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Freitag, 4. März 2016

Artikel über Linden Lab im ReadWrite

Szene aus Sansar / Quelle: Linden Lab
Auf der Technologie Webseite von ReadWrite ist am 2. März ein Artikel über Linden Lab, Second Life und Sansar erschienen. Eigentlich ähnelt er ziemlich den ganzen Artikeln, die im Januar 2016 veröffentlicht wurden und über die ich hier und hier berichtet hatte. Dennoch möchte ich den ReadWrite Artikel kurz zusammenfassen, denn er zeigt, dass auch knapp zwei Monate später immer noch seriös über Linden Labs Produkte geschrieben wird.

Der Titel des Artikels lautet "Linden Lab’s Project Sansar and the Future of Virtual Reality" und in der Unterzeile wird die Frage gestellt, ob Project Sansar das Interesse an virtuellen Welten wieder erneuern könne. Diese Frage wird dann in den ersten beiden Absätzen noch etwas verfeinert. Bezogen auf die bevorstehende Markteinführung verschiedener VR-Brillen, fagt ReadWrite Autor Ryan Matthew Pierson ganz konkret: "Was muss mit dem Metaverse geschehen, damit es auch in den Massenmarkt vordringen kann?"

Befragt wurden für den Artikel Ebbe Altberg, LL-Pressesprecher Peter Gray, sowie Gary Wisniewski, der Gründer von Treet.TV, einer Video- und Streaming-Seite für Second Life.

Dann werden erst mal die wichtigsten Merkmale von Second Life aufgezählt. Der Autor scheint dabei selbst Erfahrung gesammelt zu haben, denn für reine Inforecherche sind die Beschreibungen zu detailliert. Es wird erwähnt, dass die SL-Nutzer virtuelle Objekte bauen und von Ort zu Ort per Teleport reisen können, sie können chatten, in Nachtclubs tanzen und insgesamt hätte SL im Laufe der Jahre seine eigene virtuelle Kultur entwickelt.

Szene aus Sansar / Quelle: Linden Lab
Weiter geht die Aufzählung mit der Möglichkeit, virtuelles Land zu besitzen, ein Geschäft zu eröffnen, sein eigenes Haus bauen zu können, sowie Wohngemeinschaften und Communities zu gründen. Ebenso wird erwähnt, dass SL auch attraktiv für Leute mit körperlichen Einschränkungen sei, da diese Behinderungen in der virtuellen Welt nicht von Bedeutung sind und man die ganze Nacht im Club durchtanzen oder sogar über Berge fliegen könne. Auch die Relay For Life Organisation in SL wird im Artikel aufgeführt.

Im zweiten Teil des Artikels wird dann kurz analysiert, warum SL dennoch nie ein Massenprodukt geworden ist. Als erstes werden der Lag und der komplizierte Viewer genannt, der für viele in der Bedienung einfach zu schwierig sei. Von Wisniewski kommt die Anmerkung, der Hauptgrund, warum SL die Erwartungen vieler nicht erfüllen konnte, wäre der Umstand, dass die Vorteile für neue Nutzer in SL nicht größer waren als der Aufwand, der notwendig gewesen ist, um diese Vorteile für sich nutzbar zu machen.

Dann wird geschrieben, dass die erste Login-Erfahrung in Second Life leider nicht dazu geeignet ist, das ganze Potential aufzuzeigen, das in SL steckt. Ebenso hätte die Altersgrenze zum Anlegen eines SL-Accounts aufgrund von Adult-Inhalten dazu geführt, dass SL als ungastlicher, wenig verlockender Ort für die Jugend und das Business angesehen wurde. Linden Lab hätte zwar versucht, mit den Alterseinstufungen PG, Moderate und Adult etwas mehr Vorhersehbarkeit bezüglich Content und Verhalten der Nutzer zu schaffen, aber das hat das Problem nicht lösen können.

Was Linden Lab allerdings in den letzten Jahren stark verbessern konnte, sind der Viewer und die Server-Infrastruktur. Das hätte zu besserer Performance und erleichterter Handhabung geführt, ohne dabei die Funktionalität zu bestehendem Content aufgeben zu müssen.

Szene aus Sansar / Quelle: Linden Lab
Erst im letzten Teil des Artikels geht es dann um Project Sansar. Es wird erwähnt, dass diese Plattform in erster Linie entwickelt wird, um die bevorstehende Welle von VR-Brillen zu unterstützen. Außerdem könne man mit Sansar die Vorteile der aktuellen Technologien voll nutzen und optimierte, realistischer wirkende Umgebungen damit erzeugen. Ebbe sagt dazu, dass es einen großen Unterschied macht, ob man eine virtuelle Welt aus einer Kameraperspektive hinter dem Avatar betrachtet, oder ob man mit Hilfe einer VR-Brille direkt selbst in der Welt drin ist. Vor allem in Bezug auf die gleichzeitige Bewegung von realem und virtuellem Kopf und der Arme.

Ein weiterer Vorteil von Sansar wird die Unterstützung verschiedener Hardware-Geräte und -Plattformen sein. Während SL nur über Desktop PCs richtig genutzt werden kann, werden bei Sansar PCs, mobile Geräte und tragbare VR-Brillen unterstützt. Und schließlich soll in Sansar auch das Geschäftsmodell kundenfreundlicher sein. Land wird wesentlich günstiger, so dass die Nutzer ihr Geld mehr für Content anlegen können, was wiederum den Anbietern und Erstellern zugute kommt.

Als Termin für den Start gibt Peter Gray auf ReadWrite wieder "Ende 2016" an, obwohl es bei den Lab Chat Interviews auch schon mal "Anfang 2017" war. Naja, lassen wir uns überraschen. Am Ende des Artikels wird dann noch einmal betont, dass sich Second Life Nutzer keine Sorgen machen müssten, es würde wegen Sansar überflüssig werden. Ebbe sagt dazu, dass Second Life und Sansar noch viele, viele Jahre parallel nebeneinander laufen werden.

Quelle: [ReadWrite] - Linden Lab’s Project Sansar and the Future of Virtual Reality

Kommentare:

  1. Anidusa Carolina5. März 2016 um 11:40

    Ich würde ja zuuuu gern mal nach Sansar reinspickeln.
    Ich glaube, dass es sich viel deutlicher von SL unterscheiden wird, als den meisten SL Nutzern bewusst ist. Und daher zweifele ich auch nicht daran, dass LL Second Life noch so lange weiterbetreiben wird, wie es sich rechnet.
    Und auch wenn ich mir keine VR Brille leisten kann (was übrigens auch nix nutzen würde bei meinem System ^^), die Neugier ist wirklich inzwischen extrem.
    Schade das ich kein Ersteller eines bekannten Labels bin, sonst wäre ich sicherlich schon eingeladen ;)

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  2. ette hubbenfluff5. März 2016 um 12:26

    anidusa meine neugierde ist nicht beschreiben auch ohne brille.

    eventuell kann man das teil ja auch erstmal testen und abwarten was die anderen sagen. und irgendwann wird die auch billiger und dann können du ich mir die vielleicht auch leisten.

    ich bin jedensfalls gespannt wie eine flitzebogen.

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    1. Anidusa Carolina5. März 2016 um 13:02

      Ich fürchte das mit dem "sichleisenkönnen" wird nix, da ich so allmählich die Hoffnung aufgebe mit meinem Alter und meinen gesundheitlichen Einschränkungen im RL nochmal Arbeit zu finden. Aber wir können ja nach Luxemburg düsen und Cybperpiper/Hauptmann Weydert im RL statt im virtuellen Pfaffenthal zu besuchen. Und dort im Museum können wir uns die 3D Goggles aufsetzen und schauen, was das mit unserer Immersion zumindest in SL macht........ :) Ein Ticket nach Luxemburg dürfte deutlich günstiger sein als der Erwerb eines neuen PC und einer VR Brille ^^

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    2. Beim neuen Samsung Galaxy S7 bekommt man beim Kauf eine VR-Brille geschenkt dazu. Ok, das S7 ist genauso teuer, wie eine einzelne VR-Brille, aber was ich damit sagen will ist, dass im Laufe der Zeit VR-Brillen wesentlich günstiger werden. Vielleicht nicht die Oculus und die Vive, aber diese Samsung mit dem vorgeklemmten S7 reicht auch schon für den oft erwähnten "Wow"-Effekt.

      Sollten VR-Brillen wirklich den Massenmarkt erobern, schätze ich, dass einige Modelle langfristig auf unter 100 Euro sinken werden (inklusive Bildschirm).

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    3. Ich stimme Maddy voll und ganz zu, Anidusa. Die Brillen werden mit wachsenden konkurrierenden Anbietern mit der Zeit so günstig, dass Du sie Dir auch leisten kannst. Es bedarf nur etwas Geduld.

      Die Niki

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    4. Anidusa Carolina5. März 2016 um 15:38

      das mag ja sein, dennoch hab ich ja nicht mal genug Geld zum Leben. Beispiel, ich hocke seit drei jahren ohne Kleiderschrank hier. Ich könnte mir keine leisten und wenn sie nur fünfzig Euro kosten würde, und das wird sicher nicht besser. Ich muss im Monat nach Abzug aller Fixkosten mit circa 100 Euro klarkommen. Also für Lebensmittel, Hygiene, Sprit, Klamotten. Da sind keine Anschaffungen drin. Der Pc den ich mir vor etwa einem Jahr für etwa 500 Euro leistete, den werde ich überdies mindestens bis Ende dieses Jahres in fünfzig Euro Stückchen dem Freund zurück stottern, der mir das Geld lieh. Also hört auf mir zu erzählen ich könnte mir das eines Tages leisten. Und ein Smartphone ist auch nicht drin.........ich hab nach wie vor ein ganz popelnormales Handy, Maddy. :)

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    5. Da hast Du natürlich Recht Anidusa. Das sind wirklich schwierige Bedingungen.

      Doch es ist nur eine Frage der Zeit. Wenn sich diese Brillen am Markt durchsetzen, werden sie irgendwann ein Massenprodukt sein und so selbstverständlich zu einem sogar günstigen Computer gehören wie es heute z.B. ein Blue Ray oder DVD-Laufwerk ist. Die einzige Unbekannte dürfte dabei das "irgendwann" sein.

      Die Niki

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  3. wird sicher interessant
    was die Unterstützung mobiler Geräte betrifft an die auch noch eine VR Brille angehängt ist,bin ich eher skeptisch
    dürfte doch ein beträchtliches Datenvolumen sein,dass es zu verarbeiten gibt
    für mich persönlich spielt das aber keine Rolle da ich,sobald ich die Wohnung verlasse offline bin,aus Prinzip

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  4. hmmm ich hab eigetlich gar kein intersse an so einer brille. ich will gar nicht abgeshcnitte von der reale welt unter so einer brille in irgeteetwas eintauche. ein normaler bildschirm reicht mir total, maximal noch ein kopfhörer, so das ich nohc alles um mich herum mit bekomm, etwas anderes kommt mir nicht in frage.

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  5. Anidusa Carolina5. März 2016 um 17:58

    oh ich denke auch, wenn ich eine hätte würde ich sie nicht permanent nutzen. Ich mag es ebenfalls nicht, völlig vom RL abgeschnitten zu sein. Aber es gibt sicherlich bestimmte experiences oder sims, wo es lohnend wäre sie mal für ein Stündchen zu tragen, da es schlicht die immersion verstärkt und ein "rundum" Erlebnis bietet.

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