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Montag, 13. Juli 2020

Linden Lab hat Blocksworld endgültig eingestampft

Quelle: Blocksworld / YouTube
Im Zuge der Übernahme von Linden Lab durch zwei Investoren, habe ich selbst auch ein bisschen im Web recherchiert. Und zwar in Bezug auf Blocksworld. Das war eine iOS App und PC/Steam Anwendung, die seit 2013 von Linden Lab neben Second Life ebenfalls entwickelt und angeboten wurde.

Blocksworld war die letzte Plattform, die aus der Ära von CEO Rod Humble bei Linden Lab noch übriggeblieben war. Die anderen Titel wie Creatorverse, Versu, dio, Patterns und Desura wurden bei Linden Lab schon kurz nach dem Wechsel zu CEO Ebbe Altberg aufgegeben.

Irgendwann im Sommer 2019 ließ Linden Lab dann verlauten, dass die Entwicklung für Blocksworld vorläufig gestoppt wurde. Die App und der Zugang auf Steam sollten jedoch weiter bestehen bleiben. Gestern habe ich nun auf der englischen Wikipedia-Seite zu Blocksworld gelesen, dass Linden Lab am 17. Juni 2020 die Server für Blocksworld abgeschaltet hat und seit dem 2. Juli 2020 auch die Steam Applikation nicht mehr läuft. Entsprechend verärgert sind die Nutzer von Blocksworld in den Kommentaren auf Steam und in einer Fangruppe auf Reddit.

Die alte Homepage von Blocksworld (http://www.blocksworld.com) wird jetzt auf die Homepage von Linden Lab umgeleitet. Der Hinweis zu Blocksworld auf der Linden Lab Homepage wurde dagegen schon irgendwann Ende letzten Jahres entfernt. Der letzte Eintrag im Web-Archiv (Wayback Machine), bei dem die Linden Lab Homepage noch den Hinweis auf Blocksworld enthält, ist der vom 5. Oktopber 2019 (siehe meinen Screenshot von der Homepage weiter unten).

Hier noch einmal die Geschichte von Blocksworld bei Linden Lab:
  • Unter CEO Rod Humble gibt Linden Lab am 24. Januar 2013 den Kauf von Blocksworld bekannt. Zuvor wurde die Anwendung von der schwedischen Firma Boldai entwickelt und vertrieben. Einen Tag später habe ich das nur als kleine Meldung auch bei mir gebloggt.
  • Am 1. August 2013 wird die iPad-App von Linden Lab veröffentlicht. Siehe dazu meinen Blogpost.
  • Am 4. März 2016 wird auch eine iPhone-App für Blocksworld veröffentlicht. Auch darüber hatte ich hier berichtet.
  • Am 26. Juli 2016 hat dann Linden Lab ohne Pressemitteilung eine WebVR Anwendung für einen Browser auf der Blocksworld Webseite eingerichtet. Damit ließ sich Blocksworld auch auf einem Desktop PC nutzen. Mein Kurzbericht dazu.
  • Ab 25. September 2017 wurde Blockworld dann auf Steam angeboten und war so auf fast jedem Computer spielbar. Jedoch wurde das ganz ohne Meldung von Linden Lab im Stillen gestartet.
  • Am 17. Juni 2020 wurden die Server für die mobile App von Blockworld abgeschaltet.
  • Seit dem 2. Juli 2020 läuft Blocksworld auch nicht mehr auf Steam.

Screenshot der Linden Lab Homepage vom 5. Oktober 2019
Quelle: Web Archive
Dies ist ein weiteres negatives Kapitel in der Geschichte von Linden Lab. Blocksworld war (und ist immer noch) sehr beliebt. Vor allem bei den 6 bis 17 jährigen Nutzern. Das sieht man auch an den Kommentaren auf Steam und Reddit. In einem Interview von Ebbe Altberg mit VentureBeat sagte er 2014, dass allein die iPad-App 400.000 monatliche Nutzer hätte. Also fast so viele aktive Nutzer wie Second Life vor dem Boom durch Corona.

Dass Linden Lab nun auch Blocksworld endgültig eingestampft hat, hängt meines Erachtens ebenfalls mit der Übernahme von Linden Lab durch die beiden Investoren zusammen. So ein Kinderspiel passte wahrscheinlich nicht ins Portfolio der zukünftigen Besitzer. Was ich nicht verstehe, sind dabei zwei Dinge:
  1. Warum verkauft (oder verschenkt) Linden Lab nicht den Code und die Rechte für Blocksworld. Eine beliebte Anwendung einfach komplett aus dem Markt zu entfernen, lässt LL wie Liquidatoren aussehen, die den Nutzern eins in die Fresse hauen. Ähnlich, wie sie es auch schon mit Desura gemacht haben. 
  2. Wenn Linden Lab schon so destruktiv vorgeht wie im Fall von Blocksworld, warum informiert man dann nicht die Nutzer dieses Produkts über diesen Vorgang. Auf Reddit wird aktuell immer noch gehofft und spekuliert, dass Linden Lab gerade ein Update von Blocksworld durchführt. Die meisten haben keine Ahnung, dass diese Plattform nun wohl Geschichte ist.
Wenn man Linden Lab bei den ganzen "Meet the Lindens" und "Town Hall Events" zuhört, könnte man den Eindruck bekommen, dass sie sich um die Nutzer ihrer Plattform kümmern und dass man sich keine Sorgen bezüglich der Zukunft machen braucht. Der Fall Blocksworld zeigt aber (mal wieder), dass Linden Lab auch fragwürdige Entscheidungen trifft, die gegen ihre Kunden gerichtet sind.

Blocksworld - Play & Build Fun 3D Games



Links:

Donnerstag, 5. Mai 2016

Dies und Das aus dem Web - KW 18 / 2016

Ich habe in den letzten Tagen wieder einige Links gesammelt, die von Meldungen stammen, zu denen ich jetzt keinen einzelnen Blogpost schreiben möchte. Und da ich heute auch einen längeren Fahrradausflug gemacht habe, hatte ich sowieso keine Zeit, irgendwas ausführlicher zu recherchieren.

Im Rhein-Main-Gebiet war heute super Wetter und die Apfelblüte ist gerade in ihrem Höhepunkt angekommen. Jedenfalls habe ich einen richtigen Farben- und Geruchskick bei meiner Tour bekommen. Manchmal ist es ganz aufregend, auch mal eine RL-Simulation zu erkunden.^^


Quelle: MadPea Blog
UNIA schließt am 31. Juli 2016

Am 2. Mai wurde im Blog von MadPea bekanntgegeben, dass das vor etwas mehr als einem Jahr gestartete Abenteuerspiel UNIA am 31. Juli 2016 geschlossen wird. UNIA zählte bei seinem Start zu den komplexesten Games in Second Life. Es wurde fast zwei Jahre lang entwickelt und nutzt in großem Umfang die Experience Tools, die beim Start noch relativ neu in Second Life waren.

Eigentlich wollte MadPea die Geschichte aus UNIA noch mit einem zweiten Teil fortsetzen, aber im August 2015 gab der Spiele-Entwickler dann bekannt, die Entwicklungen für UNIA einzustellen. Zu diesem Zeitpunkt wollte man das Spiel noch so lange weiterlaufen lassen, wie die Einnahmen durch HUD-Verkauf und Tips die Kosten für die zwei Regionen decken. Offensichtlich ist man nun an diesem Punkt angelangt.

Bis zum 31. Juli bekommt man jetzt das Gold-HUD zum halben Preis. Statt 1000 L$ kostet es nur noch 500 L$. Die anderen beiden HUDs (Bronze und Silber) wurden aus dem Vendor entfernt, so dass man nur noch mit dem am besten ausgestatteten HUD ins Spiel einsteigen kann.

Wer also UNIA noch nicht besucht hat, das aber noch möchte, sollte es in den nächsten drei Monaten tun.

>> Teleport zum Start von UNIA

Quelle: Every Dream Has To End – UNIA to Close July 31st

Weitere Infos bei mir im Blog:

Quelle: Lab Chat Homepage
Lab Chat #03 am 6. Mai

Heute hat Linden Lab erneut im SL-Blog die Meldung gepostet, dass am Freitag, den 6. Mai 2016 um 10:30am SLT (19:30 Uhr MESZ) das nächste Lab Chat stattfindet. Da sie das schon einmal vor 10 Tagen gepostet hatten, übersetze ich die Meldung nicht noch einmal.

Diesmal werden mit Ebbe, Oz und Troy gleich drei Lindens im LEA-Theater auf Fragen antworten, die aus dem zugehörigen Forenthread ausgewählt wurden. Bisher wurden 32 Beiträge gepostet, allerdings mit vielen Fragen, auf die schon in den vorherigen Lab Chats geantwortet wurde. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass die gleichen Fragen nicht erneut gestellt werden.

Hier die drei Teleports zu jeweils einem Viertel des Theaters. Im letzten Viertel sitzen dann die Lab Chat Teilnehmer und ein paar special friends der Lindens.

Die einstündige Show soll diesmal nur als Audio aufgezeichnet und zur Verfügung gestellt werden. Ich versuche auch wieder hinzugehen, aber die Zusammenfassung werde ich erst anhand des Audio-Mittschnitts schreiben.

Quelle: Lab Chat Returns Friday with Ebbe, Oz and Troy Linden!

Siehe auch:

Quelle: Sanders Parzelle in Second Life
Noch mehr Presse zum US-Wahlkampf

Vor fünf Tagen hatte ich hier unter anderem einen Artikel aus der ZEIT ONLINE vorgestellt, der sich um den in Second Life entbrannten Streit zwischen den beiden Unterstützer-Gruppen der Präsidentschaftskandidaten Trump und Sanders gedreht hat. Der weitgehend sachliche Ereignisbericht, wurde dann leider vom Autor durch unqualifizerte Aussagen über Second Life wieder zunichtegemacht.

Am 1. Mai hat dann auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung nachgezogen. Der Inhalt zu den Ereignissen entspricht im Wesentlichen dem aus der ZEIT ONLINE. Und auch bei den unrecherchierten Bemerkungen in Richtung SL, steht die FAZ der ZEIT um nichts nach.

Beispiel:
"Während in der realen Welt noch über den Einfluss von digitalen Plattformen wie Facebook auf den amerikanischen Wahlkampf debattiert wird, finden in den Nicht-Orten der totgeglaubten digitalen Ruine „Second Life“ politische Affronts gegen den Präsidentschaftskandidaten der Demokraten, Bernie Sanders, statt."
Quelle: Trump-Anhänger tyrannisieren Bernie Sanders
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Der zweite deutschsprachige Artikel ist dann am 4. Mai bei unseren österreichischen Nachbarn erschienen. Dort schreibt der Standard "Second Life": Trump-Dämonen mit Hakenkreuzen belagern Fans von Bernie Sanders.

Im Standard ist der Autor jedoch nicht völlig ahnungslos, was den generellen Zustand von Second Life betrifft. Immerhin kann man im letzten Absatz lesen:
"Obwohl der Hype um "Second Life" längst verflogen ist, wird die Plattform immer noch rege genutzt."
Quelle: "Second Life": Trump-Dämonen mit Hakenkreuzen belagern Fans von Bernie Sanders


Quelle: Simtipp: Furillen
Furillen Sim wieder geschlossen

Im November 2015 hatte Serene Footman den Sim Furillen in Second Life eröffnet. Das war ein Nachbau der gleichnamigen RL-Insel aus Schweden. Seitdem fanden auf dieser Region durchgehend Partys, Kunstausstellungen und Wettbewerbe statt. Serene dokumentierte diese Ereignisse oft mehrmals täglich in seinem Blog. Und in der Flickr-Gruppe wurden in sechs Monaten 4.600 Fotos zur Region gepostet.

Aber wie ein altes Sprichwort schon besagt: Sterne, die am hellsten brennen, verlöschen auch am schnellsten. Und so hat Serene am 30. April angekündigt, Furillen wieder zu schließen. Am 1. Mai war dann die Region bereits nicht mehr zugänglich.

Serene bleibt aber weiter aktiv in SL und will auch über Events und seine eigenen Gedanken weiterhin bloggen. Irgendwann im Herbst will er dann eine neue Region gestalten, die er schon länger als Idee im Kopf hatte. Da sich die Trauer der regelmäßigen Besucher von Furillen in Grenzen hält, war dieser Schritt von Serene wohl insgesamt auch gar nicht so verkehrt.

Quelle: Important Announcement

Siehe auch:

Quelle: Fantasy Faire 2016 - The Golden Delta
Fantasy Faire erfolgreich für RFL

Die Fantasy Faire ist zwar seit einigen Tagen vorbei, aber ich wollte hier noch schnell die Zahlen der Einnahmen für den Relay For Life (RFL) bekanntgeben. Die FF war von allen RFL-Veranstaltungen in diesem Jahr, die bei weitem erfolgreichste, was das Einspielen von Spenden betrifft.

Nachdem am Sonntag auch die Auktionen beendet waren, erzielte die Faire insgesamt 7.706.070 Linden Dollar für den RFL. Das sind umgerechnet 30.824 US-Dollar. Dass am letzten Tag noch einmal über eine Millionen L$ dazu kamen, lag an den fetten Auktionsobjekten. Unter anderem wurde die komplette Installation auf der Region Breeze versteigert. Oder auch der hohe Turm auf der Region Danganon.

Ein weiteres Indiz, dass die FF sehr erfolgreich war ist, dass im zugehörigen Blog seit Sonntag immer noch jeden Tag neue Blogposts geschrieben werden. Viele Gastblogger erzählen zum Beispiel ihre RP-Geschichten weiter, die sie auf der Faire begonnen haben.


Quelle: Relay For Life Of Second Life - Totals Page


Quelle: Play Blocksworld
Blocksworld jetzt auch online spielen

Ebbe Altberg hat auf Twitter eine Meldung von Josh Carpenter geteilt, in der Josh auf eine WebVR Anwendung aufmerksam machte, die Linden Lab auf ihrer Blocksworld Homepage installiert hat. Für alle, die das noch nie gehört haben: Blocksworld ist eine App für das iPhone, mit der Kinder eine einfache 3D Welt im Playmobil-Stil erhalten, in der sich einfache Spiele und Anwendungen über Drag & Drop erstellen lassen.

Bisher konnte man Blockworld eben nur auf einem iPhone oder iPad spielen. Nun hat Linden Lab mit besagter WebVR-Technologie diese App als Webseite eingerichtet. Als Browser wird der Firefox empfohlen, bei mir hat aber der Chrome besser funktioniert.

Eigene Anwendungen kann man auf der Webseite nicht erstellen, aber eben die Anwendungen anderer Nutzer ausprobieren. Manches ist Käse und manches ist ganz lustig. Am besten von dem, was ich selbst probiert habe, fand ich noch Jurassic park Indominus Rex fight.

Damit das im Firefox funktioniert, muss man in den "about:config" Einstellungen die Variable "dom.max_script_run_time" auf 60 Sekunden erhöhen. Auf eine detaillierte Anleitung verzichte ich aber. Beim Chrome muss man das nicht machen. Zu den Spielen geht es über den Quellenlink.

Quelle: Play Blocksworld


Freitag, 4. März 2016

Pressemitteilung: Blocksworld wird auf iPhone erweitert und bietet Auszahlungen von echtem Geld für Ersteller

Quelle: Linden Lab
SAN FRANCISCO - 3. März 2016 - Linden Lab®, der Ersteller von Second Life® und Project Sansar™, hat heute zwei bedeutende Meilensteine für Blocksworld® bekanntgegeben, der beliebten, kostenlosen App zum Bauen und Spielen für das iPad: Auszahlungen von realem Geld an qualifizierte Designer und eine Version für das iPhone.

Blocksworld macht es für Kinder und Erwachsene vergnüglich und einfach, einzigartige 3D-Modelle, spielbare Plattformen und interaktive Welten zu erstellen, durch die Verwendung von virtuellen Baublöcken und Kontrollelementen, die durch Ziehen und Fallenlassen zugewiesen werden. Die Spieler können ihre Kreationen veröffentlichen, so dass andere weltweit in ihren Genuss kommen. Und sie können die Modelle, die sie gebaut haben, auf einem Marktplatz innerhalb der App für Blocksworld Coins verkaufen. Bis heute haben Blocksworld-Spieler mehr als 2,7 Millionen Kreationen veröffentlicht und mehr als 700.000 von Spielern erstellte Modelle stehen aktuell auf dem Marktplatz zum Verkauf.

Die Blocksworld Coins, die von Erstellern eingenommen werden, können dazu verwendet werden, zusätzlichen Content innerhalb der App zu kaufen, inklusive themenbezogener Baukästen und Modelle. Ab sofort haben qualifizierte Blocksworld-Ersteller auch die Möglichkeit, ihre Blocksworld Coins gegen reales Geld einzutauschen.

"Wir glauben, Menschen sollten von ihren virtuellen Kreationen profitieren können und wir haben eine Geschichte, in der wir das bereits erfolgreich ermöglicht haben," sagt Ebbe Altberg, CEO von Linden Lab. "Wir haben über viele Jahre Auszahlungen in Second Life erlaubt und allein letztes Jahr haben sich die Ersteller 60 Millionen US-Dollar aus der virtuellen Wirtschaft ausbezahlen lassen. Blocksworld Spieler haben ein unglaubliches Maß an Kreativität gezeigt und wir freuen uns, in der Lage zu sein, das zu belohnen, indem wir nun für qualifizierte Ersteller Auszahlungen anbieten."

Darüber hinaus ist Blocksworld jetzt sowohl für das iPhone als auch für das iPad erhältlich. Die Spieler können auf beiden Plattformen die gleiche Funktionalität genießen und in naher Zukunft werden die Blocksworld Kreationen auch im Web spielbar sein. Diese Erweiterungen machen es für die Spieler noch einfacher, ihre Lieblings-Blocksworld-Welten mit anderen zu teilen und ermöglicht es den Erstellern, ein noch größeres Publikum zu erreichen.

[...]

Für weitere Informationen über Linden Lab, seine Produkte und Karrieremöglichkeiten, besucht bitte LindenLab.com.

Quelle: Blocksworld Expands to iPhone & Offers Real Money Redemptions to Creators
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Anm.:
Ich habe bei der Übersetzung am Ende den Abschnitt "Über Linden Lab" weggelassen, denn wer Linden Lab ist, dürften 99% meiner Leser wissen.

Generell habe ich diese Pressemitteilung hier übersetzt, obwohl das ja eigentlich kein SL-Thema ist, weil Blocksworld ein Produkt von Linden Lab ist. Und zwar das einzige, was aus der Ära Rod Humble neben Second Life noch überlebt hat. Zudem ist es auch recht erfolgreich. Wenn es auf dem Blocksworld Marketplace wirklich schon 2,7 Millionen Kreationen gibt, dann wurden die nicht nur von ein paar wenigen Nutzern erstellt.

Schade, dass es diese App nicht auch für Android gibt. Dann würde ich mir das auch holen.

Hier eines von über hundert kurzen Blocksworld Videos, die es inzwischen schon gibt:



Dienstag, 30. Dezember 2014

Der kleine SL-Jahresrückblick 2014

Eigentlich ist ein Jahresrückblick mit Meldungen, die eh schon nach Monaten geordnet hier rechts im Bereich "Blog-Archiv" zu finden sind, relativ überflüssig. Da ich aber heute Morgen kein anderes Thema hatte, kam mir die Idee zumindest einen kurzen Rückblick zu schreiben. Als ich dann durch meine Postings der letzten zwölf Monate gegangen bin, wurde mein Rückblick aber länger und länger. Und das, obwohl ich auf umfangreiche Erklärungen verzichtet habe und nur auf die Beiträge verlinke.

Naja, keine Ahnung, ob das überhaupt jemanden interessiert, aber hier ist er nun. Mein persönlicher Jahresrückblick auf Ereignisse rund um Second Life und VR. Und weil es so lang geworden ist, geht es nach dem März per Link auf der Unterseite weiter.

Januar 2014
  • Am 5. Januar hatte ich eine Vorschau auf geplante SL-Projekte erstellt. Vieles ist dann auch so umgesetzt worden, wie Projekt Interesting, Fitted Mesh, HTTP 1.1, neue LSL-Befehle, Gruppenbann-Funktionen, AISv3, Viewer für mobile Geräte (SL Go), SLShare. Einige Projekte sind allerdings immer noch nicht vollständig eingeführt. Darunter Oculus Rift und Leap Motion (ersteres mangels Hardware, letzteres mangels Entwickler), Experience Tools (zwar schon da, aber nur als eingeschränkte Beta) und ein echter 64-Bit Viewer von Linden Lab.
  • Eine Boulevard-Meldung über Lily Allen vom 5. Januar klingt zwar ziemlich nebesächlich, wird aber seitdem immer wieder in den Medien erwähnt. Die englische Popsängerin lehnte 2009 einen Auftritt in Second Life ab, für den sie damals 100.000 Bitcoins bekommen hätte. Was zu dieser Zeit nur 1000 Euro waren, hatte Anfang 2014 den Gegenwert von 73,4 Millionen Euro.
  • Am 10. Januar gab es die erste Drax Files Radio Hour, eine Podcast-Sendung von Draxtor Despres und Jo Yardley. Die ersten paar Sendungen hatte ich auch hier im Blog zusammengefasst, aber der Aufwand war mir einfach zu groß. Inzwischen ist die Radiosendung bereits bei 50 Folgen angekommen.
  • Am 14. Januar habe ich eine deutschsprachige Übersicht der Tastenkombinationen für den SL Viewer online gestellt. Seitdem wurde das über 400 Mal runtergeladen.
  • Ebenfalls am 14. Januar teilt Linden Lab mit, dass man nun auch Unterlagen zur Identifikation des SL-Account bei Leuten anfordern wird, die einen bestimmten Betrag an Einnahmen in SL überschreiten. Schon im November 2013 wurden von LL Unterlagen eingeholt, die an das US-Finanzamt weitergeleitet wurden.
  • Am 17. Januar erklärt Linden Lab in einem Blogpost ziemlich gut, wie das HTTP-Projekt die Performance in Second Life verbessern wird.
  • Am 23. Januar startet das Love To Decorate Magazine mit der ersten Ausgabe. Herausgeber ist Editorial Clarity.
  • Am 24. Januar gibt Rod Humble auf Facebook bekannt, dass er nicht länger CEO ist und Linden Lab verlassen hat. Eine offizielle Meldung von LL gibt es zu diesem Zeitpunkt dazu noch nicht.
  • Ebenfalls am 24. Januar verkündet Sam Thompson, dass die virtuelle Welt Cloud Party geschlossen wird. Yahoo hatte das gesamte Entwicklerteam gekauft, worauf dieses dann die Plattform dicht machten.

Partikelshow von Particle Tom und Lexi Marshdevil am 18. Januar 2014

Februar 2014
  • Am 5. Februar gibt Linden Lab bekannt, dass Ebbe Altberg neuer CEO von LL wird.
  • Am 10. Februar kündigt Linden Lab in einem Blogpost den Start von Fitted Mesh an. Mit dem zugehörigen Viewer wechselt LL auf Versionsreihe 3.7.x, die durchgehend bis heute beibehalten wurde.
  • Am 14. Februar eröffnet Bryn Oh ihre neue Installation The Singularity of Kumiko.
  • Am 18. Februar trifft sich Ebbe Altberg mit einigen Bloggern zu einem inworld Interview, wo er sich erst einmal vorstellt und Fragen zu seiner Person beantwortet.
  • Ebenfalls am 18. Februar stellt sich Ebbe dann auch offiziell im Blog von Linden Lab vor.
  • Nur einen Tag später, am 19. Februar, gibt LL bekannt, dass man sich von den Produkten dio, Versu und Creatorverse trennen wird.
  • Am 25. Februar stellt Linden Lab ihren Projekt Zipper Viewer vor. Eigentlich sollte damit die Installationszeit durch komprimierte XML-Archive halbiert werden. Irgendwie hat sich diese Idee dann aber nicht durchgesetzt und das Projekt ist im Nirvana verschwunden.
  • Am 28. Februar gibt Linden Lab wieder den Zugang zur JIRA frei. Unter Rod Humble wurde der Zugriff nur auf wenige Entwickler beschränkt, weil man damit "unangebrachte" Kommentare auf den JIRA-Seiten vermeiden wollte.

The {Lost} Garden of Sundarya Lahari / Februar 2014

März 2014
SL Go von OnLive / März 2014

Nun geht es auf der Unterseite weiter, weil noch einiges kommt:

Mittwoch, 19. November 2014

Ebbe im Interview mit VentureBeat

Quelle: VentureBeat
Am Montag gab es im "Games"-Bereich von VentureBeat einen Artikel zu einem Interview mit Ebbe Altberg, in dem es zum größten Teil um Linden Lab geht. Eigentlich sagt Ebbe darin nicht besonders viel Neues und jeder, der meinen Blog etwas verfolgt, wird die meisten seiner Aussagen schon in anderen Berichten gelesen haben. Deshalb fasse ich mich jetzt auch kurz (hab' eh keine Zeit) und erwähne hauptsächlich nur Dinge, die auch mir noch unbekannt waren.

Der Artikel auf VentureBeat geht über drei Seiten. Wer also das Original in Englisch lesen will, sollte am Ende jeder Seite auf die Seitenlinks achten.

Zunächst einmal ist der Artikel durchweg positiv. In der Einleitung wird kurz zusammengefasst, dass LL seine unter Rod Humble begonnenen Produkte bis auf Blocksworld wieder aufgegeben hat und dass sich LL nun auf die Entwicklung einer virtuellen Welt der nächsten Generation konzentriert.

Quelle: VentureBeat
Der Anlass für das Interview war eigentlich eine Vorführung der Oculus Rift in Verbindung mit dem SL Viewer. Dabei stellte der Autor von VentureBeat dann aber die meisten Fragen zu allen möglichen Themen bezüglich Ebbe und Linden Lab. Auf die erste Frage, was er alles gemacht habe, seit er zu LL kam, antwortet Ebbe ziemlich ausführlich. Kurz kann man das aber zusammenfassen mit "Wir haben unsere Ausrichtung geändert und kümmern uns nur noch um Second Life, Blocksworld und die neue virtuelle Welt."

Die zweite Frage dreht sich um SL2.0. Die erste Idee dazu kam vor etwa einem Jahr noch unter Rod Humble. Richtig intensiv arbeitet man an SL2 nun seit fünf Monaten. Die Leute dazu kommen von den stillgelegten Projekten, ein paar aus dem SL-Umfeld und man hat auch viele neue Mitarbeiter eingestellt. Aktuell arbeiten bei Linden Lab 190 Personen, aber es sollen noch weitere 30 bis 40 Leute eingestellt werden.

Gefragt nach den Zahlen der aktiven SL-Nutzer, sagt Ebbe, dass SL aktuell etwas weniger als eine Millionen monatlich wiederkehrende aktive Nutzer hat. Der Spitzenwert war etwas über eine Millionen Nutzer pro Monat. Ebbe sagt aber auch, dass der Kern von SL vor 13 Jahren entwickelt wurde und dass es immer schwerer wird, mit aktuellen Entwicklungen bezüglich Performance, Skalierbarkeit und Grafik mitzuhalten. Das ist einer der Gründe, nun eine neue virtuelle Welt zu entwickeln.

Die neue Welt wird am Anfang nicht die ganze Bandbreite an Möglichkeiten bieten, die Second Life hat. Aber die Anwendungsfälle, die beim Start schon vorhanden sind, werden SL ziemlich blass aussehen lassen.

Quelle: VentureBeat
Dann hält Ebbe eine lange Abhandlung, was alles in SL möglich ist, das mit anderen Plattformen nicht geht. Danach betont er, dass im Augenblick unglaublich viele Investitionen im Bereich von Virtual Reality gemacht werden. Das sei sehr gut für SL und für Linden Lab. Und es eröffnet sich die Möglichkeit, virtuelle Welten auf ein komplett anderes Level anzuheben. Unterstützt wird das Ganze von den vielen neuen Eingabegeräten, die aktuell auf den Markt kommen oder in Entwicklung sind.

Nun folgt eine Diskussion zur Oculus und dass diese VR-Brille mit SL noch nicht perfekt zusammenarbeitet, aber für eine Welt mit nutzergeneriertem Content doch schon ganz gut funktioniert. Dabei sagt Ebbe auch, dass SL nun etwas mehr als ein Petabyte an Content auf den Servern hätte. (Anm.: 1 Petabyte sind 1000 Terabyte)

Gegen Ende kommt man noch einmal auf Blocksworld zu sprechen. Dabei erwähnt Ebbe, dass diese iPad-App inzwischen 400.000 monatliche Nutzer hätte und dass das Produkt in der Lernsoftware-Kategorie eine Top-Platzierung einnehme. Und das, obwohl es Blocksworld zur Zeit nur in Englisch gibt (was aber wohl bald geändert werden soll). Das durchschnittliche Alter der Blocksworld-Nutzer ist zwischen 6 und 17 Jahre. Inwieweit dieses Produkt Geld einbringt, ist für Ebbe zweitrangig. Für ihn steht das Engagement der Nutzer im Vordergrund.

Blocksworld 




Quelle: Linden Lab explores VR for its next-generation virtual world (interview)

Donnerstag, 20. Februar 2014

Linden Lab trennt sich von dio, Versu und Creatorverse

Quelle: Linden Lab
Am 19. Februar 2014 hat Linden Lab in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, dass sie die Entwicklung und den Support für drei ihrer sieben Produkte beendet haben. Betroffen sind dio, Versu und Creatorverse.

Inzwischen wurden die Webseiten von Versu und Creatorverse bereits offline genommen. Eine Meldung auf der Homepage von dio besagt, dass diese Plattform am 28. Februar abgeschaltet wird. Weiterhin im Programm von Linden Lab sind jetzt noch die Titel Second Life, Blocksworld, Desura und Patterns.

Hier die sehr kurze Pressemitteilung von LL, die ganze zwei Sätze lang ist:
Linden Lab richtet sein Produktangebot neu aus
2014-02-19

Nach reiflicher Überlegung hat Linden Lab beschlossen, die Entwicklung und Unterstützung für dio, Versu und Creatorverse einzustellen. Wir sind dankbar für alle, die sich die Zeit genommen haben, um mit diesen Produkten in ihrer Anfangszeit zu experimentieren, aber letztlich haben wir festgestellt, dass es aufgrund einer Reihe von Faktoren für uns und unsere Kunden am besten ist, wenn wir unsere weiteren Anstrengungen darauf konzentrieren, außergewöhnliche Dienste und überzeugende Erfahrungen für die Nutzer unserer anderen Produkte anzubieten.

Quelle: [Linden Lab] - Linden Lab Refocuses Product Offering

Bei seinem inworld Treffen mit Bloggern hat Ebbe Altberg ja bereits eine Vereinfachung des Produktportfolios angekündigt. Dass es so schnell gehen würde, hat aber niemand erwartet. Auch auf der Produktseite von Linden Lab wurden die eingestellten Titel inzwischen entfernt, genauso wie die zugehörigen Foto-Sets auf der Flickr-Seite von LL.

Nostalgischer Screenshot
Die Reaktionen in den Blogs und Foren sind geteilt. Einige finden es gut, andere halten es für einen Fehler, dass LL den einen oder anderen Titel aus dem Programm genommen hat. (Und natürlich gibt es noch die, die sowieso gegen jede Entscheidung von LL sind, egal wie die Meldung lautet^^).

Ich halte die Entscheidung für richtig, denn die eingestellten Produkte passten von der Zielgruppe nicht wirklich zum Hauptprodukt Second Life. Blocksworld und Patterns dagegen schon, denn das sind 3D-Plattformen mit nutzergeneriertem Content. Und Desura als Plattform für alle möglichen Produkte ist eher mit dem SL-Marketplace vergleichbar, als mit einer einzelnen Anwendung. Im Augenblick sehe ich zwar wenig Schnittstellen zu SL, aber je nach Strategie für die Zukunft, kann Desura vielleicht mal in Verbindung mit SL eine größere Rolle spielen.

Alles in allem bewegt sich was mit dem neuen CEO. :)

Sonntag, 25. August 2013

Dies und Das aus dem Web (KW 34 / 2013)

Heute habe ich einige Meldungen, die nicht direkt mit Second Life zu tun haben, aber fast immer mit Linden Lab. Ich habe nicht verstärkt nach solchen Themen gesucht, sondern es hat sich diese Woche einfach so ergeben. Ansonsten hatte ich mir heute mal wieder vorgenommen, den Wochenrückblick kurz zu gestalten. Hat aber nicht geklappt. :)

Was ich nicht ganz verstehe, ist die hitzige und teils emotionale Diskussion über die TOS-Änderung auf SLinfo. Nur weil jemand das schwer verständliche Juristenenglisch übersetzt hat, haben die meisten Leute überhaupt erst verstanden, was in der neuen TOS sinngemäß steht. Was aber anscheinend kaum jemand erkennt ist, dass die Nutzungsbedingungen für Second Life wirklich noch absolut harmlos sind im Vergleich zu den ganzen Verträgen, die man sonst bei Softwareinstallationen, Internetdiensten oder RL-Versicherungen (meist ungelesen) bestätigt. Ob da nun ein Facebook seine Mitglieder völlig entmündigt, oder EA sich bei Battlefield offiziell das Recht zum Spionieren holt, es gibt heute kaum noch eine Firma, die ihre Nutzungsbedingungen kundenorientiert auslegt. Linden Lab gehört dabei noch zu den weniger aggressiven Vertretern.

Hier nun meine Fundstücke aus der vergangenen Woche:

Kalenderwoche 34 / 2013



Quelle: Be Cunning and Full of Tricks
Neue Mesh-Export Funktion in TPVs

In den neuesten Versionen von Singularity und Kokua Viewer ist eine Export-Funktion für das Collada- und Wavefront-Format eingebaut. Damit lassen sich selbsterstellte Primobjekte als Mesh-Datei auf der Festplatte speichern. Diese können dann in 3D-Programmen weiterverarbeitet und optimiert werden, um sie anschließend als vollwertige Mesh-Objekte wieder in Second Life, OpenSim oder Unity3D-Plattformen hochzuladen.

John Lester, der bis vor ein paar Jahren als Pathfinder Linden für Linden Lab arbeitete und heute mit Jibe sein eigenes Unity3D-Grid betreibt, findet diese Export-Funktion ziemlich gut und hat ein Video Tutorial dazu erstellt. Dass der Export wirklich gut funktioniert, zeigt einer der mathematischen Geometriekörper von Wizard Gynoid, den John Lester in Jibe hochgeladen hat. Dieses Objekt hatte 7153 Prims und ist jetzt ein Mesh.

Aktuell lassen sich die Prims noch nicht mit den zugehörigen Texturen exportieren, aber Latif Khalifa aus dem Singularity Team, hat bei John Lester in den Kommentaren zum Blogpost geschrieben, dass er zur Zeit am Export mit Texturen arbeitet. Insgesamt halte ich das für eine sinnvolle Erweiterung des SL-Viewers und ich denke, das wird sicher bald von weiteren TPVs unterstützt.

Das Tutorial (in Englisch):

Weitere Links zum Thema:

Quelle: How to convert a prim-based object in Second Life or Opensim into a mesh object



Und weiter gehts nach dem Link:

Freitag, 2. August 2013

Linden Lab veröffentlicht Blocksworld-App

Blocksworld
Quelle: Flickr: Linden Lab
Am 1. August 2013 hat Linden Lab in einer Pressemitteilung den Start ihrer iPad-App Blocksworld bekannt gegeben. Bereits im Januar 2013 hatten sie dieses Produkt mitsamt der Entwickler-Firma Boldai AB gekauft, was ebenfalls mit einer Pressemitteilung verkündet wurde.

Blocksworld ist eine 3D-Plattform zum Bauen von animierten Modellen. Werden diese Modelle in Gang gesetzt, berücksichtigen sie physikalische Regeln, was dann zu überraschenden Ergebnissen führen kann. Die verfügbaren Bausteine zum Konstruieren sind relativ einfach (Würfel, Keile, Räder, usw.). Die fertigen Objekte können dann mit verschiedenen Aktionsmodulen ausgestattet werden, die Animationen, Logik und Physik hinzufügen. Die erstellten Konstruktionen lassen sich auch, genau wie bei Creatorverse, in eine Cloud-Datenbank hochladen und so mit anderen Nutzern teilen.

Quelle: Flickr: Linden Lab
Aktuell steht Blocksworld nur für das iPad zur Verfügung, jedoch hat Linden Lab im Januar bereits angekündigt, die Software in Zukunft auch für andere Betriebssysteme anzubieten. In ihrer aktuellen Pressemitteilung beschreibt LL die App als "ein fröhliches Bau- und Spielsystem für Kinder und Erwachsene, das fantasievolle Beschäftigung mit Spielzeug-Blöcken auf dem iPad Touchscreen ermöglicht". Eigentlich steht dann noch einiges mehr in die Mitteilung, aber ich habe keine Lust das alles zu übersetzen. In groben Zügen hatte ich das schon Anfang des Jahres hier im Blog beschrieben.

Die eigentliche Blocksworld-App wird kostenlos angeboten, hat dann aber nur minimale Funktionalität. Als Erweiterung kann man dann im App-Store sogenannte "Sets & Packs" kaufen, die verschiedene Eigenschaften und neue Bauelemente hinzufügen. Zur kostenlosen App erhält man auch genug Store-Coins, um damit bereits ein weiteres Pack holen zu können. Wenn man allerdings alles erstellen will, was im Promo-Video (siehe unten) gezeigt wird, dann braucht man schon alle Zusatzpakete.

Linden Lab hat zum Start von Blocksworld gleich mal neun Videos auf YouTube hochgeladen. Eingebettet habe ich hier unten die Hauptpromo. Dazu gibt es noch fünf Videos, die Funktionen von Zusatzpaketen zeigen und drei Videos mit Beispielen, was alles geht. Aufgelistet sind die alle im YouTube-Kanal von Blocksworld.



Ich finde das Konzept eigentlich gar nicht schlecht. Das ist wie eine Mischung aus Minecraft, Lego und Second Life. Hätte ich ein iPad, würde ich mir die App sicher mal ansehen. Deswegen hoffe ich, dass Linden Lab das wirklich auch für andere Betriebssysteme herausbringt.

Einige Links zum Thema:

Quelle: Build, Play, and Share - Linden Lab’s Blocksworld Brings Imaginations to Life on the iPad

Freitag, 25. Januar 2013

Drei Meldungen von Linden Lab

Gestern hat Linden Lab gleich drei Meldungen rausgehauen, die ich hier in einem Beitrag zusammenfasse. Die Erste kommt aus einer Pressemitteilung auf der Homepage von LL und hat mit Second Life nicht direkt etwas zu tun. Indirekt aber schon, da der Inhalt sicher den aktuellen Diskussionen über die "Gamifikation" von SL neues Futter bietet.


Linden Lab kauft Blocksworld

Blocksworld ist eine 3D-Plattform zum Bauen von animierten Modellen. Werden diese Modelle in Gang gesetzt, beachten sie eine simulierte Physik, was dann für überraschende Ergebnisse sorgen kann. Die zur Verfügung stehenden Bausteine sind relativ einfach (Würfel, Keile, Raketen, Räder, Motoren), lassen sich aber mit etwas Fantasie zur recht unterschiedlichen Modellen verarbeiten. Aktuell steht Blocksworld nur für das iPad zur Verfügung und genau wie bei Creatorverse, lassen sich alle erstellten Inhalte über die "Galaxy"-Datenbank mit anderen Nutzern teilen.

In ihrer Pressemitteilung zum Kauf von Blocksworld kündigt Linden Lab an, diese Plattform auch auf andere Betriebssysteme zu übertragen und weltweit zu vertreiben. Das bisherige Entwicklerteam von Blocksworld wurde von Linden Lab ebenfalls übernommen. In einem Artikel auf NWN schrieb Wagner James Au, dass sich LL mit diesem Schritt weiter auf den wachsenden Tablet-Markt zubewege, um aus dem anhaltenden Trend Kapital zu schlagen.

Hier ist ein Video, das auf Englisch erklärt, was man in Blocksworld anstellen kann (auch wenn die Stimme irgendwie von den Borg ausgeliehen wurde^^):



Rod Humble sagt zum Kauf von Blocksworld folgendes:
"Blocksworld passt perfekt zu dem, was wir bei Linden Lab machen. Es ist eine sehr benutzerfreundliche Ergänzung zu unserem Portfolio von gemeinsam genutzten, kreativen Räumen. Wir freuen uns, dass das Blocksworld-Team zu Linden Lab gekommen ist und können es kaum erwarten, Blocksworld in Kürze weltweit in die App Stores zu bringen!"

Quelle: Linden Lab® Acquires Blocksworld


Neues Freebie Paket mit Hoverboard auf Amazon

Quelle: LL-Blog
Die zweite Meldung wurde gestern im LL-Blog veröffentlicht und ist der nächste Versuch, ein Freebie-Paket über Amazon anzubieten. Der erste Anlauf ist ja nach wenigen Stunden wieder offline genommen worden, weil sich einige Nutzer gleich mehrfach die mit dem Paket verschenkten 1000 L$ geholt hatten. Das kann mit dem neuen Angebot nicht passieren, denn virtuelles Geld ist diesmal nicht enthalten. Die seit dem 4. Januar erhältlichen verschiedenen (1) anderen (2) Pakete (3), bei denen L$ enthalten sind, werden jedoch gegen Bezahlung weiter angeboten.

Bei der aktuellen Sonderaktion gibt es ein kostenloses Hoverboard mit Zubehör (Helm, Jacke, Beinschützer, usw.). Normal soll dieses Paket auf Amazon 12,95 US$ kosten, was umgerechnet etwa 3260 L$ sind. Das ist ziemlich viel, verglichen mit ähnlichen Vehikeln, die ich in SL kaufen kann. Als Freebie ist es jedoch ganz ok. Die Aktion läuft seit gestern und geht noch bis zum 29. Januar. Leider gilt dieses Angebot nur für Amazon USA. Man muss einen Account bei Amazon.com haben und diesen mit dem Second Life Account verlinken (siehe Account Linking). Nur so ist es möglich, dass man nach dem Kauf die Objekte auch ins SL-Inventar geschickt bekommt. Laut dem Blogpost von LL, geht das aktuell nur bei Einwohnern aus den USA.

Quelle: Limited Time Only: Get a Free Hoverboard Bonus Pack on Amazon


Quicktipps: SL Video Tutorials für Anfänger

Die letzte Meldung kommt auch aus dem LL-Blog und kündigt eine Quicktipp Video-Reihe an, die Anfängern bei den ersten Schritten in SL helfen soll. Linden Lab will in den nächsten Wochen mehrere dieser Videos veröffentlichen und dabei unter anderem die Themen "Shopping", "Kontakte knüpfen", "Sich mit Gruppen verbinden" und "Interessante Orte finden" behandeln.

Im ersten Video Tutorial geht es um das Ändern des Avatars in SL. Wie LL schreibt, eines der ersten Dinge, die neue Nutzer inworld machen. Und als wäre er nie weg gewesen, scheint Torley Linden diese Tutorial-Reihe zu produzieren. Ein Name, der zumindest bei mir viele lustige Erinnerungen hervorruft. :)



Laut Blogpost von LL, kratzt das Tutorial nur die Oberfläche der Möglichkeiten an, um seinen Avatar individuell anzupassen. Es wird darauf hingewiesen, dass man inworld und auf dem Marketplace viele Artikel findet, um seinen Avatar weiter auszustatten. Und in der Knowledge Base gibt es eine (englische) Seite, die weitere Grundlagen zum Ändern des Avatars erklärt:

Quelle: Introducing QuickTips - Second Life Video Tutorials for Beginners