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Mittwoch, 20. Mai 2015

Philip Rosedale auf der SVVR 2015

Quelle: SVVR
Ok, nach dem Motto "und täglich grüßt das Murmeltier", gibt es heute noch eine Zusammenfassung von der SVVR 2015. Diesmal von Philip Rosedale, dem Gründer von Linden Lab und Second Life und dem jetzigem Chef von High Fidelity. Seine Präsentation auf der SVVR dauerte 45 Minuten und fiel damit doppelt so lang aus wie eigentlich geplant. Das Thema seines Vortrags lautete "What is the Metaverse?". Die Antworten lieferte Philip größtenteils durch direktes Vorführen von Funktionen seiner neuen Plattform.

Einige Dinge, die Philip zeigt, sind ganz interessant. Aber letztendlich ist das Ganze seine persönliche Definition des zukünftigen Metaverse. Inwieweit das Allgemeingültigkeit hat und andere das auch so sehen, bleibt noch abzuwarten. Ich bette hier wieder das Video ein, aber anders als bei Ebbe Altbergs Vortrag, liste ich unter dem Video nur kurz auf, was Philip zeigt und schreibe den Zeitindex dazu.

2015 SVVR - What is the Metaverse?




[2:15] Philip will eine Webseite auf einer Primoberfläche in High Fidelity zeigen, aber es funktioniert nicht. Er sagt, wenn es funktioniert, dann kann er sogar mit einem virtuellen Laserpointer auf der Webseite Einzelheiten markieren.

[4:48] Der Viewer für High Fidelity hat einen Aussetzer.^^

[5:44 - 7:08] HiFi Mitarbeiter Ryan löscht das Skybox Wetterpanorama (was wir in SL Windlight nennen) und Philip lädt anschließend direkt aus dem Marketplace zwei neue Panoramen. Dazu erklärt er, dass der Marketplace von HiFi nicht nur Produkte bietet, sondern auch eine Austauschplattform für Content aller Art zwischen den Nutzern sein kann. So nach dem Motto "Schau dir mal mein neues Windlight an. Hier ist der Link zum in den Viewer laden".

Screenshot aus High Fidelity
[8:00 - 10:50] Philip erklärt, dass der Siegeszug des Internet mit dem Hyperlink begonnen habe. In HiFi werden diese Links mit Telefonzellen umgesetzt. Sie verbinden einen Avatar, der in sie hineingeht, mit dem jeweiligen Server, der mit der Telefonzelle verlinkt ist. In der Präsentation landet Philips Avatar dann auf der Region "Live Music". Das mag für uns SL-Nutzer erstmal ziemlich simpel erscheinen, aber anders als bei Linden Lab, wo alle Server in zwei oder drei Rechenzentren eng beieinander stehen, können HiFi-Server überall auf der Welt ihren physischen Standort haben. Wie eben auch die Server des WWW.

[11:00 - 13:18] Philip zeigt, wie er seinen eigenen HiFi-Server startet, auf dem sich seine selbsterstellte Region befindet. Nachdem der Server hochgefahren ist, teleportiert er seinen Avatar dorthin und lädt auch Ryan und Chris ein, sich von irgendwo aus HiFi zu diesem Ort zu teleportieren. Der Aufbau der 3D-Szene ist jedoch ziemlich langsam.

[14:30 - 15:45] Philip spricht wieder über sein Lieblingsthema. Echtzeitaktionen, die von Sensoren am Nutzer an seinen Avatar übermittelt werden (Bewegung, Gesichtsmimik, Sprache, usw.), müssen in einem Metaverse der Zukunft in unter 100 Millisekunden übertragen werden, damit es natürlich wirkt. Anders, als in seinen ersten Vorträgen zu HiFi, spricht Philip aber jetzt davon, dass es noch ein paar Jahre dauert, bis das gesamte Internet so schnell sein wird. Da gebe ich ihm Recht, denn zwischen Europa und den USA sind wir noch ein gutes Stück weg von dieser Latenzzeit.

[16:05 - 17:15] Philip fliegt über seine Region und zeigt sie. Dazu sagt er, dass sie ausschließlich auf seinem kleinen Homeserver läuft. Die Umgebung sieht zwar aus, wie Minecraft, aber das ist in der frühen Alpha bei HiFi bewusst so, weil man erst die Software fertig entwickeln will, bevor man den Content verbessert.

Screenshot aus High Fidelity
[17:35 - 19:30] Es wird ein Air Hockey Spiel mit Physik vorgeführt. Es nutzt Bullet Physics und ist in JavaScript programmiert.

[19:40 - 20:50] Ein anderes Spiel wird demonstriert, das bei uns Jenga genannt wird (siehe Foto rechts). Auch hier ist bereits Physik eingebaut und wird auch ziemlich korrekt berechnet.

[22:30 - 25:55] Philip erlärt etwas langatmig, dass man keine komplette Gesichtmimik nach HiFi übertragen kann, wenn man eine Oculus Rift auf dem Kopf trägt. Für Lernen und Training in virtuellen Welten spielt aber sowohl die Mimik als auch der direkte Blickkontakt eine wichtige Rolle. Deshalb will man in HiFi etwas Neues ausprobieren. Was genau das ist, erklärt er aber nicht.

[26:40 - 31:38] Philip teleportiert in eine Region, die eine teilweise Nachbildung des Inneren eines Menschen ist. Das sieht ganz witzig aus (Foto unten). Während die Region weiterhin zu sehen ist, erklärt Philip noch einmal, dass die Architektur von HiFi so aufgebaut ist, dass jeder teilnehmende Server seine Leistung auch zum Teil dem gesamten Netzwerk zur Verfügung stellt. Die Spanne reicht dabei von einem Smartphone bis zum dedizierten Mietserver mit viel Rechenleistung und RAM. Sollte sich ein Netzwerk bilden, das genug Power hat, könnte HiFi die gleiche Größe erreichen, wie die gesamte Oberfläche unserer realen Welt. Ebenso könnte (theoretisch) jeder Mensch auf der Welt gleichzeitig in dieser Welt eingeloggt sein.

Screenshot aus High Fidelity
[31:44 bis Ende] Philip beantwortet Fragen aus dem Publikum. Hier nur ein paar Aussagen aus den Antworten:
  • Philip ist der Ansicht, dass sich HiFi (und/oder das Metaverse) in Zukunft so entwickelt, dass es eher ein Nachbau unserer realen Welt sein wird und weniger in den abstrakten oder phantastischen Bereich geht (also eher Lambourghini und Eigenheim als X-Wing Fighter und vierdimensionale Räume). Als Referenz verweist Philip dabei auf die Entwicklung von Second Life.
  • Die Firma High Fidelity wird als Dienstleistung auch Server für Nutzer zur Verfügung stellen, die selbst keinen betreiben können bzw. wollen, oder die mehr Power brauchen. Ein Homeserver (normaler PC) wird etwa 15 Avatare gleichzeitig versorgen können.
  • Eine Währung für die Plattform High Fidelity wurde noch nicht festgelegt. Philip hat auch noch keine Idee, was es werden könnte.
  • Eine Domain für HiFi (fester Name für einen virtuellen Raum inklusive zugehöriger Internetadresse), soll beim Dienstleister High Fidelity etwa 20 US-Dollar im Jahr kosten.
  • Die Webanbindung (WWW) in HiFi wird mit dem Chromium Embedded Framework ermöglicht. Damit wird auch HTML5 und WebGL unterstützt. (Bekommt Second Life übrigens auch bald).
  • Philip kann sich vorstellen, dass es mit entsprechenden Protokollen möglich wäre, HiFi mit Second Life und OpenSim zu verbinden.

Dienstag, 19. Mai 2015

Ebbe Altberg auf der SVVR 2015

Quelle: SVVR
Ich habe gestern ja schon kurz bei meinem Posting zu High Fidelity etwas zur gerade laufenden SVVR-Konferenz geschrieben. Die Livestreams waren gestern in Deutschland blockiert (*Das tut uns leid*). Heute wurden dann aber Zusammenfassungen auf YouTube hochgeladen und die dürfen wir nun auch angucken.

Die komplette Zusammenfassung einer Auswahl von Vorträgen ist 3 Stunden 38 Minuten lang und kann hier angesehen werden. Ruthalas Menovich hat daraus den 22-minütigen Auftritt von Ebbe Altberg in eine einzelnes Video gepackt, das ich nun hier einbette. Der Vortrag von Philip Rosedale steht erst für heute auf der Agenda der SVVR.


2015 SVVR - The Future of VR Is User-Created (Ebbe Altberg)



Allzu viel Neues, aus der Sicht eines informierten SL-Nutzers, hat Ebbe in seinem Vortrag nicht gesagt. Deshalb fällt meine Zusammenfassung relativ kurz aus.

Das Thema von Ebbes Präsentation hieß "The Future of VR is User-Created" ("Die Zukunft von VR ist nutzergeneriert"). Ebbe erschien ganz in Schwarz im scheinbar superheißen San Jose Convention Center (Silicon Valley) und selbst bei nur 20 Minuten Redezeit musste er am Ende erst mal zur Wasserflasche greifen.

Der Kernpunkt des Vortrags drehte sich darum, dass Nutzer künftiger VR-Welten nicht abhängig sein sollten von professionellen 3D-Entwicklern, sondern dass sie mit möglichst einfachen Mitteln ihre Umgebungen selbst gestalten können. Und das sowohl mit selbsterstellten als auch mit erworbenem Content, ähnlich wie man es heute auch bei seiner RL-Wohnung machen kann. Als schon vorhandenes Beispiel nennt er natürlich Second Life.

Um den Erfolg von SL zu verdeutlichen, erwähnt Ebbe die folgenden Zahlen. Im letzten Jahr haben Content-Ersteller in Second Life über 60 Millionen US-Dollar verdient bzw. sich diesen Betrag durch Umtausch von L$ ausbezahlen lassen. Und der Gesamtbetrag aller Umsätze in SL im letzten Jahr betrug eine halbe Milliarde US-Dollar.

Da die SVVR eine stark auf VR ausgerichtete Veranstaltung ist, spricht Ebbe auch an, dass SL kompatibel zur Oculus Rift ist, jedoch nennt er auch die Einschränkungen in Bezug auf Performance und Bedienbarkeit. Ab 3:50 min wird eine Grafik von den Insilico Regionen eingeblendet und Ebbe erzählt dabei etwas über die Freizeitaktivitäten der SL-Community. Shopping, Clubbing, Rollenspiel, Fashion, Vehikel, usw.. Danach folgen die Lern- und Ausbildungmöglichkeiten, die Vorzüge von SL für behinderte Menschen, die Charity-Gruppen und die Non-Profit Organisationen. Auch 1920 Berlin wird von Ebbe mal wieder erwähnt. Alles Dinge, die schon oft in anderen Diskussionen und Interviews von ihm angesprochen wurden.

Am Ende seiner Ausführungen zu Second Life, geht Ebbe dann doch noch auf ein paar erwähnenswerte Dinge ein. Zunächst erzählt er, es gäbe in SL eine Frau aus Neuseeland, die nur mit Mesh-Händen und -Füßen Hunderttausende von US-Dollar pro Jahr verdiene (ist da etwa Slink gemeint?). Ebenfalls erwähnenswert ist, dass Ebbe sagt, die Performance einer SL-Region würde ab etwa 50 Avataren einbrechen. Und schließlich kommt er zur Lernkurve von Second Life, die seiner Ansicht nach zu groß ist, sowohl beim Erstellen von Content als auch beim Konsumieren der 3D-Welt.

Ein Foto aus Projekt Sansar?
Interessant wird es dann ab Minute 14:30, als Ebbe etwas über Sansar erzählt und ein erstes Foto (oder nur eine Grafik? - siehe hier oben) zur zukünftigen Plattform von Linden Lab gezeigt wird. Dazu sagt er dann, dass Linden Lab jedem Nutzer die Möglichkeit geben will, eigenen Content zu erstellen, eigene Umgebungen zu gestalten und mit einfachen Mitteln andere Leute dorthin zu bringen. Allerdings ist Ebbe der Ansicht, dass man etwa noch drei Jahre davon entfernt sei, bis VR wirklich massentauglich wird. Und bis dahin will LL wohl auch mit der neuen Plattform soweit sein.

In diesem Sommer wird die Alpha-Phase für Projekt Sansar starten, zunächst nur mit ein paar wenigen, ausgesuchten Nutzern. Dann zählt Ebbe alle angedachten Vorzüge von Sansar auf, die er schon auf der VVBPE 2015 im Frühjahr genannt hatte. Skalierbarkeit, Zehntausende von Avataren auf einer Region, neue Physik, besseres Skripting, hochwertige Lichtberechnung, leichte Content-Erstellung und vor allem ein neues Geschäftsmodell, bei dem eigenes Land bzw. eigene 3D-Räume nicht mehr so teuer sind, wie es heute in SL der Fall ist.

Ab 18:35 min können dann Fragen an Ebbe gestellt werden. Bei der ersten Antwort wiederholt er aber im Wesentlichen das, was er bereits im Vortrag gesagt hat. Die zweite Frage ist allerdings ganz witzig. Warum nennt ihr Sansar nicht "Second Life 2.0"? Darauf antwortet Ebbe, dass der Name zu viele Vermutungen auslösen würde, es wäre eine Fortsetzung von Second Life mit einer ähnlichen Technik. Das ist nicht der Fall. Außerdem werde man Second Life und Sansar eine lange Zeit parallel laufen lassen und da wäre ein SL1 und SL2 nebeneinander nur verwirrend.

Mittwoch, 29. April 2015

Die SVVR 2015 wieder mit Ebbe Altberg und Philip Rosedale

Quelle: SVVR
Am 18. und 19. Mai 2015 wird zum zweiten Mal die Silicon Valley Virtual Reality Conference & Expo (SVVR) stattfinden. Diese Konferenz beschäftigt sich mit allem, was mit Virtual Reality, virtuellen Welten und Augmented Reality zu tun hat. In der angegliederten Expo können dann vorgestellte Technologien, Plattformen und Geräte auch gleich live ausprobiert werden.

Genau wie beim Debüt 2014, werden auch diesmal wieder Ebbe Altberg und Philip Rosedale etwas vortragen, in diesem Jahr allerdings jeweils einzeln. Denn 2014 diskutierten die Beiden in einer Runde von fünf Teilnehmern das Thema "Creating the VR Metaverse". Ich hatte hier und hier darüber berichtet.

Mein heutiges Posting soll noch keine ausführliche Übersicht sein, sondern ich will nur schon mal darauf aufmerksam machen. Die letzten Infos werde ich dann kurz vor der Konferenz posten.

Hier der grobe Terminplan:

18. Mai
  • 9:30am - 5:30pm PDT (18:30 - 2:30 Uhr MESZ)
    - Konferenz Tag 1: Diskussionen, Vorträge, Workshops
  • 11:00am - 6:00pm PDT (20:00 - 3:00 Uhr MESZ)
    - Expo
  • 5:30pm - 6:30pm (2:30 - 3:30 Uhr MESZ)
    - Happy Hour/Empfang

19. Mai
  • 8:00am - 5:00pm PDT (17:00 - 2:00 Uhr MESZ)
    - Konferenz Tag 2: Diskussionen, Vorträge, Workshops
  • 11:00am - 3:00pm PDT (20:00 - 0:00 Uhr MESZ)
    - Expo

Die beiden eingangs erwähnten Betreiber virtueller Welten werden die folgenden Programmpunkte belegen:
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Quelle: SVVR
Philip Rosedale, High Fidelity

Was ist das Metaverse?
Wenn VR-Technologie überall nutzbar wird, was wäre dazu notwendig, um große, miteinander verbundene und gemeinsam genutzte 3D-Umgebungen Wirklichkeit werden zu lassen? High Fidelity arbeitet daran, eine Open Source Software und einen globalen Dienst zu erstellen, um dieses Ziel zu erreichen.

Gesprächsrunde, Dauer 20 Minuten

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Quelle: SVVR
Ebbe Altberg, Linden Lab

Die Zukunft von VR ist nutzergeneriert
Ebbe Altberg, CEO von Linden Lab, wird seine Sicht darlegen, warum von Benutzern erstellte Erlebnisse sehr wichtig für die Zukunft von Virtual Reality ist und was wir von anderen Technologien und Medien lernen können, die durch demokratisierte Content-Erstellung transformiert wurden.

Anhand von Beispielen aus dem 12 Jahre andauernden Erfolg von Second Life, wird Ebbe Einblicke über Stärke und Wert nutzergenerierter, virtueller Erlebnisse geben; über die Herausforderungen, die Nutzer zu befähigen, ihre eigenen interaktiven, sozialen VR-Inhalte zu erstellen; und über den Ansatz den Linden Lab dabei verfolgt, während sie ihre Plattform der nächsten Generation für virtuelle Erlebnisse entwickeln.

Gesprächsrunde, Dauer 20 Minuten

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Neben den beiden genannten Gesprächsrunden gibt es eine ganze Menge weiterer Namen, die über Themen aus dem VR-Bereich sprechen werden. Die Liste findet sich auf der Seite zum Quellenlink.

Für mich auch noch recht interessant, ist der Vortrag von Tony Parisi, der mit WebVR eine neue API für den Webbrowser vorstellen wird, mit der man in Zukunft virtuelle Umgebungen auf jeder Webseite unterbringen kann, inklusive Unterstützung von Oculus Rift & Co.

Wer an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit sein Thema vortragen wird, ist auf der SVVR-Seite noch nicht hinterlegt worden. Ebenso gibt es noch keine Information, ob der eine oder andere Beitrag über Video-Livestream ins Internet übertragen wird.

Die SVVR ist eine Gruppe von Entwicklern, Content-Erstellern, Unternehmern und Investoren, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Möglichkeiten für Virtual Reality Anwendungen zu erweitern.

Dabei konzentriert sich die Gruppe unter anderem auf folgende Ziele:
  • Das Etablieren einer neuen Industrie, in der soziale virtuelle Welten, virtueller Tourismus, Gaming und filmische Unterhaltung vereint werden.
  • Ein Forum für Entwickler bereitzustellen, in dem man Dinge wie Standards, Interoperabilität und soziale Auswirkungen neuer VR-Technologie besprechen kann.
  • Das Präsentieren neuer Technologien, um mit Investoren und Entscheidungsträgern in Kontakt zu kommen.
  • Eine Einstiegsplattform für Startups und Jungunternehmer anzubieten, damit diese auf ihre Entwicklungen aufmerksam machen können.

Ich werde kurz vor der Konferenz noch einmal die letzten Infos posten und danach die Aussagen von Ebbe und Philip hier im Blog zusammenfassen.

Links:

Quelle: SVVR 2015 - Conference & Expo - Agenda

Mittwoch, 21. Mai 2014

SVVR: Creating the VR Metaverse

Quelle: YouTube / Brian Hart
Nachdem ich gestern die Präsentation von Philip Rosedale auf der SVVR zusammengefasst hatte, gibt es heute nur das Video zur Gruppendiskussion aus der vergangenen Nacht. Auch hier war Philip Rosedale wieder mit dabei, plus zusätzlich Ebbe Altberg, Stefano Corazza, Tony Parisi, Josh Carpenter und als Moderator Bernhard Drax (von den Drax Files).

Dass ich diese Diskussion nicht zusammenfasse, hat zwei Gründe: Einmal kann ich die Leute kaum verstehen, weil der Ton wiklich schlecht aufgezeichnet wurde und zum anderen habe ich heute schlicht keine Zeit. Ich denke aber, dass Draxtor die wichtigsten Punkte noch einmal in seiner Podcast-Sendung am kommenden Freitag ansprechen wird.

Die Diskussion läuft etwas über eine Stunde und beginnt ab Zeitindex 4:20 min. Das Thema der Diskussion lautete "Creating the VR Metaverse" also "Erschaffen des VR-Metaverse" (VR ist die Abkürzung für Virtuelle Realität).

Vor der Diskussion gab es bereits eine Liste von Themen, die man ansprechen wollte. Diese waren:
  • Nur ein globales Metaverse oder mehrere?
  • Identität und Privatsphäre
  • Verwaltung in virtuellen Welten: Demokratien, das griechische Gott-Modell, oder wohlwollende Diktatoren?
  • Geistiges Eigentum und gesetzliche Gerichtsbarkeit
  • Übertragbarkeit und Standards für Avatare

Mir ist während der Diskussion allerdings nicht aufgefallen, dass sich die Herren bewusst über einen der Punkte aus der Liste unterhalten hätten. Und so gut Draxtor bei seinen SL-Videos und Podcast-Sendungen auch ist. Als Moderator einer solchen Diskussion hat er auf mich etwas verloren gewirkt.


Silicon Valley VR expo (Creating the VR Metaverse)




Im Video sitzen von links nach rechts: Stefano Corazza, Josh Carpenter, Ebbe Altberg, Philip Rosedale und Tony Parisi.

Da man Ebbe Altberg am besten von allen versteht und er für uns SL-Nutzer sicher auch am interessantesten ist, hier ein paar seiner Aussagen in Kurzform:
  • Über den SL-Marketplace werden pro Jahr über 100 Mio. US$ umgesetzt.
  • Ebbe Altberg bedankt sich bei Oculus VR und Facebook dafür, dass durch die Oculus Brille Second Life wieder in die Diskussion der Öffentlichkeit gerückt ist.
  • Linden Lab muss noch viel Arbeit in die Integration der Oculus Rift stecken, damit diese perfekt mit SL zusammenarbeitet.
  • In erster Linie will man die Nutzung der Rift wesentlich einfacher für die Anwender machen. Aktuell ist die Steuerung von SL mit der Rift noch ziemlich kompliziert (Laufen, Bauen und Chatten).
  • Es ist für Linden Lab eine schwierige Angelegenheit, neuen SL-Nutzern zu vermitteln, was in SL alles möglich ist.
  • Second Life ist heute technisch besser als je zuvor. Es hat eine hohe Grafikqualität und ist leistungsfähiger geworden. Aber wir haben noch einen langen Weg zu gehen.
  • Auf die Frage von Drax, was Ebbe in Bezug auf die immer noch schlecht formulierten ToS von SL unternehmen will, sagt dieser, dass er den Wortlaut ebenfalls zu aggressiv findet. Ebbe wiederholt noch einmal, dass LL keine Intentionen hat, sich Content von Einwohnern zum eigenen Vorteil anzueignen. Aktuell sind immer noch die Anwälte von LL damit beschäftigt, für die umstrittene Sektion der ToS einen für alle Seiten geeigneten Wortlaut zu formulieren.
  • Ebbe erwähnt, dass er sich oft mit Philip trifft und sie sich über Zusammenarbeit und Synergien zwischen Linden Lab und High Fidelity austauschen.

Soweit ich das verstanden habe, wurde in der Runde auch kurz über die Vereinigung aller virtuellen Welten zu einem großen, weltweiten Metaverse gesprochen. Das wurde aber mehr als Vision aufgezeigt, als dass jemand konkret von Plänen gesprochen hätte.

Links:

Sonntag, 18. Mai 2014

Die SVVR-Konferenz wird exklusiv in Second Life übertragen

Quelle der Einzelbilder: SVVR
Update: Die LEA-Ankündigung wurde noch einmal geändert. Mehr dazu weiter unten.

Gestern hat die LEA in ihrem Blog bekanntgegeben, dass die Silicon Valley Virtual Reality Konferenz am 19. und 20. Mai 2014 live und exklusiv in das LEA-Theater in Second Life übertragen wird. Das Ganze wird per Broadcast auf Videobildschirme gestreamt. Ich hatte Anfang Mai schon einmal diese Konferenz hier angekündigt.

Seit etwa einem Jahr hat die SVVR-Gruppe monatliche Meetings zum Thema "Virtuelle Realität für Konsumenten" durchgeführt. Die Konferenz im Computer History Museum von Mountain View ist nun die erste Großveranstaltung der SVVR und sie soll (bei entsprechendem Interesse) jedes Jahr stattfinden.

Zu den Zielen der Gruppe gehören unter anderem:
  • Das Etablieren einer neuen Industrie, in der soziale virtuelle Welten, virtueller Tourismus, Gaming und filmische Unterhaltung vereint werden.
  • Ein Forum für die Entwickler bereitzustellen, in dem man Dinge wie Standards, Interoperabilität und soziale Auswirkungen neuer VR-Technologie besprechen kann.
  • Das Präsentieren neuer Technologien, um mit Investoren und Entscheidungsträgern in Kontakt zu kommen.
  • Eine Einstiegsplattform für Startups und Jungunternehmer anzubieten, damit diese auf ihre Entwicklungen aufmerksam machen können.

Wie ich schon in meinem ersten Posting geschrieben hatte, werden an der Konferenz Philip Rosedale, Ebbe Altberg, Palmer Luckey und viele andere Namen aus der VR-Branche teilnehmen. Neu ist, dass die Moderation der Gesprächsrunde "Gestaltung des VR-Metaverse" mit Philip und Ebbe von Bernhard Drax übernommen wird (Draxtor Despres in SL). Die interessanten Programmpunkte sind für mich leider zum Teil etwas spät, aber es wird hoffentlich eine Aufzeichnung von dieser Konferenz im Anschluss auf YouTube geben.

Hier die aus meiner Sicht interessanten Themen:

Montag, 19. Mai 2014, 11:00am PTD / 20:00 Uhr MESZ

Montag, 19. Mai 2014, 2:00pm PTD / 23:00 Uhr MESZ

Dienstag, 20. Mai 2014, 12:00pm PTD / 21:00 Uhr MESZ

Dienstag, 20. Mai 2014, 3:00pm PTD / 0:00 Uhr MESZ

Das komplette Programm zur SVVR-Konferenz gibt es auf dieser Seite:

Update 19.05.2014:
Die Ankündigung im LEA-Blog wurde noch einmal geändert. Es wird jetzt nur die Diskussion von Philip Rosedale am Montag ab 2pm SLT (23:00 Uhr MESZ) und die Diskussionsrunde mit Philip und Ebbe am Dienstag ab 3pm SLT (0:00 Uhr MESZ) im LEA-Theater übertragen.

SLURL:

Sollte diese Region voll sein, kann man auch versuchen, über eine der drei anderen Regionen in das Theater zu kommen. Es steht auf dem Schnittpunkt von vier Regionen.

Links:

Donnerstag, 1. Mai 2014

Ebbe und Philip auf SVVR-Konferenz am 19./20. Mai 2014

Quelle der Einzelbilder: SVVR
Anfang April hatte ich hier über einen Vortrag von Philip Rosedale auf dem Silicon Valley Virtual Reality Meetup #9 berichtet. Er zeigte dort die neuesten Entwicklungen zu seiner virtuellen Welt High Fidelity. Das Meetup ist eine monatlich stattfindende Veranstaltung, die seit etwa einem Jahr von der SVVR-Gruppe durchgeführt wird.

Gestern habe ich jetzt auf New World Notes gelesen, dass bei der ersten großen SVVR-Konferenz am 19. und 20. Mai 2014 neben Philip Rosedale auch Ebbe Altberg zugesagt hat. Und zwar wird er mit Philip und Stefano Corazza gemeinsam eine Präsentation zum Thema Gestalten des VR-Metaverse durchführen.

Auf der Themenliste stehen die folgenden Punkte:
  • Nur ein globales Metaverse oder mehrere?
  • Identität und Privatsphäre
  • Verwaltung in virtuellen Welten: Demokratien, das griechische Gott-Modell, oder wohlwollende Diktatoren?
  • Geistiges Eigentum und gesetzliche Gerichtsbarkeit
  • Avatar-Übertragbarkeit und -Standards

Wie Wagner James Au in seinem Blog anmerkt, wird dies der erste öffentliche Auftritt von Ebbe Altberg in seiner Funktion als CEO von Linden Lab sein. Dass er sich gut und verständlich ausdrücken kann, hat man schon auf der VWBPE 2014 gehört, allerdings ist er dort nur mit seinem Avatar aufgetreten. Ich hoffe, es wird von dieser Präsentation auch wieder ein Video auf YouTube eingestellt, denn ich halte das Thema als SL-Nutzer für durchaus interessant.

Was mir insgesamt auch auffällt: Das Interesse an Veranstaltungen, wie die Konferenz der SVVR-Gruppe, scheint durch den kleinen Medienhype um die Oculus Rift, Sony Morpheus und die anderen neuen VR-Entwicklungen, ziemlich gestiegen zu sein. Ein Trend, der uns als SL-Nutzer nur recht sein kann. An der SVVR-Konferenz wird auch Palmer Luckey teilnehmen, der Erfinder der Oculus Rift. Er beteiligt sich an einer Diskussion mit dem Thema "Einzug von virtueller Realität im Consumerbereich."

Ich werde nach der Konferenz sehen, ob ich etwas dazu finde und eine kurze Zusammenfassung hier posten.

Links: