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Donnerstag, 12. Oktober 2017

The Drax Files Special: Our Digital Selves [Teaser #1]

Quelle: Draxtor Despres / YouTube
Am 11. Oktober hat Draxtor Despres auf YouTube einen Teaser hochgeladen, der Ausschnitte aus einer Dokumentation zeigt, die erst 2018 in voller Länge veröffentlicht wird.

Die Dokumentation dreht sich um eine 3-jährige Studie, die von der National Science Foundation finanziert und von der UCI, sowie der Universität von Oregon umgesetzt wurde. Die Homepage zu diesem Projekt ist hier.

Die Leitung der Studienrecherche haben Tom Boellstorff von der UCI und Donna Z. Davis von der Universität von Oregon. Der Titel der Studie lautet "Virtual Worlds, Disability, and New Cultures of the Embodied Self", was übersetzt in etwa "Virtuelle Welten, Behinderung und neue Kulturen der Selbstdarstellung" bedeutet.

Tom Boellsdorff
Quelle: Draxtor Despres / YouTube
Im Mittelpunkt der Studie steht die Untersuchung, wie das Internet die Art und Weise verändert, mit der sich Menschen als Individuen sehen und als Mitglieder von Communities interagieren. Besonders konzentriert man sich dabei auf behinderte Menschen in virtuellen Welten, die ihr virtuelles Ich so gestalten, wie sie sich am wohlsten fühlen. Und die Dinge tun können, die sie in der physischen Welt nicht machen können. Ein wenig erinnert das an den SL- und WoW-Dokumentarfilm "Login2Life" aus dem Jahr 2011, bei dem Draxtor auch mitgewirkt hat.

Dabei geht die Studie auch der Frage nach, was man vielleicht aus dem Verhalten von behinderten Menschen in Online-Communities lernen kann. Das geht von der innovativen Nutzung der Möglichkeiten in einer virtuellen Umgebung, bis hin zu Bediengeräten im RL, mit denen körperlich Behinderte ihr digitales Ich durch die 3D-Umgebungen steuern. Das klingt alles vielleicht erst einmal etwas trocken für eine 60-minütige Dokumentation. Aber Tom Boellsdorff ist Anthropologe und auf diesem Gebiet wird gerne mal das Verhalten von kleineren Gruppen betrachtet, um dann die Rückschlüsse auch auf allgemeine Gesellschaftsfragen zu übertragen.

Avatar von Fidget Widget
Quelle: Draxtor Despres / YouTube
Insgesamt ist das Thema keine leichte Kost, aber es soll auch nicht unterhalten, sondern informieren und aufklären. Ein wesentlicher Anteil der Dokumentation wurde in Second Life und Sansar gedreht. Auch aus diesem Grund interessiert mich die vollständige Version, die im Frühjahr 2018 erscheinen soll. Dazu kommt, dass ich hier unten im Teaser einige Namen von mitwirkenden SL-Nutzern gelesen habe, die mir auch ein Begriff sind, bzw. mit denen ich sogar schon kurz gechattet habe. Wie zum Beispiel iSkye Silverweb oder Slatan Dryke. Deshalb werde ich bis zum Erscheinen der Dokumentation auch alle weiteren Teaser und den Erscheinungstermin hier vorstellen, sobald ich etwas davon mitbekomme.

Our Digital Selves - Official Teaser #1 [Drax Files Special coming 2018]



Man kann die Mitwirkenden an der Studie auch in Second Life besuchen, bzw. ihrer Community beitreten auf der Region Ethnographia.

Auch erwähnenswert: Marianne McCann, die in Second Life unter anderem die Bay City Regionen verwaltet, hat bei einigen RL-Szenen in der Dokumentation hinter der Kamera gestanden.

Links:

Kommentare:

  1. Ich glaube, dass die Möglichkeiten virtueller Welten, insbesondere SL, für Menschen mit Behinderungen noch lange nicht ausgeschöpft sind.

    Ich habe selbst miterlebt, wie der Chat eines SL-Nutzers mit einer Lese- und Schreibschwäche mit den Jahren fast fehlerfrei wurde. Ich habe miterlebt, wie jemand, der taub und auch bewegungseingeschränkt ist, sich immer wieder freut wenn wir zusammen in SL etwas unternehmen und dann die Behinderungen in dieser Zeit vergisst, weil sich sein Avatar so bewegen kann, wie mein Avatar auch.

    Das sind Momente, die auch mich glücklich machen.

    Daher sprechen mich solche Berichte immer wieder an.

    Die Niki

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    1. Draxtor hat extra dieses Thema für ein Drax Files Spezial gewählt, weil es von anderen Medien gerne außen vorgelassen wird. Er will mit der Dokumentation die Aufmerksamkeit auf dieses Thema lenken und gegen bestehende Vorurteile angehen. Dazu passt, was iSkye Silverweb hier im Teaser gesagt hat: "Wir sind nicht gestört, sondern wir sind normale Menschen in abnormalen Körpern."

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