgaben wird sie am 19. August wieder eingestellt. Die Gründe dafür kenne ich nicht. (Zum Archiv.)

Foto von der Science Fiction Convention im Mai 2019
Am 30. Mai kündigt Linden Lab eine Preissenkung für Regionen an, die am 3. Juni in kraft getreten ist. Das betrifft allerdings nur Full Regionen, deren Preis von 249 auf 229 US‑Dollar/Monat gesenkt wurde. In der gleichen Ankündigung wurde dann eine Erhöhung der Premium‑Gebühren bekanntgegeben. Die stiegen von 72 auf 99 US‑Dollar/Jahr. Und eine Erhöhung der Umtauschgebühren von Linden Dollar in reale Dollar. Die stiegen von 2,5% auf 5,0%.

Juni

Am 3. Juni fügt Linden Lab seiner Ankündigung zur Erhöhung der Premium‑Gebühren eine Möglichkeit hinzu, die alte Premium‑Laufzeit um ein weiteres Jahr mit dem günstigeren Preis zu verlängern. Ich habe das auch in Anspruch genommen.

Foto vom Relay Wochenende im Juni 2019
Am 8. und 9. Juni wurde zum fünfzehnten Mal das Relay Wochenende der American Cancer Society in Second Life durchgeführt. Für mich jedes Jahr eines der Highlights in SL. Meine Impressionen habe ich hier festgehalten.

Am 14. Juni beginne ich hier im Blog eine Sim-Klassiker Reihe von insgesamt 11 Regionen, die mir in 12 Jahren Second Life in guter Erinnerung geblieben sind. (Link zu allen Beiträgen hintereinander.)

Am 20. Juni beginnt mit dem SL16B die Geburtstagsparty für 16 Jahre Second Life. Nebenbei werden dort auch die Trailer für die neuen Linden Homes vorgestellt. Meine Impressionen von den restlichen Regionen gibt es hier, hier und hier.

Der SL16B Event stand in diesem Jahr unter dem Motto der 1950er Jahre
Auf dem SL16B werden viele Interviews mit Lindens geführt. Stellvertretend verlinke ich hier nur auf meine Zusammenfassung des Interviews mit Ebbe Linden.

Juli

Am ersten Juli kündigt Linden Lab die Einführung von Tilia an. Diese Tochtergesellschaft von Linden Lab kümmert sich seit dem 1. August um Auszahlungen bzw. Umtausch von Linden Dollar in reale Währung und um einige andere Belange aus dem Finanzdienstleistungssektor.

Quelle: tilia-inc.com
Das Tilia Thema beherrscht den ganzen Juli in Second Life. Nach einem Forenthread mit vielen Fragen und Antworten gibt es am 12. Juli sogar eine Inwolrd Veranstaltung zu Tilia. Meine kurze Zusammenfassung ist hier.

Am 16. Juli erhält der Project 360 Snapshot Viewer das erste und einzige Update im Jahr 2019. Dieser Viewer zeigt beispielhaft, wie wenig Linden Lab noch an Ressourcen zur Entwicklung neuer Funktionen hat. Und daran hat nicht nur Sansar Schuld, sondern die wirklich hellen Köpfe haben inzwischen Linden Lab fast alle verlassen, während die durchschnittlichen Mitarbeiter geblieben sind.

Am 18. Juli gibt das LEA-Komitee bekannt, dass das LEA-Programm zur Förderung virtueller Künstler in Second Life bis Ende August 2019 beendet wird.

Ende Juli werden durch eine Spenden- und Vermietungskampagne die fünf Regionen von Hangars Liquides gerettet. In den vorherigen zwei Monaten gab es in verschiedenen Foren eine kontroverse Diskussion darüber, ob die Rettung dieser Regionen gerechtfertigt ist, da sie unter Non-Profit eingestuft waren und 50% Discount auf den Landpreis erhielten.

Hangars Liquides wurde vorerst vor der Schließung bewahrt
Am 31. Juli berichtet New World Notes über eine Klage von Ex Linden Mitarbeiterin Kavya Pearlman gegen Linden Lab, wegen unrechtmäßiger Kündigung und diskriminierender Haltung. Diese Klage ist bis heute noch nicht abgeschlossen. Letzter Eintrag beim Kammergericht San Francisco war am 23. Dezember mit einer Vertagung einer Anhörung vom 8. Januar auf den 26. Februar 2020.

August

Am 8. August wurde die große Linden Homes Insel mit dem Namen "Pickle" (Gewürzgurke) dem Bellisseria‑Kontinent hinzugefügt.

Die Nexus Region in Sansar
Am 22. August wird für Sansar eine größere Neuausrichtung angekündigt, die dann am 3. September eingeführt wurde. Jeder Nutzer landet jetzt immer auf der Nexus Region, der Atlas wird durch den Codex ersetzt, ein verbesserter Avatar 2.0 wird eingeführt und es gibt ein Quest‑System, mit dem man etwas Geld als Newbie verdienen kann. Wie sich kurz vor Ende des Jahres herausstellte, war das aber auch nicht der richtige Ansatz, um Sansar irgendwie voran zu bringen.

Am 23. August stellt Linden Lab die neue Talkshow Lab Gab vor. Xiola und Strawberry Linden diskutieren aktuelle Themen und Events und zeigen auch einige Regionen in ihren Sendungen.

Am 26. August wird Bakes On Mesh offiziell in Second Life eingeführt. Damit lassen sich Systemlayer‑Texturen auf Mesh‑Oberflächen aufbringen. In erster Linie sollen damit Mesh-Bodies ohne Zwiebel-Layer ermöglicht werden, was die Komplexität dieser Bodies senken würde. In wie weit diese Funktion bereits von den SL-Nutzern verwendet wird, kann ich nicht sagen, da es schwer bei einem Avatar zu erkennen ist. Mit Bakes On Mesh wird jedenfalls das einzige gesteckte Ziel von Linden Lab für 2019 tatsächlich auch erreicht. Alle anderen Projekte wurden nicht termingerecht fertiggestellt.

Second Life Project BakesOnMesh



Am 29. August wurde der Gartner Hype Cycle Report 2019 veröffentlicht. Den habe ich bisher jedes Jahr hier im Blog vorgestellt, da Second Life und VR immer irgendwie zu einem der Themen passte. In diesem Jahr ist der Cycle jedoch so uninteressant, dass ich nächstes Jahr gar nicht weiß, ob ich noch einmal so einen Mist hier zusammenfasse.

Am 31. August wurden die verbliebenen Regionen der LEA abgeschaltet. Eine Initiative für einen Nachfolger, über die ich hier mehrfach berichtet hatte, soll an der Ignoranz von Linden Lab gescheitert sein.

September

Am 16. September startet mit dem Trailer Park auf Bellisseria das dritte Thema für die neuen Linden Homes.

Teil des Trailer Parks auf Bellisseria
Am 24. September veröffentlicht Linden Lab eine Pressemitteilung zu den Neuerungen in Sansar. Am gleichen Tag gibt es auch noch eine längere Meldung im SL-Blog. Auch da macht man Werbung für Sansar, neben einigen anderen Themen. Diese drehen sich dann um schon eingeführte Funktionen (Animesh, Bakes On Mesh) und um noch laufende Entwicklungen (EEP, SL in der Cloud), ohne allerdings für die unfertigen Themen irgendwelche Termine zu nennen.

Logo des Blogger Netzwerks
Am 26. September startet Linden Lab das Second Life Blogger Netzwerk. Jeder Blogger, der sich anmeldet und an die inhaltlichen Richtlinien hält, hat die Chance von Linden Lab werbewirksam im offiziellen Second Life Blog gelistet zu werden. Mein Eindruck nach drei Monaten: Obwohl sich weit über 100 Blogs beworben haben, werden meistens die immer gleichen zwanzig bis dreißig Linden Lieblinge ausgewählt. Hier kommt mir wieder Prokofys "Fated Inner Core" in den Sinn...^^

Oktober

Anfang Oktober wird Patch Linden zum Vice President of Product Operations bei Linden Lab befördert. Eine Übersetzung dieser Berufsbezeichnung spare ich mir. Diese Beförderung ist sicher auch auf die gute Arbeit zurückzuführen, die Patch bei der Einführung der neuen Linden Homes an den Tag gelegt hat.

"The Man Burn" auf dem BURN2 Event in Second Life
Vom 11. bis 20. Oktober findet in Second Life zum sechzehnten Mal das BURN2 Event statt. Das RL Vorbild soll 1999 Philip Rosedale die Inspiration zur Entwicklung von Second Life gegeben haben. Früher wurde der SL-Event von Linden Lab organisiert. Seit einigen Jahren haben das SL Bewohner und Teilnehmer der RL-Veranstaltung übernommen.

Am 30. Oktober erklärte Linden Lab in einem Blogpost, warum es am Sonntag zuvor zu einer der längsten Downtimes des Jahres in Second Life gekommen war. Grund war eine Störung beim Internetprovider von Linden Lab.

November

Am 4. November meldeten verschiedene Blogs, dass Linden Lab mehr als 20 Sansar Mitarbeiter entlassen hat. Ein Pressesprecher von LL bestätigt diese Meldung indirekt. Das verbliebene Team will nun hauptsächlich mit Live‑Events versuchen, die Nutzerzahlen von Sansar irgendwie zu steigern.

Irgendwann im November wird im Linden Homes Forum eine interaktive Bellisseria‑Karte mit Rez-Zonen geteilt. Keine große Meldung, aber da ich diese Karte heute auf Bellisseria verwendet habe, kommt sie in meinen Rückblick mit rein. Mein Blogpost dazu ist hier.

Vom 15. bis 19. November 2019 feiert Sinespace sein dreijähriges Bestehen. Für mich war das Anlass, mal wieder dort einzuloggen. Es gibt neue Avatare, Terraforming mit Tunneloption und einen neuen Viewer.

Neuer Sinespace Viewer und im Hintergrund eine Terraforming Testregion
Am 21. November meldet Linden Lab, dass bis Ende Januar 2020 die Änderung von Nachnamen in Second Life angeboten wird. Ebenfalls in dieser Meldung enthalten sind die folgenden Informationen: Die Provisionsgebühren auf dem Marketplace steigen von 5% auf 10%. Dann wird für 2020 wird ein neuer Eventkalender vorgestellt, bei dem die Eintragung eines Events 50 L$ kosten soll. Und es wird ein Premium Plus Abonnement angekündigt, das ebenfalls 2020 kommen soll und mehr Extraleistung für Premium Nutzer enthält. Natürlich gegen eine höhere Abo-Gebühr.

Dezember

Eines der neuen viktorianischen Häuser
Vom 5. bis 15. Dezember findet die Christmas Expo statt. Dort wird die vierte Variante der neuen Linden Homes vorgestellt. Es sind viktorianische Häuser.

Am 11. Dezember kündigt Philip Rosedale das Ende der aktiven Entwicklung von High Fidelity an. Am 15. Januar wird die Betreiberfirma alle Aktivitäten einstellen und sich einem neuen Projekt zuwenden. Verbunden mit der Ankündigung war die Entlassung von 50% der HiFi‑Mitarbeiter.

Am 16. Dezember startet die Vergabe der viktorianischen Linden Homes auf dem neuen Subkontinent "South Bellisseria". Laut Patch Linden sind das über 1.600 Homes. Seit dieser Veröffentlichung sind nun endlich so viele Linden Homes im Topf, dass das Angebot die Nachfrage übersteigt.

Ein Teil von South Bellisseria
Am 16. Dezember startet Linden Lab einen Wettbewerb zur Namensänderung für Avatare. In den Teilnahmebedingungen ist auch ersichtlich, dass die Änderung eines SL-Nachnamens 40 US‑Dollar kosten wird.

Am 18. Dezember gibt Xiola Linden in der Lab Gab Folge mit Strawberry bekannt, dass sie Linden Lab Anfang Januar 2020 verlassen wird.

Okay, das waren einige Themen aus dem chronologischen  Ablauf des vergangenen Jahres.

Was gab es sonst noch?
  • Die Entwicklung von neuen Funktionen für den Second Life Viewer ist im vergangenen Jahr ziemlich eingeschlafen. Darüber täuschen auch nicht die TPV-Treffen hinweg, bei denen alle zwei Wochen zu 90% die Informationen aus dem vorherigen Treffen wiederholt werden. Der einzige Viewer-Zweig, der von Linden Lab noch einigermaßen gepflegt wird, ist der Maintenance Viewer. Mit ihm werden regelmäßig einige gemeldete Probleme aus der JIRA beseitigt. Der EEP Viewer ist dagegen bereits über ein Jahr verspätet. Und der 360 Snapshot Viewer wird scheinbar gar nicht mehr entwickelt. Er hat nun seit drei Jahren den Status eines Project Viewers.
  • Die wöchentlichen Server-Updates für die Regionen im Second Life Grid haben sich in 2019 zur Slapstick-Komödie entwickelt. Linden Lab bezeichnet jede Änderung als "interne Fehlerbereinigung", der Deploy Thread wird von drei unterbelichteten Linden Lab Mitarbeitern gepflegt und im Grunde wurde im gesamten Jahr 2019 lediglich die Bakes On Mesh Funktion so eingeführt, wie man das vorgehabt hatte. Ansonsten gab es keine nennenswerten Verbesserungen für Second Life. Dafür ging dann bei den Rolling Restarts ziemlich oft mal etwas schief.
  • Was mir in diesem Jahr auch aufgefallen ist: Linden Lab verbindet eine aus Nutzersicht positive Meldung fast immer mit mehreren negativen Meldungen. Bestes Beispiel ist die Senkung der Landgebühren im Juni, bei gleichzeitiger Erhöhung der Umtauschgebühren für Linden Dollar und der Premium Gebühren. Oder auch: Nachnamen kommen bald, aber auf dem Marketplace steigen die Gebühren von 5% auf 10% und Event-Kalendereinträge werden im nächsten Jahr 50 L$ kosten. Bei diesen Meldungen habe ich meist den Eindruck, dass Linden Lab nicht umverteilt (wie Ebbe es ja immer betont), sondern dass sie auf Gewinnmaximierung aus sind.
  • Linden Lab hat aber auch eine Erfolgsgeschichte zu verzeichnen. Die Einführung der neuen Linden Homes und die Gestaltung des Bellisseria‑Kontinents. Aus meiner Sicht gibt es da nicht viel zu meckern. Im Gegenteil: Die Entwicklung zu verfolgen, gehörte zum spannendsten was SL in 2019 zu bieten hatte. Hier mal der direkte Vergleich, wie der Kontinent Anfang und Ende 2019 ausgesehen hat:

Bellisseria (SSP) im Januar 2019Bellisseria (SSP) im Dezember 2019

Where peaceful waters flow...