Registerkarten

SimtippViewerServerKunstLL-BlogVideosVehikelAnleitungSansarARC

Montag, 7. Januar 2019

Kein Erfolg von Sansar auf Steam

Monatsstatistik Sansar / Quelle: Charts & Graphs / Steam
Vor einem Monat hatte Linden Lab verkündet, dass seit dem 5. Dezember 2018 Sansar auch über Steam genutzt werden kann. Heute hat Bixyl Shuftan auf SL Newser noch einmal einen Blick auf die Nutzerstatistiken von Sansar geworfen, um zu prüfen, ob das etwas gebracht hat.

Sansar wird auf Steam unter dem Begriff "Early Access" angeboten, da die Plattform von Linden Lab aktuell noch als Beta läuft. Dennoch hatten viele die Hoffnung, dass die wirklich schlechten Nutzerstatistiken von Sansar mit Steam deutlich besser werden würden. Dem ist aber leider nicht so.

Nach einem anfänglichen Peak von etwa 76 eingeloggten Steam-Nutzern in der ersten Woche, fiel die Zahl dann in den folgenden Wochen auf ca. 25 Nutzer zurück (siehe Grafik oben links). Betrachtet man nur die letzte Woche vom 1. Januar bis heute, beträgt der Schnitt sogar nur um die 20 Nutzer (siehe Grafik unten, gestrichelte Linie). Diese Statistik bezieht sich allerdings nur auf Leute, die sich über Steam eingeloggt haben.

Wochenstatistik Sansar / Quelle: Charts & Graphs / Steam
Für eine Gesamtübersicht aller Nutzer, die auf öffentlichen Sansar Experiences eingeloggt haben, gibt es die Seite Metaverse Machines. Dort ist der von Steam kommende Peak Anfang Dezember 2018 ebenfalls aufgezeichnet worden. In den Statistik Grafiken sind zusätzlich auch die Nutzer enthalten, die nicht über Steam eingeloggt haben.

Das Verwunderliche daran ist nun, dass die Anzahl der gesamten Nutzer mit Steam nicht größer geworden ist, sondern eher geringer. Das Einzige was in Sansar wächst, ist die Anzahl der Experiences.

Nutzer- und Experience-Statistiken / Quelle: Metaverse Machines
Diese Entwicklung ist alles andere als gut für Linden Lab. Die pumpen nun seit anderthalb Jahren etwa die Hälfte der Einnahmen aus Second Life in die Entwicklung von Sansar und es kommt nichts dabei heraus. Dazu kommt auch noch, dass von 80 Sansar-Bewertungen auf Steam fast die Hälfte negativ ausfällt. Das erkennt man auf dieser Seite ganz gut an den roten Daumen nach unten.

Ich denke, dass 2019 für Sansar ein Schicksalsjahr wird. Entweder findet Linden Lab eine Möglichkeit, mehr Nutzer an Bord zu holen, oder es könnte Konsequenzen haben. Denn auch die Ex-Plattformen Patterns, Dio, Versu, Creatorverse und Desura wurden wegen Belanglosigkeit wieder eingestampft. Lediglich Blocksworld hat den Expansionswahn vom vorherigen CIO Rod Humble überlebt.

Links:

Kommentare:

  1. Kristallisierte es sich nicht mit den Jahren heraus, dass Sansar eine Konstruktion ist, die keiner so mit Herzblut begleiten möchte, wie es mit Second Life war und ist?

    Wir haben hier schon oft kommentiert und diskutiert, was Sansar eigentlich sein soll und wie man es nutzen kann. Für mich ist und bleibt Sansar eine Plattform:

    -wo die meisten nur etwas konsumieren können und nur eine kleine Anzahl von Entwicklern mit dem technischen Know-How komplexer Gestaltungsprogrammen kreativ etwas schaffen können

    - wo dadurch die Vielfalt fehlt und der individuelle Gestaltungs-Fußabdruck des Einzelnen fehlt

    - ein Grid, was Avatarmäßig noch nicht die Qualität von SL erreicht hat.

    - bei dem der Hype mit den umständlichen VR-Brillen erst mal ausbleibt, worauf Sansar sich spezialisiert hatte.

    Es ist einfach zu wenig, was Sansar gegenüber Second Life zu bieten hat. Auch Dein Bericht über den Umzug von Pfaffenthal nach Sansar zeigt es ja, dass sich die Qualität dieser einst so tollen Sim in SL sich in Sansar verschlechtert hat.

    Ich hätte Sansar alles Gute gegönnt, dass es zu einer gegenüber Second Life ebenbürtigen Plattform wird. Doch mein Optimismus sank mit jedem Bericht über Sansar.

    Wenn 2019 das Schicksal-Jahr von Sansar sein sollte und Sansar scheitert, so sollte LL erst einmal die ganze Manpower in das bestehende SL stecken um dann daraus ein neues Second Life entstehen lassen mit dem gleichen Konzept, aber mit zukunftssicherer nachhaltiger Technologie. Also ein Second Life 2.0

    Man würde zwar mit Blessuren aus dem Experiment Sansar herauskommen, aber ich glaube LL würde mit SL überleben.

    Soweit meine Einschätzung.

    Die Niki

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich war gerade kurz in Sansar, um mal den Stand der Pfaffenthal Experience anzusehen. Es wurde zwar wieder einiges gemacht, aber es ist noch Lichtjahre vom SL-Detailreichtum entfernt.

      Hier zwei aktuelle Fotos:
      >> Pfaffenthal 1
      >> Pfaffenthal 2

      Zum Thema Second Life 2.0 bitte meinen Kommentar bei Anidusa lesen.

      Löschen
    2. Pfaffenthal sieht aus aus wie Legoland
      mit Sansar hat sich LL übernommen, wer braucht das neben all den virtuellen Welten und Games, VR Brillen tauglich hin oder her

      Löschen
  2. Anidusa Carolina8. Januar 2019 um 09:57

    Ich muss sagen, es verwundert mich nicht.
    Ich habe keine Ahnung warum LL davon ausging das der Zugang über Steam irgendetwas bringen würde. Denn auf Steam sind .....Zocker!
    Die wollen SPIELE! Und Sansar ist definitiv kein Spiel. In den Augen der Steam Nutzer ist es vermutlich nicht mal eine Sandbox. Denn mit letzterem verbinden die eher sowas wie Minecraft.
    Steam Nutzer wollen Action, die wollen eine UI welche den ihnen bereits bekannten Computerspielen ähnlich ist damit sie sich ein wenig "zuhause" fühlen können. Die wollen eine dicke, fette Gamer Community zum Interagieren. Alles Dinge die Sansar nicht bieten kann.
    LL hat doch selbst damals die Zielgruppe definiert......und die war von kaum etwas weiter entfernt als von handelsüblichen PC Game Zockern.
    Ich behaupte sogar, das selbst SL auf Steam ein Flop wäre. Weil es nunmal kein "Spiel" in deren Definition ist.

    Ganz abgesehen davon scheint LL ein Händchen dafür zu haben, auf untergehende Schiffe zu setzen. Steam ist heftigst in der Kritik und immer mehr Zocker wenden sich ab weil Valve sich um seine Spieler nicht kümmert und sich die technischen Probleme mehren. Für mehr und mehr User wird Steam langsam zu einem roten Tuch. Seit kurzem haben wir ja nun mit der neuen Spiele Platform von Epic Games jemanden am Start der versucht, Steam ernsthaft Konkurrenz zu machen. Epic Games wäre nicht auf die Idee gekommen eine eigene Spiele Platform zu entwickeln wenn sie sich nicht sicher wären Steam als altem Platzhirsch den Rang streitig machen zu können.
    All in all war es also mit gesundem Menschenverstand vorauszusehen, dass Steam nicht das Erhoffte bringen wird. Je früher LL begreift, dass sie mit Sansar aufs falsche Pferd gesetzt haben, desto besser. Ich bete, dass sie nicht so stur sind zu warten und rum zu probieren bis LL pleite ist, und somit auch SL sterben würde.
    Und ich unterschreibe was Niki sagt.....ein Second Life 2.0, mit einer besseren Engine und sonstiger Technik, unter Einbeziehung dessen was die Ersteller in SL bisher geleistet haben um diese horrenden Lernkurven für Neuanfänger klein zu halten.....DAS wäre etwas, das meines Erachtens zwar auch keinen Hype auf Steam auslösen könnte, aber es würde mit Sicherheit viele der verschwundenen "Alt-User" aus Neugierde zurück bringen! Denn etliche davon gingen einfach nur weil ihnen nicht behagte das SL mehr und mehr zu einer reinen Fashionshow verkommt.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das mit der neuen Engine für Second Life ist vielleicht gar nicht nötig. In diesem Jahr soll ja der Umzug von SL in die Amazon Cloud vollzogen werden. Damit werden auch viele APIs und Datendienste erneuert oder verbessert. Und es gibt dann eine günstige Möglichkeit, SL in der Cloud zu rendern und dann an die Nutzer nur noch den Stream zu schicken. Dann wäre SL auch auf Smartphones, Tablets und schwachen Notebooks/PCs nutzbar.

      Meine Hoffnung liegt auch darauf, dass die Kosten von SL für Linden Lab durch die Cloud wesentlich günstiger werden (Amazon Chef Jeff Bezos ist ein guter Freund von Linden Lab Vorstandsmitglied Jed Smith). Stell dir mal vor, Linden Lab würde wie in Sansar, jedem SL-Nutzer 20 Full Regionen kostenlos überlassen. Meiner Ansicht nach würde das die Nutzerzahlen explodieren lassen. Da würden selbst alten OpenSimler zurückkommen.

      Leider wird das so nicht kommen. Vielleicht die eine oder andere Preisreduzierung oder noch mehr kostenloses Land für Premiums. Aber man darf ja mal träumen... :)

      Jedenfalls wird der Umzug von SL in die Cloud uns dieses Jahr sicher auf Trab halten. Es wird Probleme geben und wir werden alle jammern. Doch wenn es LL so hinbekommt, wie sie es auf dem Plan haben, könnte das SL einen technischen Schub bescheren.

      Löschen
    2. Das wäre doch schon mal etwas :-)

      Löschen
  3. Niki, bei einem SL 2.0 machen die meisten User doch auch nicht mit. Content verlieren? Mein PC macht das nicht mit, ich kann meine Display/Sculptie/Mesh Sachen nicht rüber nehmen :) Mimimi ich hör" es schon. Anfangs dachte ich, Sansar wäre sowas wie ein neues SL, ich fand den Spirit auch toll, hatte das Gefühl, dass ich da was machen kann und tat es auch. Aber je länger je mehr Abstürze beim hochladen von Klamotten und Attachments, Limitationen von Triangles und warten auf das laden von Outfits und Experiences. Da sehe ich immer meine Lebenszeit wie bei einer Sanduhr durchrinnen. Kein Exit möglich. Ich find es auch schade so und hätte Linden Lab einen grösseren Erfolg gegönnt.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das Problem mit der Performance der Hardware hast Du aber immer. Das ist ja selbst innerhalb von Second Life 1.0 so. Mit der Zeit wachsen die technischen Voraussetzungen in jedem System. Den PC, mit dem ich vor 9 Jahren erstmals in SL war konnte 5 Jahre später SL nicht mehr performant abbilden, es war nur noch eine Diashow.

      Und muss man solch einen harten Schnitt machen, wie zwischen SL und Sansar, dass der Content nicht mit rüber genommen werden kann. Hier vielleicht doch noch auf die Kompatibilität zu dem alten Content setzen.

      Die Niki

      Löschen
  4. Anidusa Carolina9. Januar 2019 um 18:17

    @Maddy
    jaaa das mit der Cloud ist eventuell wirklich eine gute Lösung. Wir werden sehen wie sie es umsetzen. Und dann ist die grosse Frage: Bei einem Echtzeitstream (und das müsste ja einer sein, gibt es keinen Puffer. Was ist dann mit Latenzen? Für die Amis sicher kein Problem. Aber wenn LL keinen Server in Europa hat wird das pingzeiten-latenztechnisch kritisch, denke ich. Es wäre sicher nicht lustig wenn man ein Möbel anklickt und erst drei Sekunden danach macht der Avatar anstalten sich zu setzen (während Dich alle Amis schon sitzen sehen)....... und so weiter.
    Aber klar, träumen dürfen wir. Na lassen wir uns mal überraschen.
    Ich hatte kurz erwogen mir einen cloud pc stundenweise zu mieten.......einen richtig guten. Mit einer hypergeilen Graka und so...... damit ich endlich mal auf ultra Grafik durch SL spazieren kann. Leider ist keiner der aktuellen Anbieter für Cloud PCs auf Paypal eingestellt. Und ich gebe nunmal meine Bankdaten niemandem preis, und wenn er noch so seriös sein mag. Ich bin da altmodisch :) Tja, somit hatte sich das Thema leider auch erledigt. Das Gute daran wäre gewesen, das SL ja von dem Cloud PC nicht grossartig runtergeladen werden muss als wäre es ein PC Spiel. Würde ja völlig genügen, Firestorm da drauf zu packen. Aber ohne Paypal kein Cloud PC ^^

    @ Anonym
    Ich verstand Niki so, dass der Content durchaus weiterhin kompatibel sein würde. Also kein SL 2.0 mit der Sansar Technik, um Himmelswillen! Aber ein etwas moderneres SL in dem andere Regeln gelten. Zum Beispiel das Hersteller nicht für einen Hosenknopf oder eine Gürtelschnalle gleich 1024er Texturen benutzen dürfen......bei kleinen Dingen tut es ne 512er Textur locker. Die große Hauswand oder Ruinenmauer darf dann gern in 1024 sein. Und Avatare mit weniger Polygonen! BOM gleich schonmal mit drin......
    Wobei ich mich freue das sie bald soweit sein wollen.........was immer das auch bei LL heisst, grins. Ich hoffe BOM wird einiges erleichtern. Bye Bye Huds!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die Amazon Cloud ist ja nicht auf Server in den USA beschränkt, sondern die haben weltweit in jeder großen Stadt Serverzentren. Die Pingzeiten dürften mit der Cloud sogar besser sein als heute mit den CDN-Servern, die Linden Lab 2014 für SL eingeführt hat und die auch in großen Ballungszentren weltweit zur Verfügung stehen (z.B. in Amsterdam).

      Wir hatten ja schon mal eine Streaming-Lösung für SL mit Namen "SL Go" von OnLive. Ganz am Anfang der Entwicklung konnte man kostenlos die Beta ausprobieren. Das habe ich gemacht und eine Latenz war nicht zu spüren. Vielleicht merkt man ja was bei Nutzung von Vehikeln oder bei Ego-Shooter RP.

      Sollte Linden Lab eine Streaming-Lösung für SL in der Cloud anbieten, dann brauchst du auch keinen Cloud PC. Denn dann kannst du SL in Ultra auf jedem Netbook laufen lassen.

      Löschen
    2. Anidusa Carolina10. Januar 2019 um 14:50

      Gut zu wissen das dann auch ein deutscher oder zumindest europäischer Server verfügbar sein wird.
      Und klar, dann hat sich das Thema cloud Pc erledigt, grins. Man darf immernoch gespannt sein. Oder noch gespannter. However :)

      Löschen