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Donnerstag, 28. November 2019

Second Life im Webbrowser immer noch verfügbar

Quelle: Bright Canopy
Gestern hatte ich schon etwas zu einem Doku-Video über Linden Lab und Sansar gebloggt, auf das ich im neuesten Blogpost der Drax Files Radio Hour aufmerksam wurde. Jetzt gibt es noch ein weiteres kleines Fundstück aus diesem Beitrag.

Von 2014 bis 2015 hatte Linden Lab für kurze Zeit eine Browser-Lösung für Second Life angeboten. Sie hieß SL Go und wurde vom Streaming Dienst OnLive zur Verfügung gestellt. Am 30. April 2015 wurde SL Go dann abgeschaltet, weil OnLive von Sony gekauft wurde und der japanische Konzern danach alle unrentablen Dienste abschaltete.

Bereits kurz vor der Abschaltung wurde von Second Life Nutzer Chaos Priestman (Bill Glover im RL) ein Ersatzdienst mit Namen "Bright Canopy" angeboten. Im Grunde war das technisch ähnlich wie SL Go, nur dass der Dienstanbieter diesmal Frame hieß. Dieser Dienst war sogar so gut, dass Linden Lab dafür im SL Blog Werbung machte.

Ich selbst habe im Jahr 2015 sehr viel über Bright Canopy gebloggt (siehe Liste aller meiner Beiträge). Meine letzte Meldung lautete dann am 5. Dezember 2015, dass nun Frame die Rechte für Bright Canopy übernommen hat und Chao Priestman Mitarbeiter des Dienstanbieters wurde.

Danach habe ich zu Bright Canopy nichts mehr gehört oder gelesen. Bis eben am Montag Draxtor Despres schrieb, dass es immer noch verfügbar ist.

Screenshot: Bright Canopy im Firestorm Viewer als Stream in einem Firefox Browser
auf einer vollen Region mit Ultra-Grafik
Hier einige allgemeine Informationen:
Mit Bright Canopy ist es möglich, Second Life in einem Webbrowser zu öffnen. Das funktioniert sowohl mit altersschwachen PCs und Notebooks als auch mit Tablets. Second Life und der Viewer laufen dabei auf Cloud-Servern und zum Anwender wird nur das fertig gerenderte Videobild geschickt. Ähnlich wie ein Videostream von YouTube.

Vom Nutzer werden alle Eingaben über Tastatur und Maus zurück an den Cloud-Server geschickt und im dort laufenden Viewer ausgeführt. Durch den etwas längeren Weg von Tastatur zum Server und vom Server zurück zum Anwender, gibt es eine geringe Verzögerung zwischen Eingabe und Reaktion auf dem Bildschirm. Für viele Fälle ist das aber dennoch akzeptabel.

Quelle: Bright Canopy Homepage auf Frame
Der Dienst kostet aktuell 17 US-Dollar pro Monat. Darin enthalten sind 10 Stunden Second Life Nutzung. Jede weitere Minute wird dann mit 0,03 US‑Dollar berechnet (1,80 US‑Dollar/Stunde). Und jeder Login in Second Life wird mit mindestens 30 Minuten berechnet. Klar ist das keine günstige Alternative. Aber es sind damit zum Beispiel so Dinge möglich, wie mit einem Tablet über WLAN in einem Zug (z.B. ICE) in Second Life unterwegs zu sein. Und das in High End Grafik.

Okay, das wars. Da Linden Lab bis Montag im Urlaub ist, muss ich auf solche banalen Themen zurückgreifen. Denn neue Meldungen im SL Blog sind diese Woche nicht mehr zu erwarten. :)

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