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Samstag, 11. Januar 2020

Informationen vom TPV-Treffen am 10. Januar 2020

Quelle: Pantera Pólnocy / YouTube
Am Freitag, den 10. Januar 2020, gab es das erste Treffen der TPV-Entwickler in Second Life im Jahr 2020. Seit dem letzten Treffen sind exakt vier Wochen verstrichen.

Das gestrige Treffen dauerte etwas mehr als 42 Minuten und war damit überdurchschnittlich lang, verglichen mit letztem Jahr. Allerdings wird in der zweiten Hälfte nicht mehr viel Neues gesagt. Man verbringt die Zeit weitgehend mit Smalltalk im Chat.

Viel passiert ist in den letzten vier Wochen nicht. Linden Lab hat sich darauf konzentriert, die Release Kandidaten auf den neuesten Stand zu bringen. Die vier Project Viewer wurden dagegen gar nicht aktualisiert. Insgesamt drehte sich das gestrige Treffen nur um wenige Themen, die dann aber zum Teil ausgiebiger besprochen wurden.

Die Informationen hier im Beitrag stammen wie immer aus dem Video von Pantera Pólnocy, das am Ende auch eingebettet ist. Die Themen sind weitgehend in der Reihenfolge aufgelistet, in der sie während dem Treffen angesprochen wurden.

Viewer Updates


Generelle Kommentare zu den RC- und Project-Viewern

Die Zusammenfassung zum Stand der in Entwicklung befindlichen Viewer wurde auch diesmal wieder von Vir Linden übernommen. Das scheint wohl eine Neuerung zu sein, denn bis November wurde das immer Oz Linden durchgeführt.

Bereits am 19. Dezember 2019 ist ein neuer RC Maintenance Viewer erschienen, nachdem der Vorgänger am 12. Dezember in den offiziellen Viewer übernommen wurde. Der neue Maintenance Viewer hat nun den Codenamen "Xanté". Mein Bericht zu diesem Viewer ist hier. Laut Vir ist der neue Maintenance Viewer sehr stabil und hat eine niedrige Absturzhäufigkeit.

Der EEP RC Viewer enthält immer noch mehrere Fehler, die eine Übernahme in den offiziellen Viewer verhindern. Vir sagte, dass man versucht, diese Fehler sobald wie möglich zu beheben. Doch diese Aussage ist inzwischen ein Running Gag, denn sie wird bei jedem Treffen abgesondert.

Obwohl der Legacy Profiles Project Viewer seit September kein Update erhalten hat, sagte Vir, dass dieser Viewer kurz vor einer Übernahme in den offiziellen Viewer stehen würde. Für mich ist diese Aussage nicht nachvollziehbar.

Mit dem Kamera Presets Viewer steht ein neues Projekt kurz vor der Veröffentlichung. Der Viewer enthält neue Funktionen zum individuellen Speichern von Kamerapositionen. Soweit ich weiß, war das eine Einreichung von NiranV Dean (Black Dragon Viewer). Aktuell ist der Kamera Presets Viewer in der QA-Abteilung für einen finalen Test zur Freigabe.

Allgemein: Vir sagte noch, dass es in Verbindung mit der kommenden Wiedereinführung von auswählbaren Avatar Nachnamen einige Probleme gibt. Die sind aber nicht so groß, dass man sie sofort beheben muss. Es würde reichen, den Viewercode bis zur Einführung der Namensfunktion entsprechend anzupassen.

Zu den restlichen Viewern in der Entwickler-Pipeline wurde nichts gesagt.

Wechsel des Versionsverwaltungssystems von Mercurial zu Git

Kurze Erklärung zum Thema: Linden Lab benutzte bisher für die Verwaltung der ganzen Viewer-Versionen das Mercurial-System von Bitbucket. Das wird jedoch in Kürze eingestellt. Deshalb hat Linden Lab die Verwaltung nun auf das Git‑System verschoben, das ebenfalls von der Bitbucket-Plattform angeboten wird.

Dieses Thema wurde in den vorherigen Treffen immer sehr ausführlich besprochen. Nun sagte Oz kurz und knapp, dass man inzwischen bei Linden Lab den Umzug abgeschlossen hat und die gesamte Entwicklung auf dem neuen Git‑System durchführt. Die Pakete für die Third Party Repositories sind allerdings noch nicht migriert worden. Diese Arbeit will man zusammen mit der Umstellung auf Visual Studio 2017 / Xcode 10.3 abschließen.

Umstellung auf Visual Studio 2017 / Xcode 10.3

Aktuell wird zum Kompilieren des Windows Viewers die Entwicklungsumgebung Visual Studio 2013 und für den Mac wird Xcode 8 verwendet. Beides funktioniert zur Zeit nur bei lokalen Viewer Builds aber nicht bei der Linden Lab Build Farm. Deshalb arbeitet Linden Lab seit einiger Zeit daran, sowohl Visual Studio 2013 als auch Xcode 8 auf eine neuere Version zu aktualisieren.

In Verbindung mit dem Thema Mercurial > Git Umzug erwähnte Oz kurz, dass in Kürze die Umstellung auf die neueren Entwicklungsumgebungen erfolgen wird. Es gibt aktuell nur noch ein einzelnes Problem, dessen Behebung gerade getestet wird.

Ein TPV-Entwickler äußerte dazu im Chat, dass wir nun 2020 haben. Damit hat er unterschwellig darauf hingewiesen, dass Linden Lab bei der Umstellung so lange gebraucht hat, dass zumindest Visual Studio 2017 eigentlich schon wieder ein alter Hut ist. Kann ich nur bestätigen. Ich berichte jetzt seit gut anderthalb Jahren über den Umstieg auf Visual Studio 2017.

Laut Oz war der Hauptgrund für die Verzögerung, dass die Boost Bibliothek, die Linden Lab zur Implementierung der Koroutinen nutzte, nicht mit VS 2017 zusammenarbeitete. Deshalb musste man alle Koroutinen auf eine andere Bibliothek mit dem Namen Boost Fiber konvertieren.

Abkündigung von Windows 7

Im Januar 2020 wird Microsoft den Support für Windows 7 beenden. Zur gleichen Zeit wird auch Linden Lab den Support für Nutzer mit diesem Windows einstellen. Allerdings wird das Einloggen in Second Life nicht blockiert. Nur reagiert Linden Lab dann eben nicht mehr auf Fehler, die unter diesem Betriebssystem in SL auftreten.

Oz erwähnte dieses Thema noch einmal kurz beim Treffen. Einen Blogpost dazu hatte Linden Lab bereits am Donnerstag veröffentlicht. Er sagte, es sei keine gute Idee, die Win 7 Kompatibilität weiter aufrecht zu erhalten. Aber was die TPV-Entwickler mit ihren Viewern machen würden, sei ganz allein deren Entscheidung.

Aussagen zu den Server-Update Problemen in dieser Woche

In dieser Woche waren die Updates der Server und die Rolling Restarts im Grid extrem holprig und die Informationen von Linden Lab fehlerhaft und konfus (ich berichtete hier darüber).

Auf dieses Thema angesprochen sagte Oz, dass es keine Updates gab, sondern nur Neustarts der Regionen. Darauf sagte dann Grumpity Linden, dass man in dieser Woche versuchen wollte, die Neustarts von Regionen weniger störend für die SL Bewohner ablaufen zu lassen. Dazu hat man auf einen älteren Code zurückgegriffen, von dem man dachte, man hätte seine Funktion mit den aktuellen Servern getestet und für gut befunden. Leider hatte sich Linden Lab diesbezüglich aber geirrt und der Code verursachte mehr Schaden als Verbesserung.

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass das gesamte Team, das für Server‑Updates verantwortlich ist, keinen kompetenten Mitarbeiter mit Erfahrung mehr hat. Das Vorgehen gleicht eher einem Glücksspiel.

Allgemeine Probleme beim SL-Login

In Verbindung mit der Diskussion um die fehlerhaften Rolling Restarts wurde dann erwähnt, dass sich letzte Woche einige Nutzer beschwert hätten, dass Logins in Second Life nicht funktionierten und merkwürdige Fehlermeldungen angezeigt wurden. Die Erklärung, was genau passiert sein soll, habe ich nicht ganz verstanden, da die Stimme der Teilnehmerin beim Treffen sehr verzerrt klingt.

Oz sagte dazu nur, dass man nach einem Crash nicht sofort wieder einloggen soll, weil dann eine Meldung kommt, dass der Abmeldeprozess für den entsprechenden Avatar noch nicht beendet ist. Versucht man dann in kurzen Abständen immer wieder erneut einzuloggen, kann es passieren, dass der Abmeldeprozess auch immer wieder von vorne beginnt, da er durch den Login Versuch zurückgesetzt wird. Also soll man lieber eine Minute warten (wie die Meldung im Fehlerfenster auch anzeigt) und dann erst wieder einloggen.

Später diskutiert man zum selben Thema noch die Problematik der Auto-Neuverbinden-Funktion einiger Viewer und Textclients. Damit kann man den Viewer automatisch eine neue Verbindung zu SL herstellen lassen, wenn der Nutzer abgemeldet wurde oder einen Crash hatte. Stellt man mit dieser Option eine sehr kurze Neuverbindungszeit ein, wird der Login durch eine neue Regelung von Linden Lab verhindert.

Die wurde eingeführt, weil nach einigen Downtimes viele Nutzer permanent einen Relog versuchten und damit den Simulator an einem ordnungsgemäßen Hochfahren gehindert haben. Also sollte auch eine Auto-Neuverbinden-Option auf Zeitintervalle größer einer Minute eingestellt werden. Der Radegast hat zum Beispiel eine Grundeinstellung von 2 Minuten für den Relog.
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Hier das Video vom TPV-Treffen:

Second Life: Third Party Viewer meeting (10 January 2020)



Quelle: [YouTube] - Second Life: Third Party Viewer meeting (10 January 2020)

1 Kommentar:

  1. Die Restarts waren nicht nur Holprig, sondern eher Katastrophal.... Bellisseria sah über Stunden aus wie ein Riesiger Flickenteppich.
    User konnten teilweise vier und mehr Stunden nicht auf ihre Regionen.

    Patch und die anderen Lindens waren bemüht alles in gang zu halten und gaben, was ich echt klasse fand, in der Bellisseria Gruppe konstant an wie weit sie waren und welche Region wieder on waren. Man konnte aber auch merken das sie über das Chaos mehr als nur genervt waren....

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