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Dienstag, 7. Januar 2020

Eine SLRR-Tour auf Bellisseria

Eine Sache, die ich mir für meinen Urlaub vorgenommen hatte, war eine Tour über den Bellisseria-Kontinent auf den Schienen der Second Life Railroad (SLRR). Ich mache daraus jetzt aber keinen episch langen Blogpost, sondern schreibe einfach drauf los. Mal sehen, wie lang es wird. Hier erst einmal eine Karte, auf der ich die aktuellen Strecken der SLRR auf Bellisseria eingezeichnet habe. Diese Karte dient auch zur Orientierung im weiteren Verlauf meines Beitrags.

Schienennetz auf Bellisseria

Für meine Tour habe ich im Viewer die folgenden Einstellungen vorgenommen: Wasserreflexionen und Projektorlichter ausgeschaltet, die Sichtweite auf 256 Meter eingestellt und das Level of Detail (LOD) auf den Wert 3 gesetzt. ALM und Schatten habe ich aktiviert gelassen. Dennoch sehen die Fotos nicht ganz so gut aus, weil das Wasser ohne Reflexionen künstlich wirkt.


Nach meinen Recherchen gibt es entlang der gesamten Schienen auf Bellisseria nur zwei Rez-Zonen. Eine ist westlich vom Trailer Park an einem Doppelgleis auf der Region Pugwash (Teleport). Die andere ist am südlichsten Zipfel von South Bellisseria an einem Gleisabschluss mit Prellbock auf der Region Red Hook (Teleport). Dort befindet sich auch ein Bahnhof der Moles, der auf meinen nächsten beiden Fotos zu sehen ist.

Palmerston Station
Palmerston Station
Ich habe meine Tour im Süden begonnen, weil das Endgleis ein guter Punkt zum Starten ist. Das Gleis mit Bahnhof hat von den Moles den Namen "Palmerston Station" bekommen. Von dort führen die Schienen fast durch den gesamten viktorianischen Subkontinent kerzengerade nach Norden. Dennoch scheint der Weg endlos lang zu sein. Bei so einer Tour bekommt man mal ein Gefühl dafür, wie groß Bellisseria inzwischen ist.


Kleine Vorgeschichte: Bei den Vorbereitungen zu dieser Tour hatte ich einige Probleme zu lösen. In meinem Inventar befanden sich nur ältere Schienenfahrzeuge, darunter auch welche von Solonia Stenvaag und Followmeimthe Piedpiper. Beide waren so vor sechs bis acht Jahren die Marktführer im SLRR Vehikelbau.

Leider funktionieren diese Vehikel auf den Bellisseria Schienen nicht, obwohl die eigentlich SLRR‑kompatibel sein sollten. Bei einigen Loks erhalte ich Skriptfehler, andere sind einfach zu lang. Denn die Schienen im Bellisseria Trailer Park haben zum Teil einen sehr engen Radius bei den Kurven. Es scheint so, dass da einige Loks den Kontakt zum Leitprim verlieren.



Also habe ich mich auf dem Marketplace umgesehen, was es aktuell so an Loks oder Zügen für die SLRR gibt. Dort scheint aktuell Bibians's Train von Brit Balogh ziemlich verbreitet zu sein. Aber die Züge sind überwiegend ziemlich lang und zudem auch zu teuer. Ich habe mir diese Züge auch auf der Demo Region des Anbieters angesehen. Manche sehen ganz gut aus, aber wie gesagt, sie sind zu lang für die engen Kurven auf Bellisseria.


Nach langem Hin und Her habe ich mir dann den Tegatti Wickham Trolley gekauft. Der sieht zwar kacke aus, ist aber für eine Fahrt über die SLRR-Schienen auf Bellisseria fast perfekt. Warum, erkläre ich nach den nächsten beiden Fotos.



Der Wickham Trolley hat die folgenden Vorzüge für eine stressfreie Fahrt über Bellisseria:
  • Er ist sehr klein und kommt deshalb auch durch die engsten Kurven.
  • Es können bis zu acht Avatare mitfahren.
  • Der günstige Preis von nur 199 L$.
  • Nur 30 Prims Land Impact, was einen Regionswechsel fast unbemerkt ablaufen lässt.
  • Eine Skript-Funktion sorgt zusätzlich beim Regionswechsel für noch glattere Übergänge. Wie das funktioniert, erkläre ich hier nicht. Dieses Vehikel zeigt eindrucksvoll, dass es funktioniert.
  • Einfache, schnell erlernbare Steuerung:
    • Bild hoch Taste = Starten. Jede weitere Betätigung der Taste erhöht die Geschwindigkeit um 10%.
    • Bild runter Taste = Jede Betätigung verringert die Geschwindigkeit um 10%. Steht man bereits, wird damit der Motor ausgeschaltet.
    • Ein Klick auf den Trolley öffnet ein Dialog-Menü. Dort kann man ebenfalls starten, stoppen, die Geschwindigkeit um 10% erhöhen oder verringern, sowie den Trolley um 180 Grad wenden (Flip). Also in die entgegengesetzte Richtung fahren lassen.
  • Das Kamera-Handling vom Wickham Trolley ist unschlagbar. Man kann die Kamera frei bewegen und in eine bestimmte Position bringen, die dann beibehalten wird. Will man zurück zur Überkopfkamera, drückt man einfach kurz die Esc-Taste.


Ich habe gestern und heute mit dem Trolley etwa 160 Regionen durchquert, ohne einen Crash oder Hänger zu haben. Es gab nicht einen einzigen problematischen Regionswechsel. Keine Ahnung, ob das mit mehr Avataren dann kritischer verlaufen würde. Aber ich habe ein so stabiles Vehikelverhalten in meinen knapp dreizehn Jahren SL noch nie erlebt. Dementsprechend schön war meine Tour. Mit der eingestellten Reisegeschwindigkeit von 10% kann man wunderbar mit der Kamera die Umgebung betrachten und das Tempo ist auch langsam genug, damit alle Texturen rechtzeitig geladen werden.

Auf dem nächsten Foto habe ich übrigens den viktorianischen Bereich bereits verlassen und ich befinde mich in dem auf meiner Karte eingezeichneten blauen Bereich.

Verlassen des viktorianischen Bereichs (South Bellisseria)
Kurz vor dem großen Bahnhof auf SSPE359
Es gibt nur zwei Stellen, an denen das gesamte Bellisseria-Schienennetz aktuell noch nicht passierbar ist. Eine Stelle ist an der nördlichsten Straße auf dem Subkontinent South Bellisseria (dem viktorianischen Bereich). Dort gibt es an einem Doppelgleisabschnitt ein Flip-Prim. Das heißt, das Vehikel dreht selbstständig um und fährt in die entgegengesetzte Richtung. Hier habe ich dann gestoppt, den Motor ausgeschaltet und mit der Maus im Bearbeitungsfenster den Trolley einfach auf das benachbarte Gleis gezogen. Dort ist kein Flip-Prim und ich konnte weiterfahren.

Der große Bahnhof auf SSPE359. Hier geht es nicht mehr weiter.
Der zweite Abschnitt, in dem dann die Fahrt tatsächlich ein Ende findet, ist der große Bahnhof auf SSPE359 (siehe Foto oben). Über den hatte ich auch schon mal letzten November berichtet. Die gelben, sichtbaren Leitprims auf den Schienen signalisieren schon, dass hier noch gebaut wird. Allerdings kann man die gelben Warnschilder, die eine Region vorher schon aufgestellt sind, getrost missachten (siehe zwei Fotos weiter oben). Da fährt der Trolley dank Phantom-Body einfach durch. Jedenfalls ist beim großen Bahnhof erst mal Schluss. Und mangels Rez-Zone in der Nähe, habe ich mich dann zur eingangs von mir erwähnten Rez-Zone im Trailer Park teleportiert.

Ab hier bin ich unterwegs im Trailer Park
Vom Rezpunkt im Trailer Park bin ich dann zu meiner zweiten Tour in Richtung Norden losgefahren. Dieses Gleis ist eine Rundstrecke, bei der man nach etwa 40 Minuten wieder am Startpunkt ankommt (bei 10% Geschwindigkeit mit dem Trolley). Auch die fast geradlinige Tour über South Bellisseria hat etwa 40 Minuten gedauert.

Auf dem nächsten Foto ist mal eine der engen Kurven zu sehen, bei denen längere Loks oder Züge Probleme bekommen.



Eigentlich sind ja die Strecken vom Trailer Park und South Bellisseria miteinander verbunden, aber von Süden aus ist da eben der Bahnhof als Stopper, von Norden ist es die Weiche, die vom Rundkurs im Trailer Park nach Süden führt. Diese Weiche ist so eingestellt, dass die Lok geradeaus fährt und auf dem Rundkurs bleibt. Später wird man einmal mit Klick auf den Stellmotor neben der Weiche die Richtung auswählen können, in die man fahren will.

Vorbei an der Campwich Lodge
Die Runde durch den Trailer Park verläuft nicht nur an Wohnwagen vorbei. Im südlichen Bereich gibt es viele Regionen mit traditionellen Häusern. Diese sind erst zusammen mit South Bellisseria erschienen und sie sind aktuell auch noch nicht freigegeben, was die Häuser betrifft. Die Bahnfahrt durch dieses Neubaugebiet verläuft aber reibungslos (siehe zweites Foto unten).


Hier wird noch gebaut
Insgesamt sieht man erst mit so einer Tour, was für eine Arbeit in der Erstellung von Bellisseria steckt. Und man sieht auch gut die unterschiedlichen Stile. Der viktorianische Bereich ist vom Look & Feel komplett anders als der Trailer Park. Und der ist wieder anders als die traditionellen Häuser. Mir persönlich hat alles gefallen. Ich kannte solche Touren bisher nur vom Mainland auf dem Heterocera Atoll. Aber Bellisseria ist noch einmal eine Klasse besser, weil es hier eben keine Regionen gibt, auf denen ein Nutzer mit geschmackloser Gestaltung die Landschaft versaut.


Was mir sonst noch aufgefallen ist: Die Bahnschranken an den Straßen gehen erst 20 Sekunden nach dem Vorbeifahren mit einem Zug herunter. Das Ganze noch mit dem bekannten Schrankenklingeln, deshalb habe ich das auch immer mitbekommen, obwohl ich schon vorbei war. Für die Immersion sollten die Moles hier ihre Skripte mal nachbessern. Und im viktorianischen South Bellisseria gibt es viele Vogel- und Heuschreckengeräusche. Es klingt fast ein wenig nach einem Sumpfgebiet. Aber im Grunde passt es zu diesen Häusern ganz gut, die ja auch in Gegenden entlang des Mississippi oft anzutreffen sind.


Zum Schluss noch einmal ein Lob an den Wickham Trolley. Auf gerader Strecke fährt das Teil sehr geschmeidig und Regionsübergänge sind kaum zu merken. In Kurven ruckelt es etwas stärker, da das Skript dem Radius nur in Drehsprüngen folgt. Hat man aber mit Alt+Maustaste die Kamera irgendwohin platziert, ruckelt nichts mehr. Das ist nur in der Standardansicht zu merken. Mit 10% Fahrtempo hat man genau die richtige Geschwindigkeit für eine Bellisseria-Besichtigungstour. Dabei hat man die Hände frei für die Bedienung der Kamera oder zum Chatten.

SLurls:

Kommentare:

  1. Sehr schöner Artikel, vielen Dank. Da werde ich mir Belisseria auch mal anschauen.

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  2. Anidusa Carolina7. Januar 2020 um 14:38

    Na DAS klingt doch mal fein, auch wenn der Trolley wohl keine Schönheitswahl gewinnt. Freut mich, dass Du ihn gefunden hast! :) Ich habe jetzt vorübergehend einen Trailer als Lindenhome, weil ich ja auf die neuen Vics warte. Und der liegt direkt neben einem Bahnhof, allerdings bietet der leider gar nix ausser den Gleisen und dem Dach drüber. So schön wie der Moles Bahnhof ist er leider (noch?) nicht.

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  3. Also ich find den trolley auch otisch nicht soooo schlecht und in de Tat "erfährt" man wie riesig Bellisseria inzwischen ist... eine richtige Erfolgsstory für SL
    Luisa

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  4. Lieber Maddy,

    ich danke dir für deinen Bericht, der ja doch ausführlich geworden ist.

    Den Trolly habe ich mir jetzt auch zugelegt. So hässlich, wie er ist, ich finde ihn putzig! Sobald ich Zeit finde – vlt. am WE – will ich deine Reiseroute dann auch selbst abfahren. Mit etwas Glück finde ich sogar Begleitung.

    Ich selbst habe mich in letzter Zeit in mehrere Eisenbahnen verguckt, bisher aber immer als Fahrgast in Zügen, die von Residents betrieben werden. Zum Beispiel https://florasperling.blogspot.com/2020/01/the-zany-zen-railway-great-little-train.html

    Dabei habe ich, glaube ich, folgendes bemerkt:

    Es gibt Anlagen, da funktioniert der Übergang von einer Region in die nächste beinahe gar nicht. Auf schottischen Regionen (die werden von Residents gestaltet) bleibe ich schnell mal hängen. Oft hilft da nur logout und login, dann ist der Zug natürlich weg.

    Aber selbst wenn es kaum laggy wird, muss ich aufpassen. Auf der ZANY ZEN RAILWAY (siehe Link) war ich neulich mit einer Freundin unterwegs. Diese Bahn wird von Zen Sword-Galway betrieben, auf Mainland-Regionen. Diese Bahn stottert manchmal beim Regionsübergang, das bleibt aber im Rahmen. (Und ich mache es, wie du: Die Kameraansicht vom Avatar lösen und entweder an die Lok heften, oder an einen Punkt in der Landschaft.) Trotzdem hat es mich auch dort neulich aufgehängt. Als Grund vermute ich, dass wir während des Regionsübergangs gechattet haben.

    Jetzt bin ich mal gespannt, wie mir deine Tour bekommen wird. Dank deiner Erklärungen könnte ich es schaffen!

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    1. Ich habe deinen Blogpost zur Zany Railway schon vor ein paar Tagen gelesen. Ich bin die auch schon mal vor ein paar Jahren gefahren. Glaube ich zumindest. Es war auf jeden Fall eine Schmalspurbahn.

      Mit dem Trolley solltest du keine Probleme bekommen. Wie ich geschrieben habe, sorgt ein spezielles Skript dafür, dass der Handshake zur nächsten Region immer vor dem Eintritt bereits stattgefunden hat.

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