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Samstag, 28. April 2018

"Hubs" - neue virtuelle Welt von Mozilla

Über eine Meldung auf VRODO habe ich von einer neuen VR-Plattform erfahren, die am 26. April gestartet wurde. Sie heißt "Hubs" und wird von Mozilla bereitgestellt, der Entwicklergruppe, die auch den Firefox Browser anbietet.

Startseite von Hubs. Unten links wähle ich gerade meine Szene aus.
Nutzen kann man Hubs eigentlich mit jedem Gerät, das irgendwie einen Browser starten kann. Also mit einem Desktop PC, Tablet oder Smartphone. Ebenso funktioniert es auf einem 2D‑Bildschirm oder mit einer 3D VR‑Brille. Alle Brillen werden unterstützt. Vom 10 Euro teuren Google Cardboard bis zur 900 Euro teuren HTC Vive Pro.

Maddy's Castle Garden - 1
Ein Download ist nicht erforderlich. Man ruft nur die Homepage auf, sucht sich eine von drei Szenen aus und gibt ihr einen Namen. Dann wählt man einen von zehn Roboter Avataren aus, gibt diesem ebenfalls einen Namen und schon kann man einloggen. Bevor man auf seinem eigenen Grundstück aufschlägt, muss man noch zustimmen, dass Hubs auf das Mikrofon des eigenen PCs zugreifen darf. Das funktioniert auch, wenn gar kein Mikrofon angeschlossen ist. Hat man eins, dann kann man es direkt nach dem Einloggen wieder ausschalten.

Avatar Auswahl in Hubs
Als Browser funktioniert nicht nur der neueste Firefox von Mozilla, sondern auch der Chrome, Waterfox und Iron. Ich verwende schon seit einiger Zeit den Waterfox, denn der Firefox hat inzwischen so viele Datentracker eingebaut, dass er dem Chrome schon sehr nahe rückt, was das Aufweichen der Privatsphäre angeht.

Maddy's Castle Garden - 2
Die 3D-Welt ist dann sehr einfach gestrickt. Das ist der Nachteil einer Plattform, die auf jedem Gerät laufen soll. Schlecht finde ich schon mal, dass man seinen eigenen Avatar nicht sehen kann. Man läuft immer in der First-Person-Perspektive herum. Das ist wohl der Unterstützung von VR-Brillen geschuldet.

Maddy's Castle Garden -3
Von den drei Szenen die zur Auswahl stehen, habe ich das "Medieval Fantasy Book" genommen. Das ist eine mittelalterliche Umgebung mit Burg, Bauernhof, Windmühle und kleinem Wald. Die anderen beiden Szenen heißen "Atrium" (eine eingerichtete Wohnung) und "Meeting Room" (ein schlichter Raum mit Balkon, aber ohne Einrichtung).

Dies sind alle Optionen, die man aktuell hat
In jedem der drei Szenen gibt es gelbe Enten, die man mit der Maus oder mit VR‑Hand‑Controllern bewegen und durch die Szene werfen kann. Um jemand anderen in seine Szene einzuladen, reicht es, einfach die Webadresse zu teilen. Eine entsprechende Share Funktion ist in den Optionen der Browseroberfläche eingebaut. Einen Account braucht man zur Nutzung von Hubs nicht.

Über eine weitere Option mit dem Namen "Bubble", kann man Avatare unsichtbar machen, die in der eigenen Szene ungefragt aufgetaucht sind. Als Audio wird Raumklang unterstützt, so dass man ungefähr die Richtung bestimmen kann, aus der eine Stimme kommt.

Mozilla sieht Hubs nur als erstes Experiment. Sie wollen weitere Plattformen auf Basis dieser Technologie entwickeln. Hubs soll aber ebenfalls noch erweitert werden. Geplant ist ein Werkzeugset, mit dem man seine eigenen Szenen (oder Welten) bauen kann. Und der Avatar soll noch anpassbar gemacht werden.

Wer Hubs mal anschauen will, ohne eine eigene Szene zu erstellen, ruft einfach die folgende Seite mit einem aktuellen Browser auf (Internet Explorer geht vermutlich nicht).

Links:

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