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Sonntag, 6. Oktober 2013

Die SLRR, Solonia, Petra, Markus und noch mehr...

Das wird heute mal kein üblicher Simtipp, sondern eine Mischung aus sehenswerten Stationen entlang der SL-Eisenbahn (SLRR), einem Reisebericht und der Vorstellung einiger deutschsprachigen Entwickler für Loks, Straßenbahnen und SLRR-Ausstattung. Dazu gibt es viele Fotos, die ich in den letzten Tagen rund um die SLRR gemacht habe. Dieser Artikel ist deshalb etwas lang geworden, so dass es nach ein paar Abschnitten auf der Unterseite weitergeht.

Busiris
Die Idee zu diesem Reisebericht hatte Lokomotiven-Entwicklerin Solonia van der Stenvaag, die mit einigen anderen SL-Entwicklern aus Deutschland nicht nur an Fahrzeugen für die SLRR arbeitet, sondern auch an der Gestaltung einiger Regionen entlang der Strecken beteiligt ist. Zum Schluss mache ich dann noch einen Abstecher auf eine Region abseits der SLRR, auf der aber auch ein Schienenfahrzeug in Form einer historischen Straßenbahn gefahren werden kann.

Bhaga
Bei meiner Tour bin ich die Hauptstrecke der SLRR vom Endbahnhof in Bhaga bis zum Endbahnhof in Tuliptree abgefahren. Die Route befindet sich auf dem Mainland des Heterocera Atoll und ist auf dieser Karte in Rot eingezeichnet. Das letzte Mal bin ich vor etwa zwei Jahren diese Strecke abgefahren. Damals hatte ich keine Zwischenfälle, bei denen ich von der Lok geworfen wurde. Aktuell gibt es aber zwei Stellen auf der Hauptroute, bei der die Lok einfach in mein Inventar zurückgeschickt wurde. Ich nehme an, dass hier private Parzellengrenzen in die Strecke hineinragen.

German SLRR Harbor auf Busiris
Anfangen möchte ich mit Busiris, einer Nachbarregion von Bhaga. Im dortigen "German SLRR Harbor" gibt es einige Wagons, Kleinloks und Triebwagen von SLRR-Entwickler Markus Mekanic zu sehen. Gleich das erste Foto in meinem Bericht, sowie das hier drüber und das Folgende gehören zu dieser Parzelle.

Busiris
Ein Hafenkran ist mit dem Sortieren von Schiffskontainern beschäftigt und eine zeitgesteuerte Klappbrücke verbindet die Hafenplattform mit der Region Bhaga.
>> Teleport nach Busiris - German SLRR Harbor

S. & O. Bessemer Steel Co. auf Bhaga (und Forest Gump auf der Bank^^)
Nach diesem kleinen Abstecher habe ich dann, immer noch zu Fuß, zum ersten Mal in meiner SL-Zeit die große Fabrik am Kopfbahnhof von Bhaga in aller Ruhe angesehen. Und ich war wirklich baff, wie interessant diese Region inzwischen gestaltet wurde.

Stahlgießerei
Die Fabrik auf Bhaga ist ein Nachbau einer Stahproduktion nach dem Bessemer Prozess, dem ersten Verfahren für massenhafte Produktion von Stahl. Geht man hinein, kann man dem Bessemer Konverter bei der Arbeit zusehen.

Dat is'n Dampfmaschin
Aber auch alles andere in dieser Fabrik sieht einfach cool aus, vor allem mit einer geeigneten Windlight-Einstellung. Denn es gibt viele lokale Lichtquellen, die in der großen Halle ein sehr immersives Erlebnis erzeugen.


Genauso macht es auch Spaß, diese Fabrik von außen aus allen Lagen und Winkeln zu fotografieren. Vor allem hinter dem Gebäude gibt es weitere industrielle Einrichtungen. Eine Verladestation, ein großer Wasserturm und eine Kaimauer zum Anlegen für Schiffe. Hier habe ich auch einen Newbie aufgesammelt, der eine Rezz-Zone für seine neue Lok gesucht hat. Ich habe ihn dann zum Bahnhofsgleis geführt, wo man wie bei allen Stationen entlang der SLRR seine Fahrzeuge rezzen kann.


Die Heusinger-Steuerung
In dem Stahlwerk ist auch ein Raum, in dem historische Informationen zum Lokomotivenbau und zwei Antriebsmechaniken von dampfgetriebenen Lokomotiven ausgestellt werden. Solonia Stenvaag schrieb mir, dass nach vielen Jahren Entwicklung, und mit den neuen Mesh-Loks, nun erstmals ein korrekt bewegter Antrieb mit zugehöriger Steuerung möglich ist. Die Loks, die auf dem Stellwerk vor der Bhaga-Fabrik gezeigt werden, sind jedoch noch aus Prims und Sculpties. Ein paar Vendorwürfel mit den neuen Mesh-Loks befinden sich auf dem Dach der Fabrikhalle.

Eine der vielen Display-Loks vor dem Stahlwerk
Ich habe gut eine Stunde damit verbracht, die Region Bhaga zu erkunden. Die Fabrik ist großartig und sollte auch die Herzen von Steampunk-Freunden höher schlagen lassen. Nun wollte ich aber meine Preußische T 3 aus Mesh ausprobieren, die den oben erwähnten, realistischen Antrieb schon hat. Diese Lok ist ein Geschenk und der Grund meines Reiseberichtes hier.
>> Teleport nach Bhaga

Die Prussian Class T 3
Also schnell zum Bahnhof und ab auf die Schienen. Da mich Bhaga so begeistert hat, habe ich natürlich auch während der Fahrt noch weiter fotografiert.

Ok, ab jetzt geht es wegen Überlänge auf der Unterseite weiter:


Auf der Strecke wechseln sich dann schöne Abschnitte und etwas chaotische Gestaltung ab - Mainland eben. Aber große Teile entlang der SLRR sind schon recht ansehnlich. Oft werden die Parzellen rechts und links der Schienen von Eisenbahnfreunden gehalten, die dann etwas Passendes zum Thema darauf erstellen.

Cooles Haus und perfekte Anpassung an die "Gegebenheiten" :o
Die Bahnhöfe, die es in jeder Region gibt, wurden vom Linden Department of Public Works (LPDW) gebaut. Das sind die bekannten Moles unter Leitung von Michael Linden. Einige dieser Bahnhöfe sind echte kleine Perlen. Hier eine Auswahl von drei dieser Bahnhöfe (die Pawpaw-Station befindet sich auf einer Nebenstrecke, aber in Zoomweite der Kamera).

Der Roboter im Hintergrund ist ein Bahnhof / Teleport zur Tenera Station
Der Bahnhof Crenulate befindet sich an einem Steilhang / Teleport zur "Crenulate Station"
Gleißdreieck bei Pawpaw / Teleport zur Pawpaw Station
Nun hatte ich meinen ersten Abflug und die Prussian Class T 3 Lok wurde mir ins Inventar zurückgeschickt. Ich nutzte die Gelegenheit, auf eine andere Mesh-Lok von Solonia Stenvaag umzusteigen. Eine LNER Class P2 in der Ausführung von 1938-1944. Diese Lok gefällt mir nicht nur, weil sie so grün ist, sondern sie sieht insgesamt optisch sehr gelungen aus. Genau wie bei der Prussian Class T 3, bewegt sich hier das Antriebsgestänge nach realem Vorbild. Dazu gibt es viel Dampf und passende Geräusche für Antrieb und Zugtröte.

Die LNER Class P2 (hier in der Ausführung "Cock of the North")
Hier läuft alles synchronisiert und RL-technisch korrekt
Mit der LNER bin ich dann an einem sehr schönen Stück Land vorbeigekommen, auf dem sich jemand eine Wartungshalle für Lokomotiven direkt neben der Hauptstrecke errichtet hat. Auf dem Schild am Gebäude steht "Lappet Engineering Works" und ansehen kann man sich das über diese SLURL:
>> Teleport zu Lappet Engineering Works

Vorbeifahrt am Lappet Engineering Works-Gelände

Hier noch zwei weiter Bilder von einem Bahnhof und einem Stellwerk, die sich beide ebenfalls auf einer Nebenstrecke, aber auch in Zoomweite meiner Kamera befanden.



Nun kam ich an einer Parzelle vorbei, die mir Solonia empfohlen hat, weil sie von Mitgliedern der deutschen SLRR-Gruppe gestaltet wurde. Auf Pavonia gibt es eine Schmalspurbahn, eine beeindruckende Trestle-Brücke, sowie ein kleines Sägewerk von Petra Ireto.

Pavonia
Die Trestle-Brücke
Die Parzelle befindet sich genau am Ende der High Mountain Road (SL Route 6), über die ich hier schon einmal im Blog berichtet hatte. Von meiner SLURL, die ich hier unten eingefügt habe, führt ein toller Naturpfad an der Trestle vorbei runter zum Windrad. Von dort geht es dann auf der anderen Seite der Pfeilerbrücke weiter bis zum Sägewerk an der Linden Road.
>> Teleport nach Pavonia

Super Fußweg an der Trestle entlang
Versteckter Mini-Bahnhof mit Windrad
 Hier der Vergleich von Schmalspurbahn (links) und normaler SLRR-Strecke (rechts):


Nun habe ich meine Fahrt mit der LNER fortgesetzt und ich kam gut voran bis zur "Epirrhoe Station". Dort habe ich kurz gestoppt, um ein Foto vom grünen Bahnhof zusammen mit meiner grünen Lok zu machen. Frei nach Ruby Rhod aus dem Film "Das fünfte Element": Ruby Rhod: "Wie war ich?" Berater: "Ohhh ahhh, grün, unglaublich grün." Ruby Rhod: "Wie grün?" - Berater: "Kristallgrün, einfach grün, unglaublich grün..." *g*
>> Teleport zur Epirrhoe Station

Die Epirrhoe Station
Direkt nach dem Bahnhof wurde mir dann zum zweiten Mal meine Lok ins Inventar geschickt und ich klebte minutenlang auf irgendeiner Minuskoordinate im Nirgendwo. Um den Rest der Hauptstrecke möglichst gut durchzukommen, habe ich dann ein Vehikel mit kleinem Land Impact gerezzt und zwar die Solo's Rail Snail, ebenfalls von Frau van der Stenvaag, aus dem Jahr 2011.

Die Solo's Rail Snail

Damit bin ich dann kurz vor Calleta auf die mir noch unbekannte Tokyo-Station gestoßen. Dort kreuzen sich eine ganze Menge verschiedener Zugstrecken inklusive einer etwas ungewöhnlichen Abzweigung für Raketen-Loks.^^

Die große Tokyo-Station / Teleport zur Tokyo Station
Singt "Es fährt ein Zug nach Nirgendwo..."
Weiter geht die Fahrt über Calleta, wo immer noch die Gebäude und die Hobo-Fahrzeuge von Arcadia Asylum zu finden sind. Diese Ecke des Mainlands kenne ich seit meinen ersten Newbie-Tagen und für mich hat Calleta etwas Mystisches, das ich nur schwer beschreiben kann. Schade finde ich jedoch, dass der große Kopfbahnhof an der Grenze zu Cecropia nicht mehr da ist.

Fast schon eine Museumsparzelle - Arcadia auf Calleta
Kurz vor Tuliptree bin ich dann wieder von meiner Schienenschnecke abgestiegen, denn auf der Region Columbia befindet sich "Pier 39", das von Solonia Stenvaag und Petra Ireto gestaltet wurde. Das ist eine sehr schöne, kleine Stadtteil-Simulation mit Ufer-Promenade und einer Straßenbahnlinie.

Pier 39 von der Seeseite aus gesehen
Ich bin schon drin... :)
Auf dem zentralen Platz gibt es ein historisches Karussell und überall befinden sich Prim-Avatare, die den Pier ziemlich lebendig wirken lassen. Selbst in den Straßenbahnen findet man Fahrgäste. Ich habe mit dieser Bahn dann gleich mal einige Runden um den Pier gedreht. Im Mauslook kommen die Häuserzeilen echt gut und mir kam dabei der Gedanke, dass eine Fahrt in dieser Bahn mit der Oculus Rift sicher richtig spaßig sein müsste. Hoffentlich gibt es diese Region noch, wenn ich mir nächstes Jahr so eine Oculus hole.



An der Ozeanseite von Pier 39 gibt es eine Anlegestelle für die Fähre zum Sansara-Kontinent und auf der anderen Seite ein kleines Straßenbahnmuseum, ein Depot mit verschiedenen Display-Modellen und das Embarcadero, ein Nachbau des Ferry Building aus San Francisco.

Die Straßen von San Francisco
Straßenbahn-DepotStraßenbahn-Museum
Auf der oberen Promenade kann man vor einem Cafe die Sicht auf den Ozean genießen. Direkt unterhalb der Terasse befinden sich einige kleine, kugelförmige Kunstobjekte von Solonia. Insgesamt ein interessanter Ort, den man mal gesehen haben sollte.
>> Teleport zum Pier 39

Entspanntes Warten auf den Sonnenuntergang
Nun habe ich noch einmal die Rail Snail gerezzt und bin damit bis zum Endbahnhof auf Tuliptree gefahren.

Ankunft in Tuliptree
Dieser Bahnhof ist der Hauptsitz des Virtual Railway Consortium (VRC), einer Gruppe die sich für alles interessiert, was auf Schienen fährt. Vom VRC werden auch an vielen Stellen entlang der Strecken verschiedene Freebie-Loks angeboten, die man sich zum Ausprobieren der SLRR einfach mal schnell ins Inventar holen und anschließend rezzen kann.

Tuliptree Stellwerkhaus
Auf Tuliptree gibt es unter anderem eine große Freebie-Wand, an der man sich viele Bestandteile aus denen die SLRR-Strecken aufgebaut sind, kostenlos mitnehmen kann. An einer weiteren Wand wird mit Fotos und Texttafeln einiges zur Geschichte der SLRR erzählt und es gibt einige Teleport-LMs und Karten zum Mitnehmen.

Tuliptree Bahnhof
Rund um das Bahnhofgelände führt eine Monorailbahn. Und an der östlichen Seite befindet sich eine Anlegestelle für eine Fähre, die in gewissen Abständen vorbeikommt und zwischen Tuliptree und Bhaga im Kreisverkehr pendelt. Was mich überrascht hat: Die Fähre verwendet KeyframedMotion, so dass man auch mitfahren kann, indem man sich einfach nur auf die Plattform stellt, also ohne eine Sitzpose.
>> Teleport nach Tuliptree

Die Fähre zurück nach Bhaga
Hier beende ich nun meine SLRR-Rundreise. Eine letzte Empfehlung von Solonia hatte ich aber noch im LM-Ordner. Und da dieser Ort eng mit der von mir vorgestellten deutschsprachigen SLRR-Entwicklerszene verbunden ist, gibt es dazu auch noch ein paar Fotos.

Güterbahnhof Neumagdeburg
Die Region heißt Oefelein und befindet sich auf dem Kontinent Gaeta V. Dort hat Petra Ireto einen Teil von Magdeburg nachgebaut, natürlich auch mit Bahnhof und Straßenbahn.

Weinkeller
Markthalle
Bei meiner Erkundung habe ich dann noch einen Weinkeller, eine Markthalle, einen kleinen Rummelplatz und einen S-Bahnhof entdeckt. Ebenso gibt es einen Nachbau der Johanniskirche und vom alten Magdeburger Rathaus. In einem der Häuser befindet sich ein Club, der vermutlich auch im realen Magdeburg zu finden ist (oder war).
>> Teleport nach Oefelein

Fahrt in der alten Straßenbahn
Auch hier gibt es einige Prim-Avatare
Ok, das war mein Erlebnisbericht zur SLRR mit einem Blick auf die Beteiligung deutschsprachiger Entwickler. Bisher nicht erwähnt hatte ich DJDino Oh, den Solonia als einen der innovativsten Entwickler für SL-Transportsysteme bezeichnet. Seine Arbeiten haben in der Vergangenheit stark dazu beigetragen, die Fahrskripte für SL zu verbessern. Soweit ich weiß, hatte DJDino auch die Bus-Route auf dem ehemaligen Germany in 3D-Simverbund entwickelt. Allerdings habe ich irgendwo mal gelesen, dass er sich aus Second Life zurückgezogen hat.

Noch einmal alle wichtigen Teleports:

Links:

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