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Samstag, 5. November 2011

Kinect für Second Life - sinnvoll oder nutzlos?

Ich habe heute alle meine News-Quellen zu Second Life durchgesehen und es gibt gerade nicht wirklich viel. Auch Linden Lab hat am Freitag sogut wie nichts veröffentlicht. Und da ich selbst auch keine neuen inworld Themen gesammelt habe, bin ich jetzt fast in einer Blogpost Kriese. :-)

Also habe ich einen aktuellen Beitrag von Tateru Nino aufgegriffen, der vor ein paar Stunden gepostet wurde. Sie stellt darin die Nutzbarkeit einer Kinect Konsole für Second Life in Frage. Ihr erstes Argument ist, dass man für Übertragen von Ganzkörpergestik mindestens zwei bis drei Meter von der Konsole entfernt sein muss. Steht die Konsole unter oder über dem Monitor, dann würde man aus dieser Entfernung keinen Chat, oder etwa Bezeichnungen im Inventar, mehr lesen können. Und auch exaktes Bauen wäre damit nur schwer möglich.

Weitere Probleme sollen die Länge des Kabels für ein Headset sein und die körperlich ermüdenden Tätigkeiten der Gestikulierung bei längeren SL-Sitzungen. Tateru ist der Ansicht, dass für 99 von 100 Leuten die Kinect mit Second Life keine sinnvolle Anwendung darstellt.

Ich denke da etwas anders. Zunächst halte ich für Second Life erstmal jede neue technische Spielerei für interessant. Ob das bei normaler SL-Nutzung dann sinnvoll eingesetzt werden kann, ist bei mir zweitrangig. Zum Beispiel ist für die meisten Nutzer auch ein SpaceNavigator nicht unbedingt von hohem Nutzwert. Dennoch sagen alle, die ihn nutzen (egal ob für Machinima oder einfach nur für FlyCam-Spielereien), dass das Teil wirklich Spaß macht.

Und zu den Einwänden von Tateru halte ich dagegen, dass man die Kinect auch leicht versetzt hinter dem Monitor platzieren kann und dass ich bei mehreren Stunden SL froh darüber wäre, wenigstens für einzelne, kurze Aktionen den Computerstuhl verlassen und die morschen Knochen etwas bewegen zu können.

Aktuell steht noch keine richtig gute Schnittstelle zwischen Kinect und SL-Viewer zur Verfügung. Vor fünf Tagen hat die Tokyo University of Information Sciences (TUIS) dieses Video online gestellt:



Ich finde die Übertragung der realen Bewegungen auf die Avatare schon recht gelungen. Damit ergibt sich insgesamt ein Bewegungsablauf, der sich mit Animationen innerhalb von SL nur sehr schwer realisieren lässt. Denkbare inworld Anwendungen sehe ich in leidenschftlichen Clubbesuchern, die ab und zu bei einigen Songs auch mal das RL-Bein schwingen wollen. Oder auch für Theateraufführungen in Verbindung mit Voice, sowie Live Musiker, die endlich ihre Prim-Gitarre mal richtig spielen würden^^.

Allerdings ist die oben gezeigte Schnittstellensoftware noch in der Entwicklung. Zur Zeit sind die Avatarbewegungen über Kinect nur auf dem eigenen Rechner zu sehen, da eine Synchronisation mit den SL-Servern technisch noch nicht möglich ist. Wenn die Nachfrage nach einer solchen Schnittstelle größer wird, könnte ich mir jedoch vorstellen, dass Linden Lab diese Unterstützung irgendwann zur Verfügung stellen wird.

Herunterladen kann man sich die Software jetzt schon. Da ich (noch) keine Kinect besitze, kann ich zur Nutzung aber nichts sagen. Man benötigt entweder einen selbst kompilierten Viewer, bei dem vier modifizierte Sourcecode Patches verwendet werden. Oder aber man lädt sich eine fertig kompilierte Imprudence.exe runter und kopiert sie in eine normale Imprudence 1.3.2 Installation hinein. Dann braucht man in SL noch die "OpenNI PSI Pose Animation", die man sich kostenlos bei TUIS holen kann. Und zum Schluss wird dann noch das eigentliche Programm "SLKinect" gestartet und man kann das oben gezeigte Video selbst nachstellen.

Hier ein paar Links zu den von mir erwähnten Möglichkeiten:
>> Download SLKinect
>> Download Sourcecode Patches für Selbstkompilierer
>> Download des fertig kompilierten Viewers (für Imprudence 1.3.2)
>> Kurzanleitung zum Einrichten der Kinect Schnittstelle (Englisch)
>> Teleport zur TUIS Sim (hier gibt es die OpenNI PSI Pose Animation)

Neben der reinen Nutzung der Kinect für Avatar Animationen, kann man die Konsole auch mit geskripteten Anwendungen verknüpfen, wie das Glyph Graves vor einigen Monaten bei Compositions in Reality gezeigt hat. Sicher keine Anwendung für den SL-Normalnutzer. Aber für Tüftler, Künstler oder Universitäten, eine weitere Möglichkeit zum Experimentieren.

Glyph Graves' Kinect Schnittstelle / 7. August 2011


Insgesamt gibt es aus meiner Sicht gute Gründe, die Entwicklung von Kinect Schnittstellen für Second Life weiterzuführen. Je mehr man mit dieser Konsole in Zukunft in SL anfangen kann, desto mehr Leute werden für sich irgendeine Anwendungsmöglichkeit sehen. Und wer sich eine Kinect zulegt, ist damit ja nicht nur auf SL beschränkt. Wie Microsoft vor kurzem bekannt gab, wird ab 2012 eine professionelle Software Entwicklungsumgebung für die Verwendung der Kinect mit Windows angeboten. Ich vermute, dass dies die Nutzung der Kinect mit einem normalen PC wesentlich interessanter machen wird. Programme bedienen, oder im Web surfen mit einfachen Handgesten, sind jedenfalls Dinge, die ich am heimischen PC schon immer mal machen wollte. Und was sich heute mit den Tablets und Smartphones im Grunde ja auch schon etabliert hat (wenn ich die physische Berührung des Touchscreens mal außer Acht lasse).

Hier noch der Link zu Taterus Artikel auf Dwell On It:
>> Does not Kinect

Mittwoch, 26. Oktober 2011

[Video] - HoloDesk

Die Microsoft Research Abteilung experimentiert aktuell mit 3D Anwendungen im Augmented Reality Bereich. Dazu verwenden sie lediglich ihre Kinect Konsole, eine Webcam und eine halbtransparente Scheibe, auf der das Bild eines Monitors mit den dahinterliegenden realen Objekten kombiniert wird. Alles andere ist Software.

Hat zwar nicht direkt etwas mit Second Life zu tun, aber diese Technik zeigt eine Möglichkeit, wie man in Zukunft in virtuellen Welten interagieren könnte. Vor allem, wenn die notwendige Hardware dazu, weniger als 300 Euro kostet. Und wie man drei Primwürfel aufeinander setzt, ist sogar schon hier im Video zu sehen.^^


Leider ist das Video ohne Audio. Ist also ein stilles Vergnügen.

Freitag, 19. August 2011

Kinect Konsole mit Minecraft

Bryn Oh hat heute in ihrem Blog ein Video gepostet, das die Nutzung der Kinect Konsole in der Klötzchen-Welt Minecraft zeigt.

Genau, wie vor 10 Tagen bei Glyph Graves in Second Life, wurden die Bausteine in Minecraft (die sogenannten 'Blocks') über eine Software-Schnittstelle von der Kinect entsprechend angeordnet. Obwohl es in Minecraft ausschließlich Blocks zum Bauen gibt (Würfel mit 0.5 Meter Kantenlänge), sieht die RL Nachbildung bei schnellen Bewegungen gar nicht schlecht aus, so wie im Video bei der Katze am Ende.


Ich selbst war auch schon oft in Minecraft, allerdings nur in der online Single Classic Variante, die man kostenlos nutzen kann. Abspeichern des Zustandes auf Festplatte geht aber auch hier schon. Ich habe dort eine 4 Quadratkilomter Region, in der ich schon einige Gebäude (alle in Schwarz^^) gebaut habe. Mein aufwändigstes Gebilde war dabei eine Pyramide mit einer Kantenlänge von 500 Metern, die innen hohl und damit ausbaubar ist. Zwischen den weit auseinanderliegenden Bauten habe ich Wege angelegt, die alles miteinander verbinden.

Hier noch zwei Bilder aus meiner Minecraft Welt:

Oben auf der Pyramide

Das soll mal der Turm von Babel werden *g*


Montag, 8. August 2011

"Composition in Realities" von Glyph Graves

Ich hatte ja am Samstag die Live Performance von Glyph Graves hier angekündigt. Nach der Beschreibung, in Echtzeit das eigene Gesicht in Second Life nachzubilden, hatte ich mir alles Mögliche vorgestellt, nur nicht das, was dann letztendlich gezeigt wurde.

Die Übertragung der Kinect-Konsole nach Second Life wurde so gelöst, dass eine Wand aus gut 1000 Kugeln über die Konsole kontrolliert werden konnte. Dabei wurden die einzelnen Kugeln mit Positionsskripten an die jeweilige Stellen der Kontur des realen Gesichtes bewegt. Dies ist in etwa vergleichbar mit einem 3D Nagelbild Rahmen. Je nach Haltung des Kopfes und Blickwinkel des SL-Betrachters, sah das einmal genial, ein anderes mal konfus aus.

Hier ein kurzes Video von Chantal Harvey. Das ursprüngliche Video, das ich hier im Beitrag eingebunden hatte, wurde leider wieder von der Quellseite gelöscht:



Leider war in meiner Login-Session gestern gehörig der Wurm drin. Zunächst habe ich mit dem Kirstens Viewer die Windlight Einstellungen nicht hinbekommen, die in einer Notecard empfohlen wurden. Denn nach Verlassen des Einstellungsfensters hatte ich ein Schachbrettmuster im Wasser. Also habe ich wieder auf Region-Standard zurückgeschaltet. Und dann konnte ich, trotz aktiviertem Medien-Stream, die Videos nicht sehen, die auf jede einzelne Kugel projiziert wurden. Damit änderte Glyph während der 3D Animation des angezeigten Gesichtes die Farbe der Kugeln, was im Video und auf vielen Bildern (von anderen Leuten) zu sehen ist.

Quelle: Flickr - Composition in Realities by Glyph Graves

Insgesamt fand ich die Vorführung aber interessant. Sie zeigte, dass die Kinect Konsole nicht nur zur Steuerung des Avatars, sondern auch zur dynamischen Änderung von inworld Prims verwendet werden kann. Ich hoffe, dass dies erst der Anfang des Machbaren ist und wir in Zukunft noch viele erstaunliche Dinge in diese Richtung sehen werden. Und das Ganze hat nun auch dazu geführt, dass ich mir die Kinect hole. Ich habe die letzte Woche irgendwo für unter 100 Euro gesehen. Zumal es schon eine ganz brauchbare Software gibt, um damit Windows nur über Handgestik zu bedienen (ohne Tastatur und Maus).

Ein paar Links zum Thema:
>> Composition in Realities by Glyph Graves (Flickr Gruppe mit guten Bildern)
>> Ekphrasis Extra: (Inter)Faces of Glyph - (Prim Perfect)
>> From Internet, to Interact: Glyph Grave's "Composition in Realities" - (Split Screen)
>> Glyph Graves: Compositions in Reality - (Secondlife Art and Entertainment)

Und hier noch sechs Bilder von mir, auf denen leider nicht die Effekte mit Windlight und Videoprojektion zu sehen sind:

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