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Freitag, 12. Februar 2021

Bryn Oh erhält zwei Community Gateways von Linden Lab

Szene aus "Hand" in Second Life

Am 10. Februar hat Bryn Oh in einem Blogpost bekanntgegeben, dass sie von Linden Lab zwei Community Gateway Regionen zur freien Gestaltung erhalten hat.

Community Gateways sind Regionen, auf denen neu erstellte Second Life Accounts bei ihrem ersten Login rezzen. Aber nur, wenn sie bei der Anmeldung ein Interesse für das entsprechende Thema des Gateways angegeben haben.

CGs sind demnach Alternativen zu den Learning und Welcome Islands, auf denen man einloggt, wenn man kein bestimmtes Interesse hat. Ein Beispiel für ein gut funktionierendes Community Gateway sind die sieben Regionen des Firestorm Viewers.

Bryn Oh schreibt, dass ihre beiden Installationen von "Hand" in Second Life und Sansar im Sommer 2020 von der York University in Toronto (Kanada) für ein fünfjähriges Programm ausgewählt wurden. Studenten können zum Thema Kunst in den angebotenen Kursen die Installation über PCs und VR‑Brillen erkunden. Ich berichtete letztes Jahr am Ende dieses Beitrags darüber.

Szene aus "Hand" in Sansar
Das Universitätsprogramm bedeutet aber auch für Bryn, dass bis 2025 ihre Region Immersiva in Second Life mit der Installation von Hand fast vollständig belegt ist. Daneben gibt es noch die kleinere Ausstellung "Mythical Creatures". Bryn hat nun einfach Linden Lab gefragt, ob sie eine Idee hätten, wo sie wieder kreativ arbeiten könnte. Und Linden Lab bot Bryn eben die zwei Gateway Regionen an.

Nun soll folgendes passieren: Die Installation "Hand" wird auf eine der beiden CGs verschoben und als "Erlebnis für neue Nutzer" umfunktioniert. Das Thema des Gateways soll die "Erkundung einer immersiven Geschichte" sein. Eingebettet in die Installation will Bryn einen Tutorial-Bereich einrichten, in dem die Newbies die üblichen Grundlagen zum Steuern des Avatars, Öffnen des Inventars, usw. erlernen können.

Teil der Ausstellung "Mythical Creatures" in Second Life
Die zweite Gateway-Region soll regelmäßig wechselnde Installationen erhalten. Und zwar sowohl alte aus dem Inventar von Bryn als auch neue, die noch keiner kennt. In der Immersiva SL-Gruppe von Bryn kann man auch eine Installation nennen, die man gerne wiedersehen möchte. Bryn hat vor zwei Tagen in der Gruppe geschrieben, dass die Installation mit den meisten Stimmen als erstes aufgebaut wird.

Auf der dann frei gewordenen privaten Region von Bryn, sollen dann ebenfalls neue Installationen entstehen. Für den ersten Aufbau hat Bryn schon das Konzept so gut wie beendet.

Links:


Sonntag, 2. August 2020

Ein paar Fotos von Bryn Ohs "Mythical Creatures"

Irgendwie hat sich bei mir und/oder bei den Meldungen aus Second Life gerade ein Sommerloch breit gemacht. Ich finde absolut nichts, worüber ich etwas bloggen möchte. Ich habe mir heute mal bei Bandit die Schiffe 50/3, 55 und 60 angesehen. Und ich konnte mich nicht entscheiden, welches ich kaufen möchte.

Die 50/3 hat den besten LI, die 55 gefällt mir von außen am besten (aber von innen gar nicht) und die 60 ist wiederum innen sehr schön, hat aber einen hohen LI. Außerdem gefällt mir die 460AK auch ganz gut, obwohl es kein Segelschiff ist. Also muss ich mich noch etwas beim Abwägen quälen, bis ich mich entschieden habe. :)


Zum Thema: Am 19. Juli hat Bryn Oh eine Ausstellung mit dem Namen "Mythical Creatures" eröffnet. Ich hatte darüber hier berichtet. Gestern habe ich diese Ausstellung mal besucht und fand sie ganz nett. Zwar sind die Skulpturen konzeptbedingt nicht gerade High Class Meshes, aber die Idee hinter dem Konzept ist gut und wurde auch sehr clever umgesetzt.



Hier noch mal kurz die Erklärung des Konzepts:
Bei "Mythical Creatures" (übersetzt "Fabelwesen") geht es um ein Projekt, bei dem Bryn 20 legendäre, mythische oder folkloristische Kreaturen aus der ganzen Welt untersucht und kreativ neu interpretiert hat. Einige dieser Kreaturen sind sehr bekannt andere nicht so sehr. Als 21. Kreatur hat Bryn ihren eigenen Avatar noch hinzugefügt, der so etwas wie ein Cyberpunk-Schmetterling ist.

Für jede Kreatur hat Bryn eine Beschreibung für Vorder- und Hinterteil erstellt. Die Beschreibung einer Kreaturhälfte lässt sich mit jeder Beschreibung einer anderen Kreaturhälfte kombinieren. Da auch die 3D-Skulpturen in zwei Hälften unterteilt sind, kann man mit den 21 Modellen insgesamt 441 neue Kreaturen erschaffen.


Der Landepunkt auf Immersiva ist derselbe wie für die Installation "Hand". Einfach auf die Wand des Bahnsteigs schauen. Dort hängt ein Schild mit Richtungspfeilen zur Ausstellung. Über ein paar wackelige Bretter und einen kleinen Tunnel kommt man dann in den ersten von zwei sehr großen Ausstellungsräumen.



Alle 21 Kreaturen sind in den beiden Hallen ausgestellt. Dazu auch noch zwei 3D-Beispiele, wie sich die Hälften der Skulpturen neu kombinieren lassen. Und in jedem Raum steht ein Gacha‑Automat, an dem man eine Hälfte einer Kreatur für 75 L$ kaufen kann. Etwas blöd dabei ist, dass es nicht abwechselnd eine vordere und hintere Hälfte gibt. Ich habe bei meinen ersten drei Versuchen jeweils nur eine vordere Hälfte bekommen. Erst beim vierten Anlauf hatte ich dann ein Hinterteil.


Als ich gestern, zwei Wochen nach Eröffnung, diese Ausstellung besichtigte, war sie immer noch gut besucht und einige Avatare zockten auch am Gacha-Automat. Diese Skulpturen scheinen wohl ganz gut angekommen zu sein. Ich könnte mir vorstellen, dass Bryn damit mehr Linden Dollar verdient als mit ihrem Shop und den Tip Jars auf der Region zusammengenommen. Das soll aber keine Kritik sein. Wenn ich jemandem das gönne, dann ist es sicher Bryn, deren Installationen ich seit meinem ersten Jahr in Second Life verfolge (damals noch auf den grandiosen IBM-Regionen).


 

Zum Schluss hier noch ein Foto von einer Kombination aus meinen Gacha Errungenschaften. Das Hinterteil ist vom Phönix, das Vorderteil ist von der Medusa. Aufgenommen habe ich das in der kostenlosen Mesh-Box "Scarlet Creative For William Weaver Art Gallery".

Meine "Medunix" oder wie Bryn sie nennt - die "Phoedusa"
Ich denke, die Ausstellung zu "Mythical Creatures" wird noch eine ganze Weile aufgebaut bleiben. Denn das Interesse unter den SL-Bewohnern ist aktuell noch hoch.

>> Teleport zu "Mythical Creatures"

Links:

Freitag, 17. Juli 2020

Bryn Oh eröffnet "Mythical Creatures" am 19. Juli 2020

"Jarogumo" / Quelle: Bryn Oh
Gestern hat Bryn Oh seit längerer Zeit mal wieder einen Beitrag in ihrem Blog veröffentlicht. Am 19. Juli 2020 um 3 PM SLT (Mitternacht bei uns) wird auf Immersiva die Ausstellung "Mythical Creatures" eröffnet. Zu diesem Anlass gibt es ein Live-Konzert von Skye Galaxy, der schon öfters auf Vernissagen von Bryn gesungen hat. Deshalb wird die Eröffnung wohl sehr gut besucht sein.

Seit Februar 2020 ist auf Immersiva die Installation von "Hand" aufgebaut. Das wird auch weiterhin so bleiben, denn dazu gibt es noch eine weitere Meldung von Bryn, die ich am Ende meines Beitrags zusammenfasse.

Bei "Mythical Creatures" (übersetzt "Fabelwesen") geht es um ein Projekt, bei dem Bryn 20 legendäre, mythische oder folkloristische Kreaturen aus der ganzen Welt untersucht und kreativ neu interpretiert hat. Einige dieser Kreaturen sind sehr bekannt, wie der Drache oder der Phönix, aber andere nicht so sehr, wie der Nariphon oder das schreckliche Manananngal.

"Medusa" / Quelle: Bryn Oh
Für jede Kreatur hat Bryn eine textliche Beschreibung erstellt, aber auf eine Weise, in der sie untereinander kombinierbar sind, um neue Kreaturen zu erschaffen. Dazu hat Bryn jede Kreatur in zwei Hälften aufgeteilt. Jede hintere Hälfte lässt sich mit jeder vorderen Hälfte kombinieren. Und das sowohl bei den Beschreibungen als auch bei den zugehörigen 3D-Modellhälften der Kreaturen.

Das klingt erst einmal etwas konfus, aber wenn man sich die Bilder in ihrem Blogpost (und in meinem Beitrag) ansieht, weiß man schnell, wie das gedacht ist. Auf dem Bild unten links sind drei Kreaturen aus je zwei Hälften. Jede Hälfte ist nummeriert. Auf dem Bild unten rechts wurden die Hälften neu kombiniert, wie an den Nummern zu sehen ist. Die rote 1 ist dabei die untere Hälfte des Fabelwesens "La Sayona", die gelbe 4 das Vorderteil von Baba Jaga und die orangefarbene 6 das Vorderteil vom Tierkreiszeichen Capricorn.

 
Quelle: Bryn Oh

In der Ausstellung wird es auch einen Gacha-Automaten geben, über den man je eine Hälfte einer Kreatur bekommt. Jede Hälfte ist mit jeder anderen kombinierbar. Das geschieht laut Bryn automatisch über Skripte. Würde man alle Hälften erwerben, könnte man damit 441 Kombinationen erstellen.

So, nun noch die andere Meldung, wegen der die Installation "Hand" bis auf weiteres auf Immersiva stehen bleiben muss. An der Universität von York wird es ab dem nächsten Semester einen Lehrgang für die Kunst von Bryn Oh geben. Er wird unterrichtet von Dr. Carolyn Steele und sich mit einer Vielzahl der Arbeiten von Bryn beschäftigen. Ein Teil des Kurses wird in Second Life und Sansar (dort gibt es ja auch die "Hand" Installation) durchgeführt. Der Lehrgang soll über einen Zeitraum von fünf Jahren angeboten werden.

"Hand" soll zumindest das gesamte erste Semester auf den beiden Plattformen den Studenten für Studien zur Verfügung stehen. Für die nächsten Semester möchte Bryn dann andere Installationen auf Immersiva erneut aufbauen wie Singularity of Kumiko, Imogen and the pigeons, Annas Many Murders, Lobby Cam, Standby, Virginia Alone und weitere. Und dann wahrscheinlich auch in Sansar. Aus diesem Grund wird Bryn in nächster Zeit an neuen Arbeiten eher so kleinere Ausstellungen wie die "Mythical Creatures" auf Immersiva präsentieren.

Der Teleport führt zum Landepunkt von "Hand". Dort sollte man nach Schildern suchen, die den Weg zur Ausstellung anzeigen.

>> Teleport zu "Mythical Creatures"

Links:

Mittwoch, 6. Mai 2020

Simtipp: "Social Distancing" von Bryn Oh und Cica Ghost

Am 5. Mai hat Cica Ghost in ihrem Flickr-Fotostream eine neue Installation vorgestellt, die sie mit Bryn Oh zusammen erstellt hat. Sie heißt "Social Distancing" und beschäftigt sich thematisch um genau das, was wir seit sechs Wochen in den meisten Ländern der Erde erleben. Wobei Wikipedia sagt, dass Social Distancing eigentlich falsch ist und es Physical Distancing (Räumliche Distanzierung) heißen müsste, da man ja nicht gesellschaftlich, sondern nur körperlich Abstand halten soll.


Egal, wie man es nun nennt, fast jeder weiß, was mit dem Begriff gemeint ist. Man soll zu möglichst vielen Menschen einen räumlichen Abstand halten und weitestgehend zu Hause bleiben. Der empfohlene Mindestabstand zu anderen Personen ist 2 Meter und Dinge wie Händeschütteln, Umarmen, Küssen usw. sollten möglichst vermieden werden.


Die gemeinschaftliche Installation von Cica Ghost und Bryn Oh befindet sich auf einer Plattform auf 4.000 Meter Höhe über der Region Immersiva, die von Bryn geführt wird. Einen direkten Teleport gibt es nicht. Man landet auf dem Simboden in der gleichen Halle, in der man auch beim Besuch von Bryn Ohs "Hand" startet. Dort sollte man an der Wand nach einem Schild mit der Aufschrift "Social Distancing" suchen. Das ist dann der Teleport nach oben zur Plattform.


Die Installation ist nicht besonders groß. Ich denke, das war eine Spontanaktion der beiden Künstler, die sich von früheren Kooperationen in Second Life und Sansar schon ziemlich gut kennen. Man kommt mit dem Avatar in einem flachen Gewässer an, in dem durch Steine und kleine Inseln der Weg vorgegeben wird. Er führt an verschiedenen Szenen vorbei, die entweder von Bryn oder von Cica oder eben von beiden gemeinsam erstellt wurden.


Das Hauptmotiv der Installation sind Menschen (Cicas bekannte Skulpturen), die so etwas wie ein Haus-Attachment tragen. Nah am Landepunkt steht ein einzelner Mann mit so einem Haus und in der finalen Szene stehen mehrere Menschen auf kleinen Hügeln. Das sieht zwar zunächst nach einer Gruppe aus, aber schnell erkennt man auch hier, dass im Grunde jeder isoliert ist. Zwischen den besetzten Häusern gibt es auch zwei leere Häuser, die mit einer Pose oder Animation ausgestattet sind. Damit lässt sich der eigene Avatar in die Szene integrieren (oder eben distanzieren).


Eine weitere Szene besteht aus einem roten Boot, in dem ein Mann und eine Frau ebenfalls distanziert an den beiden gegenüberliegenden Enden des Bootes Platz genommen haben. Das bezieht sich wohl auf die etwas beschwerlichen Möglichkeiten, bei den bestehenden Beschränkungen aktuell neue Leute kennenzulernen.


Über jeder Szene fliegt, schwebt oder fällt eine mechanische Brieftaube mit einer Nachricht im Schnabel. Das soll wohl die physische und elektronische Kommunikation zwischen den Personen in den Szenen symbolisieren, so wie im RL unter COVID-19 die Postdienste und das Internet zu einem wichtigen Lieferanten von Waren und Informationen geworden sind.


Eine Notecard gibt es nicht. Deswegen ist das oben Geschriebene meine eigene Interpretation. Es gibt auch keine Vorgabe für ein bestimmtes Windlight. Die Vorgabe auf Immersiva ist die Einstellung aus der "Hand"-Installation. Da dieses Setting einen recht schönen Himmel hat, habe ich alles so gelassen.


Noch zwei Anmerkungen. Im hinteren Teil neben der letzten Szene, befindet sich ein Gacha-Automat und als Preise gibt es je eines der Objekte aus der Installation. Das rote Boot und der Mann mit Fernglas (im kleinen Haus am Landepunkt) sind die Rares. Einmal Zocken kostet 80 L$. Da ich keinen Tip Jar für Cica Ghost gesehen habe, habe ich einfach vier Objekte in der Hoffnung gezogen, dass sich Bryn und Cica die Einnahmen teilen. Die erhältlichen Objekte haben auch alle einen Namen, der zur Installation passt und ein wenig die fehlende Notecard ersetzt.

Das ist keine Szene aus der Installation, sondern Bryn Oh, die mal wieder ihr altes Outfit angelegt hat.
Der andere Punkt ist die Glockenspiel-Melodie, die man fast in der gesamten Installation hört. An der letzten Szene sogar ziemlich laut. Das ist die Melodie, die Bryn vor genau zehn Jahren in ihrer Installation zur World Expo in Shanghai verwendet hat. Ich liebe dieses Glockenspiel, das laut Bryn über mehrere Emitter in zufälligen Intervallen und Abfolgen erzeugt wird.


Die Installation "Social Distancing" ist zwar nicht besonders groß, aber sie ist so etwas wie ein Zeugnis der Geschichte. Ich nehme an, Bryn wird die Szenen wieder in einem Video aufnehmen. Sollten wir gut durch diesen ganzen Pandemie-Mist kommen, können wir uns in zehn Jahren mit den Szenen an diese unsägliche Zeit erinnern lassen.

Abfotografiert von einem Schild unter Wasser
>> Teleport zu Immersiva

Links zu Bryn Oh:

Links zu Cica Ghost:

Allgemeiner Link:
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Anm.:
Hehe, ich habe heute Star Wars Abend gemacht, weil heute Nachmittag meine bestellte Blu Ray zu Episode 9 geliefert wurde. Deshalb kommt heute nur dieser eine Blogpost von mir. Ich finde zwar, dass die Star Wars Reihe nach der Übernahme von Disney stark nachgelassen hat, aber als Kinogänger der 1970er Jahre (den ersten Teil von Star Wars habe ich mir 7 Mal im Kino angesehen) wollte ich nun doch wissen, wie die ganze Geschichte abgeschlossen wird. Es war etwas zu theatralisch, aber das hatte ich erwartet. Die einzige Schauspielerin, die überzeugen konnte, war Daisy Ridley als Rey.

Samstag, 2. Mai 2020

[Video] - "Hand" von Bryn Oh

Quelle: Bryn Oh / YouTube
Am 29. April hat Bryn Oh auf YouTube ein längeres Video zu ihrer aktuellen Installation "Hand" veröffentlicht. Einen aktuellen Beitrag hat Bryn dazu nicht in ihrem Blog geschrieben. Aber Wagner James Au hat vor zwei Tagen das Video auf New World Notes vorgestellt und ein paar direkte Kommentare aus einem Gespräch mit Bryn zitiert.

Das Video wurde sowohl in Second Life als auch in Sansar aufgenommen. Auf beiden Plattformen hat Bryn eine Installation dazu aufgebaut, die sich zwar sehr ähnlich, aber nicht völlig identisch sind. Ich hatte beide Installationen bereits besucht und darüber berichtet (siehe Second Life und Sansar).

Szene aus "Hand" in Second Life
Wie schon in der Vergangenheit, wurde auch "Hand" wieder vom Ontario Arts Council gefördert, einer staatlichen Organisation zur Förderung von Kunstprojekten in Toronto (Kanada). Ich hatte dazu vor über einem Jahr hier berichtet. Bryn hat dort inzwischen wohl einen recht guten Namen, denn die aktuelle Förderung beträgt 21.260 Kanadische Dollar, was etwa 13.731 Euro sind.

Bryn erzählte Wagner, dass Sansar zwar die bessere Grafik hätte, aber zum Aufnehmen von Videos sei Second Life viel besser geeignet. Im Video wird nicht nur die Geschichte von "Hand" erzählt (beginnt ab Minute 3:28), sondern Bryn zeigt auch einige ihre 3D-Skulpturen zu melancholischer Geigenmusik. Inspiriert zu "Hand" wurde Bryn durch verschiedene gesellschaftliche Einflüsse wie Smartphone-Sucht und die zersetzende Kraft von Werbung. Aber auch Erfahrungen aus ihrem eigenen Leben und ihre vorherigen künstlerischen Arbeiten spielten eine Rolle.

Szene aus "Hand" in Sansar
Vor allem die Prägung der Gesellschaft durch Werbung steht bei Bryn aktuell im Mittelpunkt. Sie sagt "Werbetreibende geben viel Geld aus, um unseren Wünschen auf den Grund zu gehen und uns diese dann anzubieten. Oder um uns davon zu überzeugen, dass wir dies oder das brauchen und wünschen.

Bananenschäler, Schuhschirme und Butterstäbchen. Slogans wie "A Diamond is Forever", die die Gesellschaft veränderten und die Menschen reich machten. De Beers schlug sogar vor, man solle einen bestimmten Prozentsatz des Jahresgehalts einer Person im Austausch für einen Ehering bezahlen."

Mit "Hand" hat Bryn Oh jedenfalls eine weitere große Installation aus ihrem virtuellen Schaffen für die Nachwelt festgehalten. Das hat sie auch schon mit "Anna's Many Murders", "Standby" (die Rabicorn Trilogie), "Imogen and the pigeons" und "The Singularity of Kumiko" getan.

Bryn Oh: Hand




Besichtigung:

Links:

Sonntag, 5. April 2020

[Video] - Second Life Showcase Stream: Hand by Bryn Oh

Quelle: Second Life / YouTube
Heute gibt es nur ein Kurzprogramm bei mir. Ich habe den ganzen Tag ohne Computer verbracht und kann jetzt nur etwas bloggen, das ich noch auf Reserve habe. Das ist dann ein Video und ein kleiner Simtipp.

Am 27. März hatte Linden Lab zwei neue Formate im SL Blog angekündigt. Eines davon nennt sich "Showcase Streams". Und am 1. April ist bereits die erste Episode dieses Formats gelaufen.

Hier noch einmal der Abschnitt mit der Erklärung aus dem Linden Blogpost:
Wir freuen uns auch darüber, "Showcase Streams" vorstellen zu können, eine neue wiederkehrende Reihe von spontanen Live-Videos, die darauf abzielen, die vielen Musik-, Kunst- und Kulturveranstaltungen in Second Life zu präsentieren. Wir denken, dass Second Life eine Menge cooler und kreativer Energie enthält, die eine breitere Darstellung verdient. Wir hoffen, mit "Showcase Streams" auf einige dieser herausragenden Ereignisse mehr Aufmerksamkeit und Publikum lenken zu können, um die Öffentlichkeit besser über die Vielfalt der Kreativität und Veranstaltungen in unserer virtuellen Welt zu informieren.

Das bedeutet, dass ihr mehr außerplanmäßige Live-Videostreams von Second Life Hotspots auf unseren Social Media Kanälen sehen könnt, einschließlich Facebook, Twitter, Periscope, Mixer...und ja, auch YouTube. Wir arbeiten ebenfalls daran, Twitch zu nutzen!

Beispiele für zukünftige "Showcase Streams" könnten Live-Videotouren zu beliebten Shopping Events wie der aktuellen Skin Fair sein, oder Besichtigungen von Kunstausstellungen wie der neuesten Arbeit von Bryn Oh oder ein kurzer Einblick in eine Live-Musik-Performance wie der Event an diesem Wochenende von Musiker Mankind Tracer. Erwarte das Unerwartete!

In einem 13-minütigen Livestream hat Strawberry Linden die Installation "Hand" von Bryn Oh vorgestellt. Eigentlich sind solche Besichtigungen nichts Besonderes. Aber ab Minute 4:34 hört man einen Teil von Bryn Ohs Erzählung, die über einen inworld Soundemitter abgespielt wird. Und Strawberry lässt das auch komplett durchlaufen, was dem Stream eine gewisse Tiefe gibt.

Second Life Showcase Stream - Hand by Bryn Oh



Es gibt auch ein neues Anmeldeformular, falls man seine eigene Location für einen Showcase Stream anmelden will. Im erwähnten Blogpost von Linden Lab wurde dieses Formular nicht verlinkt.

Links:

Sonntag, 23. Februar 2020

"Hand" von Bryn Oh (SL Version 2020)

Am 22. Februar hat Bryn Oh auf ihrer Region Immersiva die Neuauflage ihrer Installation "Hand" eröffnet. Das hat sie auch in einem Blogpost angekündigt. Ich bin heute schreibfaul und zeige deshalb lieber Fotos, denn da muss ich nur auf den Upload-Button drücken. Die kurzen Informationen quetsche ich dazwischen.^^


Die neueste Installation von Bryn ist insofern interessant, weil es aktuell zur gleichen Geschichte auch in Sansar eine Installation gibt. Ich hatte im Dezember 2019 dazu einen Bericht geschrieben. Man kann also beide Installationen auf beiden Plattformen miteinander vergleichen, solange Sansar noch geöffnet ist.


Der zweite interessante Aspekt ist für mich der Vergleich mit Bryns alter "Hand" Installation, die sie Ende 2016 eröffnet hatte und worüber ich hier einen Blogpost schrieb. Es gibt sowohl viele Gemeinsamkeiten als auch viele Unterschiede. Die neue Installation in Second Life finde ich aber auf jeden Fall besser als die vor drei Jahren.


Bryn schreibt in ihrem Blogpost, dass jede Plattform ihre Vorteile hat. Sansar kann natürlich VR und Besitzer einer VR-Brille sollten dieser Plattform den Vorzug geben. Außerdem sind die Lichteffekte dort besser. In Second Life ist es dagegen viel einfacher, etwas zu skripten. Und so gibt es in der neuen SL‑Installation jetzt zum Beispiel fliegende Drohnen, die mit Blitz und Geräusch Bilder von den Besuchern schießen. Bei den Skripten hatte Bryn in SL Hilfe von Kurk Mumfuzz.


Die beiden neuen Installationen zu Hand wurden erneut durch einen Förderpreis des Ontario Arts Council ermöglicht. Ansonsten hätte Bryn ihre Region wohl schon vor einigen Jahren schließen müssen. Ich berichtete vor einem Jahr hier darüber.


Der Landepunkt ist in derselben U-Bahn Station, in der man schon zur Installation "Standby" gelandet ist. Man kann sich dort ein unsichtbares HUD kaufen. Das startet Audiosequenzen, wenn man sich bestimmten Bereichen nähert. Ein Schild weist darauf hin, im Viewer die Grafik auf Ultra zu stellen (Schatten für Sonne, Mond und Projektoren). Als Windlight soll man "Phototools- No Light" verwenden. Das ist tiefschwarze Nacht. Ich habe stattdessen das auf der Region vorgegebene Windlight verwendet, das so ähnlich ist, wie die Umwelteinstellung in der Sansar‑Installation.


Wer noch nie an einer Bryn Oh Experience teilgenommen hat, wird beim Verlassen des U-Bahnhofs nach einer Zustimmung gefragt. Vom Landepunkt geht es zunächst durch einen U-Bahntunnel, dann über eine Brücke, durch einen Wagon hindurch und in den nächsten Tunnel bis zu einer weiteren U-Bahnstation. Das ist dann der Startpunkt, den Bryn bei ihrer ersten "Hand" Installation 2016 gesetzt hatte.


Erzählt wird die Geschichte von Flutter, einem Mädchen, das in ihrem Koffer eine Plastikhand von einer Schaufensterpuppe mit sich führt. Insgesamt ist das eine der längsten Erzählungen, die Bryn als Installation visualisiert hat. Vor einigen Jahren hatte sie in ihrem Blog die komplette Geschichte in zehn langen Beiträgen erzählt. Wer sich dafür interessiert: Die zehn Teile sind in umgekehrter Reihenfolge ab hier zu finden.


Der größte Teil der Geschichte ist in dem großen Gebäude visualisiert. Über das HUD oder die Mikrofone auf dem Boden, kann man sich den jeweiligen Abschnitt vorlesen lassen. Meine Fotos hier im Beitrag habe ich nur außerhalb des Gebäudes gemacht, da ich dort schon genug gute Motive gefunden habe.


Ich empfehle allen Besuchern, das Regions‑Windlight zu verwenden, denn es ist ähnlich der Sonnenuntergangstimmung in der Sansar Installation. Außerdem kann man damit viel besser Fotos erstellen. Firestorm Nutzer müssen dazu das Parcel Windlight deaktivieren. Hand ist eine typische Bryn Oh Installation, die im Vergleich zur Version von 2016 noch um einiges interessanter geworden ist.

>> Teleport zu "Hand"

Links:

Sonntag, 2. Februar 2020

[Video] - "Pretty" von Bryn Oh

Quelle: Bryn Oh / YouTube
Als ich heute in Second Life eine Region besucht habe, hat Bryn Oh in der Immersiva‑Gruppe einen Link zu ihrem neuesten Video geteilt. Da es bereits sieben Monate her ist, seit Bryn ihr letztes Video veröffentlicht hat, zeige ich es auch mal bei mir im Blog.

Bryn erstellt im Allgemeinen zwei Arten von Videos. Entweder zeigt sie eine ihrer Installationen oder sie produziert eine passende Visualisierung zu einem ihrer Gedichte. Bei "Pretty" handelt es sich um eines ihrer Gedichte. Es wird im Video ab 1:52 in Untertiteln eingeblendet.

Das Gedicht und die Installation, die Bryn hier verfilmt hat, war eine Arbeit, die sie im August 2018 in der Blue Orange Art Gallery ausgestellt hat. Deshalb übernehme ich Gedicht und Übersetzung aus meinem alten Blogpost. Der Reim aus dem Englischen geht in der Übersetzung allerdings verloren.
Pretty

You have a pretty name
And our bar code is the same
but you are a version #3
a little better than me

Body a 1/9 ratio
lips made for fellatio
it is rare to meet
what makes you obsolete
Hübsch

Du hast einen schönen Namen
Und unser Barcode ist der gleiche
aber du bist eine Version #3
ein bisschen besser als ich

Der Körper im 1/9 Verhältnis
die Lippen für Fellatio gemacht
das ist selten anzutreffen
was dich obsolet macht
"Pretty" - Bryn Oh



Links:

Freitag, 6. Dezember 2019

[Sansar] - "Hand" von Bryn Oh

Bryn Oh hat gestern und heute gleich in zwei Blogposts auf ihre neue Installation in Sansar aufmerksam gemacht. Das ist die inzwischen dritte Region von Bryn in Sansar und da ich über die beiden anderen auch schon etwas gebloggt hatte, gibt es nun auch Fotos zu "Hand".


"Hand" ist die bei weitem größte Installation von Bryn in Sansar. Die beiden älteren Arbeiten waren verglichen damit nur einzelne Szenen. Das Ganze ist sogar so groß, dass man reichlich Zeit haben sollte, wenn man alle Bereiche der Region erkunden will.


Zur Info: Bis vor etwa drei Monaten hat Linden Lab eine Sansar-Region "Experience" genannt. Das fand ich zwar doof, habe aber den Begriff in meine Blogposts übernommen. Seit dem Wechsel zum Nexus Login nennt Linden Lab diese Regionen jetzt "Welten". Das übernehme ich nicht, sondern verwende jetzt halt die Bezeichnung "Region", die jeder auch aus Second Life kennt. Denn so manche Location in Sansar besteht nur aus einer Wohnung oder einer Aussichtsplattform auf einem Hochhaus. So etwas nenne ich nicht "Welt".


"Hand" beruht auf einer Second Life Installation, die Bryn Ende 2016 eröffnet hatte. Wer das damals besucht hat, wird jetzt in Sansar bekannte Objekte wiedererkennen. Dennoch sind mindestens die Hälfte aller Objekte entweder neu oder sie stammen von anderen Installationen aus Bryns Arbeiten.


Der Landepunkt ist in einem Wagon in einer U-Bahn Station. Dieser Bereich ist noch relativ überschaubar. Geht man die Treppe nach oben, ist man dann aber eingerahmt von einer Fülle unterschiedlicher Szenen, Räume, Strukturen und vor allem der Hochhausruine. Um die zu erkunden, benötigt man allein schon gut 30 Minuten, wenn man alle Räume ablaufen will, in denen sich Szenen befinden.


Es gibt auch rechts und links der Hauptplattform zwei lange Strukturen, die außen an die Installation angeflanscht sind. Die mit Blick auf das Hochhaus gesehen linke Struktur ist sehr cool, da beim durchgehen das Licht der tief stehenden Sonne durch einige Öffnungen fällt. Mein Foto dazu ist leider so undeutlich geworden, dass ich es eben aussortiert habe.


Insgesamt ist die Installation ziemlich dunkel. Das ist der Stil von Bryn Oh. Sie arbeitet viel mit lokalen Lichtquellen, die einzelne Objekte in gleißendes Licht hüllen. Doch anders als in Second Life, kann ich die Helligkeit in Sansar nicht ändern, wenn es für Fotos zu dunkel ist. Deshalb habe ich das eine oder andere Foto eben aussortiert, da man kaum etwas erkennen konnte.


Das Windlight von "Hand" ist sehr schön. Wobei das in Sansar kein Windlight ist, sondern eine Skybox‑Textur, die im Inneren eines riesigen Würfels aufgebracht ist, der die gesamte begehbare Region umschließt.


Bryn schreibt in ihren Blogposts, dass die Installation für VR-Brillen optimiert wäre, aber auch mit Desktop PCs besucht werden kann. Ich fand es mit dem Desktop eigentlich sehr gut. Vom künstlerischen Aspekt her, ist "Hand" bis jetzt einer der besten Orte in Sansar.


Bryn schreibt ebenfalls, dass es ihr ohne die Finanzierung durch den Ontario Arts Council nicht möglich gewesen wäre, diese Installation in Sansar aufzubauen. Ich vermute, damit meint sie die Finanzierung externer 3D‑ und 2D-Programme, um den Content für ihre Installation zu erstellen. Denn die Regionen in Sansar sind ja kostenlos. Zumindest die ersten 20. Somit könnte Bryn noch 17 weitere Installationen aufbauen, ohne etwas dafür zahlen zu müssen.


Inhaltlich schreibt Bryn zu ihrer Installation nur das Folgende:
"Hand ist die Geschichte eines Mädchens namens Flutter, das etwas Kostbares in einem Koffer trägt. Du folgst ihrer Geschichte in der gleichen Welt, in der auch meine anderen Charaktere leben. Und einige von ihnen wirst du erkennen, wenn du ihre Geschichte und ihren Platz in der Welt verfolgst, an der ich seit über einem Jahrzehnt arbeite."


Wer in Second Life gerne die Installationen von Bryn Oh besucht und einen Sansar Account hat, sollte sich das nicht entgehen lassen. Die Installation von Bryn ist nicht so steril und plastikhaft, wie die meisten anderen Regionen in Sansar. Man sollte allerdings im Viewer die Grafik auf höchste Stufe stellen, damit alles so aussieht, wie es Bryn geplant hat.

>> Link zur Region "Hand" von Bryn Oh

Links: