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Montag, 13. April 2020

Simtipp: Kolmannskuppe

Serene Footman hat am 12. April seine neueste Installation eröffnet. Wie gewohnt, hat er einen verlassenen Ort aus dem RL nachempfunden. Diesmal heißt er "Kolmannskuppe" und es handelt sich um eine aufgegebene Siedlung im heutigen Namibia. Da ich mich im Feiertags-Low-Modus befinde, übernehme ich heute mal reichlich Texte aus der deutschsprachigen Wikipedia-Seite zu diesem Ort.


Die Wikipedia-Seite ist so umfangreich, weil Kolmannskuppe eine deutsche Kolonialsiedlung gewesen ist. Die sogenannte Lüderitz-Eisenbahn erreichte diesen Ort auf ihrem Weg nach Aus zur Zeit von Deutsch-Südwestafrika. Kolmannskuppe verdankt seine Entstehung den Eisenbahnarbeitern August Stauch und Zacharias Lewala, welche am benachbarten Bahnhof Grasplatz 1908 zufällig die ersten Diamanten fanden. Der dadurch ausgelöste Boom sorgte für ein schnelles Wachstum dieser zunächst nur als Diamantsucher-Camp gedachten Siedlung an der Nordgrenze des Diamantensperrgebiets.


Der auf Diamanten gründende Reichtum der Bewohner ließ eine Bergbaustadt entstehen, in dem viel Luxus vorhanden war – und das in einer Umgebung, die trostloser und lebensfeindlicher wohl kaum sein konnte. Es gab kein Wasser, keinen Regen, keine Erde, in der auch nur das Geringste hätte wachsen können, keinerlei Infrastruktur – nur Sand, regelmäßig heftige Sandstürme und eine unbarmherzige Hitze.


Trotz der lebensfeindlichen Umgebung lebten hier bis zu 400 Menschen und es entstanden hochherrschaftliche Steinhäuser nach deutschem Vorbild. Neben Unterkünften für die Arbeiter (getrennt nach Verheirateten und Junggesellen) gab es Verwaltungs- und Dienstgebäude. Zur Infrastruktur gehörten ein Elektrizitätswerk, ein Krankenhaus (mit der ersten Röntgenstation Afrikas bzw. auf der ganzen Südhalbkugel), eine Eisfabrik zur Herstellung von Blockeis für die Eisschränke der Bewohner, ein Tante-Emma-Laden, eine Metzgerei, ein Ballsaal genanntes Gebäude mit Theater, Turnhalle und Großküche, eine Kegelbahn und eine Schule.


Sogar ein Salzwasser-Schwimmbad und eine Schmalspurbahn für den Transport von Waren und Personen innerhalb des Ortes waren hier zu finden. Das Wasser dafür und alles, was sonst noch zum täglichen Leben nötig war, musste aus dem rund 1000 km entfernten Kapstadt heran transportiert werden. Das Baumaterial für die Häuser, deren Einrichtungen, die Maschinen und alles, was man damals in Europa unter Luxus verstand, kam aus Deutschland und wurde meist in Lüderitz angeliefert.


Kolmannskuppe galt damals als die reichste Stadt Afrikas, was angesichts der geringen Einwohnerzahl wohl auch stimmen mag. Dennoch war Kolmannskuppe nur ein Paradies auf Zeit. Die naheliegenden Diamantenfelder waren bald abgebaut und so verlagerte sich die Diamantenförderung immer weiter nach Süden in Richtung Elisabethbucht, Pomona, Charlottenthal und dem Bogenfels. 1930 wurde der Diamantenabbau bei Kolmannskuppe ganz eingestellt, die Bewohner verließen nach und nach den Ort und überließen ihn der Wüste. Die letzte Person lebte hier bis in die 1960er Jahre. Viele Wohnungseinrichtungen, Sportgeräte in Schulen u. ä. wurden erst gar nicht mitgenommen.


Die Wüste holte sich im Laufe der Jahrzehnte zurück, was der Mensch ihr abgerungen hatte. Die Häuser verfielen zusehends und in den Ruinen häufte sich der Sand meterhoch. Die Inneneinrichtung wurde teilweise zerstört oder mitgenommen. Kolmannskuppe wurde endgültig eine Geisterstadt. Nur ein zaghafter, zunächst auf Privatinitiative beruhender Museumsverkehr, brachte gelegentlich ein bisschen Leben zurück. Erst als in den 1990er Jahren auch Lüderitz einen wirtschaftlichen Aufstieg erlebte, widmete man Kolmannskuppe wieder mehr Aufmerksamkeit.


Man begann, einige erhaltenswerte Gebäude zu restaurieren, Räume wieder originalgetreu zu möblieren und nach und nach einen geordneten Museumsbetrieb einzurichten. Heute ist die Siedlung tagsüber frei zugänglich und es werden Führungen angeboten, außerhalb dieser Zeiten ist ein Betreten nur mit entgeltpflichtiger, vorher zu beantragender Erlaubnis möglich. Das Betreten wird streng kontrolliert und auch das Verlassen des Siedlungsgebietes nach Süden ist untersagt, da im Sperrgebiet immer noch Diamanten abgebaut werden und Schmuggel verhindert werden soll. Im Museum von Kolmannskuppe werden unter anderem beliebte oder spektakuläre Diamantenschmuggelversuche thematisiert.


Okay, soweit die Erklärungen aus der Wikipedia. Gerade bei den Installationen von Serene Footman passen sie sehr gut zu den Fotos, die man dort aufnehmen kann. Auch Serene hat in seinem Blogpost zu Kolmannskuppe die meisten seiner Informationen aus der englischen Wikipedia entliehen. Wie gut er wieder alles nachgebaut hat, sieht man besonders an diesem RL-Foto. Serene hat sowohl die Gebäudeanordnung als auch die Farben der Gebäude ziemlich gut nachempfunden.


Die Region Kolmannskuppe ist eine Homestead mit Einstufung "Generell". Der Landepunkt befindet sich in der äußersten südöstlichen Ecke der Region. Von dort bin ich gleich mal die komplette Kante der Region entlang nach Norden gelaufen. Das vermittelt schon einen ersten Eindruck, wie unwirklich und trostlos dieser Ort tatsächlich gewesen sein muss. Es gibt keinen Ozean, sondern nur Sand soweit das Auge reicht. Und mit den weit entfernten, sandigen Bergen des Sim-Surrounds sieht die Region aus, als wäre sie viele Quadratkilometer groß.


Das Windlight ist hell, etwas dunstig und passt gut zu einem Wüstenort in Afrika. Wenn man auf die weiten Sandebenen außerhalb der Region blickt, hat man fast das Gefühl, irgendwo eine Fata Morgana zu sehen.

Interessant ist das größte Gebäude auf der Region. Laut Wikipedia nannten die Einwohner es "Ballsaal". Integriert waren Theater, Turnhalle, Großküche, eine Kegelbahn und eine Schule. Heute ist dort ein Museum, das ebenfalls von Serene in der größten Halle des Gebäudes nachgebaut wurde.


Über die Region verteilt, findet man verschiedene Wüstentiere. Auf dem höchsten Punkt der Kuppe befindet sich neben dem Wassertank tatsächlich ein ausgetrocknetes Schwimmbad. Und natürlich gibt es auch wieder viele Stühle auf der Region, die zwar nicht zur RL-Ausstattung gehörten, aber eine Marotte von Serene sind.


Im Blogpost von Serene stehen noch mehr Informationen als ich hier aufgeführt habe. Zum Beispiel auch ein Link zu einem langen Artikel im Spiegel aus dem Jahr 2011.

Insgesamt wieder ein echtes Fundstück im Serene Footman Stil. Ich kannte diesen Ort bisher noch nicht, trotz deutscher Vorgeschichte. Wie immer bei seinen Regionen sollte man mit einem Besuch nicht zu lange warten, denn zum Beispiel war die vorherige Installation nur vier Wochen geöffnet. Ach so, ich habe es endlich auch mal geschafft, alle meine Berichte von Serenes Regionen mit einem Label zu versehen, so dass man sie alle zusammen mit einem Link aufrufen kann.

>> Teleport zu Kolmannskuppe

Links:

Samstag, 7. März 2020

Simtipp: Ubay Island

Vor zwei Wochen hatte Serene Footman seine Region Furillen geschlossen und vor zwei Tagen folgte auch noch Khodovarikha. Dafür wurde nun am Freitag, den 6. März, die neue Region "Ubay Island" eröffnet. Diese Installation ist ein optischer Leckerbissen und ein absolutes Highlight von Serene, das sich keiner entgehen lassen sollte.


Wie immer bei Serene, ist Ubay Island wieder ein realer Ort, der eine skurrile Geschichte hat. Diesmal ist es eine kleine Insel auf den Philippinen, die im Oktober 2013 durch ein Erdbeben der Stärke 7,2 überflutet wurde. Ursache war das Absinken der Insel in den Meeresboden um einen Meter. Dazu kam auch noch der Anstieg des Meeresspiegels in den letzten einhundert Jahren, so dass heute fast die komplette Insel einige Zentimeter unter Wasser steht. Wie abstrakt diese Insel in der physischen Welt aussieht, kann man auf diesem RL-Foto sehen.



Die über 200 Bewohner von Ubay Island leben seit dem Erdbeben quasi im Wasser. Ich habe am Ende meines Simtipps ein kurzes Video eingebettet, das ganz gut zeigt, wie das Leben in diesem Hüttendorf aussieht. Insgesamt wurden in diesem Bereich der Philippinen vier Inseln überflutet, die sogenannten "Bohol Islands".

Serene Footman hat dieses Dorf fast perfekt in Second Life nachempfunden. Und er hat sogar noch eine der Nachbarinseln mit hinzugenommen, auf der es noch viele Bäume gibt, die aber auch im Wasser stehen.


Als ich auf die Region teleportiert bin, hatte ich die Hintergrundgeschichte zum realen Ort noch nicht gelesen. Zuerst dachte ich dann, dass sich im Black Dragon Viewer der Regler für die Wasserhöhe verstellt hätte. Denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass Serene ein Dorf gebaut hat, das im Wasser steht. Doch wenn man dann etwas herumläuft, sieht man schon, dass Wasserstand, Holzstege und Boote höhentechnisch aufeinander abgestimmt sind.



Wie immer bei neuen Regionen, hat Serene auch zu Ubay Island einen langen Blogpost geschrieben. Er selbst wurde auf die Insel durch ein paar Dokumentarfilme aufmerksam, die das Leben verschiedener Personen näher beleuchten. Bei seinem Nachbau in Second Life hat er vor allem darauf geachtet, den Spirit und die Schönheit dieses Ortes einzufangen.


Ich war heute ziemlich lange auf Ubay Island. Ich halte das für die bisher beste Region, die Serene in Second Life gestaltet hat. Der Nachbau vermittelt sehr anschaulich, wie es wohl sein muss, wenn man auf so einer Insel lebt. Und bereits das Hüttendorf bietet so viele Szenen und Fotomotive, dass man kaum zum Erkunden kommt. Ist man dann mit dem Dorf irgendwann durch, wartet noch der Mangroven Bereich, der auch sehr schöne Szenen enthält.



Bevor man die virtuelle Version von Ubay Island in Second Life besucht, sollte man sich die realen Fotos im Blogpost von Serene anschauen. Es ist erstaunlich, wie viele Objekte er aus diesen Fotos in SL nachgebaut hat (bzw. von Mesh-Creator Harry Cover nachgebaut wurden). Das kann man gut an einigen markanten Häusern und an den vielen Booten sehen.


Das Windlight ist ebenfalls eine sehr gelungen Komposition. Es stimmt zwar nicht mit der Umwelt auf den RL-Fotos überein, aber es ist gut zum Fotografieren geeignet. Denn diesmal hat es Serene so hinbekommen, wie es auch oft auf seinen eigenen Fotos aussieht. Ein aufregender Wolkenhimmel, eine dunstige Atmosphäre, die mit zunehmender Entfernung immer undeutlicher wird, und ein Farbton, der einen Hauch von Vintage‑Look ausstrahlt.


Die Region ist eine Homestead mit Einstufung "Generell". Umgeben ist die Insel von einem Sim-Surround mit mehreren, sehr kleinen Inseln. Es gibt viele Boote im Wasser und noch mehr Mülltüten in den engen Gassen der Siedlung. Wo soll man in so einem Ort auch hin mit dem Müll? Die Müllabfuhr kommt sicher nicht regelmäßig vorbei.


Wie immer bei Regionen von Serene, sollte man nicht zu lange warten, wenn man sie besuchen will. Auch im RL wird es die Bohol Inseln wohl nicht mehr lange geben, denn der steigende Meeresspiegel wird es den Menschen irgendwann unmöglich machen, dort weiter zu leben. Ein wirklich verrückter Ort in beiden Welten.

>> Teleport zu Ubay Island

Links:

Hier noch ein RL-Video zu Ubay Island. Echt unglaublich, dass dort so viele Menschen wohnen.

Racing the King Tide : The Mother’s Story


Racing the King Tide : The Teacher's Story from Hatch on Vimeo.

Mittwoch, 19. Februar 2020

Simtipp: Khodovarikha (2020)

Serene Footman hat wieder eine Region eröffnet, auf der er einen realen Ort nachempfunden hat. Diesmal ist es mit "Khodovarikha" ein Ort, den er schon einmal 2017 in Second Life präsentiert hatte, damals allerdings mit stürmischer Winterlandschaft (siehe meinen Simtipp dazu).


Jetzt präsentiert Serene diesen verlassenen Ort im Sommerlayout. Es handelt sich um eine ehemalige Wetterstation auf einer russischen Landzunge in der Barentssee. Durch den fehlenden Schnee sieht man jetzt viele Dinge, die im Winter von Schnee bedeckt waren, was der virtuellen Replika eine komplett andere Atmosphäre verleiht. Inspiriert wurde Serene durch eine Fotoserie mit zwölf Bildern von Evgenia Arbugaeva.



Khodovarikha ist ein kleines Gebiet in der Barentssee nördlich von Russland. Dieses Gebiet spielte im zweiten Weltkrieg eine Rolle beim sogenannten Unternehmen Wunderland. Vor allem der riesige Leuchtturm, der auf der virtuellen Nachbildung in Second Life dem Original verblüffend ähnlich sieht. Eine deutschsprachige Wikipedia Seite zu Khodovarikha gibt es leider nicht. Nur die englische Seite.


Abseits von der erwähnten Operation im letzten Weltkrieg, war Khodovarikha bis in die 1990er Jahre eine Wetterstation, die nur von einer einzigen Person verwaltet wurde. Dieser Mann hieß Slava (Vyacheslav Korotki). Er wurde nur einmal im Jahr von einem Versorgungsschiff mit Vorräten beliefert. Ansonsten lebte Slava dort ganz allein.



Wie schon 2017, hat Serene diesen Ort wieder ziemlich perfekt nachempfunden. Wenn man die RL‑Fotos aus seinem ausführlichen Blogpost mit der Gestaltung in Second Life vergleicht, sieht man schnell, dass fast alle Gebäude und markanten Strukturen anhand der RL-Fotos modelliert wurden. Und bei der aktuellen Inkarnation ohne Schnee, sieht man vor allem den Müll, der sich im Laufe der fast 100 Jahre dort angesammelt hat.


Mir fehlt jetzt schon wieder die Zeit, den Blogpost von Serene zur seiner Region noch detaillierter zusammenzufassen. Deshalb noch schnell ein paar persönliche Informationen. Die Region ist eine Homestead mit Einstufung "Generell". Der Landepunkt ist nah am nördlichen Ufer. Dort liegt ein Gästebuch und es gibt einen Tip Jar in Form eines Bildes.

Besonders gelungen sind die Dünen mit dem Dünengras, den Windzäunen und dem Teich nahe der kleinen Gruppe von Holzhäusern. In diesem Teich sind sehr viele Vögel, zum Teil auch animiert. Eine Oase inmitten der ziemlich trashigen Landschaft. Deshalb davon zwei Fotos.



Im Inneren des monströsen Leuchtturms kann man über viele Leitern mit Kletteranimation nach oben gelangen. Von dort führt eine Handseilbahn herunter zu einem ziemlich zugemüllten Abschnitt am Strand. Im Leuchtturm gibt es in der ersten Etage auch eine kleine Diashow mit Fotos vom realen Khodovarikha.


Das vorgegebene Windlight hat ein sehr diffuses Licht, das nur wenig Schatten wirft. Durch den Dunst sind auch die Wolken nur schwer zu erkennen. Sie sind aber definitiv vorhanden, wie mein letztes Foto hier unten zeigt. Insgesamt ist das Windlight für diesen Ort aber absolut passend.


Auch wenn man das winterliche Khodovarikha vor fast drei Jahren schon besichtigt hat, sollte man sich den gleichen Ort ohne Schnee nicht entgehen lassen. Die Eindrücke sind komplett anders und ein paar Gebäude sind im Vergleich zur alten Version auch ausgetauscht worden. Sollte ich die Region mit drei Worten beschreiben, würde ich "Sylt trifft Mülldeponie" verwenden. :)

>> Teleport zu Khodovarikha

Links:

Samstag, 14. Dezember 2019

Simtipp: Lairig Leacach - Winter 2019

Aus gegebenem Anlass gibt es heute meinen Winter-Simtipp nicht als letzten Beitrag des Tages. Denn nur der frühe Vogel fängt den Blogleser.^^

Spaß beiseite. Heute hat Serene Footman eine neue Region eröffnet und dies in einem Blogpost angekündigt. Und bei Serene versuche ich immer, möglichst schnell etwas zu zeigen, bevor das Gros der Blogger sich darauf stürzt.


Serenes neue Region heißt "Lairig Leacach". Wie immer, ist sie einem realen Ort nachempfunden. Dazu gibt es zwar keine Wikipedia‑Seite, aber ein paar andere Quellen im Web, die Bezug darauf nehmen. Wie zum Beispiel die Seite Mountain Bothies Association. Dieser Ort liegt am Fuße des Stob Ban, einem Berg in den schottischen Highlands. Und dort steht eine einzelne winzige Schutzhütte mit dem Namen Lairig Leacach. Es ist also nicht der Ort der so heißt, sondern die Hütte.



Serene schreibt, dass die Schutzhütte das Herzstück seiner "Urlaubssimulation" ist, die nur für kurze Zeit geöffnet bleiben soll. Und tatsächlich gibt es neben dieser kleinen Hütte, die rechts auf meinem nächsten Foto zu sehen ist, nur noch eine weitere, halb verfallene Blockhaushütte im dichten Wald, der ebenfalls auf dem Foto unten hinter der Hütte zu sehen ist.


Alles andere auf der Region ist Natur pur, mit vielen Felsen, einem Wald, der etwa ein Viertel der Region bedeckt, und einigen Tieren, wie einem Adler, ein paar Füchsen und einer großen Herde von Hirschen und Rehen. Das auffälligste Naturelement ist mal wieder das River Set von Studio Skye. Auf Lairig Leacach schlängelt sich der Fluss fast über die gesamte Region, was zusammen mit den schneebedeckten Ufern sehr cool aussieht. Deswegen hatte ich dieses Foto schon als erstes oben im Beitrag eingebettet.



Der Landepunkt ist auf einem zugefrorenen See. Geht man von dort in Richtung des dichten Waldes, kommt man zu einer Brücke. Links davon ist die erwähnte Blockhausruine. Nach rechts kommt man zur Schutzhütte, die sich praktisch in der Mitte der Region befindet.


Lairig Leacach ist eine Homestead mit moderater Einstufung. Von den 5.000 verfügbaren Prims wurden alle genutzt. Das hat mich überrascht, denn von der reinen Optik sieht die Landschaft nicht so primlastig aus.

Das Windlight ist etwas dunkel und hat einen leichten Blaugrün-Stich. Ich habe den Gamma-Wert ein wenig erhöht, um mehr Winteratmosphäre einzufangen.


Auf der Region gibt es leichten Schneefall mit kleinen, realistischen Schneeflocken. Auf dem begehbaren Teil des Terrains sind zwei hohe Berge. Dahinter befindet sich ein halbes Sim-Surround mit noch höheren Bergen. Beides verschmilzt zu einem einheitlichen Panorama. Das sieht man auf dem folgenden Foto, auf dem mein Avatar auf einem Stuhl auf dem linken kleineren Berg sitzt. Dahinter ist das Sim-Surround mit den großen Bergen zu sehen.


In seinem Blogpost zur Region schreibt Serene dann noch einiges zur Hütte, die seiner Region den Namen geliehen hat. Anders als Schutzhütten in den Alpen, sind die in Schottland normalerweise ohne Inneneinrichtung. Alles was man dort findet, haben andere Besucher gebaut oder zurückgelassen. Serene hat diese Hütte im RL persönlich besucht und war überwältigt von der umgebenden Natur, die im Vergleich zur winzigen Hütte gewaltig wirkt.


Wie immer bei Serene, ist die Landschaft sehr nah am RL-Vorbild gestaltet worden. Das wird deutlich, wenn man sich die Fotos im Furillen Blogpost und auf den verlinkten Seiten anschaut. Auch der lange Fluss fließt im RL nah an der Hütte vorbei.

Wer sich das ansehen will, sollte nicht zu lange warten, denn diese Region wird nur für kurze Zeit in Second Life bestehen bleiben (ich schätze etwa einen Monat, also bis Mitte Januar).

>> Teleport zu Lairig Leacach

Links:

Donnerstag, 17. Oktober 2019

Simtipp: Furillen (2019)

Anfang September 2019 hatte Serene Footman angekündigt, nach der Schließung von North Brother Island eine längere Pause einzulegen, was die Gestaltung von Regionen betrifft. Das klang eigentlich nach mehreren Monaten.

Heute, sechs Wochen danach, hat Serene im Furillen Blog die Wiederauferstehung seiner ersten Region in Second Life bekanntgegeben. Und das ist "Furillen".


Meinen ersten Simtipp zu Furillen hatte ich zu einer Zeit gepostet, als diese Region noch keiner kannte. Ich weiß noch, dass ich bei meiner Besichtigung völlig allein auf der Region war. Das ist heute fast undenkbar. Mich hat die karge Gestaltung, die einer realen Insel vor der Küste Schwedens nachempfunden ist, sofort begeistert. Serene hat ein wirklich gutes Händchen, wenn es darum geht, reale Orte in Second Life auch von der Stimmung her zu vermitteln.



Seit meinem ersten Besuch auf Furillen hat Serene Footman (und später auch Jade Koltai) eine beispiellose Serie von Installationen erstellt, die alle einem abgeschiedenen und oft auch skurrilen RL‑Ort gewidmet waren. Auf der Mutterregion Furillen wurden zudem viele Sonderevents durchgeführt, die alle für sich gesehen erinnerungswürdig waren. Zum Beispiel Furillen - Hoth, Furillen - Tatooine, Furillen - Endor, Furillen - Pink Floyd oder Furillen City.


Das aktuelle Furillen ist eine Mischung aus verschiedenen Entwicklungsstadien der zweijährigen Präsenz dieser Region im SL‑Grid. Da aber das alte Furillen noch auf einer Homestead mit 3.750 Prims LI aufgebaut war, jetzt aber 5.000 Prims LI zur Verfügung stehen, konnte Serene bei einigen Gebäuden zusätzliche Einrichtungen hinzufügen.

Vor allem im alten Hotel in der südöstlichen Ecke der Region, hat Serene nun in jedem Zimmer eine wunderbare kleine Welt geschaffen. Hier ein großes Foto vom Hotel und vier kleine Bilder aus verschiedenen Zimmern. Es gibt aber noch wesentlich mehr Zimmer zu besichtigen.


Die kleinen Bilder am besten anklicken für eine größere Darstellung.

 

 

Neu ist jetzt ein Kommunikationsbunker mit einer hohen Sendeantenne (nächstes Foto). Auch diese Einrichtung gab es im realen Furillen, doch Serene hatte wohl auf der alten Homestead einfach nicht mehr genug Prims dafür frei.


Natürlich dürfen auch die vielen unterschiedlichen Stühle auf Furillen nicht fehlen. Das ist allerdings kein Merkmal des original RL-Ortes, sondern ein kleiner Fetisch von Serene, den er auf allen seinen Regionen bisher auslebte. Ein markantes Stuhl‑Duo habe ich schon weiter oben gezeigt. Hier noch die bekannte bunte Stuhlreihe vom ursprünglichen Furillen, die auf dem Weg steht, der zum großen Schiffskran auf der Seebrücke führt.


Und es schneit auch wieder auf Furillen. Diesmal mit sehr guten, gleichmäßigen Schneeflocken, die nicht die Form von riesigen Kristall-Sterntexturen haben. Es gibt Bereiche, auf denen es stärker schneit und Bereiche, wo es gar nicht schneit. Serene schreibt in seinem Blogpost, dass Schnee scheinbar das "richtige" Wetter für Furillen ist.



Beim Windlight habe ich nichts geändert. Es ist etwas dunkler als vor vier Jahren. Außerdem werden Windlight-Umgebungen (zumindest in meinem Viewer) heute etwas anders dargestellt, weil sich das Rendering weiterentwickelt hat. Und aufgrund eines besseren PCs, lasse ich den Viewer durchgehend auf Ultra-Einstellung laufen. Das Windlight auf Furillen passt jedenfalls perfekt zur Landschaft, auch wenn es auf meinen Fotos sehr dunkel wirkt.


Am Ende seines Blogposts schreibt Serene noch, dass er nicht weiß, wie lange die Region geöffnet bleibt. Es wird aber definitiv nicht lange sein. Das hängt wohl auch davon ab, wie viel in die Tip Jars auf Furillen geworfen wird. Denn im Gegensatz zu den anderen Themenregionen, wird die Furillen Region finanziell nur von Serene getragen.

>> Teleport zu Furillen

Links: