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Dienstag, 11. August 2020

Simtipp: Etérea

Auch heute gibt es noch einmal eine Region, auf die ich durch die Highlights aus dem SL Destination Guide vom letzten Freitag aufmerksam wurde. "Etérea" ist laut Beschreibung im Destination Guide eine "Region, die sich der Fotografie widmet, mit surrealen Fantasy-Umgebungen. Ein kleines Kunstwerk in einer wundervollen Fantasiewelt namens Second Life."


Diese Region zu erkunden, hat mir ziemlich Spaß gemacht. Durch das Foto im SL-Guide hatte ich eine reine surreale Umgebung erwartet, aber gut die Hälfte der Region besteht aus schöner Natur mit einigen Bereichen, wie ein kleiner Strand, eine umfangreich dekorierte Glaskuppel und verschiedenen anderen Dekorationsszenen.



Etérea ist eine Homestead mit Einstufung "Adult". Den Namen der Region schreibt man laut Gruppen-Information mit einem Akzent, was aber beim Benennen von Regionen in der Land-Info wohl nicht zugelassen ist. Ich verwende den Akzent hier ebenfalls, weil auch die Flickr-Gruppe zur Region so genannt wurde. Ownerin und Gestalterin von Etérea ist Coqueta Georgia. Ich kannte ihren Namen bisher nicht, aber auf Flickr hat sie 6.700 Follower. Also so ganz unbekannt dürfte die Dame in SL nicht sein.


Die Region war während meinem Besuch durchgehend voll. Ohne Premium hätte ich wohl gar nicht sofort dorthin teleportieren können. Auf Homesteads dürfen ja nur 20 Basic- plus 5 Premium-Avatare. Als ich ankam, war ich der 21-ste. Und viel weniger wurden es in meiner Stunde Aufenthalt auch nicht mehr. Im Gegensatz zu Chankanaab, meinem Simtipp von gestern, waren auf Etérea fast nur Oldbies, die überwiegend im surrealen Bereich auf Posebällen saßen und wohl Fotos geschossen haben.



Der Landepunkt ist an einem kleinen Pavillon. Dort gibt es einen Gruppen-Joiner (Beitritt kostet 100 L$), zwei Geschenke für Gruppenmitglieder, einen Couple-Ball-Rezzer für einen Spaziergang zu zweit und einen Tip Jar. Gleich nach der ersten Treppe kommt man zu einer runden Glaskuppel, die im Grunde das Zentrum der Region bildet. Sie ist sehr nett eingerichtet und mit einigen Fantasie-Elementen ausgestattet (siehe beide Fotos oben). Vor der Kuppel befinden sich einige Spieltische im Freien, die ich vorher noch nie in Second Life gesehen habe (Foto unten).


Auf der Hauptinsel ist die Natur noch weitgehend realistisch. Es gibt eine gute Auswahl an Bäumen und sonstigen Pflanzen. Auch ein kleiner Strand mit zwei Cuddle-Gazebos ist vorhanden. Die waren auch dauerhaft besetzt. Ich musste für meine Fotos ziemlich viele Avatare derendern. Es gibt ja die Regelung in SL, dass man Avatare, die nicht in größeren Gruppen auftreten, nicht ungefragt auf Fotos veröffentlichen darf. Und ich habe bei meinen SL-Reisen nicht wirklich Lust, bei jedem Foto die Leute zu fragen, ob ich das in meinem Blog veröffentlichen darf. :)


Über der Hauptinsel kreist auch der fliegende Wal mit der Strickleiter, den sicher jeder schon mal gesehen hat. Als einzelnes Fotomotiv reizt der mich nicht mehr so. Auf meinem letzten Foto hier unten ist er aber im Hintergrund ganz klein mit drauf.



Am anderen Ende der Hauptinsel (vom Landepunkt aus gesehen) beginnt dann der abstrakte Teil der Installation mit verschiedenen Szenen, die alle mit einem mehr oder weniger durchgehenden Holzsteg verbunden sind. Meine nächsten drei Fotos sind von diesem Bereich. Beim Übergang vom normalen in den abstrakten Bereich steht ein Schild mit der Aufschrift "Du träumst gerade. Bitte weiterlaufen." Und genau das Gefühl stellt sich dann ein, wenn man weiter läuft.


Das Windlight ist toll. Ich habe mir das gleich mal abgespeichert. Obwohl es sommerlich hell ist, sieht man am Himmel auch einzelne Sterne. Das Licht dieses Windlights lässt bei fast allen Objekten die Farben optimal aussehen. Und es passt sowohl zur normalen Natur als auch zum Fantasy-Bereich. Dort wurde zusätzlich auch noch mit Partikelwolken und halbtransparenten Texturen der Himmel etwas verfremdet.



Folgt man den langen Holzstegen in der Fantasy-Installation über das Wasser, kommt man am Ende zu einer kleinen Insel mit einem Karpfenteich in der Mitte. Auch dort sind noch mal, wie überall auf der Region, einige Plätze mit Avatarposen eingebaut.


In der Land-Info steht noch, dass man mit der Landgruppe für 100 L$ nicht nur die Berechtigung zum Rezzen erhält, sondern auch Zugang zu allen Bereichen. Die sind dann wohl irgendwo in einer Skybox, denn auf Meereshöhe konnte ich auch so überall hingehen. Und wie eingangs erwähnt, erhalten Gruppenmitglieder auch Geschenke, die am Landepunkt liegen.

Ich finde die Region interessant. Es ist mal etwas anderes als "nur realistisch" oder "nur surreal". Es ist eben beides und die Kombination ist gelungen. *summt What A Wonderful World*

>> Teleport zu Etérea

Links:

Second Life Viewer 6.4.6 (545962) ist erschienen

Am 10. August 2020 wurde der Second Life Viewer 6.4.6 (544639) veröffentlicht. Dies ist der zweite Versuch von Linden Lab, den Code vom ToolsUpdate RC Viewer einzuführen. Deshalb heißt er in den Release Notes auch "ToolsUpdate2".

Vor drei Wochen wurde der offizielle SL Viewer 6.4.5 wieder zurückgezogen, nachdem damit die meisten neuen Second Life Accounts nach der Ankunft auf der Learning Island einen Crash hatten. Da bisher der Viewercode vor der Übernahme in den Hauptviewer nicht auf einer Learning Island getestet wurde, hatte Linden Lab diesen Fehler erst bemerkt als es bereits zu spät war.

Gegenüber dem ersten Versuch hat sich inhaltlich nicht viel geändert. In der Liste der behobenen Fehler stehen jetzt drei Einträge mehr. Der verantwortliche Fehler für das Rollback dürfte dieser hier gewesen sein:
  • SL-13679: Die Ereigniswarteschleife DupListenerName stürzt beim Anmelden ab - doppelter Listener in Coroutine

Den Rest ab hier habe ich einfach von meinem ersten Blogpost zur Einführung des ToolsUpdate Codes übernommen.

Am ToolsUpdate Viewer hat Linden Lab sehr lange entwickelt. Dieser Viewer ist der Abschluss für die Umstellung der Entwicklungsumgebung zum Kompilieren des Viewercodes. Migriert wurde die Umgebung von Visual Studio 2013 auf 2017 (Windows) und von Xcode 8 auf 11.x (OSX). Die gesamte Umstellung dauerte bei Linden Lab insgesamt drei Jahre. Zumindest Visual Studio 2017 ist inzwischen schon wieder veraltet. Die aktuelle Version ist die 2019. Da Microsoft alle zwei Jahre ein Update durchführt, wird im nächsten Jahr dann 2021 veröffentlicht.

Inhaltlich gibt es kaum etwas zu diesem Viewer-Update zu berichten. Hier die kurze Beschreibung aus den Release Notes:
Viewer Compiler-Updates

Internes Build-Update für VS2017 und Boost.Fiber. Da wir alle Komponenten der Autobuild-Pakete für das Compiler-Upgrade neu erstellen mussten, war das Projekt auch von dem Problem betroffen, alle unsere Autobuild-Pakete in Git-Quell-Repositories migrieren zu müssen.

Für Benutzer gibt es keine Änderungen.

Diese Änderung ist im Wesentlichen für die TPV-Entwickler wichtig. Wenn noch nicht geschehen, sollten sie spätestens jetzt auch ihre Viewer-Build-Systeme umstellen, da sie ansonsten den Quellcode von Linden Lab in Zukunft nicht mehr in ihren eigenen Code übernehmen können.

Downloads für den Second Life Viewer 6.4.6 (545962):
Windows 64-Bit | Windows 32-Bit | Macintosh 64-Bit

Oder einfach über die:

Release Notes:

Montag, 10. August 2020

[SL Blog] - Musik am Montag: Interview mit Juel Resistance

Quelle: Music Mondays SignUp Form
Tara Linden am 10.08.2020
um 10:08 AM PDT (19:08 Uhr MESZ)
- Blogübersetzung -

Die in dieser Woche vorgestellte Künstlerin ist Juel Resistance (ihr kennt sie vielleicht als Suzen Juel), deren kreatives Schaffen aus gefühlvoller Musik und verträumter visueller Kunst besteht.

Bitte besucht ihre Spotify-Seite und schaut euch dieses fantastische RL-Video an, in dem sie Musik spielt. Wir hoffen, dass ihr euch auch ihren Kalender anseht, um sie inworld live zu erleben!

Sie veröffentlicht einige erstaunliche Fotos in verschiedenen Stilen auf Flickr. Weitere Informationen findet ihr auf ihrer Webseite. Wenn ihr einige ihrer Kunstwerke inworld besichtigen möchtet, dann schaut auf Altered vorbei.

F: Wann und wie hast du von Second Life erfahren?
A: Ich habe ein Online-Spiel namens "Die Sims Online" mit einem Freund gespielt. Er sagte mir, ich solle mir Second Life ansehen, also tat ich das. Ich schuf Juel Edison und erkundete die riesigen Bereiche und wusste einfach nicht, was ich damit anfangen sollte. Während meiner Erkundung traf ich einen anderen Freund, mit dem ich in Kontakt blieb, und schließlich verlor ich einfach das Interesse. 2005 sagte mein SL-Freund: "Juel, komm zurück, es gibt jetzt Live-Musik in SL!" Ich sagte ihm, er sei voll S****** haaa, und ich kam zurück als...nun, ich.

Music Mondays: An Interview With Juel Resistance
(Foto mit freundlicher Genehmigung von Juel Resistance)
F: Welche Instrumente spielst du und wie bist du zur Musik gekommen?
A: Ich hatte Interesse für die Orgel im Haus meiner Großmutter, als ich ungefähr vier Jahre alt war. Sie hatte all diese lustigen Bossa Nova-, Samba- und Zymbal-Sounds, also beschäftigte ich mich damit und spielte, was ich im Radio hörte. Meine Mutter spielte manchmal mit mir zusammen, sie hatte Unterricht genommen, als sie jung war. Ich verlor das Interesse, und etwa mit 13 fand ich auf dem Dachboden meiner Großeltern eine Gitarre, eine winzige. Ich rannte die Treppe hinunter: "PAPA!" Er lächelte und sagte: "Ich habe das in dem Jahr gebaut, in dem du geboren wurdest, sie gehört dir...spiele auf ihr!"
Ich liebte diese Gitarre und wollte lernen, wie man sie spielt...also holte ich mir ein paar Bücher und brachte es mir eine Zeit lang selbst bei. Schließlich nahm ich Unterricht, bis mein Gitarrenlehrer mich bat, "Delta Dawn" zu singen und zu spielen. Ich packte langsam meine kleine Gitarre zusammen, ging nach Hause und ging nie wieder zurück. Ich war gekränkt. SINGEN? Ich werde NICHT VOR JEMANDEM SINGEN! OH MEIN GOTT! Das war's. Ich habe sie seitdem wirklich nicht mehr weggelegt. Ich habe auch eine Ukulele, die ich liebe, aber ich spiele sie nicht so oft. Ich probiere Mundharmonika aus und habe auch das Banjo meiner Mutter, das ich auch gerne lernen würde. Oh, und ich pfeife, das ist auch wichtig!

F: Der Maler Wassily Kandinsky war dafür bekannt, Synästhesie zu erleben und drückte beim Malen das Hören von Musik aus, indem er Farben mit bestimmten musikalischen Noten verbunden hat. Hast du als bildender Künstler jemals das Gefühl, dass deine Bilder von deiner Musik beeinflusst werden oder umgekehrt?
A: Es ist interessant, dass du diese Frage stellst! Als ich ein Jugendlicher war, hörte ich Musik, welches Kind machte das nicht, oder? Meine Mutter war in mein Zimmer gekommen und hatte gefragt, was ich da mache. Also sagte ich ohne zu zögern: "Ich zeichne die Töne: das ist der Bass, das ist die Trommel, das ist die Gitarre." Sie sagte nur: "Ok...interessant." Ich habe erst viele Jahre später herausgefunden, dass dies eine Synästhesie ist. Es hat meine Kunst und Musik tiefgreifend beeinflusst. Ich male oft das, was ich durch die Musik sehe oder höre, mit einer guten Basslinie, wie Trip Hop. Es ist voller lebhafter Fantasie für mich. Meine eigene Musik lässt mich nicht wirklich Farben sehen, eher Formen...wenn ich meine Augen schließe, während ich spiele, ist es wie das Aufstellen eines Großbildkinos, haha.

F: Obwohl es viele unglaubliche weibliche Blues- und Americana-Gestalten gegeben hat, besteht das Mainstream-Image der "Größen" dieser Genres überwiegend aus Männern. Bitte nenne uns einige unterschätzte Musikerinnen, von denen du glaubst, dass wir sie kennen sollten.
A: Ich habe eine Schwäche für weibliche Songwriterinnen. Lucinda Williams erzählt in ihren Texten einige gefühlvolle Geschichten. Sie lassen sich zuordnen, sie versteht ihr Handwerk. Holly Williams. Mary Gauthier. Rory Block. Beth Hart. Sie alle haben eine seriöse Seele, Schärfe und Mut.

F: Ein großes Hindernis für die Gleichstellung der Geschlechter in der Kunst ist die Vorstellung, dass viele weibliche/diverse Erfahrungen nur für eben diese interessant sind, männliche Erfahrungen jedoch sind universell. Versuchst du, deine Arbeit universell ansprechend zu gestalten, oder strebst du ein Nischenpublikum an?
A: Ich mache skurrile kleine Comic-Zeichnungen, die "Inkies" genannt werden. Sie können lockiges oder langes Haar haben und haben immer ein Hemd an. Jemand fragte einmal, warum sie alle weiblich sind und ich sagte: "Nein, das sind sie nicht, sie sind geschlechtsneutral." Und als ich grinste, wurde mir klar, dass das noch nie jemand in Bezug auf die Inkies gefragt hat. Was die Musik angeht, schreibe ich, was ich schreibe, und hoffe, dass jemand anderes es in Beziehung setzt. Ich hoffe, dass jemand etwas fühlt. Ich hoffe, die Leute finden ein wenig Entspannung, sei es lustig oder traurig oder irgendeine andere Emotion. Ich neige dazu, Dinge nicht so zu gestalten, dass sie allgemein ansprechend sind, sie sind sehr persönlich und für ein Nischenpublikum.

F: Was ist für dich der bedeutendste Aspekt der SL-Musik-Community?
A: Dass wir eine globale Gemeinschaft in einer kleinen Welt namens Second Life sind. Wir sind von Musik und Kunst begeistert, wir unterstützen uns gegenseitig mit all den einzigartigen Gaben, die wir haben. Es ist eine großartige Gemeinschaft, in die ich mich jedes Mal immer mehr verliebe.

Danke, Juel. Mach weiter so!

Quelle: Music Mondays: An Interview With Juel Resistance

Simtipp: Chankanaab

Heute gibt es noch einen schnellen Simtipp. Ich habe wegen den aktuellen Temperaturen bei uns irgendwie nicht so viel Lust zum Bloggen. Wenn überhaupt, dann immer spät in der Nacht, nachdem ich die Fenster zum Lüften öffnen kann. Zum Glück habe ich noch eine Woche Urlaub. Ich liebe es, in der Nacht am Computer zu sitzen, wenn draußen absolut keine Geräusche mehr zu hören sind. :)


Auf die Region "Chankanaab" wurde ich durch die Highlights aus dem SL Destination Guide vom letzten Freitag aufmerksam. Diese Region ist eine Mischung aus karibischer Strand, Dschungel, Residential-Sim und BDSM-Community. Wobei Letzteres nicht in der Widget-Beschreibung im Destination Guide aufgeführt ist.



Chankanaab ist eine Full-Region mit 20k Standard-Primkapazität und moderater Einstufung. Ownerin dieser Region ist Sydney Fae Endsleigh (sydneyfae). Warum eine moderate Einstufung gewählt wurde, ist mir nicht ganz klar, denn im zentralen Berg dieser Region befindet sich eine BDSM-Höhle mit allen möglichen Sado-Maso-Gerätschaften, die man in Second Life so kaufen kann.


Chankanaab ist im RL ein National Park auf der mexikanischen Insel Cozumel. Bevor diese Insel von spanischen Eroberern besiedelt wurde, lebten bereits die Mayas dort, was heute immer noch anhand einiger Ruinen zu sehen ist. Auf der Second Life Region findet man auf dem höchsten Punkt der Insel eine alte Maya-Pyramide.



Der Landepunkt ist vor einer Strandbar. Gleich daneben gibt es auch eine Livemusik-Bühne. Hinter dieser Bühne führt ein Weg den Berg hinauf, über den man in den Dschungelbereich kommt. Wer lieber die karibische Strandatmosphäre erkunden will, kann die gesamte Region auch am Strand umrunden. Ich habe bei meinem Besuch beides gemacht und die Eindrücke sind dabei recht unterschiedlich.


Wenn man die Runde am Strand macht, sollte man nicht in private Wohnhäuser hineingehen. Diese sind alle mit einem "Private"-Schild direkt neben dem Eingang gekennzeichnet. Daneben gibt es aber auch einige kleinere, offene Chat- und Cuddle-Bereiche am Strand, die von jedem genutzt werden können. Bei meinem Besuch hat das nicht funktioniert, denn Linden Lab wirbt ja gerade für diese Region auf der Loginseite des Viewers, was viele Newbies dorthin bringt. Und die sind meist weit entfernt von allgemeiner SL-Etikette und gehen in jedes Haus rein, in dem es Möbel mit Posen gibt.



An der nördlichen Seite der Region gibt es eine schmale Unterwasserlandschaft. Eben nur soviel, wie neben der Insel im Wasser noch Platz war. Mein nächstes Foto unten ist von dort. Die Dschungellandschaft auf dem zentralen Berg enthält eine gute Mischung aus Pflanzen, Tieren, Objekten (z.B. ein abgestürztes Flugzeug; siehe Foto oben) und einen langen Fluss der Marke Sky River Set.


Wie schon erwähnt, gibt es in der Nähe des abgestürzten Flugzeugs einen senkrechten Höhleneingang. Er führt zu einer großen Kammer mit viel BDSM-Spielzeug. Wer auf so was nicht steht (ich gehöre auch dazu), kann sich die Besichtigung sparen.

Bei der allgemeinen Gestaltung ist mir noch aufgefallen, dass einige Objekte in der Luft schwebten. Das war aber im Rahmen des gerade noch Zulässigen.^^


Das Windlight finde ich sehr gut. Es ist hell und die Farbe des Himmels sowie des Wassers passen zu einem karibischen Gebiet. Dazu gibt es ein Sim-Surround aus vielen kleinen Palmeninseln. Das passt ebenfalls gut zum Ambiente. Deshalb fand ich am Ende meines Besuchs den Rundgang über den Strand eine Spur besser als die Erkundung des Dschungels.


Insgesamt finde ich Chankanaab von der Gestaltung gut gelungen. Etwas komisch finde ich die Integration einer BDSM-Höhle bei moderater Einstufung. Das sollte die Ownerin auf Adult ändern, um möglichen Missverständnissen vorzubeugen. Vor allem, wenn man sich den Flickr-Stream der Ownerin mal ansieht. Viele der Fotos wurden auf der Region aufgenommen.

>> Teleport zu Chankanaab

Links:

Die VeGeTaL PLaNeT Gallery von Vroom Short

Über die Region "VeGeTaL PLaNeT" hatte ich in der Vergangenheit schon oft etwas gebloggt. Mein persönliches Highlight war der Simtipp zur letzten Region, die diesen Namen hatte. Eine Zeit lang war auch die "La Maison d'Aneli" von Aneli Abeyante auf VeGeTaL PLaNeT zu finden. Bis zum Februar 2020, denn im März 2020 hatte Ownerin Vroom Short ihre Region dann leider geschlossen.

Die VeGeTaL PLaNeT Gallery
Jetzt habe ich irgendwo auf Flickr gesehen, dass es wieder eine Location mit dem Namen "VeGeTaL PLaNeT Gallery" gibt. Als alter V.P.-Fan habe ich mir das mal angesehen und ich finde es interessant genug, um darüber einen Blogpost zu schreiben.

Die neue Galerie ist in einer riesigen Skybox auf einer viertel Full-Region mit 30k Prim-Upgrade und moderater Einstufung untergebracht (Foto oben). Es stehen also 7.500 Prims zu Verfügung, was bei einer viertel Region sehr üppig ist. Vroom Short hat in dieser vierstöckigen Skybox eine sehenswerte Kunstausstellung zusammengestellt.



Der überwiegende Teil der ausgestellten Exponate ist von Vroom selbst. Es handelt sich dabei fast ausschließlich um animierte Bilder, die zum Teil auch dreidimensional mit mehreren Schichten erstellt wurden. Vor vielen Jahren war Vroom ja überwiegend eine Fraktalkünstlerin. Jetzt ist ihr Spektrum deutlich größer geworden. In der Galerie gibt es verschiedene Bereiche, die jeweils Werke zu einem bestimmten Thema präsentieren. Zum Beispiel befindet sich ziemlich nah am Landepunkt eine Ausstellung von metallisch aussehenden Animationen mit Materialeffekten (beide Fotos oben). Mein Favorit ist dieses Werk:


Am Landepunkt weist ein Schild darauf hin, das Windlight auf Mitternacht zu stellen und das Erweiterte Beleuchtungsmodell zu aktivieren. Das ist wichtig, da man sonst die Effekte nicht sieht, die in die meisten Exponate eingebaut wurden.


Besucht man vom Landepunkt aus gesehen die beiden oberen Etagen, trifft man auch auf zwei Ausstellungen anderer Künstler. Das ist einmal eine Galerie von Eylinea Seabird in der ersten Etage und eine weitere Ausstellung von Aneli Abeyante in der zweiten Etage. Im ersten Stock hat es auch danach ausgesehen, dass gerade ein weiterer Raum für eine neue Ausstellung aufgebaut wird. Es hängen zwar schon Bilder an den Wänden, aber es fehlt die Beleuchtung, so dass bei Mitternacht-Windlight alles schwarz ist.

Ausstellung von Eylinea Seabird
Ausstellung von Aneli Abeyante
Insgesamt gibt es viele unterschiedliche Bereiche, in denen man Kunstwerke betrachten und auch kaufen kann. Möchte man eines der Werke mitnehmen, genügt ein Klick auf das ausgestellte Stück, um den Preis angezeigt zu bekommen.


In der Nähe des Landepunkts befindet sich auch ein Regal mit Geschenken von einigen Künstlern. Dabei handelt es sich meistens um eines ihrer Exponate (Foto oben). Und ebenfalls am Landepunkt kommt man entweder über eine Treppe oder über einen Teleport eine Etage tiefer. Dort ist der Party und Informationsbereich.

Le Chat Noir
Der Club auf dem Foto oben heißt "Le Chat Noir". Die Architektur der Skybox sieht im Zusammenspiel mit den Partikeleffekten ziemlich interessant aus. Und in einem Nebenraum findet man ein großes Buch mit 74 Seiten, in dem man über Fotos die lange Geschichte von VeGeTaL PLaNeT (2008 bis 2020) gezeigt bekommt (Foto unten).


In der Info zur kostenlosen Landgruppe steht der Satz: "Vielen Dank für dieses schöne Abenteuer mit euch. Macht euch keine Sorgen, es wird weitere geben". Wahrscheinlich hat es Vroom ohne eigenes Land in SL nicht ausgehalten. Sie hat in den letzten 12 Jahren schon mehrfach ihr Land aufgegeben, um kurze Zeit später wieder aufzutauchen. So wird es wohl auch diesmal gewesen sein. Ich finde das gut, denn ihre Galerien präsentieren tatsächlich künstlerische Arbeiten (im Gegensatz zu vielen Galerien, die SL-Fotos ausstellen^^).

>> Teleport zur VeGeTaL PLaNeT Gallery

Links:

Sonntag, 9. August 2020

Outerra Anteworld Version 20.0.0.12677 ist erschienen

Am 8. August 2020 hat Outerra Anteworld ein lange erwartetes Update erhalten. Und das ist ein echter Knaller. Mein letzter Blogpost zu dieser 3D‑Welt liegt inzwischen über ein Jahr zurück. Und das letzte Update dieser Simulation der Erde war gar vor fast anderthalb Jahren. Meine Berichte über diese Plattform hier im Blog, hatte ich bereits 2012 begonnen.

Outerra Anteworld ist eine 3D-Renderengine für nahtloses Rendern von Planeten, mit einem Detaillierungsgrad vom Weltraum bis zu wenigen Zentimetern über der Oberfläche. Die Engine kann eine beliebige Auflösung von Höhendaten verwenden und diese mithilfe fraktaler Algorithmen immer weiter verfeinern. Verwendet werden dazu die Geodaten von Blue Marble Next Generation aus dem Nasa Earth Observatorium und die Daten vom SRTM v4 aus dem CIAT Projekt.

Frankfurt am Main in Anteworld - das ist alles 3D!
Die Sichtweite in Anteworld ist unbegrenzt und der Download von Daten erfolgt progressiv, also immer nur dann, wenn man einer Region näher kommt, die auf dem Bildschirm dargestellt werden soll. Man kann in Anteworld beliebige Objekte hochladen und in der Landschaft platzieren. Vehikel und ein Straßenbau-Modul sind bereits vorhanden. Ebenso mehrere Schnittstellen zum Internet, mit denen sich zum Beispiel Landkarten anzeigen lassen oder über die man nach Orten an einem bestimmten Längen-und Breitengrad suchen kann.

Frankfurter Skyline von der Hauptwache aus gesehen. Rechts unten die passende Karte zu meinem Standort.
Okay, ich könnte noch seitenweise über die Funktionen von Anteworld schreiben, aber ich will hier ja die Neuerungen vorstellen, die bei Version 20.0.0.12677 nicht nur zu einem Update geführt haben, sondern eine komplette Neuinstallation des Programms erfordern.

Die Release Notes sind allerdings nur sehr knapp ausgefallen. Nachdem viele Anteworld-Nutzer im Entwicklerforum den Outerra-Chef Brano Kemen seit einem halben Jahr bearbeitet haben, doch endlich ein Update herauszubringen, hat er dies jetzt wohl ohne große Vorbereitung gemacht. Alle Informationen zum Update sind in diesem kurzen Forenbeitrag enthalten. Deshalb ergänze ich noch einige weitere Informationen, die ich heute bei meinem ersten Antesten herausgefunden habe.

Auf der neuen Osthafenbrücke in Frankfurt. Im Hintergrund der Turm soll die Europäische Zentralbank sein.
Der Download für Version 20.0.0.12677 ist 3,8 GB groß. Dass die Datenmenge so groß geworden ist, liegt in erster Linie daran, dass nun fast alle größeren Städte der Erde bereits mit Gebäuden ausgestattet wurden. Unter anderem auch meine Heimatstadt Frankfurt am Main, was ich mir schon lange gewünscht hatte. Ich bin heute mit einem Buggy kreuz und quer durch Frankfurt gefahren. Die Gebäude in Anteworld sehen zwar überhaupt nicht aus wie im RL, aber ihre Position und Höhe ist einigermaßen korrekt. Hier ein Foto von der Anteworld Version des Hauses, in dem ich wohne (wie gesagt, das sieht im RL nicht so aus).

Ich sitze gerade im ersten Stock hinter dem Fenster ganz links, während ich diesen Blogpost schreibe.
Grund für die Neuinstallation von Anteworld ist die neue Engine, die nun auf "earth8" Daten zugreift. Zuvor waren es noch die "earth7" Daten. Ich habe die neue Version parallel zur alten installiert. Wenn man das macht, sollte man aber für das Programm und den Cache jeweils einen anderen Ordner auswählen als für die alte Version.

Eine weitere Neuerung ist die Unterstützung von 64-Bit Betriebssystemen. Damit rendert eine komplexe Umgebung nun wesentlich schneller. Ebenfalls neu ist die Einführung von echten 3D-Bäumen. Bisher wurde die Grafik eines Baums immer nur in die Richtung gedreht, aus dem man den Baum angesehen hat. Das sah zwar auch nach 3D aus, war es aber nicht.

Die neuen 3D-Bäume
Weitere Updates als Liste:
  • Globaler Datensatz aller Großstädte der Erde.
  • Globale Bildauflösung 20m (einstellbar, Standard 40m, Demo-Modus 160m)
  • Kartenauflösung für Wälder 10m (einstellbar, Standard 20m, Demo-Modus 80m)
  • Dynamische Umgebungsreflexionen (sieht besonders auf Wasseroberflächen sehr gut aus)
  • Wolkenschatten werden auf dem Boden berechnet.
  • Globales Wettersystem aus erfassten Satellitendaten (leider bisher nur die Daten von 2018)
  • Skriptfähige Landschaftsobjekte.
  • ...

Die Release Notes enden tatsächlich mit drei Punkten. Mal sehen, ob Brano Kemen im Thread noch weitere Informationen hinzufügen wird.

Nochmal die Skyline mit der neuen Zentralbank auf der rechten Seite
Eine Neuerung, die nicht in den Notes steht, ist die Einführung von vorgegebenen Avataren. Es gibt drei verschiedene Charaktere. Ein Soldat, der aber nicht richtig funktioniert. Einen SWAT Avatar (sowas wie ein Sondereinsatzkommando) und einen Roboter. Die beiden letzteren lassen sich ganz gut bewegen. Man kann auch mit den Avataren in ein Vehikel einsteigen. Beim Fahren oder Fliegen werden dann Avatar und Lenkrad oder Hebel animiert. Lustig ist auch, dass man sogar aus einem Avatar "aussteigen" kann. Der bleibt dann an der Stelle stehen, wo man ihn verlassen hat. Dabei bewegt er sich in einer leichten Standanimation weiter, ähnlich wie ein Bot in Second Life.

Hier ein Foto von den beiden Avataren, die ich ausprobiert habe.

Bot und SWAT
 Und hier eine Nahaufnahme des SWAT Avatars. Am Skin kann man noch einiges verbessern.

SWAT Avatar
Für mich wird Anteworld immer mehr zu einer virtuellen Welt. Man hat eine 3D‑Umgebung in der Größe der Erde, man kann bauen und Mesh-Objekte hochladen, es gibt Vehikel, ein Wettersystem und jetzt gibt es auch noch Avatare. Was jetzt noch fehlt ist ein Multi-User-Modus mit Internetanbindung und ein Chat-System.

Das aktuelle Update gibt es als einzelnen Download. Wer bisher noch keine Vollversion für 15 Euro gekauft hat, dürfte sich über den "Demo Mode" Link auch kostenlos einloggen können. Probiert habe ich es nicht. Und im Demo Mode gibt es einige Einschränkungen, was die Auflösung und den Baumodus betrifft.

Anteworld Login Fenster
Rechts ist der Login-Bereich zu sehen. Dort kann man auch den Demo Mode anklicken (roter Rahmen). Bei "Select a planet" sollte man auf jeden Fall "earth8" wählen.

Links:

Lab Gab Folge 32 - Das Interview mit Philip Rosedale

Lab Gab - Episode 32 - Second Life Founder Philip Rosedale!
Quelle: SecondLife Official / Flickr
Am 7. August gab es eine Lab Gab Folge, bei der sich Strawberry Linden mit Philip Rosedale unterhalten hat. Es gab zwar keine sensationellen Ankündigungen oder überraschende Neuigkeiten, aber das Interview war im Ganzen nicht schlecht und ich liste hier einfach mal ein paar Aussagen vom Second Life Erfinder auf.

Das Interview war auch ziemlich lang, verglichen mit einer durchschnittlichen Lab Gab Folge. Es dauerte 56 Minuten. Philip ist zur Show tatsächlich in seinem uralten Outfit erschienen, inklusive perlenbesetztem Hosenlatz. Ob er die Rose früher auch schon in der Hand hielt, kann ich nicht mal sagen. Vielleicht hat er die ja wegen Strawberry herausgeholt.

Allgemeines
  • Philip hält die aktuelle Lage mit der COVID-19 Pandemie für die verrückteste Zeit, die er bisher in seinem Leben erlebt hat.
  • Philip loggt immer noch ab und zu in Second Life ein. Er erzählte, dass er erst kürzlich die neuen Linden Homes auf Bellisseria besichtigt hätte und dabei einigen Leuten begegnet ist und mit ihnen gesprochen hat.
  • Rosedale ist nicht überrascht, dass SL nach fast 20 Jahren (inkl. Betaphase) immer noch existiert. Er findet es allerdings faszinierend, dass das Grid über all die Jahre relativ stabil in seiner Größe geblieben ist.
  • Second Life ist auch heute noch seiner Zeit voraus. Es gibt noch viele Dinge, die in Second Life gemacht oder umgesetzt werden können, aber an die bis jetzt noch keiner gedacht hat.
  • Rosedales Avatar ist bei einem Avatarwettbewerb entstanden, als Skins in Second Life eingeführt wurden. Er hatte parallel dazu einen internen Wettbewerb mit Andrew Linden (der heute immer noch für Philip bei High Fidelity arbeitet), wer es schafft, den besten Avatar zu gestalten. Da Philip nicht gut im Gestalten ist, hat er einfach versucht mit einer Kombination aus verrückten Elementen zu punkten. Am Ende hat dann aber Andrew gewonnen und Philip spendierte ihm ein Abendessen. Da dieser Avatar dann Philips Identität in Second Life wurde, hat er ihn bis heute nicht geändert.
  • Ziemlich am Ende des Interviews sagte Philip, dass COVID-19 einen großen Teil der Welt dazu gebracht hätte, sich auch virtuelle Arbeits- und Freizeitmöglichkeiten anzusehen. Davon haben fast alle Internetplattformen profitiert. Philip ist trotz der an sich negativen Situation stolz darauf, an Technologien zu arbeiten, die in der Pandemie dabei helfen, Menschen zusammenzubringen und sie miteinander kommunizieren zu lassen.
  • Als letzte Aussage in der Show sagte Philip noch, dass er sich für Second Life wünscht, dass das Interface für den Zugang einfacher zu nutzen und bedienen wäre. Für viele Leute auf der Welt wäre der eine oder andere Aspekt von Second Life durchaus interessant, jedoch scheitert es bei vielen an der Zugänglichkeit. Diese Aussage könnte man als Wink an Linden Lab verstehen, vielleicht doch noch einen anderen Zugang als den recht komplexen Viewer von heute zu entwickeln.

Die alten Zeiten bei Linden Lab
Philip Rosedales Avatar
  • Für Philip war nicht die Erfindung des Heimcomputers die größte Innovation in seiner Jugend, sondern die Einführung des Internets, das eine Vernetzung der Computer ermöglichte. 1995 war Philip noch der Ansicht, dass das Internet nicht schnell genug für eine virtuelle Welt war. Aber 1999 war für Philip das Jahr, in dem sowohl das Internet durch erste Kabelmodems erwachsen wurde als auch die Heimcomputer durch erste Grafikkarten eine gute Performance ablieferten. Als er das sah, hat er beschlossen Second Life zu entwickeln. Zu dieser Zeit war er noch CTO bei RealNetworks. Er kündigte und startete mit seinem Studienfreund Andrew die Firma Linden Lab.
  • Bereits 1992 hat Philip so etwas wie ein Virtual Reality Gerät für Computer entwickelt. Er nannte es "The Rig". Im Jahr 2000 meldete er es sogar im Namen von Linden Research als Patent an. Dieses Patent hat heute immer noch Gültigkeit.
  • Als Linden Lab gegründet wurde, war Microsoft gerade ein "böses Unternehmen". Dort wurde alles von oben herab delegiert. Philip wollte es bei LL genau anders herum. Seine Mitarbeiter sollten nur das machen, was sie für richtig hielten und dem CEO lediglich erklären, warum sie etwas so machen.
  • Später in der Show sagte Philip jedoch auch die Frage, was er aus heutiger Sicht anders gemacht hätte, dass er vielleicht zu idealistisch war. Wenn einige Leute gut gefunden hätten, wie er die Firma führte, bedeutet dies nicht, dass alle damit einverstanden waren. Von diesem Standpunkt aus hatte Philip, der sich selbst als Rebell bezeichnet, das Ganze in den Anfangsjahren von Linden Lab nicht gesehen. Er hätte damals alternative Arbeitsumfelder ermöglichen sollen.
  • Seinen Posten als CEO von Linden Lab hatte Philip aufgegeben, weil er der Ansicht war, dass er nicht mehr der richtige Mann für diesen Posten zu dieser Zeit war (2009).

Strawberry und Philip
LoveMachine Inc.
  • 2009 gründete Philip die Firma LoveMachine Inc.. Sie hat nur eine kleines Programm vertrieben, das bei Linden Lab bereits seit 2005 genutzt wurde. Und zwar konnten Mitarbeiter anderen Mitarbeitern eine positive Meldung zukommen lassen, wenn sie etwas Positives getan hatten. Diese Meldungen wurden auf großen elektronischen Boards gesammelt und an bestimmten Plätzen im Büro angezeigt, so dass alle Mitarbeiter der Firma sie sehen konnten. Das erhöhte nachweislich die Zufriedenheit und das Selbstwertgefühl der Mitarbeiter. Als Firma hatte LoveMachine dann einige Kunden, die dieses System übernahmen. High Fidelity und Linden Lab nutzen es sogar heute noch. LoveMachine ist als Business inzwischen wieder geschlossen worden.

Übernahme von Linden Lab durch Investoren
Strawberry Linden
  • Wie zu erwarten war, hat Philip keine neuen Informationen zu diesem Thema ausgeplaudert, da der Prozess zur Übernahme von Linden Lab immer noch nicht abgeschlossen ist. (Siehe meine Berichte hier und hier.)
  • Philip kennt Bradford Oberwager schon ziemlich lange und er war seit den Anfängen von Second Life immer an den Vorgängen und Meldungen rund um diese Plattform interessiert. Er hält Bradford für einen sehr integren Menschen, der gut zuhören kann. Durch ihn erhält Second Life den Rückhalt, weiter zu wachsen, was Philip sehr aufregend findet.

High Fidelity Inc.
  • 2011 startete Philip das Projekt "Coffee and Power". Das war ein Jobvermittlungsdienst für kleinere Aufträge. Einige dieser Aufträge kamen von Philip selbst, da er bestimmte Funktionen für eine mobile App namens "Workclub" benötigte. 2013 kündigte Coffee and Power dann an, die Arbeiten an Workclub einzustellen und unter dem Namen "High Fidelity" etwas völlig Neues zu starten.
  • Mit dem Erscheinen der VR-Brillen hatte Philip angenommen, dass diese Technologie das nächste große Ding auf dem Massenmarkt sein würde. Deshalb fiel die Entscheidung, die virtuelle VR-Welt "High Fidelity" zu entwickeln. Philip sagte dann gleich im Anschluss, dass diese Entscheidung aus heutiger Sicht falsch war.
  • Vor einem Jahr wurde Philip dann klar, dass die VR-Brillen kein Massenmarktprodukt werden würden. Zumindest nicht in absehbarer Zeit. Deshalb wurde die Entscheidung getroffen, die VR-Welt zu stoppen und etwas anderes zu starten.
  • Man wollte nun etwas entwickeln, das jeder nutzen kann, der ein Gerät mit Browserzugang zum Internet hat, ohne weitere Hardware. Die neue Plattform von High Fidelity kann räumlich ortbare Audioquellen fast ohne Latenz im Internet übertragen.
  • Eigentlich sollte die Audio-Plattform auch eine 3D-Grafik bekommen, doch mit Beginn der Pandemie hat man bei HiFi entschieden, das was man bisher entwickelt hatte, in Verbindung mit einer Draufsicht auf eine 2D-Karte zugänglich zu machen.
  • Es gibt viele Möglichkeiten, seine Identität in virtuellen Umgebungen zum Ausdruck zu bringen. In SL sind es Pixel in Form eines Avatars, in High Fidelity ist es aktuell die Audio-Repräsentanz im dreidimensionalen Raum.

Die Zukunft von High Fidelity
  • Die Audio-Plattform wird so ausgebaut, dass tausende Teilnehmer gleichzeitig am selben Ort miteinander kommunizieren können.
  • Wenn man eine 3D-Welt so detailliert wie Second Life rendern möchte, dann geht das nur mit wenigen Nutzern, die gleichzeitig am selben Ort sind. Mit tausenden Teilnehmern ist es selbst für modernste aktuelle Technologie fast unmöglich. Philip sagte, man hätte bei High Fidelity ein paar sehr verrückte Ideen, wie man das in Verbindung mit der neuen Audio-Plattform vielleicht hinbekommen könnte. Mehr wollte er dazu nicht sagen, weil geheim.

Second Life's Lab Gab Episode 32 - Second Life Founder, Philip Rosedale!



Für mich war das die beste Lab Gab Folge bisher. Was wahrscheinlich an der Art von Philip liegt, wie er Dinge erklärt und beschreibt. Aber auch Strawberry hat sich im vergangenen Jahr ganz schön weiter entwickelt. Sie war ja vor ihrer Zeit bei Linden Lab auch schon eine gute Bloggerin. Aber nun ist sie in meinen Augen noch reifer geworden. Diese Stunde mit Philip hat sie sehr souverän moderiert.