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Sonntag, 2. Juni 2019

Infos vom TPV-Treffen am 31. Mai 2019

Quelle: Pantera Pólnocy / YouTube
Am Freitag, den 31. Mai 2019, gab es ein weiteres Treffen der TPV-Entwickler in Second Life. Es dauerte knapp 58 Minuten. Allerdings mit sehr langen Chat-Abschnitten. Die reine Redezeit von Oz Linden betrug vielleicht nur so etwa die Hälfte und das überwiegend in der ersten halben Stunde.

Deshalb, und auch weil das Treffen schon wieder zwei Tage zurückliegt, werde ich heute eine gestraffte Zusammenfassung schreiben.

Wie schon in den letzten Wochen und Monaten (Jahren?), tritt Linden Lab ziemlich auf der Stelle, was Fortschritte bei der Viewer-Entwicklung betrifft. Auch wenn es in meinen Zusammenfassungen oft nach viel aussieht. Aber zwischen "wir wollen das machen" und "es wurde gemacht" liegen bei Linden Lab oft Jahre.

Die Informationen hier im Beitrag stammen wie immer aus dem Video von Pantera Pólnocy, das am Ende auch eingebettet ist. Die Themen sind weitgehend in der Reihenfolge aufgelistet, in der sie während dem Treffen angesprochen wurden.

Viewer Updates


Generelle Kommentare zu den RC- und Project-Viewern

Allgemein: Als das Treffen am Freitag stattgefunden hat, war die Meldung noch nicht veröffentlicht, dass Linden Lab die Kürzungen bei den Gruppen für Basic-Nutzer wieder zurücknehmen wird. Da direkt am Anfang viel unter den Teilnehmern über dieses Thema gechattet wurde, hat Oz Linden darum gebeten, Kommentare dazu lieber im SL-Forum zu machen.

Seit dem letzten TPV-Treffen wurde der Maintenance RC Viewer 6.2.2 in den offiziellen Viewer übernommen. Dabei handelte es sich um ein Fix-Release, denn die vorherige Version (Projektname "Teranino") hatte einen Fehler mit dem LSL-Kommando "Touch_Start" in Verbindung mit einem Objekt, das Alpha-Texturen verwendet. Nun scheint der Fehler behoben zu sein.

Neu hinzugekommen ist der Rainbow RC Viewer 6.2.3 (527584). Er enthält nur einen einzigen Fix für ein Problem mit Nvidia-Grafikkarten auf einem (noch in der Beta befindlichen) Windows 10 Betriebssystem. Wenn man den Viewer schließt, wird das Bildsignal an den Monitor völlig zerrissen. Das sieht dann so aus (siehe auch JIRA BUG-226803).

Alle anderen RC Viewer wurden in den letzten zwei Wochen mit dem Code des neuen offiziellen Viewers aktualisiert. Der 360 Snapshot Project Viewer dümpelt dagegen nun schon genau ein Jahr vor sich hin, ohne das ein Linden daran etwas gearbeitet hätte.

Und schließlich gab es einige Code-Einreichungen von TPV-Entwicklern, die Linden Lab in Kürze in einen Project Viewer aufnehmen und zum Testen veröffentlichen wird.

Teleport- und Attachments-Verbesserungen

Zwei Themen, die nicht nur den Viewer betreffen, sondern auch Änderungen an den Servern erfordern, drehen sich um Verbesserungen für den Teleport-Vorgang und um geriggte Mesh-Attachments, die gelegentlich nach einem Teleport nicht mehr am Avatar angezeigt werden, obwohl sie immer noch angehängt sind.

Zu beiden Themen experimentiert Linden Lab zur Zeit mit verschiedenen Ansätzen. Dazu werden auch interne Tests durchgeführt. Sobald man etwas hat, was sich nach einem Fortschritt anfühlt, will Oz mehr dazu erzählen.

Bald wieder ein Linux Viewer von LL?

Oz sagte, dass umfangreiche Einreichungen aus der Open Source Community gemacht wurden (im Wesentlichen von Nicky D aus dem Firestorm Team), um daraus einen neuen und auf Debian basierenden Viewer zu kompilieren. Der offizielle Linux Viewer wurde Ende 2017 ja aus dem Programm von Linden Lab genommen. Seitdem pflegen nur noch einige TPVs einen Linux Viewer.

Der neue Viewer von LL wird allerdings mit einigen Einschränkungen leben müssen, da Dienste von Drittanbietern, die im Viewer verbaut sind, nicht mehr für Linux entwickelt werden. Allen voran eine Linux Voice Bibliothek von Vivox.

Sobald Linden Lab den beigesteuerten Linux Code mit den aktuellen Funktionen aus der Viewer Entwicklung vereinen konnte, wird wahrscheinlich ein Linux Viewer veröffentlicht.

Linden Lab arbeitet weiter an einem mobilen Viewer für iOS

Anfang 2019 machte eine Meldung die Runde, dass Linden Lab an einem mobilen Viewer für iOS arbeitet. Seitdem hat man aber zu diesem Projekt nichts mehr gehört. Am Freitag bestätigte Oz, dass dieses Projekt immer noch läuft.

Man hätte sich für einen iOS Viewer entschieden, weil es zum Zeitpunkt der Entscheidung keinen Viewer für Apple Geräte gab. (Im Gegensatz dazu gibt es für Android ja den Lumiya Viewer, wobei der wohl nicht mehr weiterentwickelt wird.) Linden Lab hat aktuell auch nicht genug Ressourcen, um für beide Plattformen einen mobilen Viewer zu entwickeln. Linden Lab hat aber die Hoffnung, nach Fertigstellung des iOS Viewers auch etwas für Android zu starten. Einen Zeitplan gibt es dazu jedoch nicht.

Kein Zeitplan zur Einführung von EEP

In einem ganz kurzen Kommentar sagte Oz, dass es für die Einführung von EEP keinen Zeitplan gäbe. Es sei sehr schwer, zu diesem Projekt Aussagen zu treffen, weil man mit Problemen zu kämpfen hat, die immer auftreten, wenn man etwas an der Rendering Pipeline ändern möchte. Jede Änderung erzeugt auch Rückschritte, die dann mit mehreren Anpassungen wieder behoben werden müssen. Linden Lab widmet diesem Thema aber aktuell viel Aufmerksamkeit.

Weiterleitung von Gruppennachrichten als E-Mail

Vor einiger Zeit hatte Linden Lab mit dem Gedanken gespielt, die Weiterleitung von Gruppennachrichten an die E-Mail eines Accounts zu deaktivieren, wenn dieser offline ist. Die normalen IMs von anderen Nutzern wären davon nicht betroffen. Linden Lab erhofft sich damit, dass weniger E-Mail Provider den Absender secondlife.com als Spam einstufen.

Beim Treffen sagte Oz, dass Linden Lab noch keinerlei Arbeit in dieses Vorhaben gesteckt hat. Allerdings will Linden Lab generell umfassende Änderungen an den Gruppenfunktionen vornehmen, wie sie das vor einiger Zeit schon mal angedeutet haben. Dabei soll dann auch das Thema mit der Weiterleitung von Nachrichten behandelt werden.

Es gibt Fortschritte zur Einführung der Avatar-Nachnamen

Ebenfalls in einem sehr kurzen Kommentar erwähnte Oz, dass die Umsetzung des Projekts zur Wiedereinführung der Avatar-Nachnamen Fortschritte macht. Die Einführung steht zwar nicht unmittelbar bevor, aber man arbeitet aktuell weiter an diesem Thema.

Umzug von Second Life in die Cloud

Zu diesem Thema hört man für meinen Geschmack generell zu wenig von Linden Lab. Beim Treffen fragte jemand, wann wir als SL-Nutzer etwas von den Auswirkungen des Umzugs von Second Life in die Amazon Cloud spüren werden.

Darauf sagte Oz, dass man die Hoffnung hat, dass ein normaler SL-Nutzer zu keiner Zeit etwas von dem Umzug in die Cloud merken wird. Außer möglicherweise einer Verbesserung bei der Performance von Second Life. Inzwischen wurden schon einige Dienste verlagert, ohne dass jemand davon etwas mitbekommen hat. Das ist exakt der Weg, den Linden Lab verfolgt.

Weitere Dienste sollen in den nächsten Monaten folgen. Linden Lab informiert aber nicht darüber, welche Dienste wann verlagert werden, um damit nicht die allgemeinen Rückmeldungen von SL-Nutzern zu beeinflussen. Würden sie sagen, dass ein bestimmter Dienst gerade umgezogen ist, würde ansonsten genau zu diesem Dienst eine Menge Pseudo-Feedback kommen.

Textur-Cache und Video-RAM

Zwei weitere kurze Aussagen von Oz: Das Projekt für die Überarbeitung des Viewer-Cache liegt schon seit längerer Zeit auf Eis. Eigentlich wollte Linden Lab damit die Effizienz des Textur-Cache verbessern, was am Ende auch die Viewer-Performance und den Bildaufbau von Regionen beschleunigt hätte. Oz sagte, er will dieses Projekt nun wieder aufnehmen.

Unmittelbar verbunden mit dem Cache-Projekt ist eine Erweiterung des einstellbaren Videospeichers (RAM) für Grafikkarten. Hier hat der offizielle Viewer ja noch das uralte Limit von nur 512 MB, was heutige Grafikkarten völlig unterfordert.

Visual Studio 2017 Status

Aktuell wird zum Kompilieren des Windows Viewers die Entwicklungsumgebung Visual Studio 2017 verwendet. Diese funktioniert zur Zeit nur bei lokalen Viewer Builds aber nicht bei der Linden Lab Build Farm. Was das ist, kann ich nicht sagen, da Oz es nicht erklärt hat. Unabhängig davon will Linden Lab sowohl Visual Studio 2017 als auch Xcode für Macintosh in Kürze aktualisieren.

Erhöhung für Speicherlimit bei Skripten

Einige Besucher auf dem Treffen fragten, ob es möglich wäre, dass Linden Lab das Limit für die Größe von Skripten erhöhen könnte. Aktuell ist ein einzelnes Skript auf 65.536 Bytes begrenzt. Coffee Du Jour schrieb, dass 128.000 Bytes sehr gut wären, da ein großes Skript besser als drei kleine ist.

Oz stimmte zu und er sagte, dieser Punkt sei irgendwo auf einer zukünftigen Roadmap schon eingetragen. Er könne aber nicht mal abschätzen, wann Linden Lab sich mit diesem Thema befassen wird.
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Hier das Video vom TPV-Treffen:

Second Life: Third Party Viewer meeting (31 May 2019)



Quelle: [YouTube] - Second Life: Third Party Viewer meeting (31 May 2019))

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