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Samstag, 28. März 2020

Second Life Viewer lädt schneller mit Defender-Ausschluss

Der Windows Defender (Viren- & Bedrohungsschutz)
Anfang dieser Woche habe ich irgendeinen Link zu einem Thread auf Reddit angeklickt, den einige SL-Nutzer empfohlen haben. Das was dort vorgeschlagen wird, kannte ich schon, aber vielleicht gibt es ja einige, die das noch nicht kennen. Also gebe ich es hier mal weiter.

Die Anleitung bezieht sich auf Windows 8/10 Nutzer, die als Virenscanner den eingebauten Defender (heutige Bezeichnung "Viren- & Bedrohungsschutz") verwenden. Aber das Verfahren sollte mit jedem Virenscanner funktionieren, der zur Überwachung genutzt wird.

Vom Prinzip wird der Cache-Ordner für den Second Life Viewer (und/oder jeden anderen TPV) als Ausnahme in das Virenprogramm aufgenommen. Damit wird jede Datei, die der Viewer von den Servern in den Cache herunterlädt und jede Datei, die der Viewer vom Cache in den internen Speicher lädt, nicht mehr vom Virenprogramm geprüft. Und das spart sowohl Zeit als auch CPU-Kapazität.

Große Gefahr besteht nicht, wenn man den Cache-Ordner aus der Virenprüfung ausschließt. Im Cache liegen nur Texturen (jpeg2000 Dateien) und einige Asset-Objekte, sowie eine große Datenbankdatei, die sich aus heruntergeladenen Informationen zusammensetzt. Bei diesen Daten ist ein Virus sehr unwahrscheinlich bis fast ausgeschlossen.

Die folgende Anleitung ist auf Windows 10 mit dem hauseigenen Defender zugeschnitten. Sie lässt sich aber leicht auf andere Betriebssysteme und/oder Virenscanner übertragen.

Cache-Ordner für Second Life Viewer ausschließen

  1. Die Windows Einstellungen öffnen und im Suchfeld "defender" eingeben. Dann auf "Viren- & Bedrohungsschutz" klicken.


  2. Im "Viren- & Bedrohungsschutz" Fenster dem folgenden Pfad folgen:
    Einstellungen für Viren- und Bedrohungsschutz > Einstellungen verwalten > Ausschlüsse > Ausschluss hinzufügen oder entfernen.
  3. Auf das Pluszeichen vor "Ausschluss hinzufügen" klicken.


  4. Im Aufklappmenü "Ordner" wählen.
  5. In die Adressleiste des Explorer-Fensters %LOCALAPPDATA% eingeben und Enter drücken. (Sollte man den Cache im eigenen Viewer auf einen anderen Ordner verschoben haben, dann bitte manuell zu diesem Ordner vorarbeiten und nicht %LOCALAPPDATA% eingeben.)
  6. In der nun angezeigten Liste den Ordner des genutzten Viewers auswählen, den man benutzt. Beim offiziellen Viewer heißt der zum Beispiel "SecondLife", beim Firestorm dürfte er "Firestorm_x64" heißen und beim Black Dragon lautet er "Black Dragon".


  7. Das Explorer-Fenster über den Button "Ordner auswählen" schließen.
  8. Eine eventuelle Sicherheitsabfrage von Windows sollte man dann mit "Ja" bestätigen.
    Im folgenden Screenshot habe ich sowohl den offiziellen Viewer als auch den Black Dragon ausgeschlossen.


  9. Das war schon alles. Nutzt man mehrere Viewer, kann man den Vorgang ab Schritt 3 wiederholen und die anderen Ordner auswählen.

Ich habe den Cache für meine Viewer in einen anderen Ordner verschoben. Ich will auf meinen SSDs möglichst wenig Schreibvorgänge auf Laufwerk C: haben, denn dort liegt ja Windows und das soll ungestört laufen. Mein Cache-Ordner liegt deshalb auf Laufwerk E:. Das sieht bei mir dann so aus:


Ob das Ganze aktuell wirklich viel Geschwindigkeit beim Laden von Regionen bringt, kann ich nicht sagen, da ich diese Einstellung schon länger bei mir so habe. Es gibt aber viele Leute, die nach der Änderung mehr Geschwindigkeit bemerkt haben wollen.

Quelle: [Reddit] - Make SL rez faster with this one weird trick!

Kommentare:

  1. ok bei meinem windows 10 finde ich die pfade nicht in dem defender teil ... hab die us version was normal nix ausmachen sollte

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    1. Wie die Pfade auf Englisch heißen, kannst du dir ja in dem Thread auf Reddit ansehen. Der Link ist am Ende meines Beitrags angegeben.

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    2. Habs gefunden und bis jetzt isses genauso lahm wie vorher

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  2. Ich habe schon seit Ewigkeiten den Cache und auch die Exe aus dem Scan ausgeschlossen und zusätzlich lindenlab vom Webschutz ausgenommen https://gyazo.com/dc642de914568ee15e07d699aa3ee5b3

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    1. Bei der .exe des Viewers wäre ich vorsichtig. Da haben wir bei den TPVs ja bereits gesehen, dass es auch mal einen Programmierer geben kann, der schädlichen Code in den Viewer einbaut (der sogenannte Emerald Viewer Skandal). Das war zwar kein eingebauter Virus, aber eine DDoS-Attacke. Dennoch zeigt dieser Fall, dass TPVs nicht unbedingt sicher sind.

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    2. Da die Exe ja schon im Vorfeld überprüft wird gehe ich mal davon aus dass sie sauber ist. Und ganz ohne Risiko sind Ausnahmen ja eh nicht, nichtmals beim Cache.

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  3. Danke für den Tipp Maddy, hat gut geklappt und es wirkt auf mich tatsächlich schneller.

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  4. Ich habe den Cache in einer Ramdisk.

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    1. Eine RAM-Disk verhindert aber nicht, dass ein Virenscanner die Dateien im Cache überprüft. Die Belastung für die CPU ist die gleiche. Früher hatte ich auch eine RAM-Disk. Seit ich eine SSD im PC habe, brauch ich das aber nicht mehr. Beides ist annähernd gleich schnell.

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  5. Eigentlich wird das schon sehr lange empfohlen.
    In der FS Wiki gibt es Anleitungen für die verschiedensten Antiviren Programme https://wiki.firestormviewer.org/antivirus_whitelisting?s[]=defender#whitelisting_the_viewer_in_anti-virus_software_plus_firewalls_and_anti-malware_sofware

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    1. Deswegen habe ich in der Einleitung ja auch geschrieben, dass ich es für die Leute vorstelle, die es noch nicht kennen. Dein Link ist allerdings eine Anleitung des Firestorm Teams an Nutzer des Firestorm Viewers. Ich habe versucht, die Schritte hier oben mehr allgemeingültig zu halten.

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