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Mittwoch, 4. November 2020

Historisches Video von Linden World (Update: ist ein Fake)

Linden World 1998 / Quelle: HemmsFox / Twitter

Update 05.11.2020: Wie sich im Nachhinein herausgestellt hat, ist dieses Video ein Fake. Der Ersteller hat das in den Kommentaren zu seinem Tweet inzwischen selbst bestätigt. Der alte Look wurde mit einem Grafikfilter in Adobe Premiere erzeugt.

Ein weiterer Quickie. Annie Brightstar hat heute einen Tweet von HemmsFox geteilt, in dem ein Video von Linden World zu sehen ist. Linden World war der Vorgänger von Second Life. In der SL-Wiki steht auf der History of Second Life-Seite, dass Linden Lab 2001 mit der Entwicklung von Linden World begonnen hätte.

Im Tweet von HemmsFox steht jedoch, dass die Aufnahmen in seinem Video von einer CD stammen, die 1998 nur an Pressevertreter verteilt wurde. Das war zu einem Zeitpunkt als es Linden Lab noch gar nicht gab. Vermutlich wurde das von Philip Rosedale mit einigen seiner späteren Linden Lab Mitarbeiter schon vor der Gründung der Firma entwickelt.

Die Bildqualität ist allerdings grottenschlecht und man sollte das Video auch nicht über das Format im engebetteten Tweet hinaus vergrößern. Trotzdem erkennt man schon ein paar Merkmale, die auch später in Second Life (zum Teil bis heute) zu finden waren. Zum Beispiel die 1-Prim Linden Bäume. Lustig ist der Bluescreen am Ende des Videos. Ein Video, wie Linden World dann 2001 ausgesehen hat, ist hier auf YouTube zu finden.



Quelle: HemmsFox / Twitter

Samstag, 21. Dezember 2019

AM Radio: Sohn rekonstruiert SL-Installationen in Fortnite

Ich übernehme mal eine kleine, nette Geschichte von New World Notes. Die wurde dort von Wagner James Au am Donnerstag veröffentlicht. Da die Lindens jetzt bis 2. Januar im Urlaub sind, werde ich in den nächsten zwei Wochen auch mal solche Storys hier posten.

AM Radio (Jeff Berg im RL) war in der Hype Zeit von Second Life einer der angesagtesten Sim‑Gestalter und Künstler. Erst kürzlich hatte ich bei meiner Sim-Klassiker Reihe mit The Quiet eine seiner Regionen gewürdigt. Heute ist von AM Radio in Second Life nur noch die Parzelle "The Far Away" übrig. Sie wird von Ziki Questi kuratiert, um die Erinnerung an diesen Künstler am Leben zu halten.

"The Far Away" aufgenommen heute von mir
Die Geschichte von Wagner dreht sich um Cary, den Sohn von Jeff Berg. Der lebt bei seiner Mutter an der Ostküste der USA. Jeff hingegen lebt nach der Scheidung von seiner Frau im mittleren Westen. Damit er mit seinem Sohn in Kontakt bleiben konnte, hat er ihm eine XBox geschenkt. Dort trafen sich beide dann in verschiedenen virtuellen Umgebungen, unter anderem auch in Fortnite. Eigentlich ist das ein Koop-Modus-Spiel mit "Rette die Welt" Spielziel, aber im relativ neuen Kreativmodus kann man in Fortnite auch bauen und Dinge bearbeiten. Das Ganze ist im Mehrspielermodus möglich. Insgesamt ist es also einer virtuellen Welt nicht unähnlich.

Cary hat nun irgendwann seinem Vater eine Nachricht geschickt, er solle sich in Fortnite etwas ansehen. Und als der sich einloggte, fand er eine Serie von Installationen, die alle an seine eigenen Arbeiten aus Second Life angelehnt waren. Darunter zum Beispiel die alte Lok von der Installation "The Far Away".

AM Radio Lok in Fortnite / Quelle: New World Notes / AM Radio und Cary
Um in Fortnite irgendwelche Objekte zu erstellen, kann man allerdings nicht wie in Second Life, die passenden Prims erzeugen, sondern man muss vorhandene Objekte aus der 3D-Umgebung verwenden, die in etwa die Form und Größe haben, die man beim Zusammensetzen größerer Objekte benötigt.

Als Vorlage für seine Nachbauten nutzte Cary alte Videoaufnahmen von AM Radios Installationen aus Second Life, so wie das, das ich hier unten eingebettet habe. Cary schrieb Wagner via E-Mail, dass er es schade findet, dass die meisten Installationen seines Vaters in SL nicht mehr existierten und er wollte sie deshalb in Fortnite wieder aufleben lassen.

AM Radio Dessert in Fortnite / Quelle: New World Notes / AM Radio und Cary
Vater Jeff war darüber so erfreut, dass er auch lernen wollte, wie man in Fortnite etwas bauen kann. Wagner erzählte er, dass Cary inzwischen eine komplette Insel mit AM Radio Referenzen erstellt hat. Dabei hat er Objekte aus verschiedenen Installationen zu etwas Neuem kombiniert. Wagner schreibt, dass Jeff von den Möglichkeiten in Fortnite so fasziniert ist, dass er vielleicht sogar selbst etwas Neues dort erstellen wird.

Allerdings nicht im Augenblick, denn Sohn Cary ist nun zu seinem Vater gezogen, um bei ihm zu leben. Und nun loggen sich beide gemeinsam im selben Zimmer in Online Welten ein, um dort kreativ zu sein. Und um Spiele zu spielen.

Okay, wer die Installationen von AM Radio nicht mehr miterlebt hat, wird diese Story für völlig belanglos halten. Mir gefällt das aber, vor allem, weil es auch etwas zu Weihnachten passt.

Hier noch ein Video von Nitwacket in HD. Es zeigt ein paar typische Installationen von AM Radio aus Second Life von 2009.

AM Radio - Second Life®



Links:

Sonntag, 8. Dezember 2019

Second Life Nostalgie: VirWoX wird beendet

Quelle: VirWoX Homepage
Heute ist Quickie-Tag bei mir. Deshalb gibt es heute nur kurze Beiträge.

Mein erster Beitrag ist eigentlich eine ganz banale Meldung. Aber vielleicht weckt sie bei einigen SL-Oldbies unter uns ein paar Erinnerungen.

Und zwar wird am 6. Januar 2020 die virtuelle Geldwechselbörse VirWoX abgeschaltet. Die war bis zum 15. Juni 2015 die größte Tauschbörse für Linden Dollar in Second Life.

Kurzer Rückblick: Bis zum 7. Mai 2013 war es jedem Drittanbieter erlaubt, mit Linden Dollar zu handeln und diese in und außerhalb von Second Life sowohl zu verkaufen als auch zu kaufen. Dann hat Linden Lab diese Möglichkeit durch eine Änderung der Second Life Nutzungsbedingungen verboten.

Zuerst gab es dazu von Linden Lab keine Stellungnahme. Deshalb hatte ich damals zwei Tage später meine eigenen Rückschlüsse gezogen. Weitere zehn Tage später, kündigte Linden Lab dann ein Pilotprogramm für autorisierte Wiederverkäufer an. Damit war es Tauschbörsen nur noch erlaubt, Linden Dollar zu verkaufen. Der Rückkauf in Realwährung musste über LindeX erfolgen, dem Dienst von Linden Lab.

Am 1. August 2015 war dann endgültig Schluss und das Reseller Programm wurde geschlossen. Das war dann auch das endgültige Ende des Linden Dollar Verkaufs über VirWoX.

Letzten Mittwoch hatte ich auf Tarnkappe.info gelesen, dass VirWoX nun ganz geschlossen wird. Mir war gar nicht bewusst, dass sie sich noch so lange gehalten haben. Viel dürfte seit 2015 jedoch nicht mehr gelaufen sein, denn im News‑Bereich des Dienstes gab es zwischen August 2015 und Januar 2019 nicht eine einzige Meldung. Ebenfalls merkwürdig finde ich, dass bei den Statistiken immer noch überall der Linden Dollar ausgewertet wird (unter dem Kürzel "SLL").

Quelle: VirWoX Homepage
Auf Tarnkappe.info wird darüber geschrieben, dass es auf VirWoX viele betrügerische Aktionen gegeben hat, wie zum Beispiel Geldwäsche. In einem Kommentar unter dem Artikel schreibt allerdings jemand, dass für diese Szene VirWoX seit mindestens zwei Jahren nicht mehr interessant gewesen ist, weil zu dieser Zeit ein Anti Fraud System eingeführt wurde. Betreiber von VirWoX ist die österreichische Virtual World Services GmbH.

Okay, jetzt habe ich doch mehr geschrieben als ich wollte. :)

Links:

Mittwoch, 6. November 2019

Pfaffenthal 1867 von SL nach Sansar zu Roblox

Pfaffenthal 1867 in Second Life
Heute habe ich auf New World Notes etwas zu einem Thema gelesen, das mir vor einer Woche selbst schon aufgefallen war. Der Artikel von Wagner James Au liefert nun genug Informationen, damit ich auch mal etwas darüber schreiben kann.

Bis Ende Dezember 2018 gab es in Second Life eine Nachbildung der luxemburgischen Stadt Pfaffenthal aus dem Jahr 1867. Dazu wurden insgesamt acht Regionen genutzt, deren Kosten vom Nationalen Historischen Museum in Luxemburg getragen wurden. Und diese Finanzierung wurde Ende 2018 eben eingestellt.

Aus diesem Grund haben die Ersteller von Pfaffenthal 1867 unter der Leitung von Hauptmann Weydert (in RL: Pit Vinandy, auch bekannt als Cyberpiper) das Projekt in Second Life beendet. Schon ein Jahr zuvor hatte dieses Team begonnen, in Sansar ihr Pfaffenthal erneut aufzubauen. Denn dort ist das virtuelle Land kostenlos und Sansar unterstützt VR-Brillen. Beides war für das 1867 Team ein reizvolles Argument, das Projekt nach Sansar zu verlegen. Die näheren Hintergründe hatte Pit Vinandy im Juni 2017 in einem deutschsprachigen Interview mit Nida und Seraph Nirvana dargelegt.

Pfaffenthal 1867 in Second Life
Ich selbst habe hier oft über die Pfaffenthal Regionen gebloggt. Um nicht so viele Links einzeln zu posten, habe ich meine Berichte und diesem Label zusammengefasst. Auch nachdem das Projekt dann aus Second Life nach Sansar umgezogen war, habe ich dort gelegentlich vorbeigeschaut. Das erste Mal im November 2017, doch zu diesem Zeitpunkt gab es nur eine Karte auf dem Terrain der Sansar Experience.

Nachdem ich heute den Artikel aus New World Notes gelesen hatte, habe ich noch einmal die Sansar Experience (die man jetzt "World" nennt) besucht. Es gibt zwar jede Menge Häuser, aber keine Landschaft und keine Texturen. Lediglich zwei Häuser sind so detailliert wie es in Second Life einmal gewesen ist (im Bild unten ganz links zu sehen). Wer selbst einmal schauen will, findet hier den Link zum Sansar-Projekt "1867".

Pfaffenthal 1867 in Sansar
Auf YouTube habe ich nun vor einer Woche gesehen, dass das 1867 Projekt jetzt auf der Spielplattform Roblox beheimatet ist. Und dort scheint die Erstellung bereits weitgehend fertig zu sein. Roblox ist eine Plattform, auf der Nutzer ihre eigenen Spielwelten erschaffen und betreten können. Hier ist das aktuelle Video zum 1867 Projekt in Roblox. Die Stadt sieht gar nicht mal so schlecht aus, die Avatare sind allerdings Playmobil Style.

Roblox 1867 - Trailer



Zu den Hintergründen des bisher geschilderten Verlaufs gibt es nun ein paar Informationen von Wagner James Au. Aufgegriffen hatte Wagner das Thema, weil Cyberpiper in einem alten Artikel zum Sansar-Projekt einen Kommentar hinterlassen hat. Darin schreibt er das Folgende:
Ich vermisse, was wir in SL hatten. Das Problem liegt aber in der eher volatilen Natur der SL-Community. Du machst etwas Neues, Schönes, Interessantes, und die Leute kommen. Um das aufrechtzuerhalten, muss man jede Menge Arbeit einplanen, hauptsächlich die Organisation von vielen Events. Aber trotz unserer Bemühungen nahmen die Besucherzahlen ab. Gott, wir haben unserer 1867er Gemeinde sogar kostenlose Wohnungen angeboten. Das ist selten in SL!

Der Vertrag mit dem RL-Museum ging zu Ende und offen gesagt konnten wir es uns nicht leisten, 7.000 Euro Tier pro Jahr an LL aus eigener Tasche zu zahlen!

Sansar war eine Enttäuschung. Wir schafften es schließlich, eine ganze Straße zu bauen, mussten aber wegen zu viel Lag erneut anfangen. Wir versuchten Wege zu finden, wie wir effizienter texturieren und bauen konnten. Für Sansar wurde auch eine Entwicklung für mobile Geräte versprochen, die dann von der Roadmap gestrichen wurde. Das war eine große Enttäuschung für uns. Und...wir alle wissen es... es gibt keine Besucher in Sansar...im Moment jedenfalls...

Also haben wir die Sansar-Entwicklung auf Eis gelegt und beschlossen, ein eigenes MMORPG zu entwickeln. Zunächst mit der Entwicklung einer "Kinderversion" auf ROBLOX...schaut es euch an.

Pfaffenthal 1867 in Roblox
Cyberpiper schrieb Wagner dann noch eine E-Mail mit den folgenden Informationen:
In Roblox haben sich seit April bereits 3.500 Nutzer das virtuelle Pfaffenthal angesehen. Insgesamt hat Roblox 100 Millionen registrierte Nutzer. Die Sansar-Experience soll nicht ganz aufgegeben werden. Sollte Linden Lab die Nutzbarkeit in Zukunft noch deutlich verbessern, will man die begonnene Experience evtl. weiterbauen.

In Roblox gibt es wie in Second Life inworld Bauwerkzeuge, aber die sind sehr einfach gehalten. Für das 1867 Projekt wurden hauptsächlich fertige Mesh-Modelle hochgeladen. Allerdings in Einzelteilen, die man dann inworld erst zusammengesetzt hat. Verlinkte Objekte lassen sich in Roblox nicht hochladen, so wie es in Sansar und Second Life möglich ist.

Auch Terraforming ist in Roblox machbar, aber auch hier wieder nicht so komfortabel wie in Second Life. In Sansar gibt es dagegen gar kein Terraforming. Und Roblox unterstützt nur einfache Texturen. Keine Normal‑ und Specular‑Maps für Materialeffekte. Dafür läuft Roblox aber auf vielen Plattformen, inklusive Playstation und auf mobilen Geräten. Ebenso ist Roblox mit VR-Brillen nutzbar.

Pfaffenthal 1867 in Roblox
Okay, meine Zeit läuft mir davon. Deshalb kürze ich jetzt ab. Viele Leute fragen sich ja oft, warum Second Life (und auch Sansar) nicht viel mehr neue Nutzer anlockt. Das Beispiel des 1867 Projekts zeigt ganz gut einen Teil der Gründe. Second Life ist zu teuer und es ist schwer, eine größere Community dauerhaft zu halten. Sansar ist technisch scheinbar ein Flop und hat im Grunde gar keine Nutzer, um überhaupt eine Community aufzubauen.

Links:

Sonntag, 22. September 2019

[Sim-Klassiker] - Erinnerungen an...Ciudad de Mexico

Letzten Juni hatte ich eine kleine Serie über Sim-Klassiker begonnen, die für mich auch viele Jahre nach ihrem Verschwinden aus Second Life immer noch gut in Erinnerung sind. Deshalb erinnere ich über den Sommer hinweg immer mal wieder an solche Regionen, wenn nicht gerade andere interessante Themen anstehen.

Etwas mehr dazu, hatte ich in meinem ersten Blogpost geschrieben. Lange Beiträge will ich in dieser Serie aber vermeiden. Deshalb gibt es auch immer nur ein Foto pro Rückblick.

Heute gibt es nur ein Notprogramm, da ich eben erst nach Hause gekommen bin. Außerdem ist morgen Herbstbeginn. Ich wollte die Erinnerungen an Klassiker ja nur über den Sommer durchziehen. Also ist das hier vorläufig mein letzter Beitrag dazu. Vielleicht führe ich die Serie aber irgendwann mal weiter.

11. Ciudad de Mexico

Meine heutige Erinnerung an eine geniale SL-Region wird kaum jemand kennen. Denn sie existierte nur etwa für zweieinhalb Jahre in Second Life. Voll ausgeschrieben hieß sie "Ciudad de Mexico: Distrito Federal". Erstellt wurde sie von Patch Thibaud, einem RL-Architekt, Planer und Landschaftsdesigner.

Patch war in den Jahren 2009 bis 2011 für viele sehenswerte Regionen in Second Life verantwortlich. Ich habe unten ein Flickr-Album mit über 380 Fotos seiner Kreationen verlinkt. Für Ciudad de Mexico hatte Patch eine zweigeteilte Stadt gebaut. Unter der Erde gab es das alte Mexiko mit klassischen Gebäuden, wie es sie heute auch im RL-Mexiko gibt.

Und auf das Dach des alten Mexiko baute Patch eine Stadt der Zukunft mit viel Glas, Metall und Lichtinstallationen. Deshalb gibt es heute mal zwei Fotos, um den Unterschied der beiden Welten zu zeigen.

Das alte Mexiko unter der Erde
Das neue Mexiko unter freiem Himmel
Was mich bei der unterirdischen Stadt so faszinierte, waren die kreisförmigen Öffnungen in der Decke, die Licht aus der Oberwelt in die riesigen Hallen fallen ließ. In einer der Hallen wuchsen dann in diesem Lichtschein jede Menge Pflanzen.

Genutzt wurde diese Region für Rollenspiele im Fantasy-Bereich. Besucher waren aber willkommen, auch ohne irgendwelche Tags tragen zu müssen. Geöffnet wurde die Region am 3. Dezember 2009 und geschlossen am 14. Juni 2012.

Links:

Bisherige Beiträge:
  1. Black Swan
  2. Alpha & Omega Point
  3. Spencer Museum of Art
  4. BladeRunner City
  5. Greenies Home
  6. The Quiet
  7. Nemo II
  8. Privateer Space
  9. Forgotten City
  10. Pteron

Mittwoch, 11. September 2019

[Sim-Klassiker] - Erinnerungen an...Pteron

Letzten Juni hatte ich eine kleine Serie über Sim-Klassiker begonnen, die für mich auch viele Jahre nach ihrem Verschwinden aus Second Life immer noch gut in Erinnerung sind. Deshalb erinnere ich über den Sommer hinweg immer mal wieder an solche Regionen, wenn nicht gerade andere interessante Themen anstehen.

Etwas mehr dazu, hatte ich in meinem ersten Blogpost geschrieben. Lange Beiträge will ich in dieser Serie aber vermeiden. Deshalb gibt es auch immer nur ein Foto pro Rückblick.

10. Pteron

Zu Pteron kann ich gar nicht viel schreiben, weil es auf dieser Region nicht so viel zu erkunden gab. Aber die grüne Stadt von Kei514 Flow hatte enorme symbolische Kraft. Pteron war eine meiner ersten Regionen, die ich 2007 nach meiner Anmeldung in Second Life besucht hatte. Wie lange es sie vorher schon gab, habe ich nicht herausgefunden. Geschlossen wurde sie am 6. Mai 2013.

Pteron (Aufnahme von 2011)
Neben der Stadt auf dem Simboden gab es noch weitere vier Bereiche auf höheren Ebenen. Diese waren dann filigraner und beinhalteten meistens nur eine zusammengehörige Szene, wie zum Beispiel eine Kugel, um die sich einige grün leuchtende Partikelformen drehten. Und unten in der Stadt gab es natürlich den geheimen Raum mit einem fantastischen Universum grüner Planeten. Warum ich in den ersten zwei Jahren dieses Blogs die Region nicht als Simtipp vorgestellt habe, ist mit ein Rätsel.

Hier noch ein Video von SaRo aus dem Jahr 2010:

Journey to Pteron in Second Life



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Bisherige Beiträge:
  1. Black Swan
  2. Alpha & Omega Point
  3. Spencer Museum of Art
  4. BladeRunner City
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  6. The Quiet
  7. Nemo II
  8. Privateer Space
  9. Forgotten City

Sonntag, 1. September 2019

[Sim-Klassiker] - Erinnerungen an...Forgotten City

Letzten Juni hatte ich eine kleine Serie über Sim-Klassiker begonnen, die für mich auch viele Jahre nach ihrem Verschwinden aus Second Life immer noch gut in Erinnerung sind. Deshalb erinnere ich über den Sommer hinweg immer mal wieder an solche Regionen, wenn nicht gerade andere interessante Themen anstehen.

Etwas mehr dazu, hatte ich in meinem ersten Blogpost geschrieben. Lange Beiträge will ich in dieser Serie aber vermeiden. Deshalb gibt es auch immer nur ein Foto pro Rückblick.

9. Forgotten City

Forgotten City war eine Steampunk Stadt von Jenne Dibou und Mandy Marseille. Die Region gab es in Second Life von März 2011 bis September 2015. Die Region war auch gleichzeitig Heimat der Mechanical Toy Factory, dem Shop von Jenne und Mandy.

Die Stadt auf dem Simboden erstreckte sich über verschiedene vertikale Ebenen und es wurden viele Produkte verbaut, die man auch im Shop kaufen konnte. Auf der Full-Region gab es bei meinen Besichtigungen noch weitere Sky-Ebenen über der Stadt. Der Shop schwebte zum Beispiel ein paar hundert Meter hoch und wurde mit Zeppelinen in der Luft gehalten.

Weiter oben gab es eine Plattform mit Rennstrecke, eine Plattform mit einer schönen Winterlandschaft, sowie einem Ballroom. Und darüber gab es noch die beiden Plattformen "Post Office" und "Automaton Circus".

Forgotten City (August 2015)
Eigentlich wollten sich Jenne und Mandy nach der Schließung von Forgotten City eine Homestead holen und dort ihren Shop weiterführen. Soweit ich weiß, wurde das aber dann doch nicht gemacht. Heute hat Jenne eine kleine Parzelle auf dem Mainland. Dort steht ihr Haus mit dem Mühlenrad, eines ihrer letzten Produkte, das sie für den Shop erstellt hatte. Auch ein paar Schilder erinnern noch an die Mechanical Toy Factory. Die Parzelle wirkt allerdings verlassen.

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  1. Black Swan
  2. Alpha & Omega Point
  3. Spencer Museum of Art
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  7. Nemo II
  8. Privateer Space

Dienstag, 27. August 2019

Ein Kurzbesuch auf Chakryn Forest

Ich habe mal wieder eine ziemlich beknackte RL-Woche, vor allem auf der Arbeit. Denn ich muss in einem winzigen Raum ohne Klimaanlage eine einwöchige Testreihe für ein größeres Software-Update durchführen. In diesem Raum ist zu jeder Zeit die gleiche Temperatur wie im Freien. Und so hatte ich heute (und auch schon gestern) ab etwa 13 Uhr erfrischende 34 Grad in dieser Zelle. Entsprechend schlapp bin ich dann nach Feierabend. Auf lange, konzentrierte Blogposts habe ich aktuell keine Lust.


Das hier ist heute kein Simtipp. Durch meine Serie über Sim-Klassiker sind mir schon viele Namen alter Regionen durch den Kopf geschossen. Eine davon war Chakryn Forest. Da ich schon ewig nicht mehr dort gewesen bin, wollte ich nachsehen, ob es sie überhaupt noch gibt. Und das ist der Fall. Als ich dann ein paar Minuten auf der Region gestanden habe, kam bei mir glatt wieder dieses alte Second Life Gefühl auf, das ich in meinen ersten Jahren fast durchgehend hatte. Also habe ich der alten Erinnerungen wegen die Region noch einmal erkundet.


Chakryn Forest hat sich seit seiner Eröffnung 2008 fast gar nicht verändert. Und dennoch finde ich einen Teil davon auch heute noch faszinierend. Allerdings gibt es inzwischen ein paar Fehler mit alten Sculpties und Megaprims, die auf der Region verbaut wurden. Bei den Sculpties sind es einige Fehlberechnungen der Oberfläche, die zum Beispiel zu langen Spitzen führen, die aus den Objekten herausragen. Bei den Megaprims sind einige einfach nicht mehr zu sehen, wie die Kuppe des höchsten Berges, die früher das "Versteck" im Berg abgedeckt hatte.


Was es dagegen immer noch gibt, ist die "Chakryn Fae Altar Quest", bei der man vier verschiedene, blinkende Objekte auf der Region einsammeln muss, um dann ein Geschenk zu erhalten. Eine Notecard zur Quest gibt es an einem Baumstumpf in der Nähe des Landepunkts.


Ownerin von Chakryn Forest ist immer noch Bettina Tizzy. Sie hat sich zwar seit Ende 2009 weitgehend aud Second Life zurückgezogen und ihren damals unter Künstlern beliebtesten Blog NPIRL eingestellt. Aber ab und zu taucht sie dann doch wieder auf oder schreibt einen Kommentar auf New World Notes. Dass sie aber ihre Homestead-Region seit elf Jahren nicht angerührt hat, ist schon etwas merkwürdig.


Gestaltet wurde Chakryn 2008 von Andrek Lowell. Er war damals der Guru unter den Sim-Designern. Zu seinem unverkennbaren Stil gehörten Mammutbäume, die aus Megaprims von Zwagoth Klaar erstellt waren, viele Prim-Lichtstrahlen, die beim Zoomen mit der Kamera für manche Flüche sorgten, und kleine Partikellichter, die zufällig irgendwo erscheinen und genauso zufällig wieder verschwinden.


Da die Region seit 2008 nicht geändert wurde, liegt die Anzahl der verbauten Prims mit 3.100 noch unter der alten Grenze einer Homestead, bevor das Prim-Upgrade auf 5.000 LI erfolgte. Ebenso gibt es auf Chakryn kein einziges Mesh-Objekt. Was mich bei meinem Rundgang etwas gestört hat, waren die vielen Tip Jars in Form von roten Blumen. Ein Tip Jar zum abfedern der Simkosten ist ja okay. Aber zwanzig Tip Jars wirken dann doch etwas zu aufdringlich. Ein weiterer Punkt, warum dies hier kein Simtipp ist.


Das oben erwähnte Versteck im Berg ist auch ohne die Bergkuppe immer noch vorhanden. Man muss durch einen Höhlengang laufen, bis man irgendwann runterfällt. Der Raum hat zwar kaum sehenswerten Inhalt, aber wenn man auf die andere Seite läuft und dann in Richtung der Wand schaut, an der man runtergefallen ist, bietet sich dieses surreale Bild:


Trotz aller Kritik hier im Beitrag, fand ich meinen Besuch von Chakryn nostalgisch gut. Zu der Zeit als diese Region eröffnet wurde, war für mich SL das Größte seit der Erfindung des Internets. Und Chakryn war damals ein Teil dieses Tagtraums...

>> Teleport zu Chakryn Forest

Link:

Sonntag, 25. August 2019

[Sim-Klassiker] - Erinnerungen an...Privateer Space

Letzten Juni hatte ich eine kleine Serie über Sim-Klassiker begonnen, die für mich auch viele Jahre nach ihrem Verschwinden aus Second Life immer noch gut in Erinnerung sind. Deshalb erinnere ich über den Sommer hinweg immer mal wieder an solche Regionen, wenn nicht gerade andere interessante Themen anstehen.

Etwas mehr dazu, hatte ich in meinem ersten Blogpost geschrieben. Lange Beiträge will ich in dieser Serie aber vermeiden. Deshalb gibt es auch immer nur ein Foto pro Rückblick.

8. Privateer Space

Von Mitte 2007 bis Mitte 2008 hatte Aley Arai eine Region mit dem Namen "Privateer Space" in Second Life. Aley Aray war die zweite Inkarnation von Arcadia Asylum. Und nach der Schließung ihrer Region, die auch das Ende von Aleys Account war, kam sie dann als Aley Resident wieder. Ich habe unten einen Link zu einem Blogpost von mir eingefügt, der diese Zusammenhänge etwas ausführlicher erklärt.

Privateer Space war damals absolut einmalig in Second Life und ist es auch bis heute geblieben, denn dieses Konzept habe bisher nirgendwo mehr gesehen. Aley stapelte etwa 12 Würfel mit einer Kantenlänge von 256 Meter übereinander auf dem Simboden. Das Ganze türmte sich also etwa 3.000 Meter in den Himmel.

Innen waren die Würfel mit Weltall-Texturen versehen und an den Berührungsflächen gab es runde Durchgänge, die als Weltraumwirbel und Schwarze Löcher gestaltet waren. Unten auf dem Simboden war eine Mondoberfläche. In jedem darüberliegenden Würfel folgten dann verschiedene Weltraumszenen mit Raumstationen, Asteroidenfeldern, Raumschiffflotten, einer Weltraumbar und vielem mehr.

Einer der Würfel enthielt sogar eine Ringwelt. Auf der Innenseite eines simgroßen Rings um eine Sonne herum, gab es üppige Natur und Wohnungen für Menschen. Man konnte den Ring auf beiden Seiten soweit hochlaufen, bis der Boden zu steil wurde und der Avatar wieder heruntergefallen ist.

Privateer Space / Quelle: Lemon SL [not Lem On SL]
Ich war auf dieser Region in meinem ersten SL-Jahr fast jede Woche. Denn Aley stellte alle ihre Raumschiffe und Shuttles als Freebies zur Verfügung. Ich habe noch heute den Ordner mit den ganzen Vehikeln in meinem Inventar. Mein Favorit ist der Space-Bug, der eines der besten Flugskripte hat, die es damals in SL gab.

Am 30. Juni 2008 meldete dann Bettina Tizzy in ihrem NPIRL-Blog, dass die Region von Aley gesperrt wurde bis auf einen kleinen Landepunkt. Dort war auf einem Schild zu lesen, dass die Region wegen einem Streit mit Linden Lab geschlossen wurde. Linden Lab soll dabei eine Klärung mit Aley abgelehnt haben. Das Ganze wurde danach im Second Life Forum noch ausführlich diskutiert. Die Region wurde dann kurze Zeit später ganz aus dem SL-Grid entfernt.

Ich hatte damals jede Menge Fotos auf Privateer Space gemacht. Aber die habe ich bei irgendeinem PC-Wechsel leider alle verloren. Deshalb habe ich das Foto hier oben aus dem Blog von Lem Skall entliehen.

Hier noch ein Video vom November 2008, das BuckFlintlock erstellt hat. Zu diesem Zeitpunkt war die Region bereits verschwunden. Das Video ist auch nur in 480p aufgenommen worden. Das war 2008 ein verbreitetes Format für Machinima. Deshalb sieht es ziemlich unscharf aus.

Privateer Space




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  1. Black Swan
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  6. The Quiet
  7. Nemo II

Freitag, 16. August 2019

[Sim-Klassiker] - Erinnerungen an...Nemo II

Letzten Juni hatte ich eine kleine Serie über Sim-Klassiker begonnen, die für mich auch viele Jahre nach ihrem Verschwinden aus Second Life immer noch gut in Erinnerung sind. Deshalb erinnere ich über den Sommer hinweg immer mal wieder an solche Regionen, wenn nicht gerade andere interessante Themen anstehen.

Etwas mehr dazu, hatte ich in meinem ersten Blogpost geschrieben. Lange Beiträge will ich in dieser Serie aber vermeiden. Deshalb gibt es auch immer nur ein Foto pro Rückblick.

7. Nemo II

Zwischen März und Oktober 2010 hatte Sextan Shepherd in Second Life auf einer Full-Sim eine dreiteilige Steampunk-Installation mit dem Namen "Nemo" aufgebaut. Alle drei Teile waren damals absolut sehenswert und die Region zog Tausende von Besuchern an.

Mein persönlicher Favorit war der zweite Teil die Trilogie, eben "Nemo II". Der erste Teil war ein Unterwasserhabitat mit vielen Referenzen zur Forschung von Nikola Tesla. Der zweite Teil befand sich dann über Wasser und bestand aus einer kleinen Stadt mit einem Observatorium, einer Mine mit vielen Maschinen und einer unglaublich schönen Version der Nautilus aus dem Roman von Jules Verne.

Der dritte Teil bestand dann aus einer fliegenden Stadt über der Region. Alle drei Teile waren additiv. Die vorherigen Installationen wurden also nicht abgebaut, sondern konnten weiter besucht werden. Was Sextan Shepherd bis Oktober 2010 da kreierte, gilt auch heute noch als eine der besten Regionen, die Second Life bisher hatte.

"Nemo II" von Sextan Shepherd
Im September 2010 war die Region so beliebt, dass sogar Linden Lab ein langes Interview mit Sextan im SL-Blog veröffentlichte. Außerdem hatte Linden Lab auch noch ein Video zur gesamten Trilogie erstellt, das zwar nicht öffentlich gelistet ist, aber dafür mit über 35.000 Aufrufen ziemlich oft gesehen wurde. Ich habe es unten eingebettet.

Nach Nemo beteiligte sich Sextan noch an mehreren anderen Projekten, wie zum Beispiel eine Installation auf dem SL8B im Jahr 2011. Und auf der Region, auf der Nemo aufgebaut war, öffnete er einen Shopping Park, in dem man seine Kreationen besichtigen und auch gleich kaufen konnte. Im September 2011 kündigte Sextan dann an, dass er sich aus Second Life zurückzieht, um an einem RL‑Projekt zu arbeiten.

Nemo Trilogy - Second Life Destination Guide




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Donnerstag, 8. August 2019

Wiederentdeckt - Die Brückenregionen von Germany in 3D

Heute gibt es mal keinen Simtipp, sondern eine kleine in Reise in die Vergangenheit der deutschsprachigen Second Life Community. Wer schon etwa zehn Jahre in Second Life unterwegs ist, wird sich an diese Zeit wahrscheinlich noch erinnern.

Am 1. August 2009 wurde im SL-Grid der Minikontinent Germany in 3D eröffnet. Das war ein Zusammenschluss der Stadtregionen von Berlin, Köln, München, Koblenz und der fiktiven Stadt "Sub Lupina" von Laurina Hawks. Die meisten Städte hatten jeweils mehrere zusammenhängende Regionen. Berlin sieben, Köln fünf und München zwei.

Die Regionen von Germany in 3D
Katrin Linden schrieb zur Eröffnung von Germany in 3D das Folgende im SL-Blog:
Eine Initiative für die deutschsprachige Second Life Community steht kurz davor, ins Leben gerufen zu werden. "Germany in 3D" ist ein Projekt von mehreren deutschen Community Gateways und Einwohner-Gruppen, welche ihre Regionen auf der Second Life Karte zu einem neuen Kontinent zusammengeführt haben. Ziel ist es, den deutschsprachigen Second Life Einwohnern eine verbesserte "inworld"-Erfahrung zu ermöglichen. Jeder, der auf der Suche nach deutschen Läden, Bars, Städten und deutscher Kultur ist, wird in "Germany in 3D" auf seine Kosten kommen.

Arena auf "Bach". Hauptlandepunkt für Besucher von G3D
Verbunden waren alle Städte mit Hilfe von vier Brückenregionen, die kostenlos von Linden Lab zur Verfügung gestellt wurden. Das waren Bach, Schiller, Beethoven und Goethe. Nachdem dann immer mehr Regionen den Germany in 3D Verbund verlassen haben, blieben am Schluss nur noch diese Verbindungsregionen und newBerlin übrig. Wobei newBerlin keine direkte Anbindung mehr an die Brückenregionen hat.

Region "Bach"
Dafür hat sich später die Meisterbastler-Region an die Brückenregionen andocken können. Die Hintergründe dazu kenne ich nicht. Sie waren meines Wissens aber nicht Bestandteil des ursprünglichen G3D-Projekts.

Jedenfalls hat es mich kürzlich gewundert, dass Linden Lab immer noch diese vier Brückenregionen im Grid belässt und bin sie dann einfach mal von Nord nach Süd abgelaufen.

Region "Bach"
Lustig ist es an den Rändern der Regionen, an denen immer noch Schilder und Straßen auf die anderen Stadtregionen hinweisen und an der Grenze abrupt abgeschnitten sind. Aber auch überall in der Mitte der Brückenregionen, findet man noch viele Schilder und Hinweise auf dieses Projekt aus der Vergangenheit. Es sieht dort so aus als wäre die Zeit stehengeblieben.

Hier ging es einmal auf die Kölner Regionen / Region "Bach"
Leider habe ich aktuell nicht die Zeit, zu diesem Thema etwas tiefer zu recherchieren. Soweit ich weiß, sollten die Brückenregionen für gemeinsame Events und Kulturangebote der anliegenden Regionen genutzt werden. Gestaltet wurden sie damals von den deutschsprachigen Mentoren, die zu dieser Zeit spezielle Berechtigungen von Linden Lab erhalten hatten.

Konferenzcenter auf der Region "Schiller"
Hier nur eine kurze Beschreibung, was ich bei meinem Rundgang über die vier Regionen gesehen habe.

Region "Bach"

Das war die offizielle Landezone für alle Besucher von Germany in 3D. Es gibt dort Informationen zu den anderen Regionen, viele Teleport-Schilder und Bach war auch ein Verkehrsknotenpunkt, von dem aus mehrere Vehikel zu Land, Wasser und in der Luft die Besucher auf die anderen Regionen brachten. Außerdem wurde die Region für Veranstaltungen von Germany in 3D genutzt, wie zum Beispiel die zu Beginn erwähnte Eröffnungsfeier.

Die ersten fünf Fotos hier im Beitrag stammen alle von der Region Bach.

>> Teleport zu Bach

Region "Schiller"
Region "Schiller"

Auf dieser Region gibt es im Wesentlichen ein großes Konferenzcenter und ein großes Riesenrad. Alles andere ist eher Kleindekoration. In einer Art Stelzenhaus war (ist) das Heim von Monalisa Robbiani, eine der Mentorinnen von G3D. Ich habe sie aber schon lange nicht mehr in Second Life gesehen.

>> Teleport zu Schiller

Auf den Brückenregionen sind alle Gebäude öffentlich. Deshalb hier ein Blick in die Behausung von Monalisa Robbiani.
Region "Schiller"
Region "Beethoven"

Diese Region wird als Kulturdorf bezeichnet und ist die bei weitem interessanteste von den Brückenregionen. Es gibt zwei Stadtteile, einen älteren mit Fachwerkhäusern und einen moderneren, mit Großstadtflair. Dort fahren auch ein paar autonome Vehikel herum.

Region "Beethoven"
Die für mich größte Überraschung war aber, dass die komplette Ausstellung "Berliner Mauer 2011" immer noch dort aufgebaut ist. Das Projekt startete am 13. November 2011 mit der Idee, virtuelle Mauerstücke an Einwohner und Künstler aus Second Life zu vergeben. Diese konnten die Mauerstücke nach eigenen Vorstellungen gestalten und texturieren. Die insgesamt 37 eingereichten Arbeiten wurden dann auf Beethoven und Goethe ausgestellt.

Region "Beethoven"
Region "Beethoven"
Ich war im Januar 2012 selbst auf der Vernissage und habe mir die Ausstellung angesehen. Warum ich darüber keinen Blogpost geschrieben habe, ist mir unbegreiflich. Da muss ich wohl einen Blackout gehabt haben. Jedenfalls habe ich mir diese Woche bei meinem Rundgang die Ausstellung noch einmal in Ruhe angesehen und sie hat nichts von ihrem künstlerischen Ausdruck verloren.

Region "Beethoven"
Viele bekannte Künstler aus Second Life, haben so ein Stück Mauer gestaltet. Darunter Rose Borchovski, Bryn Oh, Thierry Noir, Tyrehl Byk oder Asmita Duranjaya. Wer die Ausstellung noch nicht kennt, dem empfehle ich mal eine Besichtigung. Sie beginnt in der Nähe meines Landepunkts (siehe Teleport unten), verläuft dann zwischen den Fachwerkhäusern hindurch und zieht sich ein gutes Stück am dahinterliegenden See entlang.

Region "Beethoven"
Das Mauerstück von Rose Borchovski / Region "Beethoven"
An dem See hinter der Altstadt, habe ich dann auch eine Skulptur von Light Waves entdeckt. Die ist von 2009, aber auch heute noch ein SL-Masterpiece. Auf dem Foto unten ist sie etwas schlecht auf der rechten Seite zu sehen.

Region "Beethoven"
>> Teleport zu Beethoven


Region "Goethe"

Die südlichste Region ist hauptsächlich eine ländliche Landschaft mit einer Eisenbahntrasse, die auf die Meisterbastler-Regionen führt. Mittelpunkt der Region ist das Goethe-Haus mit einer Ausstellung von Bildern und anderen Exponaten über den bekannten Dichter.

Region "Goethe"
Rechts das Goethe-Haus / Region "Goethe"
>> Teleport zu Goethe

Ob die Region "Novalis" auch noch zu den Brückenregionen gehört, weiß ich nicht. Ich glaube das war früher ein Teil von Sub Lupina. Auf Novalis gibt es eine kleine Insel mit einen verfallenen Haus darauf. Da mir das Motiv gefallen hat, gibt es davon nun auch noch ein Foto zum Abschluss.

Region "Novalis"
Ich weiß nicht, ob Linden Lab diese Regionen vergessen hat oder ob sie bewusst im Grid bleiben dürfen. Einen bestimmten Zweck scheinen sie nicht mehr zu haben. Wenn man allerdings den künstlerischen Wert der Ausstellung "Berliner Mauer 2011" hinzuzieht, dann haben zumindest die beiden Regionen, auf denen sich Exponate davon befinden, eine absolute Daseinsberechtigung.

Links:

Samstag, 3. August 2019

[Sim-Klassiker] - Erinnerungen an...The Quiet

Vor einigen Wochen hatte ich eine kleine Serie über Sim-Klassiker begonnen, die für mich auch viele Jahre nach ihrem Verschwinden aus Second Life immer noch gut in Erinnerung sind. Deshalb erinnere ich über den Sommer hinweg immer mal wieder an solche Regionen, wenn nicht gerade andere interessante Themen anstehen.

Etwas mehr dazu, hatte ich in meinem ersten Blogpost geschrieben. Lange Beiträge will ich in dieser Serie aber vermeiden. Deshalb gibt es auch immer nur ein Foto pro Rückblick.

6. The Quiet

"The Quiet" ist eine der Installationen von AM Radio in Second Life gewesen. Der hatte zwischen 2008 und 2011 auf vielen Regionen viele Installationen. Die meisten davon auf Regionen, die von den IDIA Laboratories der Ball State University (Indiana/USA) gesponsert wurden.

Ich hätte als Sim-Klassiker eigentlich jede Installation von AM Radio auswählen können, denn die waren alle gut. Am Ende dieses Beitrags habe ich ein Video von Ziki Questi eingefügt, das einige von diesen Regionen zeigt, beginnend mit "The Quiet".

Weitere Installationen von AM Radio waren "The Far Away", "Marat", "Superdyne", "Surface", "The Ferry" und "A Little Further Than Before".

"The Quiet" von AM Radio
The Quiet war eine minimalistische Installation. Eine Region komplett mit Schnee bedeckt und mit nur wenigen Objekten. Dennoch hatte AM dort einige innovative Techniken für den damaligen Stand von SL verwendet. Soweit ich weiß, war The Quiet eine der ersten Regionen, die ein Sim-Surround in Second Life nutzte. Damit wurde eine endlose Schneedecke simuliert. In der Zeit vor der Einführung von Mesh, musste sich AM für den Surround an den Megaprims von Gene Replacement bedienen.

Eine weitere Innovation war der leichte Schneefall, der auf der gesamten Region herunter rieselte, ohne Lag zu erzeugen. Wie er das gemacht hat, weiß ich bis heute nicht. Denn das waren keine Partikelemitter.

AM veränderte The Quiet auch mehrfach und vergab dann immer neue Namenszusätze. Mein Foto hier oben und das Video unten, kommen von der Version "The Quiet: Further Away and Further Apart". Leider wurden alle AM Regionen geschlossen. Und zwar nur ein paar Wochen bevor ich meinen Blog hier gestartet habe. Ansonsten hätte ich bestimmt einen Simtipp dazu geschrieben.

Eine Installation von AM Radio gibt es allerdings noch in Second Life. Das ist "The Far Away" (Teleport). Soweit ich weiß, wird das Land seit dem Ende von IDIA Lab von Ziki Questi bezahlt, damit diese letzte Reminiszenz an den SL-Künstler erhalten bleibt. Wer die Parzelle besucht, sollte unbedingt die Sichtweite auf 150 Meter oder höher stellen, damit die Fotowände um die Parzelle geladen und angezeigt werden.

Hier das gute Video von Ziki Questi, in dem einige Installationen von AM Radio zu sehen sind. Gleich am Anfang sind Aufnahmen von "The Quiet".

AM Radio at IDIA Laboratories

AM Radio at IDIA Laboratories from Ziki Questi on Vimeo.


Links:

Bisherige Beiträge:
  1. Black Swan
  2. Alpha & Omega Point
  3. Spencer Museum of Art
  4. BladeRunner City
  5. Greenies Home

Dienstag, 30. Juli 2019

[Sim-Klassiker] - Erinnerungen an...Greenies Home

Vor einigen Wochen hatte ich eine kleine Serie über Sim-Klassiker begonnen, die für mich auch viele Jahre nach ihrem Verschwinden aus Second Life immer noch gut in Erinnerung sind. Deshalb erinnere ich über den Sommer hinweg immer mal wieder an solche Regionen, wenn nicht gerade andere interessante Themen anstehen.

Etwas mehr dazu, hatte ich in meinem ersten Blogpost geschrieben. Lange Beiträge will ich in dieser Serie aber vermeiden. Deshalb gibt es auch immer nur ein Foto pro Rückblick.

5. Greenies Home

Wer meine bisherige Klassiker-Serie verfolgt hat und schon 2008 in Second Life war, hat bestimmt selbst schon mal kurz an die Region "Greenies Home" gedacht. Dieses von der Rezzables Gruppe erstellte Riesenhaus mit den grünen Aliens, ist auch heute immer noch Kult in Second Life und an vielen Orten findet man noch Objekte und Szenen aus dieser Installation.

Wer die Greenies nicht mehr kennenlernen durfte: Die Rezzables hatten auf Greenies Home ein riesiges Zimmer und einen Garten in der Größe einer gesamten Region geschaffen. Neben der gigantischen Inneneinrichtung gab es viele Szenen mit kleinen grünen Aliens (eben die "Greenies"), die sich in dem Riesenzimmer amüsierten. Die Greenies und die Szenen wurden überwiegend von Starax Statosky (alias Light Waves) erstellt.

Greenies - HOME
Greenies Home / Quelle: Daniel Voyager / Flickr
Als ich das erste Mal das Greenies Zimmer mit meinem Avatar durch das Puppenhaus betreten habe, war das ein surreales Gefühl. Genauso surreal war es, mit dem Avatar zum Beispiel vom Bügelbrett zum Kühlschrank zu fliegen. Und wer die Region genauer erkundete, konnte viele versteckte Plätze entdecken. Unterm Kühlschrank, in der Schrankschublade oder im Mausloch in der Wand.

Eröffnet wurde Greenies Home im August 2007 und geschlossen wurde die Region am 23. Juni 2010. Soweit ich weiß, war das auch die letzte der Rezzables Regionen, die in Second Life verschwunden ist. Da ich kein eigenes Bild mehr auf meiner Festplatte von den Greenies gefunden habe, muss ich mich in der Flickr-Gruppe bedienen. Daniel Voyager hat beim schnellen Durchsehen das Foto mit der besten Gesamtansicht des Zimmers erstellt.

Video
Es gibt ein offizielles Video von der Greenies Region, das von Rezzables in Auftrag gegeben wurde. Das ist mir aber etwas zu theatralisch und man sieht auch nicht so viel von der Installation. Kurz bevor die Greenies aus Second Life verschwanden, erstellte Adeon Writer ein gutes Video mit der Flycam, in dem man so gut wie jede Ecke gezeigt bekommt. Hier ist es.

Flying around Greenies in Second Life (RIP Greenies)



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