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Donnerstag, 20. Februar 2014

Linden Lab trennt sich von dio, Versu und Creatorverse

Quelle: Linden Lab
Am 19. Februar 2014 hat Linden Lab in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, dass sie die Entwicklung und den Support für drei ihrer sieben Produkte beendet haben. Betroffen sind dio, Versu und Creatorverse.

Inzwischen wurden die Webseiten von Versu und Creatorverse bereits offline genommen. Eine Meldung auf der Homepage von dio besagt, dass diese Plattform am 28. Februar abgeschaltet wird. Weiterhin im Programm von Linden Lab sind jetzt noch die Titel Second Life, Blocksworld, Desura und Patterns.

Hier die sehr kurze Pressemitteilung von LL, die ganze zwei Sätze lang ist:
Linden Lab richtet sein Produktangebot neu aus
2014-02-19

Nach reiflicher Überlegung hat Linden Lab beschlossen, die Entwicklung und Unterstützung für dio, Versu und Creatorverse einzustellen. Wir sind dankbar für alle, die sich die Zeit genommen haben, um mit diesen Produkten in ihrer Anfangszeit zu experimentieren, aber letztlich haben wir festgestellt, dass es aufgrund einer Reihe von Faktoren für uns und unsere Kunden am besten ist, wenn wir unsere weiteren Anstrengungen darauf konzentrieren, außergewöhnliche Dienste und überzeugende Erfahrungen für die Nutzer unserer anderen Produkte anzubieten.

Quelle: [Linden Lab] - Linden Lab Refocuses Product Offering

Bei seinem inworld Treffen mit Bloggern hat Ebbe Altberg ja bereits eine Vereinfachung des Produktportfolios angekündigt. Dass es so schnell gehen würde, hat aber niemand erwartet. Auch auf der Produktseite von Linden Lab wurden die eingestellten Titel inzwischen entfernt, genauso wie die zugehörigen Foto-Sets auf der Flickr-Seite von LL.

Nostalgischer Screenshot
Die Reaktionen in den Blogs und Foren sind geteilt. Einige finden es gut, andere halten es für einen Fehler, dass LL den einen oder anderen Titel aus dem Programm genommen hat. (Und natürlich gibt es noch die, die sowieso gegen jede Entscheidung von LL sind, egal wie die Meldung lautet^^).

Ich halte die Entscheidung für richtig, denn die eingestellten Produkte passten von der Zielgruppe nicht wirklich zum Hauptprodukt Second Life. Blocksworld und Patterns dagegen schon, denn das sind 3D-Plattformen mit nutzergeneriertem Content. Und Desura als Plattform für alle möglichen Produkte ist eher mit dem SL-Marketplace vergleichbar, als mit einer einzelnen Anwendung. Im Augenblick sehe ich zwar wenig Schnittstellen zu SL, aber je nach Strategie für die Zukunft, kann Desura vielleicht mal in Verbindung mit SL eine größere Rolle spielen.

Alles in allem bewegt sich was mit dem neuen CEO. :)

Sonntag, 21. April 2013

Dies und Das aus dem Web (KW 16 / 2013)

Heute habe ich es endlich mal geschafft, meinen Wochenrückblick etwas kompakter zu halten. Denn ich will nachher wieder auf die Fantasy Faire. Ich war zwar schon gestern dort, aber ich habe mir viel Zeit gelassen und bin deshalb nicht sehr weit gekommen. Wenn ich heute die ersten fünf Regionen schaffe, gibt es morgen einen ersten Besucherbericht hier im Blog.

Als Hauptthema habe ich heute nichts über Second Life, sondern etwas zum neuen Projekt von Philip Rosedale, der offenbar an einem "Second Life 2" arbeitet, das zu unserem SL allerdings nicht mehr kompatibel sein wird. Eine 10 Jahre alte Technologie lässt sich halt nicht ohne weiteres mit den neuesten Entwicklungen verheiraten. Da macht ein grundsätzlich neuer Ansatz schon Sinn. Sollte dieses Projekt in einigen Jahren erfolgreiche Ergebnisse vorweisen, könnte es tatsächlich Second Life ablösen.

Eine lustige Geschichte, die ihren Ursprung schon vor über zwei Wochen hatte, ist mein Bericht zur 3D Mandelbrot-Region auf LEA 27. Erst dachte ich, dass ein Spambot diese Seite ständig besucht, weil die Seitenaufrufe ungewöhnlich hoch waren. Doch dann habe ich mal genauer in die Statistiken geschaut und gesehen, dass fast alle Besucher über die Google-Suche gekommen sind, und zwar durch Eingabe von "3d mandelbrot". Irgendwie stuft Google meinen Bericht ziemlich hoch ein, so dass er unter den ersten paar Treffern auftaucht. Ich schätze, dass die meisten Besucher die über diesen Google-Link gekommen sind, mit SL nichts zu tun haben oder es noch nicht mal kennen. Und ich hoffe, dass sich vielleicht ein paar in SL eingeloggt haben, um sich das aus meinem Bericht mal anzusehen. :)

Zum Schluss möchte ich noch eine Aussage von Nalates Urriah zitieren, die sie in ihrem Artikel zu den Drax Files gemacht hat. Auf die Frage von Zander Green, warum die RL-Presse nicht mal den Aspekt der zwischenmenschlichen Interessen in Second Life aufgreife, sagte Nalates: "Journalisten sind wenig informierte Leute, die nicht viel wissen. [...] Second Life ist technisch zu kompliziert für die meisten Journalisten". Dem kann ich nur zustimmen. Es kommt so gut wie nie vor, dass ich bei einem Artikel eines größeren Verlages auch nur annähernd den Eindruck habe, dass der Autor wenigstens minimal weiß, worüber er schreibt.

Und nun mein Rückblick auf die Webwoche:

Kalenderwoche 16 / 2013



Quelle: Daniel Voyager's Blog
Bay City Fashion Week 2013

Am Dienstag veröffentlichte Daniel Voyager in seinem Blog eine Pressemitteilung zur Bay City Fashion Week 2013. Sie läuft vom 20. bis 29. April auf der Region "North Channel" , der Teil des Bay City Mainlands ist.

Zu sehen gibt es Kleidung und Avatar-Zubehör aus den Jahren 1940 bis 1965 im Stil amerikanischer Großstädte, was auch dem allgemeinen Thema von Bay City entspricht. Gemeldete Aussteller der Fashion Week sind: Schadenfreude, Sonatta Morales, Misha Kerang Designs, FIN, Robin (Sojourner) Wood, Eclectica, Volstead, 1-800-BETTIES, Ingenue, Purplemoon Creations, Rhapsody, Vita Bella, Delicate Sensibilities und Pure Poison.

Quelle: Bay City Fashion Week 2013, Press Release 2



Und weiter gehts nach dem Link:

Sonntag, 7. April 2013

Dies und Das aus dem Web (KW 14 / 2013)

Heute gibt es einen Mix aus etwas ausführlicheren Meldungen, die ich schon während der Woche geschrieben hatte und ein paar kurzen Meldungen, die ich heute noch ergänzt habe. Das Wetter war heute seit langer Zeit mal wieder erträglich und deshalb war ich mal länger AFK.

Am Freitag wurde der CHUI-Code im offiziellen Viewer eingeführt. Damit kann sich Linden Lab nun auf das serverseitige Avatar Baking konzentrieren und laut dem TPV-Meeting vom Freitag, soll das Ganze ziemlich flott gehen. Das ist jedoch auch abhängig davon, wann der Großteil der TPVs den SSAB-Code ebenfalls eingebaut hat, damit möglichst wenige SL-Nutzer plötzlich nur noch graue Avatare sehen. Viewer, wie der Phoenix oder der Imprudence, werden nach dem Umstieg definitiv für SL nicht mehr geeignet sein, denn sie werden kein Update auf das SSAB erhalten.

Hier noch ein paar Kurznachrichten, für die ich keinen Extra-Abschnitt geschrieben habe:
In meinem letzten Wochenrückblick habe ich die Scoop-it!-Seite Second Life Good Stuff von DrFran für Freebie-Jäger empfohlen, sozusagen als Nachfolger von Fritzfranz Frides "Second Life Freebies". Wie ich diese Woche gesehen habe, beteiligt sich Fritzfranz nun sporadisch an den Freebie Tipps von DrFran (z.B. hier). Das ergibt dann einen sehr guten Mix aus Fashion und Spielzeug für SL. :)

Dann lief von Freitag auf Samstag die WDR Computer-Nacht im TV, bei der auch Second Life in einer der Folgen ein Thema war. Daraufhin gab es auf Twitter unzählige Kommentare nach dem Schema "Second Life - gibts das überhaupt noch?" (Beispiel). Liebe erfahrene Computerexperten und Twitter-Vielnutzer: Wenn man sich unsicher ist, ob ein Thema aktuell noch Relevanz hat, dann einfach mal auf Google ein paar Schlagworte eingeben. Mache ich das z.B. mit den Begriffen "Second Life" + "Blog", dann erscheinen etwa 15 Mio. Treffer. Lasse ich davon nur die Ergebnisse aus den letzten vier Wochen anzeigen, bleiben immer noch 152.000 Treffer. Wenn ich nun davon ausgehe, dass nur ein kleiner Teil der Second Life Nutzer auch aktiv etwas ins Internet einstellt, dann behaupte ich einfach mal - ja, Second Life gibt es noch.

Und zu guter Letzt ein kleiner Rant: Wenn ich manchmal so durch die Foren lese, möchte ich glatt hier im Blog eine Rubrik mit dem Titel "Witzfigur der Woche" einführen. Aber eigentlich ist es gar nicht notwendig. Denn jeder mit nur ein bisschen Erfahrung in SL, merkt auch direkt beim Lesen der Trollversuche, was für einen unglaublichen Schwachsinn da gerade jemand abgelassen hat. Mir tun nur diejenigen leid, die neu sind und evtl. ein völlig falsches Bild von SL bekommen. *maunz*

Und nun mein unharmonischer Nachrichten-Mix aus der vergangenen Woche:

Kalenderwoche 14 / 2013



Quelle: New World Notes
Wird es neue Regelungen für den L$ geben?

Am Donnerstag berichtete Wagner James Au auf New World Notes über eine Untersuchung des Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN), einem Büro des US Finanzministeriums, ob virtuelle Währungen einer Regulation auf dem realen Finanzmarkt bedürfen. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der sehr spekulativen virtuellen Währung Bitcoin, die wohl einigen realen Finanzverwaltern inzwischen etwas Angst macht, da sie sich immer mehr im Internet-Zahlungsverkehr ausbreitet.

Laut Wagner ist zwar der Linden Dollar nicht direkt in Gefahr und an seiner heutigen Einstufung wird sich wahrscheinlich nichts ändern, aber er empfiehlt Linden Lab, zu diesem Thema doch ein paar Anwälte zusätzlich einzustellen. Wagner zitiert aus einem Artikel von Alex Kadochnikov, in dem er schreibt, dass LL jeglichen Mehraufwand vermeiden könnte, wenn sie den Linden Dollar abschaffen und stattdessen bei inworld Transaktionen den US-Dollar verwenden würden. Allerdings hätte LL damit dann auch keine Möglichkeit mehr, sich quasi ihr Geld selbst "zu drucken".

Will LL den Linden Dollar behalten, werden sie bei einer tatsächlichen Neuregelung (im Augenblick wird ja nur diskutiert) den Verlauf von Transaktionen in Zukunft genauer dokumentieren und bei der FinCEN vorlegen müssen. Damit sollen zum Beispiel Dinge, wie illegale Geldwäsche in SL vermieden werden. Der Vorteil des Linden Dollar gegenüber dem Bitcoin ist jedoch, dass der L$ außerhalb von SL nicht als Zahlungsmittel verwendet werden kann.

Links:

Quelle: US Treasury Issues Guidelines on Virtual Currency Regulation...



Und weiter geht es nach dem Link:

Sonntag, 23. Dezember 2012

Dies und Das aus dem Web (KW 51 / 2012)

Heute habe ich in erster Linie Meldungen zu Updates und wieder einige Infos aus dem Blog von Nalates Urriah. In der letzten Woche vor Weihnachten bin ich kaum an den Computer gekommen und wenn, dann hatte ich oft auch anderen Kram online zu erledigen. Linden Lab hat dagegen am Ende des Jahres noch einmal richtig Gas gegeben. Neue Versionen für beide Viewer, neue Versionen für Creatorverse und Patterns, es wurde sogar ein echter Blogpost verfasst (in Zeiten Rod Humbles eine Rarität), und die letzten Server-Aufspielungen wurden so gestaltet, dass man damit ohne große Panik über die Feiertage kommt.

Der Jahresrückblick von Linden Lab hat allerdings auf verschiedenen Webseiten zu Kritik geführt. Viele sind der Meinung, dass dies nichts anderes war, als ein sich selbst auf die Schultern klopfen von LL. Was von LL im Blogpost als Fortschritt beschrieben wurde, empfanden andere als gerade noch ausreichend, um nicht völlig unterzugehen. Vor allem die hohen Landpreise und den starken Rückgang von Regionen in diesem Jahr, hätte LL nach Ansicht der Kritiker ebenfalls ansprechen sollen. Zu einem Rückblick gehört einfach auch das Betrachten von weniger angenehmen Fakten, ansonsten hat das Ganze den Anschein einer politischen Schönrederei.

Ein anderes Thema, das ich in den Meldungen heute nicht einzeln hervorhebe, aber zu dem ich durchaus eine Meinung habe, ist die mehrtägige Abschaltung des deutschsprachigen Forums SLinfo aufgrund von "unangenehmer" Kritik. Auch wenn der Schwerpunkt dort schon länger nicht mehr auf Second Life liegt, habe ich dort doch einmal am Tag reingeschaut, da ich technische Threads zu SL immer ganz interessant finde. Die Abschaltung des Forums halte ich für eine Trotzreaktion eines Admins, der schon länger den Kontakt zu seinen aktiven Mitgliedern verloren hat (ähnlich wie im Nachbarforum). Diese Aktion wird nun meiner Meinung nach dazu führen, dass sich einige dort nicht mehr so wohlfühlen und sich zurückziehen. Ich bin gespannt, wie dort die Stimmung nach Wiederaufnahme des Betriebs sein wird. Im Notfall kann man ja auch als Spiegel Online und Google+ Ticker weitermachen.

Wie oben schon erwähnt, gibt es heute ein paar banale News, denn mir fehlte die Zeit für tiefere Recherchen.

Kalenderwoche 51 / 2012



Quelle: Prim Perfect
Prim Perfect Magazin für Dezember ist erschienen

Traditionell bringt Prim Perfect sein letztes Magazin des Jahres kurz vor Weihnachten heraus. Der Schwerpunkt liegt in dieser Ausgabe eindeutig auf Tipps zu Winterregionen in Second Life (von Seite 26 bis 78).

Ein paar Auszüge aus dem Inhaltsverzeichnis:
  • News From the Grid (Seite 10)
  • Music Boxes for Children (Seite 14)
  • Christmas Expo 2012 (Seite 20)
  • Winter Across the Grid (Seite 26)
  • New Babbage (Seite 78)
  • The Tiny Christmas Pudding (Seite 104)
  • A Designer Reviews the End of the World (Seite 114)
  • Designing Worlds News (Seite 132)
  • Happy Hunting News (Seite 149)

Hier lang zum Magazin ansehen:
>> PrimPerfect Issue 44 - Dezember 2012

Quelle: Celebrate the Holiday Season with the new issue of Prim Perfect!



Und weiter gehts nach dem Link:

Sonntag, 2. Dezember 2012

Dies und Das aus dem Web (KW 48 / 2012)

Heute gibt es wieder eine recht volle Packung "Dies und Das". Eigentlich wollte ich ja nicht mehr so viel Zeit investieren, aber diese Woche hatte ich fast jeden Abend eine kleine Meldung in meine Sammeldatei geschrieben und so kam dann heute einiges heraus, auch ohne allzuviel Arbeit. In der kommenden Woche habe ich allerdings ein sehr vollgepacktes RL-Programm. Ich vermute, dass ich dann nächsten Sonntag nicht so viel berichten kann.

Der Schwerpunkt meiner heutigen Meldungen liegt mal wieder auf den Blogposts von Nalates Urriah. Sie postet die für mich interessantesten Infos rund um Second Life. Diese stammen meist aus den inworld Meetings mit den Lindens und enthalten fast immer exakte Aussagen, statt viel Blabla.

Kalenderwoche 48 / 2012



SL AdventskalenderListe der SL-Advendskalender

Gestern war der 1. Dezember und wie jedes Jahr, sind auch diesmal wieder viele Leute auf der Jagd nach den Advendskalender-Türchen.

Die ultimative Liste für Advendskalender in Second Life, habe ich im Blog von Fab Free gefunden. Renee Lowenhart hat bis jetzt 67 Shops und sonstige Zielorte dort gelistet, die einen Kalender aufgestellt haben. Wer also viel Zeit hat und gerne Geschenke in SL einsackt, der sollte hier mal vorbeischauen:
>> Adventskalender in SL

In den deutschsprachigen Foren, die sich unter anderem mit SL beschäftigen, läuft auch ein Adventskalender. Auf der Fab Free Seite ist er unter "Asteroid Advent" gelistet. Da sich K2 Loon und die Creative Sellers Gruppe ziemlich viel Mühe damit gemacht haben, liste ich diesen Kalender hier noch separat auf:

Auf SLinfo:
>> Adventskalender 2012 der Deutschen Community - (Startposting am 1. Dezember)

Oder auf avameet:
>> avameet Adventskalender? - (Startposting am 1. Dezember)



Weitere Themen gibt es nach dem folgenden Link:

Sonntag, 18. November 2012

Dies und Das aus dem Web (KW 46 / 2012)

Tja, da nehme ich mir vor, den Wochenrückblick nicht mehr so ausführlich zu gestalten und dann wird es doch wieder genauso lang, wie zuvor. Es ist irgendwie schwer, alte Gewohnheiten abzulegen. :)

So ganz allgemein gibt es zu berichten, dass die Server-Aufspielungen am Dienstag und Mittwoch seit langer Zeit mal wieder komplett positiv verlaufen sind. Keine Rollbacks, keine Berichte über Fehlfunktionen und viele erzählen von guten bis sehr guten Regionswechseln mit Vehikeln. Mit Blick auf die aufspielungsfreie nächste Woche (wegen Thanksgiving), ist das ein beruhigender Zustand.

Auch heute gibt es die erste Meldung wieder im Hauptteil, bevor es mit einem Link auf die Unterseite geht.

Kalenderwoche 46 / 2012



Quelle: The European
Keine Angst vor Second Life

Auf "The European" ist am 11. November ein Artikel erschienen, der sich übergeordnet mit dem Einfluss sozialer Netzwerke auf die Internetnutzer beschäftigt. Als Negativbeispiel wird dabei Second Life herangezogen.

Laut dem Autor bestimmen nicht die Betreiber über den Erfolg von Web-Plattformen, sondern die mündigen Nutzer, die bei Nichtgefallen einfach weiterziehen und sich das nächste Ding ansehen. Dies sei dann auch Second Life zum Verhängnis geworden. Zitat: "Second Life geht daran zugrunde, dass jeder sieht, dass die schöne virtuelle Welt eine Wüste der Einsamkeit wird."

Auch wenn der Autor in Bezug auf SL wieder die altbackenen Copy & Paste Zitate der nicht mehr recherchierenden Presse verwendet, ist sein Artikel insgesamt gar nicht so schlecht. Hätte er SL vor seinem Geschreibe mal einen Besuch abgestattet und sich von einem erfahrenen Nutzer ein paar interessante Orte zeigen lassen, dann hätte er wohl ein anderes Beispiel für ein aufgegebenes soziales Netzwerk gewählt.

Quelle: Keine Angst vor Second Life



Nach dem folgenden Link geht es weiter...

Freitag, 2. November 2012

Linden Lab startet Creatorverse für das iPad

Quelle: Linden Lab
Gestern, am 1. November 2012, hat Linden Lab in einer Pressemitteilung den offiziellen Start seines neuen Produktes "Creatorverse" bekannt gegeben. Es ist zunächst ausschließlich für das iPad von Apple erhältlich, soll aber später auch für andere Tablets, PCs und Notebooks verfügbar gemacht werden.

Im Gegensatz zum bereits erschienenen Patterns, das sich noch in einer frühen Beta Phase befindet, ist Creatorverse von Beginn an eine Vollversion. Die App kostet im Apple Store 4.99 US$, was selbst für Apple Verhältnisse recht teuer ist, denn es gibt dort auch Unmengen an kostenlosen Spiel- und Anwendungs-Apps. Die Downloadgröße beträgt 5.3 MB und zunächst ist auch nur die englische Version im Angebot (im deutschsprachigen App Store wird Creatorverse nicht gefunden).

Hier die kurze Beschreibung aus Linden Labs Pressemitteilung:

Quelle: Linden Lab
Creatorverse ist ein zweidimensionaler, gemeinsam nutzbarer Kreativraum, eine digitale Leinwand auf der ihr einzigartige Kreationen erstellen, diese in Bewegung setzen und sie mit der Welt teilen könnt, damit alle Spaß haben und sie verändern können. Ihr werdet zum Erfinder, indem ihr eure Kreationen zeichnet, zieht, formt und Farbe gebt, und dann Gelenke, Kräfte, Antriebe, Teleporter und Eingaben hinzufügt, die bestimmen, wie eure Erfindungen auf dem Bildschirm zum Leben erwachen.

Ihr könnt eure Erfindungen lokal abspeichern, oder sie mit anderen Nutzern in der Cloud teilen, damit sie sich daran erfreuen und diese in ihre eigenen, einzigartigen Kreationen einarbeiten können. Vom einfachsten, hüpfenden Ball, bis zu einem Auto, einer Rakete, einem Pinball-Spiel oder einer schönen Arbeit interaktiver Kunst, gibt es endlose Möglichkeiten der Kreativität mit Creatorverse.

"Linden Lab produziert gemeinsam nutzbare Kreativräume in denen Leute Spaß haben können während sie die Kreativität erforschen, die in jedem von uns steckt," sagt Rod Humble, CEO von Linden Lab. "Creatorverse ist eine besonders aufregende Entwicklung für uns, nicht nur weil es unsere erste App für das iPad ist, sondern auch weil es unglaublich intuitiv zu nutzen ist, so dass Leute aus jeder Generation dabei Spaß haben können, ihre Kreationen in Bewegung zu setzen und die einzigartigen Erfindungen zu entdecken, die in der Creatorverse Galaxie mit anderen geteilt werden."

Quelle: Linden Lab
Linden Lab scheint sich gerade auf einem Trip für verschachtelte Satzkonstruktionen zu befinden. Übersetzt klingt das dann irgendwie dämlich. Dafür hat LL aber aus dem Start von Patterns gelernt und gleich zu Beginn für Creatorverse insgesamt 14 Tutorial Videos auf YouTube bereitgestellt (Link dorthin siehe unten). Und genauso wie für Patterns, gibt es auch für Creatorverse eine hauseigene Community-Seite, auf der einige Mitarbeiter Fragen beantworten und Verbesserungsvorschläge entgegennehmen (Link ebenfalls unten). Allerdings ist hier einen Tag nach Veröffentlichung wesentlich weniger los, als auf der Patterns-Seite. Das liegt sicher am begrenzteren Kundenkreis, denn es dürfte weit weniger iPads geben, als PCs und Notebooks.

Links:

Quelle: Linden Lab Launches First App for iPad, Creatorverse

Ein erstes Review gibt es auf Kotaku (englisch):

Hier gibt es einen Überblick zu allen vier neuen Produkten von Linden Lab bei mir im Blog:

Und hier noch einmal der Promo-Trailer mit Rod Humble als Sprecher:


Freitag, 12. Oktober 2012

Rod Humble über die neuen Produkten von Linden Lab

Quelle: Linden Lab
Auf Giant Bomb ist gestern ein längerer Artikel erschienen, in dem sich Rod Humble zu Patterns und den demnächst erscheinenden Produkten von Linden Lab geäußert hat. Demnach werden neben dem schon veröffentlichten Patterns bis Ende November insgesamt drei weitere Titel auf den Markt kommen. Hier eine ziemlich grobe Zusammenfassung des Artikels.

Zunächst wird noch einmal auf Humbles Vergangenheit bei Electronic Arts und seiner führenden Arbeit bei der Entwicklung von "Die Sims" eingegangen. Dann auf seinen Wechsel zu Linden Lab in der Funktion des CEOs. Außerdem wird erwähnt, dass Linden Lab im Jahr 2011 mit SL einen Gewinn von 75 Mio. US$ einfahren konnte. Dass sich Linden Lab nun neben SL weitere Standbeine mit neuen Produkten schafft, ist im Wesentlichen die Idee von Humble gewesen und auch in der Entwicklung der einzelnen Produkte selbst war er zum Teil involviert.

Second Life wird aufgrund der Einführung neuer Produkte nicht verschwinden und der größte Teil von Linden Lab beschäftigt sich weiterhin mit dieser Plattform. Aber neuen Nutzern stabile Tools zur Unterstüzung von Kreativität anzubieten, sei das neue Mantra von Linden Lab.
Patterns
Quelle: Linden Lab
Alles, was die Firma zukünftig gestaltet, muss diesem Grundgedanken folgen. Und mit Patterns, das inzwischen bereits als Genesis-Version zu haben ist, sei dies gut gelungen. Inzwischen haben die Nutzer mit den vorhandenen Mitteln völlig neue Formen geschaffen, an die bei der Entwicklung noch niemand gedacht hatte (z.B. eine Kugel). In ungefähr einem Jahr soll dann erst die Vollversion von Patterns 1.0 erscheinen. Bis dahin sollen Dinge wie Multiplayer, Avatar-Editor und viele weitere Vorschläge von Nutzern der Community Webseite in Patterns aufgenommen werden.

Rod Humble hatte zu Beginn der Entwicklung von Patterns einige Bedenken wegen dessen Ähnlichkeit zu Minecraft. Er fand es nicht richtig, derart viele Bezüge zum Sandbox-Klassiker von Markus Persson zu verwenden. Er nennt es ein "moralisches Problem". Jedoch hat Humble sich mit Markus Persson in Verbindung gesetzt und dieser gab ihm seine Zustimmung. Persson erwähnte sogar auf seinem Twitter-Kanal Patterns mit einem positiven Kommentar.

Creatorverse
Quelle: Linden Lab
Das zweite Produkt, dass Linden Lab wahrscheinlich noch im Oktober starten wird, ist Creatorverse. Dies wird zunächst nur für das iPad verfügbar sein (wenn Apple der Aufnahme als App zustimmt), jedoch sollen später auch PC und Mac Varianten folgen. Creatorverse ist eine Art Bastelkiste für interaktive Spielzeuge im Stil von Rube Goldberg

Als Humble die App dem Giant Bomb Reporter vorführte, startete er mit einem weißen Bildschirm, zeichnete ein Rechteck, färbte es ein und versuchte dann den Reporter davon zu überzeugen, dass dies ein Auto sei. Dies untermauerte er dann noch durch zwei Kreise unterhalb des Rechtecks. Doch nachdem Humble auf "Play" klickte, stürzte die Konstruktion in sich zusammen. Bei einem zweiten Versuch öffnete er dann die Toolbox auf der linken Seite des Bildschirms und fügte Verbindungspunkte zwischen den Rädern und der Box hinzu, stattete die Räder mit einer Drehbewegung aus und zeichnete eine kurvige Linie unterhalb seiner Konstruktion. Als er danach auf "Play" klickte, erwachte das Auto zum Leben und fuhr davon.

Jede Kreation von Creatorverse kann auf Cloud-Server hochgeladen werden und jeder andere Nutzer kann mit diesen dann Spielen oder sie weiter verändern. Dies soll auch einen gewissen Bezug zu Second Life herstellen und irgendwann soll es dann auch möglich sein, seine eigenen Kreationen in der Cloud für Geld anzubieten (was allerdings auf iOS Geräten nie eintreten wird). Eine der hochwertigeren Spielzeuge, die in der Vor-Release Phase für Creatorverse erstellt wurden, war ein Flipper (Pinball).

Quelle: Dwell On It
In den nächsten Wochen werden dann neben Creatorverse noch zwei weitere Produkte von Linden Lab gestartet. Das Erste hat den Namen "Dio" und ist ein sogenannter "Room Creator", bei dem die Spieler Räume gestalten können. Die Möglichkeiten sollen dabei von der Konstruktion eines eigenen Abenteuerspiels, bis zur Entwicklung eines interaktiven Hochzeitalbums reichen. Mehr wird zu Dio nicht gesagt. Ich hatte Ende Mai hier im Blog bereits über Dio berichtet, als Linden Lab den Namen als Schutzmarke entragen ließ.

Das vierte Produkt von LL wird den Namen "Versu" tragen und dreht sich um das interaktive Erstellen von Geschichten. Für diesen Titel hatte Linden Lab Anfang des Jahres die kleine Firma Little TextPeople gekauft und seitdem arbeiten Emily Short und AI Designer Richard Evans an dieser Plattform. Laut Giant Bomb, können die Nutzer hier mehreren Charakteren unterschiedliche Motivationen zuweisen. Diese Charaktere reagieren dann auf Aktionen des Nutzers und erzeugen durch eigene Reaktionen situationsabhängige Geschichten. Die Themen für den ersten Release lauten dabei "Krimi" und "Liebesgeschichten".

Creatorverse
Quelle: Linden Lab
Durch die Veröffentlichung aller vier Produkte von Linden Lab so kurz hintereinander, erhofft sich Rod Humble eine Änderung in der Wahrnehmung seiner Firma. Er möchte, dass die Leute, die immer nur von "der Second Life Firma" geschrieben haben, einen erneuten Blick auf LL werfen. Humble sagte, dass Second Life an einem bestimmten Punkt zu viele Pressemeldungen hatte, die in eine spezielle Richtung gingen.

Der Giant Bomb Reporter ist der Ansicht, dass Patterns, Creatorverse, Dio und Versu sehr unterschiedliche Produkte sind, die jedoch alle irgendwo auch die kreativen Vorzüge von Second Life in sich tragen würden. Abschließend sagte Humble noch, dass er schon viele Visionen von Firmen in seinem Berufsleben darstellen musste. Aber die Einzige, die einigermaßen wirksam rüber kommt, ist die, bei der man sagen kann "Okay, welche Ausführung sollte ich umsetzen". Und die jetzige Auswahl von LL ist eine solche Vision.

Quelle: Rod Humble Would Like You to Meet Linden Lab 2.0

Mittwoch, 19. September 2012

Neues Second Life Video

Gestern hat Linden Lab nicht nur zwei seiner vier geplanten neuen Produkte vorgestellt, sondern auch ein neues Second Life Video auf YouTube hochgeladen. Dieses Video wurde auch auf der Was ist Second Life? Seite der SL-Homepage eingebunden. Das sieht man aber nur, wenn man nicht bereits im Webbrowser auf irgendeiner SL-Seite angemeldet ist.

Das Video ist jetzt kein großer Wurf und es wurde mit der schon bekannten Nervmusik unterlegt. Gut finde ich, dass Ausschnitte aus Claudia222 Jewells "Spirit" und von Chou Chous "Memento mori" mit drin sind. Ziemlich überrascht war ich von der Szene, in der die Dame mit der Kriegsbemalung einem Zombie die Eingeweide rausballert.

Immerhin wird am Ende wieder (und immer noch) der einzig wirklich passende Slogan gezeigt: Your World. Your imagination.




Und da ich jetzt gerade bei Linden Lab bin: Mit der Vorstellung der zwei neuen Produkte, haben sie auch gleich ihre Firmen-Webseite komplett überarbeitet. Vor dem gestrigen Tag war ihr Leitspruch auf fast allen Unterseiten "It's our mission to connect us all to an online world that advances the human condition." Übersetzt in etwa: "Es ist unsere Mission, uns alle mit einer Online-Welt zu verbinden, die das menschliche Dasein voranbringt."

Seit gestern lautet Linden Labs Mission so: "Linden Lab is a developer of digital entertainment that inspires users to create, socialize, share - and have fun." Übersetzt etwa: "Linden Lab ist ein Entwickler für digitale Unterhaltung, die Benutzer zum Erstellen, Kontakte knüpfen, Teilen - und Spaß haben inspiriert."

Interessant fand ich die neue "About"-Unterseite, die jetzt wesentlich ausführlicher ist, als zuvor. Da ich die schon länger nicht mehr angesehen hatte, sind für mich in der Management-Liste einige Namen unbekannt. Der Platz von CFO Bob Komin, der Ende Juli 2012 Linden Lab verlassen hat, wurde nun von Malcolm Dunne eingenommen. Das scheint bisher vielen englischsprachigen SL-Blogs entgangen zu sein, denn sowas ist eigentlich immer einen kleinen Beitrag wert. Malcom war vor seinem Wechsel zu LL bei der Firma Trion Worlds Inc beschäftigt. Und - oh Wunder - er hatte Kontakte zu Electronic Arts.

Ebenfalls interessant ist das Bild, das unter Rod Humbles Namen zu sehen ist. Es wurde von Rod selbst kreiert und soll ein Porträt der Firma Linden Lab sein. Laut Erklärung wurde es mit dem Computer erstellt und zeigt die Interaktionen einiger programmierter Charaktere über einen gewissen Zeitraum. Und dies sei vergleichbar mit den Mitarbeitern von Linden Lab.

Rod Humble hat sich gestern auch wieder auf SLU zu Wort gemeldet. Dort erwähnt er, dass das neue Produkt "Creatorverse", das ja zunächst nur für Apples iPad erscheinen wird, später auch für Android Geräte und Desktop PCs angeboten werden soll. Für das (aus meiner Sicht) wesentlich interessantere "Patterns", will Linden Lab am morgigen Donnerstag ausführliche Informationen veröffentlichen. Wenn ich mir die Grafik von Patterns genau ansehe, vermute ich tatsächlich, dass es eine Art Minecraft-Klon sein wird, bei dem aber nicht nur Würfel-Blöcke, sondern auch Prisma-Blöcke verwendet werden können.

Dienstag, 18. September 2012

Linden Lab enthüllt zwei neue Produkte

Ich habe es eben zuerst auf New World Notes gesehen. Linden Lab hat heute die ersten beiden neuen Produkte vorgestellt, die Anfang des Jahres angekündigt wurden. Sie heißen "Creatorverse" und "Patterns".

Quelle: Linden Lab
Es handelt sich hier erstmal nur um die Vorstellung der beiden Titel und in der Pressemitteilung spricht Linden Lab davon, dass sie in Kürze starten werden. Beide Produkte drehen sich um das kreative Erstellen von Inhalten und sind völlig eigenständige Plattformen neben Second Life.

Quelle: Linden Lab
"Creatorverse" ist eine App für das iPad Tablet, mit der man 2D-Elemente entwerfen und sie dann animieren kann. Vom einfachen hüpfenden Ball bis zur komplexen Maschine soll alles möglich sein. Und obwohl die Grafik 2D ist, scheinen erstellte Objekte bei Animationen die Physik zu beachten. An den einzelnen Projekten auf Creatorverse können sich mehrere Leute gleichzeitig beteiligen und etwas gemeinsam erstellen. Die Ergebnisse können dann wiederum an jeden anderen Nutzer weitergegeben werden. Die App wurde bereits an den Apple Store weitergeleitet und soll in wenigen Wochen zur Verfügung stehen.

Einen ungefähren Eindruck zu diesem Produkt vermittelt das Video aus der Pressemitteilung:




Beim zweiten Produkt mit dem Namen "Patterns" handelt es sich um eine 3D-Umgebung, über die noch nicht so viele Einzelheiten bekanntgegeben wurden, wie zum ersten Produkt. Wagner James Au ist der Meinung, dass es der online Sandbox-Welt Minecraft sehr ähnlich sein wird. Laut Pressemitteilung hat man in Patterns die Möglichkeit, sehr große Strukturen in 3D zu erstellen, was aber durch die Erdanziehungskraft zu einer Herausforderung werden soll. Offenbar kann man dort nicht, wie in Second Life, Objekte einfach freischwebend in der Luft erzeugen und bearbeiten.

Jeder, der bei Patterns schon in der Betaphase dabei sein möchte, kann sich hier dazu anmelden:
>> Sign Up Here

Quelle: Linden Lab
So, das war erstmal eine kurze Breaking News. Zu diesem Thema wird es sicher in den nächsten Wochen noch weitere Blogposts geben. Auf jeden Fall verlässt Linden Lab nun seinen Status, eine Firma mit nur einem einzigen Produkt zu sein.

Pressemitteilung von Linden Lab:
>> Coming Soon from Linden Lab: Creatorverse and Patterns

Produktseiten:
>> "Patterns" von Linden Lab
>> "Creatorverse" von Linden Lab

Sonstiges:
>> Bilder zu Creatorverse auf Flickr