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Dienstag, 4. Februar 2014

LEA 26: "Dragon Curves" von Mac Kanashimi

Seit letzten Samstag läuft die sechte Runde der LEA Landvergabe. Normalerweise bauen diejenigen, die eine der 20 Regionen erhalten haben, nun eine Zeit lang an ihren Projekten, die sie mit ihrer Bewerbung eingereicht hatten. Nur Mac Kanashimi nicht. :)


Bereits am Samstag hatte mir Mac eine IM geschickt, dass sein neues Projekt auf LEA 26 fertig installiert wäre. Es heißt "Dragon Curves" oder in Deutsch "Drachenkurven". Dieser Begriff stammt aus der Welt der fraktalen Objekte und umschreibt die Familie der selbstähnlichen, fraktalen Kurven, die sich durch rekursive Methoden, wie zum Beispiel dem Lindenmayer-System, erzeugen lassen. Die deutsche Wikipedia-Seite zur Drachenkurve ist aber nur ein sehr schlechtes Extrakt aus der englischen Wikipedia-Seite. Da hatte wohl der deutschsprachige Wikianer keinen Bock. Wer Englisch versteht, sollte sich also lieber unter dem zweiten Link informieren.



Vor fast einem Jahr hatte Mac Kanashimi schon einmal auf einer LEA-Region ein fraktales Projekt vorgestellt, bei dem er unter anderem das bekannte Apfelmännchen primtechnisch in den 3D-Raum erweiterte. Verblüffenderweise ist mein Bericht über dieses erste Projekt eine der am häufigsten aufgerufenen Seiten in meinem Blog.


Die Dragon Curves Installation kommt für mich optisch nicht mehr ganz an das Apfelmännchen-Projekt heran. Technisch ist es aber nicht minder interessant. Die vertikal angeordneten und ineinander verzahnten Drachenkurven bilden insgesamt drei Hauptebenen, die durch Drachenkurventreppen miteinander verbunden sind. Durch Skripte werden verschiedene Primgruppen sowohl in den großen Plattformen als auch bei den Treppen, gelegentlich nach oben oder unten verschoben. Somit ändert sich das Aussehen der Gesamtstruktur mit der Zeit, allerdings relativ gemächlich.



Am Landepunkt kann man das farblich abgesetzte Bodenprim anklicken, das dann eine Info-Notecard überreicht. Dieses Prim ist auch das einzige feststehende Objekt der Installation. Jede der drei großen Ebenen hat ein solches Prim in der Mitte. Die Sichtweite sollte man auf mindestens 384 Meter einstellen, aber je mehr desto besser. Die Herausforderung ist es nun, von der großen Plattform am Landepunkt auf den Dragon Curves nach unten zu laufen, bis man die nächste große Ebene erreicht. Ich habe es auch versucht, bin aber mindestens 10 Mal abgestürzt. Da Fliegen erlaubt ist, kann man aber wieder zurück oder, wenn man keine Lust auf Laufen hat, generell die gesamte Installation durchfliegen.


Hier noch ein paar Daten von der Installation:
  • Größe: 256 x 256 x 1216 Meter (L/B/H).
  • 3 Ebenen mit Dragon Curves.
  • Die Dragon Curves bilden durch Höhenversatz stets begehbare Treppen.
  • Dragon Curves mit einer Höhe von 1024 Metern und einer Gesamtlänge von 8 km, verbinden die oberste mit der untersten Ebene.
  • Insgesamt 108 km begehbare Dragon Curves.
  • 6 Sicherheitszonen (inklusive Landepunkt).
  • Sich senkrecht bewegende Objekte ändern ihre Größe und Farbe.
  • Allgemein wird die Farbe der Objekte von ihrer absoluten Höhe bestimmt.

Alle Details stehen in der englischen Notecard, die am Landepunkt ausgegeben wird. Die Installation bleibt, wie alle Projekte der sechsten LEA-Runde, bis zum 30. Juni 2014 aufgebaut.

>> Teleport zu den Dragon Curves

Links:

[LL Blog] - Neuer Sunshine Viewer ab sofort verfügbar!

von Linden Lab am 04.02.2014 um 10:10pm PST (19:10 Uhr MEZ)
- Blogübersetzung -


Quelle: SL Brand Center
Auf der Sonnenterrasse zur sofortigen Veröffentlichung sind weitere Verbesserungen für das Projekt Sunshine eingetroffen. Die neuen Aktualisierungen beinhalten höhere Stabilität und Performance-Verbesserungen bei der Wiederholungslogik, sowie redundante Anfragen und bessere Erkennung für den Zustand des Avatar-Aussehens. Diese Veröffentlichung enthält auch viele Bugfixes und einige Säuberungsarbeiten am alten Code aus der alten Struktur mit viewerseitigem Baking.

Zusätzlich haben wir die Unterstützung für den neuesten AISv3 Code eingebaut (was die Funktion der Back-End-Verarbeitung für Inventar-Objekte verbessern wird). Wir warten nur noch darauf, dass die neuesten Server-Komponenten aktiviert werden, damit dieses Feature voll funktionsfähig wird. Mehr dazu gibt es in Kürze.

Aktualisiert noch heute auf den neuesten Viewer und profitiert von den neuen Sunshine-Verbesserungen!

Quelle: New Sunshine Viewer Available Now!
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Anm.:
Die noch fehlende serverseitige Unterstützung von AISv3 wollte Linden Lab sicherlich diese Woche am Mittwoch bei den Rolling Restarts für die RC-Regionen installieren. Deshalb gab es letzte Nacht im Deploy Thread noch keine Festlegung für die RC-Kanäle. Inzwischen hat Maestro aber das angekündigte Update gepostet. Und leider wurde das AISv3-Projekt für die serverseitige Unterstützung nicht fertig. Stattdessen gibt es am Mittwoch mal wieder nur einen Crash-Fix für alle RC-Regionen.

Dennoch bringt der hier vorgestellte Viewer noch weitere Verbesserungen, vor allem für das noch etwas störanfällige SSA (serverseitiges Avatar Baking). Das heißt, graue Bereiche bei Layer-Texturen (Skin, Kleidung, Tattoos, etc.) sollten damit reduziert werden. Trotzdem auch der Hinweis, dass LL hier einen Projekt Viewer vorgestellt hat, der noch nicht die Stabilität eines Release Kandidaten oder gar vom offiziellen SL-Viewer hat. Wer keine Überraschungen mag, sollte warten, bis dieses Projekt in den Hauptviewer einfließt.

Für alle anderen hier noch mal der Link zum Download:
>> Second Life Project Sunshine Viewer version 3.7.1.286565

SL-Server: Aufspielungen für die Woche vom 03.02.2014

Das Main Grid
Letzte Woche war das Programm für die Serveraufspielungen so unbedeutend, dass absolut niemand im Deploy-Thread über irgendwas gemeckert hat. Ich kann mich nicht daran erinnern, ob es das überhaupt schon mal gegeben hat.

Heute Nacht wurde dann zwar der neue Deploy-Thread zu den Rolling Restarts für diese Woche von Maestro Linden erstellt, aber auch hier gibt es eine Abweichung vom üblichen Rhythmus. Angekündigt wird nur, dass am heutigen Dienstag auf die Hauptkanal-Regionen das kleine Projekt übernommen wird, das in der vergangenen Woche auf allen drei RC-Kanälen gelaufen ist. Es enthält lediglich einen Fix für eine Crash-Ursache und die Behebung eines Fehlers mit llModifyLand().

Für den Mittwoch schreibt Maestro, dass es zwar Rolling Restarts für alle drei RC-Kanäle geben wird, aber der Inhalt des Projekts (oder der Projekte) sei noch nicht klar und wird vermutlich erst heute Abend bzw. in der kommenden Nacht nachgereicht. Es kam zwar früher auch oft vor, dass die Aufspielungen für den Mittwoch am Montag noch nicht festgelegt waren, aber das war noch unter Oskar Linden und die Projekte waren damals deutlich komplexer als heute. Ich bekomme langsam den Eindruck, dass Linden Lab ohne aktuellen CEO in den Standby-Modus gegangen ist.

Ich werde den Inhalt für die RC-Kanäle bis Mittwochmorgen hier noch nachtragen. Vielleicht kommt ja wirklich mal wieder ein etwas größeres Projekt.

Update 04.02.2014, 20:30 Uhr:
Maestro hat nun die Ergänzung nachgetragen. Vermutlich wollte Linden Lab am Mittwoch die serverseitigen Verbesserungen für den neuen Projekt Sunshine Viewer aufspielen. Da gibt es aber wohl noch einen Fehler im Code, der das verhindert hat. Stattdessen gibt es jetzt wieder ein Wartungsprojekt mit einem einzigen Crash-Fix.

Alle Inhalte und Termine zu den Serveraufspielungen gibt es nach dem folgenden Link:

Montag, 3. Februar 2014

Fantasy Gacha Carnival vom 1. bis 28. Februar 2014

Vom 1. bis zum 28. Februar 2014 läuft in Second Life der Fantasy Gacha Carnival. Über diesen Jahrmarkt mit den bekannten Gacha-Automaten, hatte ich schon einmal letztes Jahr im Oktober berichtet. Vor allem das gute Design des Ausstellungsgeländes ist mir vom letzten Mal noch in Erinnerung geblieben.

Der Fantasy Gacha Carnival auf Acerbus Silva
Da es auf der Homepage zur Veranstaltung nicht so viel zu lesen gibt, habe ich der Messe selbst mal einen Besuch abgestattet, um ein paar Fotos zu machen. Die Region war rappelvoll und es rezzte alles in endlos langsamer Zeitlupe. Die meisten Avatare standen genau wie ich, erst mal einfach nur auf der Stelle und warteten so lange, bis man wenigstens einen Weg und ein paar Konturen erkennen konnte. Ich muss sagen, dass ich eine so schlechte Performance einer Region schon lange nicht mehr erlebt habe. Ich kann mir das eigentlich nur mit einem völlig überlasteten Simulator-Server erklären, der entweder zu viele hochauflösende Texturen, oder zu viele Skripte verarbeiten musste. Wahrscheinlich war es eine Mischung aus beidem, plus die 64 Avatare, die vorhin dort waren. Allerdings war ich schon auf Veranstaltungen mit 80 Avas und dort lief alles zehnmal schneller.

 

Zugang zur Messe gibt es nur mit Adult-Freischaltung des SL-Accounts. Entlang eines Rundwegs stehen dann hunderte von Gacha-Vendoren. Der Weg führt um eine Schlucht herum und die Gestaltung des Geländes ist wohl ganz ansehnlich geworden. Aber das vermute ich einfach mal so anhand dessen, was nach etwa 30 Minuten vom Viewer geladen war. Um die Region komplett auf dem Bildschirm sehen zu können, muss man wahrscheinlich weit über eine Stunde warten. Genauso lange dürften auch die Produktfotos in den Vendoren benötigen, bis sie sichtbar werden. Schneller kann man sich die angebotenen Gacha-Produkte auf einer Unterseite der Homepage ansehen. Der Link ist am Ende des Beitrags aufgeführt.


Bei meinen Fotos habe ich absichtlich Windlight-Einstellungen gewählt, bei denen es nicht so auffällt, wenn die Hälfte der Texturen noch nicht geladen wurde. :)

>> Teleport zum Fantasy Gacha Carnival

Links:

Sonntag, 2. Februar 2014

Reisebericht: Route 66

Heute gibt es mal keinen Simtipp, sondern einen Reisebericht. Und eigentlich sehen die vorgestellten Regionen gar nicht mal besonders gut aus. Und als wäre das noch nicht genug, kostet die uneingeschränkte Nutzung der 14 Regionen auch noch einmalig 299 L$. Aber ich stelle die kleine SL-Reminiszenz an eine der berühmtesten Straßen der Welt hier trotzdem vor, weil mir die Tour Spaß gemacht hat.

The Mother Road
Es gab und gibt in Second Life auch noch einige andere Regionen, die sich um das Thema Route 66 drehen. Am besten fand ich bisher den leider nicht mehr vorhandenen Sim The Mother Road, der im Grid als "J Peace Island" recht bekannt war. Der Simverbund, über den ich hier berichte, stellt im Wesentlichen das Motorradfahren in den Vordergrund. Optisch ansprechende Gestaltung gibt es zwar auch hier und da, aber eigentlich viel zu selten, um die Regionen auch für Nicht-Biker interessant zu machen.

Cowboys und Biker

Die Fotos in meinem Bericht stammen von verschiedenen Ausflügen, die ich bisher auf den besagten Regionen gemacht habe. Zeitlich gesehen liegen sie einige Monate auseinander. Dabei habe ich auch mitbekommen, dass der eine oder andere Sim zwischendurch mal komplett leergeräumt war. Einen Besuch später war dann diese Region wieder neu bebaut, aber meist völlig anders als zuvor. Deshalb zeigen meine Fotos zum Teil auch Abschnitte, die so nicht mehr entlang der Route 66 zu finden sind.

Bad Maddy
Für meine Motorradtouren auf America’s Mainstreet nutze ich fast immer meine Pipe Chief. Die fährt zwar recht bescheiden und ist auch noch in alter Sculpty-Technik gebaut worden. Aber sie sieht gut aus, passt vom Stil zur Mother Road und wird zu einem sehr fairen Preis verkauft. Dazu trage ich dann schwarze Lederklamotten von Immerschoen und einen offenen Stahlhelm von irgendwoher.

Um auf der Straße fahren zu können, muss man der Gruppe "Regent Riders" beitreten. Das kostet einmalig 299 L$, also etwa einen Euro. Für den Spaß den ich hatte, fand ich das Geld gut angelegt. Beitreten kann man der Gruppe eigentlich auf fast jeder Region des 14er Verbunds. Eines der Group-Join Schilder steht zum Beispiel hier.

Schöne Parzelle direkt an der Straße
Hier ist der Startpunkt im Norden der Route 66. Gleichzeitig eine der trostlosesten Regionen.
Wenn man die Route 66 einmal komplett abfahren will, empfehle ich den Startpunkt im Norden auf der Region Diablo Canyon (siehe Foto oben). Dort kann man sich auch zu einer Fahrt mit Zeitmessung anmelden. Die Anleitung dazu gibt es über das Schild "Time Trial" ebenfalls am Landepunkt. Für die Zeitmessung muss man alle Checkpoints auf der Route durchfahren. Nur dann wird man in die Rangliste aufgenommen. Erlaubt sind übrigens nur Motorräder und Trikes. Autos oder andere Vehikel sind nicht so gern gesehen und man wird eventuell gekickt, wenn ein Landowner gerade in Stimmung dazu ist.

Ein futuristisches Carbon-Bike am Wegesrand
Gibt man sich die gesamte Straße über alle Regionen, kommt man schon an ein paar Stellen vorbei, an denen sich ein kurzer Stopp für ein Foto lohnt. Allerdings sind viele Parzellen rechts und links der Straße leer, so dass man manchmal auch das Gefühl hat, man befindet sich auf dem SL-Mainland.

Der Loon Tunnel führt zum MLCC Headquarter
Hier kann man bekannte Boote kaufen
Mittendrin im Regionsverbund ist auch das MLCC Headquarter von Motor Loon. Wenn sich jemand z.B. ein Loonetta- oder Oceanic-Boot inworld gekauft haben sollte, dann mit großer Wahrscheinlichkeit in diesem Shop an der Route 66. Lustig ist auch, dass auf Loons Region ein Teil der Route durch einen Tunnel führt. Allerdings ist das Wasser darin mit einem invisible Prim versteckt worden, was man dann nur richtig sehen kann, wenn man das Advanced Lighting Model (oder deutsch: Erweitertes Beleuchtungsmodell) im Viewer ausschaltet. Und im eigentlichen Mainshop gibt es bei MLCC natürlich Motorräder, aber zu wirklich gesalzenen Preisen. Da bekommt man für den Preis meiner Pipe Chief gerade mal einen zweiten Rückspiegel.^^

Der Motorrad-Shop von Motor Loon
Den Rest des Berichts gibt es auf der Unterseite:

Die Weltkarte des Internet

 
Daniel Voyager hat gestern Abend auf einen Artikel in der Huffington Post aufmerksam gemacht, in dem wiederum eine Weltkarte von Martin Vargic auf Deviant Art vorgestellt wird. Auf dieser Karte hat Martin (JaySimons auf Deviant Art) alle Webseiten, Webdienste und Softwarefirmen als Landmasse zusammengestellt, die seiner Ansicht nach das Internet geformt und geprägt haben.

Die Ozeane wurden dagegen mit Begriffen und Schlagwörtern versehen, die im Zusammenhang mit der Internetnutzung immer wieder verwendet werden. Zusätzlich wurden die Meeresströmungen durch Namen von Code- und Datenströmen ersetzt. Ganz im Norden der Karte, unter der Bezeichnung "Interface Ocean", befindet sich auch Second Life als Doppelinsel. Text-Einträge gibt es dazu nur drei: Rosedale, Humble und Resident Island. Direkt nördlich der SL-Inseln befindet sich "Stalking Island". Ob der Kartenersteller das bewusst so platziert hat, oder eher zufällig, weiß ich nicht. Ganz falsch ist es ja nicht, aber es gibt sicher noch viele weitere Internet-Plattformen, auf denen Stalking ein Thema ist.

Martin Vargic schreibt zu seiner Karte, dass dies die erste Version sei und noch weitere folgen werden. Sollte man beim Durchstöbern der riesigen Grafik noch wichtige Namen aus dem Internet vermissen, kann man davon ausgehen, dass diese noch in den nächsten Ausgaben ergänzt werden. Bei den verwendeten Webseiten hat sich Martin an der Top 500 Liste von Alexa orientiert. Die Karte kann man sich übrigens auch auf Zazzle kaufen und als Poster an die Wand hängen.

Ich habe eben ziemlich lange durch die voll vergrößerte Karte gescrollt. Das ist schon sehr interessant und man kann sich gut vorstellen, wieviel Arbeit in einem solchen Werk steckt. Da die Seite mit der Karte auf Devian Art rechts unten einen Link zum Einbetten anbietet, gehe ich mal davon aus, dass es in Ordnung ist, die verkleinerte Karte hier im Beitrag zu zeigen.

In voller Größe öffnet sich die Karte mit dem folgenden Link:
>> "Map of the Internet 1.0"

Weitere Links:

Samstag, 1. Februar 2014

Ein paar Infos vom TVP-Meeting am 31. Januar

Quelle: YouTube: TPV.Meeting
Chatkat Northspring hat wieder die Aufzeichnung vom inworld Treffen der TPV-Entickler, das am 31. Januar stattgefunden hat, auf YouTube hochgeladen. Das Treffen dauerte diesmal zwar nur 23 Minuten, aber ein paar Infos hat es dort dennoch gegeben. Vor allem, warum auch in dieser Woche keiner von den vier RC-Viewern als SL-Hauptviewer übernommen wurde.

Eigentlich wollte Linden Lab den Interesting Viewer in dieser Woche zum Hauptviewer machen. Dieser Viewer, der das Laden der 3D-Umgebung in SL beschleunigen soll, hat aber entgegen vorherigen Meldungen doch noch eine zu hohe Crash-Häufigkeit. Oz Linden sagte, es sei nicht ganz klar, ob die ausgewerteten Statistiken zur Absturzrate richtig sind. Aber im Augenblick sind sie eben so hoch, dass der Viewer erst mal im RC-Kanal bleibt.

Der Fitted Mesh Viewer hat am 27. Januar ein weiteres Update erhalten. Dennoch ist hier noch ein zusätzliches Update in der nächsten Woche notwendig, da einer der TPV-Entwickler einen Fehler bei der Code-Überprüfung gefunden hatte. Laut Oz gibt es dazu schon einen Fix, der am kommenden Montag in einer neue Version des Fitted Mesh RC Viewers enthalten sein wird. Sollte dann nichts mehr gefunden werden, ist es sehr wahrscheinlich, dass Fitted Mesh noch vor der Interesting List in den offiziellen Viewer übernommen wird.

Der HTTP Viewer hat dagegen keine Fehler oder Probleme mehr. Alles funktioniert wie es soll. Oz ist der Ansicht, dass der HTTP-Code die größten Chancen hat, als erstes von den vier RC-Projekten in den Hauptviewer aufgenommen zu werden. Aller Voraussicht nach in der kommenden Woche (KW 6).

Der Maintenance Viewer hat beim Meeting eine kleine Diskussion ausgelöst, nachdem Oz mit seinem Statusbericht fertig war. Offenbar betrifft eine der Verbesserungen aus dem Viewer die Abschaffung der GPU-Liste. Mit dieser Liste erkennt jeder Viewer beim ersten Start die eingebaute Grafikkarte des PCs und wählt die Grafikeinstellungen im Viewer entsprechend automatisch aus. Die neue Lösung soll nun die verwendete OpenGL-Version im Grafikkartentreiber auslesen und die Leistung der Karte mit einem kleinen Geschwindigkeitstest beim ersten Viewerstart ermitteln. Damit sollen ähnlich genaue Werte erreicht werden, wie mit der heutigen Methode über die GPU-Liste. Der Vorteil für LL wäre dann, dass man diese Liste nicht mehr ständig aktuell halten müsste.

Neben den vier RC Viewern gibt es noch den Merchant Outbox Projekt Viewer. Mit diesem sollen letzte bestehende Probleme mit der Merchant Outbox behoben werden. Diese Funktion hat vor einiger Zeit die sogenannte "Magic Box" als Ausliefersystem für den Marketplace abgelöst. Oz kennt den genauen Stand nicht, aber es stehen wohl immer noch einige Verbesserungen an.

Dann wurde auf dem TPV-Treffen noch eine Weile über Viewer-Projekte diskutiert, die noch nicht öffentlich zu sehen sind:

Der Google Breakpad Viewer, der ab und zu mal bei den RC Viewern auftaucht und dann wieder verschwindet, wird demnächst unter einer neuen Version wieder auftauchen. Dieser Viewer soll die Statistiken und Crash-Meldungen verbessern, die Linden Lab von den Viewern geschickt bekommt.

Der Project Sunshine Viewer, der mit dem "Advanced Inventory System Version 3" (AIS v3) noch einige Probleme mit dem im letzten Jahr eingeführten serverseitigen Textur-Baking beheben soll, ist soweit vorangeschritten, dass nächste Woche (KW 6) sehr wahrscheinlich ein Projekt Viewer erscheinen wird.

Der Oculus Rift Viewer ist ebenfalls kurz davor, vom QA-Team für einen öffentlichen Projekt Viewer freigegeben zu werden. Laut Oz kommt der Release immer näher.

Und dann gibt es noch den Viewer mit den neuen Gruppenbann-Funktionen von Baker Linden. Hier wurde schon vor ca. vier Monaten gesagt, dass das Projekt soweit fertig sei. Auch gestern sagte Oz wieder, dass Baker ihm versichert habe, er sei an den letzten Vorbereitungen für die Veröffentlichung eines Projekt Viewers. Naja, mal abwarten.^^

Oz erwähnt am Ende seines Statusberichts, dass er vielleicht den einen oder anderen Projekt Viewer zurückhalten werde, auch wenn er bereit sein sollte, weil es im Release-Kanal mit zu vielen Viewern sonst zu unübersichtlich wird.

Zum Schluss werden noch ein paar lose Punkte angesprochen. Beim Materialsystem gibt es offenbar einen Fehler mit negativen Offset-Werten bei den Texturen. Sie werden vom Asset Server nicht gespeichert. Dazu konnte Oz aber nichts Neues sagen. Latif Khalifa sagte, dass man einfach den gespiegelten Positivwert nehmen soll. Also z.B. statt -0.2 eben +0.8. Die Textur hat dann exakt den gleichen Versatz.

Zum Thema Leap Motion Viewer gibt es ebenfalls keine großen Fortschritte. Einige TPV-Entwickler haben wohl versucht, die Unterstützung als Open Source Projekt hinzubekommen. Jedoch gab es in Verbindung mit Linux Probleme und nun wartet man darauf, dass die Leap Motion Entwickler dazu einen Fix liefern.

Hier kann man sich selbst das Meeting auf YouTube ansehen/-hören:
>> Second Life: Third Party Viewer meeting (31 January 2014)

Links:

The Drax Files: World Makers [Episode 16: Feed A Smile]

Heute ist sowohl eine neue Folge der Drax Files World Makers Reihe als auch die wöchentliche Ausgabe der Drax Files Radio Show erschienen. Blogtechnisch macht sich bei mir langsam eine Drax Files Sättigung bemerkbar. Die kurzen Videos finde ich immer noch sehr interessant, aber wie ich letzte Woche zur Radio Hour schon geschrieben habe - die einstündige Podcast-Sendung alle sieben Tage ist mir einfach zu oft. Wer sich den Podcast anhören will, der diesmal im Wesentlichen den Abgang von Rod Humble und das Ende von Cloud Party diskutiert, findet den Audiostream hier:
>> Show #4: The sky is falling…

Nun aber zur heutigen World Makers Episode. Diesmal stellt Draxtor keine Person vor, sondern das Benefiz-Veranstaltungsprogramm "Feed a Smile". Mit Konzerten, Ausstellungen und Festivals sammelt diese Gruppe Spenden für die in Deutschland ansässige Hilfsorganisation "Leben und Lernen in Kenia". Leiterin der Organisation in beiden Welten ist Brique Topaz, die auch im Video die Präsentation für das Feed a Smile Programm übernimmt.

Der SL-Ableger von Leben und Lernen in Kenia ist zwar ein relativ kleiner Bereich des gesamten Hilfsprogramms, aber Brique erwähnt im Video, dass Feed a Smile in Second Life enorm gewachsen sei. Die in SL eingenommenen Spenden werden in erster Linie für die Finanzierung von warmen Mahlzeiten für über 400 Kinder in Kenia verwendet, während die gesamte Organisation noch einige weitere Hilfsmaßnahmen durchführt, wie etwa die Bezahlung von Kleidung, Schulbüchern, ärztlicher Versorgung und Unterbringung.

Ich selbst bin erst vor einigen Wochen so richtig auf Feed a Smile in SL aufmerksam geworden und habe seitdem schon dreimal etwas dazu gebloggt. Im Video finde ich vor allem die vielen Einblicke in die "Wohnzimmer" der Musiker klasse. Gute Musik gibt es nicht nur auf den großen RL-Bühnen, sondern auch aus der ganz alltäglichen Umgebung von nebenan heraus. Eine Art der Unterhaltung, die ich so bisher nur von SL her kenne.





Übersetzung zur YouTube-Beschreibung:
"Ein Kind in Kenia kann heute etwas essen, weil dein Avatar bei diesem Konzert 100 Linden Dollar gespendet hat!"

Für Brique Topaz, Leiterin der in Deutschland ansässigen Non-Profit-Organisation "Leben und Lernen in Kenia", ist eine Aussage wie die von oben gar nichts Außergewöhnliches: Kleine Beträge einer virtuellen Währung aus einer Online-Welt, die von Avataren gespendet werden, die den Pixelvertretern von Musikern zuhören, helfen bei der Unterstützung von Kindern aus den verarmten Slums von Nairobi - das macht Sinn!

Solltet ihr euch dennoch verwirrt fühlen, wann immer das Thema der virtuellen Realität und ihrer Auswirkung auf die physische Welt diskutiert wird, keine Angst: investiert in die nächsten fünf Minuten und ihr werdet aufgeklärt mit Geschichten voller Leidenschaft, Ausdauer und wirklich guter Musik.


Quelle YouTube

Links: