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Sonntag, 29. Januar 2017

Second Life E-Mail verifizieren

Quelle: SL Brand Center
Beim TPV-Treffen am Freitag, den 27. Januar 2017, gab es einen Punkt, der in Kürze relativ wichtig für Second Life Nutzer wird. Deshalb gibt es mal wieder einen Blogpost von mir, mit einer kleinen Anleitung, was man machen sollte.

Jeder SL-Nutzer muss bei der ersten Anmeldung eine E-Mail Adresse für seinen Account hinterlegen. Seit einigen Monaten ist das mit einer Verifizierung verbunden. Das heißt, ein neuer Nutzer bekommt nach der Anmeldung eine E-Mail an seine hinterlegte Adresse geschickt, in der ein Link anzuklicken ist, um die E-Mail Adresse zu bestätigen.

Mit allen älteren SL-Nutzern wurde das noch nicht gemacht. Und laut Oz Linden, gibt es sehr viele Fake E-Mail Adressen, die gar nicht existieren. Wenn Linden Lab nun IM-Weiterleitungen, Marketplace-Benachrichtigungen oder Aktions-E-Mails an solche Adressen schickt, gibt es Fehlermeldungen, die auch von den Internetprovidern empfangen werden, deren Domain zur Scheinadresse gehört. Und so wird Linden Lab oft als Spam-Versender eingestuft, woran sich sicher noch einige deutschsprachige Nutzer von Gmail erinnern können (siehe auch hier).

In Zukunft will Linden Lab nur noch SL-, Marketplace- und Info-Mails an verifizierte Adressen von SL‑Nutzern verschicken. Das bedeutet, alle älteren SL‑Nutzer, die ihre E-Mail Adresse noch nicht bei der Anmeldung verifiziert haben, müssen dies jetzt nachholen, wenn sie zukünftige Nachrichten von den diversen SL‑Quellen erhalten möchten. Linden Lab wird demnächst einen offiziellen Blogpost dazu veröffentlichen, aber die Möglichkeit der Verifizierung besteht bereits jetzt.

Hier die notwendigen Schritte:

Die eigene SL E-Mail Adresse verifizieren  

Auf die eigene Second Life Dashboard Seite gehen (Anmeldung mit SL-Login erforderlich) und oben links zuerst auf Konto dann auf E-Mail-Adresse ändern klicken. Ist die hinterlegte E-Mail noch nicht verifiziert, steht rechts in der Zeile "Ihre aktuelle E-Mail-Adresse" der Link Bestätigen. Auf diesen Link klicken, um die Verifizierung zu starten.

Hatte man bisher eine Fake-Adresse hinterlegt, dann ändert man diese einfach in eine richtige Adresse. Dies löst den gleichen Verifizierungsvorgang aus, wie der Klick auf den Link.


Nach Anklicken von Bestätigen sollte das folgende grüne Feld angezeigt werden:


Nach etwa einer Minute sollte die Verifizierungs-E-Mail von Linden Lab im eigenen Postfach angekommen sein. Sie sieht so aus wie auf dem folgenden Bild (personenbezogene Daten unkenntlich gemacht^^):


In der Mail von LL klickt man nun auf den Link, der mit "https://accounts.secondlife.com/..." beginnt. Dann sollte sich eine Webseite öffnen und die folgende Meldung anzeigen:


Geht man nun zurück zum Dashboard und aktualisiert die E-Mail Seite, steht dort anstelle von Bestätigen nun das Wort "✓ Bestätigt". Damit ist die Verifizierung abgeschlossen.


Wie gesagt, es wird noch eine offizielle Meldung von Linden Lab zu diesem Thema geben.

Ein paar kurze Anmerkungen zu den anderen Themen auf dem TPV-Treffen, habe ich heute auf meinem Google+ Kanal gepostet:

Links:

Dienstag, 24. Januar 2017

Simtipp: Netherwood 2017

Über Netherwood habe ich vor etwa einem Jahr schon einmal einen Simtipp geschrieben. Seitdem hat Gestalterin Lauren Bentham immer wieder kleine Änderungen an ihrer englischen Seenlandschaft durchgeführt. Doch vor kurzem, nachdem alle Homestead-Regionen von 3.750 auf 5.000 Prims erhöht wurden, gab es einen größeren Umbau.


Mein Interesse, diese Region erneut zu besuchen, wurde dann durch eine ganze Menge an Fotos auf Flickr geweckt, die aktuell von Netherwood dort hochgeladen werden. Darauf war zu erkennen, dass sich seit meinem letzten Bericht einiges getan hat. Und nachdem Lauren zu Halloween ihr ziemlich düsteres Arranmore präsentierte, ist Netherwood das genaue Gegenteil. Ein freundlicher und heller Ort.



Das aktuelle Netherwood ist in etwa eine 50/50 Mischung aus der alten Gestaltung, die es zur Eröffnung vor einem Jahr gegeben hat, und den Änderungen bzw. den zusätzlichen Objekten, die seitdem hinzugekommen sind.


Die Region ist mit einem langgezogenen Felsen in zwei Hälften geteilt. In der einen Hälfte ist der Landepunkt vor einem Tunnel, aus dem gerade eine Dampflok herauskommt. Die Schienen führen an einem Bahnhofsgebäude vorbei und verlaufen durch die einzige Lücke im Felsen, durch die man zur anderen Simhälfte gelangt. Rechts und links von den Schienen, gibt es einen Wald und mehrere Objekte, wie zum Beispiel einen alten Pick-Up oder ein Pferd.



Die zweite Hälfte entspricht dann von der Grundgestaltung der englischen Landschaft, die Lauren auf ihrer Region nachempfunden hat. Im RL heißt dieses Gebiet Lake District. Allerdings hat Lauren nun durch die Primerhöhung im Dezember, so viele neue Objekte und Häuser in die Landschaft gepackt, dass sie für mich die idyllische Ruhe aus dem letzten Jahr verloren hat. Aber auch die jetzige Gestaltung hat ihre Reize.


Das Windlight auf Netherwood ist ein etwas diesiger Sommertag. Das ist hell genug, um gute Fotos zu machen, ohne etwas am Viewer verstellen zu müssen. Umgeben ist die Region immer noch von einem sehr massiven Sim-Surround, das sogar ein wenig den RL-Bergen im englischen Lake Destrict ähnelt. Lauren schreibt übrigens in der Notecard, die man am Landepunkt erhält, dass sie ihre komplette RL-Kindheit im Lake Destrict verbracht hat.



Bei einem Rundgang fällt vor allem auf, dass Lauren auch ein Anhänger der Gacha Events ist, denn viele Objekte (und auch einige Gebäude) sind Rares aus verschiedenen Gachas. Was mich am meisten an die alte Gestaltung auf Netherwood erinnert hat, war der Fischreiher, der an einem kleinen See auf einem Felsen sitzt. Deshalb gibt es von ihm jetzt noch einmal ein Foto. (So sah der Reiher vor einem Jahr aus.)


Über der Lake Destrict Hälfte schwebt ein Ballon, der ein paar eingebaute Posen und Animationen hat. Wie beim Sim Devin 2, muss man vom Boden aus einfach den Ballon anklicken und schon ist man drin. Ich habe dort dann eine etwas halsbrecherische Animation gewählt (nächstes Foto).



Auch die Anzahl der Tiere ist ziemlich gestiegen. Neben vielen Pferden, gibt es noch allerlei Bauernhoftiere, wie Hühner, Gänse, Ziegen, Schafe, Hunde und Katzen. Die Häuser sind dann zum Teil nur spartanisch, zum Teil etwas üppiger eingerichtet. Ich war allerdings nicht in allen Häusern drin.


Komischerweise sind die meisten Besucher in der Landepunkthälfte geblieben, mit der Dampflok, dem Bahnhof und den Schienen. Scheinbar sind diese Motive auf Flickr mehr angesagt als das Landleben in der anderen Hälfte. Ich fand beides gut. Deshalb gibt es zum Abschluss noch einmal ein Foto vom Wald entlang der Schienen.


Wenn man am Landepunkt der Netherwood Inworld-Gruppe beitritt, erhält man Rez-Rechte auf der Region. Das kostet jedoch einmalig 150 L$. Da ich bei Sim-Besuchen keine Rez-Rechte brauche, habe ich einfach so etwas in den Tip Jar geworfen.

>> Teleport zu Netherwood

Links:

Sonntag, 15. Januar 2017

Simtipp: Devin 2

Ich habe mir heute gedacht, dass ich fünfzehn Tage nach der Umstellung meiner Blog-Gewohnheiten eigentlich mal den zweiten Beitrag schreiben könnte. So in etwa will ich ja auch meine zukünftige Frequenz einpendeln.

Zum Sim: Neben Hell's Heaven 2.0 und Le Sixieme Sens, ist zur Zeit auch die Region Devin 2 auf Flickr ein großer Renner. Ich war sie am Samstag besuchen und fand sie wirklich gut. Deshalb gibt es nun ein paar Fotos von dort.


Eigentlich handelt es sich bei der Landschaft um eine Plattform in 2.500 Meter Höhe. Die ist aber genauso groß, wie die gesamte Region. Oder besser gesagt, noch viel größer. Denn mit einem rundum nahtlosen Sim-Surround, hat die Wüstenlandschaft eine Tiefe, die man in Second Life nur selten so sieht. Das erinnert fast an AM Radios legendäre Region "The Quiet".


Erstaunlich ist erneut, dass Devin nur eine Homestead-Region ist und die Plattform nur ein Teil der gesamten Bebauung ausmacht. Denn auch am Simboden gibt es eine Landschaft. Und allein mit der Anzahl der Tiere auf der Plattform, hätte man vor fünf Jahren noch eine Fullprim Region in SL füllen können.


Gestaltet ist die Plattform als afrikanische Savanne. Etwas Wasser, ein paar Bäume und Sträucher, und jede Menge Wüstensand. Dazu gibt es eine wirklich große Anzahl von Tieren, die zwar nicht komplett animiert sind, aber einige von ihnen wechseln zwischen verschiedenen Posen hin und her.


Obwohl die Landschaft insgesamt gesehen ziemlich karg wirkt, findet man bei einem Rundgang viele Motive für Fotos. Dazu kommen Perspektiven über die sandigen Dünen hinweg, die für SL‑Verhältnisse einfach ungewöhnlich sind. Sim Owner Roy Mildor zeigt hier, wie man mit relativ wenig Prims etwas höchst immersives erzeugen kann.


Es gibt einen kleinen Bereich auf der Plattform, der durch einen Orb geschützt wird. Er liegt rund um ein Zelt hinter der Düne mit den zwei Kamelen. Betritt man diesen Bereich, sollte man innerhalb von 10 Sekunden wieder herauslaufen, denn sonst wird man nach Hause geschickt. Ich finde das bei dieser Plattform allerdings etwas überflüssig, denn sie ist ja eigentlich für Besucher gedacht.


Die Partikel-Wolken, die als leichter Sandsturm über die Wüste wehen, tragen auch zur Erhöhung der Immersion bei. Dazu kommt noch der Sound mit Tier- und Windgeräuschen, der das Gesamterlebnis zusätzlich unterstützt.


Das Windlight auf der Region ist nah am SL-Standard und unterliegt auch dem Tag- und Nachtwechsel. Das habe ich irgendwann beim Fotografieren gemerkt, denn plötzlich erschien mir das Motiv zu dunkel. Aber gerade die letzten Minuten des Sonnenuntergangs, kommen in dieser Landschaft besonders reizvoll. Als es dann dunkel war, habe ich das Standard-Windlight aus SL einfach auf 16:40 Uhr gestellt und damit die restlichen Fotos geschossen.


Es gibt auch einen Ballon, der über der Plattform schwebt. Das ist allerdings kein Tour-Vehikel, sondern ein Dekorationsobjekt. Dennoch kann man mit Rechtsklick und "Hier sitzen" in den Ballon einsteigen. Selbst aus dieser Höhe sieht die Landschaft auf der Plattform immer noch glaubwürdig aus.


Wenn man mit verschiedenen Windlights spielt, kann man noch wesentlich mehr aus der Landschaft herausholen als das auf meinen Fotos der Fall ist. Das zeigt Owner Roy Mildor in sein Flickr-Fotostream gleich selbst. Er verwendet nicht nur andere Windlights, sondern auch verschiedene Wolkentexturen. Beispiele kann man sich hier und hier ansehen.


Eigentlich hat man fast alle Tiere auf Devin 2 schon mal irgendwo in Second Life gesehen. Aber nirgends wurden sie so gut in Szene gesetzt, wie dort. Gerade für Fotografen, die Interesse an afrikanischen Landschaften haben, ist diese Plattform sehr zu empfehlen.

>> Teleport zu Devin 2

Links:

Mittwoch, 11. Januar 2017

64-Bit Second Life Project Viewer erschienen

Sohoo, ich hatte ja gesagt, dass ich nicht ganz aufhöre zu bloggen, nur eben wesentlich weniger und nur noch, wenn es wichtige Ereignisse gibt. Das ist heute passiert. Am 10. Januar hat Linden Lab unter dem Decknamen Second Life Alex Ivy Viewer 5.1.0 den ersten echten 64-Bit Viewer für Second Life veröffentlicht.

Da die Entwicklung fast ein Jahr gedauert hat und mit der 64-Bit Unterstützung die Stabilität des SL Viewers ein gutes Stück verbessert werden soll, ist mir das heute eine Meldung wert.

Aktuell hat der neue Projekt Viewer immer noch ein paar Macken. Bei meinem einstündigen Test lief er eben aber sehr gut. Ich wollte bei dem Test versuchen, den Speicherverbrauch des Viewers über die bei 32-Bit Software übliche 3,75 GB RAM Grenze hinaus zu erhöhen (wird auch 4 GB Grenze genannt). Das ist mir aber nicht gelungen. Und das, obwohl ich im Ultra Modus, mit deaktiviertem ARC und höchster Sichtweite, zuerst über den halben Sansara Kontinent geflogen bin und anschließend noch auf der Region "Pro Street Cars" war. Dort habe ich mit einem 32-Bit Viewer nach etwa 15 Minuten entweder einen Crash oder so um die 4 FPS. Beides passierte mit dem 64-Bit Viewer jedoch nicht.

Ich habe anschließend eine ähnliche Aktion mit dem 32-Bit Viewer von Linden Lab durchgeführt und dort dann ziemlich schnell die Speichergrenze erreicht. Prompt gingen die FPS dann auch extrem nach unten, da der Viewer dann scheinbar beginnt, Grafikdaten in die Auslagerungsdatei zu schreiben. Einen Crash hatte ich aber auch mit dem alten Viewer nicht.

Hier der belegte Speicher bei etwa gleicher Belastung der beiden Viewer:



Zu den Macken des neuen Viewers gehört unter anderem ein Konsolenfenster, das im Hintergrund nach dem Start geöffnet bleibt und die Aktionen des Viewers protokolliert. Weitere Einschränkungen betreffen das Fehlen einer Linux Version für 64-Bit und für den Mac gibt es aktuell noch keine 64-Bit Havok Version. Deshalb kann man beim Mac weder Meshes hochladen noch die Oberflächenanalyse für Pathfinding vornehmen. Zusätzlich können im Mac auch keine Medien abgespielt werden, die QuickTime benötigen.

Für Windows 10 Nutzer gibt es die Einschränkung, dass der neue 64-Bit Viewer nicht mit Intel HD 2000/3000 Grafikchips funktioniert. Alle die genannten Probleme sollen aber behoben werden, bevor der 64-Bit Viewer in den offiziellen SL Viewer aufgenommen wird.

Als Downloads gibt es neben dem 64-Bit Windows Viewer auch einen 32-Bit Windows Viewer, der aber den Hauptcode für die 64-Bit Architektur enthält. Dieser Viewer ist für Leute gedacht, die noch einen 32-Bit PC benutzen und ausprobieren wollen, ob der geänderte Code noch ohne Probleme auf ihrer Hardware läuft. In den Release Notes schreibt Linden Lab, dass sie davon ausgehen, dass der 32-Bit Viewer mehr oder weniger so gut läuft, wie der aktuelle SL Viewer.

Downloads für den Second Life Alex Ivy Project Viewer 5.1.0 (501863):
Windows 64-Bit | Windows 32-Bit | Macintosh 64-Bit


Release Notes:

Samstag, 31. Dezember 2016

Ein Frohes Neues Jahr 2017

Das Winter Wonderland 2016 von Linden Lab / Teleport

Ich wünsche allen meinen Lesern ein gutes neues Jahr 2017!
Viel Gesundheit, wenig Sorgen und das Erreichen der gesteckten Ziele.


Für mich bedeutet der Beginn des neuen Jahres auch gleichzeitig ein Neubeginn meiner bisherigen Freizeitgestaltung. Ich hatte es schon ein paar Mal in den letzten Wochen in meinen Beiträgen angedeutet und wer das mitbekommen hat, wird jetzt wahrscheinlich gar nicht so überrascht sein. Aber ich werde den Blogbetrieb ab heute weitgehend einstellen.

Als ich vor fünfeinhalb Jahren mit diesem Blog begonnen habe, hatte ich eigentlich gar nicht vor, das Ganze so intensiv zu betreiben, wie ich das letztendlich bis heute gemacht habe. Und ich hatte damals auch nicht im Sinn, nun den Rest meines Lebens einen Blog zu betreiben.

In den ersten zwei bis drei Jahren habe ich aber über solche Dinge gar nicht viel nachgedacht, denn in dieser Zeit war für mich Second Life die beste Freizeitbeschäftigung, die ich finden konnte. Und komischerweise habe ich meine Freizeit in den ersten Jahren während des Bloggens auch optimal einteilen können. Ich hatte immer genug Zeit für andere Dinge und mein Blog lief so 'nebenher'. Das klappt heute leider nicht mehr. Der Blog ist für mich zu einer starken Belastung geworden und ich logge inzwischen nur noch in SL ein, damit ich für den nächsten Beitrag neue Fotos erstellen oder etwas recherchieren kann.

Ich kann mir heute selbst nicht erklären, wie ich das vor drei oder vier Jahren alles ohne Stress hinbekommen habe. Zur Zeit fühle ich mich aber komplett ausgebrannt und ich muss etwas an meiner Freizeitgestaltung ändern, um wieder meine geistige Frische aufzubauen. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich im Augenblick bei meiner RL-Arbeit wieder häufiger und länger am Computer sitze. An manchen Tagen die vollen acht bis neun Stunden, die ich im Büro bin. Nach so einem Tag fällt mir dann jeder Satz schwer, denn ich für meine Blogbeiträge formulieren will.

Ich werde das Bloggen natürlich nicht ganz einstellen, denn dafür steckt hier viel zu viel Herzblut und Lebenszeit drin. Aber meine Beiträge werden ab jetzt nur noch sehr sporadisch erscheinen. Vielleicht nur ein Posting pro Woche, vielleicht auch mal nur einen Beitrag pro Monat. Ich werde eben etwas schreiben, wenn ich denke, dass es etwas Wichtiges zu sagen gibt. Oder wenn ich von etwas völlig begeistert bin. Die täglichen Nachrichten aus SL, wird es hier auf längere Zeit aber nicht mehr geben.

Auf jeden Fall nehme ich jetzt erst einmal eine Auszeit, in der ich gar nicht blogge. Ich habe noch bis Mitte Januar Urlaub und will das in vollen Zügen genießen. Natürlich gebe ich auch Second Life nicht auf. Ich denke sogar, dass ich nun wieder häufiger eingeloggt sein werde. Aber nicht wegen meinem Blog, sondern weil ich einfach mal wieder ein Live-Konzert besuche, oder etwas Bauen und Skripten werde, oder eine Tagestour über das Mainland und durch die Blake Sea unternehme. Wer will, kann mir gerne IMs schreiben, denn ich habe nun sogar wieder die Zeit, auch darauf zu antworten. :)

Ich habe auch Lust, andere Plattformen intensiver auszuprobieren. Ich möchte mir eventuell sogar in Space das Paket mit den drei Regionen für 15 Dollar holen. Dafür werde ich wohl meine Estate Parzelle in Second Life aufgeben. Meinen Premium werde ich aber behalten, genauso wie die damit verbundene Mainland-Parzelle. Jedenfalls bekomme ich in Space die drei Regionen günstiger als meine popelige 3072m² Parzelle aktuell in SL kostet. Ich werde mir aber zuerst mal genauer ansehen, wie das mit dem Content hochladen in Space funktioniert, bevor ich diesen Schritt gehe. Wenn ich dann wirklich damit beginne, eine Region in Space aufzubauen, dann werde ich mich wohl ein paar Monate ausschließlich damit beschäftigen.

Auch bei High Fidelity will ich gelegentlich reinschnuppern und irgendwann startet dann ja auch Sansar. Ich habe zwar keine Oculus Rift, aber ausprobieren will ich Sansar natürlich schon. All diese Dinge will ich aber machen, ohne dass ich meine Erlebnisse permanent aufzeichne und dann stundenlang bebilderte Beiträge dazu schreibe. Wobei ich zum Start von Sansar dann sicher schon einen meiner "sporadischen" Blogposts schreiben werde.

Wer ansonsten noch am Rande verfolgen möchte, was mich interessiert oder was für ein Foto ich irgendwo hochgeladen habe, kann meine beiden Profile auf Flickr und Google+ besuchen, denn dort werde ich sicher öfter etwas hinterlassen als hier im Blog.

Zum Schluss noch ein großes Dankeschön an alle Leser, die meinen Blog besucht haben und auch immer wieder interessante Kommentare geschrieben haben. In den fünfeinhalb Jahren wurde Echt Virtuell knapp 2,5 Millionen mal aufgerufen, was für so einen Nischenblog mit Thema Second Life sicher ganz gut ist. Und wer weiß, vielleicht werde ich als Rentner ja wieder aktiver in die Blogger Welt einsteigen. So lange ist es bis dahin gar nicht mehr...

Simtipp: Iceland (PoH)

Als kleines Abschiedsgeschenk für ein paar meiner treusten Leserinnen, gibt es heute einen Simtipp zu einer Region, die ich schon bei meiner Wintertour besucht habe. Zu diesem Zeitpunkt hatte es aber aus mehreren Gründen nicht gepasst, die Region mit in die Serie aufzunehmen. Da aber "Iceland" viele gute Bereiche und Szenen hat, gibt es dazu nun ein paar Fotos zum Abschluss des Jahres. Wer wissen möchte, was ich mit 'Abschiedsgeschenk' meine, sollte sich meinen Neujahrsgruß durchlesen, der gleich noch kommt.


Bewohnt wird Iceland von Kerstin Randt, Ette Hubbenfluff und Cindy Holmer. Ihr Motto lautet, wir rezzen was uns gefällt. Und so ist auf der Region eine Villa Kunterbunt entstanden, bei der es viel zu erkunden gibt.



Zur Zeit ist auf Iceland noch viel weihnachtliche Dekoration zu finden. Die habe ich auf meinen Fotos weitgehend ausgespart. Obwohl man das wohl bis 6. Januar auch im RL aufgebaut lassen kann (wenn ich mich recht erinnere).


Das Windlight auf der Region ist hell und sonnig. Ich glaube, es ist das "Annan Adored - Realistic Ambient". Jedenfalls werden damit fast alle Motive gut ausgeleuchtet und ich hatte keinen Grund, etwas im Viewer zu verstellen.

Das Sim-Surround ist auch eines von den wirklich guten. Es passt sich nahtlos in das Panorama ein und lässt bei fast jeder Blickrichtung die Region größer wirken als sie ist.



Bei einem Blick nach dem genutzten Land Impact in der Land-Info, war ich dann etwas verwirrt. Da steht, dass die Regionskapazität 3.750 Prims beträgt. Ich dachte aber, die Änderung von Linden Lab auf 5.000 Prims wäre bei allen Homestead Regionen durchgeführt worden. Vielleicht kann Ette das hier im Kommentar kurz erklären.


Aber ob nun der Land Impact 3.750 oder 5.000 beträgt, in beiden Fällen ist es wieder erstaunlich, was man heute alles auf einer Homestead unterbringen kann. Allein schon die Anzahl der Gebäude, die alle mehr oder weniger auch eingerichtet sind, ist für eine Homestead beachtlich.



Das große Haus auf dem höchsten Berg, ist von der Idee her ebenfalls gut gemacht. Denn unter dem Haus fließt ein Fluss hindurch, der dann auf der anderen Seite als Wasserfall herabstürzt. Ich war zwar nicht mit dem Avatar im Haus, habe aber mal kurz die Kamera reingehalten. Wenn man aus dem Fenster auf den Fluss und die umgebende Landschaft schaut, sieht das schon ziemlich cool aus.


Eine weitere Besonderheit von Iceland, sind verschiedene Objekte von Cica Ghost. Ich weiß jetzt nicht, ob Ette die in Cicas Shop erstanden hat, oder ob das Geschenke sind, die Cica ihr bei Besuchen ihrer eigenen Installationen überreicht hat. Aber in die helle Winterlandschaft passen die Skulpturen alle recht gut hinein. Deshalb gibt es nun drei Fotos mit Referenzen zu Cicas Arbeiten am Stück.




Die ganzen Winterregionen, die ich im Dezember vorgestellt habe, wurden in erster Linie mit Blick auf die Besucher gestaltet. Dabei wurde meistens auf eine einheitliche Linie beim Design geachtet. Auf Iceland haben die Bewohner dagegen all das gerezzt, was ihnen in ihrer Rolle als SL-Kids mehr Spaß bringt. Und wenn man ohne bestimmte Erwartungen die Region besucht, kann man auf jeden Fall auch selbst Spaß haben.


Zum Schluss noch die Empfehlung, alle Objekte auf der Region auszuprobieren, bei denen die Maus ein Aktionssymbol anzeigt. Einige eingebaute Posen und Animationen sind normal, abndere recht witzig. Ich war insgesamt zwei Mal auf Iceland. Einmal Mitte Dezember und einmal gestern. Deshalb kann es sein, dass auf dem einen oder anderen Bild etwas zu sehen ist, das inzwischen geändert wurde.

>> Teleport zu Iceland (PoH)

Link:

Simtipp: Basilique

Fast ein ganzes Jahr lang gab es von Canary Beck und ihrer Second Life Region "Basilique" kein Lebenszeichen. Doch am 28. November hat Canary ihre Auszeit beendet und einen langen Blogpost geschrieben. Der Inhalt deutet darauf hin, dass sie sich in den letzten Monaten viel mit Umweltschutz und alternativen Energien beschäftigt hat. Bezogen auf ihre früheren Aktivitäten in Second Life, würde ich sogar behaupten, dass sie einen kompletten Lebenswandel in diesen zehn Monaten Pause vollführt hat.


Ich kam auf die Idee, nun auch mal Canarys Sim Basilique hier vorzustellen, weil mich vor ihrer Rückkehr zwei meiner Leser angeschrieben haben, um mich darauf hinzuweisen, dass sie eben seit Anfang 2016 aus Second Life verschwunden war. Zuvor war Canary eigentlich ziemlich aktiv und gehörte zu den bekannteren Bewohnern von SL. Vor allem wegen ihrer aufwendigen Tanz-Performance Paradise Lost, die erst im Basilique Theater aufgeführt wurde und danach als Video angesehen werden konnte. Mein Link hier öffnet eine Seite, auf der man das Video durch Anklicken des Pfeil-Buttons am rechten Bildschirmrand starten kann.


Neben den Aktivitäten rund um das Basilique Theater, machte Canary auch noch durch ihre Arbeit als Managerin des Firestorm Community Gateways auf sich aufmerksam. Diese Arbeit beendete sie jedoch im Januar 2016, ohne dazu irgendwie Stellung zu nehmen. Selbst engere SL-Freunde von ihr wussten nicht, warum sie so plötzlich untergetaucht war.


Was Canary nun in ihrem neuen Blogpost schreibt, kann ich hier nicht annähernd wiedergeben. Wie für sie üblich, hat sie einen sehr langen Beitrag geschrieben. Aber ich kann ihre Einleitung und den TL;DR Absatz grob zusammenfassen. Der Titel ihres Themas lautet Basilique goes green.

Sie schreibt, dass sie in den letzten Monaten alles über den Klimawandel gelernt habe und das sei entsprechend zeitaufwendig gewesen, was ihre Aktivitäten in Second Life sehr eingeschränkt hätte. Außerdem arbeitet sie jetzt auch als freiwillige Helferin in einer Non-Profit Organisation, für etwa 20 Stunden pro Woche, um das Thema Klimawandel auch denen näherzubringen, die davon noch nichts gehört haben. Aktuell nimmt Canary dann auch noch an einem Universitätskurs teil, der sich mit der wissenschaftlichen Seite des Klimawandels auseinandersetzt.


All ihre neu gewonnenen Erkenntnisse zum Klimawandel, haben Canary dazu gebracht, Second Life nicht mehr als wichtigste Beschäftigung in ihrem Leben zu sehen, sondern sie will sich nun aktiv daran beteiligen, die aus ihrer Sicht kommende Klimakatastrophe doch noch irgendwie zu verhindern. Sie schreibt, wenn das nicht gelingt, dann würden Milliarden von Menschen sterben. Und zwar früher als es ohne diese Katastrophe der Fall wäre.


Ein Mittel, um dem Klimawandel entgegenzuwirken, ist der Umstieg auf die Nutzung alternativer Energien. Und anhand ihres gelernten Wissens zum Thema, hat nun Canary auf der Basilique Region virtuell die Infrastruktur installiert, die notwendig wäre, um eben genau diese Region zu 100% mit alternativer Energie zu versorgen.

Sie geht dabei von 12 Haushalten mit 30 bis 40 Bewohnern aus. Dazu noch die notwendige Energie für Straßenbeleuchtung, Geschäfte und öffentliche Einrichtungen. Bei den Bewohnern rechnet Canary zum Beispiel einen jährlichen Verbrauch von 5.159 kWh pro Person, was sehr hoch ist. Allerdings sind diese Daten von der Weltbankgruppe, die für fast alle Länder solche Statistiken sammelt.


In ihrem TL;DR Absatz fasst Canary nur kurz zusammen, was sie anschließend noch ausführlicher beschreibt. Insgesamt würde ihre SL-Region etwa 61.908 kWh pro Jahr verbrauchen. Das würde bei einem Energieanbieter etwa 17.334 US-Dollar kosten (oder auch 0,28 US-Dollar pro kWh).

Um die gleiche Menge an Solarenergie zu erzeugen, wären eigentlich nur etwa 300 m² Solarzellen notwendig gewesen. Canary hat aber alle in Frage kommenden Dachflächen ihrer Gebäude genutzt, was dann 794 m² Solarzellen ergeben hat. Wie das aussieht, ist auf dem nächsten Foto zu sehen. Und die Solarzellen gibt es hier auf dem Marketplace.


Ausgehend vom (virtuellen) Standort der Basilique Region, die einen Ort am Gardasee in Norditalien darstellen soll, könnte man mit den installierten Solarzellen nun 145.565 kWh pro Jahr erzeugen. Auch wieder basierend auf der durchschnittlichen Sonnenscheindauer in der erwähnten RL-Region in Norditalien.

Die Kosten für die Solarzellen wären nach etwa fünf Jahren amortisiert, da man den Strom ja nicht mehr von einem Anbieter kaufen muss. Diagramme und Rechenbeispiele dazu, hat Canary dann in ihrem ausführlichen Teil des Blogpost aufgeführt.


Zusätzlich gibt es auch noch sechs Windturbinen auf Basilique. Auch die würden für sich allein schon den Energiebedarf der Region mit 40 Einwohnern decken. Windturbinen sind jedoch in der Anschaffung und Wartung teurer als Solarzellen, was im Beispiel von Basilique neun Jahre brauchen würde, um die Anschaffungs- und Unterhaltskosten zu amortisieren.


Okay, jetzt habe ich doch wesentlich mehr aus Canarys Beitrag zusammengefasst als ich wollte. Die Region zu erkunden, macht auch ganz ohne dieses Energieprojekt Spaß. Die Gebäude sind detailliert eingerichtet. Es gibt verschiedene Bars und Cafés. Eine Bar heißt zum Beispiel "Bar Moderna Apertura!" und ist eine gute Designstudie. Ein Foto kann man hier über diesem Absatz sehen.

Die Basilique Kathedrale ist ebenfalls sehenswert. Zwar etwas zu viele Prim-Lichtstrahlen, aber das Gesamtbild ist schon beeindruckend. Zu sehen auf dem letzten Foto.


Zum Schluss noch die Info, dass der Basilique Sim unter Adult eingestuft ist. Nicht nur wegen den nackten Tänzern bei der Paradise Lost Aufführung, sondern es gibt auch einige Akt Kunstwerke in 2D und 3D. Und aktuell ist es auf der Region Winter, wie man sicher unschwer auf meinen Fotos erkennen konnte.

>> Teleport zu Basilique

Links: