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Mittwoch, 3. März 2021

Simtipp: Elvion - (März 2021)

Heute habe ich Fotos von "Elvion", einer Region, die wieder nach Second Life zurückgekehrt ist. Ich hatte ihr schon öfter einen Simtipp in meinem Blog gewidmet. Jedoch ist das eine saisonale Region, die seit Anfang 2019 schon mehrfach geschlossen und wieder geöffnet wurde. Warum auch nicht, wenn man zwischendurch auch mal etwas anderes machen will. Außerdem spart das viel Geld.

Zuletzt wurde Elvion im September 2020 geschlossen. Wiedereröffnet wurde es am 28. Februar 2021 mit diesem Foto von UnaMayLi. Ihr Displayname in Second Life ist Una Zano (UnaMayLi Resident). Und zusammen mit ihrem Partner Bo Zano (BoZanoNL Resident) haben die beiden Elvion wieder neu auferstehen lassen.

Elvion ist eine Homestead-Region mit Einstufung "Adult". Der Landepunkt ist am östlichen Rand der Region, obwohl es eigentlich wie die südöstliche Ecke aussieht.. An einer Infowand gibt es einen Gruppen-Joiner, einen Flickr-Link und Informationen zum Windlight, das sich aber automatisch einstellt. Außerdem wird auch eine Notecard automatisch angeboten. Die Gruppe kostet 500 L$ und man erhält als Mitglied Rez-Rechte.

In der Notecard steht im Wesentlichen, wie man der Landgruppe beitreten kann und wofür die Rez-Rechte gedacht sind (Blogger, Fotografen, usw.). In der zweiten Hälfte werden einige Simregeln aufgelistet. Das Hauptziel dieser Regeln ist, dass jeder Elvion genießen kann und dass man alle anderen um sich herum respektiert.

Direkt nach der Ankunft kam mir der Gestaltungsstil sofort vertraut vor. Und mein erster Gedanke war dann auch: Gut, dass die beiden wieder zurück sind. Der erste Eindruck am Landepunkt ist wirklich umwerfend. Links eine lange Bergkette mit vielen schmalen Wasserfällen. Die speisen einen breiten Fluss, der im Osten ins Meer fließt, genauso wie einen schmaleren Fluss, der in Richtung Norden die Region durchquert.

Und dann gibt es natürlich die wundervolle Natur mit ihren Bäumen, vielen blühenden Pflanzen und einer großen Anzahl unterschiedlicher Tiere. Ich habe mich bei meinen Fotos heute nicht so sehr auf die Tiere konzentriert. Deshalb wird es in meinem Beitrag nicht so deutlich, wie viele Tiere diese Landschaft bewohnen. Die gesamte Natur wurde jedenfalls so gestaltet, dass es unzählige Standorte gibt, die einen umwerfenden Anblick bieten.

Ebenfalls sehr gelungen sind die Sound-Emitter, die Naturgeräusche von sich geben. Besonders in der Nähe der Wasserfälle hört sich das intensiv an. Bei den Bergen ist Bo Zano übrigens einer der wenigen Landgestalter, die noch das original SL-Bodenterrain verwenden anstatt einen Sim-Surround. Dies ist in meinen Augen ein Stilelement, das Elvion schon immer eine spezielle Note gegeben hat.

Die kompletten Gewässer auf Elvion sind Skye River Water. Auch ein Jahr nach Veröffentlichung dieses Produkts von Studio Skye, hat es nichts von seiner aufregenden Optik eingebüßt. Vor allem, wenn es in dieser Breite eingesetzt wird, wie entlang der Bergkette. Ach, und wer einen Tip Jar sucht, das sind die Mops-Hunde mit dem blauen Halstuch auf dem Foto hier oben. Davon gibt es mehrere auf der Region. (Ich wollte jetzt nicht "Möpse" schreiben.^^)

Gebäude gibt es nur eins auf der Region, nämlich dass "Retreat" von The Looking Glass. In diesem Gebäude habe ich das Foto hier oben geschossen. Und am westlichen Rand steht noch ein Steinpavillon. Was ich nicht mehr geprüft habe, ist ein Hinweis am Landepunkt. Dort steht, man soll für "Das Einhorn" die Windlight-Einstellung "Mitternacht" verwenden. Es kann durchaus sein, dass es irgendwo einen Teleport auf eine Sky-Plattform mit einem Einhorn gibt.

Das vorgegebene Windlight auf dem Simboden ist auch sehr Elvion-typisch und es passt meiner Ansicht nach perfekt zu dieser Landschaft. Es dämpft irgendwie alle Farben ein wenig, was die gesamte Region wie aus einem Guss wirken lässt. Gut, dass Elvion wieder zurück ist.

>> Teleport zu Elvion

Links:

Dienstag, 2. März 2021

Okinawa Sakura Matsuri 2021 vom 2. März bis 5. April

Heute stelle ich einen Shopping Event vor, der bei mir zu einer ausführlichen Erkundung der Region geführt hat. Deshalb habe ich vom Shopping-Bereich auch nur ein Foto und der Rest ist von der Dekoration. Aber ich fange mal mit dem Foto von der Shopping-Straße an, in der sich auch der Landepunkt befindet.

Vom 2. März bis 5. April 2021 läuft in Second Life das Okinawa Sakura Matsuri Festival. Die Kurzbeschreibung dieses Events lautet schlicht "Frühlingsmarkt und Kirschblüten betrachten". Der Begriff "Sakura Matsuri" ist ein traditionelles japanisches Fest zur Kirschblütenzeit, das gemeinsam mit dem "Hanami" (der Kirschblütenschau) begangen wird.

Wenn man auf dem Okinawa Sakura Matsuri etwas abseits der Verkaufsbuden die Region erkundet, findet man viele dieser traditionellen Szenen aus dem RL. Zum Beispiel eine Reihe von Imbissbuden mit den typischen Snacks wie Takoyaki, Yakisoba, Yakitori und Dango. Das meiste davon am Spieß.

Eine weitere Tradition ist das Picknicken unter blühenden Kirschbäumen und, sofern die Bäume entlang eines Flusses oder Sees aufgereiht sind, eine Bootsfahrt durch das mit Blütenblättern bedeckte Wasser. Beide Möglichkeiten gibt es auch auf dem Okinawa Festival, wie auf den nächsten beiden Fotos zu sehen ist.

Ich hatte zuletzt an Weihnachten das Okinawa Christmas Festival vorgestellt, das auf der gleichen Region aufgebaut war. Das Sakura Matsuri Festival hat dagegen seit 2017 nicht mehr in Second Life stattgefunden. Zufälligerweise hatte ich das vor vier Jahren sogar fotografiert als ich auf meiner SL‑Kirschblüten-Tour 2017 war.

Dass der Event dieses Jahr wieder stattfindet, hat sicherlich etwas mit Covid-19 zu tun. Bereits im letzten Frühjahr wurden in Japan sehr viele lokale Sakura Matsuri Feste abgesagt. In diesem Jahr fallen dagegen fast alle Feste aus, soweit ich das eben über Google recherchieren konnte. Und so können SL-Bewohner (und vielleicht auch neue Nutzer) den Hanami wenigstens in Second Life begehen. Ich kam heute jedenfalls kaum auf die Region, weil sie permanent voll gewesen ist.

Nun noch ein paar Event-Informationen:
Aufgebaut ist das Ganze auf einer Full-Region mit 20k Primkapazität und Einstufung "Moderat". Organisatorin des Events ist MORE Laville und ihr Okinawa Team (siehe unter "Official Staff"). Im Event-Blog gibt es sowohl eine Store Liste als auch einen Shopping Guide. Zusätzlich findet man weitere Fotos von den angebotenen Produkten in der zugehörigen Flickr-Gruppe.

Gestern hatte auch Akimoto Non, die Gestalterin von Tonarino und Nekomachi Street, auf Twitter gemeldet, dass sie auf dem Okinawa Event zum ersten Mal ihren neuen Shop "Shifuku" präsentiert. Akimoto ist unter japanischen SL-Bewohnern sehr beliebt, in etwa zu vergleichen mit Strawberry Singh, bevor sie ein Linden wurde.^^

Quelle: Okinawa Sakuramatsuri 2021

Ich bin heute jedenfalls viel länger auf dem Event gewesen als ich ursprünglich vorhatte. Nicht nur wegen der Kirschbäume. Denn die gesamte Dekoration ist schön gemacht, bis hin zu Sound-Emittern, die leise japanische Musik abspielen.

>> Teleport zu Okinawa Sakura Matsuri

Links:

[SL Blog] - Second Life Destinations: CELLS von Moki Yuitza auf The Sim Quarterly

Quelle: Second Life / YouTube

Linden Lab am 02.03.2021
um 10:02 AM PST (19:02 Uhr MEZ)
- Blogübersetzung -

Macht euch bereit, in eine Welt der Prims in allen Formen, Farben und Größen einzutauchen. Heute nehmen wir einen tiefen Einblick in die farbenfrohe Kunstinstallation CELLS von Moki Yuitza auf The Sim Quarterly.

Moki Yuitza ist eine meisterhafte Prim-Manipulatorin, die diese grundlegenden Second Life Bausteine nutzt, um komplexe und farbenfrohe immersive Kunst in Second Life zu erschaffen, seit sie unsere Welt im Jahr 2008 entdeckt hat. Kunst war schon immer ein wichtiger Teil von Mokis Leben, aber sie betrachtet sich nicht als eine Künstlerin, sondern eher als gute Handwerkerin. Second Life ist ihr unendlicher leerer Raum, ein Sandkasten sozusagen, und die Prims und Lichtquellen sind ihre Pinsel und Farben.

Cells ist Mokis neuestes Geschenk an die Kunstwelt von Second Life und es ist derzeit auf The Sim Quarterly untergebracht, das von Electric Monday betrieben und kuratiert wird.

Die Mission von The Sim Quarterly ist es, Kunst und immersive Installationen nach Second Life zu bringen. Alle drei Monate wird ein neuer Künstler eingeladen, seine Kreativität in einer regionsweiten 3D-Installation zu teilen, die aus selbsterstellter Kunst oder szenischen Bauten bestehen kann und die eines gemeinsam haben - sie müssen ein Erlebnis bieten. Der Besucher wird dann mehr als einen Sinn verwenden, während er in die Kunst eintaucht, anstatt sie nur zu betrachten.

Besucht Cells noch heute und lasst eure Sinne auf Erkundung gehen.



Direkter Teleport

Danksagung zur Videoproduktion:
  • Draxtor Despres

Quelle: Second Life Destinations: CELLS by Moki Yuitza at The Sim Quarterly
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Anm.:
Ich habe diese Installation auch schon besucht und hier darüber berichtet.

Simtipp: Towa no Mori Jinjya

Ja doch, schon wieder ein japanisches Design. Das ist nun mal mein Steckenpferd, so wie bei anderen RP, Aviation oder Kunstgalerien. Außerdem haben wir jetzt März und in zwei Wochen beginnt in Japan die Kirschblüte. Da gab es bei mir schon immer viele japanische SL-Regionen im Blog. :)

So ganz japanisch ist der Stil heute auch nicht. Die Region "Towa no Mori Jinjya" ist in drei völlig verschiedene Themen unterteilt. Ein Viertel ist klassischer japanischer Stil, zwei Viertel sind tropischer Strandbereich (wobei dieser auch noch einmal in zwei Hälften unterteilt ist) und das letzte Viertel ist eine Traum- und Kunstinstallation, die mich sehr stark an die frühere Region Mystical Fae Forest von Uma Fae Dust erinnert hat.

Ich zeige hier nur Fotos vom japanischen und träumerischen Bereich, also etwa von der Hälfte der Region. Die andere Hälfte mit dem Palmenstrand sieht nicht schlecht aus, aber Palmen hatte ich schon in meinem gestrigen Blogpost. Die ersten sieben Fotos hier im Beitrag sind zum japanischen Stil, der Rest zur Fantasy-Installation. Aufmerksam auf diese Region wurde ich erneut über einen Tweet von Yumix Writer, die seit Wochen wie ein Turbo durch das Grid düst und jede Menge Fotos teilt.

Towa no Mori Jinjya ist eine Homestead-Region mit moderater Einstufung. In einigen Bereichen steht auch "Towanomori" als Name in der Land-Info. Aber im Profil des Owners steht es eben so, wie hier oben in meiner Überschrift. Der Owner heißt Zacro (punicagranatum). Er hat auch die beiden Bereiche gestaltet, zu denen ich hier Fotos zeige. Seine Partnerin Yui (yuinexen) hat dagegen den größten Teil des Palmenstrands erstellt.

Der Landepunkt ist vor einem Shintō-Schrein, in dem meines Erachtens noch ein Mikoshi-Schrein untergebracht ist. Drumherum findet man die bekannte Mischung aus roten Häusern, Brücken und Torii. Dazwischen gibt es viele Pflanzen und auch Bäder. Denn der Schrein steht auf einem hohen Felsen, von dem mehrere Wasserfälle herabstürzen.

Oben auf meinem letzten Foto aus dem japanischen Bereich, sieht man eine kleine Anleitung, wie man richtig die Kami (japanische Geister oder Götter) ehrt. Ich finde selbst diese Schilder anmutig.

Nun geht es weiter mit dem Fantasy-Bereich. Wobei ich dazu gar nicht viel schreiben kann. Da sagen meine Fotos mehr als Beschreibungen.

Geprägt ist dieser Bereich von vielen bunten Leuchtbäumen in Blau, Weiß und Rot. Drei steinerne Lauf- und Brückenwege treffen an einer erhöhten Kreuzung zusammen. Ein Weg führt zu einer dunklen Bar in einem fensterlosen Gebäude, der zweite Weg zu einem Leuchtturm mit benachbartem Windrad und der dritte Weg zu einem Säulengang mit vielen Partikeln und Bodennebel.

Der Leuchtturm ist das Einzige was einigermaßen real aussieht. Alles andere kommt ziemlich surreal rüber. Mir hat vor allem der Bodennebel gefallen, der absolut lagfrei ist und diesem Bereich eine spezielle Atmosphäre verleiht. Das vorgegebene Windlight ist ein heller Sonnenuntergang, der gut zu allen Bereichen passt. Also habe ich diesmal nichts verändert.

Für beide hier gezeigten Bereiche gilt, dass man neben den vielen Naturgeräuschen (Wasserfall, Wellen, Vogelgezwitscher) auch an verschiedenen Stellen leise japanische Musik hören kann, was sehr beruhigend ist. Vor allem rund um den Bereich, wo die Wasserfälle den Felsen herabstürzen. Dort wäre ich am liebsten stehengeblieben.

Towa no Mori Jinjya ist keine einheitlich gestaltete Region, sondern im Grunde sind das vier etwa gleich große Parzellen mit je einer eigenen Welt. Mir hat es dennoch gefallen, denn ich liebe sowohl den japanischen Stil als auch verträumte Fantasy-Installationen. Da ich auf Flickr weder die Accounts der beiden Owner noch eine Gruppe zur Region gefunden habe, gibt es heute nur den Link zu den SL‑Destinations (der aktuell aber auch noch ins Leere führt).

>> Teleport zu Towa no Mori Jinjya

Link:

Montag, 1. März 2021

[Video] - Black Dragon Tutorial Teil 2 von Boston Blaisdale

Quelle: Boston Blaisdale / YouTube

Anfang Februar hatte ich hier ein Tutorial zum Black Dragon Viewer von Boston Blaisdale vorgestellt. Insbesondere hat Boston sich dabei auf den Poser konzentriert, einer Funktion im Black Dragon, mit der man den Avatar in eine beliebige Position und Pose bringen kann.

Gestern hat Boston in einem zweiten Teil den Poser noch genauer vorgestellt. Da dieses Feature auch von anderen Vloggern auf YouTube immer wieder vorgestellt wird, scheint das Interesse daran doch recht groß zu sein. Deshalb teile ich dieses Video auch noch einmal bei mir.

Boston spricht zwar Englisch, aber so deutlich, dass man im Video die automatischen YouTube-Untertitel in Deutsch einschalten kann. Die Übersetzung passt dann einigermaßen, so dass man versteht was er meint. Um die Untertitel zu aktivieren, zuerst auf das Untertitel-Symbol klicken (es wird eine rote Linie unter dem Symbol angezeigt), dann über das Zahnradsymbol "> Untertitel > Automatisch übersetzen > Deutsch" auswählen.

Ein bisschen Nerd muss man aber für den Poser schon sein. Denn die Anzahl der Funktionen und die Bezeichnungen der Knochen, die man manipulieren kann, sind schon ziemlich verwirrend. Da man mit dem Poser aber nichts an seinem Avatar kaputtmachen kann, ist Ausprobieren der beste Weg, um das Tool zu verstehen.

SECOND LIFE | Black Dragon Photography PART 2 | THE POSER | Tips & Tricks Quick Tutorial

Meiner Ansicht nach hat Boston von NiranV Dean (Entwickler des Black Dragon) für den zweiten Teil des Poser Tutorials viele Tipps zu Tastaturkürzeln und versteckten Funktionen bekommen. Denn Boston zeigt hier einige Dingen, die auch mir noch unbekannt waren.

Links:


Informativer Artikel über Second Life auf Quartz

Quelle: Quartz / Wikipedia
Daniel Voyager hat heute Morgen in seinem Blog auf einen Second Life Artikel auf Quartz aufmerksam gemacht. Der Titel des Artikels lautet "Während Covid-19 die reale Wirtschaft zerstörte, boomte die Wirtschaft von Second Life". Warum da die Vergangenheitsform verwendet wird, ist mit nicht ganz klar (wir sind ja immer noch mitten den den Covid-19 Auswirkungen). Aber im Großen und Ganzen ist der Artikel schon positiv. Und da Ebbe zum ersten Mal im Jahr 2021 Wirtschaftszahlen aus 2020 nennt, fasse ich die wichtigsten Abschnitte aus dem Artikel mal zusammen.

Kurz vorab noch eine kurze Beschreibung aus der Wikipedia zur Quartz-Webseite:
Quartz ist ein 2012 in New York City gegründetes Internetportal für Wirtschaftsnachrichten. Sitz der Zentrale ist New York City mit Niederlassungen in Indien und Afrika. Der Inhalt soll in erster Linie Nutzer von Mobilgeräten und Tablets ansprechen. An ihrer Gründung waren Teammitglieder von Nachrichtenmedien wie Bloomberg.com, The Economist, The New York Times und dem Wall Street Journal beteiligt. Nach eigenen Angaben berichtet das Quartz-Team aus 115 Ländern in 19 Sprachen.

Eigentlich sollte der Artikel nur mit einem Abonnement sichtbar sein. Aber bei mir wurde er vollständig geladen. Erst wenn man die Seite mehrfach neu laden lässt, wird irgendwann nach den ersten beiden Absätzen der Text abgeschnitten und auf das Abo verwiesen.

Quelle: Quartz

Verfasst wurde der SL-Artikel von Samanth Subramanian am 25. Februar 2021. Er beginnt seine Betrachtung der SL-Ökonomie mit einem Ehepaar, das in SL den Möbel- und Dekorationsshop "Sunny Bungalow" betreibt. Dieser Shop hat seit dem Ausbruch der Pandemie seine Verkäufe in SL verdoppeln können, wie viele andere virtuelle Shops auch. Die Verkaufsspitze war Teil eines größeren Wirtschaftsbooms in Second Life, während die Wirtschaft in der realen Welt in 2020 ins Trudeln geriet.

Ebbe Altberg wird zitiert mit: "Wir sehen einen 30-40%igen Anstieg des gesamten Bruttoinlandsprodukts im Spiel. Im vergangenen Jahr verdienten und kassierten die Spieler 73 Millionen US‑Dollar - fast ein Fünftel mehr als 2019 mit 65 Millionen US‑Dollar."

Die übrige virtuelle Wirtschaft wuchs ebenfalls, aber weitaus explosiver, und zwar auf eine Weise, die Second Life manchmal wie ein beschauliches Hinterland für Erwachsene erscheinen ließ. Der Überschwang ist zu einem großen Teil auf nicht-ersetzbare Token (NFTs) zurückzuführen - virtuelle Vermögenswerte wie Grundstücke in Somnium Space, einer anderen Onlinewelt, oder Kunstwerke von animierten Katzen oder digitale Basketball-Sammelkarten. Jedes NFT ist ein einzigartiges Produkt, entweder ein Unikat oder Teil eines limitierten Sets. Einige NFT‑Ersteller nutzen die Blockchain-Technologie, um die Einzigartigkeit ihrer Produkte zu zertifizieren.

Second Life hat seine eigenen Versionen von NFTs: Grundstücke von virtuellem Land oder Designerkleidung für Avatare oder einzigartiger Sunny Bungalow Krimskrams, jeder anders als der andere. Aber diese sind nicht mit die Blockchain-Technologie etikettiert und mit ihnen wurde nicht wild spekuliert, wie bei den anderen Tokens. Die Wirtschaft des Spiels wuchs gleichmäßiger und über längere Zeiträume - eher wie eine reale Wirtschaft als eine Sammlung von spekulativen Vermögenswerten.

Das liegt zum Teil daran, dass Second Life als anti-spekulativer Markt konzipiert ist. Linden Lab hat immer als eine Art Zentralbanker für das Spiel fungiert, die Wirtschaft streng reguliert und versucht, die Inflation in Schach zu halten. Der Wechselkurs zwischen Linden-Dollar und US-Dollar schwankt nicht. Er liegt seit Monaten bei 249 für 1 US‑Dollar. Eine Zeit lang erlaubte Linden Lab den Betrieb von Casinos im Spiel, aber sie schalteten diese schnell wieder ab, nachdem die Auswirkungen des Glücksspiels eine zentrale Bankenkrise verursachte. Vor ein paar Jahren führte Linden Lab einige Impulsmaßnahmen ein, senkte die Grundstückspreise und machte es den Spielern leichter, zum ersten Mal "Hausbesitzer" zu werden. Das hat die Wirtschaft angekurbelt, so Altberg. Second Life wird aber nie die Art von Kaufrausch sehen, die zum Beispiel beim Landgrabbing in Final Fantasy XIV, einem anderen Spiel in einer virtuellen Welt, häufig zu beobachten ist.

Der Grund für diese strenge Regulierung der Spielwirtschaft ist vor allem kultureller Natur: die Erkenntnis, dass Second Life zum Leben und nicht zum Profitieren da ist. Von den rund 900.000 monatlich aktiven Nutzern des Spiels im vergangenen Jahr beziehen nur etwa 14.000 irgendeine Art von Einkommen daraus. Der Rest kommt wegen der Gemeinschaft, oder um eine andere Version von sich selbst zu sein, oder um dem RL zu entkommen. Während des Lockdowns erlebte Second Life einen Anstieg der Neuregistrierungen. Etwas Ähnliches sei während der Rezession 2008 passiert, sagt Altberg: eine Spitze an Spielern, höhere Bindung, denn das Spiel bot "eine Atempause von sozialen und wirtschaftlichen Stressfaktoren". Aber im letzten Jahr kehrten auch viele Spieler zurück, die sich seit Jahren nicht mehr eingeloggt hatten, weil sie nicht in der Lage waren, ihrem Leben offline nachzugehen und ohnehin immer mehr Zeit online verbrachten. Und dabei gaben sie auch etwas Geld aus, während sie zurück waren.

Unter ihnen war auch Asia Ristow - so heißt ihr Avatar, der Name, unter dem sie leben möchte. Ristow kam vor 14 Jahren zu Second Life, verschwand etwa 2017 und kehrte Mitte letzten Jahres zurück. Sie hat immer online gearbeitet, als Beraterin, aber als sie merkte, dass sie im echten Leben keine Kontakte knüpfen konnte, loggte sie sich ein - bis sie 10 oder 12 Stunden am Tag in Second Life verbrachte. "Es fühlte sich viel weniger einsam an", sagt sie.

Andere waren aus dem gleichen Grund dort. Eine Frau, die sie getroffen hat, hatte in der realen Welt Flugtickets in eine ganze Reihe von Ländern verkauft, bis die Pandemie alle Reisen stoppte. "Also ging sie stattdessen in verschiedene Welten in Second Life", sagte Ristow. Ihr eigenes Jahr im Spiel, sagte Ristow, beinhaltete den Beitritt zu einem kostenlosen Co-Working-Space: "Es ist kitschig, es ist niedlich. Eine kleine Kaffeemaschine, kleine Donuts, kleine Schreibtische, und ein Stargate, um sich dorthin zu teleportieren." Sie parkt ihren Avatar dort sogar, während sie an ihrem Offline-Job arbeitet, einfach um das Gefühl zu haben, unter Menschen zu sein.

Die Pandemie machte sich auch auf andere Weise bemerkbar. Es entstanden Covid-19-Support-Communities sowie ein Coronavirus-Ressourcenzentrum, das von einer medizinischen Fachkraft eingerichtet wurde. Menschen stritten sich im Spiel darüber, ob ihre Avatare kleine virtuelle Masken tragen sollten. "Wir haben auch gesehen, wie politische Unruhen und Aktivismus in den virtuellen Raum übertragen wurden", so Altberg.

Nicht jeder im Spiel entpuppte sich im vergangenen Jahr als großer Geldausgeber. Ristow wusste, dass einige der Avatare um sie herum von Spielern stammten, die im echten Leben ihren Job verloren hatten. "Einige Leute waren gerade am Anfang ihrer Arbeitslosigkeit oder sie hatten eine finanziell unsichere Lage. Also suchten sie nach günstigen Dingen, die sie tun konnten." 

Andere versuchten, die Abwesenheit des Offline-Einkaufs durch die Erfahrung des Online-Einkaufs zu ersetzen. "Auf Amazon zu kaufen ist nicht dasselbe, wie in ein Geschäft zu gehen und sich Kleidung anzusehen. Das kann man aber in Second Life tun", sagte Susanna, eine Werbetexterin aus Graz, Österreich, die nur mit ihrem Vornamen zitiert werden wollte. Sie kaufte sich "eine Art neuen Körper" für ihren Avatar - eine bessere Hülle, auf der die Grafiken aufgebracht sind. Für Second Life Verhältnisse war das teuer - fast 3.600 Linden-Dollar, also rund 15 US‑Dollar.

Musiker veranstalteten virtuelle Konzerte und die Spieler besuchten diese, kauften Karten oder gaben den Künstlern Trinkgeld. Eine Spielerin, die einen Laden betreibt, der Avatare mit virtuellen Haustieren und Babys versorgt, und die nicht namentlich genannt werden möchte, sagte, dass ihr Geschäft um 30% mehr Umsatz macht. "Leider leben wir in einer Welt, in der uns diese schönen, teuren Dinge gezeigt werden", sagt sie. "Diese Art von Lebensstil ist im virtuellen Leben sehr billig. Vielleicht geht es nur darum, eine Halskette zu bekommen, die man sich sonst nicht leisten kann. Denn es ist genauso befriedigend, eine an seinem Avatar zu tragen." 

Die Preiskluft zwischen einem Second Life Kätzchen (ca. 4,30 US‑Dollar) und einem Nyan Cat NFT (ca. 600.000 US‑Dollar) wirft die Frage auf, welche Art von Temperament auf dem NFT-Markt überleben wird. Es ist schwer zu sagen, ob die verrückten Bewertungen in der nahen Zukunft anhalten werden - genauso wie es schwer zu sagen ist, wie hoch der Wert von Bitcoin in einem Jahr sein wird. Die Aktion fühlt sich zu neu und zu überhitzt an, um sie zu extrapolieren.

Second Life hingegen ist seit fast zwei Jahrzehnten stetig gewachsen. Es ist unwahrscheinlich, dass seine Wirtschaft zusammenbricht, genauso wie es unwahrscheinlich ist, dass es explosionsartig wachsen wird. Aber das kommende Ende der Pandemie und die Rückkehr der Leute in ihre ersten Leben, wird Second Life nicht unberührt lassen. "Letztes Jahr war hier in Österreich eine Zeit lang alles offen, und ich verschwand aus dem Spiel", sagt Susanna. "Ich bekam viele Nachrichten von meinen Freunden online, die sich Sorgen um mich machten." Sie zuckte mit den Schultern. "Aber weißt du. Es war Sommerzeit. Es war möglich, ein normales Leben zu führen." --------------------------------------------------------------------------------------------

Ich finde den Artikel ganz okay. Nur dass mal wieder alle SL-Nutzer "Spieler" genannt werden, finde ich komisch. Selbst Ebbe verwendet dieses Wort. Aber vermutlich ist es besser so für alle, die SL nicht kennen. Denn "Bewohner" dürften die dann wieder komisch finden. 

Link:

Simtipp: Infused Raindrop Beach

Heute ist nur Quicktipp-Tag bei mir. Denn leider kann ich zu "Infused Raindrop Beach" keine homogene Fotoserie zeigen. Ich habe diese Region besucht, weil ich dieses Foto von Roxy Rox gesehen habe. Das sah für mich nach einem schönen ländlichen Thema aus.

Der Landepunkt ist dann aber auf einem Holzsteg an einem tropischen Palmenstrand. Das vorgegebene Windlight war bei meinem Besuch auf Mitternacht eingestellt. Damit sehen die beleuchteten Bereiche am Strand ganz nett aus, aber dort wo es keine Beleuchtung gibt, sieht man nicht viel. Also habe ich zunächst ein Windlight bei mir eingestellt, dass zu Strand, Palmen und Wellen passt.

Das Hinterland ist dann aber tatsächlich eher europäisch-ländlich, mit Hühnern, Pferden, Gänsen und Schafen. Und in einem weiteren Teil der Region ändert ich dann der Stil noch einmal, mit Café, Ruine, modernem Haus und Fantasy-Elementen. Alles in allem gibt es also kein festes Thema sondern einen bunten Mix verschiedener Stile.

Jedenfalls habe ich bei meinem Rundgang immer wieder andere Windlights ausprobiert. Ich habe für den Beitrag hier zwar nur die Fotos herausgesucht, die einen annähernd blauen Himmel haben, aber sie sehen dennoch sehr unterschiedlich aus.

Infused Raindrop Beach ist eine Full-Region mit 30k Prim-Upgrade und Einstufung "Moderat". Die Ownerin heißt Lily Amidst (lilimango). Co-Ownerin und Gestalterin der Region ist Hania Amidst - Reddington (amberfff). Der Beitritt in die Landgruppe kostet 50 L$ und man erhält damit Rez-Rechte.

Am Landepunkt gibt es mehrere Infoschilder und verschiedene Links zu Flickr-Seiten. Geht man in Richtung Strand, findet man dort einige Surfbrett-Rezzer und einen Jet-Ski. Auf dem Wasser rollen insgesamt drei Mesh-Wellen in Richtung Strand. Aufgrund der kleinen Bucht ist die Surfzeit pro Welle aber recht begrenzt.

Der höher gelegene ländliche Bereich ist ganz gut gelungen. Unter anderem ist dort eine animierte Gans, die sowohl über die Wiese läuft als auch gelegentlich zu einem kurzen Flug knapp über den Boden abhebt.

In der Land-Info steht der folgende Text:

Schließt die Augen und stellt euch ein tropisches Inselparadies mit warmen Sonnenstrahlen, Sandstränden und Meeresbrise vor. Öffnet sie jetzt und ihr befindet euch auf der Infused Raindrop Beach. Ein von Fotos inspirierter Strand, der sich an lokale Surfer richtet. Teilt eure Bilder in der Flickr-Gruppe.

Bei den verschiedenen Häusern auf Infused Raindrop Beach weiß ich nicht, ob die öffentlich oder privat sind. Ich habe sie nur von außen fotografiert. Umgeben ist die Region von zwei Sim-Surrounds. Einem näheren mit flachen Palmeninseln und einem weiter entfernten mit hohen Bergen (siehe Foto unten). Diese Kombination sieht recht gut aus.

Zum Erkunden ist Infused Raindrop Beach gar nicht so schlecht. Für Anhänger einheitlicher Landschaftsgestaltungen ist es dagegen nicht so empfehlenswert. Mir ist das einerlei. Ich nehme Regionen so, wie sie sind. Wenn man aktiv erkundet, findet man eigentlich immer etwas Interessantes.

>> Teleport zu Infused Raindrop Beach

Links: