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Dienstag, 27. März 2018

LEA 24: "Eidola" von Livio Korobase

In der aktuellen Artists-in-Residence Runde auf den LEA-Regionen, wurden knapp drei Monate nach dem Start noch nicht besonders viele Installationen eröffnet. Erster war Gem Preiz, der nicht nur "Sapiens" im Januar eröffnete, sondern inzwischen auch noch "Demiurge" im März.

Neben Gem wurden von den 20 vergebenen AiR-Regionen bis heute nur drei im LEA-Blog als eröffnet gemeldet. Das ist einmal das hier vorgestellte "Eidola" von Livio Korobase und zum anderen wurde gestern "Fairyland of Cloudshead Worldheart" von Lampithaler gestartet. Das werde ich demnächst auch noch vorstellen.


Livio Korobase ist ein alter Bekannter auf den LEA-Regionen. Sein Debüt gab er mit dem sehr coolen "Musiclandia" 2013. Aber auch sein "The Egg" von 2015 ist mir noch gut in Erinnerung. Die neueste Installation ist nun mehr eine Ausstellung. Das Thema dreht sich um alles, was mit Optik zu tun hat. Also, die Lehre vom Licht und die Wahrnehmung von optischen Eindrücken.


Livio stellt zu diesem Thema viele ältere Dokumente aus, die aufzeigen, wie der Mensch nach und nach gelernt hat, wie Sehen eigentlich funktioniert und was sich dabei in unserem Kopf abspielt. Zum Beispiel ging Pythagoras noch davon aus, dass unsere Augen Lichtstrahlen aussenden und die Umgebung abtasten. Nur so könne man Farben und Formen erkennen. ^^


Erst im Jahr 1604 hat dann Johannes Kepler eine haltbare Theorie über die Funktionsweise des Sehens veröffentlicht, die im Grundsatz auch noch unsere heutige Definition ist. Lichtreize werden von den Sinneszellen der Retina registriert und unser Gehirn fügt diese zu einem Bild zusammen.


Livio hat seine Bilder, Dokumente und Schautafeln in fünf Stationen ausgestellt. Am Landepunkt befindet sich ein gut sichtbarer Teleporter zu jeder einzelnen Ausstellung, die in großen Gebäuden untergebracht sind. Auch in jedem Gebäude ist dieser Teleporter wieder zu finden. Man kann also schnell durch alle Ausstellungen durchspringen.

Viel mehr Spaß macht es allerdings, einen langen, aus Leitern bestehenden Weg durch alle Stationen zu nehmen. Das beginnt am Boden vor Gebäude Nr. 1 und endet erst in einer Zusatzausstellung von Art Oluja, die im Teleporter als "Footnotes" aufgeführt wird.

Maddy auf schmalem Grat
Der Weg über die schmalen und schiefen Leitern ist nicht einfach. Ein Schritt an einer Abbiegung zu viel und der Avatar fällt runter (siehe Bild oben). Es gibt auch so etwas wie Dead End Abzweigungen. Leitern, die durch durchlässige aber undurchsichtige Wände gehen und direkt dahinter aufhören. Auch da fällt man dann runter, wenn man nicht aufpasst. Am besten immer wieder mit der Kamera zoomen und nachsehen, wo es weiter geht.


Inspiriert wurde Livio zu seiner Installation vom italienischen Psychologen Ruggero Pierantoni und seinem Buch "L'Occhio e l'idea". Ich habe dazu keine deutschsprachige Übersetzung gefunden. Google übersetzt mir den Titel mit "Das Auge und die Idee". Dieses Buch hat fünf Kapitel und die Stationen auf LEA 24 sind je einem Kapitel zugeordnet.

Lustig ist auch die Windlight-Einstellung für das Wasser. Das ist ein Spiegel, der alles in feurig rot-gelben Farben reflektiert und zudem noch ein Gitternetz auf der Oberfläche hat. Das kommt bei einigen Motiven innerhalb der Installation ganz gut...


...aber auch ein Foto, auf dem nur der Linden Ozean zu sehen ist, sieht recht geil aus. Deshalb hier mal das einfachste Foto, das man in SL machen kann: Ozean unter freiem Himmel.^^


Eines der Kapitel/Räume beschäftigt sich auch mit der Psyche in Verbindung mit optischer Wahrnehmung. Da geht es um so Dinge wie Goldener Schnitt, Drittelregel, Fluchtpunktperspektive, harmonische Farbräume, usw. Die Illustrationen in dieser Ausstellung haben mir am besten gefallen.

Das Strebenhaus von Art Oluja
Die letzte Station wurde von Art Oluja gestaltet und sie gehört nicht direkt zu den anderen Ausstellungen. Das ist ein Haus, das nur aus dünnen Streben gebaut ist. Läuft man mit dem Avatar hinein und bewegt sich ein bisschen, werden Wände, Decken und Bilder gerezzt und verschwinden wieder (Foto oben). Welche Bedeutung das hat, weiß ich nicht. Ein mit "Footnotes" beschriftetes Schild soll wohl eine Notecard übergeben, was bei mir aber nicht funktionierte.

Klein Maddy steht rechts auf dem Sockel. Dennoch scheint mich die Dame zu übersehen...
Abseits der fünf Ausstellungsstationen und der Sonderstation, gibt es noch ein paar riesige Prim-Avatare, die in der Landschaft herumstehen (Foto oben). Und dazwischen befinden sich kleinere Gegenstände, wie zum Beispiel das Teleskop mit Guck-Pose auf meinem letzten Foto.


Zusammenfassung:

Eidola
  • Eröffnung: 16. März 2018
  • Laufzeit: bis 30. Juni 2018
  • Künstler: Livio Korobase (und Art Oluja)
  • Region: LEA 24
  • Teleport zu "Eidola"

Quelle: LEA24 ~ Eidola ~ by Livio Korobase has opened

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