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Samstag, 28. November 2020

Das "Bootshaus" in Sansar und Lost Horizon kehrt zurück

Quelle: Sansar

Wegen dem langen Thanksgiving-Wochenende gibt es von Linden Lab und im SL-Blog keine neuen Meldungen, über die ich bloggen könnte. Also gibt es mal wieder etwas von der Ex Linden Lab Plattform Sansar, zu der ja 16 Mitarbeiter von Linden Lab gewechselt sind, als die Plattform an Wookey Technologies verkauft wurde.

Im Laufe der letzten Woche gab es zwei Meldungen zu Sansar, die in der Presse wieder mal für etwas mehr Aufmerksamkeit gesorgt haben. Zunächst hat der deutsche Club Bootshaus aus Köln eine Repräsentanz in Sansar aufgebaut. Wegen COVID-19 ist der Club im RL zur Zeit geschlossen. Also haben die Betreiber einen virtuellen Club erstellt und am Samstag, den 28. November 2020, findet dort der erste Event statt. Weitere sind bereits angekündigt.

Der Club wurde in Sansar sehr exakt dem Original nachgebaut, inklusive des Außenbereichs. Gespielt wird im Bootshaus laut Wikipedia Techno, Electro House, Trap und Dubstep. Im internationalen DJ Mag wurde das Bootshaus auf Platz 6 der besten 100 Clubs der Welt gewählt. Im deutschsprachigen Faze Mag auf Platz 2.

Das virtuelle Bootshaus / Quelle: Bootshaus VR
Um die Events mitzuerleben, kann man entweder in Sansar einloggen (mit oder ohne VR-Brille) oder man schaut einem der Livestreams auf YouTube, Twitch oder Facebook zu. Eine weitere Möglichkeit ist die Sansar App für Android oder iOS, in der sich verschiedene Kameraperspektiven auf den DJ auswählen lassen. Der Event läuft am 28. November von 17:40 Uhr bis 21:15 Uhr MEZ.

Von den vielen Berichten über das virtuelle Bootshaus hier nur exemplarisch drei Quellen:


Weitere Links:


Update 28.11.2020:

Der Livestream auf Twitch ist cool, mit einer individuell gesteuerten Kamera und ca. 21.000 Leute schauen zu.


Lost Horizon mit neuen Events in Sansar

Die zweite Meldung zu Sansar lautet, dass die Macher des Glastonbury Festivals, die im Juli mit dem Lost Horizon Festival in Sansar den bisher größten Event dieser Art veranstaltet hatten (4,36 Millionen Besucher), im Dezember eine ganze Serie von Events nach gleichem Muster durchführen wird. Der Höhepunkt soll dann am 31. Dezember ein 24-stündiger DJ-Marathon werden, bei dem in 12 Zeitzonen 12 Mal das neue Jahr gefeiert wird (mit Countdown und so).

Lost Horizon Festival / Quelle: Sansar Events
Der erste Event aus dieser Serie wird am 12. Dezember stattfinden und heißt LOST HORIZON - HospitalityDnB. Alle bisher bekannten Events sind auf der Lost Horizon Live Homepage aufgelistet. Auch hierzu wird es wieder Livestreams auf YouTube, Twitch und Facebook geben.

Weitere Links:

Sonntag, 25. Oktober 2020

Melatopia 2020: Sansar veranstaltet erneut Musikfestival

Quelle: Sansar

Am 3. und 4. Juli 2020 gab es in Sansar das Lost Horizon Festival, das von Sansar Studios (bestehend aus 16 ehemaligen Lindens) und dem Shangri-La-Team vom Glastonbury Festival organisiert wurde.

Laut einem Artikel im IQ Magazin haben am Lost Horizon Festival weltweit rund 4 Millionen Menschen aus 100 Ländern teilgenommen. Davon waren zwar die wenigsten direkt in Sansar, sondern haben die Livestreams auf YouTube und Twitch verfolgt, aber dennoch hat dieser Event die Plattform Sansar ziemlich bekannt gemacht.

Vor etwa einer Woche wurde nun angekündigt, auch das Melatopia Festival wegen Covid-19 virtuell zu veranstalten und dazu wieder Sansar als Plattform zu nutzen. Veranstalter ist Nutkhut, Mela Partnership und Remarkable Productions, die sich mit dem Shangrila Team des Lost Horizon Festivals zusammengetan haben. Das Festival findet am 7. und 8. November 2020 in Sansar statt und wird auch wieder auf YouTube und Twitch live übertragen.

Quelle: London Mela Blog
Das Melatopia 2020 ist die 18. Ausgabe des jährlichen südasiatischen Kulturfstivals, bei dem südasiatische Musik (hauptsächlich aus Indien), Tanz, Essen und Kultur im Mittelpunkt stehen. Normalerweise wird das Festival im Southall Park in London durchgeführt. Southall ist ein Stadtteil, der wegen der vielen indischen Bewohner auch "Little India" genannt wird.

Anders als bei Lost Horizon, wird es bei Melatopia neben DJs auch Livemusik und Tanzaufführungen geben. Vermutlich so ein bisschen wie Bollywood, denn das Line-up legt das nahe. Die Hauptakts sind Raja Kumari, Panjabi MC, Juggy D zusammen mit Pandit, Ram, Sahai, Sangeet und Vidhyalaya (genannt "PRSSV"), Chand Ali Khan und Celina Sharma. Zumindest Panjabi MC kenne ich noch aus dem Jahr 2009. :)

Das Festival wurde auf der Sansar Event-Seite noch nicht eingetragen. Wenn dies geschieht, sollte er hier zu finden sein. Ich werde wahrscheinlich beim Event auch mal kurz reinschauen, so wie bei Lost Horizon, denn das war schon ganz gut gemacht und hatte eine Dynamik, die man so in Second Life aufgrund der betagten Technologie nicht hinbekommt. Allerdings bin ich nicht so der Fan von indischer Pop- und Rap-Musik.

Zum Schluss noch das Ankündigungsvideo von der London Mela Homepage:

The London Mela presents MELATOPIA



Links:


Mittwoch, 8. Juli 2020

Sansar startet Partnerschaft mit VRAM für Festival Serie

Quelle: Sansar
Letztes Wochenende hatte ich hier von meinem kurzen Besuch des Lost Horizon Festivals in Sansar berichtet. Die Resonanz von anderen Besuchern ist im Nachhinein ziemlich gut.

Es gibt mehrere Artikel, die das als Durchbruch bei virtuellen Veranstaltungen dieser Art bezeichnen. Zum Beispiel schrieb Kyle Melnick von VRScout:
Anstatt die Feier ganz abzusagen, hat sich das Shangri-La-Team aus Glastonbury mit der sozialen VR-Plattform Sansar zusammengetan, um das Glastonbury-Erlebnis als Teil einer zweitägigen Online-Veranstaltung in die Virtual Reality zu bringen, was alle meine Erwartungen völlig übertroffen hat. Live-Musik, zum Nachdenken anregende Kunst und die Erstellung unabhängiger Filme - all das kam zusammen, um eine der denkwürdigsten sozialen Erfahrungen zu schaffen, die ich je mit einem VR-Headset gemacht habe.

Horizon Festival / Quelle: VRScout
Der VRScout hat auch ein kurzes Video mit einer Zusammenfassung des Wochenendes erstellt. Ich habe es hier am Ende eingebettet. Die meisten positiven Stimmen gab es auf dem Sansar Twitter-Kanal. Und das nicht nur von Langzeit-Sansar-Nutzern, sondern auch von Besuchern, die wegen dem Festival zum ersten Mal dort eingeloggt haben.

Die Gas Tower Stage am 3. Juli (eigens Foto)
Auf Twitter hat Loki Eliot auch darauf aufmerksam gemacht, dass Sansar bereits am 29. Juni 2020 eine dauerhafte Partnerschaft mit VRJAM angekündigt hat, um den Lost Horizon Event zu einer dauerhaften Veranstaltung in Sansar zu machen. Darüber berichteten sowohl Auganix als auch der relativ seriöse Business Wire. Man will zunächst bis zum Ende des Jahres diese Events noch mehrfach wiederholen und anderen DJs und Performern die Möglichkeit geben, dort aufzutreten.

Beide Artikel berichten auch darüber, dass Sansar eine weitere Kooparation mit Agora eingegangen ist, um eine mobile Sansar-App für Android und iOS zu entwickeln. Die wurde kurz vor dem Festival veröffentlicht, worüber ich ja in meinem letzten Bericht bereits etwas geschrieben hatte. Diese App überträgt allerdings nur einen Livestream von einem gerade laufenden Event in Sansar.

Ich habe das am Samstag noch ausprobiert. Man kann zwischen mehreren Kameras wählen, die in der Event-Venue platziert wurden. Bei Lost Horizon war das zum Beispiel der Blick auf den DJ und eine Ansicht auf die tanzenden Avatare von schräg oben. Leider habe ich vergessen am Samstag einen Screenshot zu machen. Aktuell zeigt die App das hier an, wenn ich sie öffne:

Die Sansar App für Android (auf VirtualBox)
Wer sich wundert: Ich habe Android 9.0 in VirtualBox unter Windows installiert. Bevor ich irgendwas auf mein Handy lasse, teste ich das immer erst in dieser virtuellen Maschine.

Hier noch ein Absatz aus dem Bericht von VRScout:
Im vergangenen März verkaufte Sansars ursprünglicher Entwickler Linden Lab die Plattform an die Wookey Project Corp., nachdem sie beschlossen hatten, sich wieder auf Second Life zu konzentrieren. Obwohl Wookey Project Corp. erklärte, dass es während des Übergangs keine Unterbrechungen bei den Erfahrungen geben würde, fragten sich viele, was genau die Zukunft der ehrgeizigen sozialen VR-Plattform bringen würde. Ausgehend von "Lost Horizon" ist klar, dass sich das Unternehmen nach wie vor stark für die Idee von virtuellen Großveranstaltungen engagiert. Ich persönlich kann es kaum erwarten, zu sehen, was sie als nächstes auf den Tisch bringen. Virtuelles Coachella? Digital Burning Man?

Und hier noch eine von vielen positiven Stimmen auf Twitter zum Lost Horizon Event:


Es könnte also sein, dass Sansar unter Wookey jetzt doch noch das wird, was Linden Lab zwei Jahre vergeblich versucht hatte. Eine virtuelle Welt, die genug Nutzer generieren kann, um für den Betreiber zu einem Geschäftsmodell zu werden. Ich dachte, dass ich nach dem Verkauf von Sansar nicht mehr viel zu dieser Plattform bloggen würde. Aber nun ist mein Interesse durch dieses Festival wieder geweckt worden. Vielleicht schafft es Wookey irgendwann mal, einen Liveact wie Depeche Mode oder ähnlichem Bekanntheitsgrad in Sansar auftreten zu lassen. Für so was würde ich dann auch mal 20 Euro bezahlen.

Hier noch das Video von VRScout:

Inside Glastonbury's Insane VR Music Festival - Lost Horizon 2020 on Sansar



Links:

Samstag, 4. Juli 2020

Ein paar Eindrücke vom Lost Horizon Festival in Sansar

Quelle: Sansar
Ich war heute den ganzen Abend in irgendwelchen Internetplattformen unterwegs. Erst Star Citizen, dann Second Life und bis eben in Sansar. Deshalb wird es jetzt etwas knapp mit Bloggen. Mal sehen, was ich heute noch hinbekomme.

Vor fast einem Monat hatte ich hier auf einen recht großen Event aufmerksam gemacht, der am 3. und 4. Juli 2020 in Sansar stattfindet. Das Sansar Studios Team, bestehend aus 16 ehemaligen Linden Lab Mitarbeitern, sowie das Shangri-La-Team vom Glastonbury Festival in Großbritannien, haben für Lost Horizon über 50 bekannte DJs aus den Bereichen EDM, Trance, Goa, Techno, Psy, House und Nu Jazz gewinnen können.

Das ist die Landezone für den Event. Es gibt fünf Portale zu den einzelnen Angeboten.
Einige Avatare im Landebereich
Heute und morgen wird dann jeweils zwölf Stunden lang auf drei Bühnen aufgelegt. Nach deutscher Zeit (MESZ) von 16:00 Uhr bis 4:00 Uhr nachts. Die Bühnen heißen Gas Tower, Nomad Stage und Freedom Stage. Wobei im Gas Tower die Hauptacts auflegen. Bei meinem Besuch waren bis zu 225 Avatare an der Gas Tower Bühne. Der gesamte Event war (und ist immer noch) ziemlich gut besucht.

Die Gas Tower Stage
Allerdings sind auch viele Newbies auf der Strecke geblieben. Wer sich zum ersten Mal einloggt, landet im Nexus. Das ist sowas wie ein Community Gateway in Second Life. Eigentlich muss man dort nur in die Struktur laufen, auf der "Lost Horizon" in großen Buchstaben steht. Doch wer zum ersten Mal in Sansar einloggt, hat vielleicht andere Probleme als das Rätsel zu lösen, wie man zum Festival kommt.

Mein Avatare ist etwas unterhalb der Bildmitte mit der hellen Hose.
Auf dem Festival landet man dann zunächst in einer weiteren Landezone. Die war bei meinem Besuch völlig überfüllt. Und das hatte einen Grund. In der Landezone gibt es fünf Portale zu den Festival-Instanzen. Drei führen zu den Bühnen, dazu kommt noch eine Ausstellung von Glastonbury Bildern in der "ShangrilART" Experience und ein Übertragungsraum für Dokumentationen zum Festival in der "SHITV" Experience. Doch keines der Portale funktionierte. Statt teleportiert zu werden, lief man permanent gegen eine unsichtbare Wand.

Zum Zeitpunkt dieses Screenshots waren 330 Avatare auf dem Festival.
Hätte nicht jemand im globalen Chat geschrieben, dass man jede Stage auch über das "Codex"-Menü im Viewer auswählen kann, wäre ich wohl auch nicht zum Gas Tower gekommen. Aber als ich das dann geschafft hatte, war es schon ziemlich cool dort. Die Musik ist zwar nicht ganz so mein Wohlfühlbereich, aber die Lightshow und die agilen anderen Besucher regten mich dann schon dazu an, auch mal ein paar Dance-Animationen abzuspielen.

Trance Maddy...
Auf dem Foto oben und unten sieht man meinen Avatar. Unten zwischen den beiden Damen im Hintergrund. Ich habe den mal etwas spacig gestaltet (Spock lässt grüßen), damit ich nicht wie ein Grufti rüberkomme. :)

...im Rausch der Klänge
Leider funktionierte in meinem Viewer die Flycam nicht. Immer, wenn ich sie aktivieren wollte, gab es nur einen komischen Ton im Viewer. Und so musste ich alle Bilder im Mouselook oder mit meinem Avatar als Mittelpunkt aufnehmen.

Die DJs waren nicht als Avatare auf der Bühne, sondern es wurde ein animiertes RL-Livebild hinter dem Mischpult projiziert, das die Performer bei der Arbeit zeigt. Zu sehen auf meinem letzten Bild hier unten, an der oberen Kante rechts.


Insgesamt dürfte Wookey mit diesem Event erfolgreich sein. Über die gesamten 12 Stunden des ersten Tages waren sicher weit über 1.000 Besucher dort. Und es ist ja erst Halbzeit. Ich bin jetzt auch etwas angefixt, denn ein Event mit so vielen Avataren ohne Lag zu erleben, ist für mich neu.

Ach so, es gibt inzwischen auch eine kostenlose Sansar-App für mobile Android und iOS Geräte. Das war mir auch neu. Allerdings nicht zum Steuern durch die 3D-Welt, sondern der Avatar wird einfach bei einem Live-Event irgendwie vor der Bühne platziert und man sieht dann einen Teil der Umgebung. Ich werde das morgen mal ausprobieren, wenn der Lost Horizon Event fortgesetzt wird.

Links:

Mittwoch, 10. Juni 2020

Lost Horizon: Sansar veranstaltet bedeutendes Musikfestival

Quelle: Sansar
Ich bin aktuell im RL in einer Zeitfressspirale gefangen, bei der es mir nicht gelingt, sie loszuwerden. Seit zehn Tagen passieren lauter Dinge, mit denen ich nicht gerechnet habe. Die alle aufzuzählen, würde einen eigenen Blogbeitrag füllen. Nur mal ein Beispiel: Vor zwei Tagen ist mir eine Füllung aus einem Zahn herausgefallen. Tut zwar nicht weh, muss aber gemacht werden. Wegen Corona (aktuelle Regel: immer nur 1 Patient im Wartezimmer) muss ich terminlich nehmen was mir angeboten wird. Passte natürlich gar nicht bei mir.

So, wegen der üblichen Zeitnot gibt es heute wieder Quickies. Einen habe ich aus einem Artikel auf New World Notes vom letzten Montag. Wagner James Au berichtete, dass Sansar Betreiber Wookey vom 3. bis 4. Juli ein sehr hochkarätiges Musikfestival veranstalten wird. Als Top-Performer sind Fatboy Slim, Carl Cox und Jamie Jones angekündigt. Insgesamt sollen mehr als 50 Performer während des zwölfstündigen Festivals auftreten.

Veranstalter ist Sansar Studios, bestehend aus 16 ehemaligen Linden Lab Mitarbeitern, sowie das Shangri-La-Team vom Glastonbury Festival, einem der bekanntesten Festival-Veranstalter der Welt. Und zum Beispiel Carl Cox galt in den 1990er Jahren als einer der besten Techno DJs. Dieser Event in Sansar könnte der Plattform mit der richtigen Werbung vielleicht doch noch zu einem Höhenflug verhelfen.

Quelle: Sansar Events
Für den Besuch gibt es einmal ein Standard-Ticket, das kostenlos ist. Und einmal ein Premium-Ticket für 10 US‑Dollar, für das man dann noch exklusive Fanartikel und Kunst von Instruct Studio erhält. Die Einnahmen dieser Tickets kommen den beiden Organisationen "Amnesty International" und "Big Issue" zugute.

Ich habe mir eben ein kostenloses Ticket geholt, denn da will ich auch mal vorbeischauen. Sollte Sansar durch so einen Event an Popularität gewinnen, hat indirekt auch Linden Lab (und Second Life) etwas davon, denn Sansar ist ja Kunde beim Bezahlsystem Tilia Pay, das für seinen Dienst Gebühren erhebt und Linden Lab gehört.

Eine eigene Homepage für das Festival gibt es auch, jedoch sollte man nicht anfällig auf Auslöser epileptischer Anfälle sein. Mir persönlich ist das zu viel Geflacker. Edit: Während ich diesen Beitrag schrieb, scheinen die Organisatoren des Events die Homepage geändert zu haben. Nun flackert sie nicht mehr.

Anmelden kann man sich auf der Sansar Event-Seite hier:

Zum Schluss noch ein kleines Vorschau-Video, wie die Region für das Festival in Sansar ausehen wird.


Links:

Mittwoch, 27. Mai 2020

Start der SpaceX Demo-2 Mission heute live in Sansar

Quelle: Sansar Events
Eigentlich ist Sansar nicht mehr in meinem Fokus, seit Linden Lab die Plattform an Wookey Technologies verkauft (oder verschenkt?) hat. Aber heute wird dort ein historisches Ereignis live auf einer Videoleinwand übertragen. Und in meinem Blog gibt es halt auch gelegentlich etwas zu anderen Plattformen neben Second Life.

Und zwar soll heute, am 27.05.2020 um 22:33 Uhr MESZ, zum ersten Mal ein bemannter Weltraumflug der Privatfirma SpaceX durchgeführt werden. Dabei sollen zwei US-amerikanische Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS) gebracht werden. Das Ganze geschieht im Auftrag der NASA und sollte die heutige Mission erfolgreich sein, wird das neun Jahre nach dem letzten bemannten Flug einer Space Shuttle ein neues Kapitel in der Raumfahrt einläuten.

Eingesetzt wird das neue Raumschiff "Crew Dragon", das von SpaceX extra für bemannte Raumflüge entwickelt wurde und eigentlich schon 2017 zum Einsatz kommen sollte. Technische Probleme haben das Projekt um drei Jahre verzögert. Transportiert wird die Kapsel von einer Falcon 9 Trägerrakete, die sich inzwischen bei vielen unbemannten Missionen als zuverlässig erwiesen hat. Einer der beiden Astronauten ist Douglas Hurley, der 2011 auch beim letzten Space Shuttle Flug dabei gewesen ist.

Schon vor zwei Jahren wurde in Sansar eine der Missionen von SpaceX live übertragen. Seitdem wurde das auch bei kleineren Missionen regelmäßig wiederholt. Wenn ich mit meinem alten Sansar Account noch einloggen kann, werde ich heute mal dort vorbeischauen. Man kann die Übertragung zwar auch auf YouTube ansehen (zum Beispiel hier), aber in einer virtuellen Welt ist das Erlebnis einfach beeindruckender. Einlass zur Sansar-Übertragung ist ab 22:15 Uhr. Vorher wird der Link zur Experience nicht angezeigt.

Die meisten Live-Übertragungen haben aktuell schon begonnen. Ich lasse zum Beispiel den Livestream von SpaceX bei mir im Hintergrund laufen, da man dort viele Informationen rund um die Mission bekommt. Den Link zum Livestream habe ich hier unten aufgeführt.

Rocket Launch Experience in Sansar
Update 1: Wegen schlechtem Wetter wurde der Start kurz vor Ablauf der Zeit abgebrochen. Ein Ersatztermin ist nun der 30. oder 31. Mai. Da ich schon in Sansar eingeloggt war als der Abbruch kam, habe ich mal das Foto hier oben geschossen. Es zeigt die Experience, in der die Übertragung stattfindet. Die wird nun in Sansar ebenfalls auf den Ersatztermin verschoben.  

Update 2: Der nächste Startversuch ist nun für Samstag, den 30. Mai um 21:22 Uhr festgelegt worden. Alle hier im Beitrag enthaltenen Links sollten auch am Samstag noch gültig sein.

Links:

Donnerstag, 2. Januar 2020

[Sansar] - "The fish wharf" von Francine Brandi

Auch wenn ich in meinem Jahresrückblick zu Sansar nicht viel Positives geschrieben habe, werde ich dennoch gelegentlich auch dort einloggen und mir virtuelle Installationen ansehen, wenn irgendetwas mein Interesse geweckt hat. Im Falle von "The fish wharf" war es dieser Tweet von BrokenDoll. Bei den Fotos dachte ich zuerst, es wären RL‑Aufnahmen.


Nochmal kurz etwas zu Sansar im Allgemeinen: Gestern hat Sansar‑Langzeitunterstützer Ryan Schultz in seinem Blog einen fürchterlichen Rant zu Sansar und Linden Lab verfasst. In seinen Augen wird Linden Lab in diesem Jahr nur die Abschaltung von Sansar übrigbleiben, um noch größeren Schaden von der Firma abzuwenden.


Wenn es stimmt was Ryan Schultz schreibt, dann werden in Kürze viele Kernmitglieder aus der geschlossenen Beta‑Phase ihre Regionen löschen und ihren Content aus dem Sansar Store entfernen, da sie den Kurs von Linden Lab nicht mitgehen wollen. Auch Ryan will ab heute nicht mehr in Sansar einloggen oder darüber bloggen. Allerdings haben seine Aussagen zu solchen Vorhaben meist eine Halbwertszeit von zwei Tagen.^^


Zurück zu "The fish wharf". Eine aus meiner Sicht gelungene Experience. Es ist eine Mischung aus südländischem Fischerhafen mit kleinem Markt und einer orientalisch anmutenden Stadt auf der zweiten Hälfte dieser Region. Laut Beschreibungstext aus dem Sansar Atlas basiert die Region auf einem Gebiet in Tunesien.



Der gute Eindruck, den die Fotos dieser Region auf mich gemacht haben, wird hauptsächlich durch das realistische Windlight erzeugt. Eigentlich ist es fast schon zu hell, wie man auf einigen meiner Fotos sehen kann. Zum Beispiel bei dem Foto mit dem Bus hier oben.


Bis auf den Turm in der Nähe des Wassers und einem alten Wohnhaus in der Mitte der Region, sind alle Häuser nur Attrappen ohne innere Geometrie. Die Gebäude an den Außenseiten der Region sollen wohl Hotels sein. Ich nehme an, dass hier ein tunesischer Urlaubsort nachempfunden wurde.



Im Altstadtbereich findet man einige schöne Perspektiven, die sich durch die Anordnung der Gebäude ergeben. Vor allem die große Moschee mit zwei unterschiedlichen Minaretten ist ein Blickfang. Aber auch das Café auf einer halboffenen Terrasse ist sehenswert.


Ich habe hier unten zwar den Link zur Atlas-Seite für diese Region angegeben, aber bei mir funktionierte der "Visit"‑Button nicht. Um die Region zu laden, muss man über das Viewer‑Menü den "Codex" öffnen und dort im Suchfeld "The fish wharf" eingeben. Dann kann man im Suchergebnis auf "Visit" klicken.

>> Link zur Experience "The fish wharf"

Links:

Freitag, 6. Dezember 2019

[Sansar] - "Hand" von Bryn Oh

Bryn Oh hat gestern und heute gleich in zwei Blogposts auf ihre neue Installation in Sansar aufmerksam gemacht. Das ist die inzwischen dritte Region von Bryn in Sansar und da ich über die beiden anderen auch schon etwas gebloggt hatte, gibt es nun auch Fotos zu "Hand".


"Hand" ist die bei weitem größte Installation von Bryn in Sansar. Die beiden älteren Arbeiten waren verglichen damit nur einzelne Szenen. Das Ganze ist sogar so groß, dass man reichlich Zeit haben sollte, wenn man alle Bereiche der Region erkunden will.


Zur Info: Bis vor etwa drei Monaten hat Linden Lab eine Sansar-Region "Experience" genannt. Das fand ich zwar doof, habe aber den Begriff in meine Blogposts übernommen. Seit dem Wechsel zum Nexus Login nennt Linden Lab diese Regionen jetzt "Welten". Das übernehme ich nicht, sondern verwende jetzt halt die Bezeichnung "Region", die jeder auch aus Second Life kennt. Denn so manche Location in Sansar besteht nur aus einer Wohnung oder einer Aussichtsplattform auf einem Hochhaus. So etwas nenne ich nicht "Welt".


"Hand" beruht auf einer Second Life Installation, die Bryn Ende 2016 eröffnet hatte. Wer das damals besucht hat, wird jetzt in Sansar bekannte Objekte wiedererkennen. Dennoch sind mindestens die Hälfte aller Objekte entweder neu oder sie stammen von anderen Installationen aus Bryns Arbeiten.


Der Landepunkt ist in einem Wagon in einer U-Bahn Station. Dieser Bereich ist noch relativ überschaubar. Geht man die Treppe nach oben, ist man dann aber eingerahmt von einer Fülle unterschiedlicher Szenen, Räume, Strukturen und vor allem der Hochhausruine. Um die zu erkunden, benötigt man allein schon gut 30 Minuten, wenn man alle Räume ablaufen will, in denen sich Szenen befinden.


Es gibt auch rechts und links der Hauptplattform zwei lange Strukturen, die außen an die Installation angeflanscht sind. Die mit Blick auf das Hochhaus gesehen linke Struktur ist sehr cool, da beim durchgehen das Licht der tief stehenden Sonne durch einige Öffnungen fällt. Mein Foto dazu ist leider so undeutlich geworden, dass ich es eben aussortiert habe.


Insgesamt ist die Installation ziemlich dunkel. Das ist der Stil von Bryn Oh. Sie arbeitet viel mit lokalen Lichtquellen, die einzelne Objekte in gleißendes Licht hüllen. Doch anders als in Second Life, kann ich die Helligkeit in Sansar nicht ändern, wenn es für Fotos zu dunkel ist. Deshalb habe ich das eine oder andere Foto eben aussortiert, da man kaum etwas erkennen konnte.


Das Windlight von "Hand" ist sehr schön. Wobei das in Sansar kein Windlight ist, sondern eine Skybox‑Textur, die im Inneren eines riesigen Würfels aufgebracht ist, der die gesamte begehbare Region umschließt.


Bryn schreibt in ihren Blogposts, dass die Installation für VR-Brillen optimiert wäre, aber auch mit Desktop PCs besucht werden kann. Ich fand es mit dem Desktop eigentlich sehr gut. Vom künstlerischen Aspekt her, ist "Hand" bis jetzt einer der besten Orte in Sansar.


Bryn schreibt ebenfalls, dass es ihr ohne die Finanzierung durch den Ontario Arts Council nicht möglich gewesen wäre, diese Installation in Sansar aufzubauen. Ich vermute, damit meint sie die Finanzierung externer 3D‑ und 2D-Programme, um den Content für ihre Installation zu erstellen. Denn die Regionen in Sansar sind ja kostenlos. Zumindest die ersten 20. Somit könnte Bryn noch 17 weitere Installationen aufbauen, ohne etwas dafür zahlen zu müssen.


Inhaltlich schreibt Bryn zu ihrer Installation nur das Folgende:
"Hand ist die Geschichte eines Mädchens namens Flutter, das etwas Kostbares in einem Koffer trägt. Du folgst ihrer Geschichte in der gleichen Welt, in der auch meine anderen Charaktere leben. Und einige von ihnen wirst du erkennen, wenn du ihre Geschichte und ihren Platz in der Welt verfolgst, an der ich seit über einem Jahrzehnt arbeite."


Wer in Second Life gerne die Installationen von Bryn Oh besucht und einen Sansar Account hat, sollte sich das nicht entgehen lassen. Die Installation von Bryn ist nicht so steril und plastikhaft, wie die meisten anderen Regionen in Sansar. Man sollte allerdings im Viewer die Grafik auf höchste Stufe stellen, damit alles so aussieht, wie es Bryn geplant hat.

>> Link zur Region "Hand" von Bryn Oh

Links:

Freitag, 22. November 2019

[Sansar] - "The Desert" von C3rb3rus

Auch wenn Sansar von Linden Lab in der Priorität etwas heruntergestuft wurde, läuft es dennoch weiter. Und ein paar gute Ersteller von Regionen gibt es auch dort.

Am 19. November hat Linden Lab auf Twitter eine neue Region mit dem Namen "The Dessert" vorgestellt. Im Tweet steht, dass man dort einen ersten Blick auf ein experimentelles fahrbares Vehikel werfen kann. Darunter sieht man ein kurzes Video mit einem fahrenden Auto. Als alter Second Life Vehikel Sammler, habe ich mir das mal angesehen.


Ich war insgesamt zwei Mal dort. Beim ersten Mal stand am Landepunkt das Auto und ich konnte reinhüpfen und losfahren. Setzen kann man sich in dem Vehikel nicht. Nur in die Hocke gehen, denn im Stehen fahren sieht doof aus.

Gesteuert wird mit den Nummernblock-Tasten 8 = vorwärts, 4 = links und 6 = rechts. Die Num-Lock Taste im Nummernblock muss dabei aktiviert sein (LED leuchtet). Leider kann man das Vehikel nicht mehr stoppen, wenn es mal fährt.^^


Da die Steuerung noch sehr hakelig ist und ich alle Mühe hatte, das Vehikel auf der Straße zu halten, konnte ich keine Fotos während der Fahrt machen. Beim einzigen Gebäude entlang der Straße, bin ich dann natürlich dagegen gebrettert. Damit war die Fahrt dann auch schon vorbei, da sich das Auto verkeilt hatte. Und ein weiteres ist am Landepunkt nicht mehr erschienen.



Deswegen bin ich noch ein zweites Mal einen Tag später hin. Doch nun rezzen neue Autos im Minutentakt und fahren direkt los. Keine Chance einzusteigen. Da die Autos ohne Fahrer sind, eiern sie führungslos über die Region und wenn sie einen Berg hochfahren, dann fliegen sie sogar durch die Luft (nächstes Foto).


"The Dessert" wurde von C3rb3rus erstellt, der auch schon die Experiences 2077 und Eternity erstellt hatte. Die Dessert Region sieht unabhängig vom noch nicht so prickelnden Vehikelfahren, ziemlich gut aus. Schöne Lichteffekte und ein abwechslungsreiches Terrain. Dazu ein sehenswertes Diner und ein Autokino, in dem ein längerer Animationsfilm läuft.



Zum Schluss noch eine Information zum neuen Backpack. Das wurde mit einem kleinen Update am 19. November eingeführt (das Datum in den Release Notes stimmt nicht). Das soll so eine Art Rucksack sein, in dem aktuell nur sechs Gegenstände sind. Drei davon kann man in die Hand nehmen, die anderen drei werden direkt auf den Boden geworfen.

Der Backpack Button. Die drei Objekte links nimmt der Avatar in die Hand, die drei rechts wirft man auf den Boden.
Standardmäßig kann man die Objekte in jeder Region fallen lassen, es sei denn, der Owner hat das in den Szenen-Einstellungen deaktiviert. Für später ist wohl geplant, dass man auch eigene Objekte in dieses Backpack stecken kann, um sie irgendwo inworld zu rezzen.

Hier ein Foto mit den drei Objekten, die man auf den Bioden werfen kann, plus den Glow-Ring in der Hand meines Avatars.


Das mit dem Vehikel ist leider eine Enttäuschung. In Second Life ist Vehikelfahren ja auch ziemlich nervig, wegen den Gummibandeffekten beim Regionswechsel. Aber in Sansar macht es mit diesem Prototypen noch viel weniger Spaß, weil die Steuerung einfach für die Katz ist. Die Region "The Dessert" ist aber einen kleinen Besuch wert.

>> Link zur Experience "The Desert"

Links: