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Donnerstag, 2. Juli 2020

Tivoli Cloud VR: Early Access Zugang ist offiziell gestartet

Logo / Quelle: Tivoli Cloud VR
Ich hatte letzte Woche schon den Early Access Zugang von Tivoli Cloud VR vorgestellt. Heute sind dazu auch zwei Beiträge im Tivoli Cloud Blog erschienen.

Wobei einer der Beiträge bereits am 27. März geschrieben wurde. Vielleicht hat man vergessen, ihn abzuschicken.^^ (Update 03.07.2020: Nun wurde das Datum auf den 2. Juli geändert. Hm...)

In dem älteren Beitrag stellt sich Chief Marketing Officer (CMO) und Event Managerin Christina Kinne (inworld XaosPrincess) vor, die ja nachträglich zum Führungsduo Caitlyn Meeks und Maki Deprez dazugestoßen ist.

Unter anderem erzählt sie, dass sie an der Filmhochschule in München über zehn Filme produziert hat, darunter Miss Lucifer! (2006) und Delusion 3D (2008). Und dass sie eine leidenschaftliche Gamerin ist und von Doom über Vampire the Masquerade bis Elite Dangerous schon alles durchgespielt hat.

Christina Kinne (XaosPrincess) / Quelle: Tivoli Cloud Blog
Ihr Traum war es aber immer, im Cyberspace zu leben und zu arbeiten, seit sie den Roman "Neuromancer" von William Gibson gelesen hatte. Und mit Erscheinen der VR-Brillen und ihren Erfahrungen, die sie in High Fidelity von Philip Rosedale gesammelt hat, ist sie nun zum Team von Tivoli Cloud dazugestoßen.

Denn dort will man genau die beiden Themen angehen, die in HiFi ihrer Ansicht nach nicht genug in den Mittelpunkt gerückt wurden. Organisieren von Großveranstaltungen und natürliches 3D-Audio zum besseren Unterscheiden, wer wo etwas in einer virtuellen Welt sagt.

Und schließlich will sie mit dem Führungstrio aus drei Frauen die virtuelle Welt in Tivoli frei von Diskriminierung und sozialer Ungerechtigkeit gestalten.

Für noch mehr Informationen geht es hier zum original Blogpost:


Die Cheffinnen von Tivoli Cloud VR. Von links nach rechts: Xaos, Maki und Caitlyn. / Quelle: Tivoli Cloud Blog
Im zweiten Beitrag, der heute erschienen ist, wird im Wesentlichen das erklärt, was ich vor einer Woche bereits geschrieben hatte. Die Bekanntgabe zum Start des öffentlichen Early Access Zugangs.

In diesem Beitrag wird hervorgehoben, dass andere virtuelle Welten auf Unity oder Unreal Engine Basis bisher nur 30 bis 50 Avatare pro Instanz verkraften. Kommen mehr Nutzer, werden mehrere Instanzen benötigt. In Tivoli Cloud, das ja auf dem Basiscode von High Fidelity aufbaut, ist es bereits jetzt möglich, 500 Avatare gleichzeitig in einer Instanz aufzunehmen. Ein wichtiger Punkt, wenn man Großveranstaltungen als eines der Hauptziele der Plattform anvisiert.

Dann wird noch erklärt, dass Maki Deprez eine neue Metaverse-API implementiert, die es für jeden einfacher macht, sich mit Freunden und ihren Regionen in Tivoli zu verbinden. Und es gibt ein neues Cloud-Speichersystem, das es ermöglicht, einen eigenen Server in der Cloud zu hosten anstatt ihn direkt zu betreiben. Darüber hinaus wurde auch die Performance der Tivoli Engine verbessert, so dass auch schwächere Computer zum Einloggen genutzt werden können. Und schließlich wurden die inworld Bauwerkzeuge verbessert, es wird an einer Integration von Blender 2.8 gearbeitet und es gibt eine umfassende Javascript-API zur Unterstützung von Skripten.

Party am 11. Juli im Club von Xaos Princess
Quelle: Tivoli Cloud Blog
Eigentlich wollte man mit einer Vollversion von Tivoli Cloud erst Ende des dritten Quartals 2020 starten, doch aufgrund von COVID-19 wurde nun entschieden, die Plattform früher mit einer Early Access Version zu öffnen, da sehr viele Leute durch die Einschränkungen im RL nach Beschäftigungen im Web suchen. Offiziell startet der Early Access heute am 2. Juli 2020.

Am 11. Juli 2020 um 2 PM PDT (23 Uhr MESZ) wird es in Tivoli Cloud eine Early Access Party geben. Das Ganze findet wohl in dem Club statt, den ich in meinem Beitrag vor einer Woche vorgestellt hatte.

Auch hier gibt es noch mehr Informationen im folgenden Blogpost:

Links:

Freitag, 26. Juni 2020

Tivoli Cloud VR: Early Access Zugang wurde gestartet

Logo / Quelle: Tivoli Cloud VR
Anfang März 2020 hatte ich hier darüber berichtet, dass zwei ehemalige Mitarbeiter von High Fidelity, nach dem Ende der gleichnamigen virtuellen Welt von Philip Rosedale, die Entwicklung eines potentiellen Nachfolgers gestartet haben.

Diese Plattform nennt sich Tivoli Cloud VR und verwendet den gleichen Open Source Kerncode wie einst High Fidelity.

Seit etwa Anfang des Jahres arbeiteten Caitlyn Meeks und Maki Deprez an dieser neuen virtuellen Welt auf Basis von HiFi. Im Blog von Ryan Schultz habe ich gestern gelesen, dass Tivoli Cloud VR am 24. Juni mit einem early access Zugang gestartet wurde. Das ist im Grunde nichts anderes als eine Alpha oder Beta. Gleichzeitig wurde auch die aktualisierte Webseite von Tivoli vorgestellt (das "Cloud VR" lasse ich ab jetzt mal weg).

Tivoli Maddy (links) und das Riesenküken.
Maki Deprez hat zum Start das Folgende auf Discord gemeldet:
Tivoli ist jetzt für einen frühen Zugang verfügbar! Besucht unsere aktualisierte Webseite, um es jetzt auszuprobieren!

Denkt daran, dass dies nicht das fertige Produkt ist und noch viele Änderungen anstehen. Ihr könnt euch darauf einstellen, dass neue Dinge kommen und alte Dinge gehen. Wir haben so viel an der HiFi-Codebasis gearbeitet, ein Reverse Engineering durchgeführt und die Metaverse-API neu gestaltet, all den Mist herausgerissen, den wir für Reibungspunkte bei der VR-Nutzung halten, und die für Geschwindigkeit und Effizienz optimierten Kernteile des Programms neu gestaltet. Wir möchten wirklich eine großartige soziale VR-Plattform schaffen, die Spaß macht, aufregend ist und sich einfach bedienen lässt. Wir wollen die Technologie verstecken und den Menschen nur das geben, was sie wollen.

Denkt daran, dass unser früher Zugang hauptsächlich auf Künstler und Entwickler ausgerichtet ist, aber jeder ist willkommen. Wir möchten euer Feedback so weit wie möglich und sind hier, um euch auf unserem Discord-Kanal zu helfen.

Ihr könnt Funktionen anfragen oder Fehler auf unserer Roadmap-Seite melden. Überprüft auch eure Tivoli-Dateien. Und hier ist unsere Codebasis, wenn ihr sie sehen möchtet.

Danke, dass ihr so geduldig seid!

Kurze Anleitung zur Steuerung des Avatars
Neben Caitlyn und Maki wurde seit meinem ersten Bericht noch Christina Kinne ("Xaos Princess" inworld) als CMO eingestellt. Diese virtuelle Welt wird also von einem Frauentrio entwickelt, was ich persönlich sehr interessant finde. Zudem kommt Christina aus München, soweit ich mich erinnern kann.

Da ich bis zum Ende von High Fidelity dort regelmäßig eingeloggt habe, um die Entwicklung zu verfolgen, habe ich heute meinen alten HiFi-Viewer gelöscht und den von Tivoli installiert. Einen neuen Account anlegen ging bei mir sehr einfach, denn ich konnte dazu meinen Google Account von Blogger/YouTube verwenden. Und auch der Avatarname "Maddy" (ohne Nachnamen) war noch zu haben. Den Viewer gibt es für Windows, macOS und Linux. Nutzen kann man Tivoli sowohl im klassischem Desktop Modus als auch mit einer VR-Brille.

Der Tivoli Viewer wird für alle drei Betriebssysteme angeboten.
Nach dem Login hat man einen Standard-Avatar, den man aber sofort über den "Avatar" Button in der Funktionsleiste ändern kann. Ich habe mir wieder diesen kleinen Roboter geholt, den ich schon in HiFi hatte, diesmal allerdings in Orange. Startregion ist ein kleiner Bereich in einem dichten Wald, in dem viele gelbe Küken herumlaufen. Dazu läuft im Hintergrund relativ ruhige Musik. Viel Auswahl an Regionen gibt es aktuell noch nicht. Ich glaube es waren 16. Aber diese Welt ist ja auch erst zwei Tage alt.

Hier kann man sich weitere Avatare besorgen.
Was mir als erstes aufgefallen ist, war die wesentlich geschmeidigere Animation des Avatars. Und auch die Grafik finde ich einen Tick hochwertiger als in HiFi. Ich habe dann erst mal zwei externe Skripte dem Viewer hinzugefügt, mit dem einmal der Kamerazoom ähnlich wie in Second Life geändert wird (mit Alt+Maus) und zum anderen Namensschilder über den Avataren erzeugt werden. Ich war zwar allein, aber ich mag es nicht, wenn ich auf einen Avatar treffe, ohne dessen Namen zu sehen.

Der Club von Xaos Princess
Ich habe dann nur noch eine zweite Region besucht, nämlich den Club von Xaos Princess. Dort gibt es im Vorraum auch noch einmal viele Freebie Avatare, die man sich schnappen kann. Allerdings mit Schwerpunkt auf weibliche Modelle. Der Club ist dann schlicht aber zweckmäßig. Sollte in den nächsten Wochen ein größerer Event in Tivoli stattfinden, schaue ich mir das mal an, wenn mehr Avatare dort sind. Denn das gesamte Look & Feel dieser neuen Welt ist in meinen Augen besser geworden als es in HiFi je gewesen ist.

Links:

Montag, 9. März 2020

Tivoli Cloud VR: Neue Welt basierend auf High Fidelity

Logo / Quelle: Tivoli Cloud VR
Schon am 15. November 2019, etwa einen Monat bevor Philip Rosedale das faktische Ende von High Fidelity ankündigte, stellte Caitlyn Meeks auf einer Webseite mit dem Namen "Tivoli Cloud VR" eine Plattform vor, die auf dem Open Source Code von High Fidelity aufbaut.

Caitlyn war zuvor knapp vier Jahre lang Leiterin für Content bei High Fidelity. In Second Life ist sie seit 2009 unter dem Account "Lemondrop Serendipity" unterwegs.

Caitlyn hat zusammen mit ihrer Partnerin Maki Deprez diese neue Plattform gegründet, nachdem abzusehen war, dass HiFi seinem Ende entgegengeht. Ihre Firma befindet sich im sonnigen Teneriffa, eine der Kanarischen Inseln, die durch einen Vulkan gebildet wurde. Deshalb lautet ihr Motto "Wir bauen ein räumliches Metaverse auf einer Vulkaninsel".

Im Eröffnungsbeitrag schreibt sie das Folgende:
"Gemeinsam bauen wir ein räumliches Metaverse auf den architektonischen Grundlagen auf, die zuerst von der Open-Source-Virtual-Reality-Firma High Fidelity gelegt wurden. Wir glauben, dass diese Architektur und ihre zukünftigen Nachkommen die Grundlage für das räumliche Metaverse-Netzwerk werden, auf das wir alle gewartet haben."

Objekt-Manipulation in Tivoli Cloud
Ich werde jetzt nicht die ganzen Details zusammenfassen, wie Tivoli Cloud einmal werden soll. Aktuell ist die Plattform noch in der Entwicklung und man kann sie noch nicht ausprobieren.

Seit dem Start des Projekts wurden auch insgesamt erst drei Blogposts mit Vorberichten geschrieben. Caitlyn und Maki wollen den "VR Winter", der aktuell bei fast allen VR‑Plattformen vorherrscht, praktisch mit der Entwicklung ihrer neuen Plattform überdauern.

Ende Februar gab es im neuesten Blogpost dann erste Screenshots und zwei Videos. Die Videos zeigen zwei Features, auf die man sich bisher konzentriert hat. Das erste Video widmet sich der Stimmenerkennung im Stil von Alexa. Man kann der virtuellen Welt quasi Befehle per Sprache geben.

Das zweite Video, das ich hier unten eingebettet habe, zeigt ein sehr genaues Augen-Tracking über die VR-Brille. Die Augen des Avatars blicken in die gleiche Richtung wie der Träger der Brille.

Tivoli has eye tracking!



Grafisch sieht Tivoli Cloud bis jetzt nicht besser aus als High Fidelity. Da es auf demselben Code beruht, ist das aber auch relativ verständlich. Statt dem Anime Avatar von Caitlyn, hätte man auch einen fotorealistischen Menschen verwenden können. Die Plattform soll wohl noch in diesem Jahr mit einer zugänglichen Beta starten. Ich werde mir das wahrscheinlich dann auch mal ansehen und wieder darüber berichten.

Links: