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Freitag, 15. Mai 2015

LEA 21: "The Eternal Suspense" von Giovanna Cerise

Quelle: Linden Endowment for the Arts
Einer der Dauergäste auf den LEA-Regionen ist Giovanna Cerise und sie wird morgen, am Freitag den 15. Mai um 1:30 pm SLT (22:30 Uhr MESZ), erneut eine Installation eröffnen, diesmal auf LEA 21. Bis dahin ist die Region auch noch für den direkten Zugang gesperrt.

Schon im Februar hatte Giovanna mit Speculum eine Installation auf LEA 6, aber da war das im Rahmen der monatlichen Full Sim Art Serie, die es ja inzwischen nicht mehr gibt. Und auch bei den vorangegangenen Artist-in-Residence Runden, hatte sie fast immer eine Region von der LEA erhalten.

Die neue Installation von Giovanna heißt "The Eternal Suspense" und sie ist für ihre Verhältnisse recht übersichtlich. Deshalb kann ich mir kaum vorstellen, dass der Aufbau viereinhalb Monate gedauert hat. Mein Eindruck ist, dass bei Giovanna durch zu viele Projekte in zu kurzer Zeit etwas die Luft draußen ist. Das klingt jetzt vielleicht etwas hart, aber ein Künstler kann sich auch verheizen, wenn er auf allen Hochzeiten tanzen will.

Bei der Übersetzung des Textes aus dem LEA-Blog hatte ich etwas Schwierigkeiten. Hier mischt sich schlechtes Englisch mit philosophischen Themen und griechischer Mythologie. Bei einigen Sätzen habe ich deshalb nur geraten, was gemeint ist.


Hier die Vorstellung aus dem LEA-Blog:
Giovanna Cerise präsentiert "The Eternal Suspense", unterstützt von der Linden Endowment for the Art.

Friedrich Nietzsche veröffentlichte im Jahr 1871 "Die Geburt der griechischen Tragödie", die neben anderen Aspekten auch hervorhebt, dass die Geschichte des antiken Griechenland ein Zusammenspiel zwischen dem Apollinischen und Dionysischen ist.

Nietzsche hebt die klassische Interpretation auf, dass die griechische Kunst im wesentlichen apollinisch ist, also Ausdruck von Gleichgewicht, Harmonie und Verhältnis. Er bringt dagegen auch einen anderen Aspekt der griechischen Kultur hinzu, nämlich denjenigen, der auf den griechischen Gott Dionysos bezogen ist, Symbol des Chaos, der orgiastischen Trunkenheit, der entfesselten Kraft, die keine Grenzen und Maßregeln kennt.

Und der Moment, als es den beiden Göttern Apollo und Dionysos gelingt, ein Gleichgewicht zu finden, wird in der griechischen Tragödie von Aischylos und Sophokles beschrieben. Dieses Gleichgewicht zerbricht dann vor allem wegen dem prävalenten Erscheinungsbild von Rationalität und Verborgenheit auf dionysischer Seite...

Dieses Konzept, verknüpft mit der Interpretation der Kunst, kann auf unser tägliches Leben übertragen werden. Ein Mann in der Schwebe zwischen zwei oder mehr Emotionen, ist immer in einer heiklen Situation, in einer gefährlichen Umgebung. Seine Lage ist nie einfach, er ist ein Seiltänzer, gefangen in ständiger Anspannung zwischen seiner dionysischen und der apollinischen Seite.

Aber muss man wirklich eine Wahl treffen? Oder muss man wirklich ein Gleichgewicht finden?

Die empfohlene Windlight-Einstellung ist Sonnenuntergang.

Kommt auf einen Besuch vorbei, ich hoffe, euch dort zu sehen.
Giovanna

 

Zusammenfassung:

The Eternal Suspense

Quelle: LEA 21 "The Eternal Suspense" by Giovanna Cerise

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