Gestern hat Wagner James Au in einem
Artikel auf New World Notes die neue virtuelle Welt
Cloud Party vorgestellt. Seit kurzem läuft sie als offene Beta und man kann sich entweder über einen Facebook Account oder als anonymer Gast einloggen. Da im Artikel von Wagner einige Leute der Meinung sind, dass diese virtuelle Welt die erste ernstzunehmende Konkurenz für Second Life sein könnte, habe ich mich dort auch mal eingeloggt (natürlich als Gast^^).
Als Berater und Geldgeber für Cloud Party wird Cory Ondrejka genannt, einer der Mitbegründer von Second Life. Er arbeitet schon seit einiger Zeit für Facebook und hat wohl auch noch weitere Ex-Lindens in sein Team geholt. Das ist auch irgendwie ersichtlich, sobald man sich auf Cloud Party einloggt, denn die neu erstellten Prims haben eine Plywood Textur.
Hier erstmal der Link zur Loginseite außerhalb von Facebook:
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Cloud Party Login
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| Kurz nach dem ersten Login - ich arbeite das Tutorial durch |
Mein erster Eindruck:
Das Login über den Webbrowser geht ziemlich schnell. Um die Plattform nutzen zu können, braucht man einen Browser mit WebGL Unterstützung. Internet Explorer geht nicht, Firefox oder Chrome funktionieren. Man kommt als Gast in einer Art Sandbox raus, in der sich schon allerlei Bauversuche anderer Nutzer befinden.
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| Plastik Ken mit Sturzhelm-Matte |
Der Avatar wirkt etwas plastikhaft, vor allem die aufgeklebte Hartschalenfrisur. Die Benutzeroberfläche ist aufgeräumt und erstaunlich intelligent gestaltet. Das Hauptmenü öffnet man mit dem Smartphone Symbol in der oberen rechten Ecke. Es sieht aus, wie eine App-Sammlung für ein mobiles Gerät und beinhaltet Kontake, Navigation, Einstellungen, Bauwerkzeuge, Avatar-Outfits, Kamera, Fotoalbum, Hilfesystem, Activity Stream und ein Einleitungsprogramm (genannt "Goals").
Das Outfit Inventar ist ziemlich leer, aber ein paar Möglichkeiten sind schon gegeben. Bei den Einstellungen kann man unter Grafik auch Schatten aktivieren, was dann fast genauso flüssig läuft, wie ohne Schatten. Änderungen am Outfit und bei der Grafik werden auch gespeichert, wenn man nur als Gast eingeloggt ist (über Cookies).
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| Das Hauptmenü |
Die Regionen sind in der Luft schwebende Inseln, die etwa so groß sind, wie ein Sim in Second Life. Das Konzept, auf eine andere Insel zu teleportieren, gefällt mir besonders gut. Denn in Sichtweite befinden sich immer ein paar weitere dieser Inseln. Um dorthin zu gelangen, klickt man einfach drauf und es öffnet sich ein Info-Fenster, das auch einen "GO" Button enthält. Damit wird der Teleport gestartet. Weitere Teleport-Ziele findet man auch im Navigationsfenster, welches verschiedene Registerkarten enthält, um Regionen anzeigen zu lassen. Und als dritte Möglichkeit einen TP durchzuführen, kann man mit der rechten Maustaste auf irgendeinen Gegenstand klicken und es öffnet sich ein kleines Menü mit dem Eintrag "Teleport Here".
Laufen kann man mit dem Avatar über WASD, oder über die Cursor-Tasten (Pfeiltasten), oder mit einem linken Mausklick auf irgend einen Punkt auf dem Land. Die Chatkonsole öffnet man links unten über den Button "Local Chat". Wie man in dieser Welt bauen kann, konnte ich nicht testen, denn das geht nur über ein Facebook Login. Soweit ich gelesen habe, gibt es neben einigen Werkzeugen zum Erstellen von inworld Prims, auch die Möglichkeit Meshes hochzuladen und zwar sowohl im OBJ- als auch im DAE-Format. Die Kamera dreht und schwenkt man mit gedrückter linker Maustaste und entsprechenden Bewegungen. Zoomen geht mit dem Mausrad.
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| Die Bauwerkzeuge von Cloud Party |
Update 20.06.2012:
Heute wurde in den Kommentaren unter diesem Beitrag ein Link zu einem Bild mit dem Baumenü gepostet. Mit Erlaubnis von Lilly füge ich es hier noch ein (siehe links). Vielen Dank!
Ein Klick auf das Bild öffnet dieses auch größer. Wie man sieht, gibt es verschiedene Primitives, denen man drei Werte zuweisen kann. In der oberen Fensterleiste sind dann noch eine ganze Reihe weiterer Buttons, die zum Bauen und Verwalten der Objekte dienen. Insgesamt passt das Layout zum Rest der Bedienoberfläche, was für schnell verstehbare Funktionen spricht.
Allerdings hat mich gestern noch eine Unterhaltung im Chat etwas irritiert, bei der es darum ging, dass man vergessen hat, eine Funktion zum Löschen von gerezzten Prims einzubauen. Das ist wohl auch ein Grund dafür, dass fast überall in Cloud Party diese Plywood Brocken anzutreffen sind.
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| Auch die Umwelteinstellungen sind änderbar |
Insgesamt ist das Konzept für eine Plattform, die im Webbrowser läuft, ziemlich gut. Vor allem die Bedienung und Steuerung ist durchdacht und nach kurzer Zeit kommt man mit den Funktionen zurecht. Die Grafik, der Avatar und der Gesamteindruck sind für einen Browserzugang ebenfalls in Ordnung, jedoch von Second Life noch weit entfernt. Trotzdem glaube ich, dass diese Plattform schnell eine große Nutzerzahl generieren wird. Dafür sprechen viele einzelne Faktoren, die in ihrer Summe den Ausschlag geben können. Sehr schneller Zugang über den Webbrowser, einfache und schnelle Lernkurve für Anfänger, gute Performance, nutzergenerierte Inhalte möglich, SL-Meshobjekte können hochgeladen werden, eigene inworld Währung (Cloud Dollar), scheinbar grenzenloser Raum für weitere Regionen und nicht zuletzt die enorme Anzahl von Facebook Nutzern.
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| Volle Sandbox |
Während meines Besuches sind mir in kurzer Folge Philip Rosedale, KirstenLee Cinquetti, Desmond Shang und weitere sehr bekannte Namen über den Weg gelaufen. Das lässt sich leicht über den als Link angezeigten Avatarnamen herausfinden, der zum FB-Konto des Nutzers führt. Ich bin jetzt mal gespannt, wie sich diese Plattform entwickeln wird und ob das Auswirkungen auf Second Life zur Folge hat.
Links:
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Cloud Party auf Facebook
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Cloud Party auf externer Login Seite
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Cloud Party: New Facebook-Based User-Generated 3D Virtual World...
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Cloud Party Updates: Build Dynamic 3D Content, Log in Anonymously... But No ***-ing...
Siehe auch meinen Blogpost mit einigen Hintergrundinfos zur Plattform:
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Einige Infos zu Cloud Party