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Samstag, 12. Oktober 2019

Ebbe Altberg im Interview mit Bloomberg

Quelle: Ebbe Altberg / Twitter
Über einen Blogpost von Nalates Urriah wurde ich auf ein kurzes Interview aufmerksam, das vom Nachrichtenunternehmen Bloomberg mit Ebbe Altberg (CEO von Linden Lab) geführt wurde. Das Interview wurde in Form eines Medien-Podcast aufgezeichnet und am 30. September veröffentlicht.

Da ich aktuell nicht viel Zeit für meinen Blog freimachen kann, gibt es jetzt eine kurze Zusammenfassung des Interviews. Im eingebetteten Audiostream weiter unten, beginnt das Interview mit Ebbe ab Minute 6:47.

Im Wesentlichen spult Ebbe seine bekannten Sätze ab, die er auch schon in Second Life "Town Hall" Events und "Meet the Lindens" Talk Shows geäußert hat. Aber eben hier auf Bloomberg, einem der größten Medienunternehmen der Welt.

Aussagen von Ebbe

Was ist Linden Lab?
  • Linden Lab ermöglicht es den Menschen, die virtuellen Welten zu erschaffen, die sie wollen.
  • Wir entwickeln die Plattform, die Werkzeuge, das Ökosystem und das Finanzsystem, um diese Welten zu erstellen.
  • Es gibt alle möglichen Arten von Unterhaltungsangeboten und Geschäftsaktivitäten.

Was hat sich für Linden Lab seit seiner Gründung 1999 geändert?
  • Second Life, unser erstes Produkt, ist nun seit über 16 Jahren auf dem Markt und immer noch sehr erfolgreich. Es ist die interessanteste virtuelle Welt, die bis heute entwickelt wurde.
  • Second Life wird auf viele Arten genutzt. In der Gesundheitsfürsorge, im Bildungswesen, im Unterhaltungsbereich und zum Betreiben von Geschäften.
  • Mit dem Aufkommen der Virtual Reality Brillen hat die Entwicklung von virtuellen Plattformen zugenommen.
  • VR-Brillen ermöglichen einen höheren Grad der Immersion als mit einem Monitor. Dies wird in Zukunft einen Einfluss darauf haben, was Menschen [in virtuellen Umgebungen] machen werden. Es wird zwar noch etwas dauern, aber die Anzeichen sind bereits jetzt zu sehen.

Linden Lab hat Partnerschaften mit Levi's, Virgin Records, Sanrio usw. gestartet. Wie kann man mit diesen Marken virtuell interagieren?
  • Wir helfen den Firmen ihre eigene virtuelle Umgebung zu erstellen, in denen sie dann mit ihrem Publikum oder ihren Kunden Kontakt aufnehmen können.
  • Für einige Marken ist es auch Werbung und wir helfen ihnen dabei, virtuelle Waren auf einem Marktplatz zu verkaufen.
  • Andere Partner wie Musik Labels, haben die Möglichkeit ihre Künstler auf Bühnen vor einem Publikum zu präsentieren.
  • Im Grunde machen die Leute in virtuellen Räumen dasselbe wie in der physischen Welt, wenn sie sich mit Produkten oder Künstlern befassen. Und das wird in Zukunft immer mehr in virtuellen Räumen stattfinden.

Wie wollt ihr im wachsenden VR-Markt wettbewerbsfähig bleiben?
  • Es gibt aktuell nicht viele Firmen, die den Menschen ermöglichen, ihre eigenen virtuellen Räume selbst zu erstellen. Es gibt viele VR-Spiele, aber da ist der Content vorgegeben.
  • Wir ermöglichen den Leuten, ihren eigenen Content zu erstellen, der ihnen dann auch gehört und mit dem sie ein Geschäft aufbauen können. Das Ganze, ohne dass man das Wissen einer Entwicklerfirma besitzen muss.

Wie verdient man in virtuellen Welten Geld?
  • Durch Erstellen von Content, wie zum Beispiel Avatare, Kleidung für Avatare oder Wirtschaftsgüter, wie zum Beispiel Bäume. Will man in seinem virtuellen Garten Bäume haben, kauft man sie vom Baumhersteller.
  • In Second Life gab es im letzten Jahr einen Bruttoverdienst aller Händler von 500 Millionen US‑Dollar.

Was wird das nächste große Ding im Bereich von virtuellen Welten?
  • Es wird sich mit zunehmender Geschwindigkeit weiterentwickeln, sowohl mit speziellen Anwendungen für die Industrie als auch mit allgemeinen Verbesserungen für die breite Masse, die den Einstieg in eine virtuelle Welt erleichtern werden.
  • Heute ist es leicht, eine Webseite zu erstellen, aber schwer eine virtuelle Umgebung zu erschaffen. Wir wollen die Hürden abbauen, damit in Zukunft jeder seinen eigenen virtuellen Raum erstellen kann.

Hier die Podcast Sendung als Audiostream. Das Interview mit Ebbe beginnt bei Minute 6:47:




Quelle: [Bloomberg] - Three Things to Focus On, Three Things to Ignore (Podcast)

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